DE19510801A1 - Unterirdische Behälter für aktive und passive Ortsnetzkomponenten - Google Patents
Unterirdische Behälter für aktive und passive OrtsnetzkomponentenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen unterirdischen Behälter für
aktive und passive Ortsnetzkomponenten.
Elektronische Bauelemente wurden bisher in sogenannten Unter
flurbehältern untergebracht. Diese sind für Servicearbeiten
begehbar. Das große Volumen bedingt Statikprobleme bei be
fahrbaren Straßenoberflächen. Die Kosten für Investitionen
und Erdbauarbeiten sind erheblich. Aus der DE-OS 43 15 275
ist ein Unterflurbehälter mit herausnehmbarem Anschlußgehäuse
bekannt. Der ins Erdreich eingegrabene Unterflurbehälter
weist ein senkrecht angeordnetes Anschlußgehäuse auf, dessen
Anschlußkabel zum Beispiel wendelförmig um dieses geführt
sind, wobei die Anschlußkabel durch Kabeleinführungsstutzen
verschiebbar verlegt sind, und im Gegensatz zum Unterflurbe
hälter ist das Anschlußgehäuse vollständig abgedichtet.
In Fig. 1 ist weiterhin ein Stand der Technik skizziert, bei
dem in einem Kabelschacht 1 ein Anschlußgehäuse in Form einer
Topfmuffe 23 angeordnet ist. Dieser Kabelschacht schließt mit
dem Erdniveau 15 ab und ist mit einem Deckel 9 abgedeckt. Die
Kabel 4 werden in den Kabelschacht über Einführungsöffnungen
eingeführt und der Topfmuffe 23, die aus dem Kabelschacht
herausklappbar gelagert ist, zugeführt. Bei einer derartigen
Technik müßten die verschiedenen Funktionen, wie zum Beispiel
optisch-elektrisch Wandler für IS bzw. DS, für VtN oder für
die Stromversorgung in einzelnen Muffen untergebracht werden,
die unabhängig voneinander für Servicearbeiten heraus zu
schwenken sein müßten. Dabei könnten aktive Komponenten mit
hoher Verlustleistung für bessere Wärmeabfuhr mit Metallhau
ben versehen werden, deren Oberflächen zusätzlich durch
Kühlrippen bei Bedarf noch zu vergrößern sind.
Für vorliegende Erfindung besteht nun die Aufgabe, ein neues
Schachtgehäusekonzept für aktive und passive Komponenten zu
entwickeln, das allen vorkommenden statischen Anforderungen
genügt, druckwasserdicht ist und bei dem einzelne Elemente
heraus zunehmen sind, ohne deren Funktion zu stören oder zu
unterbrechen, wobei auf herkömmliche voluminöse Standard
schächte verzichtet werden soll.
Die gestellte Aufgabe wird in einer ersten Weise mit einem
unterirdischen Behälter für aktive und passive Ortsnetzkompo
nenten dadurch gelöst, daß der Behälter aus mehreren aneinan
dergereihten Einzelsegmenten besteht, daß Segmentabdichtungen
zwischen benachbarten Einzelsegmenten angeordnet sind und daß
die stirnseitigen Einzelsegmente auf der nach auswärts ge
richteten Seite mit Verschlußplatten abgeschlossen sind.
Die gestellte Aufgabe wird jedoch auch nach einer zweiten Art
mit einem unterirdischen Behälter für aktive und passive
Ortsnetzkomponenten dadurch gelöst, daß der Behälter aus
mehreren abgeschlossenen Einzelsegmenten besteht, wobei die
Einzelsegmente über Kabeldurchführungen mit dazwischen ange
ordneten Segmentabdichtungen miteinander verbunden sind.
Gemäß der Erfindung ergeben sich nun folgende Vorteile. In
den Einzelsegmenten des Behälterkomplexes werden die heraus
nehmbaren Elemente von passiven und aktiven Komponenten
unterirdisch in geschlossenen, wasserdichten Behältern unter
gebracht, wobei in jedem Einzelsegment Elemente mit einer
speziellen Funktion zusammengefaßt sind. Die Einzelsegmente
sind miteinander zu einem einzigen Behälter, vorzugsweise
mittels Schrauben, zusammensetzbar und können je nach Bedarf
in ihrer Funktion zusammengestellt werden. Es ist jederzeit
eine Ergänzung durch Ansetzung weiterer Einzelsegmente mög
lich. Auf diese Weise lassen sich beliebige Kombinationen
zusammensetzen. Der gesamte unterirdische Behälter besteht
beim ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung aus Einzelseg
menten, die aneinandergereiht und miteinander verschraubt
werden können. Die beiden äußeren Enden werden mit Verschluß
platten abgeschlossen und die Trennebenen werden mit Hilfe
von Gummiwülsten oder hochviskosen Bitumenmassen druckwasser
dicht abgedichtet. Bei einer zweiten Art der Ausführungsform
gemäß der Erfindung sind einzelne abgeschlossene Einzelseg
mente aneinandergereiht, wobei die Verbindung untereinander
über Kabeldurchführungen erfolgt, die in den Trennebenen
wiederum mit Segmentabdichtungen versehen sind. Diese Kabel
durchführungen können zum Beispiel als Einführungsstutzen
ausgebildet sein.
Die Vorteile liegen nun auch darin, daß diese Ausführungsfor
men ein geringes Volumen beanspruchen, da die bisher bekann
ten Standardgehäuse aus Beton nicht benötigt werden. Die
einzelnen Segmente können nicht mehr auf schwimmen, da kein
Auftrieb vorhanden ist. Von Vorteil ist auch, daß es sich um
druckwasserdichte Segmente handelt, die sich beliebig anein
anderreihen lassen, so daß auch spätere Ergänzungen möglich
sind. Bei diesem Konzept lassen sich auch statisch günstige
Formgebungen einsetzen, wobei die Segmentoberseite so ausge
bildet wird, daß sie mit der Straßenoberfläche abschließt.
Weiterhin ist eine Höhennivellierung möglich, so daß die
Anpassung an die Straßenoberfläche sich relativ einfach
gestalten läßt. Eine großflächige Auflage läßt sich durch
Stabilisierungsfüße erreichen, so daß ein Aufschwimmen des
unterirdischen Behälters verhindert werden kann. Eine derar
tige Anlage ist sehr servicefreundlich, da sich die passiven
und aktiven Elemente einzeln entnehmen lassen.
Die Erfindung wird nun anhand von fünf Figuren näher erläu
tert.
Fig. 1 zeigt einen Stand der Technik.
Fig. 2 zeigt schematisch die Außenansicht eines erfindungs
gemäßen Behälters.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch einen derartigen
Behälter.
Fig. 4 zeigt einen unterirdischen Behälter gemäß der Erfin
dung, der aus mehreren abgeschlossenen Einzelsegmen
ten zusammengesetzt ist.
Fig. 5 zeigt eine weitere Anordnung gemäß der Erfindung.
Die Fig. 1 zeigt den Stand der Technik, der bereits in
der Beschreibungseinleitung entsprechend gewürdigt ist.
In Fig. 2 wird erläutert, daß der unterirdische Behälter 1
gemäß der Erfindung aus Einzelsegmenten 2 besteht, die anein
andergereiht sind. Sie werden beispielsweise miteinander über
Verbindungen 5 verschraubt, wobei die beiden stirnseitigen
Enden des Behälters 1 mit entsprechenden Verschlußplatten 3
abgeschlossen werden. Die Einzelsegmente 2 werden jeweils
stirnseitig durch Gummiwülste oder hochviskose Bitumenmasse 7
druckwasserdicht abgedichtet. In den Einzelsegmenten 2, die
auch verschiedene Breiten aufweisen können, sind Elemente für
den jeweiligen Zweck, wie z. B. Stromversorgung, Fernsehen,
Telekom separat untergebracht. Auf diese Weise ist eine
gegenseitige Beeinflussung ausgeschlossen, und außerdem wird
bei Servicearbeiten jeweils nur der betroffene Teil geöffnet.
So haben die Einzelsegmente jeweils einen Deckel 9, der auf
der Ebene des Straßenniveaus 15 liegt. So kann auch die
Segmentoberseite 10 direkt mit dem Niveau der Straßenoberflä
che 15 abschließen. In den seitlichen Abschlußplatten 3 sind
für die Zu- und Abführung der Kabel eine Anzahl von Kabelein
führungsöffnungen 4 vorgesehen, die dicht abschließbar sind.
Der gesamte Behälter 1 kann auf Stabilisierungsfüße 11 ge
stellt werden, wobei dort Elemente 12 für eine Höhennivellie
rung eingesetzt sind. Auf diese Weise kann die Segmentoberseite
10 an die Neigung und an das Niveau der Straßenoberflä
che 15 angepaßt werden. Die Einzelsegmente 2 besitzen außer
dem eine Segmentverjüngung 8, so daß die Verbindungselemente
5 in den entstehenden Flanschen eingesetzt werden können.
In Fig. 3 wird eine Seitenansicht eines Einzelsegmentes 2
gezeigt, wobei im Innenraum des Einzelsegmentes 2 ein heraus
nehmbares Element 13 einer passiven oder aktiven Komponente
skizziert ist. Die entsprechenden Versorgungskabel 14 sind
mit einer Ausgleichsschleife 16 im Innenraum geführt. Außer
dem wird die Höhennivellierung 12 in den Stabilisierungsfüßen
11 deutlich, mit deren Hilfe die Nivellierung der Oberfläche
des Einzelsegmentes 2 auf die Straßenoberfläche 15 ermöglicht
wird. Im übrigen sind die Flansche 6 für den Eingriff der
Verschraubungen 5 sowie die Öffnung für den Deckel 9 erkenn
bar. Durch diesen Deckel lassen sich die aktiven oder passi
ven Elemente 13 herausnehmen.
Die Fig. 4 verdeutlicht eine zweite Art der Anordnung von
Einzelsegmenten 2 zu einem einzigen unterirdischen Behälter 1
gemäß der Erfindung. Hier werden vorzugsweise die Einzelseg
mente 18 zylindrisch ausgebildet, wobei die Einzelsegmente 2
über Kabeldurchführungen 4 mit dazwischen angeordneten Seg
mentabdichtungen 7 miteinander verbunden sind. In diesen
Einzelsegmenten 2 sind wiederum getrennt von ihrer Funktion
entsprechende Muffen 13, 23 oder 21 herausnehmbar angeordnet.
In diesem Fall sind die Muffen 13, 23 bzw. 21 mit teleskopar
tigen Halterungen 24 versehen, durch die es ermöglicht wird,
daß die Muffen 13, 23 oder 21 für Servicearbeiten senkrecht
nach oben aus der Öffnung herausgezogen werden können. Für
derartige Anordnungen eignen sich besonders zylindrische
Einzelsegmente 18, so daß die schraubenförmig mit Überlänge
eingebrachten Kabel 22 ohne Behinderung hochgezogen werden
können. Die Position 17 zeigt die schraubenförmig
aufgewickelten überlängen der Kabel im Betriebszustand.
In Fig. 5 ist eine Anordnung gemäß der Erfindung gewählt,
die in etwa der Anordnung der Fig. 4 entspricht, doch erfol
gen hier die Kabeleinführungen in die Muffen 13, 23 und 21
von oben her, da die Muffen 13, 23 und 21 mit der Einfüh
rungsseite nach oben hin an Haltern 25 in den Einzelsegmenten
2 auf gehängt sind. Dabei sind bei der Einführung der Kabel 22
im Bereich der Einführung Kabelbügel 19 zum Knickschutz der
Versorgungskabel angeordnet. Im übrigen können auch hier
sämtliche Einzelheiten, wie sie in den vorhergehenden Bei
spielen beschrieben sind, verwendet werden.
Claims (12)
1. Unterirdischer Behälter für aktive und passive Ortsnetz
komponenten,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (1) aus mehreren aneinandergereihten Einzel
segmenten (2) besteht, daß Segmentabdichtungen (7) zwischen
benachbarten Einzelsegmenten (2) angeordnet sind und daß die
stirnseitigen Einzelsegmente (2) auf der nach auswärts ge
richteten Seite mit Verschlußplatten (3) abgeschlossen sind.
2. Unterirdischer Behälter für aktive und passive Ortsnetz
komponenten,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (1) aus mehreren abgeschlossenen Einzelseg
menten (2) besteht, wobei die Einzelsegmente (2) über Kabel
durchführungen (4) mit dazwischen angeordneten Segmentabdich
tungen (7) miteinander verbunden sind.
3. Unterirdischer Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Segmentabdichtungen (7) aus Gummiwülsten bestehen.
4. Unterirdischer Behälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Segmentabdichtungen (7) aus hochviskoser Bitumenmasse
bestehen.
5. Unterirdischer Behälter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Einzelsegment (2) zumindest ein Höhenverstellele
ment (12) aufweist.
6. Unterirdischer Behälter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Muffe (13, 21, 23) aus dem entsprechenden
Einzelsegment (2) des Behälters (1) entnehmbar ist, wobei die
eingeführten Kabel (17, 22) jeweils im entsprechenden Innen
raum der Einzelsegmente (2) mit Überlänge (17, 22) abgelegt
sind.
7. Unterirdischer Behälter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Muffen (13, 21, 23) als Topfmuffen ausgebildet sind.
8. Unterirdischer Behälter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Topfmuffen (13, 21, 23) aufrecht stehend angeordnet
sind, wobei die Kabeleinführungen von unten erfolgen.
9. Unterirdischer Behälter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Topfmuffe (13, 21, 23) senkrecht stehend angeordnet
ist, wobei die Kabeleinführungen von oben erfolgen.
10. Unterirdischer Behälter nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Überlänge (17, 22) der Kabel schraubenförmig im
Innenraum der Einzelsegmente (2) abgelegt sind.
11. Unterirdischer Behälter nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Muffe (21) an einer teleskopartigen Halterung (24) im
Einzelsegment (2) angeordnet ist.
12. Unterirdischer Behälter nach einem der Ansprüche 6 bis
10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Muffe (23) mit einer Halterung (25) im Einzelsegment
(2) aufgehängt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19510801A DE19510801A1 (de) | 1995-03-24 | 1995-03-24 | Unterirdische Behälter für aktive und passive Ortsnetzkomponenten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19510801A DE19510801A1 (de) | 1995-03-24 | 1995-03-24 | Unterirdische Behälter für aktive und passive Ortsnetzkomponenten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19510801A1 true DE19510801A1 (de) | 1996-09-26 |
Family
ID=7757623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19510801A Withdrawn DE19510801A1 (de) | 1995-03-24 | 1995-03-24 | Unterirdische Behälter für aktive und passive Ortsnetzkomponenten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19510801A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1484828A1 (de) * | 2003-06-02 | 2004-12-08 | IED Industrial Engineering & Design GmbH | Kabelschacht von im Erdboden verlegten Kabelrohren oder -schläuchen eines örtlichen Kabelrohr-Netzsystems |
| DE102009024721A1 (de) | 2009-06-12 | 2010-12-16 | Erwin Bienek | Dezentrale Ladestation für batteriebetriebene Elektromobile |
| DE102009014298B4 (de) * | 2009-03-25 | 2014-01-23 | Lic Langmatz Gmbh | Unterflur-Schachtanordnung zur Unterbringung von Glasfaserkabeln |
-
1995
- 1995-03-24 DE DE19510801A patent/DE19510801A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1484828A1 (de) * | 2003-06-02 | 2004-12-08 | IED Industrial Engineering & Design GmbH | Kabelschacht von im Erdboden verlegten Kabelrohren oder -schläuchen eines örtlichen Kabelrohr-Netzsystems |
| DE102009014298B4 (de) * | 2009-03-25 | 2014-01-23 | Lic Langmatz Gmbh | Unterflur-Schachtanordnung zur Unterbringung von Glasfaserkabeln |
| DE102009024721A1 (de) | 2009-06-12 | 2010-12-16 | Erwin Bienek | Dezentrale Ladestation für batteriebetriebene Elektromobile |
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