DE19510476C1 - Brandschutz-Absperrung für eine lufttechnische Anlage - Google Patents
Brandschutz-Absperrung für eine lufttechnische AnlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Brandschutz-Absperrung für
eine lufttechnische Anlage eines Gebäudes mit Luftströme füh
renden Lüftungskanälen, mit einem betätigbaren Absperrelement,
das von einem Ein- und Ausströmöffnungen zur Hindurchführung
eines Luftstromes aufweisenden Gehäuse getragen ist, und mit
einem als Einbaustutzen für das Gehäuse ausgebildeten Ab
schnitt eines Lüftungskanales im Bereich seiner Durchführung
durch eine Gebäudewand oder -decke.
Eine Brandschutz-Absperrung dient zur Verhinderung bzw.
Verzögerung einer Ausbreitung eines Brandes in einem Gebäude
über die Lüftungskanäle der lufttechnischen Anlage. Sie wird
daher im Lüftungskanal hauptsächlich im Bereich seiner Durch
führung durch eine Gebäudewand oder -decke angeordnet.
Der Lüftungskanal wird in der Regel im Bereich seiner
Durchführung eingemauert. Bei einer Ausbildung dieses Berei
ches des Lüftungskanals als Gehäuse für das Absperrelement
würde dieses Gehäuse somit unmittelbar in die Gebäudewand ein
gemauert werden. Eine derartige Anordnung des Gehäuses ist
jedoch nicht zweckmäßig, da aufgrund von Spannungen in der
Gebäudewand oder -decke bei einer festen Einbindung des
Gehäuses ein Verformen und Verziehen des Gehäuses auftreten
kann. Auch aufgrund einer Temperaturerhöhung des durch das
Gehäuse geführten Luftstromes, beispielsweise bei einem Brand,
kann sich das Gehäuse durch Materialausdehnungen verziehen,
wenn es fest eingemauert ist. Infolge auftretender Verfor
mungen kann die Betätigung des Absperrelementes, beispielswei
se durch eine Klemmung vor Erreichen der Schließstellung be
einträchtigt oder sogar unmöglich sein, was zu einer Beein
trächtigung der Verschließung des Lüftungskanals im Brandfall
führen würde.
Um eine derartige Funktionsbeeinträchtigung der Brand
schutz-Absperrung auszuschließen, ist es z. B. nach dem DE
87 04 379 U1 und auch nach dem DE 83 16 999 U1 bekannt, das vor
gefertigte Gehäuse mit dem Absperrelement in dem eingangs
genannten Einbaustutzen anzuordnen. Anstelle des Gehäuses ist
dieser Einbaustutzen zargenartig in die Gebäudewand bzw. -
decke eingemauert. Zwischen dem Einbaustutzen und dem Gehäuse
sind elastische Dichtungen angeordnet, die Spannungen und
Materialausdehnungen des Gehäuses und/oder des Einbaustutzens
aufnehmen können, so daß Verformungen des Gehäuses nicht
auftreten. Bei den bekannten Ausführungen sind auf beiden
Seiten der Wand oder Decke Abschnitte des Lüftungskanals an
das Gehäuse angesetzt, z. B. angeflanscht. Das Gehäuse weist
somit den gleichen Querschnitt wie der Lüftungskanal auf.
Kommt bei einer lufttechnischen Anlage jedoch eine Brand
schutz-Absperrung der eingangs beschriebenen Gattung zum Ein
satz, bei der Abschnitte des Lüftungskanals nicht an das Ge
häuse sondern vielmehr an den Einbaustutzen angesetzt sind,
z. B. um bei geringem Einbauraum größtmögliche Kanalquerschnit
te verwenden zu können, bedeutet die Anordnung dieser Dichtun
gen zwischen dem Gehäuse und dem Einbaustutzen in nachteiliger
Weise, daß der Querschnitt des Gehäuses geringer als der
Querschnitt des
Einbaustutzens ist. Dadurch verringert sich der Querschnitt
des Lüftungskanals in diesem Bereich, was nachteilig die
Strömungsverhältnisse im Lüftungskanal verschlechtert, insbe
sondere den Strömungswiderstand erhöht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brand
schutz-Absperrung der eingangs genannten Gattung aufzuzeigen,
deren Funktionsfähigkeit sicher gewährleistet ist, ohne daß
sich durch die Anordnung des das Absperrelement tragenden Ge
häuses im Lüftungskanal dies Strömungsverhältnisse verschlech
tern.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Absperrelement an wenigstens einem über einen Öffnungsrand des
Gehäuses in den Einbaustutzen vorstehenden Vor
sprung angelenkt ist.
Das Gehäuse und das Absperrelement sind in dem Einbaustut
zen angeordnet. Das Absperrelement ist dabei jedoch nicht in
nerhalb des Gehäuses angelenkt, sondern an dem Vorsprung im
Einbaustutzen und befindet sich somit außerhalb des Gehäuses.
Bei einer durch einen Brandfall bedingten Betätigung des
Absperrelementes schließt dieses den Lüftungskanal somit nicht
im Gehäuse sondern im Einbaustutzen ab. Diese Verlagerung des
Absperrelementes aus dem Gehäuse heraus bedeutet vorteilhaft,
daß Gehäuseverziehungen und Verformungen aufgrund von Wand
spannungen bzw. Temperaturänderungen keinen Einfluß darauf ha
ben, wie sicher das Absperrelement den Lüftungskanal ver
schließt, denn auch ein stark verzogenes Gehäuse ist der
Schließbewegung des Absperrelementes nicht im Weg. Aus diesem
Grund kann auf die Anordnung einer elastischen Dichtung zwi
schen dem Gehäuse und dem Einbaustutzen verzichtet werden. Das
Gehäuse und der Einbaustutzen liegen direkt aneinander, wo
durch vorteilhaft keine Verengung des Querschnittes des
Lüftungskanals auftritt und somit keine Verschlechterung der
Strömungsverhältnisse eintritt.
Nach einer ersten Weiterbildung der Erfindung ist vorge
sehen, daß das eingebaute Gehäuse in den Einbaustutzen paßge
nau eingeschoben ist. Neben dem auf diese Weise ausgebildeten
großen Querschnitt des Lüftungskanals im Bereich des Gehäuses
ist das Gehäuse vorteilhaft einfach in den Einbaustutzen ein
baubar und zu Wartungszwecken auch wieder einfach ausbaubar.
Zur weiteren Vereinfachung des Einbaus und zur Zentrierung des
Absperrelementes in dem Einbaustutzen weist der Einbaustutzen
gemäß einer nächsten Weiterbildung der Erfindung wenigstens
eine Führungsnut für den Vorsprung des Gehäuses auf.
Nach einer nächsten Weiterbildung der Erfindung ist vorge
sehen, daß das Absperrelement eine Umrißform aufweist, die der
Innenquerschnittsform des dem Absperrelement zugeordneten Be
reiches des Einbaustutzens ähnlich ist, wobei der Querschnitt
des Absperrelementes geringer als der Querschnitt des Berei
ches des Einbaustutzens ist. Die ähnliche Ausbildung soll den
dichten Verschluß des Lüftungskanals bewirken. Jedoch ist
durch den geringeren Querschnitt des Absperrelementes im ge
schlossenen Zustand der Brandschutzabsperrung zwischen dem
Absperrelement und dem Einbaustutzen ein Abstand ausgebildet.
Dieser Abstand ist so dimensioniert, daß durch Verspannungen
der Brandwand verursachte Verformungen des eingemauerten Ein
baustutzens und durch Temperaturänderungen bedingte
Ausdehnungen des Absperrelementes und des Einbaustutzens nicht
die Betätigung des Absperrelementes beeinträchtigen.
Aufgrund des Abstandes zwischen dem Absperrelement und dem
Einbaustutzens in der Schließstellung, ist zwischen diesen
Bauteilen ein Spalt vorhanden. Damit eine Brandausbreitung
über den Spalt ausgeschlossen ist, sind nach einer Weiterbil
dung der Erfindung an den zur Anlage an den Einbaustutzen be
stimmten Flächen des. Absperrelementes Dichtungen vorgesehen.
Diese Dichtungen, die aus einem elastischem Material, z. B.
Schaumstoff, hergestellt sein können, legen sich sicher an den
Einbaustutzen an, auch wenn dieser z. B. aufgrund von Spannun
gen verzogen sein sollte. Vorzugsweise sind auch an den zur
Anlage mit dem Absperrelement bestimmten Flächen des Einbau
stutzens Dichtungen vorgesehen. Diese Dichtungen können In
tumeszenzdichtungen sein, die sich bei einer Temperaturerhö
hung durch Aufschäumung ausweiten, dabei aber eine bestimmte
mechanische Festigkeit bewahren.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht von Bauteilen einer Brandschutz-
Absperrung vor ihrer Zusammensetzung in einer Sei
tenansicht und
Fig. 2 eine Schnittansicht der Brandschutz-Absperrung nach
ihrer Zusammensetzung.
Die Brandschutz-Absperrung 1 in Fig. 1 hat die Bauteile
Gehäuse 2, Absperrelement 3 und Einbaustutzen 9. Das Gehäuse 2
hält das Absperrelement 3 und ist in den Einbaustutzen 9
einzubauen, der in einer Gebäudewand oder -decke eingemauert
wird. Das Gehäuse 2 ist, wie mit dem Pfeil 18 angedeutet, in
den Einbaustutzen 9 einschiebbar. Dabei weist der Einbau
stutzen 9 eine Führungsnut 16 für einen Vorsprung 5 des Ge
häuses 2 auf.
Das Absperrelement 3 ist an diesen Vorsprung 5 um die
Achse 6 drehbar angelenkt. Im nicht ausgelösten Zustand, der
in Fig. 1 und 2 dargestellt ist, steht das Absperrelement 3
unter der Federvorspannung einer mit einer strichpunktieren
Linie angedeuteten Zugfeder 7. Ein thermisch entriegelbares
Halteorgan 8, z. B. ein Schmelzlot, verbleibt bei normaler
Temperatur in einer Betriebsstellung, die der Offenstellung
des Absperrelementes 3 entspricht. An den einander abgewandten
freien Enden weisen das Gehäuse 2 und der Einbaustutzen 9
Abschnitte 10, 10′ mit verengtem Querschnitt auf, auf die Lüf
tungskanal-Abschnitte aufsteckbar sind.
In Fig. 2 ist das Gehäuse 2 in den Einbaustutzen 9 einge
schoben. Gehäuse 2 und Einbaustutzen 9 sind dabei zueinander
derart paßgenau ausgebildet, daß sie ohne zwischengelegte
Dichtungen aneinanderliegen.
Der Vorsprung 5 steht in den Einbaustutzen 9 vor.
Dadurch ist das Absperrelement 3 im Einbaustutzen 9 angeord
net. Es weist an den zur Anlage an dem Einbaustutzen 9 be
stimmten Flächen eine umlaufende Dichtung 15 auf. Auch an der
Innenfläche des Einbaustutzens 9 ist im zur Anlage mit dem Ab
sperrelement 3 vorgesehene Bereich eine umlaufende Dichtung
17 vorgesehen, die eine Intumeszenzdichtung ist.
Fig. 2 zeigt auch zwei auf das Gehäuse 2 bzw. den Einbau
stutzen 9 aufgesteckte Isolierrahmen 11, 11′. Die Isolierrahmen
11, 11′ sind über Schrauben 12, 12′ mit dem Gehäuse 2 bzw. dem
Einbaustutzen 9 verbunden. Der Isolierrahmen 11 unterstützt
dabei die Verbindung von Gehäuse 2 und Einbaustutzen 9, indem
durch den Isolieörrahmen 11 und durch einen vorstehenden
Flanschkragen 14 des Einbaustutzens 9 eine Schraube 13 geführt
ist und in einer an dem Flanschkragen 14 aufgesetzten Mutter
19 festgesetzt ist.
Bei einer Erhöhung der Temperatur eines durch das Gehäuse
2 geführten Luftstromes kommt es unter der Einwirkung der
Federvorspannung zu einem Schmelzen, Brechen oder Bersten des
Halteorgans 8. Die Federkräfte der Zugfeder 7 werden freige
setzt und das Absperrelement 3 dreht sich um die Drehachse 6
um 90° und verschließt dabei den Querschnitt des Einbau
stutzens 9 unter gegenseitiger Anlage der Dichtungen 15 und
17. Eine Aufschäumung der Intumeszenzdichtung 17 verbessert
die derart ausgebildete Anlagedichtung.
Claims (7)
1. Brandschutz-Absperrung, für eine lufttechnische Anlage
eines Gebäudes mit Luftströme führenden Lüftungskanälen, mit
einem betätigbaren Absperrelement, das von einem Ein- und
Ausströmöffnungen zur Hindurchführung eines Luftstromes auf
weisenden Gehäuse getragen ist, und mit einem als Einbau
stutzen für das Gehäuse ausgebildeten Abschnitt eines Lüf
tungskanals im Bereich seiner Durchführung durch eine Gebäude
wand oder -decke,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Absperrelement (3) an wenigstens einem über einen
Öffnungsrand des Gehäuses (2) in den Einbaustutzen
(9) vorstehenden Vorsprung (5) angelenkt ist.
2. Brandschutz-Absperrung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gehäuse (2) in den Einbaustutzen
(9) paßgenau eingeschoben ist.
3. Brandschutz-Absperrung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Einbaustutzen (9) wenigstens eine Führungs
nut (16) für den Vorsprung (5) des Gehäuses (2) aufweist.
4. Brandschutz-Absperrung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrelement (3)
eine Umrißform aufweist, die der Innenquerschnittsform des dem
Absperrelement (3) zugeordneten Bereiches des Einbaustutzens
(9) ähnlich ist, wobei der Querschnitt des Absperrelementes (3)
geringer als der Querschnitt des Bereiches des Einbaustut
zens (9) ist.
5. Brandschutz-Absperrung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß an den zur Anlage an den Einbaustutzen (9) be
stimmten Flächen des Absperrelementes (3) Dichtungen (15)
vorgesehen sind.
6. Brandschutz-Absperrung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß an den zur Anlage mit dem Absperrelement
(3) bestimmten Flächen des Einbaustutzens (9) Dichtungen (17)
vorgesehen sind.
7. Brandschutz-Absperrung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dichtungen (17) Intumeszenzdichtungen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19510476A DE19510476C1 (de) | 1995-03-27 | 1995-03-27 | Brandschutz-Absperrung für eine lufttechnische Anlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19510476A DE19510476C1 (de) | 1995-03-27 | 1995-03-27 | Brandschutz-Absperrung für eine lufttechnische Anlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19510476C1 true DE19510476C1 (de) | 1996-09-26 |
Family
ID=7757416
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19510476A Expired - Lifetime DE19510476C1 (de) | 1995-03-27 | 1995-03-27 | Brandschutz-Absperrung für eine lufttechnische Anlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19510476C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1038555A3 (de) * | 1999-03-20 | 2001-06-13 | Gebrüder Trox, Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Brandschutzklappe |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7136474U (de) * | 1972-02-24 | Gebr Trox Gmbh | Sperre für Brandabschnitte in Lüftungsund Klimaanlagen | |
| DE8316999U1 (de) * | 1983-06-10 | 1983-09-08 | Schako Metallwarenfabrik Ferdinand Schad KG, Zweigniederlassung Kolbingen, 7201 Kolbingen | Brandschutzklappe |
| DE8704379U1 (de) * | 1986-04-04 | 1987-05-21 | Hesco Pilgersteg AG, Rüti, Zürich | Feuerfeste Schließvorrichtung |
| DE4008686A1 (de) * | 1990-03-17 | 1991-09-19 | Schako Metallwarenfabrik | Brandschutzklappe |
-
1995
- 1995-03-27 DE DE19510476A patent/DE19510476C1/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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