DE19509054A1 - Vorrichtung zur Herstellung von Stabilisierungspfählen in bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Stabilisierungspfählen in bindigen Böden mit ungenügender TragfähigkeitInfo
- Publication number
- DE19509054A1 DE19509054A1 DE1995109054 DE19509054A DE19509054A1 DE 19509054 A1 DE19509054 A1 DE 19509054A1 DE 1995109054 DE1995109054 DE 1995109054 DE 19509054 A DE19509054 A DE 19509054A DE 19509054 A1 DE19509054 A1 DE 19509054A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- press head
- screw conveyor
- frame
- actuator
- screw
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 230000003019 stabilising effect Effects 0.000 title 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 claims description 20
- 239000013590 bulk material Substances 0.000 claims description 17
- 230000000087 stabilizing effect Effects 0.000 claims description 17
- ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N Calcium oxide Chemical compound [Ca]=O ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- 235000012255 calcium oxide Nutrition 0.000 claims description 5
- 239000000292 calcium oxide Substances 0.000 claims description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 4
- 229910000679 solder Inorganic materials 0.000 claims description 4
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 claims description 3
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 claims description 3
- 239000004571 lime Substances 0.000 claims description 3
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims description 3
- 239000000654 additive Substances 0.000 claims description 2
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000035515 penetration Effects 0.000 abstract 5
- 239000000463 material Substances 0.000 description 14
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 9
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 7
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 7
- 230000006641 stabilisation Effects 0.000 description 7
- 238000011105 stabilization Methods 0.000 description 7
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 4
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 4
- 238000013461 design Methods 0.000 description 3
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 2
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- BHPQYMZQTOCNFJ-UHFFFAOYSA-N Calcium cation Chemical compound [Ca+2] BHPQYMZQTOCNFJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 208000002599 Smear Layer Diseases 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 229910001424 calcium ion Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005056 compaction Methods 0.000 description 1
- 238000012937 correction Methods 0.000 description 1
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000000945 filler Substances 0.000 description 1
- 238000005429 filling process Methods 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 239000011796 hollow space material Substances 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- LIVNPJMFVYWSIS-UHFFFAOYSA-N silicon monoxide Chemical class [Si-]#[O+] LIVNPJMFVYWSIS-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052814 silicon oxide Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D3/00—Improving or preserving soil or rock, e.g. preserving permafrost soil
- E02D3/02—Improving by compacting
- E02D3/08—Improving by compacting by inserting stones or lost bodies, e.g. compaction piles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Agronomy & Crop Science (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Paleontology (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE-OS 24 28 870 bekannt. Sie besteht aus
einer am Kran gehaltenen vertikalen Führung, entlang derer eine Antriebseinheit mit
einer Förderschnecke verschiebbar gehalten ist. Die Förderschnecke durchdringt einen
Fülltrichter, der mit Sand befüllt werden kann. Mittels der Antriebslosigkeit kann die
Förderschnecke in Drehung versetzt werden. Die Förderschnecke wird dabei wie ein
Bohrer in den Boden getrieben, so daß unter Materialentnahme ein Hohlraum herge
stellt wird. Anschließend muß die Förderschnecke aus dem Hohlraum entfernt werden,
um die Schneckenwindungen vom losgelösten Bodenmaterial zu säubern. Das freie
Ende der Förderschnecke wird mit einem Messerkopf ausgerüstet und erneut in den
geschaffenen Hohlraum eingefahren. Unter Zugabe von Sand in den Fülltrichter und
schneller Gegendrehung der Förderschnecke wird Sand in den Hohlraum gefördert.
Auf diese Weise wird ein Sandpfahl im Boden errichtet. Die im Messerkopf der För
derschnecke vorgesehenen Schneidmesser dringen dabei in die Wandung des
Hohlraums ein, um eine beim Bohren des Hohlraums entstandene Schmierschicht an
der Hohlraumwandung zu durchschneiden.
Diese bekannte Vorrichtung weist den Nachteil auf, daß die Führung freischwebend
über dem Boden zu halten ist. Eine präzise Positionierung der Vorrichtung über dem
Boden ist daher nicht möglich. Im allgemeinen muß im Bohrbereich mindestens eine
weitere Bedienungsperson stehen, die den Bohr- bzw. Füllvorgang überwacht und für
eine hinreichende Ausrichtung der Vorrichtung sorgt. Diese Bedienungsperson ist
aufgrund der schweren, bewegten Lasten in diesem Bereich einer erhöhten Unfallge
fahr ausgesetzt. Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung liegt in einer Schwächung
des Bodens aufgrund der Materialentnahme. Üblicherweise werden Sandphähle zur
Stabilisierung schlecht tragfähiger Böden eingesetzt. Durch die Materialentnahme
wird der Boden zunächst weiter geschwächt, wobei nicht geklärt ist, ob die anschlie
ßende Einfüllung von Sand diese Schwächung aufwiegt. Das mit dieser bekannten
Vorrichtung anzuwendende Arbeitsverfahren ist darüber hinaus sehr zeitaufwendig,
da die Förderschnecke nach dem Bohren aus dem Hohlraum herausgezogen und ge
reinigt werden muß. Auch das Ansetzen des Messerkopfes nach dem Bohren ist zeit
raubend. Außerdem füllt sich das Bohrloch mit dem vom Messerkopf herausgeschnit
tenen Material, so daß die Sandfüllung unbefriedigend verläuft. Ein Bohren mit ange
setztem Messerkopf ist bei dieser bekannten Vorrichtung nicht möglich, da der Mes
serkopf eine relativ große, nach unten gerichtete ebene Fläche aufweist. Diese Fläche
verhindert ein Vordringen der Förderschnecke in den Boden. Da die Förderschnecke
nach dem Bohren aus dem Hohlraum herausgezogen werden muß, besteht bei wei
chen Böden die Gefahr, daß der umliegende Boden den Hohlraum eindrückt. Insbe
sondere in diesem Fall sind jedoch Stabilisierungspfähle zur Baugründung besonders
erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese bekannte Vorrichtung dahingehend
zu verbessern, daß eine anfängliche Schwächung des Bodens vermieden wird. Des
weiteren soll diese Vorrichtung auch bei weichen Böden einsetzbar sein und einen
Stabilisierungspfahl in kurzer Zeit erstellen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Eine Festlegung der Führung in einem auf dem Boden abgestützten Gestell erlaubt auf
einfache Weise eine sichere Übertragung der bei der Bearbeitung des Bodens ausge
übten Kräfte. Es ergibt sich daher eine sehr sichere Ausrichtung der Vorrichtung, so
daß eine zusätzliche Bedienungsperson im unfallgefährdeten Bereich entfällt. Die För
derschnecke ist als Stempel mit einem Preßkopf am freien Ende ausgebildet. Dies er
möglicht zusammen mit einem Stellantrieb ein Einpressen des Stempels in den Boden,
wobei durch Materialverdrängung ein Hohlraum gebildet wird. Dies führt zu einer
Materialverdichtung in der unmittelbaren Umgebung des erzeugten Hohlraums und
verhindert daher eine Schwächung des Bodens durch Materialentnahme. Der erzeugte
Hohlraum wird vorteilhaft durch die Förderschnecke abgestützt, so daß ein Nachge
ben der Hohlraumwandung auch bei relativ weichen Böden zuverlässig verhindert
wird. Da die Förderschnecke nicht mit Bodenmaterial gefüllt ist, kann der Hohlraum
nach seiner Erstellung sofort mit einem Schüttgut gefüllt werden. Dies ermöglicht
daher eine sehr rasche Erstellung von Stabilisierungspfählen. Durch die sehr rasche
Schneckenförderung können auch hydraulisch wirkende Stoffe im Schüttgut problem
los eingesetzt werden.
Die Anwendung des Merkmals gemäß Anspruch 2 ist günstig, weil die Form des vom
Preßkopf erzeugten Hohlraums an die Symmetrie der Förderschnecke angepaßt ist.
Das Merkmal des Anspruchs 3 gewährleistet die Erzeugung eines in seinem Durch
messer etwas größer ausgebildeten Hohlraums als der Durchmesser der Förder
schnecke. Da der Hohlraum für die Förderschnecke einen Förderkanal bildet, erlaubt
dies ein relativ reibungsarmes Rotieren der Förderschnecke, was insbesondere bei
härteren Böden wichtig ist. Bei weicheren Böden wird der Durchmesser des Preßkop
fes im allgemeinen noch größer dimensioniert, um ein Nachfließen des umliegenden
Materials zu kompensieren.
Ein im wesentlichen kegelförmig ausgebildeter Preßkopf gemäß Anspruch 4 besitzt
einen besonders geringen Widerstand beim Eindrücken in den Boden, da er zu seinem
freien Ende spitz zuläuft. Der Öffnungswinkel des Kegels ist vorzugsweise kleiner als
120°. Vorzugsweise ist der untere Teil des Preßkopfes von einer zentralen Spitze bis
zu seinem maximalen Durchmesser kegelförmig ausgebildet.
Alternativ ist die Anwendung der Merkmale des Anspruchs 5 vorteilhaft. Diese Aus
bildung des Stempels erlaubt einen maximalen Durchsatz des Schüttguts durch den
Preßkopf. Vorzugsweise wird die Förderschnecke beim Einpressen in nach unten för
dernde Richtung gedreht.
Die Ausbildung der Vorrichtung mit dem Merkmal gemäß Anspruch 6 erlaubt ein
problemloses Transportieren der Vorrichtung an den nächsten Einsatzort, ohne daß
dabei größere Mengen Schüttguts, das sich noch im Einfülltrichter befindet, verloren
gehen.
Ein an die Steigung der Förderschnecke angepaßter Schlitz im Preßkopf gemäß An
spruch 7 erlaubt beim Füllen des Hohlraums mit dem Schüttgut, dieses besonders
rasch durch den Preßkopf zu leiten. Das Schüttgut kann daher mit relativ großem
Verdichtungsdruck in den Hohlraum eingefüllt werden.
Eine zentrale Hohlwelle gemäß Anspruch 8 erlaubt ein sicheres Einbringen heftig
reagierender Stoffe in den Hohlraum. Es spielt dabei keine Rolle, ob dieser Stoff mit
im Boden vorhandenem Wasser oder mit anderen Stoffen des Schüttguts reagiert. Die
separate Förderung dieses Stoffes in der Hohlwelle erlaubt, die Stoffe erst im Hohl
raum zu vermischen. Es steht daher ein besonders breites Spektrum an Stoffkombinationen
zur Füllung des Hohlraums zur Verfügung. Insbesondere können reaktions
freudige hydraulische Stoffe vorteilhaft eingesetzt werden.
Eine Ausbildung des Stellantriebs als Hydraulikmotor gemäß Anspruch 9 ermöglicht
auf besonders einfache Weise eine Energieversorgung des Stellantriebs aus der Bord
hydraulik des bedienenden Baggers oder Laders. Vorzugsweise ist auch der Drehan
trieb als Hydraulikmotor ausgebildet. Hydraulikmotoren sind sehr einfach und gleich
zeitig robust aufgebaut, so daß sie dem rauhen Feldeinsatz bestens gewachsen sind.
Die Anwendung eines Seil- oder Kettentriebs zur Kraftübertragung zwischen dem
Stellantrieb und dem Schiebeschlitten ist vorteilhaft, da sich damit auf einfache Weise
sehr große Kräfte übertragen lassen. Vorzugsweise ist ein Seil oder eine Kette beid
seitig im Gestell festgelegt. Der Stellantrieb wirkt über eine Umlenkrolle oder eine
Aufwickeltrommel auf das Seil oder die Kette ein. Dabei kann der Stellantrieb entwe
der im Rahmen oder im Schiebeschlitten festgelegt sein. Vorzugsweise wird das Seil
oder die Kette mehrfach flaschenzugartig umgelenkt, so daß die Bewegung des Stel
lantriebs vom Seil- oder Kettentrieb untersetzt wird. Hierdurch erhöht sich die er
reichbare Einpreßkraft, wobei das Seil oder die Kette nur noch mit einem Bruchteil
der Einpreßkraft belastet wird.
Die Anwendung der Merkmale gemäß Anspruch 11 ermöglichen eine präzise Einstel
lung der Fülldichte im Hohlraum. Die Dichte des entstehenden Stabilisierungspfahles
kann daher sehr genau an die Bedürfnisse, die durch die Bodenbeschaffenheit, die
gewünschte Belastung sowie die maximal erlaubte Setzung vorgegeben sind, angepaßt
werden. Durch den Einsatz von Regeleinrichtungen wird die bedienende Person von
feinfühligen Drehzahlkorrekturen des Stell- bzw. Drehantriebs befreit. Insbesondere
wird bei heterogenen Böden eine stets gleiche Qualität der Stabilisierungspfähle er
zielt.
Die Merkmale des Anspruchs 12 ergeben eine besonders feste Arretierung der Vor
richtung auf dem Boden. Horizontale Schwenkbewegungen der Vorrichtung werden
zuverlässig verhindert. Dies ist insbesondere bei Hanglagen bedeutend.
Die Merkmale des Anspruchs 13 ermöglichen der Bedienungsperson, auf einfache
Weise den Neigungswinkel des Gestells abzulesen. Insbesondere bei unebenem Ge
lände kann auf diese Weise trotzdem eine Parallelität der Stabilisierungspfähle unter
einander sichergestellt werden. Beim Stabilisieren von Böden in Hanglagen kann die
erforderliche Winkellage der Stabilisierungspfähle mit hinreichender Genauigkeit ein
gehalten werden.
Die Merkmale des Anspruchs 14 erlauben ein sehr einfaches Transportieren der Vor
richtung zum Einsatzort, an dem der nächste Stabilisierungspfahl erstellt werden soll.
Zusätzlich ist es dem Bagger oder Lader möglich, die Vorrichtung gegen den Boden
zu drücken, um die Einpreßkräfte des Stempels aufzunehmen. Die Vorrichtung kann
daher insgesamt ein geringeres Gewicht aufweisen.
Durch Anwendung der Merkmale des Anspruchs 15 wird die Herstellungszeit der
Stabilisierungspfähle entsprechend der Anzahl der vorgesehenen Förderschnecken
reduziert. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn ein größeres Gelände stabili
siert werden soll, oder wenn viele Stabilisierungspfähle pro Fläche vorzusehen sind.
Damit können mehrere Stabilisierungspfähle gleichzeitig erstellt werden. Zur Verrin
gerung des konstruktiven Aufwandes der Vorrichtung sind in diesem Fall die Merk
male des Anspruchs 16 vorteilhaft einsetzbar.
Die Merkmale des Anspruchs 17 ersparen in vorteilhafter Weise, den Bagger oder
Lader mit der Vorrichtung einsetzen zu müssen.
Schließlich ist die Verwendung der Vorrichtung zur Herstellung von Kalkpfählen ge
maß Anspruch 18 ist besonders günstig. Branntkalk reagiert sehr heftig mit im Boden
vorhandenem Wasser. Da die Förderschnecke während der Materialverdrängung sau
ber bleibt, kann der Branntkalk problemlos mit der Förderschnecke in den Hohlraum
befördert werden, ohne bereits während der Förderung chemisch zu reagieren.
Branntkalk ist als Füllmittel für den Hohlraum besonders gut geeignet, da es als hy
draulischer Stoff dem umliegenden Boden Wasser entzieht. Die chemische Reaktion
des Branntkalks mit dem Wasser ist stark exotherm, was eine entsprechend hohe
Temperaturerhöhung im Boden zur Folge hat. Zusätzlich diffundieren Calcium-Ionen
aus dem Stabilisierungspfahl in den umliegenden Boden und erhöhen dessen Tragfä
higkeit beträchtlich. Als Zuschlagstoffe kommen bevorzugt Siliziumoxide, vorzugs
weise in feinster Form, in Betracht.
Anhand der Zeichnung wird eine bevorzugte Ausführungsform des Erfindungsgegen
standes beispielhaft näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht der Vorrichtung, die im unteren Bereich geschnitten darge
stellt ist und
Fig. 2 eine Ansicht des Preßkopfes von unten.
Eine Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 besteht aus einem Gestell 2, in dem eine lineare
Führung 3 abgestützt ist. Im unteren Bereich ist die Vorrichtung 1 geschnitten darge
stellt. Das Gestell 2 ist als Rahmen 4 ausgebildet und verleiht der Vorrichtung 1 die
zur Kraftübertragung erforderliche Stabilität. Das Gestell 2 ist auf einem natürlichen,
weichen Böden 5 mittels Arretierbolzen 6 festgelegt. Die Arretierbolzen 6 weisen
Auflagen 7 auf, so daß das Gestell 2 sowohl in horizontaler als auch in vertikaler
Richtung fixiert ist. Vorzugsweise sind drei oder vier Arretierbolzen 6 vorgesehen.
Oberhalb des Schwerpunktes 8 der Vorrichtung 1 sind Anschlußlaschen 9 zur Verbin
dung mit einem Ausleger eines Baggers bzw. eines Laders vorgesehen. Diese An
schlußlaschen 9 erlauben ein einfaches Versetzen der Vorrichtung 1 an jene Stelle, an
der der nächste Stabilisierungspfahl zu erstellen ist, wobei die Vorrichtung 1 beim
Transport in stabiler Lage verbleibt.
In der Führung 3 gleitet ein Schiebeschlitten 10, an dem ein Stellantrieb 11 vorgese
hen ist, der den Schiebeschlitten 10 sowohl nach oben als auch nach unten unter Be
aufschlagung mit einer Zug- bzw. Druckkraft verschieben kann. Der Stellantrieb 11 ist
vorzugsweise als Hydraulikmotor ausgebildet. Er kann in diesem Fall vorteilhaft von
der Hydraulik des Baggers oder Laders versorgt werden. Zur Vergrößerung der
Kraftübertragung kann der Stellantrieb 11 ein Getriebe aufweisen.
Zur Kraftübertragung zwischen dem Stellantrieb 11 und dem Schiebeschlitten 10 sind
vier Kettentriebe 39 vorgesehen. Je zwei Kettentriebe 39 befinden sich in Fig. 1
unmittelbar hintereinander. Die Kettentriebe 39 werden von jeweils einer Kette 38 und
umlenkenden Zahnrädern 36, 36a, 37, 37a gebildet. Die freien Enden der Kette 38
sind oben und unten im Gestell 2 festgelegt. Ein Zahnrad 36a jedes Kettentriebs 39
wird vom Stellantrieb 11 getrieben. Die Zahnräder 36a der vier Kettentriebe 39 sind
dabei kraftschlüssig miteinander verbunden, so daß für alle Kettentriebe 39 ein einzi
ger Stellantrieb 11 ausreicht. Die Zahnräder 36, 36a sind drehbar im Gestell 2 gela
gert. Sie wirken auf die Kette 38 wie feste Rollen. Die Zahnräder 37, 37a sind im
Schiebeschlitten 10 drehbar gelagert. Sie bilden für die Kette 38 lose Rollen, so daß
sich für den Kettentrieb 39 ein flaschenzugartiger Aufbau ergibt. Der Kettentrieb 39
wirkt daher für den Stellantrieb 11 wie ein untersetzendes Getriebe, so daß sich die
erreichbare Verschiebekraft für den Schiebeschlitten 10 entsprechend erhöht. Zusätz
lich wird die Kette 38 nur noch mit einem Bruchteil der Schiebeschlittenlast beauf
schlagt. Die Kette 38 kann daher entsprechend schwächer ausgebildet sein. Alternativ
könnte die Kette 38 auch ganz oder teilweise als Seil ausgebildet sein. Vorzugsweise
ist dann jener Bereich, der vom antreibenden Zahnrad 36a erfaßt wird, als Kette und
der Rest als Seil ausgebildet.
Über eine Halterung 12 ist der Schiebeschlitten 10 mit einem Drehantrieb 13 verbun
den. Auch der Drehantrieb 13 ist vorzugsweise ein Hydraulikmotor. Er ist mit einem
Stempel 14 verbunden, der im Schiebeschlitten 10 derart gelagert ist, daß Druck
bzw. Ziehkräfte vom Schiebeschlitten 10 direkt aufgenommen und vom Drehantrieb
13 ferngehalten werden. Der Stempel 14 weist eine zentrale Hohlwelle 15 auf, die mit
einer Förderschnecke 16 belegt ist. Am freien Ende 17 des Stempels 14 ist dieser mit
einem Preßkopf 18 ausgerüstet.
Der Preßkopf 18 weist eine zentrale Spitze 19 auf, von der an sich der Preßkopf 18 in
Richtung zur Förderschnecke 16 hin kegelig erweitert. Im oberen Bereich des Preß
kopfs 18 ist dieser zylindrisch ausgebildet mit einem Durchmesser D₁ von vorzugs
weise über 100 mm. Der Preßkopf 18 weist einen Durchmesser D₁ auf, der ein wenig
größer als der Durchmesser D₂ der Förderschnecke 16 ist. Der Preßkopf 18 weist
einen oder zwei Schlitze 20 auf, die den Preßkopf 18 vollständig durchsetzen. Die
Schlitze 20 verbinden den Raum um die Förderschnecke 16 mit dem Raum unterhalb
des Preßkopfes 18. Die Schlitze 20 durchsetzen den Preßkopf 18 im Winkel der Stei
gung der Förderschnecke 16. Das freie Ende 21 der Hohlwelle 15 ist zu den Schlitzen
20 des Preßkopfes 18 geöffnet.
Die Form der Schlitze 20 ist insbesondere aus Fig. 2 entnehmbar, die eine Ansicht
des Preßkopfes 18 von unten zeigt. Die Schlitze 20 sind nach innen spitz und nach
außen erweiternd ausgebildet. Zwecks einer optimalen Anpassung der Schlitze 20 an
die Förderschnecke 16 sind die Schlitze 20 gekrümmt ausgeführt. Dies erlaubt einen
optimalen Durchsatz des Schüttguts 23 durch die Schlitze 20.
Im Gestell 2 ist ein Einfülltrichter 22 vorgesehen, der mit einem Schüttgut 23 gefüllt
werden kann. Das Schüttgut 23 besteht aus einem oder mehreren hydraulischen Stof
fen, denen ggf. auch andere Stoffe zugemischt werden können. Der Einfülltrichter 22
weist an seinem unteren Ende 24 einen Rohransatz 25 auf, der von der Förderschnec
ke 16 durchdrungen wird. Der Rohransatz 25 besitzt einen Innendurchmesser D₃, der
wenig größer als der Durchmesser D₂ der Förderschnecke 16, aber kleiner als der
Durchmesser D₁ des Preßkopfes 18 ist. Dies erlaubt ein einfaches und reibungsarmes
Verschieben bzw. Drehen der Förderschnecke 16 im Rohransatz 25, wobei der Preß
kopf 18 den Einfülltrichter 22 in der in Fig. 1 dargestellten Ausgangslage unterseitig
abschließt. In dieser Lage des Stempels 14 kann daher die Vorrichtung 1 durch einen
Bagger oder Lader sehr einfach transportiert und am nächsten gewünschten Standort
abgestellt werden, ohne daß dabei das Schüttgut 23 durch den Rohransatz 25 des
Trichters 22 entweicht.
Am oberen Ende 26 des Gestells 2 ist ein Lot 27 vorgesehen, welches um einen Punkt
28 drehbar gelagert ist. Die Neigung des Lotes 27 relativ zum Gestell 2 läßt sich mit
Hilfe einer im Gestell 2 fixierten Winkelmeßvorrichtung 29 an einer Skala 30 ablesen.
Um eine gleichzeitige Erstellung mehrerer Stabilisierungspfahle zu ermöglichen, kann
die Vorrichtung 1 mehrere Stempel 14 aufweisen. Diese können vorteilhaft am glei
chen Schlitten vorgesehen sein, so daß nur ein Stellantrieb 11 vorhanden sein muß.
Die Vorrichtung 1 wird an den Anschlußlaschen 9 von einem Bagger oder Lader er
faßt und an jenen Ort transportiert, an dem ein Stabilisierungspfahl erstellt werden
soll. Anschließend wird die Vorrichtung 1 auf den Boden 5 abgesenkt, so daß die Ar
retierbolzen 6 in den Boden 5 eindringen, und die Auflagen 7 auf der Oberfläche 31
des Bodens 5 aufsitzen. Das Gestell 2 wird dabei vom Bagger oder Lader derart aus
gerichtet, daß der Stempel 14 in die gewünschte Richtung des Stabilisierungspfahles
zeigt. Hierzu kann der Baggerführer die Neigung des Gestells 2 zur Vertikalen be
quem an der relativen Lage des Lotes 27 zur Skala 30 ablesen. Üblicherweise werden
die Stabilisierungspfähle vertikal erstellt. In Sonderfällen, vorzugsweise bei der Stabi
lisierung von Böden in Hanglagen, sind jedoch auch von der vertikalen Richtung ab
weichende Stabilisierungspfähle erforderlich.
Nachdem das Gestell 2 im Boden 5 verankert ist, wird der Schiebeschlitten 10 unter
der Wirkung des Stellantriebs 11 in Richtung des Pfeiles 35 nach unten verschoben.
Dabei dringt der Stempel 14 mit seinem Preßkopf 18 in den Boden 5 ein. Die dabei
entstehende Gegenkraft wird vom Bagger oder Lader über die Anschlußlasche 9 auf
genommen. Der Preßkopf 18 verdrängt das umliegende Bodenmaterial und verdichtet
es in seiner Umgebung. Dabei entsteht ein Hohlraum 40. Er besitzt in etwa Säulen
form, wobei der Durchmesser des Hohlraums 40 vom Durchmesser D₁ des Preßkop
fes 18 bestimmt ist. Die oberhalb des Preßkopfes 18 vorgesehene Förderschnecke 16
stützt die Hohlraumwandung 41 beim Vordringen des Stempels 14 ab. Sie steht wäh
rend des Einpressens des Preßkopfs 18 still oder wird in nach unten fördernder Rich
tung angetrieben.
Hat der Stempel 14 eine gewünschte Tiefe T erreicht, so wird die Förderschnecke 16
in Richtung des Pfeiles 42 in Drehung versetzt. Gleichzeitig wird dem Einfülltrichter
22 Schüttgut 23 zugeführt, und von der Förderschnecke 16 in Richtung des Preßkop
fes 18 befördert. Das Schüttgut 23 wird dabei durch die Schlitze 20 im Preßkopf 18
hindurchgeführt. Auf diese Weise wird der Raum 43 unterhalb des Preßkopfes 18 mit
Schüttgut 23 gefüllt. Alternativ kann eine Komponente des Schüttguts 23 durch das
Innere der Hohlwelle 15 in den Raum 43 gefördert werden. Dies ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn diese Komponente sehr rasch mit dem umliegenden Boden 5
reagiert. Über die Hohlwelle 15 könnte auch eine Komponente des Schüttguts 23 in
den Raum 43 befördert werden, die mit einer anderen Komponente des Schüttguts 23
chemisch reagiert. Die Mischung dieser Komponenten erfolgt in diesem Fall erst im
Schlitz 20 des Preßkopfs 18. Der Stempel 14 wird in Richtung des Pfeiles 44 aus dem
Hohlraum 40 herausgezogen. Dazu wird der Schiebeschlitten 10 durch den Stellan
trieb 11 in umgekehrter Richtung getrieben. Die Ziehgeschwindigkeit des Stempels 14
und die Drehgeschwindigkeit der Förderschnecke 16 sind dabei so aufeinander abge
stimmt, daß das Schüttgut 23 unter vorbestimmtem Verdichtungsdruck in den Hohl
raum 40 gefüllt wird.
Ist der Stempel 14 bis zur Ausgangsstellung zurückgezogen, so verbleibt im Boden 5
eine Pulversäule, die durch die Wandung 41 zum Boden 5 hin begrenzt ist. Die Pul
versäule 45 wird vom eingefüllten Schüttgut 23 gebildet und erhärtet mit der Zeit zu
einem Stabilisierungspfahl.
Bezugszeichenliste
1 Vorrichtung
2 Gestell
3 Führung
4 Rahmen
5 Boden
6 Arretierbolzen
7 Auflage
8 Schwerpunkt
9 Anschlußlasche
10 Schiebeschlitten
11 Stellantrieb
12 Halterung
13 Drehantrieb
14 Stempel
15 Hohlwelle
16 Förderschnecke
17 freies Ende
18 Preßkopf
19 Spitze
20 Schlitz
21 freies Ende
22 Einfülltrichter
23 Schüttgut
24 unteres Ende
25 Rohransatz
26 oberes Ende
27 Lot
28 Punkt
29 Winkelmeßvorrichtung
30 Skala
31 Oberfläche
35 Pfeil
36, 36a Zahnrad
37, 37a Zahnrad
38 Kette
39 Seil- oder Kettentrieb
40 Hohlraum
41 Wandung
42 Pfeil
43 Raum
44 Pfeil
45 Pulversäule
46 Wasser
47 Pfeil
50 Stabilisierungspfahl
51 Grenzbereich
52 Zentrum
D₁ Durchmesser des Preß kopfs
D₂ Durchmesser der Förder schnecke
D₃ Innendurchmesser des Rohransatzes
T Tiefe
2 Gestell
3 Führung
4 Rahmen
5 Boden
6 Arretierbolzen
7 Auflage
8 Schwerpunkt
9 Anschlußlasche
10 Schiebeschlitten
11 Stellantrieb
12 Halterung
13 Drehantrieb
14 Stempel
15 Hohlwelle
16 Förderschnecke
17 freies Ende
18 Preßkopf
19 Spitze
20 Schlitz
21 freies Ende
22 Einfülltrichter
23 Schüttgut
24 unteres Ende
25 Rohransatz
26 oberes Ende
27 Lot
28 Punkt
29 Winkelmeßvorrichtung
30 Skala
31 Oberfläche
35 Pfeil
36, 36a Zahnrad
37, 37a Zahnrad
38 Kette
39 Seil- oder Kettentrieb
40 Hohlraum
41 Wandung
42 Pfeil
43 Raum
44 Pfeil
45 Pulversäule
46 Wasser
47 Pfeil
50 Stabilisierungspfahl
51 Grenzbereich
52 Zentrum
D₁ Durchmesser des Preß kopfs
D₂ Durchmesser der Förder schnecke
D₃ Innendurchmesser des Rohransatzes
T Tiefe
Claims (18)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Stabilisierungspfählen in weichen Böden, beste
hend aus mindestens einem Einfülltrichter für ein Schüttgut und mindestens einer die
sen durchdringenden Förderschnecke, welche mittels eines Drehantriebs in Drehung
versetzbar und entlang einer linearen Führung zwischen einer Ausgangslage und einer
in den Boden eingeführten Lage verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führung (3) in einen auf dem Boden (5) abstützbaren Gestell (2) festgelegt ist, und
die Förderschnecke (16) als Stempel (14) ausgebildet ist, der mit einem in entlang der
Führung (3) unter Krafteintrag hin- und herverschiebenden Stellantrieb (11) in Wirk
verbindung steht und am freien Ende (17) des Stempels (14) ein sich nach oben erwei
ternder Preßkopf (18) vorgesehen ist, der mindestens einen Schlitz (20) aufweist, der
den Raum um die Förderschnecke (16) mit dem Raum (43) unterhalb des Preßkopfes
(18) verbindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkopf (18) im
wesentlichen rotationssymmetrisch ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkopf
(18) an seiner breitesten Stelle einen größeren Durchmesser (D₁) als die Förder
schnecke (16) aufweist.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Preßkopf (18) in seinem untersten Abschnitt kegelförmig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Preßkopf (18) von einem verstärkten Ende der Förderschnecke (16) ge
bildet ist, der zumindest im Bereich des freien Endes (17) mit mindestens zwei Wendeln
ausgestattet ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich
net daß der Preßkopf (18) in der Ausgangslage der Förderschnecke (16) den Einfüll
trichter (22) nach unten abschließt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (20) des
Preßkopfes (18) im Winkel der Steigung der Förderschnecke (16) gerichtet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecke
(16) eine über ihre gesamte Länge verlaufende Hohlwelle (15) aufweist, die zum
Schlitz (20) des Preßkopfes (18) mindestens eine Öffnung bildet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellantrieb (11)
des Stempels (14) ein Hydraulikmotor ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stel
lantrieb (11) mit dem Schiebeschlitten (10) über mindestens einen Seil- und/oder
Kettentrieb (39) in Wirkverbindung steht.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stellantrieb (11) und der Drehantrieb (13) mit einer Regeleinrich
tung in Wirkverbindung stehen, die die Drehgeschwindigkeit und das Verhältnis zwi
schen der Drehgeschwindigkeit und der Ziehgeschwindigkeit der Förderschnecke (16)
auf vorgebbare Sollwerte regelt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (2) auf
Arretierbolzen (6) abgestützt ist, die vorzugsweise in den Boden (5) eindringen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß am Gestell
(2) ein Lot (27) mit einer Winkelmeßvorrichtung (29) zur Erfassung des Neigungs
winkels des Gestells (2) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1, 12 und 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß am Gestell (2) eine Halterung (9) zur Verbindung mit einem Bag
ger oder Lader vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Gestell (2) mindestens zwei Förderschnecken (16) mit je einem Ein
fülltrichter (22) vorgesehen sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß für alle Förder
schnecken (16) ein gemeinsamer Dreh- und Stellantrieb (13, 11) vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 12 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß am Gestell (2) Räder oder Ketten mit einem Antriebsmotor vorge
sehen sind, und die Vorrichtung (1) als selbstfahrendes Gerät ausgebildet ist.
18. Verwendung der Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 17 zur
Herstellung von Kalkpfählen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel (14) in den
Boden (5) unter Bildung eines Hohlraums (40) eingepreßt wird, während der
Drehantrieb (13) der Förderschnecke stillsteht, und anschließend die Förderschnecke
(16) in nach unten fördernde Drehung versetzt wird, während dem Einfülltrichter (22)
Branntkalk gegebenenfalls mit Zuschlägen zugeführt und der Stempel (14) gleichzeitig
aus dem Hohlraum (40) zurückgezogen wird.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995109054 DE19509054C2 (de) | 1995-03-14 | 1995-03-14 | Vorrichtung zur Herstellung von Stabilisierungspfählen in bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit |
| AT96103299T ATE188528T1 (de) | 1995-03-14 | 1996-03-04 | Verfahren und vorrichtung zur stabilisierung van bindigen böden mit ungenügender tragfähigkeit |
| EP96103299A EP0732452B1 (de) | 1995-03-14 | 1996-03-04 | Verfahren und Vorrichtung zur Stabilisierung van bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit |
| DE59604074T DE59604074D1 (de) | 1995-03-14 | 1996-03-04 | Verfahren und Vorrichtung zur Stabilisierung van bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit |
| JP05767296A JP3258227B2 (ja) | 1995-03-14 | 1996-03-14 | 支持能の不充分な粘性土に安定処理を施す方法と装置 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995109054 DE19509054C2 (de) | 1995-03-14 | 1995-03-14 | Vorrichtung zur Herstellung von Stabilisierungspfählen in bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19509054A1 true DE19509054A1 (de) | 1996-09-26 |
| DE19509054C2 DE19509054C2 (de) | 1998-01-29 |
Family
ID=7756557
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995109054 Expired - Fee Related DE19509054C2 (de) | 1995-03-14 | 1995-03-14 | Vorrichtung zur Herstellung von Stabilisierungspfählen in bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19509054C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29716673U1 (de) * | 1997-09-17 | 1998-01-02 | Keller Grundbau Gmbh, 63067 Offenbach | Vorrichtung zur Bodenverbesserung mittels pulvrigem Bindemittel |
| DE10335366A1 (de) * | 2003-08-01 | 2005-03-10 | Bauer Spezialtiefbau | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Stabilisierungssäule im Boden |
| DE202018103438U1 (de) | 2018-06-19 | 2018-06-29 | Laumer GmbH & Co. CSV Bodenstabilisierung KG | Verpressvorrichtung |
| DE102022202508A1 (de) | 2022-03-14 | 2023-09-14 | Technische Universität Bergakademie Freiberg, Körperschaft des öffentlichen Rechts | Vorrichtung zur Befüllung von unterirdischen Hohlräumen |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19845132A1 (de) * | 1998-10-01 | 2000-04-06 | Hossein Hosseini Tudeshki | Verfahren und Anlage für die Verdichtung von bindigem und nichtbindigem Gut (z. B. Lockergestein) durch Drehspiralverdichtung bzw. Drehspiralstopfverdichtung |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2222501A1 (de) * | 1971-05-11 | 1972-11-23 | Linden Alimak Ab | Vorrichtung zum Stabilisieren von zusammenhaengenden und reibenden Boeden bis in betraechtlichen Tiefen mit Bindemitteln |
| DE7417180U (de) * | 1974-12-19 | Gebr Neuschwander Kg | Kellergewölbe-Fertigbauteil aus Ziegeln | |
| DE2428870A1 (de) * | 1973-06-15 | 1975-01-16 | Bos Kalis Westminster | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von sandpfaehlen |
-
1995
- 1995-03-14 DE DE1995109054 patent/DE19509054C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7417180U (de) * | 1974-12-19 | Gebr Neuschwander Kg | Kellergewölbe-Fertigbauteil aus Ziegeln | |
| DE2222501A1 (de) * | 1971-05-11 | 1972-11-23 | Linden Alimak Ab | Vorrichtung zum Stabilisieren von zusammenhaengenden und reibenden Boeden bis in betraechtlichen Tiefen mit Bindemitteln |
| DE2428870A1 (de) * | 1973-06-15 | 1975-01-16 | Bos Kalis Westminster | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von sandpfaehlen |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29716673U1 (de) * | 1997-09-17 | 1998-01-02 | Keller Grundbau Gmbh, 63067 Offenbach | Vorrichtung zur Bodenverbesserung mittels pulvrigem Bindemittel |
| DE10335366A1 (de) * | 2003-08-01 | 2005-03-10 | Bauer Spezialtiefbau | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Stabilisierungssäule im Boden |
| DE10335366B4 (de) * | 2003-08-01 | 2005-06-16 | Bauer Spezialtiefbau Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Stabilisierungssäule im Boden |
| DE202018103438U1 (de) | 2018-06-19 | 2018-06-29 | Laumer GmbH & Co. CSV Bodenstabilisierung KG | Verpressvorrichtung |
| DE102022202508A1 (de) | 2022-03-14 | 2023-09-14 | Technische Universität Bergakademie Freiberg, Körperschaft des öffentlichen Rechts | Vorrichtung zur Befüllung von unterirdischen Hohlräumen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19509054C2 (de) | 1998-01-29 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3501439C2 (de) | ||
| DE19707687C1 (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Materialsäulen im Boden | |
| EP3485097B1 (de) | Rüttleranordnung | |
| DE2320220C2 (de) | Gerät zum Herstellen wasserdurchlässiger Schlitze im Boden | |
| DE19509054C2 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Stabilisierungspfählen in bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit | |
| EP2534310B1 (de) | Verfahren zur herstellung von materialsäulen und rüttlervorrichtung mit einer hubeinheit | |
| EP0732452B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Stabilisierung van bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit | |
| EP0819819B1 (de) | Fräskopf, Bohrvorrichtung sowie Vorrichtung und Verfahren zum Meeresbodenbohren | |
| EP2103742B1 (de) | Rüttlervorrichtung zur Herstellung von Materialsäulen im Boden | |
| DE3339965A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines betonpfahles | |
| EP2683874B1 (de) | Vorrichtung zum herstellen von materialsäulen | |
| EP3805465A1 (de) | Unterwasser-abtragsvorrichtung und verfahren zum abtragen von bodenmaterial unter wasser | |
| DE19642711A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur kontrollierten Herstellung von Pfählen oder Pfahlwänden im Boden | |
| DE2055349A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Be arbeitung des Erdbodens und/oder zum Einbringen einer Säule aus Fremdmaterial im Erdboden | |
| DE19509053A1 (de) | Verfahren zur Stabilisierung von bindigen Böden mit ungenügender Tragfähigkeit | |
| EP4063565B1 (de) | Baumaschine, verdrängerrohr und verfahren zum erstellen einer füllgutsäule im boden | |
| DE19651586C2 (de) | Bohrvorrichtung für Teilverdrängungspfähle | |
| DE3927933C2 (de) | ||
| DE19503177C1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Bohrpfählen | |
| DE10335366B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Stabilisierungssäule im Boden | |
| DE2311385B2 (de) | Verankerungsvorrichtung und Ver fahren zum Einsetzen der Vorrichtung in den Boden | |
| DE10218330A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Materialsäulen im Boden | |
| DE202024105630U1 (de) | Baumaschine zum Einbringen von Frischbeton in ein Bohrloch unter Verwendung eines Schüttrohrs | |
| WO2025252351A1 (de) | Bohranordnung und vorrichtung sowie verfahren zum ausbilden einer füllgutsäule im boden | |
| DE69702042T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Gründungspfählen unter Verwendung eines Schneckenbohrers |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: BAUER SPEZIALTIEFBAU GMBH, 86529 SCHROBENHAUSEN, D |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |