DE19508817C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Behältern mit einer Bodenwand, einer Seitenwand und einer offenen Oberseite aus einem thermoplastischen Materialstreifen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Behältern mit einer Bodenwand, einer Seitenwand und einer offenen Oberseite aus einem thermoplastischen MaterialstreifenInfo
- Publication number
- DE19508817C2 DE19508817C2 DE1995108817 DE19508817A DE19508817C2 DE 19508817 C2 DE19508817 C2 DE 19508817C2 DE 1995108817 DE1995108817 DE 1995108817 DE 19508817 A DE19508817 A DE 19508817A DE 19508817 C2 DE19508817 C2 DE 19508817C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bottom wall
- container
- heating element
- material strip
- pull tab
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000012815 thermoplastic material Substances 0.000 title claims description 56
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 15
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 76
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims description 44
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 claims description 25
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 claims description 24
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 21
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 17
- 238000005452 bending Methods 0.000 claims description 11
- 238000004080 punching Methods 0.000 claims description 7
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 4
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 4
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 claims 3
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 4
- 239000012790 adhesive layer Substances 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 229920001169 thermoplastic Polymers 0.000 description 2
- 239000004416 thermosoftening plastic Substances 0.000 description 2
- 238000004026 adhesive bonding Methods 0.000 description 1
- 230000003749 cleanliness Effects 0.000 description 1
- 210000004905 finger nail Anatomy 0.000 description 1
- 239000010410 layer Substances 0.000 description 1
- 235000011837 pasties Nutrition 0.000 description 1
- 235000011962 puddings Nutrition 0.000 description 1
- 238000010008 shearing Methods 0.000 description 1
- 238000003466 welding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65B—MACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
- B65B61/00—Auxiliary devices, not otherwise provided for, for operating on sheets, blanks, webs, binding material, containers or packages
- B65B61/18—Auxiliary devices, not otherwise provided for, for operating on sheets, blanks, webs, binding material, containers or packages for making package-opening or unpacking elements
- B65B61/184—Auxiliary devices, not otherwise provided for, for operating on sheets, blanks, webs, binding material, containers or packages for making package-opening or unpacking elements by applying tabs over discharge openings, e.g. over discharge openings defined by tear or score lines
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D85/00—Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials
- B65D85/70—Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials for materials not otherwise provided for
- B65D85/72—Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials for materials not otherwise provided for for edible or potable liquids, semiliquids, or plastic or pasty materials
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Making Paper Articles (AREA)
- Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich zunächst auf ein Verfahren zum Herstellen von Behältern mit
einer Bodenwand, einer Seitenwand und einer offenen Oberseite aus einem
thermoplastischen Materialstreifen, wobei zunächst die Seitenwand und die Bodenwand
mindestens eines Behälters geformt werden, dann durch teilweises Schmelzen des
thermoplastischen Materialstreifens eine Öffnung in der Bodenwand angebracht und
eine Abziehlasche aus einem nicht thermoplastischen Materialstreifen ausgeschnitten
und auf der Außenseite der Bodenwand des Behälters aufgebracht wird.
Ein solches Verfahren zum Herstellen von Behältern aus einem thermoplastischen
Materialstreifen ist aus der französischen Patentschrift 2383834 bekanntgeworden.
Ein Nachteil dieses bekannten Verfahrens ist jedoch die Tatsache, daß mehrere Schritte
erforderlich sind, da zunächst ein Ansatzpunkt zwischen der Außenseite der Bodenwand
des Behälters und dem nichtthermoplastischen Materialstreifen angefertigt werden und
die Abziehlasche aus dem Materialstreifen ausgeschnitten werden muß, die
Abziehlasche dann befestigt und die Öffnung in den Behälterboden gestanzt werden
muß. Zu diesem Zweck ist die bekannte Vorrichtung nach der oben genannten
französischen Patentschrift mit Mitteln für den getackteten Antrieb des thermoplastischen
Materialstreifens, einer Formvorrichtung für die Formung der Behälter aus diesem
Materialstreifen und einer Stanzvorrichtung für die Bodenwand ausgerüstet, die aus
einer Thermolochstanze mit senkrechter Hubbewegung zwischen einer oberen Stellung
oberhalb des Verlaufs des thermoplastischen Materialstreifens und einer unteren
Stellung, in der sie in einen Behälter eindringt und eine Öffnung in die Bodenwand des
Behälters stanzt sowie einer Antriebsvorrichtung unterhalb der Boden band des Behälters
für den getackteten Antrieb eines nichtthermoplastischen Materialstreifens mit einer Lage
thermoklebenden Materials an der Oberseite sowie Schneidvorrichtungen für den
Zuschnitt einer Abziehlasche aus diesem nichtthermoplastischen Materialstreifen und
einem Heizelement mit senkrechter Hubbewegung zwischen einer unteren Stellung
unterhalb des Verlaufs des nichtthermoplastischen Materialstreifens und einer oberen
Stellung, in der diese Vorrichtung die Abziehlasche an die Außenseiten der Bodenwand
des Behälters klebt. Die bekannte Vorrichtung ist derart aufgebaut, daß dort mehrere
hintereinander geschaltete Stationen hinter den Formvorrichtungen der Behälter in
Laufrichtung des thermoplastischen Materialstreifens benötigt werden, um zunächst
einen Ansatzpunkt für den nichtthermoplastischen Materialstreifen zu schaffen und die
Abziehlasche auszuschneiden und um diese Abziehlasche dann zu befestigen sowie die
Öffnung in der Bodenwand eines Behälters anzubringen.
Eine Fertigungsstraße für Behälter mit dieser Vorrichtung benötigt somit recht viel Platz,
was problematisch wird, wenn mehrere Behälterreihen gleichzeitig aus einem einzigen
thermoplastischen Materialstreifen gefertigt werden sollen. Da der Fertigungszyklus
außerdem relativ aufwendig ist, kann nur mit begrenzter Taktzahl gearbeitet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von Behältern
der eingangs genannten Art dahingehend zu vereinfachen, daß die Anzahl der
erforderlichen Schritte verringert wird und mit höheren Taktzahlen gearbeitet werden
kann. Zugleich soll eine Vorrichtung zum Herstellen von Behältern geschaffen werden,
die keinen hohen Bauaufwand verlangt, wenig Platz beansprucht und dennoch mit
hohen Taktzahlen betrieben werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in verfahrensmäßiger Hinsicht dadurch gelöst, daß
das Einbringen der Öffnung in die Bodenwand des Behälters und das Anbringen der
Abziehlasche an der Außenseite der Bodenwand in einer einzigen Arbeitsstation
ausgeführt werden und daß die Abziehlasche auf der Außenseite der Bodenwand des
Behälters in einem einzigen Vorgang angebracht wird.
Mit den Mitteln nach der Erfindung wird das Verfahren zum Herstellen von Behältern aus
einem thermoplastischen Materialstreifen wesentlich vereinfacht und effektiver, da durch
das Einbringen der Öffnung in die Bodenwand des Behälters und das Anbringen der
Abziehlasche an der Außenseite der Bodenwand in einer einzigen Arbeitsstation und
das Anbringen der Abziehlasche in einem einzigen Vorgang wesentliche höhere
Taktzahlen erreicht werden können.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung erfolgen das Ausschneiden der
Abziehlasche und deren Anbringen auf der Außenseite der Bodenwand des Behälters in
einer einzigen Station.
In zweckmäßiger Weise wird nur ein Werkzeug benutzt, um die Abziehlasche
auszuschneiden, von der Schnittstelle zur Außenseite der Bodenwand eines Behälters
zu transportieren und auf jener Außenseite anzubringen.
Auf diese Weise läßt sich ein Behälter herstellen, der beispielsweise für pastenartige
Produkte, wie z. B. Pudding, gedacht ist und an seiner offenen Oberseite durch einen
Deckel verschlossen ist. Nach Entfernen des Deckels wird der Behälter umgedreht und
die Abziehlasche entfernt. Die in der Bodenwand des Behälters befindliche Öffnung wird
so frei und der Behälterinhalt kann auf eine Unterlage gestürzt werden. Zum Entfernen
der Abziehlasche ist ein Fingernagel unter die Lasche zu führen, so daß man sie greifen
und abziehen kann. Dies funktioniert bei bekannten Behältern nicht immer sehr gut, da
der Griffbereich oft zu klein ist, so daß sich die Abziehlasche nicht gut abziehen läßt. Bei
der vorliegenden Erfindung wird jedoch ein Behälter mit einer leicht abziehbaren
Abziehlasche hergestellt, die jedoch andererseits auch nicht zu leicht abzuziehen sein
soll, so daß z. B. durch Unachtsamkeit der Behälter teilweise geöffnet und das Produkt
herauslaufen kann.
Die Abziehlasche besitzt demgemäß einen Klebteil und einen Griffteil, wobei der Klebteil
der Abziehlasche auf der Außenseite der Bodenwand des Behälters befestigt wird und
der Griffteil unbefestigt bleibt, wobei zweckmäßigerweise nach der Befestigung des
Klebteils der Griffteil gegen den Klebteil umgeklappt wird.
In vorrichtungsmäßiger Hinsicht wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
dadurch gelöst, daß die Thermolochstanze und das Heizelement in Vorlaufrichtung des
thermoplastischen Materialstreifens hinter der Formvorrichtung liegen und senkrecht
beiderseits der Bodenwand eines Behälters angeordnet sind, ferner daß das
Heizelement eine Oberseite hat, deren Fläche ausreichend groß ist, um die
Abziehlasche im Bereich der Öffnung an der Bodenwand des Behälters anzubringen und
daß die senkrechte Bewegung des Heizelements und der Thermolochstanze so einstellt
ist, daß das Heizelement in seiner oberen Stellung als Anschlag für die
Thermolochstanze in deren unteren Stellung dient.
Durch diese Anordnung erfolgt die Stanzung der Öffnung in der Bodenwand des
Behälters und die Befestigung der Abziehlasche in derselben Station. Da die
Befestigung der Abziehlasche ferner mit einer einzigen Vorrichtung vorgenommen wird,
erfordert die Fertigungsstraße nicht mehr so viel Platz und es kann mit höheren
Taktzahlen gearbeitet werden.
Mit dem Begriff "Befestigung" werden sowohl das Kleben wie auch das Verschweißen
der Abziehlasche an der Bodenwand des Behälters bezeichnet.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bestehen die
Schneidvorrichtungen für die Abziehlasche aus einer Schneidkante am Heizelement und
einer Schneidklinge oberhalb des Verlaufs des nichtthermoplastischen Materialstreifens
in einer Höhe zwischen der oberen Stellung und der unteren Stellung des Heizelements,
wobei bei der Aufwärtsbewegung des Heizelements dessen Oberseite die Abziehlasche
trägt und diese von der Schneidklinge bis zur Bodenwand des Behälters befördert.
Der Zuschnitt der Abziehlaschen aus dem nichtthermoplastischen Materialstreifen und
das Stanzen der Öffnungen in die Bodenwand der Behälter und die Befestigung der
Abziehlaschen werden somit in der gleichen Station ausgeführt. Dadurch kann noch
vorteilhafter gearbeitet werden.
Zum besseren Verständnis der Erfindung und ihrer Vorteile wird nachfolgend eine
genauere Beschreibung mit verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten gegeben, die
jedoch nur beispielhaft und nicht auf die geschilderten Ausführungen begrenzt sind.
Die Beschreibung nimmt Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht eines Teils einer Fertigungsstraße mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Herstellen von Behältern,
Fig. 2 den schematischen Aufbau von Vorrichtungen zum Einbringen einer Öffnung
in die Bodenwand der Behälter und zum Anbringen von Abziehlaschen an der
Bodenwand der Behälter,
Fig. 3, 4
und 5 drei aufeinanderfolgende Stellungen einer Thermolochstanze und eines
Heizelementes,
Fig. 6 das Heizelement,
Fig. 7 Vorrichtungen zum Umklappen der Abziehlaschen und
Fig. 8 eine Perspektivansicht einer Bodenwand eines nach der vorliegenden
Erfindung hergestellten Behälters.
Fig. 1 zeigt einen thermoplastischen Materialstreifen 10, der in Pfeilrichtung F getaktet
angetrieben wird und verschiedene Stationen einer Behälterfertigungsstraße durchläuft.
In Durchlaufrichtung des thermoplastischen Materialstreifens 10 gesehen befinden sich
zunächst ein Heizgehäuse 11 und eine Formstation 12 für Behälter 13. Anschließend
kommt eine Station 14, in deren unterem Teil 16 Abziehlaschen 40 auf die Bodenwände
13a der Behälter 13 aufgesetzt und in deren oberem Teil 18 diese Bodenwände 13a
gestanzt werden. Hinter dieser Station 14 befindet sich eine Station 20, in deren unterem
Teil 22 die Abziehlaschen 40 umgeklappt werden, und eine weitere Station 21 mit einer
Kontrollstation 24, in der das Vorhandensein der Abziehlaschen 40 erfaßt wird.
Hinter dieser Station 21 sind in der Regel eine oder mehrere Produktdosier- und
Behälterfüllstationen angeordnet, sowie eine Station, in der Deckel auf die offenen
Oberseiten 13c der Behälter angebracht werden.
Fig. 2 zeigt den zur Station 14 gehörenden unteren Teil 16, in der die Abziehlaschen 40
aufgesetzt werden und den dieser Station zugeordneten oberen Teil 18, in dem die
Bodenwand 13a der Behälter 13 gestanzt wird. In Fig. 2 ist die Laufrichtung des
thermoplastischen Materialstreifens 10 senkrecht zur Ebene der Abbildung dargestellt
und mit F bezeichnet, entsprechend der Pfeilrichtung F in Fig. 1.
Antriebselemente für den getakteten Antrieb des thermoplastischen Materialstreifens 10
sind mit 26 bezeichnet und bestehen z. B. aus einer Vorrichtung mit Kette und
Zahnstange.
Wie in Fig. 1 ersichtlich, läuft der thermoplastische Materialstreifen 10 im dargestellten
Beispiel bei jedem Schritt um vier Behälterreihen vorwärts. In Fig. 2 ist zu erkennen, daß
jede Reihe acht Behälter enthalten kann. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind hier
jedoch nur die Elemente für die beiden äußeren Behälter genauer dargestellt, woraus
sich ergibt, daß jeder Behälter aus einer Bodenwand 13a, einer Seitenwand 13b und
einer offenen Oberseite 13c besteht.
Zu jedem Behälter 13, der durch die Station 14 läuft, ist in deren oberem Teil 18 eine
Stanzvorrichtung 28 zum Stanzen der Bodenwände 13a vorhanden. In dem unteren Teil
16 der Station 14 befindet sich eine getaktete Antriebsvorrichtung 30 für einen
nichtthermoplastischen Materialstreifen 32, dessen Oberseite 32a eine thermoklebende
Schicht enthält. Die Oberseite des Materialstreifens 32 hat, nach Ausschneiden der
Abziehlaschen 40 und Anbringen an der Außenseite der Bodenwände 13a, Verbindung
mit der Außenseite dieser Bodenwände.
Aus Fig. 2 ist deutlicher ersichtlich, daß vorzugsweise für jeden Behälter 13, der die
Station 14 durchläuft, eine Antriebsvorrichtung 30 und ein nichtthermoplastischer
Materialstreifen 32 vorhanden sind. Die nichtthermoplastischen Materialstreifen 32
werden natürlich unter der Bodenwand 13a der Behälter 13 angetrieben.
Der untere Teil der Station 14 enthält, ebenfalls unterhalb der Bodenwand 13a für jeden
Behälter 13 Schneidvorrichtungen 34 für den Zuschnitt einer Abziehlasche 40 aus jedem
Materialstreifen 32 und ein Heizelement 36 für das Anbringen der ausgeschnittenen
Abziehlaschen 40 an der Außenseite der Bodenwand 13a des jeweiligen Behälters 13.
Die Heizelemente 36 einer Behälterreihe können miteinander verbunden und gleichzeitig
über Schubstangen angetrieben werden, deren Enden 37 in Fig. 2 dargestellt sind.
Anhand der Fig. 3 bis 5 wird nun die Funktionsweise der Stanzvorrichtung 28, der
Schneidvorrichtungen 34 und des Heizelements 36 genauer beschrieben.
Die Stanzvorrichtung 28 enthält eine Thermolochstanze 38 mit senkrechter
Hubbewegung zwischen einer oberen Stellung, die in Fig. 3 dargestellt ist und die
oberhalb des Verlaufs des thermoplastischen Materialstreifens 10 liegt, und einer
unteren Stellung, die in Fig. 5 dargestellt ist und in der die Thermolochstanze 38 in einen
Behälter 13 eindringt und eine in weiter unten näher beschriebene Öffnung in dessen
Bodenwand 13a bohrt.
Das Heizelement 36 bewegt sich vertikal zwischen einer unteren Stellung, die in Fig. 3
gezeigt ist und unterhalb des Verlaufs des nichtthermoplastischen Materialstreifens 32
liegt, und einer oberen Stellung, die in Fig. 5 gezeigt ist, in der dieses Heizelement 36 die
aus dem Materialstreifen 32 ausgeschnittene Abziehlasche 40 auf die Außenseite der
Bodenwand 13a des Behälters 13 aufklebt.
Ein Haltesystem 42, bestehend aus einem mittels Federdruck gehaltenen Zylinder, kann
mit der getakteten Antriebsvorrichtung 30 des Materialstreifens 32 verbunden werden.
Die Thermolochstanze 38 und das Heizelement 36 befinden sich in Laufrichtung des
thermoplastischen Materialstreifens 10 hinter der Formstation 12 und sind senkrecht
beiderseits der Bodenwand 13a des betreffenden Behälters 13 angeordnet.
Das Heizelement 36 hat eine Oberseite 36a, die ausreichend großflächig ist (s. Fig. 5),
um die Abziehlasche 40 im Bereich der Öffnung der Bodenwand 13a des Behälters 13
anzubringen.
Diese Öffnung ist in Fig. 7 besser zu erkennen; sie ist dort mit 15 gekennzeichnet. Sie
wird durch teilweise Schmelzung der Bodenwand 13a der Behälter 13 im Bereich des
untersten Abschnitts 38a der Thermolochstanze 38 ausgeführt.
Wie aus Fig. 3 bis 5 ersichtlich, bewegen sich das Heizelement 36 und die
Thermolochstanze 38 vertikal synchron. Sie sind so eingestellt, daß das Heizelement 36
in seiner oberen Stellung als Anschlag der Thermolochstanze 38 dient, wenn diese in
ihrer unteren Stellung ist. Das bedeutet, die Thermolochstanze 38 erreicht ihre untere
Stellung, wenn das Heizelement 36 in der oberen Stellung ist bzw. diese gerade erreicht,
und bringt die Abziehlasche 40 an der Außenseite der Bodenwand 13a des Behälters
13 an.
Die Abziehlasche 40 wird aus dem nichtthermoplastischen Materialstreifen 32
ausgeschnitten und schmilzt daher nicht beim Kontakt mit der Thermolochstanze 38,
wenn diese die Bodenwand 13a des Behälters 13 durchbohrt. Unter der Wirkung der
vom Heizelement 36 entwickelten Wärme klebt die thermoklebende Schicht der
Abziehlasche 40 an der Außenseite der Bodenwand 13a des Behälters 13 fest.
Wie in Fig. 4 gezeigt, wird die Abziehlasche 40 vorteilhafterweise während der
Aufwärtsbewegung des Heizelements 36 ausgeschnitten.
Hierzu wirkt dieses wie ein Messer und besitzt eine Schneidkante 36 b. Ferner ist die
Schneidvorrichtung 34 als Schneidklinge ausgebildet, die oberhalb des Verlaufs des
nichtthermoplastischen Materialstreifens 32 in einer Höhe zwischen der oberen und der
unteren Stellung des Heizelements 36 angebracht ist. Die Abziehlasche 40 wird dann
durch die Scherwirkung zwischen der Schneidklinge und der Schneidkante 36b des
Heizelements 36 ausgeschnitten, wenn das Heizelement, dessen Oberseite den Teil des
Materialstreifens 32 trägt, der zur Abziehlasche 40 wird, in Höhe der Schneidklinge 34
ankommt.
Während der Aufwärtsbewegung des Heizelements 36 aus der Schneidstellung in die
obere Stellung hebt seine Oberseite 36a die Abziehlasche 40 von der Schneidklinge 34
bis zur Bodenwand 13a des betreffenden Behälters 13.
Die Vorschubgeschwindigkeit des Heizelements 36 kann ausreichend sein, damit die
Abziehlasche 40 auf dem Heizelement 36 vom Schneiden bis zur Anbringung der
Bodenwand 13a liegen bleibt.
Das Heizelement 36 kann jedoch auch mit einem (hier nicht dargestellten)
Ansaugsystem versehen werden, das auf der Oberseite 36a mündet und dafür sorgt,
daß die Abziehlasche 40 dort unter der Saugwirkung sicher liegen bleibt.
Die Schneidklinge 34 ist vorzugsweise beweglich montiert und hat daher natürlich eine
etwas erhöhte Lage, die jedoch den Vorlauf des Materialstreifens 32 nicht behindert. Das
Heizelement 36 besitzt einen Magneten 46, der die Schneidklinge 34 zur Schneidkante
36b zum Schneiden der Abziehlasche 40 zieht.
Für das Schneiden sind vorteilhafterweise Vorrichtungen vorhanden, die für die
Abziehlaschen 40 eine größere Schnittlänge als die Länge der Oberseite 36a des
Heizelements 36 festlegen. Die Längen werden natürlich in Vorlaufrichtung des
Materialstreifens 32 gemessen. Die ausgeschnittene Abziehlasche 40 hat daher ein
Klebteil 40a, dessen Länge im wesentlichen der Länge l der Oberseite 36a des
Heizelements 36 entspricht, sowie ein Griffteil 40b.
Wie in Fig. 3 ersichtlich, ist der getaktete Antrieb für den nichtthermoplastischen
Materialstreifen 32 so eingestellt, daß dieser Materialstreifen schneller als die Länge l der
Oberseite 36a des Heizelements 36 läuft, wenn das Heizelement 36 unter dem
Materialstreifen 32 steht, d. h. entweder in seiner unteren Stellung ist oder in einer
Mittelstellung zwischen seiner unteren und der Schneidstellung. Die Schneidkante 36b
ist, in Vorlaufrichtung des Materialstreifens 32 gesehen, vor dem Heizelement 36
angeordnet. Hinter diesem Heizelement 36 befindet sich ein Biegewerkzeug 48, das in
der Höhe so angeordnet ist, daß der Materialstreifen 32 beim Vorlaufen unter dieses
Biegewerkzeug 48 läuft. Auf der vorderen Seite besitzt dieses Biegewerkzeug 48 eine im
wesentlichen vertikale Biegefläche 48a, an der die hintere Seite des Heizelements 36
bei dessen Aufwärtsbewegung entlangläuft. Dabei wird ein Freiraum e entsprechend der
Stärke des nichtthermoplastischen Materialstreifens 32 zwischen der hinteren Seite des
Heizelements 36 und der Biegefläche 48a des Biegewerkzeugs 48 freigelassen.
Bei der Aufwärtsbewegung des Heizelements 36 wird die Abziehlasche 40 somit im
wesentlichen rechtwinklig aufgebogen, so daß sie mit einem horizontalen Klebeteil 40a
auf der Oberseite 36a des Heizelements 36 aufliegt, während ihr senkrecht stehender
Griffteil 40b entlang der hinteren Seite des Heizelements 36 verläuft und mit dem
Biegewerkzeug 48 gegen dieses umgeklappt wird. Die untere Seite der Biegefläche 48a
sollte vorzugsweise keine scharfen Kanten aufweisen, damit der Griffteil 40b der
Abziehlasche 40 nicht beschädigt wird.
Fig. 6 zeigt die vordere Seite eines Heizelements 36 mit Magnet 46. In dieser Figur sind
Kanäle 50, in denen eine wärmeleitende Flüssigkeit zum Erhitzen des Heizelements 36
fließt, gestrichelt dargestellt. Diese Kanäle 50 können mit einem Kreislaufsystem
verbunden werden, das jeweils die Heizelemente 36 einer Behälterreihe versorgt. Aber
es können auch andere Möglichkeiten zum Erhitzen des Heizelements 36 vorgesehen
werden.
Fig. 7 zeigt die Behälter 13 beim Auslaufen aus der Station 14 und beim Einlaufen in die
Station 20. In der Station 20, die in Vorlaufrichtung des thermoplastischen
Materialstreifens 10 hinter der Station 14 und damit hinter dem Heizelement 36
angeordnet ist, befinden sich Werkzeuge zum Umklappen des Griffteils 40b der
Abziehlaschen 40 gegen die Bodenwand 13a der Behälter oder genauer gegen den
Klebteil 40a.
Diese Werkzeuge können z. B. aus mindestens einer Bürste 52 auf einem Zylinder 54,
der sich um eine Achse A parallel zur Vorlaufrichtung der Behälter 13 dreht, die in Fig. 7
mit Buchstaben F gekennzeichnet ist, bestehen. Dieser Zylinder 54 befindet sich
unterhalb der Bodenwand 13 des Behälters und seine Drehung in Pfeilrichtung G bewirkt
das Umklappen des Griffteils 40b gegen den Klebteil 40a der Abziehlasche 40.
In Fig. 3-5 ist zu erkennen, daß die Thermolochstanze 38 mit einem Niederhalter 56
verbunden sein kann, der einen Gegendruck auf die Innenwand der Bodenwand 13a
eines Behälters 13 ausübt, wenn das Heizelement 36 einer Abziehlasche 40 an die
Außenseite dieser Bodenwand anbringt. Der Niederhalter 56 ist auf einer Führung 58 der
Thermolochstanze 38 angebracht und hat unten eine Öffnung 60 für den Durchgang der
Thermolochstanze bzw. zumindest den Durchtritt des unteren Abschnittes 38a, der die
untere Verlängerung der Unterseite 38b der Thermolochstanze darstellt.
Die Führung 58 bewegt sich vertikal zwischen einer oberen Stellung, die in Fig. 3 zu
sehen ist, und die vom Verlauf des Thermoplastischen Materialstreifens 10 entfernt ist,
und einer unteren Stellung, die in Fig. 5 zu sehen ist, in der der Niederhalter 56 und die
Thermolochstanze 38 in den Behälter 13 eindringen.
Der Niederhalter 56 kann mittels einer Feder 58 elastisch auf der Führung 58 montiert
werden.
Wie in Fig. 4 ersichtlich, kann die Vorrichtung aus Niederhalter 56, Führung 58 und
Thermolochstanze 38 teilweise in einen Behälter 13 eingetaucht sein, während das
Heizelement 36 sich in Schneidstellung befindet. Die vertikale Bewegung dieser Teile
kann dann so eingestellt werden, daß der Niederhalter 56 und die Thermolochstanze 38
in ihrer unteren Stellung eintreffen, wenn das Heizelement 36 gerade seine obere
Stellung anfährt.
Wie in Fig. 5 zu sehen, wird vorzugsweise, während der Niederhalter 56 und die
Thermolochstanze 38 sich in ihrer unteren Stellung befinden, ein Spiel j zwischen der
Unterseite 38b der Thermolochstanze 38 und der Unterseite 56a des Niederhalters 56
bzw. genauer deren Oberfläche frei bleiben. Durch dieses Spiel j wird vermieden, daß der
Niederhalter 56 die Abwärtsbewegung der Thermolochstanze beeinträchtigt und es wird
sichergestellt, daß die Bodenwand 13a des Behälters 13 auf seiner gesamten Breite
ausgestanzt wird.
Wie bereits weiter oben erwähnt, dient die obere Seite 36a des Heizelements 36 als
Anschlag für die Thermolochstanze in deren unterer Stellung.
Die Vorrichtung enthält vorzugsweise Aufnehmer, die die Anwesenheit und Lage der
Abziehlasche 40 erkennen und die in Vorlaufrichtung des thermoplastischen
Materialstreifens 10 hinter dem Heizelement 36 und vor einer Füllstation der Behälter mit
einer Paste oder Flüssigkeit angeordnet sind.
Damit kein Produkt in fehlerhafte Behälter eingefüllt wird, können diese Aufnehmer die
Fertigungsstraße anhalten, wenn fehlende oder falsch angebrachte Abziehlaschen
erkannt werden.
Solche Aufnehmer sind z. B. Photozellen oder Analogaufnehmer, die mit den
Abschaltorganen der Fertigungsstraße verbunden sind.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind diese Aufnehmer vorzugsweise in der Kontrollstation 24
innerhalb der Station 21 angeordnet, d. h. nicht nur hinter dem Heizelement 36, sondern
auch hinter der Station 22 in der Station 20, in der die Abziehlaschen 40 umgeklappt
werden.
Die Kontrollstation 24 sollte sich ferner unterhalb der Bodenwand 13a der Behälter
befinden, d. h. in einem Bereich der Fertigungsstraße, in dem nicht so strenge
Sauberkeitsanforderungen gelten.
Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht die Anwendung eines Fertigungsverfahrens für
Behälter mit einer Bodenwand, einer Seitenwand und einer offenen Oberseite anhand
eines thermoplastischen Materialstreifens. Nach diesem Verfahren werden die
Seitenwand und die Bodenwand des Behälters geformt, dann durch teilweises
Schmelzen des thermoplastischen Materials eine Öffnung in der Bodenwand angebracht
und eine Abziehlasche aus einem nichtthermoplastischen Material auf die Außenseite
der Bodenwand aufgebracht.
Bei diesem Verfahren werden in einer einzigen Arbeitsstation, d. h. praktisch gleichzeitig,
die Öffnung in der Bodenwand und das Anbringen der Abziehlasche an der Außenseite
der Bodenwand ausgeführt. Auch das Anbringen der Abziehlasche geschieht in einem
einzigen Vorgang.
Das Ausschneiden der Abziehlasche und ihr Anbringen auf der Außenseite der
Bodenwand sollten vorzugsweise in ein- und derselben Station erfolgen.
Es wird nämlich nur ein Werkzeug, z. B. das zuvor beschriebene Heizelement, benutzt,
um die Abziehlasche auszuschneiden, von der Schnittstelle zur Bodenwand des
Behälters zu transportieren und auf der Bodenwand anzubringen.
Die Abziehlasche wird vorzugsweise so zugeschnitten, daß sie ein Klebteil enthält, das
auf der Außenseite der Bodenwand angebracht wird, sowie ein nicht fest angebrachtes
Griffteil.
Nach dem Anbringen des Klebteils wird der Griffteil dann zum Klebteil umgeklappt.
Vor dem Befestigen des Klebteils sollte die Abziehlasche vorzugsweise zwischen dem
Klebteil und dem Griffteil vorgebrochen sein, so daß der Klebteil im wesentlichen
horizontal und der Griffteil im wesentlichen vertikal verläuft. Dieses Vorbrechen erfolgt
während des Transports der Abziehlasche zwischen dem Schneiden und der
Bodenwand des Behälters.
Es kann somit ein einziges Werkzeug für das Ausschneiden der Abziehlasche, deren
Beförderung, das Vorbrechen und ihre Befestigung an der Bodenwand verwendet
werden.
Fig. 8 zeigt einen Behälter 13, der mit Hilfe der hier beschriebenen Vorrichtung bzw. des
beschriebenen Verfahrens hergestellt wurde.
Dieser Behälter besteht aus einer Seitenwand 13b und einer Bodenwand 13a mit einer
Öffnung 15, beide aus einem thermoplastischen Materialstreifen 10 geformt. Ferner
besitzt er eine Abziehlasche 40, die an der Außenseite der Bodenwand 13a des
Behälters im Bereich der Öffnung 15 angebracht ist. Diese Abziehlasche ist aus
nichtthermoplastischem Material. Die Abziehlasche 40 besitzt einen Klebteil 40a, der auf
die Außenseite der Bodenwand 13a aufgeklebt wird, und einen Griffteil 40 b, der gegen
den Klebteil 40a umgeklappt wird.
Um eine ausreichend große Grifffläche zu erhalten, ist der Griffteil 40b der Abziehlasche
im wesentlichen gleich groß wie der Klebteil 40a.
Claims (18)
1. Verfahren zur Herstellung von Behältern (13) mit einer Bodenwand (13a), einer
Seitenwand (13b) und einer offenen Oberseite (13c) aus einem thermoplastischen
Materialstreifen (10), wobei zunächst die Seitenwand (13b) und die Bodenwand (13a)
mindestens eines Behälters (13) geformt werden, dann durch teilweises Schmelzen des
thermoplastischen Materialstreifens (10) eine Öffnung (15) in der Bodenwand (13a)
angebracht und eine Abziehlasche (40) aus einem nichtthermoplastischen
Materialstreifen (32) ausgeschnitten und auf die Außenseite der Bodenwand (13a) des
Behälters (13) aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Einbringen der Öffnung (15) in die Bodenwand (13a) des Behälters (13) und das
Anbringen der Abziehlasche (40) an der Außenseite der Bodenwand (13a) in einer
einzigen Arbeitsstation (14) ausgeführt werden, und daß die Abziehlasche (40) auf der
Außenseite der Bodenwand (13a) des Behälters (13) in einem einzigen Vorgang
angebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ausschneiden der Abziehlasche (40) und deren Anbringen auf der Außenseite der
Bodenwand (13a) des Behälters (13) in einer einzigen Station (14) erfolgen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein
Werkzeug (36) benutzt wird, um die Abziehlasche (40) auszuschneiden, von der
Schnittstelle zur Außenseite der Bodenwand (13a) eines Behälters (13) zu
transportieren und auf jener Außenseite anzubringen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein sogenannter Klebteil (40a) der Abziehlasche (40) auf der Außenseite der
Bodenwand (13a) des Behälters (13) befestigt wird und ein Griffteil (40b) unbefestigt
bleibt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor der
Befestigung des Klebteils (40a) der Abziehlasche (40) diese zwischen dem Klebteil
(40a) und dem Griffteil (40b) vorgebrochen wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß
nur ein Werkzeug (36) benutzt wird, um die Lasche (40) auszuschneiden, von der
Schnittstelle zur Außenseite der Bodenwand (13a) eines Behälters (13) zu
transportieren, vorzubrechen und auf jener Außenseite anzubringen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß nach der Befestigung des Klebteils (40a) der Abziehlasche (40) der Griffteil (40b)
gegen den Klebteil (40a) umgeklappt wird.
8. Vorrichtung zur Herstellung von Behältern (13) mit einer Bodenwand (13a), einer
Seitenwand (13b) und einer offenen Oberseite (13c) aus einem thermoplastischen
Materialstreifen (10), mit Mitteln für den getakteten Antrieb des thermoplastischen
Materialstreifens (10), einer Formvorrichtung (12) für die Formung der Behälter (13) aus
diesem Materialstreifen und einer Stanzvorrichtung (28) für die Bodenwand (13a),
bestehend aus einer Thermolochstanze (38) mit senkrechter Hubbewegung zwischen
einer oberen Stellung oberhalb des Verlaufs des thermoplastischen Materialstreifens
(10) und einer unteren Stellung, in der sie in einen Behälter (13) eindringt und eine
Öffnung (15) in die Bodenwand (13a) des Behälters (13) stanzt sowie aus einer
Antriebsvorrichtung (30) unterhalb der Bodenwand (13a) des Behälters (13) für den
getakteten Antrieb eines nichtthermoplastischen Materialstreifen (32) mit einer Lage
thermoklebendem Materials an der Oberseite (32a), Schneidvorrichtungen (34, 36b) für
den Zuschnitt einer Abziehlasche (40) aus diesem nichtthermoplastischen
Materialstreifen (32) und einem Heizelement (36) mit senkrechter Hubbewegung
zwischen einer unteren Stellung unterhalb des Verlaufs des nichtthermoplastischen
Materialstreifens (32) und einer oberen Stellung, in der diese Vorrichtung die
Abziehlasche (40) an die Außenseiten der Bodenwand (13a) des Behälters (13) klebt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Thermolochstanze (38) und das
Heizelement (36) in Vorlaufrichtung des thermoplastischen Materialstreifens (10) hinter
der Formvorrichtung (12) liegen und senkrecht beiderseits der Bodenwand (13 a) eines
Behälters (13) angeordnet sind;
daß das Heizelement (36) eine Oberseite (36a) hat, deren Fläche ausreichend groß ist,
um die Abziehlasche (40) im Bereich der Öffnung (15) an der Bodenwand (13a) des
Behälters (13) anzubringen und daß die senkrechte Bewegung des Heizelements (36)
und der Thermolochstanze (38) so eingestellt ist, daß das Heizelement (36) in seiner
oberen Stellung als Anschlag für die Thermolochstanze (38) in deren unterer Stellung
dient.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schneidvorrichtungen für die Abziehlasche (40) aus einer Schneidkante (36b) am
Heizelement (36) und einer Schneidklinge (34) oberhalb des Verlaufs des
nichtthermoplastischen Materialstreifens (32) in einer Höhe zwischen der oberen
Stellung und der unteren Stellung des Heizelements (36) bestehen und daß bei der
Aufwärtsbewegung des Heizelements (36) dessen Oberseite (36a) die Abziehlasche
(40) trägt und diese von der Schneidklinge (34) bis zur Bodenwand (13a) des Behälters
(13) befördert.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schneidklinge (34) beweglich montiert ist und das Heizelement (36) mit einem Magneten
(46) ausgestattet ist, mit dem diese Schneidklinge (34) gegen die Schneidkante (36b)
auf das Heizelement (36) gezogen wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß sie mindestens einen Niederhalter (56) besitzt, der einen Gegendruck gegen die
Innenfläche der Bodenwand (13a) eines Behälters (13) ausübt, wenn das Heizelement
(36) eine Abziehlasche (40) auf der Außenseite der Bodenwand (13a) anbringt und daß
der Niederhalter (56) auf einer Führung (58) der Thermolochstanze (38) angebracht ist
und eine untere Öffnung (60) für den Durchgang dieser Thermolochstanze besitzt, wobei
die Führung (58) sich vertikal zwischen einer oberen Stellung, die vom Verlauf des
thermoplastischen Materialstreifens (10) entfernt ist, und einer unteren Stellung, in der
der Niederhalter (56) und die Thermolochstanze (38) in den Behälter (13) eintauchen,
bewegt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der
unteren Stellung des Niederhalters (56) und der Stanze (38) ein Spiel (j) zwischen der
Oberfläche der Unterseite (56a) dieses Niederhalters und der Unterseite (38b), die sich
nach unten in einen Abschnitt (38a) der Thermolochstanze verlängert, bleibt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch gekennzeich
net, daß der Niederhalter (56) elastisch auf der Führung (58) angebracht ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schneidvorrichtungen (34, 36b) Elemente besitzen, die für die Abziehlasche
(40) eine größere Schnittlänge als die Länge der Oberseite (36a) des Heizelements (36)
festlegen, derart, daß die ausgeschnittene Abziehlasche (40) ein Klebteil (40a) aufweist,
dessen Länge (l) im wesentlichen der Länge der Oberseite (36a) des Heizelements (36)
entspricht, sowie ein Griffteil (40).
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
getaktete Antriebsvorrichtung (30) für den nichtthermoplastischen Materialstreifen (32) so
eingestellt ist, daß dieser Materialstreifen schneller als die Oberseite (36a) des
Heizelements (36) läuft, wenn das Heizelement unter dem Materialstreifen (32) steht,
daß die Schneidkante (36b) in Vorlaufrichtung des Materialstreifens (32) gesehen vor
dem Heizelement (36) angeordnet ist, daß sich hinter diesem Heizelement (36) ein
Biegewerkzeug (48) befindet, das in der Höhe so angeordnet ist, daß der
nichtthermoplastische Materialstreifen (32) beim Vorlaufen unter dieses Werkzeug (48)
läuft, daß dieses Biegewerkzeug (48) eine im wesentlichen vertikale Biegefläche (48a)
besitzt, an der die hintere Seite des Heizelements (36) bei dessen Aufwärtsbewegung
entlang läuft, wobei ein Freiraum (e) entsprechend der Stärke des nichtthermoplastischen
Materialstreifens (32) freibleibt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 und 15, dadurch gekennzeich
net, daß sie Vorrichtungen für das Umklappen des Griffteils (40b) der Abziehlasche
(40) gegen den Klebteil (40a) dieser Abziehlasche an der Bodenwand (13a) des
Behälters (13) besitzt, die in Vorlaufrichtung des thermoplastischen Materialstreifens (10)
hinter dem Heizelement (36) angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß für das
Umklappen des Griffteils (40b) der Abziehlasche (40) mindestens eine Bürste (52) auf
einem Zylinder (54), der sich um eine Achse (A) parallel zur Vorlaufrichtung (F) der
Behälter (13) dreht, vorhanden ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine Kontrollstation (24) in Gestalt von Aufnehmern enthält, die die Anwesenheit
und Lage der Abziehlasche (40) erkennen und die in Vorlaufrichtung des
thermoplastischen Materialstreifens (10) hinter dem Heizelement (36) angeordnet sind
und daß diese Aufnehmer die Fertigungsstraße anhalten können, wenn fehlende oder
falsch angebrachte Abziehlaschen (40) erkannt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR9404216A FR2718413B1 (fr) | 1994-04-11 | 1994-04-11 | Dispositif et procédé de fabrication de récipients destinés à contenir un produit pâteux et munis d'un système de démoulage dudit produit. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19508817A1 DE19508817A1 (de) | 1995-10-19 |
| DE19508817C2 true DE19508817C2 (de) | 1997-03-20 |
Family
ID=9461920
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995108817 Expired - Lifetime DE19508817C2 (de) | 1994-04-11 | 1995-03-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Behältern mit einer Bodenwand, einer Seitenwand und einer offenen Oberseite aus einem thermoplastischen Materialstreifen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19508817C2 (de) |
| FR (1) | FR2718413B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10010225A1 (de) * | 2000-03-02 | 2002-02-14 | Eggers Gmbh | Vorrichtung zur Herstellung von doppelmanteligen Bechern für Lebensmittelzubereitungen |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2877920B1 (fr) * | 2004-11-12 | 2007-02-02 | Nutrifrais S A Sa | Emballage pour dessert avec nappage comportant deux compartiments |
| ES2699303T3 (es) | 2014-11-27 | 2019-02-08 | Gervais Danone Sa | Recipiente para producto alimenticio que posee un orificio de ventilación |
| CN106516218B (zh) * | 2016-12-27 | 2018-08-07 | 天津市三桥包装机械有限责任公司 | 多列背封纵封打口机构 |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2801040A (en) * | 1954-03-29 | 1957-07-30 | Jagenberg Werke Ag | Liquid-tight container of paper, cardboard and the like, and method of manufacturing, filling and closing the same |
| US3430411A (en) * | 1966-11-25 | 1969-03-04 | Jacques Honore Gaspard Ollier | Manufacture of yogurt and similar filled containers |
| FR2383834A2 (fr) * | 1977-03-15 | 1978-10-13 | Gatrun Anstalt | Procede de fabrication et de remplissage a un recipient, tel que gobelet ou bouteille, en matiere plastique |
| CH642923A5 (de) * | 1979-11-09 | 1984-05-15 | Tetra Pak Dev | Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von packungsbehaeltern und vorrichtung zu dessen durchfuehrung. |
-
1994
- 1994-04-11 FR FR9404216A patent/FR2718413B1/fr not_active Expired - Lifetime
-
1995
- 1995-03-11 DE DE1995108817 patent/DE19508817C2/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10010225A1 (de) * | 2000-03-02 | 2002-02-14 | Eggers Gmbh | Vorrichtung zur Herstellung von doppelmanteligen Bechern für Lebensmittelzubereitungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2718413A1 (fr) | 1995-10-13 |
| FR2718413B1 (fr) | 1996-06-28 |
| DE19508817A1 (de) | 1995-10-19 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2927991A1 (de) | Verpackung mit behaelterteil | |
| DE19851091A1 (de) | Verfahren zum Formen geschlitzter und gefalzter Schachtel-Zuschnitte | |
| DE1911758A1 (de) | Verbesserungen an Kunststoffbehaeltern | |
| DE1561966A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Waren | |
| DE1461996A1 (de) | Verpackungsmaschine | |
| DE1811213A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum OEffnen,Fuellen und Schliessen von Beuteln od.dgl. | |
| WO1994016949A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum füllen und verschliessen einer packung | |
| DE60224527T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen und füllen von behältern, versehen mit einer verschlussfolie mit grifflasche | |
| DE102018009238A1 (de) | Vorrichtung zum Vorbereiten von Behältern aus Kunststoff für ihre Ingebrauchnahme | |
| DE19508817C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Behältern mit einer Bodenwand, einer Seitenwand und einer offenen Oberseite aus einem thermoplastischen Materialstreifen | |
| DE1923517A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Beuteln und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE3243500A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum verpacken von raeumlichen gegenstaenden | |
| DE2953131C1 (de) | Vorrichtung zur Anbringung von Verschlussklammern | |
| EP1024087A2 (de) | Vorrichtung zum Herstellen und Umhüllen von Schmelzenportionen | |
| DE60314567T2 (de) | Verfahren und Maschine für integrierte Formung zum Herstellen von nichtentformbaren Bechern | |
| DE2748228C2 (de) | Verfahren zum fortlaufenden Transport von durch einen Stanzstempel ausgestanzten einzelnen Stanzteilen für elektrische Geräte zu einer Stapelvorrichtung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3233670A1 (de) | Verfahren zum verpacken eines hochviskosen, sich verfestigenden fuellgutes und behaelter | |
| DE2351069C3 (de) | Maschine zum Aufteilen von Folien, Platten, Tabletts oder anderen Gegenständen in Quer- und Längsrichtung | |
| DE2347437A1 (de) | Mechanische schervorrichtung zum abscheren von baumstaemmen auf bloecke vorgegebener laenge | |
| DE3408488A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von deckeln mit aufreisslaschen | |
| DE19524427B4 (de) | Verfahren zum Wärmeformen von Behältern und Vorrichtung zum Wärmeformen von durch Verschlußelemente versiegelbaren Behältern | |
| DE69919896T2 (de) | Verfahren zur herstellung einer verpackung mit peelbarer zone | |
| DE2646140C2 (de) | Vorrichtung zum vereinzelnden oder gruppenweisen Ausstanzen von an einem thermoplatischen Folienband durch Tiefziehen angeformten, mit einer Deckfolie versiegelten und in Reihen quer zur Folienbandlängsrichtung angeordneten Behältern | |
| DE2810195A1 (de) | Verfahren und anlage zum verschliessen und versiegeln von behaeltern | |
| EP0659538B1 (de) | Vorrichtung zum Anbringen von Henkeln an Behältern |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: DERZEIT KEIN VERTRETER BESTELLT |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ERCA FORMSEAL, LES ULIS, FR |
|
| R071 | Expiry of right | ||
| R071 | Expiry of right |