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DE19507210C1 - Wasserdichtes Schuhwerk mit hohem Tragekomfort - Google Patents

Wasserdichtes Schuhwerk mit hohem Tragekomfort

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Publication number
DE19507210C1
DE19507210C1 DE1995107210 DE19507210A DE19507210C1 DE 19507210 C1 DE19507210 C1 DE 19507210C1 DE 1995107210 DE1995107210 DE 1995107210 DE 19507210 A DE19507210 A DE 19507210A DE 19507210 C1 DE19507210 C1 DE 19507210C1
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DE
Germany
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outsole
outer layer
laminate
end region
layer
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE1995107210
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English (en)
Inventor
Livin-Mihei Pavelescu
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sympatex Technologies GmbH
Original Assignee
Akzo Nobel NV
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Filing date
Publication date
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Priority to DE59605972T priority patent/DE59605972D1/de
Priority to EP96102408A priority patent/EP0729716B1/de
Priority to AT96102408T priority patent/ATE196831T1/de
Priority to US08/607,039 priority patent/US5732479A/en
Priority to JP8045156A priority patent/JPH08242902A/ja
Application granted granted Critical
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D35/00Producing footwear
    • B29D35/06Producing footwear having soles or heels formed and joined on to preformed uppers using a moulding technique, e.g. by injection moulding, pressing and vulcanising
    • B29D35/065Producing footwear having soles or heels formed and joined on to preformed uppers using a moulding technique, e.g. by injection moulding, pressing and vulcanising by compression moulding, vulcanising or the like
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B7/00Footwear with health or hygienic arrangements
    • A43B7/12Special watertight footwear
    • A43B7/125Special watertight footwear provided with a vapour permeable member, e.g. a membrane
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/16Footwear with soles moulded on to uppers or welded on to uppers without adhesive
    • A43B9/18Footwear with soles moulded on to uppers or welded on to uppers without adhesive moulded

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Description

Die Erfindung betrifft eine wasserdichtes Schuhwerk mit einem Schaft zumindest aus einer Außenschicht und einem auf der Innenseite der Außenschicht angeordneten Laminat, das zumindest eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Sperrschicht und eine Futterschicht enthält, sowie mit einer Laufsohle, wobei zumindest ein Teil des un­ teren Endbereichs der Außenschicht im wesentlichen senkrecht zu der Unterseite der Laufsohle ausgerichtet ist.
Schuhe wasserdicht und wasserdampfdurchlässig auszubilden, kann dadurch er­ reicht werden, daß auf der Innenseite der textilen oder lederartigen Außenschicht des Schafts eine z. B. mikroporöse oder homogene Membran angeordnet wird, die für Was­ ser undurchlässig, die jedoch aufgrund der Fußschwitzigkeit des Benutzers im Schuh­ werkinnenbereich hervorgerufene Feuchtigkeit permeabel ist. So wird in der DE-OS 38 21 602 ein Schuhwerk beschrieben, dessen Schaft aus einer Außenschicht und einem Futter, einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen mikroporösen Funktionsschicht und einer an dem unteren Bereich des Schafts angespritzten wasserdichten Kunst­ stoffsohle besteht. Der untere Bereich der Außenschicht wird durch ein poröses Mate­ rial z. B. einen Abstandshalter gebildet, welcher von dem anzuspritzenden Kunst­ stoffsohlenmaterial durchdringbar und welcher mit dem Futter und der Funktionsschicht vernäht ist.
Nach der Lehre dieser Druckschrift kann das flüssige Material der Kunststoffsohle beim Anspritzen an den Schaft durch den unteren porösen Bereich der Außenschicht hindurch bis zu der Funktionsschicht bzw. zu dem die Funktionsschicht enthaltenden Laminat gelangen. Dadurch soll erreicht werden, daß das angespritzte Kunststoffsoh­ lenmaterial die Nahtlöcher der Verbindungsnaht zwischen einer Brandsohle, der Funk­ tionsschicht und der Außenschicht abdichtet. Hierbei ist hingegen zu beobachten, daß das flüssige Kunststoffsohlenmaterial zwar in die Poren des unteren porösen Bereichs des Schafts und des Abstandshalters eindringen kann, jedoch findet sich insofern keiner­ lei Verbesserung gegen das Kriechen von Wasser im Schaftmaterial, da die hohe me­ chanische Belastung des Schuhwerks beim Abrollen auf Dauer zu einem Einreißen der Porenwand oder zumindest zu einem Abriß des Kunststoffsohlenmaterials von den Po­ ren des Abstandshalters führen kann, wobei dadurch verständlicherweise die Beanspru­ chung der noch intakt verbliebenen Verbindungen zwischen dem Kunststoffsohlenma­ terial und dem Abstandshalter vergrößert wird. Dabei zeigt sich, daß das in der Außen­ schicht bodenwärts gekrochene Wasser durch die durch Ein- oder Abriß hervorgerufe­ nen Spalten und Risse im porösen Abstandshalter als auch in dem porösen Material der Außenschicht des Schafts aufgrund von Längsleitungseffekten in den Bereich zwischen Abstandshalter und Funktionsschicht zu kriechen vermag und schließlich über Nähte, die der gleichen mechanischen Beanspruchung und deren Folgen wie oben besprochen unterliegen, durch die Funktionsschicht in den Schuhinnenbereich wandert.
Das Kriechvermögen von Wasser wird hingegen bei diesem Stand der Technik unterschätzt, da immerzu zu beobachten ist, daß Wasser besonders verstärkt durch Kapillarkräfte als auch durch die sogenannte Dochtwirkung des Nahtguts bzw. der -fäden, mit welchen die die verschiedenen Schichten durchdringenden, als ideale Was­ serbrücken dienenden Nahtlöcher versehen sind, in den Schuhinnenbereich zu wandern vermag.
Zudem ist festzustellen, daß insbesondere bei dem herkömmlichen Schuh, welcher im unteren Bereich des Schaftmaterials porös ausgebildet ist, die Seitenstabilität des Schuhs derart eingeschränkt wird, daß der Schuh des Benutzers beim Abrollen seitlich nach innen oder nach außen rutscht, dergestalt, daß eine hinreichende Trittsicherheit hierdurch nicht gewährleistet ist.
Ebenso beobachtet man, daß dieser Stand der Technik eine Vielzahl von Poren fordert für den unteren Bereich des Schaftes bzw. des Abstandshalters, wobei sich je­ doch die Gefahr des Abrisses oder Einreißens verständlicherweise mit der Anzahl der Poren erhöht. Auch wird - statistisch gesehen - die Möglichkeit des Einreißens der Po­ renwand mit anwachsender Porenanzahl pro definierter Fläche umso größer wird, je mehr Poren pro definierter Fläche vorhanden sind. Hinzukommend ist das Schaftmate­ rial umso weniger belastbar, je stärker die Struktur des Schaftmaterials durch Durchlö­ cherung gestört ist, ein Umstand also, der zu vermeiden ist, um keine gesundheitlichen orthopädischen Schäden bei dem Benutzer bei dauernder Benutzung des Schuhwerks hervorzurufen.
Die herkömmliche Schuhausbildung hat jedoch gleichfalls herstellungstechnische Nachteile, da sie eine große Anzahl von Arbeitsschritten erfordert, die mit hoher Ge­ nauigkeit von Hand ausgeführt werden müssen und demnach erhöhte Kosten verursa­ chen. Insbesondere sind dabei Arbeitsvorgänge wie exaktes Belegen der umgeschlage­ nen Endbereiche des Schaftmaterials mit dem Abstandshalter, genaues Ausrichten des Verbindungsmaterials oder Abstandshalters mit hinreichendem Abstand vom Laufsoh­ lenrand, was die Massenherstellung dieses Schuhs umständlich, zeit- und arbeitsauf­ wendig macht. Hinzutretend ist es erforderlich, daß das löchrige Verbindungsmaterial am unteren Ende des Schafts faltenfrei, also derartig auszurichten, daß es auch in ge­ krümmten Bereichen, insbesondere im Fersen- und Fußspitzenbereich, flach aufliegen muß.
Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen und die Nachteile des Stands der Technik zu beseitigen. Dabei soll ein Schuhwerk bereitgestellt werden, welches einfach und preiswert in der Herstellung ist sowie eine hohe Trittsi­ cherheit beim Abrollvorgang und hinreichende dauernde Wasserdichtigkeit gewährt.
Außerdem sollte der Schuh die an ein Schuhwerk gestellten orthopädischen Anfor­ derungen wie Fußbettgestaltung erfüllen aufgrund zusehends festzustellenden gesteiger­ ten Gesundheitsbewußtseins der Benutzer auch im Bereich der Schuhorthopädie.
Die Lösung dieser Aufgaben besteht in einem Schuhwerk gemäß Haupt- und Ne­ benanspruch. Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausführungsformen des Erfin­ dungsgegenstands.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein wasserdichtes Schuhwerk mit einem Schaft zumindest aus einer Außenschicht und einem auf der Innenseite der Außenschicht an­ geordneten Laminat, das zumindest eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Sperr­ schicht und eine Futterschicht enthält, sowie mit einer Laufsohle, wobei zumindest ein Teil des unteren Endbereichs der Außenschicht im wesentlichen senkrecht zu der Un­ terseite der Laufsohle ausgerichtet ist, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der untere Endbereich 2′ des Laminats 2 im wesentlichen parallel zu der Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtet ist, die zum Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 mit der zum Schuhwerkinnenbereich zugewandten, zu der Unterseite der Laufsohle 7 im wesentlichen parallelen Oberseite der Laufsohle 7 ei­ ne stete Fläche 8 bildet und die Sperrschicht des Laminats 2 in dem zu der Unterseite der Laufsohle 7 im wesentlichen parallel ausgerichteten unteren Endbereich 2′ des La­ minats 2 und an der Endkante des Laminats 2 mit der Laufsohle 7 wasserdicht verbun­ den ist, wobei der untere Endbereich 1′ der Außenschicht 1 mit dem Laminat 2 aus­ schließlich über die Laufsohle 7 verbunden ist.
Bei der Herstellung dieses Schuhwerks wird der Schaft mit der Außenschicht 1 und dem auf der dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten Seite - also Innenseite - der Außenschicht 1 angeordneten Laminat 2 auf den Leisten gelegt, wobei der untere End­ bereich 2′ des Laminats 2 auf den Leisten geschlagen wird. In einer Ausführungsform sind hierbei das Laminat 2 mit der Außenschicht 1 mit Hilfe eines herkömmlichen Kle­ bers, welcher wasserdampfdurchlässig ist, miteinander verbunden. Hierbei wird nun die Laufsohle 7 an den Leisten derartig unter Druck angespritzt, daß die zum Leisten zu­ gewandte Oberfläche des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 mit der zum Leisten zugewandten Oberfläche der angespritzten Laufsohle 7 eine stete Fläche bildet.
Stete Fläche bedeutet, daß keine Erhebungen, Ausbuchtungen, Dellen oder Ein­ buchtungen im Übergangsbereich 8 zwischen der Oberfläche des Laminats 2 und der Oberfläche der Laufsohle 7 zu finden sind, die zu unerwünschten Druckstellen bei Be­ nutzung des erfindungsgemäßen Schuhwerks durch den Benutzer führen könnten, so daß folglich der Übergang 8 als glatte Fläche ausgestaltet ist. Sonach kann auf eine Brandsohle verzichtet werden, was die Herstellungskosten des erfindungsgemäßen Schuhwerks wegen des Verzichts auf einen Arbeitsschritt, nämlich auf das Verlegen der Brandsohle, als auch aufgrund der Materialeinsparung im Gegensatz zum Stand der Technik senkt.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann der untere Endbereich 2′ der Sperr­ schicht des Laminats 2 im wesentlichen parallel zu der Unterseite der Laufsohle ausge­ richtet sein sowie die zum Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 mit der zum Schuhwerkinnenbereich zugewandten, zur Laufsohlenunterseite im wesentlichen parallelen Oberseite der Laufsohle 7 eine stete Fläche bilden. Diese Ausgestaltung ruft auch aufgrund der nachfolgend heiß angespritz­ ten mit der Sperrschicht innig verklebten Kunststoffsohle eine gute Seitenführung des Schafts und damit ausreichende Trittsicherheit hervor.
Vorzugsweise kann das erfindungsgemäße wasserdichte Schuhwerk mit einem Schaft zumindest aus einer Außenschicht 1 und einem auf der Innenseite der Außen­ schicht 1 angeordneten Laminat 2, das zumindest eine wasserdichte, wasserdampf­ durchlässige Sperrschicht und eine Futterschicht enthält, sowie mit einer angespritzten Laufsohle 7, wobei zumindest ein Teil des unteren Endbereichs der Außenschicht 1 im wesentlichen senkrecht zu der Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtet ist, von der Ge­ stalt sein, daß der untere Endbereich 2′ des Laminats 2 im wesentlichen parallel zu der Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtet ist, der untere Endbereich 2′ des Laminats 2 beidseitig von einem Kunststoffsohlenmaterial der Laufsohle 7 umfaßt ist und die zum Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche der Laufsohle 7 eine stete Fläche 7′ bildet, wobei der untere Endbereich 1′ der Außenschicht 1 mit dem Laminat 2 aus­ schließlich über die Laufsohle 7 verbunden ist, wodurch wiederum auf die Brandsohle verzichtet werden kann.
Beidseitig bedeutet hierbei, daß Kunststoffsohlenmaterial sowohl auf der der Un­ terseite der Laufsohle 7 zugewandten Seite des Laminats 2 als auch auf der der Unter­ seite der Laufsohle 7 abgewandten Seite des Laminats 2 angeordnet ist.
Außerdem ermöglicht das erfindungsgemäße Schuhwerk auf einfache Weise, durch eine entsprechende Leistenoberflächenausbildung beim Anformen der anzuspritzenden Laufsohle 7 ein Fußbett auszubilden, das orthopädischen Anforderungen genügt.
Im Gegensatz zum Stand der Technik besteht bei dem erfindungsgemäßen Schuh­ werk nicht die Gefahr, daß Risse oder Spalten im unteren Endbereich des Schaftmate­ rials entstehen können, die ansonsten durch die durch hohe Porösität bedingte man­ gelnde innere Festigkeit des Schaftmaterials leicht entstehen können.
Der untere Endbereich der Futterschicht kann ebenfalls im wesentlichen senkrecht zu der Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtet sein, so daß die gesamte dem Schuh­ werkinnenbereich zugewandte Fläche mit einer Einlegesohle verdeckt gepolstert wer­ den kann, was den Tragekomfort des erfindungsgemäßen Schuhwerks steigert und die Verwendung von, falls erforderlich, wärmender Einlegesohle ermöglicht.
Es hat sich außerdem von Vorteil erwiesen, daß bereits die Verklebung bzw. Haf­ tung zwischen dem unteren Endbereich 2′, insbesondere der Endkante, des Laminats 2 mit dem Kunststoffsohlenmaterial dergestalt dichtend ist, daß dem Wasser, falls es tat­ sächlich in der Außenschicht bodenwärts gekrochen ist, keine Wege eröffnet werden, in den Schuhwerkinnenbereich zu gelangen, weil im Vergleich zu herkömmlichen o.g. Schuhen keine Nähte vorhanden sind, welche aufgrund des Fehlens der herkömmli­ cherweise durch das Nahtgut oder die -fäden hervorgerufenen Dochtwirkung als ideale Wasserleitungsbahnen das Wasser im unteren Endbereich der Außenschicht in den Schuhinnenbereich geradewegs wandern lassen.
Das erfindungsgemäße Schuhwerk zeigt sich als überlegen, da durch den Arbeits­ vorgang des über den Leistenziehens des Schaftmaterials und Umschlagens des Lami­ nats 2 und Anspritzens des Kunststoffsohlenmaterials das erfindungsgemäße Schuh­ werk mit hohem Tragekomfort auf preiswerte Weise herstellbar ist und unter Massen­ herstellungsbedingungen ein Schuhwerk bereitgestellt wird, welches hinreichend was­ serdicht ist, eine durch Fehlen porösen Schaftmaterials ausreichende Seitenstabilität gewährleistet und sogar noch orthopädische Fußbettanpassung an das Längs- und Quergewölbe des Fußes eines Benutzers ermöglicht.
Vorteilhaft ist zugleich das Oberflächenbehandeln der dem Schuhwerkinnenbereich abgewandten Seite - also außenseitig - der Außenschicht 1, zumindest in dem Bereich, welcher beim Aufspritzen des Kunststoffsohlenmaterials oder Ankleben der Kunst­ stoffsohle 7 bedeckt wird. Das auf diesen Bereich angespritzte Kunststoffsohlenmaterial wird auch Dichtlippe genannt. Eine Oberflächenbehandlung kann z. B. durch mechani­ sches oder chemisches Aufrauhen oder Aufscheuern des als Außenschicht 1 verwende­ ten Leders bzw. der lederartigen oder textilen Schicht erfolgen. Dadurch erhöht sich nicht nur die Haftung oder Klebung der Außenschicht 1 mit der Sohle 7 sondern ebenso durch die sonach verringerte Anzahl von unverklebten Fehlstellen die Wasserdichtheit der Verbindung von Außenschicht 1 mit Sohle 7.
Um die Herstellungsweise des erfindungsgemäßen Schuhwerks zu vereinfachen und ein paßgenaues Anpassen an die Leistenoberfläche zu erreichen, ist es möglich, daß das erfindungsgemäße wasserdichte Schuhwerk eine angespritzte Laufsohle 7 aufweist, wobei die Außenschicht 1 in ihrem unteren Endbereich 1′ ein Mittel zur Formgebung des unteren Bereichs der Außenschicht 1 zumindest im Spitzenbereich der Laufsohle 7 umfaßt, welches mit der Außenschicht 1 verbunden ist. Von Vorteil ist das Mittel zur Formgebung das z. B. als eine Führungsschlaufe 5 zum Führen einer in der Führungs­ schlaufe sich befindlichen Zugschnur 6 ausgestaltet ist. Eine Führungsschlaufe 5 kann beispielsweise eine Naht oder eine angenähte Schlaufe sein. Hierbei wird ganz bevor­ zugt, den unteren Endbereich 1′ der Außenschicht 1 zum Schuhwerkinnenbereich oder zum -außenbereich hin um- oder einzuschlagen und mit benachbartem Außenschichtbe­ reich z. B. zu vernähen oder zu verkleben.
Spitzenbereich ist der Bereich von der Schuhspitze bis zur der Stelle, an welcher das zu der Fußspitze des Benutzers gerichtete Ende der Fersenverstärkung angeordnet ist, welches in der Regel als Gelenkbereich des Schuhwerks bezeichnet wird.
Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Schuhwerks wird der Schaft auf den Leisten gezogen und mit Hilfe der durch z. B. die Führungsschlaufen 5 laufenden Zug­ schnur 6 um den Leisten herum derart zusammengezogen, daß der Schaft sich paßge­ nau der Oberfläche des Leistens anpaßt. Nach Auftragen eines Trennmittels auf die noch verbliebene unverdeckte Leistenoberfläche erfolgt das Anspritzen des flüssigen Kunst­ stoffsohlenmaterials von unten an den Leisten, wodurch eine sehr hohe Ausformung der zum Schuhwerkinnenbereich zugewandten Oberfläche der Laufsohle 7 bzw. Anpassung der Laufsohle 7 an die Oberfläche des Leisten ermöglicht wird zur Bereitstellung eines mit einem orthopädisch hinreichend gestalteten Fußbett in wenigen Herstellungsschrit­ ten produzierten wasserdichten erfindungsgemäßen Schuhwerks.
Noch mehr bevorzugt erweist sich ein textiles Flächengebilde 9, 11 als Mittel zur Formgebung, welches von dem Kunststoffsohlenmaterial der Laufsohle 7 durchdrungen ist. Das textile Flächengebilde kann Vlies, Filz, Wirkware, Gewebe, Gewirke etc. sein. Überdies ist diese Ausführungsform von Nutzen, da aufgrund der dadurch bedingten Auftrittsstabilität und Seitenstabilität eine ausgeglichene Statik des erfindungsgemäßen Schuhwerks erreicht wird, welche ein einwandfreies Abrollen des Fußes gewährleistet und aufgrund der fehlenden Verwendung von unporösen Schaftmaterialien - ohne Ein­ griff in deren inneren Strukturen - eine hohe Belastbarkeit insbesondere bei der raschen stoßartigen Beanspruchung der Laufsohle erlaubt, welche häufig bei Sportschuhen auf­ tritt.
Die ausreichende Seitenstabilität wird hinzutretend dadurch noch gesteigert, daß vorzugsweise im Spitzenbereich der Laufsohle 7 der untere Endbereich der Außen­ schicht 1 mit dem textilen Flächengebilde 9 vernäht ist. Gerade bei Schuhwerk, welches sehr hoher Beanspruchung insbesondere der Fußseitenführung unterliegt wie Berg-, Wanderstiefel, Sportschuhe, kann die Seitenstabilität auch dadurch erhöht werden, daß der untere parallel der Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtete Endbereich 2′ des La­ minats 2 mit einem separaten textilen Flächengebilde 11 gekoppelt, z. B. vernäht, ist. Hinzukommend ist festzustellen, daß die Seitenstabilität dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schuhwerks zusammen mit der besseren Haftung von seitlich an­ geklebter oder angespritzter Laufsohle 7 und z. B. Anbringen von Fersenkappen 3 sich deutlich erhöht, so daß das erfindungsgemäße Schuhwerk das beim Knick-Senkfuß zu beobachtende Knicken des Fersenbeins infolge Senken des inneren Längsgewölbes und damit einhergehend das seitwärts gerichtete Rutschen des Fußes des Benutzers beim Auftreten je nach Deformität - e.g. nach außen oder nach innen - hilfreich gegenstützen kann.
Dabei ist festzustellen, daß auch hierbei es sich bereits als genügend erwiesen hat, wenn das textile Flächengebilde 9, 11 lediglich im Spitzenbereich mit dem unteren End­ bereich des Laminats fest verbunden ist.
Zudem kann die Seitenstabilität bei Schuhwerken mit hoher Beanspruchung noch durch das Anbringen von Hinterkappen 3 oder Seitenkappen, welche außen auf der Außenschicht 1 geklebt und/oder vernäht anliegen können oder zwischen der Außen­ schicht 1 und dem Laminat 2 geklebt und/oder vernäht angeordnet sind, gesteigert werden.
Die zur Herstellung von herkömmlichen Schuhen erforderlichen zeit- und arbeitsin­ tensiven Schritte wie Auflegen, Ausrichten und faltenfreies Flachlegen des Abstandshal­ ters - gerade in den kritischen Zonen wie an der Fußspitze und im Fersenbereich - auf das umgeschlagene Schaftmaterial, Perforieren von Schaftmaterial etc., wodurch die Herstellungskosten des herkömmlichen Schuhs sich merklich erhöhen, entfallen bei der Produktion des erfindungsgemäßen Schuhwerks dadurch, daß lediglich nach dem Auf­ ziehen des Schaftmaterials und einfachem Auflegen des unteren Endbereichs des Lami­ nats auf den Leisten ein Anspritzen oder Ankleben der Kunststoffsohle erfolgt. Dadurch wird außerdem gewährleistet, den ungünstigen Umstand bei dem herkömmlichen Schuh zu umgehen, daß die bei den herkömmlichen Schuhen massenherstellungsweise beding­ ten, durch faltiges Auslegen der Abstandshalter hervorgerufenen Verbindungsfehlstellen in der Verklebungszone mangelnde Wasserdichtigkeit hervorrufen.
Da das erfindungsgemäße Schuhwerk ein Laminat 2 enthält, welches eine wasser­ dichte, aber wasserdampfdurchlässige Sperrschicht aufweist, zeichnet sich das erfin­ dungsgemäße Schuhwerk hinzukommend durch einen hohen Tragekomfort aus, weil die durch die Fußschwitzigkeit hervorgerufene Feuchtigkeit ohne weiteres vom Schuh­ werkinnenbereich nach außen transportiert wird. Hierbei kann die Sperrschicht eine Stützschicht z. B. ein textiles Flächengebilde wie Vlies, Filz, Wirkware, Gewebe, Ge­ wirke sein, welches vorzugsweise mit dem wasserdichten wasserdampfdurchlässigen Material beschichtet oder getränkt sein kann. Die Sperrschicht kann auch neben einer oder mehreren Stützschichten zumindest eine Membran aus dem wasserdichten wasser­ dampfdurchlässigen Material enthalten.
Zur Herstellung des wasserdichten wasserdampfdurchlässigen Materials kann man verwenden die zur Formung einer mikroporösen polymeren Matrix geeigneten Polyme­ re, welche umfassen Polyolefine, wie Polyethylen-Propylen-Copolymere, Polyethylen, Terephthalate, Polycaprolactam, Polyvinylidenfluorid, Polybutylenterephthalat, Poly­ estercopolymere und Polytetrafluorethylen. Das wasserdichte wasserdampfdurchlässige Material kann eine Beschichtung oder Tränkung oder eine Membran mit Polymeren auf Copolyetherester-Grundlage sein oder aus gerecktem Polytetrafluorethylen vorzugs­ weise mit einer mikroporösen Polyurethan-Beschichtung (Gore-tex) sein.
Vorzugsweise werden als wasserdichtes wasserdampfdurchlässiges Material Polymere auf Copolyetherestergrundlage (Sympatex) verwendet. Die Copolyetherester können aus einer Vielzahl von wiederkehrenden intralinearen langkettigen und kurzkettigen Estereinheiten bestehen, die statistisch über Esterbindungen Kopf an Schwanz ver­ knüpft sind, wobei die langkettigen Estereinheiten der Formel
und die kurzkettigen Estereinheiten der Formel
entsprechen, worin G einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfer­ nung von endständigen Hydroxylgruppen aus mindestens einem langkettigen Glykol ei­ nes mittleren Molekulargewichts von 600 bis 6000 und eines Atomverhältnisses von Kohlenstoff zu Sauerstoff zwischen 2,0 und 4,3 zurückbleibt, wobei mindestens 20 Gew.-% des langkettigen Glykols ein Atomverhältnis von Kohlenstoff zu Sauerstoff zwischen 2,0 und 2,4 besitzen und 15 bis 50 Gew.-% des Copolyetheresters ausmachen, R einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfernung von Carboxylgruppen aus mindestens einer Dicarbonsäure eines Molekulargewichts von weniger als 300 zurück­ bleibt, und D einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfernung von Hydroxylgruppen aus mindestens einem Diol eines Molekulargewichts von weniger als 250 zurückbleibt, wobei mindestens 80 Mol-% der verwendeten Dicarbonsäure aus Terephthalsäure oder ihren esterbildenden Äquivalenten und zumindest 80 Mol-% des Diols mit dem kleinen Molekulargewicht aus 1,4-Butandiol oder dessen esterbildenden Äquivalenten bestehen, die Summe der Molprozente der Dicarbonsäure, die keine Terephthalsäure oder deren esterbildenden Äquivalente darstellt, und des Diols mit ei­ nem kleinen Molekulargewicht, das kein 1,4-Butandiol oder dessen esterbildenden Äquivalente darstellt, höchstens 20% beträgt und die kurzkettigen Estereinheiten 40- 80 Gew.-% des Copolyetheresters betragen.
Vorzugsweise können die Polymere ganz oder teilweise Copolyetherester sein, worin mindestens 70 Mol-% der verwendeten Dicarbonsäure 2,6- Naphthalindicarbonsäure oder deren Ester bildenden Äquivalente sind und bei dem mindestens 70 Mol-% des verwendeten Diols mit einem kleinen Molekulargewicht 1,4- Butandiol oder dessen esterbildenden Äquivalente ist und die Summe der Molprozente der Dicarbonsäure, die keine 2,6-Naphthalindicarbonsäure oder deren Ester bildende Äquivalente ist und des Diols mit einem kleinen Molekulargewicht, das kein 1,4- Butandiol oder dessen Ester bildende Äquivalente ist, höchstens 30% beträgt und die Estereinheiten mit kurzen Ketten 35 bis 80 Gew.-% des Copolyetheresters ausmachen.
Noch mehr bevorzugt sind die Polymere, die Copolyetherester sind, worin die aus einer Vielzahl von wiederkehrenden intralinearen langkettigen und kurzkettigen Estereinheiten bestehen, die statistisch über Esterbindungen Kopf an Schwanz ver­ knüpft sind, wobei die langkettigen Estereinheiten der Formel
und die kurzkettigen Estereinheiten der Formel
entsprechen, wobei G einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfer­ nung von endständigen Hydroxylgruppen aus mindestens einem langkettigen Glykol ei­ nes mittleren Molekulargewichts von 600 bis 4000 und eines Atomverhältnisses von Kohlenstoff zu Sauerstoff zwischen 2 und 4,3 zurückbleibt, wobei mindestens 20 Gew.-% des langkettigen Glykols ein Atomverhältnis von Kohlenstoff zu Sauerstoff zwischen 2,0 und 2,4 besitzen und 15 bis 50 Gew.-% des Copolyetheresters ausmachen, R einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfernung von Carboxylgruppen aus mindestens einer Dicarbonsäure eines Molekulargewichts von weniger als 300 zurück­ bleibt und D einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfernung von Hydroxyl­ gruppen aus mindestens einem Diol eines Molekulargewichts von weniger als 250 zu­ rückbleibt, wobei mindestens 70 Mol-% der verwendeten Dicarbonsäure aus 2,6- Naphthalindicarbonsäure oder ihrer esterbildenden Äquivalente besteht und mindestens 70 Mol-% des Diols mit dem kleinen Molekulargewicht aus 1,4-Butandiol oder dessen esterbildenden Äquivalenten besteht und die Summe der Mol-% von der Dicarbonsäure, die keine 2,6-Naphthalindicarbonsäure oder ihrer esterbildenden Äquivalente ist und des Diols mit einem kleinen Molekulargewicht, das kein 1,4-Butandiol oder dessen esterbildende Äquivalente ist, höchstens 30% beträgt und die Estereinheiten mit kurzen Ketten 35 bis 80 Gew.-% des Copolyetheresters betragen.
Die in einer weiteren Ausführungsform verwendeten Copolyetheresterpolymer- Membranen können eine Dicke von 10 µm oder 15 µm aufweisen und zeichnen sich durch eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit von über 2700 g/m² (24 Stden. nach ASTM E 96 66 Methode B modifiziert) aus.
Als Futterschicht kann eine Frotteeschicht, Ziegen-, Schaf-, Rind-, Schweinsleder­ futterschicht, Samtschicht, Kamelhaarstoffschicht, gestrickte oder gewebte Fellschicht, Gewebeschicht, vorteilhafterweise aus Baumwolle, Schurwolle, synthetische Fasern und/oder regenierter und/oder modifizierter Cellulose verwendet werden.
Die Außenschicht 1 kann mindestens ein Vertreter der eine Lederschicht, Textil­ schicht, textilartige Schicht und Gewebe umfassenden Gruppe sein. Möglich sind für die Außenschicht als Obermaterial Segeltuch, Stoffe, Chintz, Everglaze, Frottierware, Samt, Manchester, Kord, Velveton, Norzon, Ledertuch, Ledersamt, Duvertine, ge­ stricktes oder gewirktes Gewebe, Satin, Fell, Fellimitation, Rauh-, Glatt-, Lackleder oder geschliffenes, geprägtes, geschrumpftes oder gekrispeltes Leder.
Als Kunststoffsohlenmaterialien sind wasserdichte geeignet wie Gummi, Polyuret­ han, Polyvinylchlorid und deren Derivate und Mischungen derselben.
Zudem zeigt es sich in einer vorteilhafte Ausführungsform, daß z. B. zwischen der Sperrschicht und der Außenschicht 1 eine wärmedämmende Isolationsmaterialschicht aufgebracht sein kann, welche wasserdampf- und luftdurchlässig aufgrund ihrer Porösi­ tät ist.
Die o.g. Nachteile des Stands der Technik wie eingeschränkte Flexibilität, unzu­ reichende Abrolleigenschaften, hohe Herstellungskosten und großer Zeitaufwand bei der Herstellung werden sonach durch das erfindungsgemäße Schuhwerk für den Fach­ mann unerwarteterweise in einer ausgewogenen Weise sonach gleichzeitig zumindest stark reduziert.
Ausführungsbeispiele
Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigen aufgrund einer zeichnerischen Vereinfachung in schematischer, stark vergrö­ ßernder Weise ohne Anspruch auf eine maßstabsgetreue Wiedergabe
Fig. 1 den Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Schuhwerk mit aufgespritzter Laufsohle und mit Außenschicht verklebtem Laminat
Fig. 2 die Unteransicht des erfindungsgemäßen Schuhwerks mit Führungsschlaufe ohne Laufsohle
Fig. 3 Ansicht auf den Querschnitt A-A von Fig. 2 im Spitzenbereich des erfindungsgemäßen Schuhwerks
Fig. 4 die Vergrößerung des unteren Bereichs X des erfindungsgemäßen Schuhwerks von Fig. 3 mit aufgespritzter Laufsohle und Führungsschlaufe
Fig. 5 die Unteransicht des erfindungsgemäßen Schuhwerks mit textilem Flächengebilde an Außenschicht ohne Laufsohle
Fig. 6 Ansicht auf den Querschnitt B-B von Fig. 5 im Spitzenbereich des erfindungsgemäßen Schuhwerks
Fig. 7 die Unteransicht des erfindungsgemäßen Schuhwerks mit textilem Flächengebilde an Außenschicht und Laminat ohne Laufsohle
Fig. 8 Ansicht auf den Querschnitt C-C von Fig. 7 im Spitzenbereich des erfindungsgemäßen Schuhwerks.
Nach Fig. 1 besteht das erfindungsgemäße Schuhwerk aus einer Wollfütterschicht und einer Außenschicht 1 aus genarbtem Rindsleder. Als Laminat 2 wird in allen Aus­ führungsbeispielen ein textiles Gewebe mit einer Stützschicht aus Polyester und einer wasserdichten wasserdampfdurchlässigen Membran verwendet, die Copolyetherester mit einer Vielzahl von wiederkehrenden intralinearen langkettigen und kurzkettigen Estereinheiten enthält, die statistisch über Esterbindungen Kopf an Schwanz verknüpft sind (Sympatex).
Die Außenschicht 1 ist mit dem Laminat 2 oberhalb des unteren Endbereichs 1′ der Außenschicht 1 mittels eines wasserdampfdurchlässigen Klebers 4 verklebt. Das Kunststoffsohlenmaterial aus Polyurethan wird, nachdem man den Schaft mit der Au­ ßenschicht 1 und dem Laminat 2 über den Leisten gezogen und die restliche unverdeck­ te Leistenoberfläche mit einem Trennmittel beschichtet hat, unter Druck und Hitze an den Leisten derart gespritzt, daß eine innige Verklebung zwischen der Laufsohle 7 mit dem unteren Endbereich 1′ der Außenschicht 1 unter Bildung einer Dichtlippe und der der Unterseite der Laufsohle 7 zugewandten Seite (=Unterseite) des unteren Endbe­ reichs 2′ des Laminats 2 erfolgt. Dabei ist der Übergang 8 vom unteren Endbereich 2′ des Laminats 2 zu der dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten Oberfläche der Laufsohle 7 als stete Fläche ausgebildet.
Nach Fig. 2 bis Fig. 4 ist der untere Endbereich der Außenschicht 1 zum Schuh­ werkinnenbereich unter Bildung einer Führungsschlaufe 5 zur Führung einer Zugschnur 6 umgeschlagen. Zwischen der Außenschicht 1 und dem Laminat 2 ist im umlaufenden Fersenbereich eine Hinterkappe 3 angeordnet zur zusätzlichen Versteifung des Hinter­ kappenbereichs des erfindungsgemäßen Schuhwerks. Nachdem der Schaft mit dem mit der Außenschicht 1 zumindest im unteren Bereich des Schuhwerks - also unter Einspa­ rung eines Verklebungsschritts - unverklebten Laminat 2 über den Leisten gezogen worden ist, wird die Zugschnur 6 angezogen, deren Enden 6′ zu einem unlösbaren Knoten verknotet und derart mit Kunststoffsohlenmaterial angespritzt, daß neben der Unterseite gleichfalls auf der dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten Seite (= Innenseite) des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 eine Lage 7′ aus Kunst­ stoffsohlenmaterial aufliegt. Da das Laminat 2 auf seiner dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten Seite die Futterschicht aufweist, findet zwar keine innige Verklebung zwi­ schen der Futterschicht und der Lage 7′ aus Kunststoffsohlenmaterial statt, jedoch zeigt sich, daß diese Verbindung ausreicht, um eine trittfeste Auftrittsfläche für den Fuß des Benutzers zu ermöglichen. Die Wasserdichtigkeit des Schuhwerkinnenbereichs wird be­ reits durch die innige und wasserdichte Verklebung der Unterseite und des Randbe­ reichs des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 mit dem Kunststoffsohlenmaterial hinreichend gewährleistet.
Unter Randbereich wird hierbei der zur Sohlenlängsachse zugewandte Bereich des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 verstanden.
Nach Fig. 5 und Fig. 6 liegt an der zu dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten Kante des unteren Endbereichs der Außenschicht 1 ein textiles Flächengebilde 9 hier ein Gewebe aus Polyester an, welches mittels einer Naht 10 mit der Außenschicht 1 ver­ bunden ist. Um die Seitenstabilität darüber hinaus zu erhöhen, ist ein weiteres textiles Flächengebilde 11 hier ein Gewebe aus Polyester an den Randbereich des unteren End­ bereichs 2′ des Laminats 2 mittels einer Naht 12 vernäht. Zur Stabilisierung kann ein solches textiles Flächengebilde 11, welches mit dem Endbereich 2′ des Laminats 2 ver­ bunden ist, auch bei den in den Fig. 1 bis Fig. 4 dargestellten Ausführungsformen einge­ setzt werden.
Durch das Anspritzen des flüssigen Kunststoffsohlenmaterials dringt das Kunst­ stoffsohlenmaterial durch das Gewebe verklebt, bildet eine der Oberfläche des Leisten angepaßte Oberseite aus und verklebt zudem innig mit dem Gewebe. Zur Erhöhung der Seitenstabilität des wasserdichten Schuhwerks beim Abrollvorgang sind Hinterkappen 3 aus dünnem aber formstabilem elastischem Leder zwischen der Außenschicht 1 und dem Laminat 2 eingenäht.
Es zeigt sich, daß bei den o.g. Ausführungsformen der Schuhwerkinnenbereich hin­ reichend gegen das Eindringen von Wasser auch bei häufigem Abrollen des Schuhwerks in wäßriger Umgebung abgedichtet ist, insbesondere dann, wenn als wasserdichtes was­ serdampfdurchlässiges Material Polymere auf Copolyetherestergrundlage (Sympatex) Verwendung finden.
Zudem zeigt sich, daß durch das zumindest an der Außenschicht 1 gekoppelte textile Flächengebilde 9 (Fig. 5, und Fig. 6) zusammen mit der als Fußbett ausgeform­ ten Oberseite der Laufsohle 7 und des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 ein für den Benutzer angenehmes Tragegefühl ohne Einschränkung hervorgerufen wird. Auch erweist sich das erfindungsgemäße Schuhwerk ausreichend wasserdicht und in hervor­ ragender Weise geeignet, die Fußfeuchtigkeit vom Schuhwerkinnenbereich nach außen diffundieren zu lassen, so daß die durch Ansammlung von Feuchtigkeitsnestern häufig anzutreffenden Pilz- und Bakterieninfektionen nicht feststellbar sind.

Claims (7)

1. Wasserdichtes Schuhwerk mit einem Schaft zumindest aus einer Außenschicht und einem auf der Innenseite der Außenschicht angeordneten Laminat, das zumindest eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Sperrschicht und eine Futterschicht enthält, sowie mit einer Laufsohle, wobei zumindest ein Teil des unteren Endbe­ reichs der Außenschicht im wesentlichen senkrecht zu der Unterseite der Laufsohle ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Endbereich (2′) des Laminats (2) im wesentlichen parallel zu der Unterseite der Laufsohle (7) ausge­ richtet ist, die zum Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche des unteren Endbereichs (2′) des Laminats (2) mit der zum Schuhwerkinnenbereich zugewand­ ten, zu der Unterseite der Laufsohle (7) im wesentlichen parallelen Oberseite der Laufsohle (7) eine stete Fläche bildet und die Sperrschicht des Laminats (2) in dem zu der Unterseite der Laufsohle (7) im wesentlichen parallel ausgerichteten unteren Endbereich (2′) des Laminats (2) und an der Endkante des Laminats (2) mit der Laufsohle (7) wasserdicht verbunden ist, wobei der untere Endbereich (1′) der Au­ ßenschicht (1) mit dem Laminat (2) ausschließlich über die Laufsohle (7) verbun­ den ist.
2. Wasserdichtes Schuhwerk mit einem Schaft zumindest aus einer Außenschicht und einem auf der Innenseite der Außenschicht angeordneten Laminat, das zumindest eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Sperrschicht und eine Futterschicht enthält, sowie mit einer angespritzten Laufsohle, wobei zumindest ein Teil des un­ teren Endbereichs der Außenschicht im wesentlichen senkrecht zu der Unterseite der Laufsohle ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Endbe­ reich (2′) des Laminats (2) im wesentlichen parallel zu der Unterseite der Laufsohle (7) ausgerichtet ist, der untere Endbereich (2′) des Laminats (2) beidsei­ tig von einem Kunststoffsohlenmaterial der Laufsohle (7) umfaßt ist und die zum Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche der Laufsohle (7) eine stete Fläche (7′) bildet, wobei der untere Endbereich (1′) der Außenschicht (1) mit dem Lami­ nat (2) ausschließlich über die Laufsohle (7) verbunden ist.
3. Wasserdichtes Schuhwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schuhwerk eine angespritzte Laufsohle (7) aufweist, wobei die Außenschicht (1) in ihrem unteren Endbereich (1′) Mittel zur Formgebung des unteren Bereichs der Außenschicht (1) zumindest im Spitzenbereich der Laufsohle (7) umfaßt, wel­ ches mit der Außenschicht (1) verbunden ist.
4. Wasserdichtes Schuhwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zur Formgebung eine Führungsschlaufe (5) mit einer Zugschnur (6) ist.
5. Wasserdichtes Schuhwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füh­ rungsschlaufe (5) eine Naht oder eine angenähte Schlaufe ist.
6. Wasserdichtes Schuhwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an­ genähte Schlaufe durch ein Umschlagen des unteren Endbereichs (1′) der Außen­ schicht (1) ausgebildet ist.
7. Wasserdichtes Schuhwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Mittel zur Formgebung (5, 6) ein textiles Flächengebilde ist, welches von dem Kunststoffsohlenmaterial der Laufsohle (7) durchdrungen ist.
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