DE19507210C1 - Wasserdichtes Schuhwerk mit hohem Tragekomfort - Google Patents
Wasserdichtes Schuhwerk mit hohem TragekomfortInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine wasserdichtes Schuhwerk mit einem Schaft zumindest
aus einer Außenschicht und einem auf der Innenseite der Außenschicht angeordneten
Laminat, das zumindest eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Sperrschicht und
eine Futterschicht enthält, sowie mit einer Laufsohle, wobei zumindest ein Teil des un
teren Endbereichs der Außenschicht im wesentlichen senkrecht zu der Unterseite der
Laufsohle ausgerichtet ist.
Schuhe wasserdicht und wasserdampfdurchlässig auszubilden, kann dadurch er
reicht werden, daß auf der Innenseite der textilen oder lederartigen Außenschicht des
Schafts eine z. B. mikroporöse oder homogene Membran angeordnet wird, die für Was
ser undurchlässig, die jedoch aufgrund der Fußschwitzigkeit des Benutzers im Schuh
werkinnenbereich hervorgerufene Feuchtigkeit permeabel ist. So wird in der
DE-OS 38 21 602 ein Schuhwerk beschrieben, dessen Schaft aus einer Außenschicht und einem
Futter, einer wasserdichten, wasserdampfdurchlässigen mikroporösen Funktionsschicht
und einer an dem unteren Bereich des Schafts angespritzten wasserdichten Kunst
stoffsohle besteht. Der untere Bereich der Außenschicht wird durch ein poröses Mate
rial z. B. einen Abstandshalter gebildet, welcher von dem anzuspritzenden Kunst
stoffsohlenmaterial durchdringbar und welcher mit dem Futter und der Funktionsschicht
vernäht ist.
Nach der Lehre dieser Druckschrift kann das flüssige Material der Kunststoffsohle
beim Anspritzen an den Schaft durch den unteren porösen Bereich der Außenschicht
hindurch bis zu der Funktionsschicht bzw. zu dem die Funktionsschicht enthaltenden
Laminat gelangen. Dadurch soll erreicht werden, daß das angespritzte Kunststoffsoh
lenmaterial die Nahtlöcher der Verbindungsnaht zwischen einer Brandsohle, der Funk
tionsschicht und der Außenschicht abdichtet. Hierbei ist hingegen zu beobachten, daß
das flüssige Kunststoffsohlenmaterial zwar in die Poren des unteren porösen Bereichs
des Schafts und des Abstandshalters eindringen kann, jedoch findet sich insofern keiner
lei Verbesserung gegen das Kriechen von Wasser im Schaftmaterial, da die hohe me
chanische Belastung des Schuhwerks beim Abrollen auf Dauer zu einem Einreißen der
Porenwand oder zumindest zu einem Abriß des Kunststoffsohlenmaterials von den Po
ren des Abstandshalters führen kann, wobei dadurch verständlicherweise die Beanspru
chung der noch intakt verbliebenen Verbindungen zwischen dem Kunststoffsohlenma
terial und dem Abstandshalter vergrößert wird. Dabei zeigt sich, daß das in der Außen
schicht bodenwärts gekrochene Wasser durch die durch Ein- oder Abriß hervorgerufe
nen Spalten und Risse im porösen Abstandshalter als auch in dem porösen Material der
Außenschicht des Schafts aufgrund von Längsleitungseffekten in den Bereich zwischen
Abstandshalter und Funktionsschicht zu kriechen vermag und schließlich über Nähte,
die der gleichen mechanischen Beanspruchung und deren Folgen wie oben besprochen
unterliegen, durch die Funktionsschicht in den Schuhinnenbereich wandert.
Das Kriechvermögen von Wasser wird hingegen bei diesem Stand der Technik
unterschätzt, da immerzu zu beobachten ist, daß Wasser besonders verstärkt durch
Kapillarkräfte als auch durch die sogenannte Dochtwirkung des Nahtguts bzw. der
-fäden, mit welchen die die verschiedenen Schichten durchdringenden, als ideale Was
serbrücken dienenden Nahtlöcher versehen sind, in den Schuhinnenbereich zu wandern
vermag.
Zudem ist festzustellen, daß insbesondere bei dem herkömmlichen Schuh, welcher
im unteren Bereich des Schaftmaterials porös ausgebildet ist, die Seitenstabilität des
Schuhs derart eingeschränkt wird, daß der Schuh des Benutzers beim Abrollen seitlich
nach innen oder nach außen rutscht, dergestalt, daß eine hinreichende Trittsicherheit
hierdurch nicht gewährleistet ist.
Ebenso beobachtet man, daß dieser Stand der Technik eine Vielzahl von Poren
fordert für den unteren Bereich des Schaftes bzw. des Abstandshalters, wobei sich je
doch die Gefahr des Abrisses oder Einreißens verständlicherweise mit der Anzahl der
Poren erhöht. Auch wird - statistisch gesehen - die Möglichkeit des Einreißens der Po
renwand mit anwachsender Porenanzahl pro definierter Fläche umso größer wird, je
mehr Poren pro definierter Fläche vorhanden sind. Hinzukommend ist das Schaftmate
rial umso weniger belastbar, je stärker die Struktur des Schaftmaterials durch Durchlö
cherung gestört ist, ein Umstand also, der zu vermeiden ist, um keine gesundheitlichen
orthopädischen Schäden bei dem Benutzer bei dauernder Benutzung des Schuhwerks
hervorzurufen.
Die herkömmliche Schuhausbildung hat jedoch gleichfalls herstellungstechnische
Nachteile, da sie eine große Anzahl von Arbeitsschritten erfordert, die mit hoher Ge
nauigkeit von Hand ausgeführt werden müssen und demnach erhöhte Kosten verursa
chen. Insbesondere sind dabei Arbeitsvorgänge wie exaktes Belegen der umgeschlage
nen Endbereiche des Schaftmaterials mit dem Abstandshalter, genaues Ausrichten des
Verbindungsmaterials oder Abstandshalters mit hinreichendem Abstand vom Laufsoh
lenrand, was die Massenherstellung dieses Schuhs umständlich, zeit- und arbeitsauf
wendig macht. Hinzutretend ist es erforderlich, daß das löchrige Verbindungsmaterial
am unteren Ende des Schafts faltenfrei, also derartig auszurichten, daß es auch in ge
krümmten Bereichen, insbesondere im Fersen- und Fußspitzenbereich, flach aufliegen
muß.
Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen und die
Nachteile des Stands der Technik zu beseitigen. Dabei soll ein Schuhwerk bereitgestellt
werden, welches einfach und preiswert in der Herstellung ist sowie eine hohe Trittsi
cherheit beim Abrollvorgang und hinreichende dauernde Wasserdichtigkeit gewährt.
Außerdem sollte der Schuh die an ein Schuhwerk gestellten orthopädischen Anfor
derungen wie Fußbettgestaltung erfüllen aufgrund zusehends festzustellenden gesteiger
ten Gesundheitsbewußtseins der Benutzer auch im Bereich der Schuhorthopädie.
Die Lösung dieser Aufgaben besteht in einem Schuhwerk gemäß Haupt- und Ne
benanspruch. Die Unteransprüche betreffen bevorzugte Ausführungsformen des Erfin
dungsgegenstands.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein wasserdichtes Schuhwerk mit einem Schaft
zumindest aus einer Außenschicht und einem auf der Innenseite der Außenschicht an
geordneten Laminat, das zumindest eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Sperr
schicht und eine Futterschicht enthält, sowie mit einer Laufsohle, wobei zumindest ein
Teil des unteren Endbereichs der Außenschicht im wesentlichen senkrecht zu der Un
terseite der Laufsohle ausgerichtet ist, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der untere
Endbereich 2′ des Laminats 2 im wesentlichen parallel zu der Unterseite der Laufsohle
7 ausgerichtet ist, die zum Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche des unteren
Endbereichs 2′ des Laminats 2 mit der zum Schuhwerkinnenbereich zugewandten, zu
der Unterseite der Laufsohle 7 im wesentlichen parallelen Oberseite der Laufsohle 7 ei
ne stete Fläche 8 bildet und die Sperrschicht des Laminats 2 in dem zu der Unterseite
der Laufsohle 7 im wesentlichen parallel ausgerichteten unteren Endbereich 2′ des La
minats 2 und an der Endkante des Laminats 2 mit der Laufsohle 7 wasserdicht verbun
den ist, wobei der untere Endbereich 1′ der Außenschicht 1 mit dem Laminat 2 aus
schließlich über die Laufsohle 7 verbunden ist.
Bei der Herstellung dieses Schuhwerks wird der Schaft mit der Außenschicht 1 und
dem auf der dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten Seite - also Innenseite - der
Außenschicht 1 angeordneten Laminat 2 auf den Leisten gelegt, wobei der untere End
bereich 2′ des Laminats 2 auf den Leisten geschlagen wird. In einer Ausführungsform
sind hierbei das Laminat 2 mit der Außenschicht 1 mit Hilfe eines herkömmlichen Kle
bers, welcher wasserdampfdurchlässig ist, miteinander verbunden. Hierbei wird nun die
Laufsohle 7 an den Leisten derartig unter Druck angespritzt, daß die zum Leisten zu
gewandte Oberfläche des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 mit der zum Leisten
zugewandten Oberfläche der angespritzten Laufsohle 7 eine stete Fläche bildet.
Stete Fläche bedeutet, daß keine Erhebungen, Ausbuchtungen, Dellen oder Ein
buchtungen im Übergangsbereich 8 zwischen der Oberfläche des Laminats 2 und der
Oberfläche der Laufsohle 7 zu finden sind, die zu unerwünschten Druckstellen bei Be
nutzung des erfindungsgemäßen Schuhwerks durch den Benutzer führen könnten, so
daß folglich der Übergang 8 als glatte Fläche ausgestaltet ist. Sonach kann auf eine
Brandsohle verzichtet werden, was die Herstellungskosten des erfindungsgemäßen
Schuhwerks wegen des Verzichts auf einen Arbeitsschritt, nämlich auf das Verlegen der
Brandsohle, als auch aufgrund der Materialeinsparung im Gegensatz zum Stand der
Technik senkt.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann der untere Endbereich 2′ der Sperr
schicht des Laminats 2 im wesentlichen parallel zu der Unterseite der Laufsohle ausge
richtet sein sowie die zum Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche des unteren
Endbereichs 2′ des Laminats 2 mit der zum Schuhwerkinnenbereich zugewandten, zur
Laufsohlenunterseite im wesentlichen parallelen Oberseite der Laufsohle 7 eine stete
Fläche bilden. Diese Ausgestaltung ruft auch aufgrund der nachfolgend heiß angespritz
ten mit der Sperrschicht innig verklebten Kunststoffsohle eine gute Seitenführung des
Schafts und damit ausreichende Trittsicherheit hervor.
Vorzugsweise kann das erfindungsgemäße wasserdichte Schuhwerk mit einem
Schaft zumindest aus einer Außenschicht 1 und einem auf der Innenseite der Außen
schicht 1 angeordneten Laminat 2, das zumindest eine wasserdichte, wasserdampf
durchlässige Sperrschicht und eine Futterschicht enthält, sowie mit einer angespritzten
Laufsohle 7, wobei zumindest ein Teil des unteren Endbereichs der Außenschicht 1 im
wesentlichen senkrecht zu der Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtet ist, von der Ge
stalt sein, daß der untere Endbereich 2′ des Laminats 2 im wesentlichen parallel zu der
Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtet ist, der untere Endbereich 2′ des Laminats 2
beidseitig von einem Kunststoffsohlenmaterial der Laufsohle 7 umfaßt ist und die zum
Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche der Laufsohle 7 eine stete Fläche 7′
bildet, wobei der untere Endbereich 1′ der Außenschicht 1 mit dem Laminat 2 aus
schließlich über die Laufsohle 7 verbunden ist, wodurch wiederum auf die Brandsohle
verzichtet werden kann.
Beidseitig bedeutet hierbei, daß Kunststoffsohlenmaterial sowohl auf der der Un
terseite der Laufsohle 7 zugewandten Seite des Laminats 2 als auch auf der der Unter
seite der Laufsohle 7 abgewandten Seite des Laminats 2 angeordnet ist.
Außerdem ermöglicht das erfindungsgemäße Schuhwerk auf einfache Weise, durch
eine entsprechende Leistenoberflächenausbildung beim Anformen der anzuspritzenden
Laufsohle 7 ein Fußbett auszubilden, das orthopädischen Anforderungen genügt.
Im Gegensatz zum Stand der Technik besteht bei dem erfindungsgemäßen Schuh
werk nicht die Gefahr, daß Risse oder Spalten im unteren Endbereich des Schaftmate
rials entstehen können, die ansonsten durch die durch hohe Porösität bedingte man
gelnde innere Festigkeit des Schaftmaterials leicht entstehen können.
Der untere Endbereich der Futterschicht kann ebenfalls im wesentlichen senkrecht
zu der Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtet sein, so daß die gesamte dem Schuh
werkinnenbereich zugewandte Fläche mit einer Einlegesohle verdeckt gepolstert wer
den kann, was den Tragekomfort des erfindungsgemäßen Schuhwerks steigert und die
Verwendung von, falls erforderlich, wärmender Einlegesohle ermöglicht.
Es hat sich außerdem von Vorteil erwiesen, daß bereits die Verklebung bzw. Haf
tung zwischen dem unteren Endbereich 2′, insbesondere der Endkante, des Laminats 2
mit dem Kunststoffsohlenmaterial dergestalt dichtend ist, daß dem Wasser, falls es tat
sächlich in der Außenschicht bodenwärts gekrochen ist, keine Wege eröffnet werden, in
den Schuhwerkinnenbereich zu gelangen, weil im Vergleich zu herkömmlichen o.g.
Schuhen keine Nähte vorhanden sind, welche aufgrund des Fehlens der herkömmli
cherweise durch das Nahtgut oder die -fäden hervorgerufenen Dochtwirkung als ideale
Wasserleitungsbahnen das Wasser im unteren Endbereich der Außenschicht in den
Schuhinnenbereich geradewegs wandern lassen.
Das erfindungsgemäße Schuhwerk zeigt sich als überlegen, da durch den Arbeits
vorgang des über den Leistenziehens des Schaftmaterials und Umschlagens des Lami
nats 2 und Anspritzens des Kunststoffsohlenmaterials das erfindungsgemäße Schuh
werk mit hohem Tragekomfort auf preiswerte Weise herstellbar ist und unter Massen
herstellungsbedingungen ein Schuhwerk bereitgestellt wird, welches hinreichend was
serdicht ist, eine durch Fehlen porösen Schaftmaterials ausreichende Seitenstabilität
gewährleistet und sogar noch orthopädische Fußbettanpassung an das Längs- und
Quergewölbe des Fußes eines Benutzers ermöglicht.
Vorteilhaft ist zugleich das Oberflächenbehandeln der dem Schuhwerkinnenbereich
abgewandten Seite - also außenseitig - der Außenschicht 1, zumindest in dem Bereich,
welcher beim Aufspritzen des Kunststoffsohlenmaterials oder Ankleben der Kunst
stoffsohle 7 bedeckt wird. Das auf diesen Bereich angespritzte Kunststoffsohlenmaterial
wird auch Dichtlippe genannt. Eine Oberflächenbehandlung kann z. B. durch mechani
sches oder chemisches Aufrauhen oder Aufscheuern des als Außenschicht 1 verwende
ten Leders bzw. der lederartigen oder textilen Schicht erfolgen. Dadurch erhöht sich
nicht nur die Haftung oder Klebung der Außenschicht 1 mit der Sohle 7 sondern ebenso
durch die sonach verringerte Anzahl von unverklebten Fehlstellen die Wasserdichtheit
der Verbindung von Außenschicht 1 mit Sohle 7.
Um die Herstellungsweise des erfindungsgemäßen Schuhwerks zu vereinfachen
und ein paßgenaues Anpassen an die Leistenoberfläche zu erreichen, ist es möglich, daß
das erfindungsgemäße wasserdichte Schuhwerk eine angespritzte Laufsohle 7 aufweist,
wobei die Außenschicht 1 in ihrem unteren Endbereich 1′ ein Mittel zur Formgebung
des unteren Bereichs der Außenschicht 1 zumindest im Spitzenbereich der Laufsohle 7
umfaßt, welches mit der Außenschicht 1 verbunden ist. Von Vorteil ist das Mittel zur
Formgebung das z. B. als eine Führungsschlaufe 5 zum Führen einer in der Führungs
schlaufe sich befindlichen Zugschnur 6 ausgestaltet ist. Eine Führungsschlaufe 5 kann
beispielsweise eine Naht oder eine angenähte Schlaufe sein. Hierbei wird ganz bevor
zugt, den unteren Endbereich 1′ der Außenschicht 1 zum Schuhwerkinnenbereich oder
zum -außenbereich hin um- oder einzuschlagen und mit benachbartem Außenschichtbe
reich z. B. zu vernähen oder zu verkleben.
Spitzenbereich ist der Bereich von der Schuhspitze bis zur der Stelle, an welcher
das zu der Fußspitze des Benutzers gerichtete Ende der Fersenverstärkung angeordnet
ist, welches in der Regel als Gelenkbereich des Schuhwerks bezeichnet wird.
Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Schuhwerks wird der Schaft auf den
Leisten gezogen und mit Hilfe der durch z. B. die Führungsschlaufen 5 laufenden Zug
schnur 6 um den Leisten herum derart zusammengezogen, daß der Schaft sich paßge
nau der Oberfläche des Leistens anpaßt. Nach Auftragen eines Trennmittels auf die noch
verbliebene unverdeckte Leistenoberfläche erfolgt das Anspritzen des flüssigen Kunst
stoffsohlenmaterials von unten an den Leisten, wodurch eine sehr hohe Ausformung der
zum Schuhwerkinnenbereich zugewandten Oberfläche der Laufsohle 7 bzw. Anpassung
der Laufsohle 7 an die Oberfläche des Leisten ermöglicht wird zur Bereitstellung eines
mit einem orthopädisch hinreichend gestalteten Fußbett in wenigen Herstellungsschrit
ten produzierten wasserdichten erfindungsgemäßen Schuhwerks.
Noch mehr bevorzugt erweist sich ein textiles Flächengebilde 9, 11 als Mittel zur
Formgebung, welches von dem Kunststoffsohlenmaterial der Laufsohle 7 durchdrungen
ist. Das textile Flächengebilde kann Vlies, Filz, Wirkware, Gewebe, Gewirke etc. sein.
Überdies ist diese Ausführungsform von Nutzen, da aufgrund der dadurch bedingten
Auftrittsstabilität und Seitenstabilität eine ausgeglichene Statik des erfindungsgemäßen
Schuhwerks erreicht wird, welche ein einwandfreies Abrollen des Fußes gewährleistet
und aufgrund der fehlenden Verwendung von unporösen Schaftmaterialien - ohne Ein
griff in deren inneren Strukturen - eine hohe Belastbarkeit insbesondere bei der raschen
stoßartigen Beanspruchung der Laufsohle erlaubt, welche häufig bei Sportschuhen auf
tritt.
Die ausreichende Seitenstabilität wird hinzutretend dadurch noch gesteigert, daß
vorzugsweise im Spitzenbereich der Laufsohle 7 der untere Endbereich der Außen
schicht 1 mit dem textilen Flächengebilde 9 vernäht ist. Gerade bei Schuhwerk, welches
sehr hoher Beanspruchung insbesondere der Fußseitenführung unterliegt wie Berg-,
Wanderstiefel, Sportschuhe, kann die Seitenstabilität auch dadurch erhöht werden, daß
der untere parallel der Unterseite der Laufsohle 7 ausgerichtete Endbereich 2′ des La
minats 2 mit einem separaten textilen Flächengebilde 11 gekoppelt, z. B. vernäht, ist.
Hinzukommend ist festzustellen, daß die Seitenstabilität dieser Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Schuhwerks zusammen mit der besseren Haftung von seitlich an
geklebter oder angespritzter Laufsohle 7 und z. B. Anbringen von Fersenkappen 3 sich
deutlich erhöht, so daß das erfindungsgemäße Schuhwerk das beim Knick-Senkfuß zu
beobachtende Knicken des Fersenbeins infolge Senken des inneren Längsgewölbes und
damit einhergehend das seitwärts gerichtete Rutschen des Fußes des Benutzers beim
Auftreten je nach Deformität - e.g. nach außen oder nach innen - hilfreich gegenstützen
kann.
Dabei ist festzustellen, daß auch hierbei es sich bereits als genügend erwiesen hat,
wenn das textile Flächengebilde 9, 11 lediglich im Spitzenbereich mit dem unteren End
bereich des Laminats fest verbunden ist.
Zudem kann die Seitenstabilität bei Schuhwerken mit hoher Beanspruchung noch
durch das Anbringen von Hinterkappen 3 oder Seitenkappen, welche außen auf der
Außenschicht 1 geklebt und/oder vernäht anliegen können oder zwischen der Außen
schicht 1 und dem Laminat 2 geklebt und/oder vernäht angeordnet sind, gesteigert
werden.
Die zur Herstellung von herkömmlichen Schuhen erforderlichen zeit- und arbeitsin
tensiven Schritte wie Auflegen, Ausrichten und faltenfreies Flachlegen des Abstandshal
ters - gerade in den kritischen Zonen wie an der Fußspitze und im Fersenbereich - auf
das umgeschlagene Schaftmaterial, Perforieren von Schaftmaterial etc., wodurch die
Herstellungskosten des herkömmlichen Schuhs sich merklich erhöhen, entfallen bei der
Produktion des erfindungsgemäßen Schuhwerks dadurch, daß lediglich nach dem Auf
ziehen des Schaftmaterials und einfachem Auflegen des unteren Endbereichs des Lami
nats auf den Leisten ein Anspritzen oder Ankleben der Kunststoffsohle erfolgt. Dadurch
wird außerdem gewährleistet, den ungünstigen Umstand bei dem herkömmlichen Schuh
zu umgehen, daß die bei den herkömmlichen Schuhen massenherstellungsweise beding
ten, durch faltiges Auslegen der Abstandshalter hervorgerufenen Verbindungsfehlstellen
in der Verklebungszone mangelnde Wasserdichtigkeit hervorrufen.
Da das erfindungsgemäße Schuhwerk ein Laminat 2 enthält, welches eine wasser
dichte, aber wasserdampfdurchlässige Sperrschicht aufweist, zeichnet sich das erfin
dungsgemäße Schuhwerk hinzukommend durch einen hohen Tragekomfort aus, weil
die durch die Fußschwitzigkeit hervorgerufene Feuchtigkeit ohne weiteres vom Schuh
werkinnenbereich nach außen transportiert wird. Hierbei kann die Sperrschicht eine
Stützschicht z. B. ein textiles Flächengebilde wie Vlies, Filz, Wirkware, Gewebe, Ge
wirke sein, welches vorzugsweise mit dem wasserdichten wasserdampfdurchlässigen
Material beschichtet oder getränkt sein kann. Die Sperrschicht kann auch neben einer
oder mehreren Stützschichten zumindest eine Membran aus dem wasserdichten wasser
dampfdurchlässigen Material enthalten.
Zur Herstellung des wasserdichten wasserdampfdurchlässigen Materials kann man
verwenden die zur Formung einer mikroporösen polymeren Matrix geeigneten Polyme
re, welche umfassen Polyolefine, wie Polyethylen-Propylen-Copolymere, Polyethylen,
Terephthalate, Polycaprolactam, Polyvinylidenfluorid, Polybutylenterephthalat, Poly
estercopolymere und Polytetrafluorethylen. Das wasserdichte wasserdampfdurchlässige
Material kann eine Beschichtung oder Tränkung oder eine Membran mit Polymeren auf
Copolyetherester-Grundlage sein oder aus gerecktem Polytetrafluorethylen vorzugs
weise mit einer mikroporösen Polyurethan-Beschichtung (Gore-tex) sein.
Vorzugsweise werden als wasserdichtes wasserdampfdurchlässiges Material Polymere
auf Copolyetherestergrundlage (Sympatex) verwendet. Die Copolyetherester können
aus einer Vielzahl von wiederkehrenden intralinearen langkettigen und kurzkettigen
Estereinheiten bestehen, die statistisch über Esterbindungen Kopf an Schwanz ver
knüpft sind, wobei die langkettigen Estereinheiten der Formel
und die kurzkettigen Estereinheiten der Formel
entsprechen, worin G einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfer
nung von endständigen Hydroxylgruppen aus mindestens einem langkettigen Glykol ei
nes mittleren Molekulargewichts von 600 bis 6000 und eines Atomverhältnisses von
Kohlenstoff zu Sauerstoff zwischen 2,0 und 4,3 zurückbleibt, wobei mindestens 20
Gew.-% des langkettigen Glykols ein Atomverhältnis von Kohlenstoff zu Sauerstoff
zwischen 2,0 und 2,4 besitzen und 15 bis 50 Gew.-% des Copolyetheresters ausmachen,
R einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfernung von Carboxylgruppen aus
mindestens einer Dicarbonsäure eines Molekulargewichts von weniger als 300 zurück
bleibt, und D einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfernung von
Hydroxylgruppen aus mindestens einem Diol eines Molekulargewichts von weniger als
250 zurückbleibt, wobei mindestens 80 Mol-% der verwendeten Dicarbonsäure aus
Terephthalsäure oder ihren esterbildenden Äquivalenten und zumindest 80 Mol-% des
Diols mit dem kleinen Molekulargewicht aus 1,4-Butandiol oder dessen esterbildenden
Äquivalenten bestehen, die Summe der Molprozente der Dicarbonsäure, die keine
Terephthalsäure oder deren esterbildenden Äquivalente darstellt, und des Diols mit ei
nem kleinen Molekulargewicht, das kein 1,4-Butandiol oder dessen esterbildenden
Äquivalente darstellt, höchstens 20% beträgt und die kurzkettigen Estereinheiten 40-
80 Gew.-% des Copolyetheresters betragen.
Vorzugsweise können die Polymere ganz oder teilweise Copolyetherester sein,
worin mindestens 70 Mol-% der verwendeten Dicarbonsäure 2,6-
Naphthalindicarbonsäure oder deren Ester bildenden Äquivalente sind und bei dem
mindestens 70 Mol-% des verwendeten Diols mit einem kleinen Molekulargewicht 1,4-
Butandiol oder dessen esterbildenden Äquivalente ist und die Summe der Molprozente
der Dicarbonsäure, die keine 2,6-Naphthalindicarbonsäure oder deren Ester bildende
Äquivalente ist und des Diols mit einem kleinen Molekulargewicht, das kein 1,4-
Butandiol oder dessen Ester bildende Äquivalente ist, höchstens 30% beträgt und die
Estereinheiten mit kurzen Ketten 35 bis 80 Gew.-% des Copolyetheresters ausmachen.
Noch mehr bevorzugt sind die Polymere, die Copolyetherester sind, worin die aus
einer Vielzahl von wiederkehrenden intralinearen langkettigen und kurzkettigen
Estereinheiten bestehen, die statistisch über Esterbindungen Kopf an Schwanz ver
knüpft sind, wobei die langkettigen Estereinheiten der Formel
und die kurzkettigen Estereinheiten der Formel
entsprechen, wobei G einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfer
nung von endständigen Hydroxylgruppen aus mindestens einem langkettigen Glykol ei
nes mittleren Molekulargewichts von 600 bis 4000 und eines Atomverhältnisses von
Kohlenstoff zu Sauerstoff zwischen 2 und 4,3 zurückbleibt, wobei mindestens 20
Gew.-% des langkettigen Glykols ein Atomverhältnis von Kohlenstoff zu Sauerstoff
zwischen 2,0 und 2,4 besitzen und 15 bis 50 Gew.-% des Copolyetheresters ausmachen,
R einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfernung von Carboxylgruppen aus
mindestens einer Dicarbonsäure eines Molekulargewichts von weniger als 300 zurück
bleibt und D einen zweiwertigen Rest darstellt, der nach der Entfernung von Hydroxyl
gruppen aus mindestens einem Diol eines Molekulargewichts von weniger als 250 zu
rückbleibt, wobei mindestens 70 Mol-% der verwendeten Dicarbonsäure aus 2,6-
Naphthalindicarbonsäure oder ihrer esterbildenden Äquivalente besteht und mindestens
70 Mol-% des Diols mit dem kleinen Molekulargewicht aus 1,4-Butandiol oder dessen
esterbildenden Äquivalenten besteht und die Summe der Mol-% von der Dicarbonsäure,
die keine 2,6-Naphthalindicarbonsäure oder ihrer esterbildenden Äquivalente ist und
des Diols mit einem kleinen Molekulargewicht, das kein 1,4-Butandiol oder dessen
esterbildende Äquivalente ist, höchstens 30% beträgt und die Estereinheiten mit kurzen
Ketten 35 bis 80 Gew.-% des Copolyetheresters betragen.
Die in einer weiteren Ausführungsform verwendeten Copolyetheresterpolymer-
Membranen können eine Dicke von 10 µm oder 15 µm aufweisen und zeichnen sich
durch eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit von über 2700 g/m² (24 Stden. nach
ASTM E 96 66 Methode B modifiziert) aus.
Als Futterschicht kann eine Frotteeschicht, Ziegen-, Schaf-, Rind-, Schweinsleder
futterschicht, Samtschicht, Kamelhaarstoffschicht, gestrickte oder gewebte Fellschicht,
Gewebeschicht, vorteilhafterweise aus Baumwolle, Schurwolle, synthetische Fasern
und/oder regenierter und/oder modifizierter Cellulose verwendet werden.
Die Außenschicht 1 kann mindestens ein Vertreter der eine Lederschicht, Textil
schicht, textilartige Schicht und Gewebe umfassenden Gruppe sein. Möglich sind für
die Außenschicht als Obermaterial Segeltuch, Stoffe, Chintz, Everglaze, Frottierware,
Samt, Manchester, Kord, Velveton, Norzon, Ledertuch, Ledersamt, Duvertine, ge
stricktes oder gewirktes Gewebe, Satin, Fell, Fellimitation, Rauh-, Glatt-, Lackleder
oder geschliffenes, geprägtes, geschrumpftes oder gekrispeltes Leder.
Als Kunststoffsohlenmaterialien sind wasserdichte geeignet wie Gummi, Polyuret
han, Polyvinylchlorid und deren Derivate und Mischungen derselben.
Zudem zeigt es sich in einer vorteilhafte Ausführungsform, daß z. B. zwischen der
Sperrschicht und der Außenschicht 1 eine wärmedämmende Isolationsmaterialschicht
aufgebracht sein kann, welche wasserdampf- und luftdurchlässig aufgrund ihrer Porösi
tät ist.
Die o.g. Nachteile des Stands der Technik wie eingeschränkte Flexibilität, unzu
reichende Abrolleigenschaften, hohe Herstellungskosten und großer Zeitaufwand bei
der Herstellung werden sonach durch das erfindungsgemäße Schuhwerk für den Fach
mann unerwarteterweise in einer ausgewogenen Weise sonach gleichzeitig zumindest
stark reduziert.
Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es
zeigen aufgrund einer zeichnerischen Vereinfachung in schematischer, stark vergrö
ßernder Weise ohne Anspruch auf eine maßstabsgetreue Wiedergabe
Fig. 1 den Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Schuhwerk
mit aufgespritzter Laufsohle und mit Außenschicht verklebtem Laminat
Fig. 2 die Unteransicht des erfindungsgemäßen Schuhwerks
mit Führungsschlaufe ohne Laufsohle
Fig. 3 Ansicht auf den Querschnitt A-A von Fig. 2 im Spitzenbereich
des erfindungsgemäßen Schuhwerks
Fig. 4 die Vergrößerung des unteren Bereichs X des erfindungsgemäßen
Schuhwerks von Fig. 3 mit aufgespritzter Laufsohle und
Führungsschlaufe
Fig. 5 die Unteransicht des erfindungsgemäßen Schuhwerks
mit textilem Flächengebilde an Außenschicht ohne Laufsohle
Fig. 6 Ansicht auf den Querschnitt B-B von Fig. 5 im Spitzenbereich
des erfindungsgemäßen Schuhwerks
Fig. 7 die Unteransicht des erfindungsgemäßen Schuhwerks
mit textilem Flächengebilde an Außenschicht und Laminat
ohne Laufsohle
Fig. 8 Ansicht auf den Querschnitt C-C von Fig. 7 im Spitzenbereich
des erfindungsgemäßen Schuhwerks.
Nach Fig. 1 besteht das erfindungsgemäße Schuhwerk aus einer Wollfütterschicht
und einer Außenschicht 1 aus genarbtem Rindsleder. Als Laminat 2 wird in allen Aus
führungsbeispielen ein textiles Gewebe mit einer Stützschicht aus Polyester und einer
wasserdichten wasserdampfdurchlässigen Membran verwendet, die Copolyetherester
mit einer Vielzahl von wiederkehrenden intralinearen langkettigen und kurzkettigen
Estereinheiten enthält, die statistisch über Esterbindungen Kopf an Schwanz verknüpft
sind (Sympatex).
Die Außenschicht 1 ist mit dem Laminat 2 oberhalb des unteren Endbereichs 1′ der
Außenschicht 1 mittels eines wasserdampfdurchlässigen Klebers 4 verklebt. Das
Kunststoffsohlenmaterial aus Polyurethan wird, nachdem man den Schaft mit der Au
ßenschicht 1 und dem Laminat 2 über den Leisten gezogen und die restliche unverdeck
te Leistenoberfläche mit einem Trennmittel beschichtet hat, unter Druck und Hitze an
den Leisten derart gespritzt, daß eine innige Verklebung zwischen der Laufsohle 7 mit
dem unteren Endbereich 1′ der Außenschicht 1 unter Bildung einer Dichtlippe und der
der Unterseite der Laufsohle 7 zugewandten Seite (=Unterseite) des unteren Endbe
reichs 2′ des Laminats 2 erfolgt. Dabei ist der Übergang 8 vom unteren Endbereich 2′
des Laminats 2 zu der dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten Oberfläche der
Laufsohle 7 als stete Fläche ausgebildet.
Nach Fig. 2 bis Fig. 4 ist der untere Endbereich der Außenschicht 1 zum Schuh
werkinnenbereich unter Bildung einer Führungsschlaufe 5 zur Führung einer Zugschnur
6 umgeschlagen. Zwischen der Außenschicht 1 und dem Laminat 2 ist im umlaufenden
Fersenbereich eine Hinterkappe 3 angeordnet zur zusätzlichen Versteifung des Hinter
kappenbereichs des erfindungsgemäßen Schuhwerks. Nachdem der Schaft mit dem mit
der Außenschicht 1 zumindest im unteren Bereich des Schuhwerks - also unter Einspa
rung eines Verklebungsschritts - unverklebten Laminat 2 über den Leisten gezogen
worden ist, wird die Zugschnur 6 angezogen, deren Enden 6′ zu einem unlösbaren
Knoten verknotet und derart mit Kunststoffsohlenmaterial angespritzt, daß neben der
Unterseite gleichfalls auf der dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten Seite
(= Innenseite) des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 eine Lage 7′ aus Kunst
stoffsohlenmaterial aufliegt. Da das Laminat 2 auf seiner dem Schuhwerkinnenbereich
zugewandten Seite die Futterschicht aufweist, findet zwar keine innige Verklebung zwi
schen der Futterschicht und der Lage 7′ aus Kunststoffsohlenmaterial statt, jedoch zeigt
sich, daß diese Verbindung ausreicht, um eine trittfeste Auftrittsfläche für den Fuß des
Benutzers zu ermöglichen. Die Wasserdichtigkeit des Schuhwerkinnenbereichs wird be
reits durch die innige und wasserdichte Verklebung der Unterseite und des Randbe
reichs des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 mit dem Kunststoffsohlenmaterial
hinreichend gewährleistet.
Unter Randbereich wird hierbei der zur Sohlenlängsachse zugewandte Bereich des
unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 verstanden.
Nach Fig. 5 und Fig. 6 liegt an der zu dem Schuhwerkinnenbereich zugewandten
Kante des unteren Endbereichs der Außenschicht 1 ein textiles Flächengebilde 9 hier ein
Gewebe aus Polyester an, welches mittels einer Naht 10 mit der Außenschicht 1 ver
bunden ist. Um die Seitenstabilität darüber hinaus zu erhöhen, ist ein weiteres textiles
Flächengebilde 11 hier ein Gewebe aus Polyester an den Randbereich des unteren End
bereichs 2′ des Laminats 2 mittels einer Naht 12 vernäht. Zur Stabilisierung kann ein
solches textiles Flächengebilde 11, welches mit dem Endbereich 2′ des Laminats 2 ver
bunden ist, auch bei den in den Fig. 1 bis Fig. 4 dargestellten Ausführungsformen einge
setzt werden.
Durch das Anspritzen des flüssigen Kunststoffsohlenmaterials dringt das Kunst
stoffsohlenmaterial durch das Gewebe verklebt, bildet eine der Oberfläche des Leisten
angepaßte Oberseite aus und verklebt zudem innig mit dem Gewebe. Zur Erhöhung der
Seitenstabilität des wasserdichten Schuhwerks beim Abrollvorgang sind Hinterkappen 3
aus dünnem aber formstabilem elastischem Leder zwischen der Außenschicht 1 und
dem Laminat 2 eingenäht.
Es zeigt sich, daß bei den o.g. Ausführungsformen der Schuhwerkinnenbereich hin
reichend gegen das Eindringen von Wasser auch bei häufigem Abrollen des Schuhwerks
in wäßriger Umgebung abgedichtet ist, insbesondere dann, wenn als wasserdichtes was
serdampfdurchlässiges Material Polymere auf Copolyetherestergrundlage (Sympatex)
Verwendung finden.
Zudem zeigt sich, daß durch das zumindest an der Außenschicht 1 gekoppelte
textile Flächengebilde 9 (Fig. 5, und Fig. 6) zusammen mit der als Fußbett ausgeform
ten Oberseite der Laufsohle 7 und des unteren Endbereichs 2′ des Laminats 2 ein für
den Benutzer angenehmes Tragegefühl ohne Einschränkung hervorgerufen wird. Auch
erweist sich das erfindungsgemäße Schuhwerk ausreichend wasserdicht und in hervor
ragender Weise geeignet, die Fußfeuchtigkeit vom Schuhwerkinnenbereich nach außen
diffundieren zu lassen, so daß die durch Ansammlung von Feuchtigkeitsnestern häufig
anzutreffenden Pilz- und Bakterieninfektionen nicht feststellbar sind.
Claims (7)
1. Wasserdichtes Schuhwerk mit einem Schaft zumindest aus einer Außenschicht und
einem auf der Innenseite der Außenschicht angeordneten Laminat, das zumindest
eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Sperrschicht und eine Futterschicht
enthält, sowie mit einer Laufsohle, wobei zumindest ein Teil des unteren Endbe
reichs der Außenschicht im wesentlichen senkrecht zu der Unterseite der Laufsohle
ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Endbereich (2′) des
Laminats (2) im wesentlichen parallel zu der Unterseite der Laufsohle (7) ausge
richtet ist, die zum Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche des unteren
Endbereichs (2′) des Laminats (2) mit der zum Schuhwerkinnenbereich zugewand
ten, zu der Unterseite der Laufsohle (7) im wesentlichen parallelen Oberseite der
Laufsohle (7) eine stete Fläche bildet und die Sperrschicht des Laminats (2) in dem
zu der Unterseite der Laufsohle (7) im wesentlichen parallel ausgerichteten unteren
Endbereich (2′) des Laminats (2) und an der Endkante des Laminats (2) mit der
Laufsohle (7) wasserdicht verbunden ist, wobei der untere Endbereich (1′) der Au
ßenschicht (1) mit dem Laminat (2) ausschließlich über die Laufsohle (7) verbun
den ist.
2. Wasserdichtes Schuhwerk mit einem Schaft zumindest aus einer Außenschicht und
einem auf der Innenseite der Außenschicht angeordneten Laminat, das zumindest
eine wasserdichte, wasserdampfdurchlässige Sperrschicht und eine Futterschicht
enthält, sowie mit einer angespritzten Laufsohle, wobei zumindest ein Teil des un
teren Endbereichs der Außenschicht im wesentlichen senkrecht zu der Unterseite
der Laufsohle ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Endbe
reich (2′) des Laminats (2) im wesentlichen parallel zu der Unterseite der
Laufsohle (7) ausgerichtet ist, der untere Endbereich (2′) des Laminats (2) beidsei
tig von einem Kunststoffsohlenmaterial der Laufsohle (7) umfaßt ist und die zum
Schuhwerkinnenbereich zugewandte Oberfläche der Laufsohle (7) eine stete Fläche
(7′) bildet, wobei der untere Endbereich (1′) der Außenschicht (1) mit dem Lami
nat (2) ausschließlich über die Laufsohle (7) verbunden ist.
3. Wasserdichtes Schuhwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schuhwerk eine angespritzte Laufsohle (7) aufweist, wobei die Außenschicht
(1) in ihrem unteren Endbereich (1′) Mittel zur Formgebung des unteren Bereichs
der Außenschicht (1) zumindest im Spitzenbereich der Laufsohle (7) umfaßt, wel
ches mit der Außenschicht (1) verbunden ist.
4. Wasserdichtes Schuhwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Mittel zur Formgebung eine Führungsschlaufe (5) mit einer Zugschnur (6) ist.
5. Wasserdichtes Schuhwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füh
rungsschlaufe (5) eine Naht oder eine angenähte Schlaufe ist.
6. Wasserdichtes Schuhwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an
genähte Schlaufe durch ein Umschlagen des unteren Endbereichs (1′) der Außen
schicht (1) ausgebildet ist.
7. Wasserdichtes Schuhwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Mittel zur Formgebung (5, 6) ein textiles Flächengebilde ist,
welches von dem Kunststoffsohlenmaterial der Laufsohle (7) durchdrungen ist.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995107210 DE19507210C1 (de) | 1995-03-02 | 1995-03-02 | Wasserdichtes Schuhwerk mit hohem Tragekomfort |
| DE59605972T DE59605972D1 (de) | 1995-03-02 | 1996-02-17 | Schuhwerk mit Laminateinbettung in Sohlenspritzmasse |
| EP96102408A EP0729716B1 (de) | 1995-03-02 | 1996-02-17 | Schuhwerk mit Laminateinbettung in Sohlenspritzmasse |
| AT96102408T ATE196831T1 (de) | 1995-03-02 | 1996-02-17 | Schuhwerk mit laminateinbettung in sohlenspritzmasse |
| US08/607,039 US5732479A (en) | 1995-03-02 | 1996-02-26 | Shoe with laminate embedded in spray-moulded compound sole |
| JP8045156A JPH08242902A (ja) | 1995-03-02 | 1996-03-01 | ソール射出成形材料にラミネート埋込み体を備えた靴製品 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995107210 DE19507210C1 (de) | 1995-03-02 | 1995-03-02 | Wasserdichtes Schuhwerk mit hohem Tragekomfort |
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|---|---|
| DE19507210C1 true DE19507210C1 (de) | 1996-10-10 |
Family
ID=7755401
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995107210 Expired - Fee Related DE19507210C1 (de) | 1995-03-02 | 1995-03-02 | Wasserdichtes Schuhwerk mit hohem Tragekomfort |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19507210C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0916275A2 (de) | 1997-11-10 | 1999-05-19 | Akzo Nobel N.V. | Wasserdichter Schuh mit Innenschaftverlängerung |
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| DE3815634A1 (de) * | 1988-05-07 | 1989-11-16 | Akzo Gmbh | Laminate aus textilen flaechengebilden und atmungsaktiven folien |
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- 1995-03-02 DE DE1995107210 patent/DE19507210C1/de not_active Expired - Fee Related
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