DE19507939A1 - Zweistufiger gepulster Mehrwellenlängen-Laser für die Medizin - Google Patents
Zweistufiger gepulster Mehrwellenlängen-Laser für die MedizinInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Laserstrahlung in ausreichender
Nähe des Operationsfeldes, speziell zum Abtragen von Zahnhartsubstanz, Knochen- und Weichge
webe. Die Anwendung von Laserstrahlung in der Medizin, besonders in der Zahnheilkunde, erfordert
das Beherrschen ausgewählter, auch augensicherer Wellenlängen, vorrangig in den Bereichen 2,6 bis
3,1 µm und 0,9 bis 2,1 µm. Das Verfahren ist aber auch für andere Wellenlängenbereiche anwend
bar, die für medizinische oder technische Aufgabenstellungen von Interesse sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Transformation einer Pumplaserwellenlänge andere
behandlungsspezifische Laserwellenlängen zu erzeugen und sowohl die eine als auch die anderen
durch einfachen Wechsel eines Führungshandstücks einer Behandlungsapparatur für Applikationen
verfügbar zu machen, ohne dabei einen komplizierten mechanisch-optischen Strahlführungsmecha
nismus in Bewegung setzen zu müssen.
Fig. 1 zeigt schematisch die erfindungsgemäße Anordnung.
In der ersten Stufe wird eine ausgewählte Laserstrahlung an das auswechselbare Führungshandstück
der Behandlungsapparatur herangeführt. Diese Laserstrahlung wirkt auf das durch Dotierung spezi
fisch sensibilisierte und aktivierte Wandlermedium als Pumplichtquelle. Der jeweilige Wandler im
Führungshandstück wirkt dann selbst als Laser und erzeugt die zur Behandlung effektive, auch au
gensichere Laserstrahlung einer anderen, behandlungsspezifisch geforderten Wellenlänge.
Das Verfahren erstreckt sich im weitesten Sinne auf mehrstufige Strahlungswandlungslaser für medi
zinische Applikationen, die eine wechselhafte Laserstrahlung spezieller, mehrerer unmittelbar indu
zierbarer Wellenlängen erfordern, auch solcher, für die die Verwendung bekannter langer flexibler
Lichtwellenleiter entweder infolge zu hoher Strahlungsabsorption oder Sprödigkeit nicht geeignet ist.
Verfahren und Vorrichtung bieten sich im Wellenlängenbereich um 3 µm besonders für zahnmedizini
sche Applikationen an, auf die das vorliegende Verfahren besonders ausgerichtet wurde.
Für die Ablation von Zahnhartsubstanz, vor allem kariöser Kavitäten des Dentins, kann bekannter
maßen mit guter Effektivität und ohne Schaden für die umgebende Zahnsubstanz die Strahlung eines
Erbiumlasers der Wellenlänge 2,69 µm gleichwertige Ergebnisse erzielt werden. Beide Wellenlängen
befinden sich in einem Bereich gleicher Absorptionseigenschaften der Zahnsubstanz, was vor allem
auf den Wassergehalt zurückgeführt wird. Deshalb wird davon ausgegangen, daß jede in diesem
Wellenlängenbereich erzeugbare Laserstrahlung zu gleichwertigem Ergebnis führt. Die Schwierigkeit
besteht vor allem im Heranführen der Laserstrahlung dieses Wellenlängenbereichs an die Behand
lungsstelle. Das läßt sich nur bedingt über einen Lichtwellenleiter realisieren.
Die bekannten verwendbaren Fasern aus wasserarmen Quarzglas weisen im genannten 3-µm-
Bereich eine mit dem Ansteigen der Wellenlänge zunehmende Absorption auf. So ist für die 2,94-µm-
Laserstrahlung real nur eine sehr kurze Faser (wenige cm) transparent, während die 2,69-µm-
Strahlung noch gut 50 bis 70 cm Faserlänge passieren kann.
Bis zur Ankoppelstelle der Faser wird deshalb die Strahlung über ein mehr oder weniger kompliziertes
mechanisch-optisches Strahlführungssystem geleitet.
Obwohl es mehrere verschiedene Vorrichtungen zur Zahnbehandlung mit Laser gibt, hat sich der
Laser in der Zahnheilkunde noch nicht allseitig durchgesetzt. Ein gewichtiger Grund dafür ist sicher
auch in dem noch recht massiven Laserkopf mit seiner leistungsstarken Pumplichtquelle und dem
Flüssigkeitskühlsystem in Nähe der Behandlungsstelle, gekoppelt an das mechanisch-optische
Strahlführungssystem zu suchen.
Beispielhaft werden die folgenden Offenlegungsschriften genannt.
DE 42 11 233 Kaltenbach & Voigt GmbH & Co, Zahnärztliches Laser-Behandlungsgerät
DE 42 11 234 Kaltenbach & Voigt GmbH & Co, Zahnärztliches Laser-Behandlungsgerät
DE 40 30 240 A1 Steiger, Erwin: "Chirurgischer Festkörperlaser".
Ziel der Erfindung ist es, die negativen Effekte der mechanisch-optischen Strahlführung zu umgehen
und die für die Zahnmedizin bzw. für andere Anwendungsgebiete behandlungsspezifische Laserstrah
lung in unmittelbarer Nähe der Applikationsstelle in einer zweiten Laserstufe, in einem sogenannten
"Wandlerlaser" geringer Abmessungen zu erzeugen, wodurch wechselseitig austauschbar unter
schiedliche Laserwellenlängen aus einer Behandlungsapparatur verfügbar gemacht werden können.
Erfindungsgemäß wird die zum Abtragen von Zahnhartsubstanz bedeutungsvolle Laserstrahlung im
Wellenlängenbereich um 3 µm unmittelbar im Führungshandstück des behandelnden Arztes erzeugt,
indem ein Wandlermedium die speziell gewählte Laserstrahlung einer zugeführten Wellenlänge in
Laserstrahlung der geforderten abzugebenden anderen Wellenlänge transformiert.
Dieser Wandlerlaser, in dem die gewünschte Laserstrahlung erzeugt wird, muß seine Pumpenergie
von einem anderen Laser erhalten, der mit einer Wellenlänge strahlt, welche sich zum Beispiel gut
durch einen hinreichend langen flexiblen Lichtwellenleiter aus Quarzglas an den Wandler heranführen
läßt.
Der Pumplaser, der auf konventioneller Art von einer Pumplichtquelle angeregt wird, kann zusammen
mit dem Kühlkreislauf und der Stromversorgung aus dem Behandlungsraum des Arztes verbannt
werden. Dieses Verfahren ermöglicht die Verwendung von billigen bekannten technischen Lösungen
der bereits als konventionell zu bezeichnenden Lasertechnik.
Erfindungsgemäß ist es auch möglich, die Pumpenergie aus Halbleiterlaserdioden zu gewinnen und
sie direkt in das Wandlermedium einzukoppeln, was somit zu einer erheblichen Reduzierung des
sonst üblichen Energieverbrauchs, zur Einsparung des Lichtwellenleiters und zur Verringerung der
Abmessungen im Vergleich zu einer konventionellen Pumplichtquelle führt.
Bekannt ist bereits eine stattliche Anzahl durch Dotierung sensibilisier- und aktivierbarer Medien für
die zweite Laserstufe, in der durch Wandlung des Laserpumplichts der ersten Stufe die 3-µm-
Strahlung erzeugt werden kann.
In der beigefügten Tabelle ist eine gewisse Auswahl solcher Medien zusammengestellt, die sich erfin
dungsgemäß zur Lösung der gestellten Aufgabe eignen.
Die in der Tabelle genannten Medien enthalten dabei als Aktivator jeweils Ionen eines Elements der
folgenden drei Seltenen Erden: Erbium (Er), Holmium (Ho) oder Dysprosium (Dy). Die Anregung er
folgt entweder auf direktem Wege oder über die Absorptionsbande (0,9-1 µm) des als Sensibilisator
verwendeten Ytterbium (Yb).
Erfindungsgemäß besitzen solche Wandlerlaser einen großen Querschnitt des Übergangs der indu
zierten Emission 10-20 cm, was geringe Abmessungen des Kristalls bewirkt. Wechselprozesse zum
Beispiel in der Bande ⁵|₆→⁵|₇ des Holmium-Ions zwischen dem induzierten Niveau und dem Grund
zustand, die sich gewöhnlich zwischen effektiver Sensibilisierung der Besetzung des oberen Zustands
und intensiver Rekonversion in den Grundzustand bewegen, wirken jedoch begrenzend auf die Ener
gieausbeute vom jeweiligen Übergang.
Unter Nutzung der Absorptionsbande des ebenfalls im Stab vorhandenen Ytterbiums kann eine effek
tive Sensibilisierung des oberen Laserniveaus des Übergangs ⁵|₆→⁵|₇ des Holmium-Ions bewirkt
werden.
Die Langlebigkeit des Grundzustands wirkt dem Lasereffekt jedoch schädlich entgegen.
Erfindungsgemäß wird ein Coaktivator zum Quenchen dieser Langlebigkeit des Grundzustands zu
sätzlich dotiert eingebracht, um so eine nutzbare Energieausbeute zu erreichen.
Bei richtiger Wahl der Komponenten eines Wandlermedium kann man eine wirksame Kombination
aus einem holmium-, erbium- oder dysprosiumdotiertem Laserstab, einer Pumplaserwellenlänge,
einem Sensibilisator und einem Coaktivator zum Quenchen der Langlebigkeit des jeweils unteren
Laserniveaus (Grundzustands) einer aktivierbaren Bande so definieren, daß im Wandlermedium die
jeweils geforderte Strahlung, zum Beispiel im Bereich um 3 µm, erzeugt wird.
Ein optimales Wandlermedium ist die Grundvoraussetzung zur Schaffung eines gepulsten handlichen
3 µm-Strahlung-Lasers für eine unschädliche hartsubstanzabtragende Zahnbehandlung.
Erfindungsgemäß ermöglicht das Verfahren durch einfachen Wechsel der Führungshandstücke eine
einfache Laserkombination, bei der auch die Pumplaserwellenlänge für andere Behandlungsaufgaben
verfügbar sein kann.
Wie aus der folgenden Tabelle zu entnehmen ist, ermöglichen Pumplaser mit einer der Wellenlängen
0,79; 1,047; 1,054; 1,08; 1,12 und 1,54 µm die Anregung einer Laserstrahlung im Bereich um 3 µm
mit einer der folgenden Wellenlängen: 2,79; 2,81; 2,82; 2,83; 2,85; 2,90; 2,92; 2,97 und 3,02 µm.
Mit den Kristallen BaYb₂F₈ : Ho und LiYbF₄ : Ho verfügt man über Medien mit niedrigem Anre
gungsschwellwert, wenn man die Pumpstrahlung 1,047 µm des Nd-YLF-Lasers zusammen
mit der Absorptionsbande des Ytterbium-Ions einsetzt, um eine Laserstrahlung der Wellen
länge 2,90 µm zu induzieren. Zur Erzeugung einer Strahlungsenergie von 300-500 mJ ist
ein Wandlervolumen von 3-5 cm³ erforderlich.
Im direkten Verfahren wird das obere Niveau ⁵|₆ des Holmium-Ions in YAlO₃ : Ho-Kristallen mit der
Pumpstrahlung 1,08 µm des Nd : YAlO₃ angeregt. Die niedrige Absorption der Pumpstrahlung im
Wandlermedium erfordert eine spezielle Sensibilisierung, um die Laserstrahlung der Wellenlänge
2,92 µm zu induzieren. Dieses Verfahren erfordert den Einsatz eines gewählt dotierten Coaktiva
tors zum Quenchen des unteren Laserniveaus, um zur entsprechenden Verbesserung der Energie
ausbeute zu gelangen.
Dzharow u. a.: Gepulste Photometrie der Absorption der YAG:Er3+- und CO₂-Laserstrahlung
durch biologische Gewebe
/2/ Hibst R., Keller U. Experimental studies of the application of the Er:YAG laser on dental hard
substances: I. Measurement of the ablation rate. "Lasers in Surgery and Medicine", 1989, 9, 338-339.
/3/ Keller U., Hibst R. Experimental studies of the application of the Er:YAG laser on dental hard substances: II. Light microscopic and SEM investigation. "Lasers in Surgery and Medicine", 1989, 9, 345-351.
/4/ Keller U., Hibst R. Ultrastructural changes of enamel and dentin following Er:YAG laser radiation on teeth. "Laser Surgery: Advanced Characterization, Therapeutics and Systems II", 1990, Proc. SPIE, V.1200, 408-415.
/5/ Keller U., Hibst R. Tooth pulp reaction following Er:YAG laser application. "Laser in Orthopedic, Dental and Veterinary Medicine", 1991, Proc.SPIE, V.1424, 127-133.
/6/ Keller U., Raab W.H.M., Hibst R. Die Pulpreaktion während der Bestrahlung von Zahnhartsub stanzen mit dem Erbium-YAG-Laser. "Dtsch. Zahnärztl. Z.", 1991, 46,158-160.
/3/ Keller U., Hibst R. Experimental studies of the application of the Er:YAG laser on dental hard substances: II. Light microscopic and SEM investigation. "Lasers in Surgery and Medicine", 1989, 9, 345-351.
/4/ Keller U., Hibst R. Ultrastructural changes of enamel and dentin following Er:YAG laser radiation on teeth. "Laser Surgery: Advanced Characterization, Therapeutics and Systems II", 1990, Proc. SPIE, V.1200, 408-415.
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/6/ Keller U., Raab W.H.M., Hibst R. Die Pulpreaktion während der Bestrahlung von Zahnhartsub stanzen mit dem Erbium-YAG-Laser. "Dtsch. Zahnärztl. Z.", 1991, 46,158-160.
Bagdassarow u. a.: Verfahren der Laserbiophysik und ihre Anwendung in der Medizin
Antipenko u. a.: Spektroskopische Aspekte des Lasermediums YAG:Cr,Tm,Er
Mak u. a.: Einwirkung der 2,69-µm-Laserstrahlung auf Hart- und Weichgewebe der Mundhöhle.
Ausgangspunkte und Untersuchungsergebnisse. Internationales Laserseminar 1993, Sankt Pe
tersburg.
Bezugszeichenliste
1 Dotiertes Wandlermedium im Führungshandstück
2 Auswechselbares Führungshandstück
3 Lange flexible Lichtleitfaser aus Quarzglas zur Verbindung mit dem Pumplaser
4 Externer Pumplaser mit Stromversorgung, und Kühlkreislauf
5 Kurze Lichtleitfaser für behandlungsspezifische Strahlung, z. B. 2,92-µm-Strahlung
2 Auswechselbares Führungshandstück
3 Lange flexible Lichtleitfaser aus Quarzglas zur Verbindung mit dem Pumplaser
4 Externer Pumplaser mit Stromversorgung, und Kühlkreislauf
5 Kurze Lichtleitfaser für behandlungsspezifische Strahlung, z. B. 2,92-µm-Strahlung
Claims (7)
1. Zweistufiges Verfahren zum Betreiben eines gepulsten Mehrwellenlängen-Lasers für die Medi
zin, vornehmlich zum Abtragen von Zahnhartsubstanz, Knochen- und Weichgewebe dadurch
gekennzeichnet, daß die geforderte behandlungsspezifische Wellenlänge unmittelbar in einem
speziell dotierten Wandlermedium im auswechselbaren Führungshandstück einer Behandlungs
apparatur durch Transformation der zugeführten Wellenlänge erzeugt wird, wobei als erste Stufe
die Pumplaserstrahlung auf verschiedener Weise erzeugt und unmittelbar an das Behandlungs
feld oder an das Wandlermedium herangeführt werden kann und in der zweiten Stufe das
Wandlermedium selbst als Laser wirkt und die zur Behandlung jeweils effektive Strahlung einer
anderen Wellenlänge abgibt.
2. Wandlermedium nach Anspruch 1 auf der Basis eines holmium-, erbium- oder dysprosiumdotier
ten und speziell sensibilisierten Laserstabs, dadurch gekennzeichnet, daß er zusätzlich mit ei
nem Coaktivator dotiert wird, um die Langlebigkeit des unteren Zustands des wirksamen La
serübergangs und die dadurch bedingte intensive Rekonversion zu quenchen und somit eine hin
reichende Energieausbeute zu gewinnen.
3. Wandlermedium nach Anspruch 1 auf der Basis von Laserstäben mit niedrigen Anregungs
schwellwerten dadurch gekennzeichnet, daß unter Ausnutzung der sensibilisierenden Ytterbium-
Ionen schon bei kleinen Abmessungen des Wandlermediums (ca. 5 cm³) eine Laserstrahlung
hinreichender Energieausbeute (ca. 0,5 Joule) für eine Zahnbehandlung erzeugt werden kann.
4. Wandlermedium nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß es innerhalb der Abmessungen
des Führungshandstücks einer Behandlungsapparatur eingebaut werden kann, um die jeweils
effektive Wellenlänge zu erzeugen und somit dem Arzt ein flexibles und handliches Behand
lungsinstrument verfügbar zu machen.
5. Führungshandstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es austauschbar ist und
durch Wechseln der Handstücke Laserstrahlung verschiedener Wellenlängen erzeugt und somit
auch direkt die dem Wandlermedium zugeführte Pumplaserstrahlung verwendet werden kann,
um verschiedenen Anforderungen der operativen Behandlungen zu genügen.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumplaserstrahlung für Arzt und
Patienten entweder in gefahrloser Entfernung bzw. außerhalb des Behandlungsraumes erzeugt
und über einen bekannten und leicht verfügbaren, flexiblen Lichtwellenleiter aus wasserfreiem
Quarzglas bis zum Wandlermedium im Handstück über mehrere Meter herangeführt werden
kann, oder daß als Pumplichtquelle Halbleiter-Laserdioden verwendet werden können, die direkt
an den Wandler gekoppelt sind.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum direkten Heranführen des La
serstrahls aus dem Wandlerlaser an das Operationsfeld bei der Zahnbehandlung nur ein kurzes
austauschbares Stück flexibler Lichtleitfaser erforderlich ist, deren Dicke und Form behand
lungsspezifisch gewählt werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19507939A DE19507939A1 (de) | 1995-02-24 | 1995-02-24 | Zweistufiger gepulster Mehrwellenlängen-Laser für die Medizin |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19507939A DE19507939A1 (de) | 1995-02-24 | 1995-02-24 | Zweistufiger gepulster Mehrwellenlängen-Laser für die Medizin |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19507939A1 true DE19507939A1 (de) | 1996-08-29 |
Family
ID=7755861
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19507939A Withdrawn DE19507939A1 (de) | 1995-02-24 | 1995-02-24 | Zweistufiger gepulster Mehrwellenlängen-Laser für die Medizin |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19507939A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19709861A1 (de) * | 1997-03-11 | 1998-09-24 | Vitcon Projektconsult Gmbh | Einrichtung zur Ablation von Material mit Hilfe von Laserstrahlung |
| DE19910408A1 (de) * | 1999-03-02 | 2001-02-22 | Jochen Liebetruth | Verfahren zur Überwachung von Grenzflächen faseroptischer Lichtleiter |
| DE10041421A1 (de) * | 2000-08-23 | 2002-03-21 | Joerg Meister | Medizinisches Laserbehandlungsmodul |
| DE102006031356A1 (de) * | 2006-07-06 | 2008-01-10 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Vorrichtung zum lokalen Abtrag von menschlichem oder tierischem Knochenmaterial |
| US11202674B2 (en) | 2018-04-03 | 2021-12-21 | Convergent Dental, Inc. | Laser system for surgical applications |
-
1995
- 1995-02-24 DE DE19507939A patent/DE19507939A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19709861A1 (de) * | 1997-03-11 | 1998-09-24 | Vitcon Projektconsult Gmbh | Einrichtung zur Ablation von Material mit Hilfe von Laserstrahlung |
| DE19709861C2 (de) * | 1997-03-11 | 1999-04-01 | Vitcon Projektconsult Gmbh | Einrichtung zur Ablation von Material mit Hilfe von Laserstrahlung |
| US6235017B1 (en) | 1997-03-11 | 2001-05-22 | Vitcon Projektconsult Gmbh | Device for ablation of material by means of laser radiation |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |