DE19506136C2 - Längenverriegelungseinrichtung für Eisenbahn-Behältertragwagen - Google Patents
Längenverriegelungseinrichtung für Eisenbahn-BehältertragwagenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungseinrichtung für Eisenbahn-Behältertragwagen
mit teleskopierbarer Ladelängenverstelleinrichtung gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches.
Es sind bereits Verriegelungseinrichtungen an Fahrzeugen mit teleskopierbaren
Ladelängenverstelleinrichtungen bekannt.
So wurde in der Patentschrift US 52 16 956 ein Eisenbahn-Sattelanhängerzug mit einem
lösbaren ersten Drehgestell und einem zweiten mit einer Ladeplattform mit
längenveränderlichem Mittellangträger dargestellt. Zwei Mittellangträgerteile sind teleskopartig
zusammengesteckt. Dabei ist eine handbetätigte Steckbolzenverbindung vorgesehen, die über
eine Lochreihe in beiden Teilen des Mittellangträgers durch das Einführen eines vertikalen
Steckbolzens von Hand bewerkstelligt wird. Diese bekannte Lösung ist im Handling
zeitraubend und nicht geeignet für eine Verriegelung aus der Bewegung heraus und auch nicht
für eine Automatisierung des Verriegelungsprozesses.
Aus der älteren, nicht veröffentlichten DE 44 01 706 A1 ist ebenfalls eine teleskopierbare
Ladelängenverstelleinrichtung bekannt geworden, bei welcher zwischen zwei Drehgestellen ein
dreiteiliger, im Beladeprozeß längenanpaßbarer Mittellangträger (bzw. Kuppelstange)
verwendet wird.
Es wird dabei in Fig. 1a und 8 die Längenverriegelungseinrichtung gezeigt. Hier werden zur
Verbindung der Teleskopteile Kupplungsschalen vorgeschlagen, die in auf der Kuppelstange
befestigten Einrastringe eingreifen. Diese Lösung ist ebenfalls nicht geeignet für einen schnellen
kraftschlüssigen Verriegelungsprozeß aus der Bewegung heraus. Die Einrichtung ist schwer
und aufwendig und ist gleichfalls nicht für einen Automatisierungsprozeß geeignet.
In der DE 38 00 253 A1 wird eine Längenverriegelungseinrichtung gezeigt, bei der die
teleskopierbare Einrichtung über die gesamte Verstellänge eine Zahnschiene aufweist, in die
ein über Keilstücke betätigtes Zahnschienen-Klemmsegment eingreift und beide Teile
verriegelt. Diese Ausführung ist vorzugsweise für sehr kurze Längenabstufungen geeignet. Da
ein sofortiges sicheres Einrasten der Zähne nicht lückenlos in jeder Stellung gegeben ist,
sondern ein Auftreffen der Zahnkronen aufeinander gleichfalls vorkommen kann, ist die
Lösung nur für geringe Kräfte und für einen individuell handbetätigten Verriegelungsvorgang
geeignet. Für eine automatisierte Betätigung und Verriegelung aus der Bewegung heraus bei
einem durch die Lok zusammendrückenden oder auseinanderziehenden Mittellangträger ist
dieses Prinzip bei einem hohen Aufwand aber schadanfällig und läßt Störungen erwarten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelungseinrichtung für zum Zwecke der
Ladelängenanpassung teleskopierbar ausgeführte Langträger von Eisenbahn-
Behältertragwagen zu schaffen, welche geeignet ist für ein sicheres und schnelles Verriegeln
relativ großer Massen aus der gegenläufigen Bewegung heraus und ein einfaches und
zeitsparendes Handling und eine gute Automatisierungsmöglichkeit sicherstellt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruches gelöst.
Durch das rechtzeitige Einleiten des Lösens der geöffneten Verriegelungszapfen und
Aufsetzen derselben auf die Wandung des Mittellangträgersteges und des darauf Gleitens
infolge der Anordnung der Näherungsschalter in einem Sicherheitsabstand "a" vor und nach
dem Verriegelungszapfen, ist ein sicheres Einrasten der Zapfen in die vorgesehene
Einrastöffnung gegeben. Dadurch ist die erfindungsgemäß aufgebaute
Verriegelungseinrichtung für einen schnellen und kraftschlüssigen aus der Bewegung heraus
eingeleiteten sicheren Verriegelungsvorgang geeignet. Die Bewegung entsteht beispielsweise
durch das Zusammendrücken oder Auseinanderziehen der teleskopierbaren Wagenteile durch
eine Lokomotive unter Aufwendung großer Längskräfte infolge des notwendigen Bewegens
ganzer angrenzender Wagengruppen.
Durch die symmetrische paarweise Anordnung der Verriegelungszapfen mit den Druckfedern
und der Übertotpunktstellung der Kniehebel in Zusammenwirken mit dem Arbeitszylinder,
wird das Betätigungssystem sicherheitstechnisch komplettiert.
Bei einem automatisierten Steuerungs- und Kontrollprozeß über ein Zug-Bus-System ist aus
Sicherheitsgründen auch vorgesehen, über die vorgeschlagene Verwendung von
Endstellungsnäherungsschaltern am Arbeitszylinder nach der vollständigen Verriegelung der
Teile die Freigabe einer "Wegfahrsperre" zu ermöglichen, d. h. das Schließen der
Bremshauptluftleitung vorzunehmen und die Fahrbereitschaft herzustellen und anzuzeigen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
Nachfolgenden näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Horizontalschnitt durch eine Ladelängenverstelleinrichtung
mit einer Verriegelungseinrichtung.
Auf dem äußeren Rohr der teleskopierbaren Langträger 1 sind seitlich und paarweise
gegenüber je eine Verriegelungseinrichtung 2 angeordnet. Die Verriegelungszapfen 3
verbinden die teleskopierbaren Träger 1 kraftschlüssig, indem sie in die in definierten
Abständen angeordneten Einrastöffnungen 11 eingreifen. Soll die Ladelänge verändert werden,
so wird der Arbeitszylinder 4, gesteuert von einem Speicherprogrammiersystem über einen
Zug-Bus, mit Druckluft belegt, bewegt damit den Kniehebel 7, und über das Gestänge 5 wird
der Verriegelungszapfen 3 in die Lösestellung gezogen. Durch die Übersetzung infolge der
Kniehebelwirkung werden dabei besonders große Löse- sowie auch Verriegelungskräfte
erzeugt und die Druckfeder 6 gespannt. Mit dem Überfahren des Näherungsschalters 9 über
die definierten Einrastöffnungen 11 löst dieser Schalter die Betätigung des Arbeitszylinders 4
aus, und die Verriegelungszapfen 3 setzen auf die Wandung des Mittellangträgers auf und
drücken in Erwartung der Einrastöffnung 11 durch die Kraft des Arbeitszylinders 4 und die der
Druckfeder 6 gleitend auf der Wandung des inneren Rohres. Durch die Keilförmigkeit und die
Größe der Anpreßkraft ist auch bei relativ schnellen Bewegungen ein sicheres Einrasten
gegeben. In der Einraststellung sorgt die Druckfeder 6 und die Übertotpunktstellung 8 für eine
sichere Verriegelung der Teile der Ladelängenverstelleinrichtung. Die Arbeitszylinder weisen je
zwei Endstellungsnäherungsschalter 10 auf, die die jeweilige Endstellung des Arbeitskolbens
signalisieren.
Claims (1)
- Verriegelungseinrichtung für zum Zwecke der Ladelängenanpassung teleskopierbar ausgeführte Langträger von Eisenbahn-Behältertragwagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung (2) aus paarweise an den teleskopierbaren Langträgern (1) angeordneten keilförmigen Verriegelungszapfen (3) besteht, welche betätigbar über Arbeitszylinder (4) und Gestänge (5) ausgebildet sind und als Sicherheitselemente die Druckfedern (6) und die Kniehebel (7) des Gestänges (5) mit Übertotpunktstellung (8) aufweisen, und daß zur Einleitung des rechtzeitigen Lösens und nachfolgenden Einrastens der geöffneten keilförmigen Verriegelungszapfen (3) vor und nach der Verriegelungseinrichtung (2) mit einem Sicherheitsabstand (a) Näherungsschalter (9) in dem teleskopierbaren Langträger (1), die auf die Einrastöffnungen (11) für die Verriegelungszapfen (3) reagieren, angeordnet sind und daß die Arbeitszylinder (4) Endstellungsnäherungsschalter (10) aufweisen, die nach dem Erreichen der vollständigen Verriegelung eine Wegfahrsperre für die Tragwageneinheit freischalten.
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