DE19506107A1 - Verwendung von Esterderivaten zur fettenden Ausrüstung von Leder - Google Patents
Verwendung von Esterderivaten zur fettenden Ausrüstung von LederInfo
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- C14C9/00—Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C69/00—Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
- C07C69/02—Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen
- C07C69/22—Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen having three or more carbon atoms in the acid moiety
- C07C69/30—Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen having three or more carbon atoms in the acid moiety esterified with trihydroxylic compounds
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Description
Die Erfindung betrifft die Verwendung spezieller Derivate von Triglyceriden
(Fetten und Ölen), wobei die Triglyceride auch Partialglyceride und freie Fettsäuren
enthalten können, zur fettenden Ausrüstung von Leder. Die erfindungsgemäßen De
rivate sind erhältlich durch Umsetzung der genannten Triglyceride mit mindestens
einem Polyethylenglykol nebst einer anschließenden Sulfierung der dabei primär
erhaltenen Umsetzungsprodukte. Die als Rohstoffe einzusetzenden Triglyceride
sollen bei Raumtemperatur flüssig sein, jedoch obligatorisch einen Gehalt an festen
Bestandteilen aufweisen.
die mit Abstand wichtigste Gruppe von Fettungsmitteln sind die anionischen. Sie
umfaßt sulfatierte, sulfitierte, sulfonierte und sulfochlorierte Öle. Die klassische
Sulfatierung erfolgt dabei mit konzentrierter Schwefelsäure. Beispiele für Mittel zur
fettenden Ausrüstung von Leder, die nach diesem klassischen und nach wie vor
wichtigen Verfahren hergestellt werden, sind sulfatiertes Klauenöl, sulfatiertes
Lardöl und Rapsöl, sulfatiertes Fischöl und sulfatierter Rindertalg. Aus EP-B-247 509
ist bekannt, daß sich Sulfierungsprodukte oxalkylierter natürlicher Fette und
Öle zur Fettung von Leder eignen. Als Sulfier-Reagenzien werden dabei Schwefel
säure und gasförmiges Schwefeltrioxid genannt. Aus DE-A-41 41 532 ist ein Ver
fahren zur Herstellung hydrophylisierter Triglyceride bekannt, bei dem gesättigte,
ungesättigte und/oder geblasene Triglyceride zunächst in Gegenwart von Glycerin
und alkalischen Katalysatoren mit Ethylenoxid umsetzt, die resultierenden ethoxy
lierten Triglyceride mit gasförmigen Schwefeltrioxid sulfiert und die daraus resultie
renden sauren Sulfierprodukte anschließend mit wäßrigen Basen neutralisiert. Nach
der Lehre der DE-A-41 41 532 eignen sich die so hergestellten Produkte zur Fettung
von Leder. Aus IN-A-146 476 sind Lederfettungsmittel bekannt, die erhältlich sind
durch Umsetzung von Fisch- oder Froschöl mit Polyethylenglykolen nebst anschlie
ßender Sulfatierung mit Schwefelsäure. Aus SU-A-1 221 252 sind Zusammenset
zungen zum Fetten von Leder bekannt, die Produkte enthalten, die durch Oxethylie
rung von tierischen Fetten nebst anschließender Sulfierung erhältlich sind. Ganz
analog wie in der oben zitierten EP-B-247 509 werden hier als Rohstoffe Fette
und/oder Öle eingesetzt, die bei Raumtemperatur feste Anteile enthalten.
Ein für die Praxis sehr wichtiges Bedürfnis besteht darin, fettende Substanzen bzw.
Ausrüstungsmittel zur Verfügung zu stellen, die in der gegerbten Hautsubstanz zu
verlässig gebunden werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Substanzen bereitzustellen, die sich zur
fettenden Ausrüstung von Leder eignen. Unter dem Begriff der "fettenden Ausrü
stung" ist dabei einerseits die Lederfettung im engeren Wortsinne zu verstehen, als
auch die Hydrophobierung von Leder.
Eine weitere Zielsetzung der vorliegenden Erfindung ist es, die angestrebten Sub
stanzen in einem einfachen, leicht durchführbaren Verfahren zugänglich zu machen.
Dieser Punkt ist insbesondere im Hinblick auf die obengenannte große Gruppe von
anionischen Lederfettungsmittel von Bedeutung.
Die genannte Aufgabenstellung wird gelöst, indem man Derivate von Triglyceriden
(Fetten und Ölen), wobei die Triglyceride auch Partialglyceride und freie Fettsäuren
enthalten können, einsetzt. Die als Rohstoffe einzusetzenden Triglyceride sollen bei
Raumtemperatur flüssig sein, jedoch obligatorisch einen Gehalt an festen Bestand
teilen aufweisen. Die erfindungsgemäßen Derivate sind erhältlich durch Umsetzung
der genannten Triglyceride mit mindestens einem Polyethylenglykol nebst einer an
schließenden Sulfierung der dabei primär erhaltenen Umsetzungsprodukte.
Wie in der Fachwelt allgemein üblich wird unter dem Begriff der "Sulfierung" die
Umsetzung eines Stoffes mit einem beliebigen Sulfierungsmittel verstanden. Dem
entsprechend sind sowohl die Sulfatierung, die Sulfonierung, die Sulfitierung sowie
deren Mischformen zur Sulfierung zu rechnen. Als Sulfierungsmittel werden im
Rahmen der vorliegenden Erfindung jedoch vorzugsweise Schwefelsäure oder
Schwefeltrioxid eingesetzt.
Die als Rohstoffe einzusetzenden Triglyceride sind vorzugsweise tierischen oder
pflanzlichen Ursprungs. Ihre Säurezahl beträgt vorzugsweise weniger als 50, insbe
sondere weniger als 30. Dabei wird wie in der Fettchemie üblich die Säurezahl ge
mäß den DGF-Einheitsmethoden C-V 2 (81) verwendet.
Unter Polyethylenglykolen werden - wie allgemein in der Fachwelt üblich - Kon
densationsprodukte des Ethylenoxids mit Wasser verstanden. Sie werden durch die
allgemeine Formel HO(-CH₂-CH-O)nH charakterisiert, wobei n zwischen 2 und 800
variieren kann. Vorzugsweise werden - einzeln oder im Gemisch - niedere Polyethy
lenglykole eingesetzt, bei denen n im Bereich von 2 bis 10 liegt. Die Umsetzung der
obengenannten Ester mit den Polyethylenglykolen erfolgt durch 1- bis 30-stündiges
Erhitzen bei Temperaturen im Bereich von 70 bis 350°C. Sie wird vorzugsweise in
Gegenwart von Katalysatoren durchgeht, beispielsweise Metalloxiden, -sulfaten
oder -chloriden. Dabei entspricht die Menge des eingesetzten Polyethylenglykols -
bezogen auf die Esterbindungen des als Ausgangsverbindung eingesetzten eingesetz
ten Esters - der 1,5- bis 10-molaren Menge.
Die Sulfierung wird vorzugsweise mit Schwefelsäure oder Schwefeltrioxid, insbe
sondere gasförmigem, luftverdünntem Schwefeltrioxid durchgeführt. Sofern Schwe
felsäure eingesetzt wird, arbeitet man insbesondere mit konzentrierter Schwefelsäu
re. Eine weitere Ausführungsform ist der Einsatz einer Kombination aus mindestens
einer organischen Sulfonsäure (wobei aromatische Sulfonsäuren wie Alkylbenzol
sulfonsäure bevorzugt sind) und Schwefelsäure. Die Sulfierung wird unter den übli
chen, aus dem Stand der Technik dem Fachmann hinlanglich bekannten Bedingun
gen durchgeführt.
Claims (10)
1. Verwendung von Esterderivaten zur fettenden Ausrüstung von Leder, dadurch
gekennzeichnet, daß es sich bei den Esterderivaten um Umsetzungsprodukte
von
- a) Triglyceriden (Fetten und Ölen), wobei die Triglyceride auch Partialglyceri de und freie Fettsäuren enthalten können, mit
- b) mindestens einem Polyethylenglykol, nebst
- c) einer anschließenden Sulfierung der dabei primär erhaltenen Umsetzungs produkte handelt, mit der zusätzlichen Maßgabe, daß die Triglyceride a) bei Raumtempe ratur flüssig sind, dabei jedoch obligatorisch einen Gehalt an festen Bestandtei len aufweisen.
2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei man als Ausgangsverbindungen Ester a)
mit einer Säurezahl unterhalb von 50 einsetzt.
3. Verwendung nach Anspruch 1, wobei man als Ausgangsverbindungen Ester a)
mit einer Säurezahl unterhalb von 30 einsetzt.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei man als Ausgangsver
bindungen Ester a) auf Basis tierischer Rohstoffe einsetzt.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei man als Ausgangsver
bindungen Ester a) auf Basis pflanzlicher Rohstoffe einsetzt.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei man ein solches Polye
thylenglykol b) einsetzt, worin n in der allgemeinen Formel
HO(-CH₂-CH₂-O)nHeine Zahl zwischen 2 und 20 bedeutet.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei man das Polyethylengly
kol b) in einer Menge einsetzt, die der 1,5- bis 10-molaren Menge - bezogen auf
die Esterbindungen in den Estern a) - entspricht.
8. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei man die Sulfierung c)
mit konzentrierter Schwefelsäure durchführt.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei man die Sulfierung c)
mit luftverdünntem, gasförmigem Schwefeltrioxid durchführt.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei man die Sulfierung c)
mit einer Kombination aus mindestens einer organischen Sulfonsäure und
Schwefelsäure durchführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19506107A DE19506107A1 (de) | 1995-02-22 | 1995-02-22 | Verwendung von Esterderivaten zur fettenden Ausrüstung von Leder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19506107A DE19506107A1 (de) | 1995-02-22 | 1995-02-22 | Verwendung von Esterderivaten zur fettenden Ausrüstung von Leder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19506107A1 true DE19506107A1 (de) | 1996-08-29 |
Family
ID=7754723
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19506107A Withdrawn DE19506107A1 (de) | 1995-02-22 | 1995-02-22 | Verwendung von Esterderivaten zur fettenden Ausrüstung von Leder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19506107A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015107148A1 (en) * | 2014-01-16 | 2015-07-23 | Corichem S.R.L. | Polymeric fatliquors |
-
1995
- 1995-02-22 DE DE19506107A patent/DE19506107A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015107148A1 (en) * | 2014-01-16 | 2015-07-23 | Corichem S.R.L. | Polymeric fatliquors |
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