DE19504991C1 - Startschalter für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Startschalter für ein KraftfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Startschalter für ein Kraftfahr
zeug, welches zur Prüfung der Fahrberechtigung des jeweiligen
Fahrers mit einem Transpondersystem ausgerüstet ist, gemäß den
Merkmalen des Anspruchs 1.
Bei Kraftfahrzeugen mit einem Transpondersystem muß sich der
jeweilige Fahrer vor dem Betätigen des Startschalters zunächst
mit einer Identifizierungskarte ausweisen. Hierzu sendet eine
in dem Fahrzeug angeordnete Elektronik ein entsprechendes (z. B.
induktives) Signal aus, welches von der Elektronik der Identi
fizierungskarte empfangen wird. Die Karte sendet dann selbstän
dig ein Antwortsignal an die Elektronik. Diese gibt die Zündung
und/oder das Lenkschloß etc. frei, falls das empfangene Signal
der in der Elektronik abgespeicherten Kennung entspricht.
Anschließend kann das Kraftfahrzeug in üblicher Weise durch
Einstecken und Drehen des Zündschlüssels gestartet werden.
Sollte das Signal der Identifizierungskarte mit der in der
Elektronik abgespeicherten Kennung nicht übereinstimmen oder
überhaupt kein Signal von der Elektronik empfangen werden, so
läßt sich der Motor nicht starten und das Lenkschloß bleibt
gesperrt.
Nachteilig ist bei derartigen Fahrzeugen vor allem, daß der
Fahrer zum Starten des Fahrzeuges sowohl eine Identifizierungs
karte zur Fahreridentifikation als auch zusätzlich einen
Schlüssel zum Betätigen des Startschalters benötigt.
Obwohl das Starten des Motors ebenfalls von der Transponder-Elek
tronik eingeleitet werden könnte, ist es aus Sicherheits
gründen erforderlich, den Startvorgang durch Betätigung eines
separaten sicherbaren Startschalters einzuleiten.
Aus der DE 43 33 586 A1 ist eine Vorrichtung zum Schutz gegen
unbefugtes Benutzen eines Kraftfahrzeuges bekannt, die im
wesentlichen aus einem Chipträger mit darauf angeordnetem
aktiven Element (Chip) sowie einem Chipkartenleser besteht. Der
Kartenleser kann dabei in das Zündschloß und/oder der Chip in
den Zündschlüssel integriert werden.
Bei einer Anordnung, bei der eine Chipkarte zusätzlich in ein
mit einem Kartenleser versehenes Zündschloß gesteckt werden
muß, ergibt sich wiederum das Problem, daß außer der Chipkarte
auch ein Zündschlüssel benötigt wird. Außerdem muß das
Zündschloß aufwendig und damit auch kostenintensiv aufgebaut
sein. Sofern das Chipelement nicht in eine Chipkarte, sondern
in den Zündschlüssel integriert ist, ist zwar nur noch ein
Bauteil zur Deaktivierung der Diebstahlsperre und zur Zündung
des Kraftfahrzeuges erforderlich, aber es stellt sich für den
Fachmann die Frage, wie dieses technisch überhaupt realisiert
werden könnte. Denn da der Zündschlüssel zur Zündung gedreht
wird, muß entweder der gesamte Kartenschacht mit dem Schlüssel
mitgedreht werden oder der Kartenschacht müßte relativ breit
ausgebildet sein, damit der Schlüssel innerhalb des
Kartenschachtes gedreht werden kann. Letzteres führt aber zu
Problemen beim Lesen des Chips. Bei beiden Alternativen ergeben
sich außerdem relativ voluminöse Zündschlösser, deren
einwandfreie Funktionsweise außerdem fraglich erscheint.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Einhaltung der
Sicherheitsbestimmungen für Kraftfahrzeuge ein Starten des
Fahrzeuges auch ohne einen zusätzlichen Schlüssel auf einfache
Weise zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Weitere beson
ders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die
Unteransprüche.
Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, daß das entsprechende
Fahrzeug zwar wie bisher einen separaten Startschalter ent
hält, daß aber die Entsicherung des Startschalters nicht durch
einen zusätzlichen Schlüssel, sondern durch die Identifizie
rungskarte erfolgt, welche hierzu vollständig in den Start
schalter eingeschoben wird.
Der erfindungsgemäße Startschalter ist daher als Drehgriff
ausgebildet, in dem sich ein Kartenschacht für die Identifi
zierungskarte befindet. In einer ersten Position des Drehgrif
fes (Einführungsposition) wird dann die Identifizierungskarte
in den Einführungsschacht eingeschoben und mittels einer in dem
Startschalter angeordneten Abzugssicherung gehalten. Dabei wird
ein elektrischer Schalter betätigt, der die Zündelektronik etc.
aktiviert und gegebenenfalls eine Startersperre entriegelt.
Zum Starten des Motors wird der Drehgriff des Startschalters in
die Fahrtposition gedreht und in an sich bekannter Weise der
Anlasserschalter betätigt, wobei die Identifizierungskarte mit
tels einer Kartensicherung in der eingeschobenen Position ge
halten wird. Nach dem Ausschalten des Motors durch Zurückdrehen
des Drehgriffes kann die Entnahme der Identifizierungskarte in
einer entsprechenden Entnahmeposition des Startschalters mit
Hilfe einer Ausgabemechanik erfolgen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs
beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Startschalter,
der sich in seiner Einführungsposition für die Identifi
zierungskarte befindet;
Fig. 2 eine schematisch dargestellte perspektivische Ansicht des
Startschalters in der in Fig. 1 dargestellten Einführungs
position;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Startschalter,
der sich in der Entnahmeposition für die Identifizierungs
karte befindet;
Fig. 4 eine schematisch dargestellte perspektivische Ansicht des
Startschalters in der in Fig. 3 dargestellten Entnahmepo
sition.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Startschalter bezeichnet, der bei
spielsweise im Bereich des Lenkrades eines Fahrzeuges ange
ordnet sein kann. Der Startschalter 1 weist einen Drehgriff 2
mit einem schlitzförmigen Kartenschacht 3 für eine Identifizie
rungskarte 4 (vgl. auch Fig. 2) auf. Bei eingeschobener Identi
fizierungskarte 4 läßt sich der Drehgriff 2 aus seiner Einfüh
rungsposition entgegen dem Uhrzeigersinn in eine mit II be
zeichnete Entnahmeposition drehen, bei der die Identifizie
rungskarte 4 - beispielsweise nach der Fahrt mit dem Fahrzeug -
wieder entnommen werden kann (vgl. auch Fig. 3 und 4).
Zum Starten und Fahren läßt sich der Drehgriff 2 im Uhrzei
gersinn in eine mit III bezeichnete Fahrtposition sowie kurz
zeitig in eine mit IV gekennzeichnete Startposition drehen.
Fig. 2 zeigt den Startschalter 1 noch einmal perspektivisch in
seiner Einführungsposition mit eingelegter Identifizierungs
karte 4. Die Identifizierungskarte 4 weist randseitig zwei
nutenförmige Ausnehmungen 5 und 6 auf. Dabei greift ein mittels
einer Feder 7 beaufschlagtes Rastelement 8 in die nutenförmige
Ausnehmung 5 ein und hält die Identifizierungskarte 4 in der
eingeschobenen Position (Abzugssicherung). Mit dem Rastelement
steht ein elektrischer Druckschalter 9 in Wirkverbindung, der
entsprechende Schaltsignale an eine nicht dargestellte Fahr
zeugelektronik weitergibt, die beispielsweise nach dem Ein
schieben der Identifizierungskarte die Zündelektronik bzw. eine
elektromagnetische Lenkungsverriegelung aktiviert.
Wird nun der Drehgriff 2 zum Starten des Motors in die Stel
lung IV gedreht, so greift eine an dem Startschalter 1 fest
angeordnete bogenförmige Schiene 10 in die nutenförmige Aus
nehmung 6 der Identifizierungskarte, so daß die Identifizie
rungskarte 4 in ihrer eingeschobenen Lage fixiert bleibt,
obwohl das Rastelement 5 sich durch die Drehung nicht mehr in
der Ausnehmung 5 befindet (Kartensicherung). Bei Erreichen der
Stellung IV wird dann ein nicht dargestellter und an sich
bekannter Schalter zum Starten des Anlassermotors betätigt und
anschließend der Drehgriff 2 durch eine Feder in die Position
III (Fahrt) gedrückt.
Soll der Motor des Kraftfahrzeuges abgeschaltet und die Iden
tifizierungskarte dem Startschalter wieder entnommen werden, so
wird der Drehgriff zurück über die Einführungsposition in eine
Entnahmeposition gedreht (Fig. 3 und 4). Dabei wird eine mit
einer Feder 11 verbundene Kartenauflage 12 ebenfalls mitge
dreht. Die Kartenauflage weist auf der der Identifizierungs
karte 4 abgewandten Seite eine Schräge 13 auf, die gegen eine
entsprechende Schräge 14 eines fest an dem Startschalter 1
angeordneten keilförmigen Körpers 15 aufläuft,
so daß die Kartenauflage 12 gegen den Druck der Feder 11 nach
oben gedrückt und die entsprechende Identifizierungskarte 4 zur
Entnahme aus dem Kartenschacht 3 teilweise herausgedrückt wird.
Wie den Fig. 2 und 4 zu entnehmen ist, weist der erfin
dungsgemäße Startschalter 1 ferner eine Startersperre auf, die
verhindert, daß der Drehgriff 2 in die Positionen II und IV
gedreht werden kann, wenn sich keine Identifizierungskarte 4 in
dem Kartenschacht 3 befindet bzw. wenn die Kennung der Iden
tifizierungskarte 4 von der Elektronik nicht erkannt wird. Die
Startersperre besteht im wesentlichen aus einem mit dem Dreh
griff 2 verbundenen Element 16 und einem fest an dem Start
schalter 1 angeordneten Sperrglied 17. Das Sperrglied 17 ist
elektromechanisch in die Bewegungsbahn des mit dem Drehgriff 2
verbundenen Elementes 16 verschiebbar, so daß in der Sperr
stellung des Sperrgliedes 17 die Bewegung dieses Elementes 16
blockiert und damit der Drehgriff 2 nicht in Fahrtposition
gedreht werden kann.
Claims (4)
1. Startschalter für ein Kraftfahrzeug, welches zur Prüfung
der Fahrberechtigung des jeweiligen Fahrers mit einem
Transpondersystem ausgerüstet ist, wobei der Fahrer zur
Identifizierung eine Identifizierungskarte (4) besitzt,
und in dem Fahrzeug eine entsprechende Elektronik
vorgesehen ist, die die Signale der Identifizierungskarte
(4) auswertet und gegebenenfalls Signale zur Ansteuerung
der Zündung und/oder weiterer für das Fahren relevanter
Systemgruppen erzeugt, und wobei der Startschalter (1)
gekennzeichnet ist durch:
- a) einen Drehgriff (2) mit einem Kartenschacht (3) zur vollständigen Einführung der Identifizierungskarte (4) bei einer vorgebbaren ersten Position (I) des Drehgriffes (2);
- b) eine Abzugssicherung der Identifizierungskarte (4), die im wesentlichen aus einem federbelasteten Rast element (8) besteht, wobei das Rastelement (8) nach dem vollständigen Einschieben der Identifizierungs karte (4) in eine seitlich in der Identifizierungs karte (4) angeordnete erste nutenförmige Ausnehmung (5) eingreift;
- c) einen elektrischen Schalter (9), der beim Einführen der Identifizierungskarte (4) in den Kartenschacht (3) entsprechende Schaltsignale erzeugt;
- d) eine Ausgabemechanik, die die Identifizierungskarte (4) aus dem Kartenschacht (3) des Drehgriffes (2) mindestens teilweise herausdrückt, sobald der Drehgriff (2) in eine vorgebbare zweite Position (II) gedreht wird;
- e) eine Kartensicherung, die die Identifizierungskarte (4) in ihrer eingeschobenen Position hält, wenn der Drehgriff (2) in eine dritte und/oder weitere Posi tion (III, IV) gedreht wird, wobei die Kartensicherung im wesentlichen aus einer in Drehrichtung des Dreh griffes (2) angeordneten bogenförmigen Schiene (10) besteht, die in eine seitlich in der Identifizie rungskarte (4) angeordnete zweite nutenförmige Aus nehmung (6) eingreift.
2. Startschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgabemechanik aus einer federbelasteten
Kartenauflage (12) besteht, die sich bei Drehung des
Drehgriffes (2) mit diesem mitdreht und bei Drehung in
Richtung auf die Entnahmeposition (II) über eine Schräge
(13) auf ein fest angeordnetes keilförmiges Element (15)
aufläuft, so daß die Kartenauflage (12) und damit auch die
Identifizierungskarte (4) nach oben gedrückt werden.
3. Startschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der elektrische Schalter (9) als Druck
schalter ausgebildet und derart mit dem federbelasteten
Rastelement (8) der Abzugssicherung verbunden ist, daß
beim Einführen der Identifizierungskarte (4) in den
Kartenschacht (2) ein erstes Schaltsignal und beim
Eingreifen des Rastelementes (8) in die nutenförmige
Ausnehmung (5) der Identifizierungskarte (4) ein zweites
Schaltsignal erzeugt wird.
4. Startschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Startschalter (1) eine Starter
sperre enthält, die aus einem mit dem Drehgriff (2) ver
bundenen Element (16) und einem fest an dem Startschalter
(1) angeordneten Sperrglied (17) besteht, welches elektro
mechanisch in die Bewegungsbahn des mit dem Drehgriff ver
bundenen Elementes (16) verschiebbar ist, so daß in der
Sperrstellung des Sperrgliedes (17) die Bewegung dieses
Elementes (16) blockiert und damit der Drehgriff (2) nicht
in die Fahrtposition drehbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19504991A DE19504991C1 (de) | 1995-02-15 | 1995-02-15 | Startschalter für ein Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
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Country Status (1)
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