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DE19503228A1 - Verfahren zur Herstellung hochwertigen Tierfutters und Anlage - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochwertigen Tierfutters und Anlage

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Publication number
DE19503228A1
DE19503228A1 DE19503228A DE19503228A DE19503228A1 DE 19503228 A1 DE19503228 A1 DE 19503228A1 DE 19503228 A DE19503228 A DE 19503228A DE 19503228 A DE19503228 A DE 19503228A DE 19503228 A1 DE19503228 A1 DE 19503228A1
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DE
Germany
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kitchen
waste
animal
dead animals
food waste
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Withdrawn
Application number
DE19503228A
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English (en)
Inventor
Franz Bernhard
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Rethmann TBA GmbH and Co KG
Original Assignee
Rethmann TBA GmbH and Co KG
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Publication date
Application filed by Rethmann TBA GmbH and Co KG filed Critical Rethmann TBA GmbH and Co KG
Priority to DE19503228A priority Critical patent/DE19503228A1/de
Publication of DE19503228A1 publication Critical patent/DE19503228A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23NMACHINES OR APPARATUS FOR TREATING HARVESTED FRUIT, VEGETABLES OR FLOWER BULBS IN BULK, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PEELING VEGETABLES OR FRUIT IN BULK; APPARATUS FOR PREPARING ANIMAL FEEDING- STUFFS
    • A23N17/00Apparatus specially adapted for preparing animal feeding-stuffs
    • A23N17/002Apparatus specially adapted for preparing animal feeding-stuffs for treating of meat, fish waste or the like
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/20Animal feeding-stuffs from material of animal origin
    • A23K10/26Animal feeding-stuffs from material of animal origin from waste material, e.g. feathers, bones or skin
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/37Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from waste material
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23K30/00Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs
    • A23K30/20Dehydration
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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    • Y02P60/80Food processing, e.g. use of renewable energies or variable speed drives in handling, conveying or stacking
    • Y02P60/87Re-use of by-products of food processing for fodder production

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung ei­ nes Tierfutters in Mehlform aus Konfiskaten, gefallenen Tie­ ren, Knochen, Fetten, Schwarten, Borsten und ähnlichen Resten mit einer Zerkleinerung und Trocknung des Ausgangsproduktes sowie einem Abpacken des mehlförmigen Endproduktes.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Tierfutter zum Ver­ füttern insbesondere an Schweine bestehend aus zu Mehl aufge­ arbeiteten Tierresten.
Die Erfindung betrifft schließlich eine Anlage zur Her­ stellung von Tierfutter aus toten Tieren und Schlachtabfällen sowie aus Küchen- und Speiseabfällen und damit zur Durchfüh­ rung des Verfahrens.
Bei der Herstellung von Tierfutter werden die auf andere Art und Weise nicht verwertbaren Teile von Tieren zerkleinert und dann soweit getrocknet, daß sich ein Mehl ergibt, daß als solches abgepackt und zum Anwender verbracht werden kann. Nachteilig bei dem bekannten Herstellungsverfahren ist, daß es bei den zu verarbeitenden Tierresten um begrenzt nahrhafte Bestandteile geht. Wegen der eingearbeiteten Knochen, Schwar­ ten, Borsten und ähnlichen Resten ist der Anteil an Kalzium, Protein, Phosphor usw. soweit angereichert, daß ein entspre­ chendes Futter nur mit anderem Futter zusammen verfüttert werden kann. Nachteilig ist weiter, daß die Rohware abhängig vom Sicherheitsstandard der jeweiligen Verwertungsanlage seu­ chen-empfindlich sein kann, da die patogenen Keime nur schwierig oder gar nicht abzutöten sind. Auch bezüglich des entsprechend hergestellten Futters sind die aufgezeigten Nachteile naturgemäß gegeben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Ver­ fahren und eine Anlage zur Herstellung hochwertigen, vor al­ lem eine sehr hohe ernährungsphysiologische Wertigkeit auf­ weisenden Tierfutters zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Rohware aus toten Tieren und Schlachtabfällen Reste aus der Humanernährung zugemischt werden, wobei diese Reste insbeson­ dere in Form von Küchen- und Speiseabfällen frisch gesammelt, entwässert und dann in die Rohware aus toten Tieren und Schlachtabfällen eingemischt, sterilisiert und weiterverar­ beitet werden.
Mit einem derartigen Verfahren gelingt es überraschend, ein hochwertiges Tierfutter herzustellen, daß sich durch eine Verbesserung der inneren und auch der äußeren Qualität aus­ zeichnet. Dies bedeutet, daß durch Zugabe von Küchen- und Speiseabfällen pflanzliche und tierische Bestandteile hinzu­ gefügt werden, die eine hohe Verdaulichkeit aufweisen. Ein derartiges Tierfutter hat somit eine sehr hohe ernährungsphy­ siologische Wertigkeit aufgrund der ausgewogenen und vielfäl­ tigen Bestandteile der Rohware. Vorteilhaft ist darüber hin­ aus, daß damit gleichzeitig auch eine umweltfreundliche und insgesamt vorteilhafte Verwertung für die Reste aus der Huma­ nernährung zur Verfügung stehen. Dabei ist zu berücksichti­ gen, daß aus Großküchen der Industrie, aus Krankenhäusern, der Bundeswehr und anderen Bereichen erhebliche Mengen der­ artiger pflanzlicher und tierischer Bestandteile als Abfälle anfallen, die bisher nur gesondert zu entsorgen waren. Ein Einmischen in die Rohware aus toten Tieren und Schlachtabfäl­ len wird deshalb möglich, weil dieses Material durch die Ent­ wässerung auf einen etwa gleichen Feuchtigkeitsgehalt ge­ bracht wird, wie die toten Tiere und Schlachtabfälle, die die Rohware als solche darstellen. Dieses Material wird dann sterilisiert, d. h. vor allem gekocht, wobei der relativ hohe Feuchtigkeitsgehalt diesem Sterilisationsvorgang entgegen­ kommt, um dann getrocknet und abgepackt zu werden.
Um den hohen ernährungsphysiologischen Effekt zu gewähr­ leisten, ist gemäß Erfindung vorgesehen, daß die Küchen- und Speiseabfälle frisch gesammelt und entsprechend schonend be­ handelt werden. Dies bedeutet, daß die Sammelbehälter häufig, zur Not täglich gewechselt und auch gesäubert werden, um auf diese Art und Weise ein zuzumischendes Material zur Verfügung zu stellen, das einwandfrei ist. Ebenso einwandfrei bezüglich der Seuchengefahr werden auch die toten Tiere und Schlacht­ abfälle zur Verfügung gehalten, da in einer entsprechend aus­ gebildeten Tierkörperbeseitigungsanlage ein Tierarzt immer anwesend ist und kontinuierliche Proben dafür sorgen, daß seuchenproblematische oder gar -belastete tote Tiere und Schlachtabfälle ausgesondert und getrennt entsorgt werden.
Gemäß einer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Rohware aus toten Tieren und Schlachtabfällen in einer Menge von 90-60 Gew.-% insgesamt 10-40 Gew.-% Küchen- und Speiseabfälle zugemischt werden. Dabei hängt die Wertigkeit des Fertigproduktes letztlich vom Anteil der Küchen- und Speiseabfälle ab, wobei eine zu große Zugabe eines entspre­ chenden Ausgangsproduktes den Anteil an Mehl soweit senken würde, daß wiederum der "Fleischanteil" zu unbedeutend wäre.
Vorteilhaft ist es, wenn die entwässerten Küchen- und Speiseabfälle und die toten Tiere und Schlachtabfälle im Ver­ hältnis von 60-40 Gew.-% bis 90-10 Gew.-% vermischt und weiterverarbeitet werden, so daß der abgetrennte Anteil an Feuchtigkeit bei den Küchen- und Speiseabfällen entsprechend unberücksichtigt bleibt. Ein sehr hochwertiges Futter ist somit gegeben.
Weiter vorn ist bereits darauf hingewiesen worden, daß durch die Zugabe von Küchen- und Speiseabfällen der Anteil an ungesättigter Fettsäure im Endprodukt vorteilhaft erhöht wird. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird nun vor­ geschlagen, daß der Anteil ungesättigte Fettsäuren enthalten­ der Bestandteile in der Mischung durch Variation der Küchen- und Speiseabfälle auf einen vorgegebenen Mittelwert einge­ stellt wird. Gemäß der Erfindung soll somit je nach Einsatz­ bereich gezielt ein sehr hochwertiges, hochwertiges oder mit­ telhochwertiges Tierfutter zur Verfügung gestellt werden, wobei weitere Unterteilungen selbstverständlich möglich sind, und zwar im wesentlichen dadurch, daß der Anteil der Küchen- und Speiseabfälle den Gegebenheiten entsprechend verändert wird. Berücksichtigt werden dabei kann weiter, daß die zum Einsatz kommenden tierischen Bestandteile unterschiedlicher Qualität und Wertigkeit sein können. Hier kann also durch Variation des Anteils der Küchen- und Speiseabfälle ein Aus­ gleich ggf. hergestellt werden.
Beim Zusammenmischen beider "Rohwaren" ist es vorteil­ haft, wenn sie etwa die gleiche Trockensubstanz aufweisen. Die Erfindung sieht daher vor, daß die Küchen- und Speiseab­ fälle durch Pressen und/oder Zentrifugieren auf rund 30-40% trockene Masse entwässert werden. Das dann zur Verfügung ste­ hende Mischprodukt aus toten Tieren und Schlachtabfällen ei­ nerseits und Küchen- und Speiseabfällen andererseits hat ei­ nen so hohen Feuchtigkeitsgehalt, daß die nachfolgende Steri­ lisation zweckmäßigerweise nach vorheriger Zerkleinerung pro­ blemlos durchgeführt werden kann. Dabei erfolgt die Sterili­ sation vor allem dadurch, daß die Gesamtmischung auf eine Temperatur von über 100°C gebracht wird, so daß alle patoge­ nen Keime sicher abgetötet werden. Das Endprodukt ist damit in allen Bereichen praktisch sicher zu verfüttern.
Insbesondere dann, wenn die Sammelstellen der toten Tie­ re und Schlachtabfälle einerseits und der Küchen- und Speise­ abfälle andererseits weit auseinander liegen, kann es zweckmäßig sein, die Rohware aus toten Tieren und Schlacht­ abfällen und die Rohware aus Küchen- und Speiseabfällen ge­ trennt zu entwässern, zu sterilisieren, zu trocknen und zu mahlen und erst dann im vorgesehenen Verhältnis miteinander zu vermischen. Dabei entfällt entsprechender Transportauf­ wand, weil ja das Wasser vorher abgetrennt wird, so daß nur die trockene Substanz hin- und herverbracht werden muß. Dabei kann durch gezielte Erwärmung erreicht werden, daß die beiden Bestandteile, nämlich das Mehl aus den toten Tieren und Schlachtabfällen und das Mehl aus den Küchen- und Speiseab­ fällen sich so vermischt, daß es auch bei weiterer Behandlung und schließlich Verfütterung im Gemisch den Tieren vorgegeben wird, um so den weiter vorher erwähnten Effekt abzusichern, daß ein hochwertiges Tierfutter zur Verfügung steht.
Ein hochwertiges Tierfutter, das insbesondere an Schwei­ ne verfüttert werden kann, besteht aus einem Mehl, wobei er­ findungsgemäß die Mehlmischung aus aufgearbeiteten Tierresten und zusätzlich einem Anteil von über 10% aufgearbeiteter Kü­ chen- und Speiseabfälle besteht. Dabei ist der Anteil der Küchen- und Speiseabfälle vorab entwässert, so daß vom Aus­ gangsprodukt her gesehen, der Anteil deutlich über 10 Gew.-% liegt.
In Verfeinerung eines derartigen Tierfutters sollte die Mehlmischung einen Anteil von 90-60 Gew.-% aus aufgearbeite­ ten Tierresten und einen Anteil von 10-40 Gew.-% aus Küchen- und Speiseabfällen aufweisen. Eine solche Mehlmischung kann in größeren Mengen ohne Restriktionen verfüttert werden, weil es sich um ein sehr ausgeglichenes Futter handelt. Letztlich kann dieses Futter so gar als Einzel- oder Alleinfutter ver­ füttert werden, so daß damit die Lagerhaltung wesentlich ver­ ringert wird.
Eine weitere Aufbesserung des Tierfutters kann durch gezielte Zugabe von Vitaminen und ähnlichen Präparaten er­ reicht werden. Dementsprechend ist vorgesehen, daß die Mehl­ mischung aus aufgearbeiteten Tierresten und Küchen- und Spei­ seabfällen geringe Anteile von Vitaminen oder ähnlichen Prä­ paraten aufweist. Dabei kann die Zugabe der Vitamine und Prä­ parate auch so erfolgen, daß eine sichere Einbindung gewähr­ leistet ist. Es ist aber auch denkbar, die Vitamine und ähn­ lichen Präparate erst dem Endprodukt zuzumischen, so daß eine Verbindung der einzelnen Bestandteile nicht mehr erfolgt, sondern allenfalls beim Zubereiten eines entsprechendes Tier­ futters im Trog.
Zur Durchführung des Verfahrens ist eine Anlage vorgese­ hen, die Rohwarenbunker, einen Konditionierer, ein Misch- und Zerkleinerungsaggregat sowie eine eine Trocknungseinrichtung aufweist und bei der parallel zum Konditionierer der Tierab­ fälle eine Entwässerungseinrichtung für die Küchen- und Spei­ seabfälle dem entsprechenden Rohwarenbunker nachgeschaltet und neben einem gemeinsamen Misch- und Zerkleinerungsaggregat eine Trocknungseinrichtung vorgesehen ist. Dem Rohwarenbunker für die Küchen- und Speiseabfälle ist eine Sammeleinrichtung vorgeschaltet, die sicherstellt, daß jeweils optimal frische Küchen- und Speiseabfälle zur Verfügung stehen. Nach längeren Standzeiten, beispielsweise aufgrund von Problemen der Anlage insgesamt, würden die Küchen- und Speiseabfälle getrennt ent­ sorgt und nicht mehr für die Herstellung von Tierfutter ver­ wendet. Entsprechende Sicherungen sind eingebaut. Mit einer derartigen Anlage ist es möglich, ein hochwertiges Tierfutter herzustellen und auf den Markt zu bringen, wobei über die Küchen- und Speiseabfälle eine gezielte Aufwertung des End­ produktes erreicht wird. Die Anlage ermöglicht es, die von der Zusammensetzung her von den toten Tieren und Schlachtab­ fällen abweichenden Küchen- und Speiseabfälle sicher mitzu­ verarbeiten und in das Endprodukt einzubinden, so daß das gewünschte höherwertige Material als Endprodukt zur Verfügung steht. Das Ausgangsprodukt, ein Mehl, hat einen erhöhten An­ teil an Fett und an sonstigen für die Ernährung der Tiere wichtigen Bestandteile. Die etwas problematischeren Bestand­ teile, die den toten Tieren und Schlachtabfällen entstammen, sind durch die wesentlich besser verträglichen Bestandteile aus den Küchen- und Speiseabfällen ausgeglichen oder unschäd­ lich gemacht.
Um eine schnelle und ausreichende Entwässerung der Kü­ chen- und Speiseabfälle zu erreichen, sieht die Erfindung vor, daß die Entwässerungseinrichtung als Zentrifuge ausge­ bildet ist. Bei einer derartigen Behandlung in einer Zentri­ fuge kommt es gleichzeitig auch zu einer vorteilhaften Zer­ kleinerung des Materials, so daß für die nachfolgende Vermi­ schung und Weiterverarbeitung mit den toten Tieren und Schlachtabfällen zusammen ein optimales Material zur Verfü­ gung gestellt werden kann.
Bevor das Gemisch aus toten Tieren und Schlachtabfällen einerseits sowie Küchen- und Speiseabfällen andererseits ge­ trocknet wird, erfolgt eine der Seuchenprophylaxe genügende Verarbeitung, was dadurch möglich wird, daß der im Gegenstrom arbeitenden oder als Scheibentrockner ausgebildeten Trock­ nungseinrichtung eine Sterilisierungsstation vorgeordnet ist. In dieser Sterilisierungsstation wird die Mischung soweit erhitzt, daß evtl. noch vorhandene Keime sicher abgetötet werden. Gleichzeitig erfolgt aber auch eine Zerkleinerung oder Nachzerkleinerung des Materials, so daß bei der an­ schließenden Trocknung im Gegenstrom gearbeitet werden kann, indem das entsprechende breiige Material in den Trocknungs­ strom, beispielsweise Heißluftstrom, eingedüst wird. Die Ste­ rilisierung hat darüber hinaus den Vorteil, daß das entspre­ chend zusammengemischte Endprodukt als Mehl dann problemlos langzeitgelagert werden kann.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung von hoch­ wertigem Tierfutter geschaffen ist, bei dem ein insbesondere auch besser verträgliches Futter zur Verfügung gestellt wird, daß insbesondere bei entsprechend hohen Anteilen an Küchen- und Speiseabfällen als Alleinfutter verwendet werden kann. Dabei erfolgt schon beim Sammeln der "Rohwaren" eine schonen­ de und gezielt auf Frische bedachte Behandlung, so daß ins­ besondere die empfindlichen Küchen- und Speiseabfälle aber auch die toten Tiere und Schlachtabfälle unter Wahrung einer hohen Qualität verarbeitet und schließlich in Mehlform zur Verfügung stehen. Die Verringerung des Tierresteanteils hat dabei sowohl ernährungsphysiologische als auch ergonomische Vorteile, weil nämlich ein Mehl zur Verfügung steht, das auch äußerlich akzeptabel und gut zu händeln ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegen­ standes, und zwar insbesondere bezüglich der Anlage ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigt die einzige Figur ein Verfahrensschema mit ver­ einfachten Symbolen für die einzelnen Aggregate.
Fig. 1 zeigt - wie erwähnt - das Schema einer Herstel­ lungsanlage 1, wobei der eigentlichen Tierfutterherstellungs­ anlage eine Tierkörperbeseitigungsanlage 2 vorgeordnet ist. Diese Tierkörperbeseitigungsanlage verfügt über ein Sammel­ band 3, so daß das Ausgangsprodukt aus toten Tieren und Schlachtabfällen sowie sonstigen ähnlichen Resten unter Wah­ rung eines hohen Sicherheitsstandardes seuchenmäßig überprüft werden kann. Insbesondere bei entsprechend großen Tierkörper­ beseitigungsanlagen 2 steht immer ein Tiermediziner zur Ver­ fügung, so daß eine Seuchenprophylaxe auf jeden Fall auf die­ ser Seite der Herstellungsanlage 1 gewährleistet ist.
Das Sammelband 3 gibt in die verschiedenen Rohwarenbun­ ker 4, 5 überprüfte Rohware ab, wobei es denkbar ist, den unterschiedlichen Rohwarenbunkern 4, 5 entsprechend unter­ schiedliche Ausgangsprodukte vorzuhalten, so daß eine an­ schließende gezielte Vermischung ggf. möglich ist. Über den nachgeschalteten Konditionierer 6 wird dann die Rohware aus Konfiskaten, gefallenen Tieren, Knochen, Fetten, Scharten, Borsten und ähnlichen Resten soweit konditioniert, daß danach ein gleichmäßiges Gemisch zu Verfügung steht.
Die einzelnen Konfiskate, gefallenen Tiere, Knochen usw. sind über Spezial-Sammelfahrzeuge 7 bei den entsprechenden Fabriken bzw. Großschlachthöfen gesammelt und zur Tierkörper­ beseitigungsanlage 2 bzw. der Herstellungsanlage 1 verbracht worden.
Auch für das Sammeln der Küchen- und Speiseabfälle die­ nen entsprechend geeignete Sammelfahrzeuge 9, wobei hier eine Art Mischer gezeigt ist, in dem diese gesammelte Rohware be­ reits vorkonditioniert werden kann. Das Sammelfahrzeug 9 übergibt die Rohware dem Rohwarenbunker 10, dem ggf. ein Kon­ ditionierer 11 nachgeschaltet werden kann. Je nach Vorgabe folgt auf den Konditionierer 11 oder auch direkt dem Rohwa­ renbunker 10 eine Entwässerungseinrichtung 12, bei dem der Anteil an Trockensubstanz gezielt erhöht wird. Bei der aus der Fig. 1 ersichtlichen Ausführung ist hierfür eine Zentri­ fuge vorgesehen, bei der Wasseraustritt 13 im oberen Bereich vorgesehen ist.
Sowohl das den Konditionierer 6 wie auch das die Entwäs­ serungseinrichtung 12 verlassene Gemisch wird über eine Waage 14 bzw. 16 gewichtsmäßig überprüft, so daß unter entsprechen­ der Schaltung der Schleusen 15, 17 der Materialstrom gezielt angepaßt werden kann, um auf diese Art und Weise ein entspre­ chend vorgegebenes Endprodukt oder ein gleichmäßiges Endpro­ dukt zur Verfügung zu halten.
Dieses Gemisch wird entweder bereits im Bereich der Schleusen 15, 17 zusammengeführt oder aber erst im Misch- und Zerkleinerungsaggregat 18. In Letzterem erfolgt dann eine gleichmäßige Durchmischung und Zerkleinerung beider Rohwaren, die dann als vollständiges Gemisch die Sterilisierungssta­ tion 19 erreicht.
In der Sterilisierungsstation 19 wird das Gemisch aus toten Tieren und Küchen- und Speiseabfällen durch Erhitzung soweit sterilisiert, daß anschließend ein Brei zur Verfügung steht, der gefährliche Keime nicht mehr enthält. Dabei er­ folgt die Erhitzung gezielt so, daß Wertstoffe weitgehend erhalten bleiben.
An die Sterilisierungsstation 19 schließt sich eine Trocknungseinrichtung 20 an, bei der es sich im dargestellten Beispiel um einen Gegenstromtrockner handelt. Über einen Heißlufterzeuger 21 wird kontinuierlich warme Luft zugeführt, die dafür sorgt, daß der Brei aus den beiden Rohwarenströmen im Gemisch zu einem trockenen Mehl wird. Über die Länge der Trocknungseinrichtung 20 erfolgt an mehreren Stellen die Zu­ gabe von Heißluft. Das Mehl verläßt die Trocknungseinrichtung 20 und wird ggf. einem Nachkonditionierer 22 zugeführt. Die­ ser Nachkonditionierer 22 ist insbesondere dann notwendig, wenn dem bereits trockenem Mehl noch Wertstoffe in Form von Vitaminen und ähnlichen Präparaten zugeführt werden soll. Die entsprechenden Bunker oder Behälter sind mit Veredlungsbunker 23 bzw. 24 bezeichnet. Das in diesen Veredlungsbunkern 23, 24 vorgehaltene Produkt wird entweder einzeln oder gemeinsam dem Nachkonditionierer 22 vorgeführt, wo eine entsprechend inten­ sive Mischung vorgenommen wird. Dieses Mehl wird dann den Vorgaben entsprechend einem der Tierfutterbehälter 25 zuge­ führt, um danach verpackt und an den Verbraucher ausgeliefert zu werden.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfin­ dungswesentlich angesehen.

Claims (12)

1. Verfahren zur Herstellung eines Tierfutters in Mehlform aus Konfiskaten, gefallenen Tieren, Knochen, Fetten, Schwarten, Borsten und ähnlichen Resten, mit einer Zerkleine­ rung und Trocknung des Ausgangsproduktes sowie einem Abpacken des mehlförmigen Endproduktes, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohware aus toten Tieren und Schlachtabfällen Reste aus der Humanernährung zugemischt werden, wobei diese Reste insbesondere in Form von Küchen- und Speiseabfällen frisch gesammelt, entwässert und dann in die Rohware aus toten Tie­ ren und Schlachtabfällen eingemischt, sterilisiert und wei­ terverarbeitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohware aus toten Tieren und Schlachtabfällen in ei­ ner Menge von 90-60 Gew.-% insgesamt 10-40 Gew.-% Küchen- und Speiseabfälle zugemischt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die entwässerten Küchen- und Speiseabfälle und die toten Tiere und Schlachtabfälle im Verhältnis von 60-40 Gew.-% bis 90-10 Gew.-% vermischt und weiterverarbeitet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil ungesättigte Fettsäuren enthaltender Bestand­ teile in der Mischung durch Variation der Küchen- und Speise­ abfälle auf einen vorgegebenen Mittelwert eingestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Küchen- und Speiseabfälle durch Pressen und/oder Zen­ trifugieren auf rund 30-40% trockene Masse entwässert wer­ den.
6. Verfahren nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohware aus toten Tieren und Schlachtabfällen und die Rohware aus Küchen- und Speiseabfällen getrennt entwässert, sterilisiert, getrocknet und gemahlen und erst dann im vor­ gesehenen Verhältnis miteinander vermischt werden.
7. Tierfutter zum Verfüttern, insbesondere an Schweine bestehend aus zu Mehl aufgearbeiteten Tierresten, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehlmischung aus aufgearbeiteten Tierresten und zu­ sätzlich einem Anteil von über 10% aufgearbeiteter Küchen- und Speiseabfälle besteht.
8. Tierfutter nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen Anteil von 90-60 Gew.-% aus aufgearbeiteten Tierresten und einen Anteil von 10-40 Gew.-% aus Küchen- und Speiseab­ fällen.
9. Tierfutter nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehlmischung aus aufgearbeiteten Tierresten und Kü­ chen- und Speiseabfällen geringe Anteile von Vitaminen oder ähnlichen Präparaten aufweist.
10. Anlage zur Herstellung von Tierfutter aus toten Tieren und Schlachtabfällen sowie aus Küchen- und Speiseab­ fällen mit Rohwarenbunkern, einem Konditionierer, einem Misch- und Zerkleinerungsaggregat sowie einer Trocknungsein­ richtung und damit zur Durchführung des Verfahrens nach An­ spruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Konditionierer (6) der Tierabfälle eine Ent­ wässerungseinrichtung (12) für die Küchen- und Speiseabfälle dem entsprechenden Rohwarenbunker (10) nachgeschaltet und neben einem gemeinsamen Misch- und Zerkleinerungsaggregat (18) eine Trocknungseinrichtung (20) vorgesehen ist.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwässerungseinrichtung (12) als Zentrifuge ausge­ bildet ist.
12. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der im Gegenstrom arbeitenden oder als Scheibentrockner ausgebildeten Trocknungseinrichtung (20) eine Sterilisie­ rungsstation (19) vorgeordnet ist.
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