DE19503981A1 - Hubgerüst für ein Flurförderzeug - Google Patents
Hubgerüst für ein FlurförderzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Hubgerüst für ein Flurförderzeug, insbesondere einen Hoch
hubwagen, das neigungsunveränderlich mit dem Flurförderzeug verbunden ist und
einen Standmast, mindestens einen aus- und einfahrbaren Hubmast und einen an dem
Hubmast auf- und abbewegbaren Lastträger aufweist, wobei der Hubmast mittels an
dem Standmast befestigter oberer Rollen und an dem Hubmast befestigter unterer
Rollen gelagert ist.
Hubgerüste an Gegengewichts-Gabelstaplern sind nach vorne neigbar, um die Last
besser aufnehmen und absetzen zu können. Um die Last beim Transport zu stabi
lisieren ist auch eine Neigemöglichkeit nach hinten vorgesehen. Bei gattungsgemäßen
Flurförderzeugen, beispielsweise Hochhubstaplern, ist das Hubgerüst hingegen starr,
also neigungsunveränderlich mit dem Flurförderzeug verbunden. Um bei solchen Flur
förderzeugen die durch das Gewicht der Last bei großer Hubhöhe bedingte Biegung
des Hubgerüstes auszugleichen, ist das Hubgerüst geringfügig nach hinten geneigt.
Dies wird beispielsweise durch Beilagscheiben erreicht, die zwischen dem Hubgerüst
und den Befestigungsstellen am Fahrzeugrahmen angeordnet werden.
Sofern als Lastträger eine Gabel eingesetzt wird, was den Regelfall darstellt, ist es
erforderlich den Gabelträger bzw. die Gabelzinken so am Hubschlitten zu befestigen,
daß trotz nach hinten geneigtem Hubgerüst die zur Aufnahme der Last vorgesehenen
Horizontal-Gabelschenkel der Gabelzinken parallel zur Fahrbahn ausgerichtet sind.
Andernfalls gibt es Schwierigkeiten beim Aufnehmen und Transportieren der Last. Die
Horizontal-Gabelschenkel sind daher nicht mehr rechtwinklig zum Hubgerüst ange
ordnet. Dies führt dazu daß bei der Aufnahme von großen Lasten zwar das Hubgerüst
durch elastische Verformung vertikal ausgerichtet wird, jedoch die Horizontal-Gabel
schenkel schräg nach unten weisen, was unerwünscht ist und einen neigbaren Gabel
träger erforderlich macht.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hubgerüst der eingangs
genannten Art zur Verfügung zu stellen, das einen konstruktiv einfachen Aufbau besitzt
und im Hinblick auf die Ausrichtung des Lastträgers beim Anheben großer Lasten in
große Hubhöhen verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Hubgerüst in vertikaler
Ausrichtung am Flurförderzeug befestigt und der Berührpunkt der oberen Rollen mit
dem Hubmast zum Berührpunkt der unteren Rollen mit dem Standmast derart in hori
zontaler Richtung zur lastnahen und/oder zur lastfernen Seite des Hubgerüsts posi
tioniert ist, daß sich beim Ausfahren des Hubmastes dieser zur lastfernen Seite neigt,
wobei der Neigungswinkel mit zunehmender Hubhöhe größer wird.
Die größte Neigung wird bei maximaler Hubhöhe erreicht. Die beim Hochfahren von
großen Lasten in große Hubhöhen auftretende und sich hubhöhenabhängig ver
stärkende Mastbiegung zur Last hin wird somit automatisch kompensiert. Hierbei
brauchen keinerlei besonderen Maßnahme hinsichtlich des Lastträgers getroffen zu
werden.
Bei entsprechender Positionierung der Berührpunkte der Rollen mit dem Standmast
bzw. der Rollen mit dem Hubmast sind beim Anheben der größtmöglichen Last auf
maximale Hubhöhe die Horizontal-Gabelschenkel eines als Gabel ausgebildeten Last
trägers parallel zur Fahrbahn angeordnet. Auch bei vollständig abgesenktem Lastträger
und eingefahrenem Hubmast sind die Horizontal-Gabelschenkel annähernd parallel zur
Fahrbahn.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die
oberen und die unteren Rollen gleiche Durchmesser aufweisen und die Position der
Drehachse der oberen und/oder der unteren Rollen zur Position der Drehachsen bei
einem neigungsunveränderlichen Ausfahren des Hubmastes versetzt ist. Hierbei ist es
also lediglich erforderlich, die oberen und/oder die unteren Rollen, im Vergleich zur
Normalposition versetzt, am Hubgerüst zu befestigen.
Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es zweckmäßig, wenn die
oberen Rollen und die unteren Rollen verschiedene Durchmesser aufweisen, sofern
dies die Platzverhältnisse im Hubgerüst zulassen. Hierbei kann dann unter Umständen
auf das versetzte Anbringen der Rollen verzichtet werden.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines in den schema
tischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines an einem Hochhubwagen befestigten
Hubgerüstes,
Fig. 2a eine Seitenansicht eines Hochhubwagens mit daran befestigtem
Hubgerüst des Standes der Technik im abgesenkten Zustand,
Fig. 2b das Hubgerüst nach Fig. 2a im unbelasteten ausgefahrenen Zustand,
Fig. 2c das Hubgerüst nach Fig. 2a im belasteten ausgefahrenen Zustand,
Fig. 3a eine Seitenansicht eines Hochhubwagens mit einem daran befestigten
erfindungsgemäßen Hubgerüst im abgesenkten Zustand,
Fig. 3b das Hubgerüst nach Fig. 3a im unbelasteten ausgefahrenen Zustand,
Fig. 3c das Hubgerüst nach Fig. 3a im belasteten ausgefahrenen Zustand,
Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1 und
Fig. 5 den Ausschnitt nach Fig. 4 bei einer anderen Position des Hubmastes.
Das in Fig. 1 dargestellte Hubgerüst, das an einem als Hochhubwagen ausgebildeten
Flurförderzeug befestigt ist, weist einen Standmast 2 und einen aus- und einfahrbaren
Hubmast 3 auf, an dem ein in dieser Figur nicht gezeigter Lastträger auf- und abbeweg
bar ist. Der Hubmast 3 ist in bekannter Weise ebenso wie der Standmast 2 aus zwei
I-Profilen gebildet, die durch Querstreben miteinander verbunden sind. Der Hubmast 3
ist am unteren Ende mit daran befestigten Rollen 4a versehen, die beim Aus- und Ein
fahren des Hubmastes 3 auf einem Führungsprofil des Standmastes 2 ablaufen
(Berührpunkt A). Der Standmast 2 ist an seinem oberen Ende mit Rollen 4b versehen,
auf denen sich beim Aus- und Einfahren des Hubmastes 3 dieser mit einem Führungs
profil abstützt (Berührpunkt B).
Das in den Fig. 2a bis 2c dargestellte Hubgerüst 1 ist in Richtung zur lastfernen
Seite um einen bestimmten Winkel geneigt am Flurförderzeug befestigt. Dies wird
beispielsweise durch Anordnung von Beilagscheiben unterschiedlicher Stärke in den
Bereichen O und U erreicht. Der Lastträger ist in diesem Ausführungsbeispiel als Gabel
ausgebildet, wobei ein Gabelzinken 5 aufnehmender, in den Figuren nicht dargestellter
Gabelträger und/oder die Gabelzinken 5 so befestigt sind, daß sowohl im eingefah
renen als auch im ausgefahrenen unbelasteten Zustand des Hubmastes 3 (Fig. 2b)
die Horizontal-Gabelschenkel 5a parallel zur Fahrbahn sind.
Sofern sich eine entsprechend große Last auf den Gabelzinken 5 befindet wird das
Hubgerüst in Richtung zur lastnahen Seite elastisch verformt, wobei es im Extremfall
eine vertikale Position einnimmt. Dabei ergibt sich allerdings nachteiligerweise eine
leicht nach schräg unten geneigte Position des Horizontal-Gabelschenkels 5a (Fig.
2c). Eine durch Einwirkung der Last verursachte Biegung der Gabelzinken ist
hierbei noch nicht berücksichtigt.
Erfindungsgemäß ist nun gemäß den Fig. 3a bis 3c vorgesehen, daß das Hubge
rüst 1 in vertikaler Ausrichtung am Flurförderzeug befestigt ist und der Berührpunkt B
der oberen Rollen 4b mit dem Hubmast 3 zum Berührpunkt A der unteren Rollen 4a mit
dem Standmast 2 derart in horizontaler Richtung zur lastnahen und/oder zur lastfernen
Seite des Hubgerüsts 3 positioniert ist, daß sich beim Ausfahren des Hubmastes 3
dieser zur lastfernen Seite neigt (Fig. 3b).
Wie noch zu erläutern sein wird, wird dabei der Neigungswinkel mit zunehmender
Hubhöhe größer.
Bei zunächst vollständig abgesenktem Lastträger und eingefahrenem Hubmast 3 sind
die Horizontal-Gabelschenkel 5a annähernd parallel zur Fahrbahn und rechtwinklig
zum Hubmast 3. Beim Ausfahren neigt sich der Hubmast 3 zur lastfernen Seite. Die
größte Neigung des Hubmastes 3 wird bei maximaler Hubhöhe erreicht.
Bei unbelastetem Hubmast 3 sind die Horizontal-Gabelschenkel 5a der Gabelzinken 5
leicht nach schräg oben geneigt. Wird der Hubmast 3 mit einer auf den Gabelzinken 5
befindlichen Last ausgefahren, so wird die beim Hochfahren der Last in große Hub
höhen auftretende und sich hubhöhenabhängig verstärkende Mastbiegung zur last
nahen Seite hin durch die erfindungsgemäße Anordnung automatisch kompensiert
(Fig. 3c).
Es ergibt sich bei Aufnahme einer großen Last in große Hubhöhen ein Zustand, in
dem das gesamte Hubgerüst eine vertikale Position einnimmt. Die Horizontal-Gabel
schenkel 5a der Gabelzinken 5 sind dabei parallel zur Fahrbahn angeordnet (ohne
Berücksichtigung einer Eigenbiegung der Gabelzinken).
Fig. 4 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Bereich des oberen Endes des
Standmastes 2. Der Hubmast 3 ist dabei vollständig ausgefahren. Der mit durchge
zogenen und gestrichelten Linien dargestellte Hubmast 3 stellt bekannten Stand der
Technik dar.
Wird nun die Drehachse der oberen Rollen 4b, die am Standmast 2 befestigt sind und
auf der der Hubmast 3 abrollt, etwas nach in der Figur links verschoben, so ergibt sich
bei unveränderter Anordnung der mit dem Hubmast 3 verbundenen unteren Rollen 4b
eine Neigung des Hubmastes 3 zur lastfernen Seite des Hubgerüstes 1. Der Berühr
punkt B wird dabei zu einem Berührpunkt B′ verschoben. Derselbe Effekt ergibt sich,
wenn die Drehachse der unteren Rollen 4a nach in der Figur links verschoben wird. Es
ist auch möglich, sowohl die obere Rollen 4b als auch die untere Rollen 4a zu ver
schieben.
Fig. 5 veranschaulicht die in Abhängigkeit von der Hubhöhe veränderliche Neigung
des Hubmastes 3. Bei voll ausgefahrenem Hubmast 3 (strichpunktiert dargestellt) ergibt
sich die größtmögliche Neigung zur lastfernen Seite des Hubgerüstes 1. Ist der Hub
mast 3 weiter eingefahren, so ist auch die Neigung geringer. Beim Einfahren bewegt
sich der Berührpunkt A der unteren Rolle 4a längs einer vertikalen Linie, während der
Berührpunkt B′ der oberen Rolle 4b ortsfest bleibt.
Bei voll eingefahrenem Hubmast 3 ist die Neigung so gering, daß der Hubmast 3
annähernd vertikal angeordnet ist und demzufolge auch die Horizontal-Gabelschenkel
der Gabelzinken annähernd parallel zur Fahrbahn angeordnet sind.
Die erfindungsgemäße Wirkung kann auch dadurch erreicht werden, daß die Durch
messer der Rollen 4a und 4b unterschiedlich groß sind. Beispielsweise wird eine Ver
schiebung des Berührpunktes der oberen Rollen 4b von B nach B′ auch dadurch er
reicht, daß der Durchmesser der Rollen 4b entsprechend vergrößert wird. Analog dazu
kann auch der Durchmesser der unteren Rollen 4a verkleinert werden (gegebenenfalls
überlagert von einer Vergrößerung des Durchmessers der oberen Rollen
4b).
Claims (3)
1. Hubgerüst für ein Flurförderzeug, insbesondere einen Hochhubwagen, das mit
dem Flurförderzeug neigungsunveränderlich verbunden ist und einen Standmast,
mindestens einen aus- und einfahrbaren Hubmast und einen an dem Hubmast auf- und
abbewegbaren Lastträger aufweist, wobei der Hubmast mittels an dem
Standmast befestigter oberer Rollen und an dem Hubmast befestigter unterer
Rollen gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Hubgerüst (1) in vertikaler
Ausrichtung am Flurförderzeug befestigt und der Berührpunkt (B) der oberen
Rollen (4b) mit dem Hubmast (3) zum Berührpunkt (A) der unteren Rollen (4a) mit
dem Standmast (2) derart in horizontaler Richtung zur lastnahen und/oder zur
lastfernen Seite des Hubgerüsts (1) positioniert ist, daß sich beim Ausfahren des
Hubmastes (3) dieser zur lastfernen Seite neigt, wobei der Neigungswinkel mit
zunehmender Hubhöhe größer wird.
2. Hubgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und die
unteren Rollen (4b, 4a) gleiche Durchmesser aufweisen und die Position der
Drehachse der oberen und/oder der unteren Rollen (4b, 4a) zur Position der
Drehachsen bei einem neigungsunveränderlichen Ausfahren des Hubmastes (3)
versetzt ist.
3. Hubgerüst nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen
Rollen (4b) und die unteren Rollen (4a) verschiedene Durchmesser aufweisen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
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| FR (1) | FR2730222A1 (de) |
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Also Published As
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| FR2730222A1 (fr) | 1996-08-09 |
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