DE19502502A1 - Stoßdämpferprüfgerät - Google Patents
StoßdämpferprüfgerätInfo
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- G01M—TESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01M17/00—Testing of vehicles
- G01M17/007—Wheeled or endless-tracked vehicles
- G01M17/04—Suspension or damping
Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Stoßdämpferprüfgerät entsprechend dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
Stoßdämpfer sind nicht nur für den Fahrkomfort sondern auch für die Fahrsicher
heit von großer Bedeutung. Sie müssen für eine gute Bodenhaftung der Räder
und damit für eine exakte Straßenlage der Kraftfahrzeuge sorgen. Eine gute Stra
ßenlage kann nur mit einwandfreien Stoßdämpfern garantiert werden. Da sie
ständig hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind, müssen sie nach gewissen
Laufzeiten auf ihre Funkionstüchtigkeit überprüft werden.
Die exakteste Methode zur Leistungskontrolle von Stoßdämpfern stellt die Mes
sung auf einer Spezialprüfmaschine dar, wie sie von den Entwicklungs- und Qua
litätssicherungsabteilungen eingesetzt wird. Damit können die gesamten Dämpf
kraftkennlinien eines Stoßdämpfers überprüft werden. Diese Spezialmaschinen
sind sehr teuer und daher selbst für große Kfz-Werkstätten oder den Kfz-Handel
unrentabel. Zudem können die Stoßdämpfer nur im ausgebauten Zustand über
prüft werden.
Man behilft sich oft mit provisorischen Prüfungen, wie etwa dem Wippen des
Fahrzeugaufbaus oder durch Probefahrten. Diese Prüfungen bergen aber ein er
hebliches Unsicherheitsrisiko in sich.
Es hat sich in der Praxis ein Stoßdämpferprüfgerät durchgesetzt, wie es aus dem
deutschen Gm 93 03 201 bekannt ist. Bei diesem Stoßdämpferprüfgerät wird
über eine Vergleichsmessung der Zustand der einzeln Stoßdämpfer festgestellt.
Das Fahrzeug wird mit einer Fahrzeugachse auf eine in Schwingungen versetzba
re Radauflage abgestellt. Eine Antriebseinheit in Verbindung mit einem Exzenter
erregt die Radauflage mit einer überkritischen Schwingfrequenz von ca. 15 hz.
Anschließend wird die Antriebseinheit gestoppt, wobei die Radauflage selbsttätig
den Resonanzbereich von ca. 6 bis 8 hz durchfährt, der Aufschluß über den
Stoßdämpferzustand ermöglicht. Bei diesem Prüfvorgang wird aus dem Gesamt
schwingungsverhalten des Fahrwerks auf die Leistungsfähigkeit des Stoßdämp
fers bzw. den Betriebszustand des Gesamtfahrwerks geschlossen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ausgehend von dem aus dem Stand
der Technik bekannten Stoßdämpferprüfgerät weitere Anwendungsmöglichkeit zu
realisieren, wobei der Umrüst- oder Veränderungsaufwand begrenzt bleiben soll.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, indem die Radauflage mit ei
ner Antriebseinheit gekoppelt ist, die eine Schwingfrequenz bis ca. 100 hz er
möglicht, wobei die Antriebseinheit in Verbindung mit der Schwingfrequenz ein
stellbar ist, so daß die Geräteeinheit zur reproduzierbaren Darstellung von Geräu
schen aufgrund schwingender Fahrzeugteile verwendbar ist. Bisher war es stets
so, daß der Fahrzeuginsasse von einem Geräusch belästigt wurde. Den Werkstät
ten kann dieses Geräusch nur sehr ungenau, insbesondere was die Randbedin
gungen betrifft, bei denen das Geräusch auftritt, beschrieben werden. Bei Probe
fahrten kann das zur Folge haben, daß die nötige Aufmerksamkeit für das Fahr
zeugführen nicht gegeben ist, da man häufig vergeblich auf die Geräuschkulisse
achtet, aber das vermeintliche Geräusch nicht reproduzieren kann. Mit dem ab
gewandelten Stoßdämpferprüfgerät können die Fahrzeugschwingungen simuliert
werden. Am stehenden Fahrzeug läßt sich beispielsweise nachempfinden, daß
beispielsweise bei 50 hz das Handschuhfach klappert. Durch die direkte Verbin
dung zwischen dem reproduzierten Geräusch und der dazugehörigen Schwingfre
quenz können auch dem Fahrzeughersteller wichtige Informationen geliefert wer
den, um das betroffene Fahrzeugteil konstruktiv zu verändern.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante ist die Antriebseinheit für die Mes
sung der Stoßdämpfer identisch mit der Antriebseinheit für die Darstellung von
Geräuschen. Alternativ, insbesondere zum Nachrüsten bereits vorhandener Stoß
dämpferprüfgeräte können auch zusätzliche Antriebseinheiten verwendet werden.
Vorteilhafterweise wird für jedes Rad einer Achse eine separat steuerbare An
triebseinheit verwendet. Man kann also separat die eine oder andere oder beide
Radauflagen schwingen lassen. Die Antriebseinheiten können auch derart gekop
pelt werden, so daß ein Rad ein- und gleichzeitig das andere Rad einer Achse
ausgefedert ist. Damit läßt sich auch eine Torsionsbelastung des Fahrzeugs si
mulieren.
Anhand der folgenden Figurenbeschreibung soll die Erfindung näher erläutert
werden.
In der Fig. 1 ist ein Stoßdämpfer-Prüfgerät dargestellt, welches nach dem Prinzip
der Resonanzmessung arbeitet. Die elektrische Versorgung und Steuerung des
Gerätes erfolgt über ein Bedienpult 1, das auch Einrichtungen für die Dateneinga
be, Ergebnisanzeigen und einen Drucker für die Prüfprotokolle enthält. Das Stoß
dämpferprüfgerät besteht u. a. aus einer Stahlgrundkonstruktion mit Radaufla
gen 2, die über Schwingen 3 mit einer Antriebseinheit 4 verbunden sind. Die
Radauflagen sind derart bemessen, daß alle Pkw und Kleintransporter überprüft
werden können.
Jede der Schwingen arbeitet unabhängig von der anderen. Eine zwischen der
Schwinge und der Antriebseinheit angeordnete Feder 5 mit einer kleinen Feder
konstante soll den Einfluß der Reifeneigenfederung minimieren. Es wird dadurch
ein Abheben des Kraftfahrzeugrades bei großen Resonanzamplituden verhindert.
Zur Prüfung wird das Fahrzeug mit einer Achse über Auffahrrampen 6 auf die
Radauflagen gefahren. Anschließend wird die Antriebseinheit eingeschaltet, die
die Radauflage jeweils auf 15 hz beschleunigt und dann abschaltet. Die Radauf
lagen schwingen selbsttätig aus und durchlaufen den Resonanzbereich von 6 bis
8 hz des Schwingungsdämpfers.
Es wird ein Vergleich der Schwingungskurve mit einer Schwingungskurve eines
neuwertigen Stoßdämpfers innerhalb des Rechners durchgeführt, als Ergebnis
angezeigt und durch einen Drucker für den Kunden protokolliert.
Bei der Anwendung für das Darstellen von Schwingungsverhalten anderer Fahr
zeugteile zur Reproduzierung von Geräuschen werden die Radauflagen auf eine
Frequenz beschleunigt, die in einem beliebigen Bereich von 0 bis 100 hz liegt.
Dazu wird jeweils die eingestellte Frequenz angezeigt, so daß die Prüfungsrand
bedingungen auch später und/oder an anderer Stelle schnell nachgestellt werden
können. Im Gegensatz zur Stoßdämpferprüfung muß die Antriebseinheit weitest
gehend stufenlos erfolgen können, während bei der Stoßdämpferprüfung eine
Festdrehzahl ausreicht. Es ist vorgesehen, daß jede der beiden Radauflagen eine
eigene Antriebseinheit besitzt, so daß nicht nur jeder Stoßdämpfer, sondern auch
jede Fahrzeugseite separat überprüft werden kann. Durch eine gegenläufige An
steuerung der Antriebseinheiten kann ein Rad ein- und das andere Rad ausgefe
dert werden, so daß auch eine Torsionsbelastung simulierbar ist.
In der Fig. 2 ist eine Draufsicht des Prüfgerätes dargestellt. Abweichend zur Fig. 1
ist noch ein Umschalter 7 eingezeichnet, der die Grundansteuerung der An
triebseinheiten bestimmt. Es können auch getrennte Antriebseinheiten für den
Stoßdämpfertest und die Schwingungssimulation verwendet werden, so daß
auch an eine Nachrüstung bestehender Anlage gedacht ist.
Claims (4)
1. Stoßdämpferprüfgerät, umfassend mindestens eine Antriebseinheit für eine in
Schwingungen versetzbare Radauflage, elektronische Einheiten zur Erfassung
der Schwingbewegung des federnden Fahrzeuges, dadurch gekennzeichnet,
daß die Radauflage (2) mit einer Antriebseinheit (3) gekoppelt ist, die eine
Schwingfrequenz bis ca. 100 hz ermöglicht, wobei die Antriebseinheit in Ver
bindung mit der Schwingfrequenz einstellbar ist, so daß die Geräteeinheit zur
reproduzierbaren Darstellung von Geräuschen aufgrund schwingender Fahr
zeugteile verwendbar ist.
2. Stoßdämpferprüfgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die
Antriebseinheit für die Messung der Stoßdämpfer identisch ist mit der An
triebseinheit für die Darstellung von Geräuschen.
3. Stoßdämpferprüfgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für je
des Rad einer Achse eine separat steuerbare Antriebseinheit verwendet wird.
4. Stoßdämpferprüfgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die An
triebseinheit derart gekoppelt werden können, so daß ein Rad im ein- und
gleichzeitig das andere Rad einer Achse ausgefedert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995102502 DE19502502A1 (de) | 1995-01-27 | 1995-01-27 | Stoßdämpferprüfgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995102502 DE19502502A1 (de) | 1995-01-27 | 1995-01-27 | Stoßdämpferprüfgerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19502502A1 true DE19502502A1 (de) | 1996-08-08 |
Family
ID=7752433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995102502 Ceased DE19502502A1 (de) | 1995-01-27 | 1995-01-27 | Stoßdämpferprüfgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19502502A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19823372A1 (de) * | 1998-05-18 | 1999-12-09 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren und Vorrichtung zum Testen von Radaufhängungen |
| DE19823367A1 (de) * | 1998-05-18 | 1999-12-09 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren zum Prüfen einer Radaufhängung von Kraftfahrzeugen |
| DE19823369A1 (de) * | 1998-05-18 | 1999-12-09 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren zum Prüfen einer Radaufhängung |
| RU2323426C1 (ru) * | 2006-10-09 | 2008-04-27 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Научно-производственное объединение прикладной механики им. академика М.Ф. Решетнева" | Способ определения характеристик амортизаторов при вибрационном воздействии |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3127294A1 (de) * | 1981-07-10 | 1983-01-27 | Volkswagenwerk Ag, 3180 Wolfsburg | Pruefstand fuer die ermittlung der koerperschalldaemmung eines prueflings aus elastischem material |
| DE9414729U1 (de) * | 1994-09-10 | 1994-11-03 | Müller, Roland, 66123 Saarbrücken | Vorrichtung zum Prüfen von Stoßdämpfern von Fahrzeugen |
-
1995
- 1995-01-27 DE DE1995102502 patent/DE19502502A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3127294A1 (de) * | 1981-07-10 | 1983-01-27 | Volkswagenwerk Ag, 3180 Wolfsburg | Pruefstand fuer die ermittlung der koerperschalldaemmung eines prueflings aus elastischem material |
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Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Prospekt P 2711 "Serie 59, Digitale Modular- elektronik für Hydropuls-Prüfsysteme" der Fa. Carl Schenck AG * |
| Z: ATZ Automobiltechnische Zeitschrift 97 (1995) 1, S. 38-44 * |
Cited By (4)
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| RU2323426C1 (ru) * | 2006-10-09 | 2008-04-27 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Научно-производственное объединение прикладной механики им. академика М.Ф. Решетнева" | Способ определения характеристик амортизаторов при вибрационном воздействии |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN SACHS AG, 97422 SCHWEINFURT, DE |
|
| 8131 | Rejection |