DE19500182A1 - Vorrichtung für ein Schwimmfahrzeug zum Aufnehmen und Aussetzen von insbesondere Booten - Google Patents
Vorrichtung für ein Schwimmfahrzeug zum Aufnehmen und Aussetzen von insbesondere BootenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für ein auf einer
Wasseroberfläche schwimmendes Schwimmfahrzeug zum Aufnehmen
und Aussetzen von insbesondere Booten.
Bei aufzunehmenden und auszusetzenden Booten handelt es
sich in der Berufsschiffahrt beispielsweise um Lotsenver
setzboote, Meeresforschungsboote, Schwimmleichter oder Bargen.
In der Passagierschiffahrt sind es Beiboote oder Passagier-
Unterseeboote für touristische Zwecke, welche von größeren
Passagierschiffen insbesondere in Küstennähe ausgesetzt
werden.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus dem
Europäischen Patent EP 0 362 722 bekannt. Die offenbarte
Vorrichtung ist als aus dem Rumpf des Schwimmfahrzeuges
ausfahrbare, wenigstens teilweise ins Wasser eintauchbare
Kammer ausgebildet, welche zum Teil nach Art eines Greifers
aufklappbar ist. Bei ruhigem Seegang ist mit dieser Kammer
eine Aufnahme eines Bootes problemlos möglich, indem das Boot
beispielsweise mit eigener Kraft in die aufgeklappte Kammer
hineinfährt, diese geschlossen wird und in den Rumpf des
Schwimmfahrzeuges eingefahren wird.
Bei stärkerem Seegang gestaltet sich die Aufnahme eines
Bootes mit dieser Kammer nicht so problemlos und nicht
risikolos. Das liegt zum einen daran, daß die Kammer nicht
völlig aus dem Rumpf des Schwimmfahrzeuges ausfahren kann. Sie
bleibt immer mit dem Rumpf fest verbunden und zwar in einer
relativ stabilen Aufhängung, in der die Kammer mit dem auf
genommenen Boot in das Innere des Rumpfes eingefahren wird.
Die Kammer folgt somit auch bei stärkerem Seegang in
nachteiliger Weise allen Bewegungen des Schwimmfahrzeuges, die
durch den Seegang und den Wind verursacht werden.
Bei entsprechenden Windstärken und Wellenhöhen hebt und
senkt sich beispielsweise das Heck eines größeren
Schwimmfahrzeuges bei jeder Welle um mehrere Meter. Eine am
Heck dieses Schwimmfahrzeuges angeordnete Kammer wird dabei in
der gleichen Größenordnung angehoben und abgesenkt, wobei die
Kammer vollständig aus dem Wasser gehoben werden kann. Ein
sich dieser Kammer annäherndes, aufzunehmendes Boot ist
gleichfalls dem Seegang ausgesetzt, führt aber, auch aufgrund
der von der Position des Schwimmfahrzeuges verschiedenen
Position auf der Wasseroberfläche, eigene Bewegungen aus, die
unabhängig von den Bewegungen des Schwimmfahrzeuges sind.
Beispielsweise kann sich eine Situation ergeben, in der das
aufzunehmende Boot im Bereich eines Wellentals schwimmt, wenn
sich das Schwimmfahrzeug mit der Kammer mehrere Meter darüber
auf einem Wellenberg befindet. Ein Aufnehmen des Bootes ist
dann nicht möglich, da die Gefahr einer Beschädigung des
Bootes und insbesondere eine Verletzungsgefahr der auf diesem
Boot vorhandenen Personen nicht ausgeschlossen werden kann.
Aber auch bei mittelstarkem Seegang können bei Karambolagen
während der Einfahrt des Bootes in die Kammer oder auch beim
Aussetzen Beschädigungen des Bootes sowie Personenverletzungen
auftreten. Durch die Anordnung der Kammer direkt am
Schwimmfahrzeug kommt zudem ein in die Kammer einfahrendes
Boot dem Schwimmfahrzeug relativ nahe, so daß auch
Zusammenstöße des Bootes mit dem Schwimmfahrzeug selbst
auftreten können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, mit der das
Aufnehmen und Aussetzen von Booten insbesondere bei stärkerem
Seegang problemloser durchführbar ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch einen
Ausleger, dessen eines Ende um eine waagerecht ausgerichtete
Achse frei schwenkbar am Schwimmfahrzeug so angelenkt ist, daß
er sich in einem spitzen Winkel zur Wasseroberfläche hin
erstreckt, wobei sein freies Ende im Wasser schwimmt, und
durch eine auf dem Ausleger angeordnete Boot-Fangeinrichtung
Der Ausleger ist mit dem Schwimmfahrzeug nicht fest,
sondern um die Achse schwenkbar verbunden. Bei stärkerem See
gang folgt zwar das an dieser Achse angelenkte Ende den
Bewegungen des Schwimmfahrzeuges, jedoch nicht das freie Ende,
das auf der Wasseroberfläche liegt. Durch die Schwenkung des
Auslegers werden die Bewegungen des Schwimmfahrzeuges vor
teilhaft ausgeglichen. Das schwimmende freie Ende des Aus
legers verbleibt ständig in seiner Lage auf der Wasserober
fläche und wird nicht wie bei der bekannten Vorrichtung mit
dem Schwimmfahrzeug aus dem Wasser herausgehoben beziehungs
weise von der Wasseroberfläche abgehoben.
Das schwimmende freie Ende des Auslegers wird auch von den
aufeinanderfolgenden Wellenbergen und Wellentälern angehoben
und abgesenkt, wobei es jeweils um die im Schwimmfahrzeug
angeordnete Achse geschwenkt wird. Ein sich dem freien Ende
des Auslegers annäherndes Boot befindet sich nahezu auf dem
gleichen Ort der Welle wie dieses freie Ende. Das Ausmaß der
Relativbewegungen zwischen dem Boot und dem freien Ende des
Auslegers ist daher relativ gering. Die Fangeinrichtung ist
vorzugsweise im Bereich des freien Endes des Auslegers ange
ordnet, damit das Boot aufgrund der geringen Relativbewegungen
ohne Beschädigungen in die Fangeinrichtung einfahren kann. Das
Boot wird mittels der Fangeinrichtung mit dem Ausleger
verbunden und beispielsweise durch ein Anheben des freien
Endes des Auslegers und Einbringen des Auslegers in das
Innere des Schwimmfahrzeuges aufgenommen.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das sichere
Aufnehmen und Aussetzen des Bootes auch bei stärkerem Seegang
ohne das Risiko von Personenverletzungen oder Sachbeschädi
gungen problemloser möglich.
Nach einer ersten Weiterbildung der Erfindung ist vorge
sehen, daß die Fangeinrichtung am Ausleger längsbeweglich
gehalten ist und daß Antriebsmittel für die Längsbewegung
vorgesehen sind. Eine längsbeweglich gehaltene Fangeinrichtung
hat den Vorteil, daß zum Aufnehmen oder Aussetzen eines Bootes
nicht der gesamte Ausleger zusammen mit dem Boot gehandhabt,
zum Beispiel ein- beziehungsweise ausgefahren, werden muß
sondern in seiner schwenkbaren Anlenkung verbleiben kann.
Lediglich die Fangeinrichtung wird bewegt, um sie in eine zum
Aufnehmen oder Aussetzen eines Bootes geeignete Position zu
bringen. Als Antriebsmittel für die Fangeinrichtung sind
vorzugsweise Kettenwinden vorgesehen. Selbstverständlich
können auch Seilzüge oder auch Arbeitszylinder eingesetzt
werden.
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit beim Aufnehmen und
Aussetzen ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorge
sehen, daß der Ausleger wenigstens die zweifache Länge des
aufzunehmenden beziehungsweise auszusetzenden Bootes aufweist.
Durch diese Ausbildung wird der Abstand zwischen dem freien
Ende des Auslegers und der Anlenkachse vergrößert, so daß
aufgrund eines längeren Hebelarmes die Auswirkungen der Bewe
gungen des Schwimmfahrzeuges auf das freie Ende des Auslegers
vermindert werden. Gleichzeitig wird auch der Abstand des
aufzunehmenden Bootes zum Schwimmfahrzeug erhöht, wodurch die
Gefahr einer Kollision vermindert wird.
Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß im
Bereich des freien Endes des Auslegers Auftriebskörper ange
ordnet sind, mit denen die Lage des freien Endes des Auslegers
im Bereich der Wasseroberfläche stabilisiert wird. Das freie
Ende des Auslegers kann auf der Wasseroberfläche aufschwimmen
oder in das Wasser eintauchen. Mit den Auftriebskörpern wird
dabei vorteilhaft eine relativ stabile Schwimmlage oder
konstante Eintauchtiefe ermöglicht. Jeder Auftriebskörper kann
nach einer Weiterbildung beispielsweise ein bei Belastung
durch den Ausleger teilweise eintauchender, etwa lotrecht
stehender Hohlzylinder sein. Die Größe ihrer Auftriebskraft
hängt somit von der jeweiligen Eintauchtiefe der Hohlzylinder
ab. Möglich sind auch flut- beziehungsweise lenzbare Auf
triebskörper, mit denen verschiedene Eintauchtiefen des freien
Endes des Auslegers eingestellt werden können. Unterschied
liche Eintauchtiefen können beispielsweise bei verschieden
schweren Booten einzustellen sein.
Zur Vermeidung von Überbeanspruchungen, insbesondere durch
Seegang, ist nach einer Weiterbildung der Erfindung der
Ausleger eine aus Profilstangen zusammengesetzte Gitter
konstruktion. Durch die Gitterkonstruktion können über den
Ausleger bei stärkerem Seegang schlagende Wellen keinen
Widerstand finden, das heißt, der Ausleger ist dadurch vor
teilhaft hydrodynamisch transparent. Ein derartiger Ausleger
bietet auch Wind vorteilhaft keine größere Angriffsfläche. Die
Profilstangen sind vorzugsweise endseitig dichtgesetzte
Hohlprofile, die somit gleichfalls als Auftriebskörper genutzt
werden können.
Der Ausleger kann längere Zeit in der Aufnahme- be
ziehungsweise Aussetzposition verbleiben. Nach einer Weiter
bildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das die waagerechte
Achse tragende Anlenklager des Auslegers am Rumpf des
Schwimmfahrzeuges lotrecht und waagerecht verschiebbar
gehalten ist. Der Ausleger selbst ist dadurch leicht ein- und
ausbringbar, beispielsweise kann er vor einer längeren
Marschfahrt in den Rumpf des Schwimmfahrzeuges eingefahren und
verstaut werden, und ist dennoch bei Bedarf rasch und einfach
herausbringbar, wenn ein Boot ausgesetzt oder aufgenommen
werden soll. Das Ein- und Ausfahren des Auslegers kann dabei
mit Vorteil durch eine in der Bordwand des Schwimmfahrzeuges
befindliche Luke vorgenommen werden.
Die Bordwand des Schwimmfahrzeuges kann auch eine ver
tiefte Ausnehmung aufweisen, in der sich das Anlenklager des
ausgefahrenen Auslegers befindet. Das Anlenklager ist auf
diese Weise vorteilhaft in Richtung des Schwimmfahrzeugschwer
punktes versetzt. Diese Versetzung bewirkt eine Verringerung
der seegangsbedingten Bewegungen des Anlenklagers, da die
Bewegungen in Richtung des Schwimmfahrzeugschwerpunktes
abnehmen. Solange sich das Boot auf dem Ausleger befindet, ist
es zusätzlich vorteilhaft von den die Ausnehmung begrenzenden
Bordwänden des Schwimmfahrzeuges gegen Wind- und Welleneinwir
kungen geschützt.
Zur Ermöglichung einer vorteilhaft sicheren Bewegbarkeit
der Fangeinrichtung auf dem Ausleger ist nach einer Weiterbil
dung der Erfindung vorgesehen, daß der Ausleger Führungs
schienen für die Fangeinrichtung aufweist. Entlang den Füh
rungsschienen kann die Fangeinrichtung reibungsarm, sicher und
unkompliziert bewegt werden. Die Ausbildung der Fangein
richtung ist nach einer Weiterbildung der Erfindung der eines
Slipwagen ähnlich, dessen das Boot zwischen sich aufnehmende
Seitenwände wenigstens teilweise als jeweils um eine lotrechte
Achse schwenkbare Greiferschenkel ausgebildet sind. Zur
Aufnahme eines Bootes wird eine derartig ausgebildete
Fangeinrichtung bis an das freie Ende des Auslegers bewegt.
Das aufzunehmende Boot fährt beispielsweise mit eigener Kraft
zwischen die Seitenwände der Fangeinrichtung, wodurch
selbsttätig eine Schwenkung der Greiferschenkel um ihre
lotrechten Achsen ausgelöst werden kann. Selbstverständlich
kann die Schwenkung der Greiferschenkel auch nach dem
Einfahren des Bootes manuell ausgelöst werden. Nach dem
Schwenken der Greiferschenkel ist das Boot durch die
Fangeinrichtung vollständig umschlossen und kann durch eine
Bewegung der Fangeinrichtung entlang der am Ausleger
befindlichen Führungsschienen aus dem Wasser gehoben werden.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung ist die Fang
einrichtung zweiteilig ausgebildet, wodurch die Seitenwände
jeweils getrennt voneinander auf jeweils zugeordneten Füh
rungsschienen verfahrbar sind. Die Bewegungen beider Seiten
wände können dabei aufeinander abgestimmt und synchron durch
führbar sein, jedoch können die Seitenwände auch, beispiels
weise zur Korrektur der Lage eines schräg in die Fangein
richtung eingefahrenen Bootes, einzeln unabhängig voneinander
bewegt werden.
Zur Verlagerung eines aufgenommenen Bootes in das Schwimm
fahrzeug sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß sich
die Führungsschienen in einen im Rumpf des Schwimmfahrzeuges
befindlichen, als Bootsdeck dienenden Einziehraum für den
Ausleger und das Boot fortsetzen. Die Fangeinrichtung ist
somit über das angelenkte Ende des Auslegers hinaus auf den
Führungsschienen bis in den Einziehraum bewegbar, so daß das
Aufnehmen beziehungsweise Aussetzen von Booten einfach und
schnell durchgeführt werden kann. Ein Umsetzen der Boote am
Übergang Ausleger/Schwimmfahrzeug ist vorteilhaft nicht
notwendig. In dem Einziehraum sind mehrere Boote lagerbar, die
jeweils mittels geeigneter Hebezeuge aus der Fangeinrichtung
heraushebbar beziehungsweise in die Fangeinrichtung einsetzbar
sind. Der Ausleger ist in dem gleichen Raum lagerbar, nachdem
er in den Rumpf des Schwimmfahrzeuges eingezogen wurde. Bei
einem nicht ausreichend dimensionierbaren Einziehraum kann der
Ausleger in seiner Länge verstellbar ausgebildet sein, bei
spielsweise durch teleskopartig ausfahrbare Verlängerungen.
Wie der Ausleger ist auch die Fangeinrichtung mit ihren
Seitenwänden nach einer Weiterbildung der Erfindung eine aus
Profilstangen zusammengesetzte Gitterkonstruktion, die die
gleichen Vorteile wie die Gitterkonstruktion des Auslegers
aufweist. Zur Verminderung der beweglichen Massen sind der
Ausleger und die Fangeinrichtung in zweckmäßiger Weise aus
Leichtmetall gefertigt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung, aus denen sich
weitere erfinderische Merkmale ergeben, sind in der Zeichnung
dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische, schematische Ansicht eines
Bereiches eines Schwimmfahrzeuges mit einer Vor
richtung zum Aufnehmen und Aussetzen von Booten,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Schwimmfahrzeuges und der
Vorrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf das Schwimmfahrzeug und die
Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 vor Aufnahme eines
Bootes,
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Schwimmfahrzeug und die
Vorrichtung gemäß Fig. 1-3 während der Aufnahme
des Bootes und
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine gegenüber der Vorrichtung
in Fig. 1 modifizierte Ausführung der Vorrichtung.
Die Vorrichtung zum Aufnehmen und Aussetzen von Booten in
Fig. 1 weist einen Ausleger 1 auf, der mit einem Ende an dem
Bereich des Schwimmfahrzeuges 2 um eine waagerecht ausge
richtete Achse 3 frei schwenkbar angelenkt ist. Mit dem freien
Ende ist der Ausleger 1 außerhalb der Außenbordwand 4 in
spitzem Winkel auf die in Fig. 1 nicht dargestellte
Wasseroberfläche gelegt. Das angelenkte Ende des Auslegers 1
befindet sich oberhalb der Wasseroberfläche, so daß der
Ausleger 1 wie eine schräge Rampe zwischen der Wasser
oberfläche und der Achse 3 verläuft. Im Bereich seines freien
Endes ist auf dem Ausleger 1 eine Boot-Fangeinrichtung 5 ange
ordnet (Fig. 3 und 4).
Der Ausleger 1 ist eine aus Profilstangen zusammengesetzte
Gitterkonstruktion. Auf den obenliegenden, quer zur Längser
streckung des Auslegers 1 verlaufenden Profilstangen ist
zusätzlich ein begehbarer Steg 6 angeordnet. Die einzelnen
Profilstangen sind als endseitig dichtgesetzte Hohlprofile
ausgebildet. Im Bereich des freien Endes des Auslegers 1 sind
quaderförmige Auftriebskörper 10 angeordnet.
Die Bordwand 4 des Schwimmfahrzeuges 2 weist eine
vertiefte Ausnehmung 7 auf, in der die Anlenkachse 3 des
Auslegers 1 von der Bordwand 4 wegversetzt ist. Oberhalb der
Anlenkachse 3 ist in der Ausnehmung der Bordwand 4 eine Luke 9
befindlich. Die Fangeinrichtung 5 ist mit nicht weiter
dargestellten Antriebsmitteln auf dem Ausleger 1 längsbe
weglich gehalten. Dabei weist der Ausleger 1 Führungsschienen
8 für die Fangeinrichtung 5 auf, die sich durch die Luke 9 in
einen im Rumpf des Schwimmfahrzeuges 2 befindlichen Einzieh
raum fortsetzen.
Das freie Ende des Auslegers 1 in Fig. 2 befindet sich
unterhalb der Wasseroberfläche 11, und die bis an dieses freie
Ende bewegte Fangeinrichtung 5 ragt teilweise aus dem Wasser.
Das an der Achse 3 angelenkte Ende des Auslegers 1 befindet
sich in einer bestimmten Höhe oberhalb der Wasseroberfläche
11. Mit dem Pfeil 12 ist angedeutet, daß die Höhe der Achse 3
über der Wasseroberfläche 11 veränderbar ist, wodurch der
spitze Winkel, in dem sich der Ausleger 1 zur Wasseroberfläche
11 hin erstreckt, verändert werden kann. Der Pfeil 13 ver
deutlicht, daß die Achse 3 auch waagerecht verschiebbar ist.
Durch diese waagerechte Verschiebung ist der Ausleger 1 in den
Rumpf des Schwimmfahrzeuges 2 ein- beziehungsweise aus dem
Rumpf ausfahrbar. Der Ausleger 1 wird dabei durch die Luke 9
in Fig. 1 aus- und eingefahren. Die Auftriebskörper 10 halten
das freie Ende des Auslegers 1 in einer bestimmten Schwimm
lage. Die Auftriebskörper können auch etwa lotrecht stehende
Hohlzylinder 10′ sein, wie mit gestrichelten Linien in Fig. 2
gezeigt. Die Hohlzylinder 10′ tauchen bei Belastung durch den
Ausleger 1 teilweise in das Wasser ein.
In Fig. 3 ist zusätzlich das Boot 14 schematisch darge
stellt, das mit der Vorrichtung aufgenommen werden soll. Dazu
ist die auf dem Ausleger 1 angeordnete Fangeinrichtung 5 bis
an das freie Ende des Auslegers 1 bewegt. Die Fangeinrichtung
5 ist eine Gitterkonstruktion, welche zwei Seitenwände 15
aufweist. Diese Seitenwände 15 sind mit quer zur Längser
streckung des Auslegers 1 verlaufenden Profilstangen
untereinander verbunden, so daß die Ausbildung der Fangein
richtung 5 der eines Slipwagen ähnlich ist. Auf den quer
laufenden Profilstangen sind Bodenrollen 16 angeordnet.
Die Seitenwände 15 weisen einander gegenüberliegende
Seitenrollen 17 auf. Jede der Seitenwände 15 ist teilweise als
Greiferschenkel 18 ausgebildet, der um eine lotrechte Achse 19
schwenkbar ist. Diese Greiferschenkel 18 sind in einem Winkel
von ca. 90° zueinander zur Aufnahme des Bootes 14 in der
Fangeinrichtung 5 geöffnet. An ihren freien Enden sind an den
einander zugekehrten Innenseiten Endrollen 20 auf lotrechten
Achsen gelagert.
In Fig. 4 ist das Boot 14 zwischen den Seitenwänden 15 der
Fangeinrichtung 5 aufgenommen. Die Greiferschenkel 18 sind
zueinander um die Achsen 19 geschwenkt und liegen am Boot 14
im Bereich dessen Hecks an. Bodenrollen 16, Seitenrollen 17
und Endrollen 20 dienen bei der Umschließung des Bootes 14
durch die Fangeinrichtung 5 der reibungsarmen Einführung des
Bootes 14 zwischen die Seitenwände 15. Das Boot 14 wird durch
eine Bewegung der Fangeinrichtung 5 längs des Auslegers 1 ent
lang den Führungsschienen 8 in den Einziehraum des Schwimm
fahrzeuges 2 versetzt.
Der Ausleger 1 in Fig. 5 weist eine konstruktiv anders
ausgebildete Fangeinrichtung 5 auf. Die Seitenwände 15 sind
jeweils getrennt voneinander entlang jeweils zweier Führungs
schienen 8 längsbewegbar. Beide Seitenwände 15 untereinander
verbindende Profilstangen fehlen, die Bodenrollen 16 sind
daher direkt auf dem Ausleger 1 angeordnet und verteilen sich
über die gesamte Länge des Auslegers 1.
Claims (16)
1. Vorrichtung für ein auf einer Wasseroberfläche
schwimmendes Schwimmfahrzeug zum Aufnehmen und Aussetzen von
insbesondere Booten,
gekennzeichnet durch
einen Ausleger (1), dessen eines Ende um eine waagerecht
ausgerichtete Achse (3) frei schwenkbar am Schwimmfahrzeug (2)
so angelenkt ist, daß er sich in einem spitzen Winkel zur
Wasseroberfläche (11) hin erstreckt, wobei sein freies Ende im
Wasser schwimmt, und durch eine auf dem Ausleger (1)
angeordnete Boot-Fangeinrichtung (5).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fangeinrichtung (5) am Ausleger (1) längsbeweglich
gehalten ist und daß Antriebsmittel für die Längsbewegung
vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Antriebsmittel Kettenwinden vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausleger (1) wenigstens die zweifache
Länge des aufzunehmenden beziehungsweise auszusetzenden Bootes
(14) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des freien Endes des
Auslegers (1) Auftriebskörper (10) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Auftriebskörper (10) ein bei Belastung durch den
Ausleger (1) teilweise eintauchender Hohlzylinder ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger (1) eine aus
Profilstangen zusammengesetzte Gitterkonstruktion ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilstangen endseitig dichtgesetzte Hohlprofile
sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das die waagerechte Achse (3)
tragende Anlenklager des Auslegers (1) am Rumpf des
Schwimmfahrzeuges (2) lotrecht und waagerecht verschiebbar
gehalten ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger (1) durch eine in einer Bordwand (4) des
Schwimmfahrzeuges (2) befindliche Luke (9) ein- und ausfahrbar
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bordwand (4) des Schwimmfahrzeuges (2) eine vertiefte
Ausnehmung (7) aufweist, in der sich das Anlenklager des
ausgefahrenen Auslegers (1) befindet.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-11, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Ausleger (1) Führungsschienen (8) für
die Fangeinrichtung (5) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbildung der Fangeinrichtung (5) der eines Slipwagen
ähnlich ist, dessen das Boot (14) zwischen sich aufnehmende
Seitenwände (15) wenigstens teilweise als jeweils um eine
lotrechte Achse (19) schwenkbare Greiferschenkel (18)
ausgebildet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fangeinrichtung (5) zweiteilig ausgebildet ist, wobei
die Teile jeweils getrennt voneinander längs den Führungs
schienen (8) bewegbar sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12-14, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Führungsschienen (8) in einen im
Rumpf des Schwimmfahrzeuges (2) befindlichen, als Bootsdeck
dienenden Einziehraum für den Ausleger (1) und das Boot (14)
fortsetzen.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fangeinrichtung (5) eine aus
Profilstangen zusammengesetzte Gitterkonstruktion ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995100182 DE19500182C2 (de) | 1995-01-06 | 1995-01-06 | Vorrichtung für ein Wasserfahrzeug zum Aufnehmen und Aussetzen von Booten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1995100182 DE19500182C2 (de) | 1995-01-06 | 1995-01-06 | Vorrichtung für ein Wasserfahrzeug zum Aufnehmen und Aussetzen von Booten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19500182A1 true DE19500182A1 (de) | 1996-07-11 |
| DE19500182C2 DE19500182C2 (de) | 1999-07-15 |
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ID=7751019
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995100182 Expired - Lifetime DE19500182C2 (de) | 1995-01-06 | 1995-01-06 | Vorrichtung für ein Wasserfahrzeug zum Aufnehmen und Aussetzen von Booten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19500182C2 (de) |
Cited By (18)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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