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DE19500157A1 - Hohlkanüle zur intrakorporalen Gewebeuntersuchung aus Kunststoff - Google Patents

Hohlkanüle zur intrakorporalen Gewebeuntersuchung aus Kunststoff

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DE19500157A1
DE19500157A1 DE19500157A DE19500157A DE19500157A1 DE 19500157 A1 DE19500157 A1 DE 19500157A1 DE 19500157 A DE19500157 A DE 19500157A DE 19500157 A DE19500157 A DE 19500157A DE 19500157 A1 DE19500157 A1 DE 19500157A1
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Germany
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cannula
hollow
coaxial
hollow cannula
nmr
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DE19500157A
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Inventor
Norbert Heske
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Individual
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    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R33/00Arrangements or instruments for measuring magnetic variables
    • G01R33/20Arrangements or instruments for measuring magnetic variables involving magnetic resonance
    • G01R33/44Arrangements or instruments for measuring magnetic variables involving magnetic resonance using nuclear magnetic resonance [NMR]
    • G01R33/48NMR imaging systems
    • G01R33/58Calibration of imaging systems, e.g. using test probes, Phantoms; Calibration objects or fiducial markers such as active or passive RF coils surrounding an MR active material
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/34Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3403Needle locating or guiding means
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B90/00Instruments, implements or accessories specially adapted for surgery or diagnosis and not covered by any of the groups A61B1/00 - A61B50/00, e.g. for luxation treatment or for protecting wound edges
    • A61B90/39Markers, e.g. radio-opaque or breast lesions markers

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur intrakorporalen Gewebeuntersuchung bzw. -entnahme mit einer Hohlkanüle, in deren Hohlkanal eine, an die In­ nenkontur der Hohlkanüle angepaßte Koaxialkanüle oder Nadelvorrichtung einführbar sind.
Die Entnahme von Gewebeproben aus dem menschlichen Körper ist mit Hilfe von bekannten Biopsiepistolen und geeigneten Nadelsystemen auf weitgehend schonende Weise, ohne einen größeren chirurgischen Eingriff durchführen zu müssen, möglich.
Die Positionierung einer Hohlkanüle innerhalb des menschlichen Körpers, durch die Biopsienadeln zur Ge­ webeentnahme durchführbar sind, erfolgt zumeist mit Hilfe optischer Untersuchungsmethoden, wie bei­ spielsweise Röntgen- oder Ultraschallverfahren.
Durch die zunehmende Verbreitung und Anwendung kern­ spintomographischer Beobachtungsverfahren, im Folgenden als NMR-Verfahren (Nucleus magnetic resonance) bezeichnet, ist es gegenüber den vorgenannten Beobachtungsverfahren möglich, intrakorporale Bereiche durch geeignete Schnittbilddarstellungen drei-dimensional darzustellen. Unter Beobachtung mit Hilfe von NMR-Verfahren ist bei­ spielsweise das genaue Positionieren von Hohlkanülen, zur weiteren Gewebeentnahme mit Hilfe von Biopsievorrichtungen exakter durchführbar, da die Möglichkeit der räumlichen Auflösung dem Operateur mehr Informationen über die räumliche Ausrichtung der Hohlkanüle relativ zu der zu untersuchenden Ge­ webestelle bietet.
Die bisher bekannten, hierfür geeigneten Hohlkanülen weisen jedoch magnetisierbares, zumeist metallisches Material auf, das in Wechselwirkung mit den sehr hohen Magnetfeldern der Kernspintomographieanlage tritt. Der Magnetisierungseffekt an der Hohlkanüle und gegebenen­ falls die darin einführbaren Instrumente beeinträchtigen die Abbildungsqualität der NMR-Anlage derart nachhaltig, daß sich die Umrißkante der auf einer NMR-Abbildung sichtbaren Hohlkanüle nur unscharf ab­ zeichnet. Der Grad der Unschärfe wird dabei wesentlich durch die Magnetisierbarkeit des verwendeten Kanülenmaterials bestimmt und führt zu diversen Nach­ teilen:
Eine sich nur unscharf darstellende Umrißlinie der intrakorporal eingebrachten Hohlkanüle beeinträch­ tigt die Positionierungsgenauigkeit der Spitze der Hohlkanüle.
Desweiteren führt die Unschärfe der Nadelkontur auf der NMR-Abbildung zu Abschirmungseffekten, so daß es nicht möglich ist, die unmittelbar an der Kanüle angrenzenden Gewebebereiche zu beobachten.
Ferner führt die Nadelmagnetisierung zu einer die Nadelkontur vergrößernden Abbildung, so daß der Operateur beim Positionieren der Nadel relativ zu einer zu untersuchenden Gewebestelle zusätzlich die falschen abgebildeten Größenverhältnisse der Hohlkanüle zu be­ rücksichtigen hat.
Der zuletzt genannte Vergrößerungseffekt führt bei­ spielsweise bei einer 2 mm im Durchmesser messenden Hohlkanüle, die selbst oder die in das Innere der Hohlkanüle eingeführte Koaxialkanüle Magnetisierungs­ erscheinungen aufweist, auf der NMR-Abbildung zu einer Konturverschmierung, die die Hohlkanüle mit einer verschwommenen Breite von ca. 10 mm darstellt. Dieser Koronareffekt, der sich um die Kanüle abzeichnet kann jedoch wichtige Gewebestellen auf der NMR-Ab­ bildung abdecken. Bei möglichen Tumorgrößen von Durch­ messern kleiner 10 mm ist es somit möglich, daß diese Gewebestellen von der Unschärfe herkömmlicher Hohlkanülen verdeckt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vor­ richtung zur intrakorporalen Gewebeuntersuchung bzw. -entnahme mit einer Hohlkanüle, in deren Hohlkanal eine, an die Innenkontur der Hohlkanüle angepaßte Koaxialkanüle oder Nadelvorrichtung einführbar sind, derart weiterzubilden, daß die Verwendung der Hohl­ kanüle bei NMR-Beobachtungsverhältnissen erhebliche Vorteile in der optischen Abbildungsqualität ver­ schafft. Ferner soll die Vorrichtung mit der vorge­ nannten Untersuchungsmethode eine exakte Markierhilfe bieten, so daß bestimmte Gewebestellen eindeutig räumlich markiert werden können.
Die Lösung der, der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist in den Ansprüchen 1 und 2 angegeben. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung der Vor­ richtung gemäß den Ansprüchen 1 und 2 ist in Anspruch 11 beschrieben. Eine erfindungsgemäße Verwendung der Vorrichtung ist im Anspruch 13 angegeben. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den übrigen Ansprüchen ent­ halten.
Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zur in­ trakorporalen Gewebeuntersuchung bzw. -entnahme mit einer Hohlkanüle, in deren Hohlkanal eine, an die In­ nenkontur der Hohlkanüle angepaßte Koaxialkanüle oder Nadelvorrichtung einführbar sind, derart ausgebildet, daß die Hohlkanüle und/oder die Koaxialkanüle aus Kunststoff besteht.
Die Wahl des Kunststoff-Materials der Hohlkanüle sowie der in die Hohlkanüle einbringbaren Gegenstände sollte für die Verwendung von NMR-Verfahren möglichst nicht magnetisch sein, so daß Irritationen, bedingt durch die hohen Magnetfelder auszuschließen sind.
Besonders ist die Fertigung der Kanülen aus sogenanntem PEEK (Polyetherether-keton) geeignet, das als Rohstoff beispielsweise von der Firma "Victrex Sales Ltd." zu beziehen ist. Ausgehend von bereits fertig im Handel zu beziehenden PEEK-Schläuchen sind die Wanddurchmesser der Schläuche auf eine geeignete Wanddicke zurückzu­ dünnen, so daß die Wandstärke etwa 1/10 mm entspricht.
Darüberhinaus ist die Fertigung der Kanülen auch aus Glasfaser verstärktem Kunstharz möglichst, so daß eine weitgehend kontrastfreie, d. h. durchsichtige Abbildung auf einem NMR-Bild erreichbar ist, da diese Kunst­ harze bzw. Kunststoffe so gut wie nicht in magnetische Wechselwirkung mit den Kernresonanz-Magnetfeldern treten.
Unter NMR-Beobachtung erfolgt der erste Einstich der Hohlkanüle in den zu untersuchenden Gewebebereich mit Hilfe einer in die Hohlkanüle eingeführten Nadelvorrichtung, die bevorzugterweise aus Titan ge­ fertigt ist. Titan ist ein Metall, das weitgehend keine Wechselwirkungen mit den starken Magnetfeldern zeigt und darüberhinaus eine große Härte und Steifigkeit aufweist, so daß ein geradliniger Einstich in das Ge­ webe möglich ist. Die Titannadel dient als Stabilisator für die an sich flexible Hohlkanüle, die aus dem vor­ stehenden Kunststoff gefertigt ist. Die Spitze der Titannadel ist scharfkantig ausgebildet und ragt dis­ talseitig aus der Hohlkanüle ein wenig heraus. Auf diese Weise kann kein Gewebematerial zwischen Nadel und Hohlkanüle eintreten. Die scharfen Schnittkanten der Nadelspitze sorgen für eine saubere Durchtrennung des Gewebes.
Die Darstellung der Titannadel auf einem NMR-Abbild stellt sich jedoch trotz der vernachlässigbaren Magnetisierung als verschwommenes Abbild dar, so daß für eine Feinstausrichtung der eingebrachten Kanüle relativ zu der zu untersuchenden Gewebe stelle die Titannadel entfernt werden sollte, zumal die für den Einbringvorgang notwendige Steifigkeit der Kanüle nun nicht mehr so relevant ist.
Hierzu wird die Titannadel entnommen und eine innere Koaxialkanüle, die vorzugsweise ebenfalls als Hohlkanüle ausgebildet ist, in die Hohlnadel einge­ führt. Die innere Koaxialkanüle ist an der distalen Spitze verschlossen, so daß ein Befüllen der Koaxial­ kanüle mit flüssigem Kontratsmittel mittels einer ge­ eigneten Injektionsspritze möglich ist.
Je nach Wahl des Kontrastmittels können gewünschte Kontraste auf der NMR-Abbildung erreicht werden. So ist das Befüllen der Koaxialkanüle mit parafinischen Ölen oder mit Lösungen, die Gadolinium enthalten aufgrund Ihres Kontrastverhaltens besonders geeignet. Je nach den zu untersuchenden Gewebebereichen, die sich in Abhängigkeit ihrer Konsistenz in unterschiedlicher Farbtönung auf den tomographischen Abbildungen ab­ zeichnen, ist durch die vorbeschriebene Wahl von Kontrastmitteln eine individuelle Kontrastfarbanpassung der Koaxialkanüle auf dem NMR-Bild möglich. Als beson­ ders geeignet haben sich Gadolinium-Lösungen herausge­ stellt, da sie zu weißen Kontrastflächen führen, die sich eindeutig von dem restlichen Umfeld der NMR-Ab­ bildung abheben.
Das Einbringen des Kontrastmittels in die Koaxialkanüle ist zudem nicht zwingend erforderlich, zumal die im Inneren der Koaxialkanüle eingeschlossene Luft einen ausreichenden Kontrast relativ zum Gewebehintergrund für den Operateur zum Positionieren der Nadel spitze relativ zur Gewebestelle bietet. Es bleibt jedoch fest­ zustellen, daß Luft als schwarzes Feld auf einem NMR-Bild dargestellt wird, so daß eine kontrastreichere Abbildung der Kanüle zu Zwecken einer exakteren und einfacheren Markierung durchaus wünschenswert ist. Hierfür bietet sich die Verwendung des vorbeschriebenen Kontrastmittels an, das in die Koaxialkanüle einzu­ bringen ist. In diesem Zusammenhang spricht man auch von "Dopen" der Kanüle.
Eine weitere Verbesserung der optischen Darstellungs­ qualität der vorstehend beschriebenen Kanülen auf einem NMR-Bild ist zu erreichen, indem an der distalen Kanülenspitze einer innen hohl ausgebildeten Koaxial­ kanüle ein elektrischer Leiter vorgesehen ist, der die Form einer Spule aufweist. Die Spulenachse ist parallel zur Achse der Kanüle orientiert. Durch die im Rahmen einer NMR-Aufnahme auftretenden intermittierenden elek­ tromagnetischen Felder werden in der Spule Ströme in­ duziert, die über ein an die Spulenenden ange­ schlossenes Koaxialkabel weitergeleitet werden. Das Koaxialkabel verläuft im Inneren der Koaxialkanüle proximalseitig nach außen und ist an einem bildverar­ beitenden Rechner angeschlossen, der die Signalströme der Spule derart verarbeitet, so daß in der NMR-Ab­ bildung eine scharf gezeichnete Positionsdarstellung der Spule erhalten wird.
Die Spule dient in der vorstehend beschriebenen An­ ordnung als passive Empfangsantenne. Gleichwohl ist auch ein aktiver Spulenbetrieb denkbar, der die Spule als Sendeantenne vorsieht. Die von der Spule abge­ strahlten Sendeimpulse können von einer Empfangseinrichtung, die in der NMR-Anlage integriert ist, empfangen und entsprechend ausgewertet werden. Durch diesen aktiven Spulenbetrieb ist eine genaue dreidimensionale Erfassung der Position der Spule in­ nerhalb der NMR-Anlage möglich. Das dieser Positionserfassung zugrundeliegende Prinzip entspricht den bekannten Verfahren in der Radartechniken, die nicht zu­ letzt auch in der Flugüberwachung von Lufträumen Ver­ wendung finden (Transponder-Prinzip).
Weiterführende Gedanken sind in diesem Zusammenhang aus der US 5 271 400 zu entnehmen.
Ferner sollte die erfindungsgemäße Hohlkanüle annähernd die mechanische Robustheit einer aus Metall gefertigten Kanüle besitzen, um mit Sicherheit ausschließen zu können, daß keine Materialabsplitterungen im Körperinneren verbleiben.
Versuche haben gezeigt, daß Kanülen aus Glasfaser­ verstärkten Kunststoff die erforderlichen Materialeigenschaften besitzen.
Mit Hilfe des nachstehend beschriebenen, er­ findungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, eine Hohl­ kanüle aus Glasfaser-verstärktem Kunstharz mit einer Wandstärke von ca. einem zehntel Millimeter herzuste­ llen, die die Robustheit und Haltbarkeit einer aus Metall gefertigten Kanüle aufweist.
Hierzu wird ein, die Innenkontur der Hohlkanüle auf­ weisendes Formteil mit einem Polyethylen-Schlauch überzogen, der Überzug für einen zwar innigen, jedoch wieder lösbaren Kontakt zwischen dem Formteil und der um das Formteil aufzubringenden Kunstharzschicht bildet.
Nachdem der PE-Schlauch auf das Formteil aufgebracht ist, wird ein dünnwandiger Glasfaserschlauch über das längliche Formteil geschoben, so daß der Glasfaserschlauch in bevorzugter Weise leicht auseinander gedehnt wird. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der Glasfaserschlauch allseitig gleichmäßig auf dem Formteil aufliegt. Der Glasfaserschlauch besteht aus einem feinmaschigen Glasfasergewebe, mit einer typischen Stärke unterhalb eines zehntel Millimeters. Durch Tränken des derart auf dem Formteil aufgezogenen Glasfaserschlauches mit Kunstharz und einer danach erfolgenden Rotation des Formteils senkrecht zur Glasfaserschlauchlängsachse entsteht eine gleichmäßig dicke GFK-Schicht.
Nach Aushärten des Harzmaterials ist die Kanüle von dem Formteil zu entnehmen und der PE-Schlauch aus dem In­ neren der Hohlkanüle zu entfernen. Durch Abschneiden der gehärteten Koaxialkanüle auf eine gewünschte Länge, Anschleifen des distalen Endes der sich ergebenden Hohlkanüle und entsprechende Oberflächenbehandlung entlang der Oberfläche der Kanüle ist ein Verfahren zur Herstellung möglichst kostengünstiger Hohlkanülen angegeben.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungs­ beispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung exempla­ risch beschrieben, auf die im übrigen bezüglich der Offenbarung aller im Text nicht näher erläuterten er­ findungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigen:
Fig. 1a, b schematische Seitendarstellungen einer erfin­ dungsgemäßen Hohlkanüle und
Fig. 1c, d schematische Seitendarstellung einer Koaxialkanüle (Mandra).
Fig. 2 aus Titan gefertigte Koaxialkanüle und
Fig. 3a, b, c erfindungsgemäße Koaxialkanüle mit Spuleneinsatz.
Der in Fig. 1a dargestellte Schaft (1) der Hohlkanüle ist in seiner gesamten Länge aus Kunststoff gefertigt und an seiner distalen Spitze, die mit dem Bereich x gekennzeichnet ist, als Schneidekante (2) bzw. als abgeflachte Spitze ausgebildet. In Fig. 1b ist in ver­ größerter Darstellung der Bereich x dargestellt, der die distale Schneidekante (2) zeigt. Darüber hinaus ist aus dieser Darstellung die geringe Wandstärke der er­ findungsgemäßen Hohlkanüle angedeutet, die üblicherweise eine maximale Wandstärke von ca. ein zehntel Millimeter aufweist.
In Fig. 1c ist eine Koaxialkanüle dargestellt, die proximalseitig in die Hohlkanüle gemäß Fig. 1a ein­ führbar ist. Auch hier ist der Schaft (3) aus Kunst­ stoff gefertigt, der keine wesentlichen Einflüsse auf die magnetischen Verhältnisse bei NMR-Verfahren be­ sitzt. Der in Fig. 1c mit y gekennzeichnete distale Bereich der Koaxialkanüle ist in Fig. 1d vergrößert dargestellt. Aus Fig. 1d ist zu entnehmen, daß die Koaxialkanüle innen hohl und am distalen Be­ reich mit einer spitz zulaufenden Verschließform (4) abnehmbar oder fest verschlossen ist.
Mit Hilfe einer Injektionsspritze, deren Nadel in die Koaxialkanüle einzuführen ist, ist es möglich, die Koaxialkanüle mit einem flüssigen Kontrastmittel zu befüllen, beispielsweise parafinartige Öle oder mit Gadolinum versetze Lösungen. Nach dem Befüllvorgang ist die Koaxialkanüle proximalseitig mit einem Ver­ schließpfropfen (4′) zu verschließen.
In Fig. 2 ist eine aus Titan gefertigte Koaxialkanüle dargestellt, mit der der Einstechvorgang vorzunehmen ist. Hierzu ist die Titan-Kanüle in die Hohlkanüle einzuführen und in dieser Anordnung durch den zu unter­ suchenden Körper zu stecken. Die Spitze der Kanüle ist mit einem Schneideschliff ausgestattet, so daß der Einstechvorgang möglichst ohne große Gewebeverletzungen erfolgen kann.
Aus den Fig. 3 a, b und c ist eine Kanülenanordnung mit einer elektrischen Spulenanordnung zu entnehmen, die als passive Empfangsantenne für die NMR-Felder zu exakten Positionsbestimmung dient.
Fig. 3a zeigt eine innen hohl ausgebildete Koaxial­ kanüle 5, an deren distalen Spitze 6, die vorzugsweise eine dreiseitige Prismenform besitzt, eine Spule 7 angebracht ist. Die Achse der Spule 7 ist innerhalb der Kanüle parallel zur Kanülenachse orientiert. Beide Spulenanschlüsse münden in einem Koaxialkabel 8, das proximalseitig die Kanüle verläßt (siehe Fig. 3b). Mit Hilfe eines geeigneten Anschlußstückes 9 (Fig. 3c) ist das Koaxialkabel an einen bildverarbeitenden Rechner angeschlossen, der die von der Spule empfangenen Signale mit in die Bildverarbeitung entsprechend ein­ rechnet. Auf diese Weise ist eine exakte Positionsdar­ stellung der Spule auf der NMR-Aufnahme möglich. Die Spulenform zeichnet sich auf dem Bild mit scharfen Umrißlinien ab, die den wahren Größenverhältnissen entsprechen. Ungewollte Koronareffekte, die das unmit­ telbar Umfeld der Kanüle abdecken treten nicht auf.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, vorzugsweise Gewebeentnahmen in kontrollierter Weise unter zu Hilfenahme von Kernresonanz-magnetischen Un­ tersuchungsverfahren durchzuführen, ohne dabei die Abbildungsqualität in nachhaltiger Weise durch die zur Gewebeentnahme benötigten Instrumente zu beeinflussen. Durch die einmal eingebrachte und exakt an die zu un­ tersuchende Gewebestelle positionierte Hohlkanüle ist es möglich durch diesen Öffnungskanal eine Reihe von medizinischen Instrumenten hindurchzuführen. Neben Biopsienadeln können auch Markierungsdrähte in Ge­ webestelle eingebracht werden, die als Fixierhilfen, zur Bestimmung der zu untersuchenden Gewebestelle dienen.
Durch die Kontrastvariation der Hohlkanüle durch die einzubringenden unterschiedlichen Materialien mit Hilfe einer Koaxialkanüle kann jeweils auf die vorherr­ schenden Kontrastverhältnisse der jeweiligen Aufnahmen Rücksicht genommen werden.
Das vorstehend beschrieben Verfahren ist nicht nur auf die Untersuchung menschlichen oder tierischem Gewebe begrenzt, sondern ist für die Analyse aller mit Hilfe der NMR-Technik zu untersuchenden Materialien an­ wendbar.

Claims (17)

1. Vorrichtung zur intrakorporalen Gewebeuntersuchung bzw. -entnahme, mit einer Hohlkanüle, in deren Hohl­ kanal eine, an die Innenkontur der Hohlkanüle angepaßte Koaxialkanüle oder Nadelvorrichtung einführbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkanüle aus Kunst­ stoff besteht.
2. Vorrichtung zur intrakorporalen Gewebeuntersuchung bzw. -entnahme, mit einer Hohlkanüle, in deren Hohl­ kanal eine, an die Innenkontur der Hohlkanüle angepaßte Koaxialkanüle einführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Koaxialkanüle aus Kunststoff oder Titan besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff ein Polyetheretherketon (PEEK) ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koaxialkanüle als Hohlkanüle ausgebildet ist und an ihrem distalen Ende eine Spitze aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke der Kanülen maximal eine Stärke von ca. 1/10 mm aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die distale Spitze der Hohlkanüle einen zur Spitze hin verlaufenden, den Außendurchmesser der Hohlkanüle verjüngenden Flächenabschnitt aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelvorrichtung aus Titan besteht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Koaxialkanüle unmittel­ bar proximalseitig hinter der distalen Spitze eine aus einem elektrischen Leiter bestehende Spulenanordnung aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Spulenanschlüsse in ein Koaxialkabel münden, das koaxial zur Koaxialkanüle proximalseitig nach außen führt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff glasfaserverstärkter Kunststoff ist.
11. Verfahren zur Herstellung der Hohlkanüle nach An­ spruch 10, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
  • - Überziehen eines die Innenkontur der Hohlkanüle bildenden Formteils mit einem folienhaften Überzug,
  • - Überzug eines dünnwandigen Glasfaserschlauches auf das Formteil,
  • - Tränken des Glasfaserschlauches mit einem Kunstharz,
  • - Schleudern der Hohlkanüle senkrecht zur Kanülenachse und
  • - Abziehen der erstarrten Hohlkanüle vom Formteil und Entnahme des Folienschlauches.
  • - Tränken des Glasfaserschlauches mit einem Kunstharz,
  • - Schleudern der Hohlkanüle senkrecht zur Kanülenachse und
  • - Abziehen der erstarrten Hohlkanüle vom Formteil und Entnahme des Folienschlauches.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der folienhafte Überzug aus einem Polyethylen-Schlauch besteht.
13. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkanüle und die Koaxialkanüle während NMR-(nucleous-magnetic-reso­ nance)-Untersuchungen das Positionieren der Kanülen an die zu untersuchenden Stellen erlaubt und das Markieren von zu untersuchenden Stellen mit Hilfe der Kanülenspitze ermöglicht ohne die wahren Größenverhältnisse der auf einem NMR-Abbild darge­ stellten Objekte zu verfälschen.
14. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß während der NMR-Unter­ suchung zur Kontrastveränderung die Hohlkanüle gegenüber dem zu untersuchenden Hintergrund, die Koaxialkanüle mit wiederentnehmbaren MNR-Kontrastmaterial einfüllbar ist und in die Hohlkanüle einführbar ist.
15. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das NMR-Kontrastmaterial flüssig ist.
16. Verwendung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrastmittel Gadolinium oder parafinierte Öle enthält.
17. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrastmittel auf NMR-Abbildungen als weißes Gebiet hervorgeht, dessen Größendarstellung auf der Abbildung maßstabsgetreu ist.
DE19500157A 1994-11-04 1995-01-04 Hohlkanüle zur intrakorporalen Gewebeuntersuchung aus Kunststoff Withdrawn DE19500157A1 (de)

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