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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umreifen von Packgut mit
einem Umreifungsband, insbesondere eine Querumreifungsmaschine für Zeitschriftenstapel,
mit den im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen.
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Derartige
Umreifungsvorrichtungen weisen herkömmlicherweise ein Maschinengestell
mit einem darauf angeordneten Maschinentisch, einen Vorrat an Umreifungsband
beispielsweise in Form einer Bandspule, einen auf dem Maschinentisch
angeordneten, im wesentlichen vertikalen Bandführungsrahmen, in dem das Umreifungsband
als große
Schlinge um den Stapel herumführbar
ist, eine kombinierte Einschieß-
und Rückspanneinrichtung
zum Einschießen
des vom Bandvorrat abgezogenen Umreifungsbandes in den Bandführungsrahmen
und zum Rückspannen
des Umreifungsbandes in das Packgut unter Straffziehen des Umreifungsbandes
sowie eine Schweißstation
zum Verschweißen
der in straffgezogenem Zustand überlappenden
Umreifungsbandabschnitte auf.
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Bei
den bekannten Umreifungsmaschinen wird der Bandvorrat in einem Speicher
bereitgestellt und von diesem dann direkt in den Bandrahmen eingeschossen.
Dies erfolgt mittels eines Förderrollenpaares,
das durch einen Motor angetrieben ist. Das Rückspannen des Umreifungsbandes,
d.h. das Herausziehen des Bandes aus dem Bandführungsrahmen und dessen Straffziehen
um das Packgut erfolgt entweder über
einen zusätzlichen
motorischen Antrieb, der abwechselnd mit dem erstgenannten Motorantrieb
in Eingriff mit dem Förderrollenpaar
zu bringen ist, oder durch einen separaten Bandspannungshebel, der
das Umreifungsband ergreift, dieses mittels einer geeigneten Klemm-Mimik
festhält
und anschließend
das Band durch eine entsprechende Hebelbewegung straffzieht.
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Beide
vorgenannten Alternativen sind konstruktiv sehr aufwendig und stellen
steuerungstechnisch hohe Ansprüche.
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Der
nächstkommende
Stand der Technik ist durch die
EP 0 005 508 A2 repräsentiert. Diese Druckschrift
offenbart eine Umreifungsmaschine, bei der das Förderrollenpaar und dessen Antriebsmotor gemeinsam
auf einem in Förderrichtung
des Förderrollenpaares
schwenkbaren Lagerhebel angeordnet sind. Der Motor ist dabei zum
Einschießen
bzw. Rückspannen
des Umreifungsbandes in seiner Drehantriebsrichtung umsteuerbar.
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In
einer sogenannten "Vorspannungssequenz" wird das Umreifungsband
mit Hilfe des Förderrollenpaares
zurückgezogen,
wonach sich eine zweite Phase – die
Straffziehphase – anschließt. Dabei
wird der gesamte Lagerhebel in Zugrichtung des Umreifungsbandes
verschwenkt, wobei eine spezielle Greifvorrichtung das Umreifungsband
relativ zum Lagerhebel festhält,
so dass die durch die Verschwenkung des Lagerhebels auf das Umreifungsband
ausgeübte
Kraft nicht zu einem Durchrutschen des Bandes führt. Die genannte Greifvorrichtung
bedingt einen zusätzlichen
Konstruktionsaufwand für die
Umreifungsmaschine.
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Aus
der
US 4 724 659 ist
eine Umreifungsmaschine bekannt, bei der ein Bandspannhebel über eine
Steuerscheibe auslenkbar ist.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Umrei fungsmaschine der
gattungsgemäßen Art so
weiterzubilden, daß die
kombinierte Einschieß- und
Rückspanneinrichtung
konstruktiv vereinfacht und steuerungstechnisch weniger komplex
wird.
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Diese
Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Durch die gemeinsame Anordnung des Förderrollenpaares und des Motors
auf einem in Förderrichtung
des Förderrollenpaares
schwenkbaren Lagerhebel kann eine sehr einfache Getriebekopplung zwischen
Motor und Förderrollenpaar – beispielsweise
in Form eines Zahnrad- oder Zahnriemengetriebes – vorgenommen werden. Durch
die Umsteuerbarkeit der Drehantriebsrichtung des Motors zum Einschießen bzw.
Rückspannen
des Umreifungsbandes entfällt
eine wechselweise Getriebekopplung mit unterschiedlichen Antriebsmotoren
bzw. der separate Bandspannungshebel, wie dies beim erwähnten Stand
der Technik notwendig ist.
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Um
ein ausreichendes Straffziehen des Umreifungsbandes zu gewährleisten
ist weiterhin vorgesehen, daß der
Lagerhebel beim Rückspannen
des Bandes mittels des Förderrollenpaares
gegen eine Gegenkraft verschwenkbar ist. Diese Gegenkraft wirkt
auf das Umreifungsband im rückgespannten Zustand
und zieht letzteres damit straff.
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In
vorteilhafter Weise kann die Schwenkbewegung des Lagerhebels zur
Erzeugung eines Positionssignals für die Steuerung der Einschieß- und Rückspanneinrichtung
verwenden werden. Dazu ist gemäß Anspruch
2 ein dem Lagerhebel zugeordneter Positionssensor vorgesehen, der
die Schwenkstellung des Lagerhebels erfaßt und ein entsprechendes Positionssignal abgibt.
Näheres
hierzu ist dem Ausführungsbeispiel
entnehmbar.
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Anspruch
3 kennzeichnet eine vorteilhafte konstruktive Ausgestaltung des
Lagerhebels und der Anbringung des Förderrollenpaares und dessen
Antriebsmotors daran.
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Durch
die im Anspruch 4 angegebene Konstruktion können die beiden Förderrollen
des Förderrollenpaares
gegeneinander verstellt und eine bestimmte Minimalspaltbreite zwischen
ihnen fixiert werden. Damit kann der Spalt des Förderrollenpaars an die Dicke
des Bandes angepaßt
und die auf das Band aufgebrachte Förderspannung voreingestellt werden.
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Anspruch
5 kennzeichnet in diesem Zusammenhang eine vorteilhafte konstruktive
Ausführungsform
der Lagerung der verstellbaren Förderrolle.
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Gemäß Anspruch
6 kann die im Zusammenhang mit Anspruch 1 angegebene Gegenkraft
durch eine Federanordnung zwischen Lagerhebel und Maschinengestell
hervorgerufen werden. Durch die Verstellbarkeit der Federkraft dieser
Anordnung gemäß Anspruch
7 können
die Gegenkraft und damit das Maß des
Straffziehens auf einfache Weise verstellt und damit an die praktischen
Gegebenheiten angepaßt
werden.
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Grundsätzlich ist
darauf hinzuweisen, daß die
erwähnte
Gegenkraft auch durch ein Schwerkraft-erzeugtes Drehmoment auf den
Lagerhebel der Einschieß-
und Rückspannungeinrichtung
hervorgerufen werden kann. Insbesondere in diesem Falle ist von
Vorteil, wenn – wie
in Anspruch 8 angegeben – dem
Lagerhebel eine Verschwenkeinrichtung zugeordnet ist, die die Rückspannung
des Umreifungsbandes und dessen Straffziehen verstärkt.
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Anspruch
9 kennzeichnet eine konstruktiv vorteilhafte Ausgestaltung der Verschwenkeinrichtung,
wonach der Lagerhebel von einer Steuerscheibe mittelbar über den
am Lagerhebel angelenkten Schwenkhebel beaufschlagt wird, auf dem
die verstellbare Förderrolle
sitzt. Durch die weiterhin nach Anspruch 10 vorgesehene Blockiervorrichtung
für die Förderrollen
wird eine sehr starke Klemmung des Bandes hervorgerufen, so daß das Straffziehen
mit einer hohen Kraft erfolgen kann.
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Durch
die in Anspruch 11 vorgesehene Aufnahmeöffnung im Bandführungskanal
zwischen Einschieß-
und Rückspanneinrichtung
einerseits und Schweißstation
andererseits wird ein Bandstau bei einem übermäßigen Einschießen des
Umreifungsbandes vermieden. In diese Aufnahmeöffnung kann sich eine seitlich
ausknickende Bandschlaufe einschieben, womit eine zuviel eingeschossene
Bandlänge
sauber "zwischengespeichert" wird, ohne daß sich das
restliche Umreifungsband im Bandführungskanal stauchen oder anderweitig
verklemmen würde.
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Weitere
Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung entnehmbar, in der zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
anhand der beigefügten
Figuren näher
erläutert
werden. Es zeigen:
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1 eine
schematische Seitenansicht einer Umreifungsvorrichtung quer zur
Umreifungsebene
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2 eine
teilweise schematisierte Seitenansicht der Einschieß- und Rückspanneinrichtung
in einer ersten Ausführungsform
und
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3 und 4 eine
entsprechende Seitenansicht einer Einschieß- und Rückspannvorrichtung einer zweiten
Ausführungsform
in unterschiedlichen Arbeitspositionen.
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Wie
aus 1 deutlich wird, weist die Querumreifungsmaschine 1,
die zum Querumreifen eines Zeitschriftenstapels 2 dient,
ein auf Rollen 3 gelagertes Maschinengestell 4 auf,
das oben mit einem Maschinentisch 5 versehen ist. Auf diesem
ist ein vertikal gerichteter Bandführungsrahmen 6 angeordnet, der
die Umreifungsebene aufspannt. Auf dem Maschinentisch 5 ist
durch nicht näher
dargestellte Förderbänder der
Zeitschriftenstapel 2 in die lichte Öffnung 7 des Bandführungsrahmens 6 einfahrbar
und wieder daraus herausfahrbar.
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Im
Maschinengestell 4 ist eine Vorratsrolle 8 des
Umreifungsbandes 9 drehbar gelagert, das nach und nach
je nach Bedarf über
eine Umlenkrolle 10, einen Tänzerhebel 11 und über weitere
Umlenkrollen 12, 13 von einer kombinierten Einschieß- und Rückspanneinrichtung 14 am
Maschinengestell 4 abgezogen wird.
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Wie
bei Umreifungsmaschinen üblich,
wird mit Hilfe der Einschieß-
und Rückspannvorrichtung 14 das
Umreifungsband 9 in den im Maschinentisch 5 und
Bandführungsrahmen 6 angeordneten
Bandführungskanal 15 eingeschossen,
der in 1 durch den strichpunktierten Verlauf des Umreifungsbandes 9 angedeutet
ist. Das Umreifungsband 9 wird um den Zeitschriftenstapel 2 im
Bandführungsrahmen 6 herumgeführt, bis
sein freies Ende 16 mit dem darunterliegenden Bandabschnitt 17 im
Bereich des Schweißkopfes 18 überlappt
und dort einen Anschlagtaster betätigt, der die Einschießaktion
der Einschieß-
und Rückspannvorrichtung 14 beendet. Anschließend wird
in üblicher
Weise im Schweißkopf 18 durch
nicht näher
dargestellte Klemmstößel das freie
Ende 16 des Umreifungsbandes 9 festgehalten und
die Einschieß-
und Rückspannvorrichtung 14 so betätigt, daß das Umreifungsband 9 zurück-, damit aus
dem Bandführungskanal 15 herausgezogen
und straff um den Zeitschriftenstapel 2 herumgelegt wird. Anschließend werden
der Schweißkopf 18 aktiviert und
das freie Ende 16 mit dem damit überlappenden Bandabschnitt
des Umreifungsbandes 9 verschweißt und dauerhaft verbunden.
Hinter der Schweißstelle wird
dabei das Umreifungsband 9 durchtrennt, so daß der umreifte
Zeitschriftenstapel 2 frei wird und aus dem Bandführungsrahmen 6 der
Querumreifungsmaschine 1 herausgefahren werden kann.
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Anhand
der 2 bzw. 3 und 4 sind die
beiden Ausführungsformen
der Einschieß- und
Rückspanneinrichtung 14 näher zu erläutern Diese
weisen folgende Gemeinsamkeiten auf:
Zum Fördern des Umreifungsbandes 9 beim
Einschießen
bzw. Rückziehen
dient das Förderrollenpaar 19,
dessen beide Förderrollen 20, 21 zwischen sich
einen Förderspalt
bilden, durch den das Umreifungsband 9 hindurchgeführt ist.
Der Förderspalt
ist so eingestellt, daß ein
genügend
hoher Reibschluß zwischen
dem Umreifungsband 9 einerseits und den beiden Förderrollen 20, 21 andererseits
zum einwandfreien Antrieb des Umreifungsbandes 9 bei der Rotation
der Förderrollen 20, 21 auftritt.
Zum Drehantrieb der beiden Förderrollen 20, 21 in
zueinander entgegengesetzter Richtung dient der Elektromotor 22,
dessen Abtriebswelle 23 über einen Zahnriemen 24 mit
den beiden Förderrollen 20, 21 gegenläufig gekoppelt
ist.
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Zur
Lagerung des Förderrollenpaares 19 und des
Elektromotors 22 ist ein Lagerhebel 25 vorgesehen,
der als einarmiger Winkelhebel ausgebildet ist. Sein Schwenklager 26 am
Lagerende 27 liegt unterhalb und in Richtung zum Schweißkopf 18 versetzt bezüglich des
Förderrollenpaares 19.
Am freien Ende 28 des etwa vertikal gerichteten Schenkels 29 des
Lagerhebels 25 ist das Förderrollenpaar 19 angeordnet.
Der Elektromotor 25 sitzt im Scheitelbereich 30 zwischen
dem vertikalen Schenkel 29 und dem horizontalen Schenkel 31 des
Lagerhebels 25.
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Die
obere Förderrolle 20 ist
auf einer bezüglich
des Lagerhebels 25 ortsfesten Drehachse 32 gelagert,
während
die untere Förderrolle 21 auf
einer gegen die obere Förderrolle 20 ortsverstellbaren Drehachse 33 sitzt.
Die Drehachse 33 ist auf einem am Lagerhebel 25 angelenkten
Schwenkhebel 34 angeordnet, der als doppelarmiger Winkelhebel
ausgebildet ist. Die Drehachse 33 ist dabei am freien Ende
des etwa parallel zur Förderrichtung
F des Förderrollenpaares 19 verlaufenden
Hebelarm 35 plaziert. Das Schwenklager 36 des
Schwenkhebels 34 sitzt im Scheitelbereich zwischen dem
genannten Hebelarm 35 und dem weiteren Hebelarm 37.
Letzterer weist an seinem freien Ende einen verstellbaren Anschlagbolzen 38 sowie
einen Lagerstift 39 auf, der einen Festanschlag 40 am
Lagerhebel 25 über
eine nicht näher
dargestellte Öffnung
durchgreift. Auf dem freien Ende des Lagerstiftes 39 sitzt
eine Schraubendruckfeder 41, die sich zwischen dem Festanschlag 40 und
einem Widerlager 42 abstützt. Durch diese Schraubendruckfeder 41 ist
der Schwenkhebel 34 entgegen dem Uhrzeigersinn bezüglich der 2 bis 4 beaufschlagt.
Damit ist die untere Förderrolle 21 in
Richtung der oberen Förderrolle 20 federbeaufschlagt,
so daß auf
das durch das Förderrollenpaar 19 hindurchlaufende
Umreifungsband 9 eine definierte Klemmkraft ausgeübt wird.
Der Zustellweg der unteren Förder rolle 21 in
Richtung zur oberen Förderrolle 20 und
damit die Größe des Spaltes
zwischen diesen ist durch den verstellbaren Anschlagbolzen 38 auf
ein bestimmtes Minimum begrenzt. Der Abstand der Förderrollen 20, 21 kann
also auf die Dicke des Umreifungsbandes 9 abgestimmt werden.
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Am
Lagerhebel 25 sind ferner vor und hinter dem Förderrollenpaar 19 jeweils
prismenförmige Bandführungskanäle 43, 44 vorgesehen,
die bei einer Änderung
der Bandbreite gewechselt werden. An den dem Schweißkopf 18 zugewandten
Bandführungskanal 44 schließt sich
ein Führungsmundstück 45 an,
das in eine stationäre
Bandführung 46 vor
dem Schweißkopf 18 mündet.
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Ferner
ist dem Lagerhebel 25 ein Positionssensor 47 – ein sogenannter "Initiator" – zugeordnet, der die Schwenkstellung
des Lagerhebels 25 in noch näher zu erläuternder Weise erfaßt und ein
entsprechendes Positionssignal für
eine Steuerung 48 der Einschieß- und Rückspanneinrichtung 14 abgibt.
Das Positionssignal kann auch für
die Steuerung anderer Maschinenkomponenten benutzt werden, wie im
folgenden noch näher
erläutert
wird.
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Bei
dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel der Einschieß- und Rückspannvorrichtung 14 ist eine
als Ganzes mit 49 bezeichnete Federanordnung vorgesehen,
die eine Gegenkraft G gegen eine Verschwenkung des Lagerhebels 25 in
Vorwärts-Schwenkrichtung
SV erzeugt. Die Federanordnung 49 weist eine Hülse 50 auf,
die an einem Ende an einem Lagerbock 51 am Maschinengestell 4 befestigt
ist. An diesem Ende ist die Hülse 50 auch durch
einen Gewindebolzen 52 verschlossen. In das bezüglich 2 rechte
Ende der Hülse 50 ist
eine Schraube 53 eingeschraubt, die über eine drehfest damit gekoppelte
Stange 54 mit einem drehbar in einem Drehlager 55 sitzenden
Drehgriff 56 ebenfalls drehfest verbunden ist. Zwischen
dem Gewindebolzen 52 und der Schraube 53 ist eine
Schraubendruckfeder 57 eingesetzt, die mit einer außen auf
der Hülse 50 in
Hülsenlängsrichtung
verschiebbaren Kulisse 58 verbunden ist. Letztere ist wiederum
mit dem Lagerhebel 25 gekoppelt. Die Schraubendruckfeder 57 übt über die
Kulisse 5 8 die Gegenkraft G auf den Lagerhebel 25 aus.
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Diese
Gegenkraft G ist durch eine Änderung der
Einschraubtiefe der Schraube 53 mittels des Drehgriffes 56 feinfühlig verstellbar.
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Die
Funktion der Einschieß-
und Rückspanneinrichtung 14 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach 2 ist
wie folgt zu erläutern:
In
der dort gezeigten Ausgangsstellung der Einschieß- und Rückspanneinrichtung 14 wird
das Förderrollenpaar 19 durch
den Elektromotor 22 so angetrieben, daß das Umreifungsband 9 in
Pfeilrichtung 59 in den Bandführungsrahmen 6 eingeschossen wird.
Sobald das freie Ende 16 des Umreifungsbandes 19 den
Anschlagtaster im Schweißkopf 18 berührt, wird
der Antriebsmotor 22 des Förderrollenpaares 19 abgeschaltet
und in umgekehrter Richtung aktiviert. Das Umreifungsband 9 wird
zurückgeholt
und dadurch aus dem Bandführungskanal 15 herausgezogen,
bis es sich dicht an den Zeitschriftenstapel 2 anlegt.
Sobald dieser Zustand erreicht ist, wird das Umreifungsband 9 blockiert.
Da sich das Förderrollenpaar 19 weiter
dreht, zieht es sich entlang des blockierten Umreifungsbandes 9 in
Richtung zum Schweißkopf 18,
wodurch der gesamte Lagerhebel 25 entgegen der Gegenkraft
G der Federanordnung 49 und entgegen dem Uhrzeigersinn
verschwenkt wird (Vorwärts-Schwenkrichtung
SV). Dabei wird bedingt durch die Gegenkraft G ein verstärkter Zug
auf das Umreifungsband 9 ausgeübt, es wird also straff um
den Zeitschriftenstapel 2 herumgelegt. Durch seine Bewegung
in Vorwärts-Schwenkrichtung
SV verläßt der Lagerhebel 25 gleichzeitig
den Bereich des Positionssensors 47, der daraufhin ein
entsprechendes Positonssignal an die Steuerung 48 abgibt.
Dies ist das Signal dafür,
daß das
Umreifungsband 9 straff um den Zeitschriftenstapel 2 herumgelegt
ist und folglich der Antrieb des Förderrollenpaares 19 über den
Elektromotor 22 abgeschaltet werden kann. Gleichzeitig
kann der Schweißkopf 18 aktiviert
werden, um die Verschweißung
des Umreifungsbandes 9 in der angegebenen Weise durchzuführen. Nach dem
Abtrennen des Umreifungsbandes 9 verschwenkt der Lagerhebel 25 im
Uhrzeigersinn gemäß 2 (Rückwärts-Schwenkrichtung
SR), so daß die
in 2 gezeigte Ausgangsstellung wieder erreicht wird
und ein neuer Umreifungsvorgang begonnen werden kann.
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Im übrigen ist
darauf hinzuweisen, daß in
der sich an das Mundstück 45 anschließenden Bandführung 46 eine über die
Breite des Umreifungsbandes 9 quer zur Bandebene verlaufenden
Aufnahmeöffnung 60 vorgesehen
ist, von der eine Bandnachlauflänge
beim Einschießen
des Umreifungsbandes 9 aufgenommen werden kann. Diese Bandnachlauflänge entsteht
unvermeidbar dadurch, daß zwischen dem
Anschlagen des freien Bandendes 16 an den Anschlagtaster
im Schweißkopf 18 und
dem Stillstand des Förderrollenpaares 19 eine
gewisse Nachlaufzeit auftritt.
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Die
in den 3 und 4 gezeigte Ausführungsform
der Einschieß-
und Rückspanneinrichtung 14 ist
wie folgt zu erläutern:
Statt
der Federanordnung 49 ist eine zusätzliche Verschwenkeinrichtung 61 zur
Verstärkung
der Rückspannung
des Umreifungsbandes 9 vorgesehen. Diese Verschwenkeinrichtung 61 weist
im wesentlichen eine Steuerscheibe 62 auf, deren Steuerkurve 63 nach
Art einer sogenannten "Glockenkurve" ausgestaltet ist.
Die Steuerscheibe 62 sitzt dehfest auf der Antriebswelle 64,
die die einzelnen Steuerscheiben zur Betätigung der Schweißkopfkomponenten trägt. Letztere
sind übliche
Komponenten bei Umreifungsmaschinen und bedürfen daher keiner näheren Erläuterung.
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Die
Steuerscheibe 62 beaufschlagt den Lagerhebel 25 mittelbar über den
daran angelenkten Schwenkhebel 34, wie anhand der Funktionsbeschreibung
noch näher
zu erläutern
ist.
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Zusätzlich ist
auf dem Schwenkhebel 34 eine von der Steuerscheibe 62 betätigbar Blockiervorrichtung 65 für die Förderrollen 20, 21 vorgesehen,
die einen auf dem Schwenkhebel 34 schwenkbar gelagerten
Blockierhebel 66 aufweist. Der Blockierhebel 66 ist
durch eine Zugefeder 67, die am Lagerhebel 25 gegengelagert
ist in einer Ausgangsposition (3) gehalten,
in der Blockierhebel 66 gegenüber dem Schwenkhebel 34 so
verschwenkt ist, daß das
Betätigungsende 68 in
Richtung der Steuerscheibe 62 dem Hebelarm 37 des
Schwenkhebels 34 vorgelagert ist. In dieser Stellung befindet
sich ein Arretiervorsprung 69 am Lagerende 70 des
Blockierhebels 66 außer
Eingriff mit einem Arretierzahnrad 71, das drehfest mit
der unteren Förderrolle 21 verbunden
ist.
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Die
Funktionsweise der Einschieß-
und Rückspanneinrichtung 14 gemäß den 3 und 4 ist
wie folgt zu erläutern:
Die
Ausgangsposition vor dem Einschießen des Umreifungsbandes 9 ist
in den 3 und 4 nicht eigens dargestellt.
In dieser Ausgangsposition befindet sich der Lagerhebel 25 in
der in 4 gezeigten Stellung, wobei jedoch der Blockierhebel 66 gegenüber dem
Schwenkhebel 34 im Uhrzeigersinn verschwenkt ist, wie dies
in 3 gezeigt ist. Die Förderrollen 20, 21 sind
also frei beweglich und können zum
Einschießen
des Umreifungsbandes 9 in den Bandführungsrahmen 6 mittels
des Elektromotores 22 betätigt werden. Nach dem Einschießen des
Umreifungsbandes 9 und dem Anschlagen seines freien Endes 16 an
den Anschlagtaster im Schweißkopf 18 werden
der Elektromotor 22 abgeschaltet, das freie Bandende 16 festgehalten
und der Elektromotor 22 wiederum mit umgekehrtem Drehsinn
aktiviert. Mit Hilfe des Förderrollenpaares 19 wird
das Umreifungsband 9 zurückgeholt, damit aus dem Bandführungskanal 15 des
Bandführungsrahmens 6 herausgezogen
und dicht um den Zeitschriftenstapel 2 herumgelegt. In
diesem Zustand wird das Umreifungsband 9 blockiert und
das Förderrollenpaar 19 zieht sich
durch sein Weiterdrehen wieder in Richtung zum Schweißkopf 18 am
blockierten Umreifungsband 9 entlang. Entsprechend wird
der Lagerhebel 25 entgegen dem Uhrzeigersinn in Vorwärts-Schwenkrichtung SV
verschwenkt, wobei eine geringe Gegenkraft G durch das schwerkraftbedingte
Drehmoment D am Lagerhebel 25 auftritt. Der Lagerhebel 25 verläßt wiederum
den Bereich des Positionssensors 47, der ein entsprechendes
Positionssignal für
die Steuerung 48 abgibt. Dieses Positionssignal zeigt an,
daß das
Umreifungsband 9 dicht um den Zeitschriftenstapel 2 herumgelegt
ist.
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Durch
die Verschwenkbewegung des Lagerhebels 25 gelangt der Blockierhebel 66 mit
seinem Betätigungsende 68 vor
die Steuerkurve 63 der Steuerscheibe 62. Durch
die Steuerung 48 bedingt wird die Steuerscheibe 62 in
eine Drehbewegung versetzt, so daß der schräge Abschnitt 72 der
Steuerkurve 63 den Blockierhebel 66 gegen die
Kraft der Zugfeder 67 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Damit
taucht der Arretiervorsprung 69 in eine Zahnlücke des
Arretierzahnrades 71 ein und blockiert die Förderrollen 21, 20.
Das Umreifungsband 9 ist damit fest zwischen den beiden
Förderrollen 20, 21 gehalten.
Die Steuerscheibe 62 dreht sich weiter und beaufschlagt
neben dem Blockierhebel 66 auch den Schwenkhebel 34,
wodurch die Klemmwirkung der Förderrollen 20, 21 auf
das Umreifungsband 9 noch weiter erhöht wird. Sobald der Schwenkhebel 34 mit seinem
Anschlagbolzen 38 am Festanschlag 40 anschlägt, bewirkt
eine Weiterdrehung der Steuerscheibe 62 eine Verschwenkung
des Lagerhebels 25 in Rückwärts-Schwenkrichtung
SR, wodurch das zwischen den Förderrollen 20, 21 festgehaltene
Umreifungsband 9 in hohem Maße straff um den Zeitschriftenstapel 2 gezogen
wird. Hat die Steuerscheibe 62 gegenüber der in 3 gezeigten
Position einen Drehwinkel von 180° durchfahren,
nimmt der Lagerhebel 25 wieder die in 4 gezeigte
Ausgangsstellung ein. Dies wird vom Positionssensors 47 erfaßt, der
ein entsprechendes Positionssignal abgibt.
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Dieses
Signal ist wiederum repräsentativ
dafür,
daß das
Umreifungsband 9 endgültig
um den Zeitschriftenstapel 2 straff gezogen ist. Es wird über die
Steuerung 48 der Schweißkopf aktiviert, wobei gleichzeitig
die Steuerscheibe 62 wieder in die in 3 gezeigte
Stellung gefahren wird. Dies bedeutet, daß der Blockierhebel 66 und
damit die Förderrollen 20, 21 wieder
freigegeben werden. Gleichzeitig ist durch die Betätigung des
Schweißkopfes 18 das
Umreifungsband 9 verschweißt und vom einlaufenden Bandabschnitt
abgetrennt worden. Der fertig umreifte Zeitschriftenstapel 2 kann
aus der Umreifungsmaschine herausgefahren werden. Ein neuer Umreifungsvorgang
beginnt.