DE19500081A1 - Trennwand für Sanitär- und Naßbereiche - Google Patents
Trennwand für Sanitär- und NaßbereicheInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Trennwand für Sanitär- und Naßbereiche, die
aus mindestens einem Sandwichelement besteht.
Trennwände im Sanitär- und Naßbereich werden aus den verschiedensten
Materialien in unterschiedlichsten Ausführungen gestaltet. Beispielsweise
ist es aus dem DE 83 12 321 U1 bekannt, Sandwichelemente aus zwei
Blechen zu verwenden, zwischen denen der Hohlraum ausgeschäumt ist
und Rahmenprofile als stützende und tragende Elemente vorgesehen sind.
Abgesehen davon, daß diese Art von Trennwänden relativ schwer und
schwierig zu handhaben sind, ist ihre Bearbeitung vor Ort beim Einbau
umständlich.
Eine andere Art der Herstellung von Schnellbau-Trennwandsystemen
beschreibt das DE 92 15 128 U1, bei dem zwischen tragenden Elementen
Tafeln aus extrudiertem Hartschaum eingefügt werden, der beiderseits mit
Glasfaserarmierung und Spezialmörtel beschichtet ist. Auch diese Art der
Trennwände ist wegen der Anwendung und Verarbeitung der unter
schiedlichen Materialien sowie des zusätzlichen Bedarfs eines Stütz
systems aufwendig.
Darüber hinaus sind zweischalige demontierbare Trennwände bekannt
(DE 28 31 126 A1), die zwischen zwei Wandschalen einen üblichen
Dämmstoff besitzen und deren einzelne Teile zur Erreichung der erfor
derlichen Stabilität der Trennwände eines Ständerwerkes bedürfen. Zum
Anschluß der Trennwände an einen Baukörper (Massivwand, Decke,
Boden) sind besondere Anschlußelemente vorgesehen, die mit H- oder U-
Profilen versehen sind. Abgesehen davon, daß auch diese Art der Trenn
wände wieder mit einer Stützkonstruktion kombiniert werden muß, sind
hierbei die Anschlußständer der Wandteile auf recht komplizierte Art auf
den Zusammenbau vorzubereiten.
Schließlich werden auf dem Markt Verkleidungselemente für Tür- und
Fenstergewände sowie Fassaden angeboten, die aus einer von zwei
Kunststoffplatten eingefaßten Hartschaumschicht bestehen. Als selbst
tragende Elemente sind diese Verkleidungselemente bisher nicht verwen
det worden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein nach Art eines Sandwichs aufgebautes
Wandelement zur Errichtung von vorzugsweise selbsttragenden Trennwänden
anzugeben und zu benutzen, das tragender Säulen, Streben oder
Rahmen nicht bedarf, als Meterware vor Ort leicht verarbeitbar ist und als
Grundlage für eine Befliesung dienen kann.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten
Patentanspruchs gelöst. Das Material der Sandwichelemente kann Holz
bzw. Furnier, Blech oder vorzugsweise Kunststoff sein, mit dem die Hart
schaumschicht verklebt oder verpreßt wird. Damit beim Verwenden einer
Kunststoffplatte und üblichen Wandhöhen von ca. 2 m eine hinreichende
Stabilität und Dämmung erreicht wird, beträgt die Dicke der Kunststoff
platte 1,5 bis 2 mm und die Dicke der Hartschaumschicht 15 bis 20 mm.
Es besteht also ein Dickenverhältnis von 1 : 10. Die der Kunststoffplatte
abgewandte Seite der Hartschaumschicht kann befliest oder ebenfalls mit
einer Platte aus hartem und steifem Material versehen sein. Die entspre
chend den Abmessungen der zu errichtenden Trennwände zugeschnitte
nen Materialbahnen sind untereinander oder mit vorhandenen Wänden zu
verbinden. Hierzu können entsprechend den Verbindungsgegebenheiten
L-, U-, V- oder H-(gerade oder gekrümmte)-Profilstücke dienen. Entspre
chend muß das zugeschnittene Sandwichmaterial am zugehörigen Rand
präpariert werden. Ist ein L-Profilstück zu verwenden so wird in der Hart
schaumschicht am Rand eine Ausfräsung angebracht, die sich sinnvoller
weise auf der Seite der Hartschaumschicht befindet, die der Platte
benachbart ist. Ist ein U- oder H-Profilstück zu verwenden, so ist im
zugeschnittenen Zustand des Sandwichmaterials entlang des entsprechen
den Randes zu beiden Seiten der Hartschaumschicht eine gleichgestaltete
Ausfräsung vorzusehen. Dabei wird vorausgesetzt, daß der Außenabstand
der Schenkel des U- oder H-Profilstückes gleich der Dicke der Hart
schaumschicht nach der Ausfräsung ist. Damit möglichst schmale Fugen
zwischen den zu verbindenden Wandteilen entstehen, ist es von Vorteil,
wenn im zugeschnittenen Zustand des Wandmaterials eine flache Aus
fräsung über die gesamte Dicke der Hartschaumschicht vorgenommen
wird, wobei die Tiefe dieser Ausfräsung gleich der Dicke des die U- oder
H-Schenkel verbindenden Joches bzw. eines L-Schenkels ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der schematischen Zeichnung
von fünf Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung in Ansicht,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Ausführungsform gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen Teilschnitt durch die miteinander verbundenen
Sandwichplatten,
Fig. 4 einen Teilschnitt durch ein an einer Wand befestigtes
Materialstück,
Fig. 5 einen Teilschnitt eines weiteren, an einer Wand befestig
ten Materialstückes und
Fig. 6 eine Draufsicht auf zwei unter einem Winkel aneinan
derstoßende Sandwichplatten.
In den Fig. 1 und 2 sind eine Kunststoff-Hartschaumschicht 1 und eine
Kunststoffplatte 2 miteinander verklebt und die Kunststoff-Hartschaum
schicht 1 in der Nähe ihrer Stirnfläche (Verbindungsrand) 3 beidseitig mit
über die ganze Höhe des Materialstückes 4 reichenden Ausnehmungen
(Ausfräsungen) 5 versehen, in die ein entsprechendes, nicht dargestelltes
Profilstück einführbar ist. Es ist auch möglich, die Ausfräsungen 5 nur in
Abschnitten über die Höhe verteilt vorzusehen und diesen entsprechende
Profilstücke zuzuordnen.
In Fig. 3 sind zwei sandwichförmige Materialstücke 6, 7, von denen
jedes aus einer Hartschaumschicht 8 bzw. 9 und zwei mit ihnen ver
preßten harten und steifen Kunststoffschichten 10, 11 bzw. 12, 13 besteht,
mit Hilfe eines H-Profilstückes 14 miteinander verbunden. Hierzu be
sitzen die Hartschaumschichten 8, 9 spaltförmige Ausfräsungen 15 bzw.
16 parallel zu den Kunststoffschichten 10, 11 bzw. 12, 13 und flache Aus
fräsungen 18, 19 an denen einander zugewandt Stirnflächen der Hart
schaumschichten 8, 9, in denen sich Schenkel 19, 20 und ein Jochteil 23
des H-Profilstückes 14 befinden. Die Materialstücke 6, 7 sind mit den
Schenkeln 19, 20 mit Hilfe von Schrauben 21 bzw. 22 verbunden. Sie
könnten auch miteinander verklebt sein, wobei es von Vorteil ist, wenn
den Schenkeln 19 bzw. 20 eine gewisse Vorspannung zu eigen ist. In
Verlängerung des Jochteiles 23 befinden sich außerhalb der H-Schenkel
19, 20 Abdeckteile 24, 25, die die zwischen den Kunststoffschichten 10,
12 bzw. 11, 13 zwangsläufig entstehenden Fugen abdecken.
Beim Aneinanderfügen der Materialstücke 6, 7 wird nach Anbringung der
Ausfräsungen 15, 16, 17, 18 das Profilstück 14 mit seinen Schenkeln 19
zunächst in die Ausfräsungen 15, 17 geschoben und mit der Schraube 21
verschraubt. Danach wird das Materialstück 7 mit seinen Ausfräsungen
16, 18 über die Schenkel 20 geführt und auf das Joch 23 gepreßt und
mittels der Schraube 22 eine Verschraubung vorgenommen.
In Fig. 4 ist an eine massive Wand 26 mit Hilfe einer eingedübelten
Schraube 27 ein L-Profilstück 28 angeschraubt, das in Ausnehmungen 29,
30 eines zugeschnittenen Wandmaterials 31 seinen Sitz hat. Das zuge
schnittene Wandmaterial (Sandwichelement) 31 ist im wesentlichen
rechtwinklig zur Wand 26 gerichtet und besteht aus einer harten Kunst
stoffplatte 2, einer Hartschaumschicht 1 und einer mit der Hartschaum
schicht 1 fest verbundenen, vorzugsweise verklebten Fliesenschicht 32.
Die Ausnehmungen 29, 30 befinden sich in der Hartschaumschicht 1 so,
daß die Kunststoffplatte 2 und die Fliesenschicht 32 die Hartschaum
schicht 1 um die Dicke der Ausnehmung 30 überragen.
Beim Befestigen des zugeschnittenen Wandmaterials 31 wird zunächst
das L-Profilstück 28 mit der Wand 26 verschraubt, bevor das Sandwich
element 31 über die Schenkel des L-Profilstückes 28 geschoben und mit
Hilfe einer versenkten Schraube 33 mit dem L-Profilstück 28 verschraubt
wird. An die Stelle der Fliesenschicht 32 kann auch eine Kunststoff-,
Holz-, Furnier- oder Metallplatte oder ein geeigneter Putz (z. B. Kunst
stoffputz) treten.
In Fig. 5 ist das Sandwichelement 4 mit Hilfe eines U-Profilstückes 34
an einer massiven Wand 26 befestigt. Im übrigen gilt das zu Fig. 1 und 4
Gesagte sinngemäß. Der besondere Vorteil dieses Ausführungsbeispiels
ist darin zu sehen, daß mittels des U-Profilstückes 34 Unebenheiten der
Wand 26 ausgeglichen werden können, so daß eine in ihrer Breite varia
ble Schattenfuge entsteht.
In Fig. 6 stoßen zwei Sandwichelemente 35, 49 unter einem Winkel von
90° aneinander. Ein sie verbindendes Zwischenstück 36 hat die Form
eines gebogenen H, dessen Joch ein volles oder hohles Materialstück sein
kann und einen Zylinderausschnitt darstellt. Die Bogenstücke 37, 38 des
H sind gegenüber den H-Schenkeln 39, 40, 41, 42 um Beträge abgesetzt,
die gleich der Dicke der Kunststoffplatten 43, 44, 45, 46 sind, die die
jeweilige Hartschaumschicht 47 bzw. 48 begrenzen. Im übrigen gilt das
zu Fig. 3 Gesagte entsprechend.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeich
nung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebi
ger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
1, 8, 9, 47, 48 Hartschaumschicht
2, 10, 11, 12, 13, 43, 44, 45, 46 Kunststoffplatte
3 Stirnfläche
4, 6, 7 Materialstück
5, 15, 16, 29 spaltförmige Ausfräsungen
14 H-Profilstück
17, 18, 30 flache Ausfräsungen
19, 20, 39, 40 41, 42 Schenkel
21, 22, 33 Schrauben
23 Jochteil
24, 25 Abdeckteile
26 massive Wand
27 gedübelte Schraube
28 L-Profilstück
31 Wandmaterial
32 Fliesenschicht
34 U-Profilstück
35, 49 Sandwichelemente
36 Zwischenstück
37, 38 Bogenstücke
2, 10, 11, 12, 13, 43, 44, 45, 46 Kunststoffplatte
3 Stirnfläche
4, 6, 7 Materialstück
5, 15, 16, 29 spaltförmige Ausfräsungen
14 H-Profilstück
17, 18, 30 flache Ausfräsungen
19, 20, 39, 40 41, 42 Schenkel
21, 22, 33 Schrauben
23 Jochteil
24, 25 Abdeckteile
26 massive Wand
27 gedübelte Schraube
28 L-Profilstück
31 Wandmaterial
32 Fliesenschicht
34 U-Profilstück
35, 49 Sandwichelemente
36 Zwischenstück
37, 38 Bogenstücke
Claims (11)
1. Trennwand für Sanitär- und Naßbereiche, die aus mindestens einem
Sandwichelement besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Sand
wichelement selbsttragend ist und mindestens auf einer Seite einer
Hartschaumschicht eine Platte aus einem harten, steifen Material auf
weist, die mit dieser Schicht fest verbunden ist und daß die Dicke der
Platte einen Bruchteil der Hartschaumschicht beträgt.
2. Trennwand gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte
aus Kunststoff besteht.
3. Trennwand gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dicken der Hartschaumschicht und der Platte sich wie 10 : 1 verhalten.
4. Trennwand gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die der Platte gegenüberliegende Seite der Hartschaumschicht beflies
bar gestaltet ist.
5. Trennwand gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Sandwichelement entlang seines Verbindungs
randes in der Hartschaumschicht mindestens eine Ausfräsung aufweist,
die der Platte benachbart ist.
6. Trennwand gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sandwichelement entlang seines Verbindungsrandes zu beiden Seiten
der Hartschaumschicht gleich gestaltete Ausfräsungen aufweist.
7. Trennwand gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Sandwichelement entlang seines Verbindungsrandes eine über die
gesamte Dicke der Hartschaumschicht reichende flache Ausfräsung
aufweist.
8. Trennwand gemäß mindestens einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Ausfräsungen entsprechende Profilstücke
eingeführt sind.
9. Trennwand gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilstücke als U-Profile ausgebildet sind.
10. Trennwand gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß auf beiden Seiten der Hartschaumschicht eine Platte aus
Kunststoff vorgesehen ist.
11. Trennwand gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilstücke ein H-Profil aufweisen, das ein gekrümmtes
Zwischenstück besitzt und dessen Schenkel gegenüber den
Bogenstücken des Zwischenstückes zurückgesetzt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995100081 DE19500081A1 (de) | 1995-01-04 | 1995-01-04 | Trennwand für Sanitär- und Naßbereiche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995100081 DE19500081A1 (de) | 1995-01-04 | 1995-01-04 | Trennwand für Sanitär- und Naßbereiche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19500081A1 true DE19500081A1 (de) | 1996-07-18 |
Family
ID=7750961
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995100081 Withdrawn DE19500081A1 (de) | 1995-01-04 | 1995-01-04 | Trennwand für Sanitär- und Naßbereiche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19500081A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10250665A1 (de) * | 2002-09-10 | 2004-03-25 | Weinmann Holzbausystemtechnik Gmbh | Wandsystem |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2149168A1 (de) * | 1971-10-01 | 1973-04-12 | Vasiljevic Costa Silard Dr Dip | Schalldaemmende wand, platte, schale oder dergl |
| DE4138877A1 (de) * | 1991-11-27 | 1993-06-09 | Thomas 5653 Leichlingen De Lux | Trennwandelemente |
-
1995
- 1995-01-04 DE DE1995100081 patent/DE19500081A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE2149168A1 (de) * | 1971-10-01 | 1973-04-12 | Vasiljevic Costa Silard Dr Dip | Schalldaemmende wand, platte, schale oder dergl |
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Dominghaus, H., Lexikon der Kunststoffe, Wilh. Heyne V., München (1978), Bd.2, S.393 linke Spalte, Stichwort: Sandwich- Bauteile * |
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