DE19500069A1 - Verfahren und Vorrichtung für die Spektroskopie - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung für die SpektroskopieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Durchführen einer Spektroskopie, insbesondere einer Atomspektro
skopie, die zum Beispiel verwendet wird für die analytische
Bestimmung verschiedener Elemente. Insbesondere sind das Verfah
ren und die Vorrichtung in der Atomabsorptionsspektroskopie
(AAS) verwendbar.
In der AAS wird die Konzentration eines chemischen Elementes in
einer Probe dadurch gemessen, daß das Ausmaß gemessen wird, in
dem die Atome des Elementes Licht einer Wellenlänge absorbieren,
die für diese Atome spezifisch ist. Üblicherweise wird das Licht
mittels einer Entladungslampe erzeugt und die zu analysierende
Probe liegt in Form einer Phase vor, die in irgendeiner Weise
so präpariert ist, daß eine Ansammlung der Atome im Lichtweg
vorliegt. Beispielsweise kann eine derartige Atomwolke dadurch
erzeugt werden, daß die Probenlösung in eine Flamme gesprüht
wird oder daß eine geringe Menge der Probenlösung auf einem
geheizten Faden, Stab oder einer anderen nicht brennenden
Einrichtung deponiert wird. Das den Probenbereich passierende
Licht wird mittels eines geeigneten Detektors empfangen, und
das Ausmaß der Lichtabsorption wird gemessen. Die Absorption
wird dadurch bestimmt, daß die Mengen des vom Detektor mit und
ohne Probe (bzw. einer Bezugsprobe) empfangenen Lichtes gemessen
werden und daß die beiden Meßergebnisse zueinander ins Verhältnis
gesetzt werden.
AA-Spektren (Atom-Absorptions-Spektren) werfen allerdings techni
sche Probleme hinsichtlich des sogenannten Rauschens und des
Untergrundsignals auf.
Übliche Quellen für die Rauschkomponenten in den gemessenen
Absorptionsspektren sind: Flammenemissionsrauschen, Rauschen
der Lichtquelle, Rauschen des Zerstäubers, EHT-Rauschen, Molekül-
und Teilchenrauschen (Hintergrund), Rauschen bei der A/D-Wandlung
und Photonenrauschen.
Frühere Versuche, das Rauschen und die Hintergrundsignale bei
AA-Spektren zu überwinden, sahen insbesondere folgendes vor:
Anstelle eines herkömmlichen Systems mit einem einzigen
Lichtstrahl wird ein System mit Doppelstrahl verwendet, wobei
ein Probenstrahl und ein Referenzstrahl periodisch vermessen
und die Meßergebnisse zueinander ins Verhältnis gesetzt werden.
Rauschquellen, die beiden Strahlen gemeinsam sind (d. h. zueinander
korreliert sind), werden theoretisch eliminiert. Solche Rausch
quellen sind die Lichtquelle, EHT und in bestimmtem Ausmaß das
Photonenrauschen. Nicht korrelierte Rauschquellen werden aller
dings nicht eliminiert und sind sogar um einen Faktor 1,4 größer
als bei den Rauschquellen, die bei Verwendung eines einzigen
Strahls auftreten.
In Praxis wird die Messung der beiden Strahlen alternativ durch
geführt mittels einer Zeitaufteilung und einer Multiplexierung.
Jeder Strahl wird für etwa 1-2 Millisekunden vermessen mit
einer Wiederholrate von 10 Millisekunden (d. h. alle zehn
Millisekunden wird der pulsierende Strahl gemessen). Dies führt
dazu, daß die Rauschunterdrückung bei Verwendung des
Doppelstrahlsystems nicht perfekt ist und hinsichtlich der als
korreliert angenommenen
Rauschquellen treten folgende Effekte auf:
- - Die Integration jedes Signals über 1-2 Millisekunden wirkt wie ein Tiefpaßfilter, der diejenigen Rauschfrequenzen schwächt oder unterdrückt, die oberhalb von etwa 500-1000 Hz liegen.
- - Die Repititionsrate von 10 Millisekunden bewirkt, daß Rausch frequenzen unterhalb von 50 Hz korreliert bleiben und deshalb eliminiert werden.
- - Die Rauschfrequenzen zwischen 50 Hz und etwa 1000 Hz bleiben jedoch unkorreliert und werden um einen Faktor von 1,4 im Vergleich zur Verwendung eines einzigen Strahls verstärkt.
Weiterhin bewirkt die Messung über jeweils 1-2 Millisekunden
mit einer Wiederholrate von 10 Millisekunden, daß Rauschfrequenzen
zwischen 50 Hz und 1000 Hz verfälscht werden (ihre Frequenzen
werden aufgrund der Meßrate zu tieferen Frequenzen verschoben),
so daß das niederfrequente Rauschen verstärkt wird. Die anschließen
de Integration des Signals kann diesen Effekt nicht eliminieren,
und das Signal/Rauschverhältnis wird somit verschlechtert. Die
Doppelstrahlmessung reduziert zwar die niederfrequenten Rauschquel
len (insbesondere die sogenannte Lichtquellendrift), jedoch
wird die Wirkung einiger anderer Rauschquellen verstärkt, und
die obengenannte Verfälschung (der Frequenzen) aufgrund der
zeitlich zerhackten Messung einzelner Proben verschlechtert
weiterhin das Rauschverhalten des gesamten Systems. Es dürfte
eher so sein, daß die Reduzierung (des Rauschens) einerseits
und die Verstärkung andererseits einander die Waage halten, so
daß die Messung mit zwei Strahlen etwa das gleiche Rauschverhalten
zeigt wie die früheren Messungen mit Verwendung eines einzigen
Strahls und ohne zeitliche Zerhackung der Messung.
Das Ausmaß, in dem Hintergrundsignale bei der Zweistrahltechnik
eliminierbar sind, unterliegt im wesentlichen zwei Begrenzungen,
nämlich einmal dem statischen Fehler und zum anderen dem dynami
schen Fehler.
Statische Fehler ergeben sich, wenn die geometrische Anordnung
oder Energieverteilung des Lichtstrahls, wie er für die Messung
der Hintergrundabsorption verwendet wird, verschieden ist im
Vergleich zu dem Strahl, der für die Atomabsorption verwendet
wird. Weil die absorbierende Probe nicht vollständig homogen
ist, bewirken die unterschiedlichen räumlichen
Energieverteilungen der beiden Strahlen eine systematische
Abweichung hinsichtlich der gemessenen Absorptionswerte bei den
beiden Strahlen und somit einen Fehler.
Dynamische Fehler ergeben sich, wenn die Messungen der Hintergrund
absorption und der Atomabsorption zu verschiedenen Zeiten erfolgen.
Jede Änderung der Proben-Hintergrundabsorption zwischen den
beiden Messungen erscheint als Hintergrund-Korrekturfehler. In
Praxis können zwar Interpolationstechniken verwendet werden, um
diesen Fehler zu reduzieren, jedoch läßt er sich nicht vollständig
eliminieren.
Zeeman-Korrektureinrichtungen verwenden nur eine einzige Licht
quelle und benutzen denselben Lichtstrahl zur Vermessung sowohl
der Probe als auch für die Erzeugung einer Referenzabsorption.
Deshalb tritt dort nicht das Problem des statischen Fehlers
auf, jedoch weiterhin das Problem des dynamischen Fehlers.
Zeeman-korrigierte Instrumente modulieren die Atomabsorption,
ohne daß die nicht-atomare (bzw. Hintergrund-) Absorption beein
flußt wird und stellen somit ein Mittel bereit, mit dem zwischen
atomarer und nicht-atomarer Absorption unterschieden werden
kann. Die Modulation des Absorptionssignals unter Verwendung
des Zeeman-Effekts verlangt im allgemeinen entweder einen körper
lich rotierenden Prismenpolarisator oder eine Drehung der Polari
sationsebene mit magneto-optischen Mitteln.
Diese Techniken sind recht wirkungsvoll für eine einfache Hinter
grundkorrektur, jedoch sind sie physikalisch eingeschränkt auf
Modulationsfrequenzen von weniger als 100 Hz und außerdem
beruhen sie auf herkömmlichen Verfahren einer sequentiellen
Messung von Probe und Referenzsignalen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung bereitzustellen, mit denen eine Atomspektroskopie
durchführbar sind, bei der die Messung der Hintergrundstrahlung
verbessert ist. Insbesondere sollen auch die Meßbegrenzungen
herkömmlicher Spektrometer, besonders von Atomabsorptionsspektro
metern, erweitert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe ist
dadurch gekennzeichnet, daß das Absorptionssignal auf ein hochfre
quentes Trägersignal - z. B. im Frequenzbereich von 1 KHz bis
100 MHz - aufmoduliert wird, so daß das Absorptionssignal als
Amplitudenmodulation auf dem Träger erscheint. Dies bedeutet,
daß eine 0-Amplitude 0-Absorption anzeigt und daß eine ansteigende
Amplitude eine ansteigende Absorption bedeutet. Das Signal kann
mittels eines Schmalbandfilters detektiert werden, der auf die
Trägerfrequenz zentriert ist, oder durch synchrone Detektion
mittels eines demodulierenden Verstärkers, der auf die Frequenz
des Modulationssignals fest eingestellt ist.
Mit diesem Verfahren wird das Signal/Rausch-Verhältnis verbessert,
weil viele der Rauschquellen, die hinsichtlich der Hintergrundkor
rektur ein Problem erzeugen, nur sehr geringe Rauschkomponenten
mit hohen Frequenzen aufweisen.
Einige der Rauschquellen, auf die oben Bezug genommen ist, bewir
ken ein zusätzliches Rauschen im Ausgangssignal und auch eine
Modulation der Probenabsorption. Beispielsweise bewirken Schwan
kungen der Lichtquellenintensität direkt eine Veränderung des
Ausgangssignals sogar ohne daß eine Probe vorliegt und auch das
Absorptionssignal wird hinsichtlich seiner Größe beeinflußt,
weil eine Halbierung des Lichtes auch eine Halbierung des gemesse
nen Absorptionssignals bewirkt. In diesen Fällen kann das zusätz
liche Rauschen beträchtlich dadurch reduziert werden, daß ein
Verfahren gemäß der Erfindung eingesetzt wird, allerdings ist
es möglich, daß dabei der Modulationseffekt bezüglich der Proben
absorption nicht beeinflußt wird. Da diese Modulationseffekte
eine multiplizierende Wirkung haben, beeinflussen sie die Meßge
nauigkeit, nicht aber die Meßgrenzen. Im allgemeinen ist die
Wirkung des zusätzlichen Rauschens wesentlich größer als der
Modulationseffekt.
Die Nachteile des additiven Rauschens können zumindest zu großen
Teilen dadurch überwunden werden, daß zwei Signale bei Durchfüh
rung des erfindungsgemäßen Verfahrens gemessen und zueinander
in Beziehung gesetzt werden. Das erste Signal ist die Signalampli
tude der Modulationsfrequenz, wobei es sich um eine Wechselspan
nungskomponente des Ausgangssignals handelt, was im Nachfolgenden
als A-Signal (oder RF-Signal) bezeichnet wird; dies gibt direkt
den Pegel: (Referenz-Probe)/2. Das zweite Signal ist das Gleich
spannungs-Ausgangssignal des Detektors (Mittelwert), wobei es
sich um das Basisband-Signal handelt, was im Nachfolgenden als
DC-Signal (Gleichspannungssignal) angesprochen wird. Dies gibt
den Pegel: (Referenz+Probe)/2. Bei sehr geringen Absorptionen,
wo sich das Verhalten der Probe dem der Referenz annähert, ergibt
das Verhältnis dieser beiden Signale, multipliziert mit 0,43429
direkt die Absorption. Bei höheren Absorptionswerten ist die
Berechnung etwas aufwendiger, läßt sich jedoch leicht mit einem
Mikroprozessor durchführen: AC/2 + DC gibt den Referenzpegel,
und DC - AC/2 ergibt das Probensignal. Alternativ ist es möglich,
jeweils den Wert AC/DC zu berechnen und mittels einer Ablesetabel
le die Umwandlung vorzunehmen. Es ist möglich, die DC- und AC-Aus
gangssignale des Systems gleichzeitig und kontinuierlich zu
messen, und zwar ohne eine zeitliche Aufspaltung und ohne ein
Multiplexen. Hierdurch wird der oben angesprochene Verfälschungs
effekt vermieden, und es wird sichergestellt, daß diejenigen
Rauschquellen, die beiden Signalen gemeinsam sind, korrekt elimi
niert werden.
Beim Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das Absorp
tionssignal mit bekannten geeigneten Techniken auf den Träger
aufmoduliert werden, beispielsweise unter Verwendung des Doppler-
Effektes, des Stark-Effektes oder des Zeeman-Effektes. In allen
Fällen kann eine geeignete Technik verwendet werden, um eine
hinreichende Hochgeschwindigkeitsmodulation zu erreichen. Bei
spielsweise wurde gefunden, daß eine elektro-optische Zelle für
diesen Zweck gut geeignet ist.
Die Erfindung beinhaltet auch eine Vorrichtung für die Atomabsorp
tion mit einer Lichtquelle zum Erzeugen eines Lichtstrahls,
einer Einrichtung zum Atomisieren zur Erzeugung einer Atomwolke
der zu analysierenden Probe im Lichtweg und eine Modulationsein
richtung, die so betreibbar ist, daß auf eine hochfrequente
Trägerfrequenz ein Absorptionssignal aufmodulierbar ist, welches
repräsentativ ist für das Ausmaß, in dem Licht einer vorgegebenen
Frequenz durch die Probe absorbiert wird, wodurch die Amplitude
des modulierten Signals repräsentativ ist für das Ausmaß der
genannten Absorption.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnung näher beschrieben.
Es ist zweckmäßig und besonders anschaulich, die Erfindung im
einzelnen unter Bezugnahme auf ein Instrument vom Zeeman-Typ zu
beschreiben, jedoch versteht sich für den Fachmann, daß die
Erfindung nicht nur unter Verwendung des Zeeman-Effektes aus führ
bar ist.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 schematisch ein Ausführungsbeispiel einer
Vorrichtung, die zur Ausführung der Erfindung
geeignet ist;
Fig. 2 schematisch ein anderes Ausführungsbeispiel einer
solchen Vorrichtung und
Fig. 3 diagrammartig die Polarisationsdrehung am Ausgang
einer elektro-optischen Zelle, die bei den Vorrichtungen
gemäß den Fig. 1 und 2 verwendet wird.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird ein Strahl 1
unpolarisierten Lichtes, der von einer Lichtquelle, wie einer
Hohlkathodenlampe 2, abgegeben wird, durch einen Polarisator 3
gerichtet. Der austretende Strahl 4 ist linear polarisiert und
wird durch eine elektro-optische Zelle 5 gerichtet, die so betrie
ben werden kann, daß sie die Polarisationsebene direkt proportio
nal zu einem angelegten elektrischen Feld 6 dreht. Dies bedeutet,
daß die Polarisationsebene als Funktion von Änderungen der an
die Zelle 5 angelegten Spannung geändert wird. Das Ausgangssignal
der Zelle 5 passiert eine Analyt-Wolke, die durch einen Atomisierer
7 erzeugt wird. Beim Atomisierer kann es sich um einen geeigneten
herkömmlichen Typ handeln, wie beispielsweise einen Flammen-Atomi
sierer oder einen Graphitröhrchenofen. Der Begriff "Atomisierer"
soll auch die Erzeugung von Molekülen erfassen, insbesondere
aber die Erzeugung von Atomen. Ein in der Richtung gleichbleiben
der Magnet 8 ist am Atomisierer 7 angeordnet und kann so betätigt
werden, daß er eine Zeeman-Aufspaltung der Analyt-Wolke bewirkt.
Der den Atomisierer 7 verlassende Lichtstrahl ist deshalb mit
derjenigen Frequenz moduliert, mit der die Polarisationsebene
aufgrund der Beeinflussung durch die Zelle 5 dreht, und die
Amplitude dieser Modulation ist proportional zur Absorption des
Analyten. Das so modulierte Licht gelangt dann in einen Monochro
mator 9, wo die gewünschte analytische Wellenlänge selektiert
wird, und Licht dieser Wellenlänge wird dann mittels eines Foto-
Vervielfachers 10 oder einer anderen geeigneten Einrichtung
detektiert. Der Begriff "Licht" soll hier nicht auf den Bereich
sichtbarer Wellenlängen des elektromagnetischen Spektrums be
schränkt sein, sondern erfaßt auch andere Wellenlängenbereiche
solcher Strahlung. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird das elektrische Ausgangssignal des Foto-Vervielfachers 10,
welches vorzugsweise verstärkt wird, in zwei Signalwege 11 und
12 geteilt, welche jeweils die AC (oder RF) bzw. die DC-Signale
führen, die oben erläutert sind. Hierzu werden die Signalleitun
gen 11 und 12 jeweils einer synchronen Messung bzw. einer Tiefpaß
filterung unterzogen. Das Verhältnis der so gebildeten zwei
Signale kann verwendet werden, um die wahre Absorption durch
die Probe zu bestimmen.
Da das Untergrundsignal keiner Zeeman-Aufspaltung unterworfen
wird, wird es nicht moduliert und trägt deshalb nicht zum Wechsel
spannungssignal (AC-Signal) bei. Es reduziert nur den erreichbaren
Lichtpegel und ist eine beiden Signalen gemeinsame Komponente,
die eliminiert wird, wenn das Verhältnis der AC- und DC-Signale
berechnet wird.
Das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel entspricht dem gemäß
Fig. 1, mit der Ausnahme, daß die Reihenfolge des Polarisators
3, der elektro-optischen Zelle 5 und des Atomisierers 7 umgekehrt
ist.
Durch Verwendung einer elektro-optischen Zelle zur Drehung der
Polarisationsebene ist es möglich, sehr hohe Modulationsfrequenzen
zu erreichen. Die elektro-optische Zelle kann von unterschiedli
cher Art sein, beispielsweise kann es sich handeln um:
- - eine Kerr-Zelle,
- - eine Pockels-Zelle,
- - eine foto-elastische Zelle oder
- - eine nematische Flüssigkristalleinrichtung.
Alle vier Zellarten funktionieren aufgrund der Prinzipien der
induzierten Doppelbrechung, wobei ein externer Einfluß bewirkt,
daß die Geschwindigkeit in einer Polarisationsebene des Lichtes
mehr verzögert wird als in einer anderen Ebene. Dies bewirkt,
daß die primäre Polarisationsebene gedreht wird und der Polarisa
tionszustand geändert wird von einem linearen Zustand zu einem
elliptischen und zurück zum linearen Zustand nach einer Drehung
um 90° (vgl. Fig. 3). Diese Drehung um 90° wird als "Halbwellen-
Verzögerung" bezeichnet. Der Unterschied zwischen den vier Zellen
liegt im wesentlichen nur in der Art, wie die Doppelbrechung
induziert wird.
Flüssigkristalle funktionieren so, daß ihre Struktur in Abhängig
keit von einem angelegten, relativ schwachen elektrischen Feld
Änderungen durchmacht. Die Doppelbrechung von foto-elastischen
Zellen beruht auf mechanisch induzierten Spannungen, die üblicher
weise mittels eines piezo-elektrischen Elementes erzeugt werden.
Sowohl Kerr- als auch die Pockels-Zellen funktionieren nach
ähnlichen Prinzipien. Das heißt, ein angelegtes elektrisches
Feld ändert direkt die optische Anisotropie der kristallinen
Struktur. Der Unterschied zwischen beiden liegt darin, daß bei
dem Kerr-Effekt eine quadratische Abhängigkeit von dem elektri
schen Feld gegeben ist, während der Pockels-Effekt linear von
der Feldstärke abhängt.
Einige gewöhnliche Kerr-Zellen sind nicht geeignet zur Verwendung
in einer Vorrichtung der oben beschriebenen Art, da sie eine
untere Grenzwellenlänge von 250 Nanometer haben. Die Verwendung
von Lithium-Borat oder Beta-Barium-Borat in einer solchen Zelle
erstreckt jedoch deren Wirkungsbereich und macht sie für die
hier beschriebene Vorrichtung und das Verfahren geeignet. Auch
andere Materialien sind für derartige Zellen bekannt, so daß
sie für diese Anwendung geeignet sind.
Bei der Vorrichtung gemäß Fig. 1 handelt es sich bei dem Polarisa
tor 3 vorzugsweise um einen Kristall-Polarisator, und die elektro
optische Zelle 5 ist ein foto-elastischer Modulator (beispielswei
se angeboten durch die Firma Hinds International, U.S.A.), der
mit 50 KHz betrieben wird, woraus sich eine Modulationsfrequenz
von 100 KHz ergibt (d. h. die Frequenz des Trägers ist 100 KHz).
Bei dem Atomisierer 7 kann es sich um ein übliches Produkt (bei
spielsweise erhältlich von der Firma Varian) handeln, und der
Permanentmagnet 8 ist so ausgelegt, daß er eine Feldstärke von
1 Tesla erzeugt. Die anderen Komponenten der Vorrichtung sind
dem Fachmann ohne weiteres geläufig.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung und das beschriebene
Verfahren sind relativ einfach und wirkungsvoll zur Verbesserung
der Rausch- und Hintergrundkorrektur bei einem Spektrometer.
Claims (18)
1. Verfahren der Absorptionsspektroskopie, umfassend die folgen
den Schritte:
ein Lichtstrahl wird durch eine zu analysierende Probe geschickt
und ein Absorptionssignal wird erzeugt, das ein Maß ist für das
Ausmaß, in dem Licht einer vorgegebenen Frequenz durch die Probe
absorbiert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Absorptionssignal auf ein hochfrequentes Trägersignal aufmodu liert wird, so daß die Absorption bei der vorgegebenen Frequenz durch die Amplitude des modulierten Signals widergegeben ist.
dadurch gekennzeichnet, daß
das Absorptionssignal auf ein hochfrequentes Trägersignal aufmodu liert wird, so daß die Absorption bei der vorgegebenen Frequenz durch die Amplitude des modulierten Signals widergegeben ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Modulation dadurch erfolgt, daß der Lichtstrahl vor Durchtritt
durch die Probe moduliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Modulation so durchgeführt wird, daß diejenigen Strahlteile,
die die Probe verlassen, moduliert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Frequenz des hochfrequenten Trägersignals im Bereich von 1
KHz bis 100 MHz liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Frequenz des hochfrequenten Trägersignals etwa bei 100 KHz
liegt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Zeeman-Effekt beim Modulieren des Absorptionssignals auf
das Trägersignal verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Amplitude des modulierten Signals synchron mit der Frequenz
des Trägersignals detektiert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein mittleres Ausgangssignal gemessen und ein Verhältnis des
Amplitudensignals und des mittleren Signals verwendet wird, um
die Absorption von Licht einer vorgegebenen Frequenz durch die
Probe zu bestimmen.
9. Vorrichtung für die Absorptionsspektroskopie mit einer
Lichtquelle (2) zur Erzeugung eines Lichtstrahls, einem Atomisie
rer (7) zur Erzeugung einer Teilchenwolke einer zu analysierenden
Probe im Lichtweg des Lichtstrahls, und mit einem Modulator (5),
dadurch gekennzeichnet, daß
mittels des Modulators auf ein hochfrequentes Trägersignal ein
Absorptionssignal aufmoduliert wird, welches repräsentativ ist
für das Ausmaß, in dem Licht einer vorgegebenen Frequenz durch
die Probe absorbiert wird, wobei die Amplitude des modulierten
Signals repräsentativ ist für das Ausmaß der Absorption.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Modulator den Lichtstrahl vor dessen Durchgang durch die
Probe moduliert.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Modulator durch die Probe hindurchgetretene Strahlung modu
liert.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Modulator das Absorptionssignal auf ein Trägersignal aufmodu
liert, welches eine Frequenz im Bereich von 1 KHz bis 100 MHz
hat.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Modulator so betreibbar ist, daß er das Absorptionssignal
auf das Trägersignal mit einer Frequenz von etwa 100 KHz aufmodu
liert.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Modulator eine elektro-optische Zelle aufweist zum Drehen
der Polarisationsebene von polarisiertem Licht, das die Zelle
passiert.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung einen Magneten (8) aufweist, um einen Zeeman-Effekt
zu erzeugen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Detektor (10) vorgesehen ist zum Messen und zum Abgeben von
zwei Signalen, wobei diese Signale die Amplitude des modulierten
Signals und ein Mittelwert des modulierten Signals sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Detektor (10) so betreibbar ist, daß er das Amplitudensignal
synchron mit der Frequenz des Trägersignals und gleichzeitig
das mittlere Ausgangssignal mißt.
Applications Claiming Priority (1)
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| AUPM3295A AUPM329594A0 (en) | 1994-01-11 | 1994-01-11 | Method and means for carrying out atomic spectroscopy |
Publications (1)
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|---|---|
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ID=3777918
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19500069A Withdrawn DE19500069A1 (de) | 1994-01-11 | 1995-01-03 | Verfahren und Vorrichtung für die Spektroskopie |
Country Status (3)
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| RU2497101C1 (ru) * | 2012-06-18 | 2013-10-27 | Общество с ограниченной ответственностью "ВИНТЕЛ" | Атомно-абсорбционный спектрометр, основанный на эффекте зеемана |
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- 1995-01-05 GB GB9500122A patent/GB2285505B/en not_active Expired - Fee Related
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| 8130 | Withdrawal |