DE19500916C1 - Etikettiermaschine mit Andruckvorrichtung für Haftetikettenstreifen - Google Patents
Etikettiermaschine mit Andruckvorrichtung für HaftetikettenstreifenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Etikettiermaschine mit
Andruckvorrichtung für Haftetikettenstreifen an Gefäße.
In jüngerer Zeit hat sich der Bedarf für Etikettierungen von
Gefäßen mit schmalen Etiketten erhöht, die als Etikettenstreifen
von der Gefäßoberseite, die in der Regel durch einen Deckel
gebildet wird, bis auf eine Seitenwand des Gefäßes verlaufen.
Solche Etikettenstreifen sind z. B. Banderolen, die als schmales
Band an einem Glas emporlaufend und bis auf den Deckel reichend
angebracht werden. Diese Etikettenstreifen dienen oft als eine
Art Siegel, dessen Unversehrtheit zeigt, daß das Gefäß, seit es
den Hersteller verlassen hat, nicht geöffnet worden ist.
Hinsichtlich der Aufbringung von solchen Etikettenstreifen als
Naßetiketten, d. h. Etikettenstreifen, welche rückseitig mit Leim
versehen und anschließend an das Gefäß angedrückt werden, sind
verschiedene Vorrichtungen bekannt.
Zum Andrücken von Naßetiketten, die als Etikettenstreifen auf
der Gefäßoberseite und weiter bis auf eine Seitenwand des Gefä
ßes auf gebracht sind, ist eine in eine Etikettiermaschine inte
grierte Vorrichtung bekannt (die Etikettiermaschine ist in einem Artikel
in der Zeitschrift LEBENSMITTELTECHNIK, Heft 3, März 1995, S. 22-23,
gezeigt). In der Etikettiermaschine ist eine
Transportstrecke vorhanden, nämlich ein Transportkarussell mit
einer Mehrzahl von Transporttellern, auf denen stehend die zu
etikettierenden Gefäße transportiert werden, wobei auf dem
Transportweg Tulpen in Anlage an die Gefäßoberseiten gebracht
werden, um die Gefäße festzuhalten. In jeder Tulpe ist oberhalb
des Gefäßes ein schwenkbarer Hebel angebracht. Der Hebel trägt
an seinem einen Ende einen Andruckkörper, der in seiner Form der
Form des Gefäßes an der Gefäßseitenwand und der Gefäßoberseite
über den Bereich, auf den das Etikett auf gedrückt werden soll,
angepaßt ist. Bei einem einfachen Glas und einem Etikett, das
über einen Teil des Gefäßdeckels und weiter über einen Teil der
im wesentlichen senkrecht dazu stehenden Gefäßseitenwand ver
laufen soll, hat der Andruckkörper im wesentlichen die Form
eines umgekehrten L, wobei ein Schenkel des L in Anlage an die
Gefäßoberseite und der andere an einen Teil der Gefäßseitenwand
kommt, um den dort vorher aufgebrachten Etikettenstreifen anzu
drücken. Der Hebel ist dabei in seiner Länge so bemessen, daß er
den Andruckkörper beim Herabschwenken in die gewünschte Stellung
in Anlage an den Gefäßdeckel und die Gefäßseitenwand bringt. Die
Schwenkbewegung des Hebels wird durch eine ortsfeste Steuerkurve
bestimmt, an der der Hebel mit seinem dem Andruckkörper gegen
überliegenden Ende geführt wird, um während des Umlaufs des
Transportkarussells aus einer aufgeschwenkten Stellung in eine
herabgeschwenkte Stellung in Anlage an dem Gefäßdeckel und der
Gefäßseitenwand gebracht zu werden, diesen anzudrücken und an
schließend wieder aufzuschwenken.
Die beschriebene Andruckvorrichtung arbeitet zufriedenstellend
für Etikettenstreifen, die durch Naßetikettierung aufgebracht
werden. Bei Haftetikettenstreifen, die als Banderole teilweise
über die Gefäßoberseite und eine Gefäßseitenwand verlaufen sol
len, ergeben sich jedoch Probleme. Die Haftetikettenstreifen
werden durch eine Haftetikettenspendevorrichtung mit einem End
bereich zunächst auf der Gefäßoberseite aufgebracht und dort
angedrückt. Der andere Endbereich steht, auf Grund einer gewissen
Steifheit von Haftetikettenstreifen, über die Gefäßoberseite
hinaus vor und muß zu der Gefäßseitenwand gebogen und dort ange
drückt werden. Bei einer Andruckvorrichtung wie der oben be
schriebenen, bei der der Andruckkörper im Bereich des Hafteti
kettenstreifens in Anlage an Gefäßoberseite und Gefäßseitenwand
gebracht wird, entstehen immer wieder Falten oder Bäuche in dem
angedrückten Haftetikettenstreifen. Diese werden dadurch ver
ursacht, daß der über die Gefäßüberseite überstehende Endbereich
des Haftetikettenstreifens von der Andruckvorrichtung auf die
Gefäßseitenwand zu heruntergedrückt wird, wobei nicht sicherge
stellt ist, welcher Bereich des Haftetiketts zuerst mit der
Gefäßseitenwand in Berührung kommt. Es kommt nämlich vor, daß
ein Bereich des Haftetiketts bereits auf die Gefäßseitenwand
trifft und haftet, bevor der Andruckkörper vollständig in Anlage
an die Gefäßseitenwand gekommen ist. Wenn z. B. der äußerste
Endbereich des überstehenden Haftetikettenstreifens zuerst auf
die Gefäßseitenwand trifft und dort haftet, so wird der dazwi
schenliegende Bereich des Haftetikettenstreifen, der noch auf
den Übergangsbereich zwischen Gefäßoberseite und -seitenwand
angedrückt werden muß, zu lang sein, so daß ein Bauch oder eine
Falte in dem angedrückten Etikett auftritt. Diese Probleme be
stehen bei der Naßetikettierung nicht, da hier der beleimte
Etikettenstreifen bereits anderweitig auf Gefäßoberseite und
Gefäßunterseitenwand aufgebracht ist, wenn der Andruckkörper
darauf angedrückt wird, und da das beleimte Etikett sich auf der
Gefäßoberfläche verschieben läßt und dadurch gegebenenfalls
durch den Andruckkörper wieder geradegezogen wird.
Aus der DE-AS 20 55 417 ist eine Vorrichtung zum Etikettieren
von Flaschen mit Reiteretiketten bekannt, mit der ein Etiketten
streifen als Naßetikett über einen Flaschenkopf und zu beiden
Seiten über den Flaschenhals gelegt und angedrückt wird. Der
Etikettenstreifen wird durch ein im wesentlichen L-förmiges
Andruckelement an den Flaschenkopf und auf einer Seite an den
Flaschenhals angedrückt und gehalten, während das andere über
stehende Ende des Etikettenstreifens von einem pinselartigen
Anstreichorgan überstrichen und dadurch an dem Flaschenhals
angedrückt wird. Die bekannte Vorrichtung zeigt keine Kopplung
der Bewegungen des Andruckelements, das den Etikettenstreifen
auf der Flaschenoberseite andrückt, und des Anstreichorgans, das
das überstehende Etikettenende an den Flaschenhals anstreicht,
so daß eine aufwendige Bewegungssteuerung der beiden unabhängi
gen Organe zum Andruck des Etikettenstreifens erforderlich ist.
Aus der DE-PS 6 77 885 ist ein mit einer Schwammgummirolle ver
sehenes Andruckorgan bekannt, das über eine mehrfache Kurven
steuerung über einen mehrarmigen Hebel über den Flaschenkopf und
einen anschließenden Flaschenhalsbereich geführt wird, um einen
aufgebrachten Etikettenstreifen dort anzudrücken.
Aus der DE-OS 21 34 674 ist eine Etikettiermaschine bekannt,
bei der in den Zentriertulpen mit Federvorspannung versehene
Anpreßorgane mit Anpreßrollen vorgesehen sind, die durch eine
Bewegungssteuerung vertikal nach unten entlang eines durch die
Zentriertulpe gehaltenen Flaschenhalses geführt werden, um eine
Flaschenhalsumhüllung anzudrücken.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Etikettierma
schine mit einer einfach aufgebauten und gesteuerten Andruckvorrichtung für Haftetikettenstreifen,
welche mit einem Endbereich an der Gefäßoberseite angebracht
sind, zum Andrücken des anderen Endbereichs an die Gefäßseiten
wand zu schaffen, mit der Falten oder Bäuche des auf die Gefäß
seitenwand aufgedrückten Haftetikettenstreifens weitgehend ver
mieden werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe dient die Etikettiermaschine mit An
druckvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vor
teilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteran
sprüchen aufgeführt.
Erfindungsgemäß ist in jeder Tulpe der Etikettiermaschine eine
Andruckrolle vorgesehen, die über einen zweiten Hebel an einem
Ende eines schwenkbar in der Tulpe oberhalb des Gefäßes ange
brachten ersten Hebels gelagert ist. Die Hebel sind in ihren
hängen und in ihrer relativen Ruhestellung zueinander so ausge
legt, daß die Andruckrolle beim Herabschwenken des ersten Hebels
in Anlage an den Übergangsbereich zwischen Gefäßoberseite und
Gefäßseitenwand kommt. Der zweite Hebel ist gegen eine Vorspan
nung aus seiner Ruhestellung zu dem ersten Hebel verschwenkbar,
so daß die Andruckrolle beim weiteren Abwärtsschwenken des er
sten Hebels unter Andruck an der Gefäßseitenwand abrollt, wobei
der zweite Hebel weiter aus seiner Ruhestellung entgegen der
Vorspannung aufgeschwenkt wird. Dadurch, daß die Andruckrolle
zuerst im Übergangsbereich zwischen Gefäßoberseite, auf der der
Haftetikettenstreifen bereits aufgedrückt ist, und der Gefäß
seitenwand, gegen die der überstehende Endbereich des Hafteti
kettenstreifens noch nicht angedrückt ist, in Berührung kommt,
wird dieser Bereich zuerst angedrückt und anschließend beim
Abrollen der Andruckrolle der Haftetikettenstreifen fortschrei
tend nach unten angedrückt. Dadurch wird verhindert, daß zuerst
ein weiter unten liegender Bereich des Haftetikettenstreifens an
der Gefäßseitenwand haftet und dazwischen noch ein über der
Gefäßseitenwand gewölbter Bereich des Haftetikettenstreifens
liegt, der beim Andrücken Falten verursachen würde. Die Schwenk
bewegung des ersten Hebels wird durch eine ortsfeste Steuerkurve
bestimmt. Die Schwenkbewegung des ersten Hebels herab zu dem
Gefäß setzt ein, nachdem die Tulpe auf die Gefäßoberseite aufge
setzt ist; nachdem die Andruckrolle an der Gefäßseitenwand über
den Haftetikettenstreifen abgerollt ist, schwenkt der erste
Hebel wieder nach oben, wobei die Andruckrolle den umgekehrten
Weg nimmt. Nachdem der erste Hebel mit der Andruckrolle wieder
von dem Gefäß fortgeschwenkt ist, können entweder weitere
Etikettierungsschritte an der Gefäßseitenwand erfolgen oder die
Gefäße sind bereit zum Verlassen der Transportstrecke.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der erste Hebel mit
einer Vorspannung belastet, die das den zweiten Hebel mit der
Andruckrolle tragende Ende zum Fußbereich der Tulpe hin
schwenkt. Dadurch wird erreicht, daß die Vorspannung des ersten
Hebels derjenigen des zweiten Hebels, der beim Abrollen der
Andruckrolle an der Gefäßseitenwand seiner Vorspannung entgegen
aufschwenken muß, entgegenwirkt, so daß die Schwenkbewegung mit
geringer externer Kraft erfolgen kann.
In einer vorteilhaften Ausführungsform hat der erste Hebel einen
ersten geraden Abschnitt und einen im Winkel dazu stehenden
zweiten Abschnitt, dessen Unterseite bei maximal herunterge
schwenkter Stellung des ersten Hebels in Anlage an die Gefäß
oberseite kommt. In der Ruhestellung schließt der zweite Hebel
relativ zu dem zweiten Abschnitt des ersten Hebels einen spitzen
Winkel ein, wobei entfernt von ihrer relativen Schwenkachse
zwischen zweitem Hebel und dem zweiten Abschnitt des ersten
Hebels eine Feder angebracht ist, die die Vorspannung erzeugt.
Durch diese Anordnung wird für einen relativ großen Schwenkbe
reich gesorgt, über dem die Vorspannung der Feder noch wirksam
ist, um für einen Andruck an die Gefäßseitenwand zu sorgen.
Die Andruckrolle ist einer vorteilhaften Ausgestaltungsform mit
einer nachgiebigen Beschichtung versehen, damit sie sich Uneben
heiten in der Gefäßseitenwand oder feinen Strukturen in der
Gefäßseitenwand, wie Mulden oder Rillen, anpassen kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben, in denen:
Fig. 1-3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht auf
Gefäß und Tulpe in aufeinanderfolgenden Stellungen
der Andruckvorrichtung zeigen; und
Fig. 4 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, entlang der
Linie IV-IV aus Fig. 3 zeigt.
In Fig. 1 ist die Andruckvorrichtung in einer ersten Stellung
gezeigt, in der das Gefäß 1 die Transportstrecke erreicht hat
und die Tulpe 8 auf die Gefäßoberseite 2 aufgesetzt ist. In
dieser Phase ist ein Haftetikettenstreifen 4 mit einem Endbe
reich bereits auf die Gefäßoberseite 2 angedrückt, während der
andere Endbereich des Haftetikettenstreifens über die Gefäßober
seite hinaus vorsteht. Der Haftetikettenstreifen 4 ist in dieser
Weise zuvor durch eine Haftetikettenspendervorrichtung auf die
Gefäßoberseite 2 aufgebracht worden.
Die Tulpe 8 ist ein Hohlkörper, dessen Fußbereich an die Form
der Gefäßoberseite 2 angepaßt ist, so daß sie über einen Teil
des Umfangs der Gefäßoberseite 2 verlaufend auf diesen aufge
setzt wird. Der Hohlkörper der Tulpe 8 ist an einer Seite ein
schließlich des Fußbereichs offen. Durch diesen offenen Bereich
hindurch erstreckt sich das eine Ende eines ersten Hebels 10, der in
der Tulpe 8 oberhalb des Gefäßes 1 schwenkbar gelagert ist. An
der gegenüberliegenden Seite ist der Hohlkörper der Tulpe 8
teilweise offen, wobei sich das andere Ende des ersten Hebels 10 durch
diesen offenen Bereich hindurch erstreckt.
Der Hebel 10 besteht zunächst aus zwei Abschnitten, einem ersten
geraden Abschnitt 11 und einem dazu in einem Winkel abstehenden
zweiten geraden Abschnitt 13, die untereinander starr verbunden
sind. Der erste Abschnitt 11 des ersten Hebels 10 ist in der
dargestellten Ausführungsform aus mehreren Teilen bestehend
dargestellt, was allerdings keine grundsätzliche Bedeutung für
die Funktion hat.
An dem einen Ende des ersten Hebels 10, nämlich am äußeren Ende
des zweiten Abschnittes 13′ ist an einer Schwenkachse 22 ein
schwenkbarer zweiter Hebel 20 angebracht, der an seinem der
Schwenkachse 22 gegenüberliegenden Ende eine drehbar
gelagerte Andruckrolle 30 trägt.
An seinem anderen Ende ist der erste Hebel 10 mit einer Laufrol
le 16 versehen, die an einer Steuerkurve 50 anliegt, um dadurch
die Schwenkstellung des ersten Hebels 10 zu bestimmen.
Die Schwenkachse 12 des ersten Hebels 10 ist in Fig. 4 zu se
hen. In der Ansicht der Fig. 1 bis 3 liegt die Schwenkachse
etwas versetzt gegen die Mittelachse der Tulpe 8.
In Fig. 2 ist eine nachfolgende Stellung gezeigt, in der der
erste Hebel 10 mit seinem den zweiten Hebel 20 tragenden Ende
bereits soweit herabgeschwenkt ist, daß die Andruckrolle 30 in
Anlage an den Übergangsbereich zwischen Gefäßoberseite 2 und
Gefäßseitenwand 3 kommt. Der zweite Hebel 20 befindet sich dabei
im wesentlichen noch in seiner Ruhestellung, d. h. er ist noch
nicht gegen eine Vorspannung von dem zweiten Abschnitt 13 des
ersten Hebels 10 weggeschwenkt. Schwenkt der erste Hebel 10 mit
seinem Abschnitt 13 nun weiter nach unten, so beginnt die An
druckrolle 30 an der Gefäßseitenwand 3 abzurollen, wobei der
zweite Hebel 20 nun gegen die Vorspannung aufschwenken muß, wenn
die Andruckrolle 30 der Gefäßseitenwand 3 folgen soll.
Schließlich erreicht der erste Hebel 10 seine in Fig. 3 darge
stellte Endstellung, in der der zweite Abschnitt 13 des ersten
Hebels 10 mit seiner Unterseite an der Gefäßoberseite 2 auf
liegt. Dabei ist die Unterseite des zweiten Abschnittes 13 mit
einem nachgiebigen Auflageelement 14 versehen, damit der Deckel
des Gefäßes nicht beschädigt wird. In der dargestellten Endstel
lung ist der zweite Hebel 20 über einen rechten Winkel zum zwei
ten Abschnitt 13 des ersten Hebels hinaus ausgeschwenkt. Die
Vorspannung, die den zweiten Hebel 20 gegen den zweiten Ab
schnitt 13 des ersten Hebels zieht und ihn in der Fig. 1 ge
zeigten Ruhestellung hält, wird durch eine Feder 24 erzeugt, die
zwischen dem zweiten Hebel 20 und dem zweiten Abschnitt 13 des
ersten Hebels 10 gespannt ist.
Die Bewegungsfolge in den Fig. 1 bis 3 zeigt, daß die An
druckrolle 30 zunächst im Übergangsbereich zwischen Gefäßober
seite und Gefäßseitenwand in Anlage an das Etikett kommt. Da
durch wird der überstehende Endbereich des Haftetikettenstrei
fens zunächst in diesem Übergangsbereich (siehe Fig. 2) und
dann fortschreitend weiter nach unten angedrückt, bis die An
druckrolle 30 die in Fig. 3 gezeigte Endstellung erreicht.
Durch dieses direkt an die Gefäßoberseite 2 anschließende An
drücken wird verhindert, daß weiter unten liegende Teile des
überstehenden Endbereichs des Haftetikettenstreifens 4 bereits
verfrüht an der Gefäßseitenwand 3 haften, in welchem Fall die
Gefahr bestünde, daß zwischen den haftenden Bereichen Aufwölbun
gen oder Falten gebildet werden. Durch das fortschreitende An
drücken direkt anschließend an den bereits angedrückten Bereich
wird die Gefahr von Falten- oder Wölbungsbildungen wesentlich
verringert.
In Fig. 4 ist eine teilweise geschnittene Ansicht entlang der
Linie IV-IV aus Fig. 3 dargestellt. Hier sind die parallel
zueinander stehenden Schwenkachsen 12 bzw. 22 des ersten Hebels
10 bzw. zweiten Hebels 20 zu sehen. Ferner sind die Zugfedern 15
teilweise dargestellt (siehe auch Fig. 3), die zwischen erstem
Hebel und Fußbereich der Tulpe 8 gespannt sind, um den ersten
Hebel mit einer Vorspannung zu belasten, die das den zweiten
Hebel 20 tragende Ende des ersten Hebels 10 nach unten, zu dem
Gefäß hin schwenkt. Durch diese Vorspannung wird bewirkt, daß
beim Herabschwenken des ersten Hebels 10 und das dabei auftre
tende Aufschwenken des zweiten Hebels 20 entgegen dessen Vor
spannung beide Vorspannungen gegeneinander wirken, so daß die
Schwenkvorgänge mit geringer externer Kraft ausgeführt werden
können. Die Vorspannungen können insbesondere so gewählt werden,
daß der zweite Hebel allein durch seine bis kurz vor die in
Fig. 3 gezeigte Endstellung gezogen wird. Ein letzter Andruck
erfolgt dann durch die Steuerkurve 50 in Fig. 3. Das Aufschwen
ken des ersten Hebels 10 wiederum erfolgt dann durch eine Steu
erkurve 50, die wie in Fig. 1 gezeigt wirkt.
Claims (7)
1. Etikettiermaschine mit Andruckvorrichtung für Haftetiketten
streifen an Gefäße, in welcher Etikettiermaschine Gefäße (1)
über eine Transportstrecke mit einer Tulpe in Anlage an der
Gefäßoberseite (2) transportiert werden, wobei die Hafteti
kettenstreifen (4) vor Erreichen der Transportstrecke mit
einem Endbereich an die Gefäßoberseite (2) durch eine Hafte
tikettenspendevorrichtung angedrückt sind, wobei die An
druckvorrichtung zum Andrücken des überstehenden anderen
Endbereichs des Haftetikettstreifens an eine Seitenwand (3)
des Gefäßes in jeder Tulpe (8) einen schwenkbar oberhalb des
Gefäßes angebrachten ersten Hebel (10) aufweist, der an
seinem einen Ende einen gegen
eine elastische Vorspannung schwenkbaren zweiten Hebel (20) mit einer Andruckrolle (30) trägt, wobei
die Schwenkachsen beider Hebel (10, 20) im wesentlichen
parallel stehen und die beiden Hebel (10, 20) so bemessen
sind, daß die Andruckrolle (30) beim Abwärtsschwenken in
Anlage an den Übergangsbereich von Gefäßoberseite (2) und
Seitenwand (3) kommt, wodurch beim Weiterschwenken des er
sten Hebels (10) die Andruckrolle (30) durch die Vorspannung
des zweiten Hebels (20) an der Gefäßseitenwand (3) ange
drückt abrollt, wobei die Schwenkbewegung des ersten Hebels
(10) durch eine ortsfeste Steuerkurve (50) gesteuert wird.
2. Etikettiermaschine nach Anspruch 1, wobei der erste Hebel
(10) mit einer Vorspannung belastet ist, die das den zweiten
Hebel (20) mit der Andruckrolle (30) tragende Ende nach zur
Fußbereich der Tulpe (8) hin schwenkt.
3. Etikettiermaschine nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste
Hebel (10) einen ersten geraden Abschnitt (11) und einen im
Winkel dazu stehenden zweiten Abschnitt (13) hat, dessen
Unterseite in heruntergeschwenkter Stellung des ersten He
bels (10) in Anlage an die Gefäßoberseite (2) kommt.
4. Etikettiermaschine nach Anspruch 3, wobei der zweite Ab
schnitt (13) des ersten Hebels (10) in seiner Ruhestellung in einem spitzen Winkel
zum zweiten Hebel (20)
liegt, und wobei dazwischen eine Feder (24) ange
bracht ist, die die Vorspannung des zweiten Hebels bewirkt.
5. Etikettiermaschine nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Unter
seite des zweiten Abschnitts (13) des ersten Hebels (10) mit
einem nachgiebigen Auflageelement (14) versehen ist.
6. Etikettiermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der erste Hebel (10) an seinem dem zweiten Hebel (20)
gegenüberliegenden Ende eine Rolle (16) trägt, mit der er an
der Steuerkurve (50) anliegt.
7. Etikettiermaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Andruckrolle (30) eine nachgiebige Beschichtung
aus Schaumstoff aufweist.
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19500916C1 (de) |
Cited By (1)
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- 1995-01-13 DE DE1995100916 patent/DE19500916C1/de not_active Expired - Lifetime
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| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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