DE19500881A1 - Fensteranordnung - Google Patents
FensteranordnungInfo
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- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B3/00—Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
- E06B3/30—Coverings, e.g. protecting against weather, for decorative purposes
- E06B3/308—Wing frames covered on the outside by a rigidly-mounted outer frame
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fensteranordnung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Herkömmlicherweise besteht eine Fensteranordnung aus einem Umfassungsrahmen
("Fensterstock") und einem Fensterflügelrahmen, in dem mittels Kitt- oder
Gummidichtung mindestens eine Scheibe eingesetzt ist. Der Umfassungsrahmen ist
einer Mauerwerksöffnung verankert. Der Flügelrahmen wird an dem
Umfassungsrahmen mittels Beschlägen schwenkbar befestigt. Ein luftdichter
Abschluß zwischen dem Fensterumfassungsrahmen und dem Flügelrahmen wird mittels
eingelegter Dichtungen erreicht. Bekanntermaßen können Fensteranordnungen als
einflügelige Fensteranordnungen oder als mehrflügelige Fensteranordnungen ausgebildet
werden, z. B. indem die Aufteilung zwischen den Flügeln durch Sprossen erreicht wird.
Diese Fensterkonstruktion weist indessen mehrere Nachteile auf. Erstens stellt der
Flügelrahmen eine Quelle der Wärmeübertragung dar (Kältebrücke), wodurch der
Wärmedämmwert der Fensteranordnung verschlechtert wird. Die Fertigung des
Flügelrahmens und das Einpassen der Scheibe oder der Scheibenanordnung in diesen
erfordert ferner einen gesonderten Bauaufwand. Weiterhin ist die Durchsichtfläche der
Fensteranordnung um die Fläche des Flügelrahmens verringert. Durch den
Flügelrahmens wird nicht zuletzt die Menge des verwendeten Baumaterials erhöht.
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, die Nachteile des Standes der Technik auf
einfache Weise zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, wobei die
Unteransprüche den Erfindungsgedanken in vorteilhafter Weise weiterbilden.
Erfindungsgemäß ist eine Fensteranordnung mit einem gebäudeseitig verankerbaren
Umfassungsrahmen - im folgenden Fensterrahmen genannt -, einer Scheibenanordnung,
Beschlägen sowie mindestens eine Dichtung vorgesehen. Die Scheibenanordnung ist
dabei ohne rahmenartige Einfassung (Fensterflügelrahmen) an dem Fensterrahmen
unmittelbar mittels der Beschläge angelenkt. Die mindestens eine Dichtung ist
umlaufend über alle Flächen vorgesehen, an denen die Scheibenanordnung mit dem
Fensterrahmen bei geschlossener Fensteranordnung in Anlage kommt. Somit schließt
die Scheibenanordnung im geschlossenen Zustand der Fensteranordnung dicht mit dem
Fensterrahmen ab.
Die Dichtungen der Scheibenanordnung gegenüber dem Fensterrahmen können auf
Ansätzen des Fensterrahmens aufgesteckt, aufgeschoben und/oder aufgeklebt sein.
Die Scheibenanordnung kann beispielsweise aus einer Einfachglas-Scheibe bestehen.
Vorteilhaft ist es, wenn die Scheibenanordnung aus einer Isolierverglasung, einer
Mehrscheibenverglasung oder einer Verbundverglasung besteht.
Die fensterrahmenseitigen Beschläge können von der Außenseite der Fensteranordnung
mittels einer Abdeckung des Fensterrahmens unzugänglich gemacht werden.
Die Abdeckung kann gegenüber dem eigentlichen Fensterrahmen beabstandet und/oder
isoliert sein.
Zwischen der Scheibenanordnung und der äußeren Abdeckung des Fensterrahmens kann
eine Dichtung vorgesehen sein.
Eine besonders einfache Ausführung ergibt sich, wenn die scheibenanordnungsseitigen
Beschläge nur in einer Glasscheibe der Verglasung randseitig befestigt sind.
Hinsichtlich der Stabilität der Beschläge ist es vorteilhaft, wenn die Beschläge in
mindestens der innenliegenden und der außenliegenden Glasscheibe der Verglasung
randseitig befestigt sind.
Von Vorteil für die Wärmedämmwirkung der Fensteranordnung ist es, wenn der
Abschnitt der Befestigung der Beschläge zwischen mindestens der außenliegenden und
innenliegenden Glasscheibe der Verglasung von einer Isolierung umgeben ist.
Die Ränder mindestens der außenliegenden und innenliegenden Glasscheibe der
Verglasung können gegeneinander versetzt sein.
Vorteilhaft für die Abdichtung und Wärmedämmung ist es, wenn sich eine am
Fensterrahmen befestigte umlaufende Dichtlippe ausgehend von dem Fensterrahmen in
Richtung der Scheibenanordnung so erstreckt, daß die Dichtlippe in geschlossenem
Zustand der Fensteranordnung dicht an einem Mittenbereich zwischen mindestens der
Außenseite und der Innenseite der Scheibenanordnung anliegt. Die Dichtlippe kann
dabei auch mehrfach ausgebildet sein.
Der Fensterrahmen kann aus Holz, Kunststoff, Aluminium, thermisch getrennten
Aluminium oder anderen Metallen sowie aus einem Verbund zwischen den genannten
Stoffen bestehen.
Von Vorteil ist es, wenn die Abdeckung des Fensterrahmens gegenüber dem
eigentlichen Fensterrahmen, der die Scheibenanordnung trägt, isoliert ist.
Die Erfindung wird anhand der in den begleitenden Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieleerläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht von innen einer erfindungsgemäßen Fensteranordnung;
Fig. 2 ein Detail der Fensteranordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der
Erfindung;
Fig. 3 ein Detail der Fensteranordnung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine Fensteranordnung, bei der eine Scheibenanordnung 2 mittels
Beschlägen 3 an einem Fensterrahmen 1 angelenkt ist. Die Scheibenanordnung 2 kann
beispielsweise aus einer Einfachglas-Scheibe, einer Isolierverglasung, einer
Mehrscheibenverglasung oder einer Verbundverglasung bestehen. Zum festen
Verschließen des Fensters ist ein Verschließmechanismus 8 vorgesehen. Die Beschläge
3 können in Verbindung mit dem Verschließmechanismus 8 so ausgeführt werden, daß
die Scheibenanordnung 2 gegenüber dem Fensterrahmen 1 in an sich bekannter Weise
gekippt, geschwenkt oder geklappt werden kann. Weiterhin kann ein Verschieben von
mehreren Scheibenanordnungen ineinander ermöglicht werden.
Die Fensteranordnung läßt sich auch als ein Mehrflügel-Fenster ausbilden, indem die
Flügel untereinander mit Sprossen getrennt werden.
Die beschriebene Konstruktion ist auch als Tür ausführbar.
Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, wird der Fensterrahmen 1 in bekannter Weise in einem
Baukörper 7 (Mauerwerk), bzw. in einer Öffnung in dieser in an sich bekannter Weise
verankert. Der Fensterrahmen 1 kann beispielsweise aus Holz, Kunststoff, Aluminium,
thermisch getrenntem Aluminium oder anderen Metallen sowie aus einem Verbund
zwischen den vorgenannten Stoffen bestehen. In dem in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die Scheibenanordnung 2 durch eine Isolierverglasung gebildet
und mittels Beschlägen 3 an dem Fensterrahmen 1 befestigt. Die Beschläge 3,
insbesondere deren fensterrahmenseitigen Teile, sind von der Außenseite der
Fensteranordnung mittels einer Abdeckung 6 des Fensterrahmens 1 unzugänglich
gemacht. Diese Abdeckung 6 des Fensterrahmens 1 ist dabei vorzugsweise von dem
eigentlichen Fensterrahmen 1, der die Scheibenanordnung 2 trägt, beabstandet und
thermisch isoliert. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die verglasungsseitigen
Teile der Beschläge 3 in der innenliegenden und der außenliegenden Glasscheibe der
Isolierverglasung befestigt. Dies ermöglicht eine besonders haltbare und belastbare
Befestigung der Scheibenanordnung 2 an den Beschlägen 3.
In der geschlossenen Stellung der Fensteranordnung liegt die Scheibenanordnung 2
mittels einer Dichtung 4a, die thermisch isoliert, an der Abdeckung 6 des
Fensterrahmens 1 an. Die Dichtung 4a, die z. B. in Form eines welligen Dichtstreifens
ausgeführt ist, kann an der Abdeckung 6 beispielsweise aufgeklebt oder aufgesteckt
werden.
Gegenüber dem eigentlichen Fensterrahmen 1 ist die Scheibenanordnung 2 über eine
Dichtung 4b abgedichtet, die ebenfalls isolierende Wirkung aufweist. Die Dichtung 4b
kann auf dem eigentlichen Fensterrahmen 1 beispielsweise wie in Fig. 2 und 3 gezeigt
an einem Ansatz des Fensterrahmen 1 aufgesteckt, aufgeschoben oder aufgeklebt sein.
Jedoch sind andere Anbringungsmöglichkeiten ebenfalls denkbar.
Eine weitere Isolierung 9 ist in dem Abschnitt der Befestigung der Beschläge 3
zwischen der außenliegenden und der innenliegenden Glasscheibe der Verglasung
vorgesehen. Somit sind alle denkbare Kältebrücken zwischen der Scheibenanordnung 2
und dem Fensterrahmen 1 und somit auch gegenüber dem Mauerwerk 7 verhindert.
Eine besonders gute Isolier- und Dichtwirkung ergibt sich, wenn die an dem
eigentlichen Fensterrahmen 1 befestigte Dichtung 4b eine Dichtlippe 5 aufweist, die in
der geschlossenen Stellung der Fensteranordnung in dichter Anlage an einem
Mittenbereich zwischen der außenliegenden und der innenliegenden Glasscheibe der
Verglasung anliegt. Die Dichtung 4b kann auch mehrere Dichtlippen in der Art der
dargestellten einzigen Dichtlippe 5 aufweisen.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Beschlaganordnung einer
erfindungsgemäßen Fensteranordnung. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Ränder
der außenliegenden und innenliegenden Glasscheibe der Isolierverglasung
gegeneinander versetzt. Die scheibenanordnungseitigen Teile der Beschläge 3 sind nur
in der innenliegenden Glasscheibe der Verglasung randseitig befestigt.
Die Erfindung wurde anhand einer durch eine übliche Isolierverglasung gebildete
Scheibenanordnung 2 erläutert. Jedoch kann sie auch auf jede andere Art der
Verglasung, wie eine Einscheiben-, einer Mehrscheiben- oder einer Verbundverglasung
angewendet werden.
Claims (13)
1. Fensteranordnung mit einem gebäudeseitig verankerbaren Fensterrahmen (1), einer
Scheibenanordnung (2), Beschlägen (3) sowie mindestens einer Dichtung (4a,4b),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibenanordnung (2) ohne rahmenartige Einfassung an dem Fensterrahmen (1) unmittelbar mittels der Beschläge (3) angelenkt ist und
daß die mindestens eine Dichtung (4a, 4b) umlaufend über alle Flächen vorgesehen ist, an denen die Scheibenanordnung (2) mit dem Fensterrahmen (1) bei geschlossener Fensteranordnung in Anlage kommt, so daß die Scheibenanordnung (2) im geschlossenen Zustand der Fensteranordnung dicht mit dem Fensterrahmen (1) abschließt.
daß die Scheibenanordnung (2) ohne rahmenartige Einfassung an dem Fensterrahmen (1) unmittelbar mittels der Beschläge (3) angelenkt ist und
daß die mindestens eine Dichtung (4a, 4b) umlaufend über alle Flächen vorgesehen ist, an denen die Scheibenanordnung (2) mit dem Fensterrahmen (1) bei geschlossener Fensteranordnung in Anlage kommt, so daß die Scheibenanordnung (2) im geschlossenen Zustand der Fensteranordnung dicht mit dem Fensterrahmen (1) abschließt.
2. Fensteranordnung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibenanordnung (2) aus einer Einfachglas-Scheibe besteht.
3. Fensteranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibenanordnung (2) aus einer Isolierverglasung, einer
Mehrscheibenverglasung oder einer Verbundverglasung besteht.
4. Fensteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die fensterrahmenseitigen Beschläge (3) von der Außenseite der Fensteranordnung
mittels einer Abdeckung (6) des Fensterrahmens (1) unzugänglich sind.
5. Fensteranordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung (6) gegenüber dem eigentlichen Fensterrahmen (1) beabstandet
und/oder isoliert ist.
6. Fensteranordnung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwischen der Scheibenanordnung (2) und der äußeren Abdeckung (6)
des Fensterrahmens (1) eine Dichtung (4a) vorgesehen ist.
7. Fensteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Dichtung (4b) an einem Ansatz des Fensterrahmens (1) aufgeklebt, aufgesteckt
und/oder aufgeklebt ist.
8. Fensteranordnung nach Anspruch 3 oder nach Anspruch 4 bis 7 der Rückbeziehung
auf Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die scheibenanordnungsseitigen Beschläge (3) nur in einer Glasscheibe der
Verglasung randseitig befestigt sind.
9. Fensteranordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschläge (3) in mindestens der innenliegenden und der außenliegenden
Glasscheibe der Verglasung randseitig befestigt sind.
10. Fensteranordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abschnitt der Befestigung der Beschläge (3) zwischen mindestens der
außenliegenden und der innenliegenden Glasscheibe der Verglasung von einer
Isolierung (9) umgeben ist.
11. Fensteranordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ränder mindestens der außenliegenden und der innenliegenden Glasscheibe der
Verglasung gegeneinander versetzt sind.
12. Fensteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich eine am Fensterrahmen (1) befestigte umlaufende Dichtlippe (5) ausgehend von
dem Fensterrahmen (1) in Richtung der Scheibenanordnung (2) so erstreckt, daß die
Dichtlippe (5) im geschlossenen Zustand der Fensteranordnung dicht an einem
Mittenbereich zwischen der Außenseite und der Innenseite der Scheibenanordnung (2)
anliegt.
13. Fensteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Fensterrahmen (1) aus wenigstens einem von Holz, Kunststoff, Aluminium,
thermisch getrenntem Aluminium und anderen Metallen besteht.
Priority Applications (4)
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| DE1995100881 DE19500881A1 (de) | 1995-01-13 | 1995-01-13 | Fensteranordnung |
Publications (1)
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| DE19500881A1 true DE19500881A1 (de) | 1996-07-18 |
Family
ID=7751441
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995100881 Withdrawn DE19500881A1 (de) | 1995-01-13 | 1995-01-13 | Fensteranordnung |
Country Status (1)
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|---|---|
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1995
- 1995-01-13 DE DE1995100881 patent/DE19500881A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8143 | Withdrawn due to claiming internal priority |