DE19500708A1 - Vorrichtung zum Positionieren einer Lasersonde auf der Korneaoberfläche eines Auges - Google Patents
Vorrichtung zum Positionieren einer Lasersonde auf der Korneaoberfläche eines AugesInfo
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Description
Das Positionieren einer Lasersonde auf der Korneaoberfläche eines Auges
wird bisher in mehreren Schritten per Hand durchgeführt. Hierzu wird mit
einem nadelförmigen Instrument eine erste Markierung unter minimalem
Druck auf die Korneaoberfläche aufgebracht. Diese Markierung bezeichnet
den zentralen Punkt des Sehzentrums und bildet den Mittelpunkt für die
folgenden Markierungen. Eine zweite Markierung wird mittels eines
ringförmigen Instrumentes aufgebracht, das ebenfalls unter leichtem Druck
auf die Kornea gesetzt wird und einen kreisrunden, sichtbaren Abdruck um
die erste Markierung hinterläßt. Hierzu zentriert der Operateur das
Instrument über der vorher als Mittelpunkt aufgebrachten ersten
Markierung. Bei einem dritten Markierungsschritt wird der kreisrunde
Abdruck auf der Korneaoberfläche in 8 bzw. 6 Sektoren - ähnlich einem
Zifferblatt - aufgeteilt. Die Schnittpunkte zwischen der zweiten
kreisförmigen Markierung und der dritten Markierung auf der Kornea
stellen die Stellen dar, an denen später eine Koagulation ausgeführt werden
soll.
An den markierten Koagulationspunkten setzt der Operateur später die
Lasersonde in einem bestimmten Winkel an den Kornea an. Der
Aufsetzwinkel sollte vom Operateur per Hand so eingehalten werden, daß
die Sondenachse reproduzierbar auf einen Mittelpunkt gerichtet ist.
Insbesondere beim Aufsetzen der Sonde an mehreren, auf der Kreislinie
angeordneten Punkten ist es kaum zu vermeiden, daß der Aufsetzwinkel
der Sonde relativ zur Korneaoberfläche variiert. Dies hat jedoch zur Folge,
daß sich nicht alle Sondenachsen in einem Mittelpunkt treffen und somit die
Operation nicht völlig reproduzierbar durchgeführt werden kann.
Das Plazieren der Sonde auf den vorher markierten Schnittpunkten der
Markierung ist nicht einfach, da die markierten Punkte beim Aufsetzen der
Sonde verdeckt werden. Abweichungen vom vorher markierten Punkt
haben jedoch Ungenauigkeiten zur Folge, die eine Reproduzierbarkeit des
Ergebnisses verhindern.
Da nur absolut exakte operative Eingriffe zu dem erwarteten Ergebnis
führen können, ist es unbedingt notwendig, dafür zu sorgen, daß die
vorher durch Berechnungen festgelegte operative Behandlung auch genau
den Vorgaben entsprechend durchgeführt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu
entwickeln, die es dem Operateur erleichtert, reproduzierbar eine
Lasersonde auf der Korneaoberfläche eines Auges zu positionieren.
Diese Aufgabe wird mit einer gattungsgemäßen Vorrichtung gelöst, die
eine Fläche aufweist, die auf ihrer Unterseite gekrümmt ist, um auf die
Korneaoberfläche auflegbar zu sein und die mindestens eine Bohrung in
der Fläche aufweist, auf die die Lasersonde aufsetzbar ist.
Diese Fläche wirkt wie eine Maske, die mit ihrer gekrümmten Unterseite
auf die Kornea gelegt wird und deren mindestens eine Bohrung genau
anzeigt, wo die Lasersonde anzusetzen ist. Bei der Benutzung dieser
Vorrichtung spart sich der Operateur mehrere Markierungsschritte, da es
genügt anzuzeigen, wo die Fläche auf die Kornea aufzulegen ist und die
einzelnen Koagulationspunkte dann durch die Bohrungen in der Fläche
festgelegt sind.
Vorteilhaft ist es, die Fläche mit einer mittleren Öffnung zu versehen, um
die Fläche leichter um einen einzigen auf der Kornea ausgebildeten
Markierungspunkt positionieren zu können. Dadurch wird es möglich, bei
einer Voruntersuchung beispielsweise den zentralen Punkt des Sehzentrums
zu markieren und später bei der Operation die Fläche mit ihrer Öffnung
um diesen Punkt zentriert auf die Kornea aufzulegen.
Um mit Koagulationspunkten gezielt die Krümmung der Kornea zu
beeinflussen, ist es meistens notwendig, mehrere Koagulationspunkte
gleichmäßig beabstandet auf einem Ring anzubringen. Daher ist es
vorteilhaft, wenn die Fläche mehrere, auf einem Ring gleichmäßig
beabstandete Bohrungen aufweist, auf die die Lasersonde aufsetzbar ist.
Vorzugsweise sind die Umfangslinien der auf der Kreislinie angeordneten
Bohrungen vom Umfang der zentralen Öffnung angeschnitten. Dadurch
wird verhindert, daß beim Aufsetzen der Fläche auf die Kornea
Tränenflüssigkeit innerhalb der Bohrungen aufsteigt, die dann später beim
Aufsetzen der Lasersonde aus der Öffnung verdrängt werden müßte.
Um nicht nur die Position des Lasersonde durch die Vorrichtung
festzulegen, sondern auch den Winkel, in dem die Lasersonde auf die
Kornea auftreffen soll, ist es vorteilhaft, in den Bohrungen Führungen
auszubilden, die es ermöglichen, die Lasersonde nur in einem bestimmten
Winkel zur Kornea aufzusetzen. Als Führung reicht bspw. ein
zylindrisches Bohrloch aus, das in seinem Umfang dem Umfang des
zylindrischen vordersten Endes der Lasersonde entspricht.
Da es möglich ist, daß die Fläche beim Aufsetzen der Lasersonde
innerhalb der Bohrungen sich relativ zur Korneaoberfläche verschiebt, ist
es vorteilhaft, wenn die Fläche eine Fassung aufweist, die am Auge
ansaugbar ist. Eine derartige Fassung kann bspw. eine Ringnut aufweisen,
die unter Unterdruck gesetzt wird, um die Vorrichtung auf der
Korneaoberfläche zu befestigen.
Vorzugsweise besteht die Fassung und die Fläche aus zwei Teilen, die in
mindestens zwei vorbestimmten Ausrichtungen relativ zueinander
positionierbar sind. Dadurch wird es möglich eine Fläche mit bspw. 8
Bohrungen in einer ersten Position in die Fassung einzulegen und 8
Koagulationspunkte durchzuführen. In einem weiteren Arbeitsschritt wird
die Fläche aus der Fassung herausgenommen und um einen Winkel von
bspw. 67,5° versetzt, wieder in die Fassung eingelegt, um mittels der neu
positionierten Bohrungen weitere 8 Koagulationspunkte vorzunehmen, die
dann genau zwischen den ersten 8 Koagulationspunkten liegen. Dadurch
können auf einfache Art und Weise viele kleine nebeneinanderliegende
Koagulationspunkte durchgeführt werden, die allesamt sehr genau
positioniert sind.
Eine etwas aufwendigere Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, daß in
den Bohrungen Linsen von Lasersonden angeordnet sind. Wenn die Linse
der Lasersonde, die den Laserstrahl innerhalb der Kornea fokusiert, in die
Maske integriert ist, entfällt die Linse innerhalb der Sondenspitze.
Die Vorrichtung wird vorzugsweise aus Edelstahl, möglicherweise auch
aus Titan oder technischem Kunststoff hergestellt und eine einfachere
Ausführungsform ist aus transparentem Kunststoff herstellbar. Die
transparente Vorrichtung könnte mit einem Griffstück und mit
Markierungen, wie Winkeleinteilung und Kreisringen versehen werden.
Nachstehend ist die Erfindung anhand von einem in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungs
gemäße Vorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die erfindungs
gemäße Vorrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt durch die erfindungs
gemäße Fläche und
Fig. 4 eine Draufsicht auf die erfindungs
gemäße Fläche.
In Fig. 1 ist die gesamte Vorrichtung 1 aus der an ihrer Unterseite
gekrümmten Fläche 2 und der Fassung 3 zu sehen. Die Fläche 2 ist im
wesentlichen ringförmig und weist an der Umfangsfläche der
Ringinnenseite mehrere Bohrungen 4 bis 11 auf, die durch den Ring
hindurchgehen und die Innenfläche 12 des Ringes durchbrechen.
Die Fassung 3 besteht ebenfalls aus einem Ring, auf den die Fläche 2
aufsetzbar ist. Die Unterseite der Fassung 3 hat eine ringförmige Nut 13,
die sich um den gesamten Ring herum erstreckt. Diese Nut 13 steht mit
einer Absaugbohrung 14 in Verbindung, in der sich ein Absaugrohr 15
befindet.
Aus der Zusammenschau von Fig. 1 und Fig. 2 ist die genaue Ausrichtung
der Bohrungen 4 bis 11 zu entnehmen, die so angeordnet sind, daß die
Bohrachsen sich in einem gemeinsamen Punkt unterhalb der Vorrichtung
treffen. Außerdem ist in beiden Figuren eine vorstehende Erhebung 16 zu
erkennen, die in eine in der Fläche 2 vorgesehene Ausnehmung 17
eingreift. In einem Winkel von 67,5° ist eine weitere Ausnehmung 18 im
Umfangsbereich der Fläche 2 vorgesehen, so daß die Fläche auch in einer
um diesen Winkel verdrehten Position auf die Fassung 3 aufsetzbar ist.
In den Fig. 3 und 4 ist die Fläche 2 noch einmal herausgezeichnet. In
diesen Figuren sind die Ausnehmungen 17 und 18 am Umfang der
ringförmigen Fläche 2 deutlich zu erkennen, in die beim Aufsetzen der
Fläche auf die Fassung das vorstehende Element 16 eingreift.
Beim Anwenden der Vorrichtung wird zuerst eine Markierung auf den
zentralen Punkt des Sehzentrums aufgebracht und dann die gesamte
Vorrichtung um diesen Punkt auf der Korneaoberfläche positioniert. Über
das Rohrstück 15 kann ein Unterdruck in den zwischen der Nut 13 und der
Korneaoberfläche entstandenen Kanal aufgebracht werden, der die Fassung
auf der Korneaoberfläche fixiert. In die schrägen Bohrungen 4 bis 11 wird
dann der Reihe nach das vordere Ende der Lasersonde so eingeführt, daß
die Position der Lasersonde und der Winkel der Lasersonde zur
Korneaoberfläche durch die Bohrung festgelegt sind. An dem geöffneten
Ausschnitt der Bohrung kann die Entfernung zwischen der
Lasersondenspitze und der Korneaoberfläche überprüft werden. Wenn alle
8 Koagulationspunkte vorgenommen worden sind, wird die Fassung aus
der Fläche herausgenommen und um einen Winkel versetzt wieder so in
die Fassung eingesetzt, daß der Vorsteher 16 in die Ausnehmung 18
eingreift. Die neu positionierten Bohrungen 4 bis 11 zeigen nun Punkte an,
die genau zwischen den vorher markierten Punkten liegen und als weitere
Koagulationspunkte genutzt werden können.
Anstatt die einzelnen Koagulationspunkte nacheinander durchzuführen,
können auch mehrere Lasersonden gleichzeitig an der Fläche angebracht
und fixiert werden, um mehrere Koagulationen gleichzeitig durchzuführen.
Claims (8)
1. Vorrichtung (1) zum Positionieren einer Lasersonde auf der
Korneaoberfläche eines Auges mit einer Fläche (2), die auf ihrer
Unterseite gekrümmt ist, um auf die Korneaoberfläche auflegbar zu
sein, und mindestens eine Bohrung (4-11) in der Fläche (2) auf die
die Lasersonde aufsetzbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fläche (2) eine mittlere Öffnung zur Positionierung der Fläche (2)
um einen Punkt auf der Kornea aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Fläche (2) mehrere Bohrungen (4-11)
auf einem Ring gleichmäßig beabstandet angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umfangslinien der Bohrungen (4-11) vom Umfang der Öffnung
angeschnitten sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bohrungen (4-11) Führungen zum
Aufsetzen der Lasersonde in einem bestimmten Winkel aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Fassung (3) aufweist, die
an der Korneaoberfläche ansaugbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Fläche (2) in mindestens zwei vorbestimmten Ausrichtungen relativ
zur Fassung (3) positionierbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Bohrungen (4-11) Linsen von
Lasersonden angeordnet sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995100708 DE19500708A1 (de) | 1995-01-12 | 1995-01-12 | Vorrichtung zum Positionieren einer Lasersonde auf der Korneaoberfläche eines Auges |
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| DE19500708A1 true DE19500708A1 (de) | 1996-07-18 |
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ID=7751338
Family Applications (1)
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| DE1995100708 Withdrawn DE19500708A1 (de) | 1995-01-12 | 1995-01-12 | Vorrichtung zum Positionieren einer Lasersonde auf der Korneaoberfläche eines Auges |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19500708A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1099432A3 (de) * | 1999-11-10 | 2003-12-10 | Becton Dickinson and Company | Chirurgischer Schwenkhaltering zur Verwendung in der Augenchirurgie |
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-
1995
- 1995-01-12 DE DE1995100708 patent/DE19500708A1/de not_active Withdrawn
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