DE3522999A1 - Vorrichtung zur hornhauttransplantation am menschlichen auge - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Hornhauttrans
plantation am menschlichen Auge, insbesondere zur perforierenden
Keratoplastik. Dabei wird von zwei zu diesem Problemkreis vorge
schlagenen Teilvorrichtungen ausgegangen, die im folgenden als
Instrumente bezeichnet werden und Gegenstand von mit der vor
liegenden Anmeldung zeitlich gleichrangigen Patentanmeldungen
sind.
Das erste dieser Instrumente ist ein verbesserter Autotrepan.
Hierbei ist ein mit Saugdüsen besetzter Saugfuß vorgesehen,
dessen Anlagefläche der Oberflächenform der Cornea weitgehend
entspricht. Mit dem Saugfuß wirkt ein rotierendes Rohrmesser
zusammen, mit dessen Hilfe das somit fixierte Corneascheibchen
in einem exakt zylindrischen Schnitt herausgetrennt und an
schließend ohne Berührung des Endothels wegtransportiert werden
kann. Das andere Instrument ist ein Transplantator zum Heran
bringen und Einsetzen des Transplantats in die vorbereitete
Empfängercornea und zur Fixierung des Transplantats in der
letzteren mit Hilfe von Klammern.
Trotz Zuhilfenahme dieser Instrumente, die grundsätzlich auch
mechanisch geführt sein können, ist es schwierig, die Mittelachse
des Rohrmessers zur Trepanation mit der Sehachse des Empfänger
auges in Übereinstimmung zu bringen und somit die Schnittfläche
optimal zur optischen Achse zu legen. Ferner ist es schwierig,
das Transplantat ohne Achsversatz und Verkantung von Hand exakt
in die Empfängercornea einzusetzen und darin zu fixieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Schwierigkeiten
zu vermeiden und eine Vorrichtung zur schnellen und genauen
Führung dieser Instrumente vorzuschlagen, wobei die Ein- und
Ausfahrvorgänge stets genau koaxial zur Sehachse des Empfängerauges
erfolgen und die Operationszeit insgesamt entscheidend
verkürzt wird.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den im Patentan
spruch 1 aufgezählten Merkmalen gelöst. Zunächst ist vorgesehen,
den Patienten am Grundgestell zu fixieren, wobei die Instrumen
tenbewegungen relativ zum Grundgestell ausgeführt und berechnet
werden. Bei einer ersten Ausführungsform der Vorrichtung sind das
Achseinstellinstrument und die beiden anderen Instrumente achs
parallel am Stellarm befestigt. Die Übereinstimmung mit der
Sehachse des Empfängerauges wird dadurch herbeigeführt, daß der
Bulbus mittels daran befestigter Haltefäden geschwenkt und in die
Instrumentenachsrichtung eingestellt wird. Es kann aber auch
umgekehrt der Bulbus zuerst fixiert und danach ein an dem
Stellarm mittels eines Kugelgelenks beweglicher Instrumenten
träger eingestellt werden, an dem die Instrumente achsparallel
zueinander befestigt sind.
Wesentlich ist ferner, daß die Positionsdaten des Stellarms
speicherbar sind. Ein bestimmtes Instrument kann also jederzeit
selbsttätig wieder in die Position gebracht werden, die es zuvor
einmal eingenommen hat. Ebenso läßt sich ein anderes Instrument
durch Anwählen selbsttätig in diese Position bringen, da der
Abstand der Instrumente bekannt und die Höhe des Instruments
ebenfalls speicherbar ist. Das bedeutet beispielsweise, daß wenn
das Achseinstellinstrument mit der Sehachse in Übereinstimmung
gebracht ist, ein auswählbares anderes Instrument selbsttätig in
dieselbe Achsposition verfahren werden kann. Nimmt dann bei
spielsweise der Autotrepan während der Vorbereitung der
Empfängercornea eine bestimmte Höhenstellung ein, so kann
anschließend der Transplantator sowohl in dieselbe Achs- als auch
Höhenstellung gefahren werden.
Während nach der vorstehenden Anregung der Wechsel der
Instrumente durch Querverfahren des Stellarms entsprechend dem
Abstand der Instrumente erfolgt, sind nach einer bevorzugten
Ausführungsform die Instrumente an einem Schwenkkopf sternförmig
befestigt. Dieser Schwenkkopf ist an dem Stellarm um eine
horizontale Achse drehbar gelagert und in bestimmten Winkel
stellungen feststellbar. In diesem Fall erfolgt der Instrumenten
wechsel durch Drehen des Schwenkkopfes, wobei vorteilhafterweise
die Möglichkeit geboten ist, den Transplantator um 180° nach oben
zu schwenken, so daß der Saugfuß einen Napf bildet, in welchen
das einer Konservierungslösung entnommene Transplantat mit dem
Epithel nach unten eingelegt werden kann. Vor dem Einschalten der
Saugdüsen läßt sich das Transplantat mühelos genau zentrisch
ausrichten, ggf. mit einem besonderen Hilfswerkzeug.
Die Auswahl der Bewegungsmechanismen bzw. des Koordinatensystems
zur dreidimensionalen Bewegung des Stellarms kann unter den
gegebenen Möglichkeiten nach Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten
erfolgen. Insbesondere wird man eine vertikale Beweglichkeit mit
Hilfe eines vertikal teleskopierbaren Turmes vorsehen, welcher
entsprechend stabil ausgebildet sein sollte, da er die weiteren
beweglichen Zwischenglieder und die Instrumente trägt. Die
Horizontalbewegung kann mittels einer Kreuzschlittenanordnung
oder dergleichen nach dem X/Y-Koordinatensystem durchgeführt
werden. Der Stellarm kann aber auch um eine vertikale Achse dreh
bar und radial zu dieser Achse verschiebbar sein, was eine Be
stimmung des horizontalen Standorts in Polarkoordinaten bedeutet.
Das Achseinstellinstrument ist prinzipiell als monokulares
Mikroskop mit Beleuchtung zur Betrachtung des Augenhintergrundes
ausgebildet und weist im Sehfeldzentrum eine Markierung auf.
Hinter und vor dem Linsensystem sind halbdurchlässige Spiegel
angeordnet, mittels derer ein Teil der Strahlung abgezweigt und
dem Hauptstrahlengang zugefügt wird, wobei dieser zweite
Strahlengang durch ein zweites Linsensystem verläuft, das ein
scharfes Bild von der Corneaoberfläche erzeugt. Wird zuvor im
Corneazentrum eine kleine Markierung angebracht, so läßt sich die
angestrebte Übereinstimmung der beiden Achsen dadurch herbei
führen, daß man die Sehfeldmarkierung, die Corneamarkierung und
die am Augenhintergrund befindliche Macula lutea miteinander zur
Deckung bringt.
Im Interesse einer unbehinderten und raschen Durchführung der
Einstellarbeiten wird weiter vorgeschlagen, daß am Achsein
stellinstrument eine Videokamera angeordnet ist, welche das
empfangene Bild auf einen Monitor überträgt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnung erläutert. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 die Seitenansicht einer integrierten Vorrichtung zur
Hornhauttransplantation, teilweise geschnitten in
schematischer Darstellung,
Fig. 2 die Draufsicht der Vorrichtung nach Anspruch 1,
Fig. 3 die Ansicht des Schwenkkopfs der Vorrichtung nach
Fig. 1 in Achsrichtung und
Fig. 4 einen schematischen Axialschnitt eines Achseinstell
instruments.
Die Vorrichtungen nach den Fig. 1 bis 3 weist ein Grundgestell 1
auf, das im wesentlichen aus einer verfahrbaren Basis, einem Turm
und einer daran befestigten Tischkonsole besteht, auf der eine
Kopfauflageschale 2 für den Patienten mit seitlichen Anpreß
polstern 3 befestigt ist. Eine Patientenliege 4 kann an das
Grundgestell angekoppelt sein.
In dem Turm ist eine Lagerhülse 5 mit vertikaler Achse befestigt.
In ihr dreht sich ein Azimutrohr 6. Es ist mittels einer An
triebsschnecke 7 und eines Zahnkranzes 8 im Winkel hochgenau
einstellbar. An dem Azimutrohr sitzt ein Hubantrieb 9 für ein
vertikales Schieberohr 10, das im Azimutrohr undrehbar gelagert
ist.
Auf dem vertikalen Schieberohr 10 ist ein Turmkopf 11 befestigt,
der - wie sich aus dem Vorstehenden ergibt - hinsichtlich einer
Höhe (Pfeil h) und hinsichtlich seines Winkels (Pfeil ϕ, Fig. 2)
einstellbar ist. Der Turmkopf trägt eine prinzipiell gleiche
Verstellvorrichtung in horizontaler Anordnung, bestehend aus
einer am Turmkopf befestigten Lagerhülse 12, einem Schwenkrohr 13
mit Zahnkranz und Antriebsschnecke, einem Hubantrieb 14 und einem
horizontalen Schieberohr 15. Dieses Schieberohr 15 bildet im
Beispiel den sog. Stellarm in der Ausdrucksweise des Anspruchs 1.
Seine Längsbeweglichkeit (Pfeil r) stellt die dritte Dimension
dar. Die Drehbarkeit des horizontalen Schieberohrs 15 um seine
Achse (Pfeil 16 in Fig. 3) ist eine Besonderheit des Ausführungs
beispiels.
An dem horizontalen Schieberohr 15 ist ein sternförmiger Schwenk
kopf 17 befestigt, an dem ein Achseinstellinstrument 18, ein
Autotrepan 19 und ein Transplantator 20 so angeordnet sind, daß
deren Mittelachsen die Achse des Schieberohrs 15 in einem Punkt
senkrecht schneiden. Durch Drehen des Schwenkkopfs 17 können
somit diese Instrumente untereinander ausgewechselt, d. h. in die
gleiche vertikale Achsrichtung verbracht werden, die zugleich die
Sehachse 21 des zu operierenden Auges ist.
Zur Vorrichtung nach Fig. 1 gehören auch noch bestimmte elektro
nische Steuer- und Bedienungseinrichtungen, die im Beispiel über
ein Kabel 22 mit den einzelnen beweglichen Teilen verbunden und
in einem Gestell zusammengefaßt sind. Hier sind in erster Linie
zu erwähnen ein Rechner 23 als Datenspeicher und zur Befehlsaus
gabe an die Antriebe, ein Steuermodul 24 (Bedienungsgerät) und
eine Digitalanzeige 25 für die Positionsdaten. Außerdem ist ein
Monitor 26 vorgesehen, der mit einer Videokamera in Gestalt einer
Rohrkamera 27 in Verbindung steht. Näheres hierzu folgt.
Das Achseinstellinstrument nach Fig. 4 hat einen längeren Tubus
mit einem Linsensystem 28 sowie einen parallelen kürzeren Tubus
mit einem zweiten Linsensystem 29. In dem geradlinigen Haupt
strahlengang 30 ist ein halbdurchlässiger Spiegel 31 unter 45°
angeordnet, mittels dessen über einen weiteren Spiegel 32 das
Licht einer Beleuchtungsquelle 33 eingeführt wird. Mit diesem
insoweit bekannten Instrument läßt sich der Augenhintergrund
beobachten, wobei die Vergrößerung so gewählt sein sollte, daß
es möglich ist, in einem ausreichend großen Sehfeld die Umrisse
der Makula 34 klar zu erkennen.
Im Hauptstrahlengang 30 sind außerdem zwei weitere halbdurch
lässige Spiegel 35 und 36, die rechtwinklig zueinander stehen,
unter 45° eingebaut. Mit ihrer Hilfe wird ein Parallelstrahlen
gang 37 durch das Linsensystem 29 geschaffen. Mit Hilfe dieses
selbstverständlich getrennt einstellbaren Linsensystems läßt sich
die Oberfläche der Cornea 38 und somit auch eine in deren Zentrum
zuvor angebrachte kleine Markierung 39 scharf beobachten.
Schließlich ist im Hauptstrahlengang ein Fadenkreuz 40 oder eine
ähnliche Markierung angeordnet. Man kann somit durch Verfahren
des Achseinstellinstruments und durch Manipulation von beispiels
weise zwei am Bulbus befestigten Haltefäden 41 das Fadenkreuz 40,
die Markierung 39 und die Makula 34 im Bild zur Deckung bringen.
Um dem Arzt die erforderliche Bewegungsfreiheit bei diesem Ein
stellvorgang zu geben, ist dem Okular vorgeschaltet bzw. an
dessen Stelle eine Videokamera vorgesehen. Mit ihrer Hilfe kann
der Einstellvorgang am Monitor 26 beobachtet werden. Es kann
zweckmäßig sein, eine sog. Rohrkamera 27 zu verwenden und diese
aus Platzgründen nicht in geradliniger Verlängerung des
Instruments sondern in dem horizontalen Schieberohr 15 anzu
ordnen, wobei der Strahlengang einmal umgelenkt werden muß.
Mit der beschriebenen Vorrichtung stellt sich der Arbeitsablauf
bei der Operation zusammenfassend dargestellt wie folgt dar:
Die Vorbereitung des Transplantats kann wie üblich zu einem
früheren Zeitpunkt stattfinden. Dabei wird vorzugsweise der
Autotrepan 19 benutzt, und zwar mit dem Saugfuß und dem Rohr
messer nach oben weisend (12.00 Uhr-Stellung). Der Fremdbulbus
wird aufgelegt, die Saugluft eingeschaltet und die Trepanation
durchgeführt. Dann wird das Transplantat abgenommen und in einer
geeigneten Konservierungslösung aufbewahrt.
Vorbereitend muß ferner das Zentrum der Empfängercornea markiert
werden. Dies geschieht vorzugsweise in einer speziellen Sitzung,
beispielsweise am Tage vor der Operation. Als Hilfsinstrument
hierzu wird ein Spaltlampenvorsatz vorgeschlagen, in welchem der
Arzt eine Schar konzentrischer Kreise und ein Fadenkreuz sieht.
Diese Kreisschablone läßt sich konzentrisch auf die kreisförmige
Übergangszone zwischen der durchsichtigen Cornea und dem
undurchsichtigen Bindegewebe einstellen. Als Markierung 39 des
Corneazentrums kann unter örtlicher Anästhesie ein kleiner
Farbpunkt o. dgl. angebracht werden.
Zur unmittelbaren Vorbereitung der Operation wird der Patient
gelagert und sein Kopf mit Hilfe der Kopfauflageschale 2 und der
Anpreßpolster 3 möglichst sorgfältig fixiert. Sodann folgt die
Anästhesie und das Anbringen der Haltefäden 21 am Bulbus. Alter
nativ könnte aber auch in diesem Stadium die Corneamarkierung
angebracht werden.
Zur Achseinstellung befindet sich das Instrument 18 in Arbeits
stellung (6.00 Uhr-Stellung) wie in der Zeichnung dargestellt.
Durch Horizontalbewegung r des Schieberohres 15 und Drehbewegung ϕ
des Azimutrohres 6 kann das Achseinstellinstrument parallel zu
seiner Achse in jeder Richtung verfahren und über den Bulbus
eingestellt werden. Um die Sehachse mit der Instrumentenachse in
Übereinstimmung zu bringen, wird der Bulbus an den Haltefäden 41
entsprechend geschwenkt und dann fixiert. Der Einstellvorgang,
nach dessen Beendigung das Fadenkreuz 40 , die Markierung 39 und
die Makula 34 sich decken müssen, kann am Monitor 26 beobachtet
werden. Die gewonnenen Daten r und ϕ werden eingespeichert.
Zur Trepanation wird nunmehr der Autotrepan nach unten geschwenkt
(6.00 Uhr-Stellung) und soweit abgesenkt, bis der Saugfuß den
Bulbus leicht berührt. Diese Höhe h wird ebenfalls einge
speichert. Nun wird die Saugluft eingeschaltet und zur Schaffung
eines geringen Unterdrucks in der vorderen Augenkammer der
Saugfuß vorzugsweise um wenige Bruchteile eines Millimeters
hochgefahren. Die Trepanation wird mit automatischem Vorschub
durchgeführt und nach Speicherung der zuletzt erreichten Höhe
anschließend der Schwenkkopf mit dem Autotrepan und dem
anhaftenden Corneaausschnitt vertikal weggefahren.
Zur Transplantation steht der Transplantator 20 zunächst in 12.00
Uhr-Stellung. Das Transplantat wird der Konservierungslösung
entnommen und mit dem Epithel nach unten auf den Saugfuß zentral
aufgelegt. Nun wird der Transplantator um 180° in die 6.00 Uhr-
Stellung gedreht und in die gespeicherte Höhenposition nach unten
gefahren. Das Transplantat wird dabei exakt in den Trepana
tionsrand eingesetzt. Hat sich der Arzt davon überzeugt, wird
auch bei einem das Transplantat umfangenden ringförmigen Teil des
Saugkopfs die Saugluft eingeschaltet und der Klammersetzer
betätigt. Unter Umständen können durch Hochfahren, Drehen und
Wiederabsenken der Klammersetzvorrichtung weitere Klammern
eingebracht werden. Mit dem erneuten Hochfahren des Schwenkkopfs
kann der Patient bereits wieder aus der Fixierung gelöst werden.
- 1 Grundgestell
2 Kopfauflageschale
3 Anpreßpolster
4 Patientenliege
5 Lagerhülse
6 Azimutrohr
7 Antriebsschnecke
8 Zahnkranz
9 Hubantrieb
10 vertikales Schieberohr
11 Turmkopf
12 Lagerhülse
13 Schwenkrohr
14 Hubantrieb
15 horizontales Schieberohr
16 Pfeil
17 Schwenkkopf
18 Achseinstellinstrument
19 Autotrepan
20 Transplantator
21 Sehachse
22 Kabel
23 Rechner
24 Steuermodul
25 Digitalanzeige
26 Monitor
27 Rohrkamera
28 Linsensystem
29 Linsensystem
30 Hauptstrahlengang
31 halbdurchlässiger Spiegel
32 Spiegel
33 Beleuchtungsquelle
34 Makula
35 halbdurchlässiger Spiegel
36 halbdurchlässiger Spiegel
37 Parallelstrahlung
38 Cornea
39 Markierung
40 Fadenkreuz
41 Haltefaden
h Koordinatenpfeile
r Koordinatenpfeile
ϕ Koordinatenpfeile
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Hornhauttransplantation am menschlichen
Auge, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - An einem Grundgestell (1) ist eine Patientenauflage, ins besondere eine Kopfauflageschale (2) mit seitlichen Anpreß polstern (3) angebracht;
- - an dem Grundgestell (1) ist ein Stellarm (15) mittels elektronisch steuerbarer Antriebe dreidimensional verstellbar gelagert;
- - der Stellarm (15) trägt mehrere Instrumente (18, 19, 20), darunter ein optisches Achseinstellinstrument (18) zur gleich zeitigen monokularen Beobachtung der Corneaoberfläche und des Fundus des Patientenauges;
- - die Positionsdaten des Stellarms (15) sind speicherbar;
- - es ist eine elektronische Steuereinrichtung (23, 24, 25) vorgesehen, die nach einer Zwischenbewegung des Stellarms (15) diesen auf Befehl so verstellt, daß ein auszuwählendes weiteres Instrument die gleiche Position wie das erste ein nimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Instrumente (18, 19, 20) an einem Schwenkkopf (17) stern
förmig befestigt sind, der an dem Stellarm (15) um eine Achse
drehbar gelagert und in bestimmten Winkelstellungen (16) fest
stellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stellarm (15 ) vertikal beweglich (h) und zur Horizontalbe
wegung um eine vertikale Achse drehbar (ϕ) und radial zu dieser
Achse verschiebbar (r) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Achseinstellinstrument (18) als monokulares Mikroskop mit Be
leuchtung (33) zur Betrachtung des Augenhintergrundes ausgebildet
ist, daß es eine Markierung (40) in Sehfeldmitte aufweist und daß
vor und hinter dem Linsensystem (28) halbdurchlässige Spiegel
(35, 36) angeordnet sind, mittels derer ein Teil der Strahlung
abgezweigt und dem Hauptstrahlengang (30) wieder zugefügt wird,
wobei dieser zweite Strahlengang (37) durch ein zweites Linsen
system (29) verläuft.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
am Achseinstellinstrument (18) eine Videokamera (27) angeordnet
ist, welche das empfangene Bild auf einen Monitor (26) überträgt.
Priority Applications (3)
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