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Röntgenzielgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Röntgenzielgerät
mit einem Kassettenwagen, der die in einer strahlengeschUtzten Bereitschaftsstellung
einlegbare Kassette aus der Bereitschaftsstellung in die Aurnahmestellung transportiert
und der zwei sich horizontal erstreckende Spannschienen als Kassettenhalterung sowie
eine Kassetten- Klemmvorrichtung mit mehreren, den verschiedenen Kassettenformaten
zugeordneten, verschiebbaren Anschlägen zum seitlichen Fixieren der Kassette besitzt.
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RöntgenzielgerEte dieser Art besitzen üblicherweise seitlich neben
dem Leuchtschirm einen strahlengeschützten Bereitschaftsraum zum Einlegen der Kassette
in einen Kassettenwagen. Dieser Bereitschaftsraum ist, um die Untersuchung am liegenden
Patienten nicht zu behindern, stets auf der dem Arztplatz gegenüberliegenden Seite
des Höntgenzielgerätes angeordnet. Der Kassettenwagen transportiert die Kassette
bei Bedarf in den Strahlengang hinter dem Leuchtschirm, so daß bestimmte Untersuchungsphasen
im Bild fixiert werden können. Nach Beendigung der Aurnahme wird die Kassette wieder
in den Bereitschaftsraum transportiert und dort entnommen.
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In vielen Fällen, etwa bei langwierigen Untersuchungen, die vom Arzt
ohne ständige Bereitschaft der Assistentin durchgeführt werden und bei denen nur
in größeren Zeitabständen Aufnahmen gemacht werden müssen, oder bei Röntgengeräten,
bei denen durch die Anbringung von Hilfseinrichtungen, beispielsweise Bildverstärkerfernsehanlagen
am Zielgerät, die Bereitschaftsstellung
schwer zugänglich ist, besteht
der Wunsch, die Kassette vom Arztplatz aus einschieben und herausnehmen zu können.
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Es ist bereits ein Röntgenzielgerät bekannt, bei dem die Kassette
wahlweise von beiden Seiten des Zielgerätes aus mit Hilfe eines Einsatzrahmens einlegbar
ist. Eine solche Zielgerätekonstruktion ist technisch sehr aufwendig und kann außerdem
dazu führen, daß beim Herausfahren der Kassette aus dem Zielgerät in Richtung auf
den Arztplatz einen der Nähe des Zielgerätes stehende Person verletzt wird.
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Zur Beseitigung dieser Mängel wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
eine Steuervorrichtung zum Lösen der die Kassette fixierenden Anschläge sowohl in
der strahlengeschützten Bereitschaftsstellung wie in oder nahe der Aufnahmestellung
(Endsttllung) vorzusehen und die der Bereitschartsstellung gegenüberliegende Seitenwand
des Zielgerätes mit einer Ausnehmung zum Einführen und Entnehmen der Kassette in
der Endstellung zu versehen. Dadurch ist es mit einfachsten Mitteln ermöglicht,
die Kassette in der Endstellung des Kassettenwagens durch die Ausnehmung von Hand
aus dem Zielgerät herauszunehmen und evtl. eine neue Kassette einzuführen, die dann
bis zur nächstfolgenden Aufnahme in die Bereitschaftsstellung gefahren werden kann.
Außerdem ist der Einsatzrahmen entbehrlich.
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Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die
Klemmvorrichtung an der unteren Spannschiene angeordnet ist und die Anschläge durch
diese Spannschiene hindurch in die FUhrungsbahn der Kassette einführbar und zum
Festklemmen der Kassette in Richtung der Spannschienen beweglich gelagert sind.
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Eine besonders einfache Ausführungsform ist erfindungsgemä.ß dadurch
erreicht, daß die die Anschläge tragende Spannschlene an ihrem der Ausnehmung zugewandten
Ende ein in der Endstellung des Kassettenwagens durch die Ausnehmung hindurch bedienbares
Steuerglied besitzt, bei dessen Betätigung sich die Anschläge lösen.
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In einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kann ein weiteres
Steuerglied, das gleichartig auf die Spannvorrichtung einwirkt, dazu benutzt werden,
beim Einfahren des Kassettenwagens in die Bereitschaftsstellung die Anschläge zu
lösen.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
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Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Röntgenzielgerät nach
der Erfindung, in dem nur die für die Erfindung wesentlichen Teile dargestellt sind,
Fig. 2 den unteren Teil des bei dem in der Fig. 1 gezeigten Zielgerät vorgesehenen
Kassettenwagens beim Einschieben einer Kassette von vorne in der Bereitschaftsstellung
und Fig. 3 den Kassettenwagen beim Einschieben einer Kassette in der zweiten Einsatzstelle
von der Seite.
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Das in den Figuren gezeigte Zielgerät besitzt in seinem Rahmen 1 einen
Kassettenwagen 2, der in Schienen 3 und 4 verschiebbar gelagert ist. Der Kassettenwagen
2 ist mit einer FUhrungsschiene 5 für zwei Spannschienen 6 und 7 einer Spannzange
versehen. Die Enden der Spannschienen 6 und 7 sind abgewinkelt und als Zahnstangen
ausgebildet, in die ein Ritzel 8 eingreift. Die Achse des Ritzels 8 ist am Kassettenwagen
2 befestigt. Auf diese Weise ist erreicht, daß sich die Spannschienen 6 und 7 beim
Einlegen der Kassette gegenläufig symmetrisch zueinander bewegen. Eine Zugfeder
27 zieht die Spannschienen 6 und 7 gegen die eingelegte Kassette. Die Spannschiene
7 ist mit Anschlägen für die verschiedenen Kassettengrößen und mit Steuermitteln
für diese Anschläge versehen. Diese Teile sind In den Figuren der Ubersichtlichkeit
isalber vergrößert gezeichnet.
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Der in den Figuren gezeigte Anschlag 9 entspricht der größten verwendbaren
Kassette, während der Anschlag 10 einer Zwischengröße zugeordnet ist. Weitere Anschläge,
die weiteren Kassettengrdßen zugeordnet sind und bei der praktischen Ausführung
des Ausführuugsbeispiels vorgesehen sein müssen, sind der Ubersichtlichkeit halber
nicht gezeichnet. Außer den Anschlägen 9 und 10, die das rechte Ende der eingelegten
Kassette rixieren, trägt die Spannschiene 7 einen Anschlag 11, der das linke Ende
der Kassette fixiert. Zur Steuerung der Anschläge 9 bis 11 dient ein Steueranschlag
12, der um ein an der Spannschiene 7 vorgesehenes Lager 13 schwenkbar gelagert ist.
Der Steueranschlag 12 wirkt mit seiner Unterkante auf einen am Anschlag 11 befestigten
Stift 14 ein und kann dadurch bei seiner Verschwenkung entgegen dem Uhrzeigersinn
den Anschlag 11, der in Schlitzen der Spannschiene 7 verschiebbar geführt ist, entgegen
der Kraft einer Feder 15 nach unten drücken. Am Steueranschlag 12 ist ferner eine
Steuerstange 16 angelenkt, die den Steueranschlag 12 mittels einer an ihr und der
Spannschiene 7 verankerten Feder 17 in seiner gezeichneten Stellung.zu halten versucht.
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Der Anschlag 10 ist auf einer Stange 18, die auch den Anschlag 9 trägt,
schwenkbar gelagert. Die Stange 18 versucht den Anschlag 10 und den Anschlag 9 mittels
einer an ihr und der Spannschiene 7 verankerten Feder 19 in ihren in der Fig. 1
gezeigten Stellungen zu halten. Das rechte Ende der Stange 18 ist mit einem Hebel
20 gelenkig verbunden, der an der Spannschiene 7 schwenkbar gelagert ist und eine
Rolle 21 trägt, die mit einem gerätfesten Anschlag 22 am Rahmen des Zielgerätes
zusammenwirkt'.
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Eine Feder 23, die an der Stange 18 und an einem Stift 24 des Anschlags
10 verankert ist, versucht den Anschlag 10 im Uhrzeigersinn zu verschwenken. Der
Stift 24 liegt in einer Aussparung der Steuerstange 16, so daß der Anschlag 10 bei
einer Verschiebung der Steuerstange 16 nach rechts entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt;
wird0
Das in den Figuren gezeigte Zielgerät erlaubt ein Einsetzen
der Kassette von links und von vorne in die Spannzange. In der Fig. 1 nimmt der
Kassettenwagen 2 eine Zwischenstellung, also weder seine linke noch seine rechte
Endstellung ein. Zum Einsetzen der Kassette 25 in der BereitschaRsstellung, also
rechts neben dem Leuchtschirm, wird der Kassettenwagen 2 in seine in der Fig. 2
gezeigte Stellung gefahren. In dieser Stellung liegt die Rolle 21 des Hebels 20
am Anschlag 22 an und die Stange 18 hält die Anschläge 9 und 10, die in Aussparungen
der Spannschiene 7 in deren Längsrichtung verschiebbar sind, in ihrer gezeigten
rechten Endstellung. In dieser Stellung ist die durch die Anschläge 10 und 11 begrenzte
öffnung mindestens so groß, daß die Kassette 25 von vorne in den Kassettenwagen
eingesetzt, d.h, von oben zwischen die Anschläge 10 und 11 eingeschoben werden kann.
Wird der Kassettenwagen 2 aus seiner in der Fig. 2 gezeigten Bereitschaftsstellung
in seine Aufnahmestellung gefahren, so gibt der Anschlag 22 den Hebel 20 frei und
die Feder 19 drückt den Anschlag 10 fest gegen die Kassette 25. Dadurch wird die
Kassette 25 seitlich festgeklemmt.
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Der Vorgang beim Einschieben der Kassette von links in der linken
Endstellung des Kassettenwagens 2 nahe seiner Aufnahmestellung dadurch einen Schlitz
im Zielgeräterahmen ist in der Fig. 3 gezeigt.
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Die Kassette 26, die beispielsweise das größtmögliche Format hat,
drückt den Steueranschlag 12 beim Einschieben in seine gezeigte Stellung. Dadurch
wird die Steuerstange 16 nach rechts verschoben und nimmt den Anschlag 10 an seinem
Stift 24 mit, d.h. sie vorschwenkt den Anschlag 10 so weit nach unten, daß er nicht
mehr aus dem Spannbalken 7 nach oben herausragt. Ferner wird durch den Steueranschlag
12 auch der Anschlag 11 an seinem Stift 14 nach unten verschoben, so daß die Kassette
26 ungehindert zwischen die Spannsohienen 6 und 7 eingeschoben werden kann, bis
sie am Anschlag 9 anliegt. Sie drUckt den Anschlag 9 entgegen der Kraft der Feder
19 nach rechts. Wenn die Kassette 26 vollkommen zwischen den Spannschienen 6 und
7 eingeschoben ist, wird der Steeransohlag 12 durch die Feder 17 wieder in seine
in den Fig. 1 und 2 gezeigte Stellung zuiiKverschwankt. Dabei wird der Anschlag
11
durch die Feder 15 wieder nach oben verschoben und fixiert das
lirsPre Ende der Kassette 26. Da die Feder 19 den Anschlag 9 gegen das rechte Ende
der Kassette 26 drückt, ist die Kassette 26 somit festgeklemmt.
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Wird eine Kassette von der Größe der Kassette 25 verwendet, so gibt
die Steuerstange 16 den Anschlag 10 frei, wenn die Kassette ganz zwischen den Spannbalken
6 und 7 eingeschoben ist. In diesen Fall fixieren somit die Anschläge 10 und 11
die Kassette in ihrer Lage.
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Die übrigen, den weiteren Kassetengrößen zugeordneten Anschläge werden
in gleicher Weise wie der Anschlag 10 schwenkbar auf der Stange 18 gelagert und
in Schlitzen des Spannbalkens 7 ængeordnet. Jedem dieser weiteren Anschläge wird
in gleicher Weise wie dem Anschlag 10 eine Aussparung der Steuerstange 16 zugeordnet.
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Soll die Kassette links vom Leuchtschirm entnommen werden, so ist
es erforderlich, den Steueranschlag 12 nach unten zu drücken.
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Dann kann die Feder 19 die Kassette mittels des Anschlags 9 bzw.
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des Anschlags 10 nach links aus dem Zielgerät herausschieben.
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Das Herunterdrücken des Anschlags 12 kann von Hand oder mittels eines
im Zielgerät vorgesehenen gerätfesten Anschlags automatisch geschehen.