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DE1948300C - Verfahren zum Aufschließen von Anodenschlamm aus der Kupferelektrolyse - Google Patents

Verfahren zum Aufschließen von Anodenschlamm aus der Kupferelektrolyse

Info

Publication number
DE1948300C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
copper
anode sludge
digesting
nickel
copper electrolysis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dipl.-Ing.; Goralczyk Wilhelm; 2000 Hamburg Kartenbeck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aurubis AG
Original Assignee
Norddeutsche Affinerie AG
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufschluß von Anodenschlamm aus der Kupferelektrolyse durch Behandeln mit Schwefelsäure bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigem Gas, insbesondere Luft.
Die Aufarbeitung solcher Anodenschlämme ist wegen der Kupfer-, Nickel-, Edelmetall-, Selengehalte u. dgl. interessant. Von anderen Hüttenzwischenprodukten unterscheidet sich der Anodenschlamm durch den verschiedenartigen Aufbau der darin ent- ίο haltenen Metallverbindungen, so daß eine einfache Übertragung der für andere Hüttenzwischenprodukte bekannten Aufschlußmethoden auf die Verarbeitung dieser Anodenschlämme zu langwierigen und in ihrem Ergebnis selten befriedigenden Verfahren führte.
Es ist unter anderem bekannt, Anodenschlamm aus der Kupferelektrolyse mit Schwefelsäure und Luft unter Normaldruck bei Temperaturen von etwa 900C aufzuschließen. Dieses Verfahren ist sehr langwierig. Außerdem bleiben erhebliche Mengen an Kupfer und Nickel ungelöst im Rückstand. Es wird also kein vollständiger Aufschluß der verschiedenartigen unlöslichen Kupfer- und Nickelverbindungen erreicht.
Es wurde nun gefunden, daß die genannten Nachteile vermieden werden können, indem man nach der Erfindung den Aufschluß im Autoklav bei einem Gesamtdruck von mindestens S Atmosphären und bei Temperaturen oberhalb des Siedepunktes der im Autoklav befindlichen Lösung durchführt.
Fi ist zweckmäßig, dabei Temperaturen von 15O0C möglichst nicht zu überschreiten. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, bei Temperaturen von etwa 1200C zu arbeiten.
Bei dieser Arbeitsweise können sowohl vom Kupfer als auch vom Nickel des Vorlaufs bis 99 % in Lösung gebracht werden. Arsen, Selen, Tellur und die Edelmetalle bleiben im festen Rückstand. Ein Hauptvorteil des Verfahrens besteht jedoch darin, daß die Auf- schlußzeit auf einen Bruchteil der bisher erforderlichen Zeit verringert werden kann.
Außer den bereits erwähnten Vorteilen ist es bei dem Verfahren der Erfindung noch bedeutsam, daß Selen, Tellur und Edelmetalle nicht aufgelöst werden und infolgedessen im Rückstand verbleiben. Außerdem wird auch sulfidisch und selenidisch gebundenes Kupfer und Nickel aufgeschlossen, was zu der durch die bessere Entkupferung und Entnickelung bewirkten Vereinfachung und Vcrbilligung der Weiterverarbeitung der gewonnenen Produkte beiträgt. Schließlich werden noch die Korrosionserscheinungen an der Apparatur wesentlich herabgesetzt.
Das Verfahren nach der Erfindung ist durch die folgenden Beispiele näher beschrieben.
Beispiel 1
1,51 Anodenschlamm aus der Kupferelektrolyse mit einem Gehalt an 6,5°/„ Kupfer und l,2°/0 Nickel berechnet von der Trockensubstanz und mit einem Gesamtgewicht von 2,6 kg wurden mit Schwefelsäure und Wasser auf ein Volumen vo 41 gebracht. Hierdurch wurde eine Säurenkonzentration von 450 g Schwefelsäure pro Liter eingestellt.
Im Autoklav wurde der so verbereitete Anodenschlamm 2 Stunden bei 1300C unter ständigem Rühren behandelt. Während dieser Zeit wurde durch Zugabe von Sauerstoff ein Gesamtdruck von 5 atü aufrecht- * erhalten. Der so behandelte Anodenschlamm wurde filtriert und gewaschen.
Es ergaben sich dabei 41 Kupfer-Nickel-Lauge mit 35 g Kupfer und 7,1 g Nickel. Die verbleibenden 1050 g trockenen Laugerückstands enthielten 0,4 °/0 Kupfer und 0,1% Nickel. Es wurden somit mehr als 97% Kupfer und mehr als 97% Nickel vom Vorlauf gelöst.
Beispiel 2
Anodenschlamm aus der Kupferelektrolyse mit 42,9% Kupfer und 0,1% Nickel berechnet von der Trockensubstanz wurden in gleicher Weise behandelt wie der Anodenschlamm nach Beispiel 1. Es gingen je 99% Kupfer und 99% Nickel vom Vorlauf in Lösung.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Aufschließen von Anodenschlamm aus der Kupferelektrolyse durch Behandeln mit Schwefelsäure bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen, z. B. Luft, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufschluß im Autoklav bei einem Gesamtdruck von mindestens 5 Atmosphären und bei Temperaturen oberhalb des Siedepunktes der im Autoklav befindlichen Lösung durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Temperaturen unterhalb 1500C gearbeite: wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Temperaturen von etwa 1200C gearbeitet wird.

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