[go: up one dir, main page]

DE1948235C - Industrieofen zur Vorbereitung von me tallischem Gut mit Aufheizzone und Speicher zone - Google Patents

Industrieofen zur Vorbereitung von me tallischem Gut mit Aufheizzone und Speicher zone

Info

Publication number
DE1948235C
DE1948235C DE1948235C DE 1948235 C DE1948235 C DE 1948235C DE 1948235 C DE1948235 C DE 1948235C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
pusher
storage zone
zone
slots
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Eckard 4040 Neuß Duchting Paul 4000 Dusseldorf Bunzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OFU Ofenbau Union GmbH
Original Assignee
OFU Ofenbau Union GmbH
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft einen Industrieofen zur Vorbereitung von metallischem Gut mit einer im Walzrhythmus betriebenen Aufheizzonc und einer im Zulieferrhythmus betriebenen, in ihrer gesamten Lunge chargierbaren Speicherzone. s
Aus der deutschen Patentschrift 1 161 573 ist es bekannt, in einem Hubbalkenofen zusätzlich zu den dem normalen Betrieb dienenden Herdplätzen eine Anzahl von Speicherplätzen anzuordnen und diese mit einer außerhalb des Ofens angeordneten Char- ίο gicrmaschine aufzufüllen. Das bekannte Hubbalkensystem, das zum Weitertransport der Rohre im Ofen dient, gibt mit dem Auswerfen eines fertig gewärmten Rohres am Ofenende gleichzeitig einen Speicherplatz am Ofenanfang frei. Die freien Speicherplätze »5 werden über die außerhalb des Hubbalkenofens angeordnete Chargiermaschine aufgefüllt.
Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht insbesondere darin, daß zusätzlich zum Hubbalkensystem eine Chargiervorrichtung erforderlich ist. ao
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Zahl der Chargier- und Austragsvorrichtungen auf ein Mindestmaß zu beschränken und den Wärmeverlust des Vormaterials möglichst klein zu halten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Industrieofen als Stoßofen ausgebildet ist, in dessen Speicherzone in gekühlten Verfahrschlitzen zum Durchstoßen und zur Chargierung dienende Drückerelemente geführt sind, die nur mit ihren im vorderen Bereich angeordneten Nasen aus den Verfahrschlitzen herausragen.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Chargierung und das Durchstoßen mit derselben Vorrichtung (Drückerelemente) ausgeführt wird. Diese Drückerelemente verbleiben im Ofen und können die Knüppel einzeln ausstoßen. Sie können so ausgelegt sein, daß sie beim Speichern jeweils mehrere Knüppel in den Ofen bringen. Dies ist von besonderem Vorteil, wenn das Vormaterial, wie z. B. bei einer Stranggußanlage, stoßweise anfällt. Die Chargierung geht ohne großen Zeit- und Wärmeverlust vonstatten; da außerdem die Drückerelemente im Ofen verbleiben, kann das Ausstoßen ohne zusätzlichen Weg erfolgen.
Bei den bekannten Stoßofen wurden die von der Stranggußanlage kommenden glühenden Knüppel in zusätzlichen Warmhalteöfen eingesetzt, da aufgrund des stoßweisen Anfalls des Vormaterials eine Chargierung ohne Wärmeverlust nicht möglich war. Für den kontinuierlich betriebenen Stoßofen und den satzweise betriebenen Warmhalteofen waren unterschiedliche Beheizungseinrichtungen erforderlich. Diese Nachteile werden durch die erfindungsgemäße Vorrichtung beseitigt.
In einer vorzugsweisen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Stößel der Driiekerelemenle in den Verfahrschlitzen seitlich von Kühlmittel durchllossenen Rohren unigeben.
Vorzugsweise sind die mit Zahnstangen versehenen Stößel der Drückerelemente der Speicherzone auf einem auf Schienen gelagerten Abrollkäfig und außerhalb der Speicherzone zwischen festen Rollen geführt.
In einer anderen bevorzugten Ausfiihrungsforni weist die mit Abzug versehene Speicherzone einen gegen Falschluft verschlossenen Schlackenkeller auf, in den der /-under durch die Verfahrschlitzc fällt.
Min Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden ntlher beschrieben. Hs zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt des Stoßofens,
F i g. 2 einen Grundriß des Stoßofens,
Fig. 3 einen Querschnitt des Sloßofens nach der Linie A-B der Fig. 1,
F i g. 4 einen vergrößerten Ausschnitt der F i g, 3.
Aus einem Teil der F i g. 1 geht die bekunnte Ausführungsform eines Stoßofens mit Ausstoß 1, Aufheizzone 2 und Beheizung 3 hervor, Der erflndungsgemäß vorgesehene Stoßofen hat eine Speicherzone 6. die als Warmhalte- und Vorwärmzone dient. Die Speicherzone 6 ist in ihrer gesamten Länge über auf Abrollkäfigen 7 laufende Drückerelemente 5 chargierbar. Außerhalb des Stoßofens werden die DrükkerelementeS zwischen unten liegenden festen Rollen 16 und oben liegenden festen Führungsrollen 17 geführt. Die Abrollkäfige 7 sind auf Schienen 8 gelagert. Die mit Abzug 10 versehene Speicherzone 6 hat einen Schlackenkeller9, in den bei Betrieb der Zunder fällt.
Die Draufsicht — F i g. 2 — zeigt den Stoßofen mit Ausstoß 1, Aufheizzone 2 und Speicherzone 6 mit Verfahrschlitzen 12, den eingefahrenen Drückerelementen S, deren Nasen 11 aus den Verfahrschlitzen 12 herausragen.
In F i g. 3 ist die Speicherzone mit 6, der Knüppel mit 4, der Abrollkäfig mit 7 und der Schlackenkeller mit 9 bezeichnet.
F i g. 4 zeigt den Knüppel 4, der mittels der Nase Il des im Verfahrschlitz 12 geführten Drückerelementes 5 in die Speicherzone 6 geschoben wird. Der mit Zahnstangen 15 versehene Stößel 14 des Drückerelementes 5 ist seitlich von Kühlrohren 13 umgeben und liegt auf einer Rolle 18 des Abrollkäfigs 7 auf. Die Zapfen der Rolle 18 sind beiderseits auf Schienen 8 geführt.
Die erfindungsgemäße Stoßofenanlage kann folgendermaßen betrieben werden:
Von einer Stranggußanlage werden im Turnus von 2'/2 Stunden 150 Knüppel angeliefert. Diese sollen innerhalb einer Stunde in die 12 m lange Speicherzone des Stoßofens eingesetzt werden. Die Entnahme der erwärmten Knüppel aus der Aufheizzone soll kontinuierlich mit einem Knüppel je Minute erfolgen, entsprechend 60 Knüppel pro Stunde. Die Drückerelemente seien so ausgelegt, daß sie jeweils vier Knüppel gleichzeitig in die Ausstoßrinne drükken. Ihre Vorschubgeschwindigkeit betrage 4 m pro Minute und ihre Rücklaufgeschwindigkeit 12 m pro Minute. Der mittlere Hin- und Rückweg von 2 K 6 m wird somit in etwa zwei Minuten zurückgelegt. Die Drückerelemente sind so ausgelegt, daß sie gleichzeitig fünf Knüppel in den Ofen bringen. Somit kann die Chargierung der Speicherzone in einer Stunde erfolgen, während gleichzeitig alle zwei Minuten jeweils vier Knüppel gleichzeitig in die Ausstoßrinne gedrückt werden. Die zusätzlich chargierten 90 Knüppel verbleiben P/2 Stunden in der Speicherzone. Diese Speicherzone dient als Warmhalte- bzw. Vorwärmzone.
Der besondere Vorteil des erfindungsgcmäß betriebenen Stoßofens liegt darin, daß die Pufferwirkung im Materialfluß im Ofen selbst, bei minimalem Verlust an Wärme, erzielt wird.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    I. Industrieofen zur Vorbereitung von metallischem Gut mit einer im Walzrhythmus betrie-
    1 948 236
    bencn Aiifheizzonc und einer Im Zulieferrhythmus betriebenen, in ihrer gesamten Lunge char· gierbaren Speicherzone, dadurch gekennzeichnet, daß der Industrieofen als Stoßofen ausgebildet 1st, in dessen Speicherzone (<5) in gekühlten Verfahrschlitzen (12) zum Durchstoßen und zur Chargierung dienende Drückerelementc (5) geführt sind, die nur mit ihren im vorderen Bereich angeordneten Nasen (11) aus den Verfuhrschlitzen (12) herausragen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stößel (14) der Drückerelemente (5) in den Verfahrschlitzen (12) seitlich
    von kühlmitieldurchflüsscnen Rohren (U) umgeben sind.
  3. 3. Stoßofen nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Zahnstangen (15) versehenen Stößel (14) der Drlkkerclemcnte (5) in der Speicherzone (6) auf einem auf Schienen (8) gelagerten Abrollküfig (7) und außerhalb des Ofens zwischen festen Rollen (16,17) geführt sind,
  4. 4. Stoßofen nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Abzug (10) versehene Speicherzone (6) einen gegen Falschluft verschlossenen Schlackenkeller (9) hat, in den der Zunder durch die Vcrfahrschlitze (12) füllt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3132373C2 (de)
DD141565A5 (de) Durchlauf-ofen zur waermebehandlung von kleinteilen
DE2549501A1 (de) Anlage zum abkuehlen von warmgewalztem stahldraht durch luftkonvektion oder durch zufuehrung von waerme
EP0058324B1 (de) Vorrichtung zum geregelten Kühlen von Walzdraht aus der Walzhitze
DE1948235C (de) Industrieofen zur Vorbereitung von me tallischem Gut mit Aufheizzone und Speicher zone
EP0165586A2 (de) Anlage mit einem Wärmofen für auf Länge geschnittene Strangstücke einer Stranggiessanlage
DE1941103A1 (de) Vorrichtung zum Transportieren einzelner Gegenstaende
DE938129C (de) Ofen zum kontinuierlichen Anwaermen mittelschwerer Schmiedebloecke u. dgl.
DE1948235B2 (de) Industrieofen zur Vorbereitung von metallischem Gut mit Aufheizzone und Speicherzone
DE2835240A1 (de) Verfahren zum transportieren von brammen durch einen wiedererwaermungsofen
DE942692C (de) Foerdervorrichtung fuer kontinuierlich betriebenen Glueh- oder Waermofen und Verfahren zum Betrieb derselben
AT390322B (de) Vorrichtung zum durchwaermen von stahlteilen
DE508209C (de) Selbsttaetige Vorrichtung zum Abfuehren der in einem Schraegwalzwerk gerichteten Staebe nach einer Rutsche
DE601466C (de) Vorrichtung zum Foerdern langgestreckter, nicht rollbarer Gueter, z. B. Gleisschienen
DE2017106A1 (en) Under - fired walking beam furnace
DE3842290C1 (en) Heating furnace for billets, ingots, slabs, rough strips and similar products to be heated
DE1703224C3 (de) Taktweise arbeitende Mehretagenpresse zur Herstellung von Spanplatten o.dgl
AT234612B (de) Gärschrank
DE744691C (de) Foerdervorrichtung fuer Waermebehandlungsoefen
DE1232996B (de) Industrieofenanlage zur Erwaermung metallischen Gutes
DE521838C (de) Tablettenordnungsverfahren
DE726756C (de) Vorrichtung zum maschinellen Zufuehren geschlossener Konservendosen
DE1113662B (de) Vorrichtung zum Beschicken und zum Entleeren von Plattentunneloefen
AT240236B (de) Durchschubtunnelofen
DE2710567A1 (de) Knueppelausstossvorrichtung