DE1947995C - Sarg - Google Patents
SargInfo
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- DE1947995C DE1947995C DE19691947995 DE1947995A DE1947995C DE 1947995 C DE1947995 C DE 1947995C DE 19691947995 DE19691947995 DE 19691947995 DE 1947995 A DE1947995 A DE 1947995A DE 1947995 C DE1947995 C DE 1947995C
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Description
Stand der Technik
Aus der deutschen Patentschrift 885 598 ist es bekannt,
Särge aus Pappe herzustellen. Bei den bekannten Särgen muß der Boden das gesamte Gewicht der
im Sarg liegenden Leiche tragen. Daher ist es erforderlich, den Boden entsprechend stabil und dick
auszubilden. Dies bringt erhebliche Materialkostcn und ein erhöhtes Gewicht mit sich. Von besonderer
Bedeutung sind diese Gesichtspunkte dann, wenn der Sarg aus einem einstückigen Pappezuschnitt hergestellt
wird, da in diesem Falle die Seiten- und Stirnwände die gleiche Dicke wie der Boden aufweisen.
Die obigen Überlegungen gelten in gleichem Umfang für eine weiterhin bekannte Vorrichtung (Patentschrift
Nr. 8 296 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Berlin) entsprechend dem Oberbegriff
des Hauptanspruchs, bei der der Körper des Sarges aus zwei ineinandergefügten Pappschalen besteht.
Aufgabe
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, einen Sarg zu schaffen, der
leicht an Gewicht und auf einfache Weise herstellbar ist.
Vorteile
Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß nicht mehr der Boden allein, sondern vor allem das
Gurtband das Gewicht der im Sarg, liegenden Leiche aufnimmt und auf die Seitenwände überträgt. Der
Boden kann also sehr viel dünner ausgebildet werden. Dies führt zu einer beträchtlichen Material- und
Gewichtsersparnis, und zwar wirken sich diese Vorteile unabhängig davon aus, ob der Sarg aus einem
einstückigen Zuschnitt oder aus mehreren Ein/elteilen
hergestellt wird.
Mit dem Sarg nach Anspruch 2 kommt man zu einer besonders günstigen Verteilung des zu tragenden
Gewichtes über die gesamte Länge der Seitenwände des Sarges. Auch dies trägt dazu bei. die
Konstruktion leichter auszugestalten.
Bei Ausgestaltung des Sarges nach Anspruch 3 ist angestrebt, bei der Erd- oder Feuerbestattung nur
minimale Reste zurückzulassen.
Bei dem Sarg nach Anspruch 5 bietet sich die vorteilhafte
Möglichkeit, das aufzunehmende Gewicht über das Gut (hand direkt auf seitlich am Sarg angeordnete
Außenhandgriffe zu übertragen.
Bei einer Feuerbestattung ist es von Bedeutung, daß der Sarg einen wesentlichen Anteil des Brennmaterials
liefert, das zum Entflammen der Leiche erforderlich ist. Auch soll der Sarg eine entsprechend
lange Brenndauer besitzen. Die Gasbrenner können dann nämlich soweit zurückgestellt werden, wie es
gerade zur Aufrechterhaltung der Verbrennung ausreicht. Es wurde gefunden, daß der Sarg nach Anspruch
6 den genannten Anforderungen genügt.
Im Sarg nach Anspruch 7 läßt sich das Gurtband sehr einfach und sicher in einem Boden ausreichender
Stabilität festlegen.
Darstellung der Erfindung
Der erfindungsgemäße Sarg soll im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert
werden. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf die Bauteile des Sarges, F i g. 2 eine Teilansicht eines teilweise zusammengebauten
Sarges,
Fig. 3 eine Teilansicht eines Sargdeckels,
F i g. 4 eine perspektivische Ansicht eines zusammengebauten Sarges mit teilweise abgebrochenen
Teilen und
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines vollständig zusammengebauten Sarges mit aufgesetztem
Deckel.
Der Sarg enthält einen Boden 1 und zwei Seitenwandungen 2 sowie zwei Stirnwände 3, die getrennt
aus Tri-Wall-Material hergestellt sind. Bei diesem Material handelt es sich um Wellpappe mit drei
Wellpappenschichten, wobei eine äußere Schicht dünner als die anderen beiden Schichten ist. Diese
Wellpappe ist wasserdicht und weist eine Gesamtdicke von etwa 12 bis 13 mm (Va Zoll) auf. Die Seiten-
und Stirnwände 2 bzw. 3 sind auf Stoß mit dem Boden 1 verbunden und liegen außerhalb des Bodens
1. Die Verbindung erfolgt durch einen wasserfesten schnelltrocknenden Klebstoff. Die Bänder 4
(F i g. 2) in Form von Klebebändern verlaufen längs der Innen- und Außenkanten und dienen zur Verstärkung.
Die Kanten des Bodens 1 können mit einem
Füllmittel gefüllt sein, so daß eine verbesserte Oberflache für den Klebstoff entsteht und die Kanten bearbeitet
weiden können, um bcispielssveise die genaue Größe des Bodens zu erzielen. Auch einige der
Kanten der Seiten- und Stirnwände 2 bzw. 3 können in ähnlicher Weise behandelt sein.
Jede Seitenwand 2 ist mit einer Reihe von Faltlinien
5 ve. sehen, an denen die Wand entsprechend gelaltet und umgebogen werden kann, so daß sie der
Kontur des Bodens 1 folgen kann, der die übliche aus Fi«. 1 in Draufsicht erkennbare Form aufweist.
Die Stirnwände3 sind an die Seitenwände 2 angestoßen
und die rauhen Kanten werden mit einem iiichtge/.eichneten Klebeband überdeckt. Man kann
gegebenenfalls auch eine Gehrungsverbindung vorsehen. Der für die Seiten- und Stirnwände! bzw. 3
verwendete karton ist so geschnitten, daß die Kehlungen
vertikal beim fertigen Sarj; verlaufen, wie sich
aus Ι·' ι g. 4 entnehmen läßt.
Der Boden 1 besteht aus zwfi Schichten 1 a des
wasserfesten Wellkartons, wobei die Kehlungen oder Wellungen dieses Kartons quer /.um Sarg verlaufen.
Die Schichten 1 α weisen einen Abstand auf und sind durch eine Vielzahl von Querrippen 6 im Abstand
gehalten, die ebenfalls aus Karton bestehen, bei dem es sich um festen oder Wellpappenkarton handeln
kann. Wenn der Doppeiboden 1 hergestellt ist, werden drei Gurtbänder 7 zwischen die beiden Schichten
1 α und in annäherndem gleichen Abstand längs des Bodens eingesetzt. Jedes dieser Gurtbänder weist
eine solche Länge auf, daß es sich teilweise über eine Seitenwandung 2, über den Boden 1 zwischen den
beiden Schichten 1 α und teilweise über die andere Scitenvvandung erstreckt. Jedes Gurtband 7 ist an den
Seitenwandungen und an einer Bodenschicht 1 α festgeklebt.
Die oberen Kanten der Seitenwände 2 sind über
ihre Längserstreckung ausgefräst und mit hölzernen Einsätzen 8 versehen, die an ihrer Stelle durch einen
Klebstoff gehalten werden. Jeder Einsatz nimmt Schrauben zur Befestigung eines Sargdeckels 9
(F i ι». 3 und 5) auf. Die Holzeinsätze 8 liefern außerdem Befestigungsflächen für Innenauskleidungen
(,Fig. 4), welche durch Büge! oder doppelseitige,
druckempfindliche Klebebänder befestigt werden. Die Auskleidung besteht aus einem Kopfpolster 10 und
Kantenbortenil, die durch eine Watterolle 12 abgepois*ert
sind, sowie aus der eigentlichen Ausfütterung 13.
Der Deckel 9 besteht ebenfalls aus dem Tri-Wnll-Material
und ist an den Kanten ur Aufnahme von Holzeinsätzen 14 atisgefräst, so 11 eine verbesserte
F.ndkante und BefestigungsfiäclK für den normalen Randwulst 15 entsteht, der über den gesamten Rand
vorgesehen ist. Eine Zierleiste 16 ist an der Bodenkante des Sarges vorgesehen. Die Köpfe der den
Deckel 9 befestigenden Schrauben sind mit Schmuckkappen 17 (Fig. 5) abgedeckt.
Der Sarg weist die übliche Form auf, und infolge-
dessen verjüngt sich der Boden 1 zu jedem Ende hin und die Seitenwandungen 2 sind sowohl in Querrichtung
als auch in Längsrichtung schräg gestellt. Die aufeinandertreffenden Kanten der Seiten- und Stirnwände
2, 3 sind winkelig gestellt, so daß sie sich der
Kontur oder Form des Sarges anpassen und die Abmessungen des Sarges sind auf den aufzunehmenden
Leichnam angepaßt, wie es allgemein üblich ist.
Die AußenoberlVachen des zusammengebauten Sarges und Deckels sind r . einer Grundfarbe über-
zogen, so daß ein glattes Aussehen entsteht und die auf der Oberfläche "des Wellpappkartons ersichtlichen
kleinen Rippen verschwinden. Schließlich werden die Oberflächen in rot oder grau oder in einer anderen
Farbe beflockt und der Sarg wird mit Handgriffen 18 (Fig. 5) versehen.
Der fertige Sarg ist außerordentlich biegesteif, aber dabei leicht und die Gurtbänder 7 liefern eine Verstärkung,
so daß in jedem Falle das Gewicht jedes Leichnams ohne weiteres bewältigt werden kann.
Jegliche Körperflüssigkeit wird wegen der wasserdichten Eigenschaften des verwendeten Materials im
Sarg zurückgehalten. Alle bei der Konstruktion des Sarges verwendeten Materialien, mit Ausnahme von
Schrauben, falls man nicht Holzschrauben vorzieht, versetzen sich entweder bei der Erdbestattung oder
bei der Feuerbestattung, und infolgedessen erfüllt der Sarg die durch die Behörden festgelegten Vorschriften.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform ragen die Handgriffe 18 durch die Seitenwände 2 und sind an
den Gurtbändern 7 befestigt, so daß bei zufälliger Benutzung der Handgriffe zum Anheben des Sarges
keine Beschädigung desselben auftreten kann, weil das Gewicht des Leichnams unmittelbar von den
Gurtbändern auf die Handgriffe übertragen wird. Die HandgriiTe 18 könr^n auch die Form von Quasten
aufweisen, die an den Enden der in diesem Falle freien Gurtbänder 7 durch nicht gezeichnete Schnallen
od. dgl. aus Faser oder anderem geeigneten Ma-
5c terial befestigt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. S.:r■.·. rmi einem Hoden sowie Seiten- und
Stirnwänden aus wasserdichter Pappe, g"Vennz e i c Ii η e t liur c h ein inneres, schlingenartiges
Ciurtband (7) aus anfänglich, d. h. beim Zusammenbau des Sarges biegsamem Material, das sich
über den Boden (1) und mindestens einen Tei! der Seitenwände (2) erstreckt sowie an den Seitenwänden
(2) befestigt ist.
2. Sarg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Gurtbänder (7) vorgesehen
sind.
3.. Sarg nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet,
daß das Gurtband (7) ein Gewebeband oder ein druckempfindliches Klebeband ist.
4. Sarg nach jinem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurc.i gekennzeichnet, daß jedes Gurtband (7) an den Seitenwänden (2) mit Hilfe eines Klebebandes
befestigt ist.
5. Sarg nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtband (7) jeweils
durch die Innenbefestigung von Aiißenhandgrillen
(18) an den Seitenwänden (2) befestigt ist.
(■>. Sarg nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (1) und die Seiten- (2) und Stirnwände (3) aus mehrlagiger
Wellpappe bestehen.
7. Sarg nach Anspuich 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der tJoJ>>n(l) aus wenigstens zwei
Schichten (1«) von Wellpappe besteht, wobei das
Gurtband (7) zwischen den Schichten (I α) verläuft.
8. Sarg nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten (1 a) durch Verstärkungsrippen
(6) im Abstand gehalten sind.
°. Sarg nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Guitbund(7)
auch am Boden (1) des Sarges angeklebt oder in anderer Weise befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691947995 DE1947995C (de) | 1969-09-23 | Sarg |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691947995 DE1947995C (de) | 1969-09-23 | Sarg |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1947995A1 DE1947995A1 (de) | 1971-04-15 |
| DE1947995B2 DE1947995B2 (de) | 1973-02-22 |
| DE1947995C true DE1947995C (de) | 1973-09-06 |
Family
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