DE1944373A1 - Wiederaufladbare gasdichte Zelleneinheit mit Messfuehler-Elektrode und Ladevorrichtung - Google Patents
Wiederaufladbare gasdichte Zelleneinheit mit Messfuehler-Elektrode und LadevorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine neue gasdichte Zelleneinheit für schnelle Aufladung und eine neue Ladevorrichtung hierzu.
Beim Aufbau gasdichter wiederaufladbarer Zelleneinheiten
besteht die übliche Praxis darin, die Zellen so auszubilden, daß entweder die positive Elektrode vorgeladen ist
oder eine geringere Kapazität, bezogen auf die Kapazität der negativen Elektrode, besitzt, so daß die positive Elektrode
ihre volle Ladung vor der negativen Elektrode erreicht. Bei der Annäherung an die volle Ladung entwickelt die positive
Elektrode Sauerstoffgas. Wenn die Ladegeschwindigkeit
nicht zu hoch ist, dann verbraucht die negative Elektrode das Sauerstoffgas so schnell, wie es gebildet wird, und wird
bei diesem Gasverbrauch proportional dem Verbrauch entladen. Daher kann eine gasdichte Zelleneinheit unbeschränkt lange
mit einer niedrigen Aufladegeschwindigkeit geladen werden,
ohne daü sich ein übermäßiger Innendruck entwickelt, da das
an der positiven Elektrode entwickelte Sauerstoffgas beständig durch die negative Elektrode verbraucht wird und bei
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dem Verfahren die negative Elektrode unterhalb ihrer vollen Ladung gehalten wird, so daß kein Wasserstoffgas freigesetzt
wird.
Seit langem ist man sich bewußt, daß es erwünscht ist, gasdichte Zelleneinheiten zu haben, die schneller geladen werden
können, ohne daß sich ein Innendruck aufbaut. Ein Lösungsweg zur Erhöhung der Ladegeschwindigkeiten hat darin
bestanden, daß man in eine gasdicht verschlossene Zelleneinheit eine Säuerstoff-Rekombinationselektrode eingefügt
hat, so daß der an der positiven Elektrode freigesetzte Sauerstoff schneller verbraucht werden kann. Die Rekombinationselektrode
wird typischerweise mit der negativen Elektrode elektrisch verbunden, so daß die letztere, indem sie
als Gegenelektrode wirkt, auf einer geringeren Ladung als
der vollen Ladung gehalten wird.
Obwohl Rekombinationselektroden den Sauerstoff schneller
verbrauchen als negative Elektroden, hat die Tendenz der Rekombinationselektroden, sich bei relativ niedrigen Partialdrücken
des Sauerstoffs zu sättigen, die mit Sicherheit erreichbare maximale Ladegeschwindigkeit beschränkt. Beispielsweise
wird eine typische gasdicht verschlossene Zelleneinheit,
die eine Kombinationselektrode enthält, anfangs mit einer großen Ladegeschwindigkeit aufgeladen, bis der
Strom zwischen der Rekombinationselektrode und der negativen Elektrode einen vorbestimmten Wert erreicht. Zu diesem Zeitpunkt
wird die Aufladung entweder beendet oder auf eine geringere Aufladegeschwindigkeit gesenkt. Der Nachteil besteht
darin, daß der Strom, welcher zwischen der Rekombinationselektrode und den negativen Elektroden fließt, ein Maximum
erreicht, während sich der Innendruck der Zelle noch auf einem relativ niedrigen Wert befindet. Demgemäß wird die
gasdicht verschlossene Zelleneinheit während eines unverhältnismäßig großen Teils des Ladezyklus auf einer relativ
geringen Ladegeschwindigkeit gehalten. Das Problem der
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vorzeitigen Umschaltung auf eine geringe Ladegeschwindigkeit
wird weiterhin verstärkt in den Fällen, wo die gasdicht verschlossene Zelleneinheit unter Bedingungen aufgeladen
wird, die dazu neigen, die Sauerstoffentwicklung an der positiven Elektrode weit vor dem Erreichen der vollen
Ladung zu bewirken, wie z.B. bei einer Aufladung bei erhöhten
Temperaturen.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine neue gasdicht verschlossene wiede rauf ladbare Zelleneinheit zu liefern,
die in der Lage ist, bei einer größeren Aufladegeschwindigkeit, sicher und zuverlässig geladen zu werden.
Es ist weiterhin eine Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung zur schnellen Aufladung einer gasdicht verschlossenen Zelleneinheit
in kontrollierter Weise zu liefern.
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben in einem Aspekt dadurch
erreicht, daß eine wiede rauf ladbare gasdicht verschlossene Zelleneinheit, die ein verschlossenes Gehäuse
mit einer inneren Kammer umfaßt, und isoliert im Abstand voneinander angeordnete elektronisch leitende Teile besitzt,
die positive und negative Anschlußmittel für die gasdicht verschlossene Zelleneinheit bilden. Wiederauf ladbare
positive und negative Platten sind im Innern der inneren Kammer angeordnet. Die positiven und negativen Platten
sind einzeln jeweils mit den positiven und negativen Anschlußpunkten verbunden. Poröse Scheidervorrichtungen isolieren
elektrisch die positiven und negativen Platten von der Berührung miteinander. Ein in dem porösen Scheider enthaltener
Elektrolyt verbindet die positiven und negativen Platten ionisch leitend miteinander. Es können im gewünschten
Falle Sauerstoffrekombinationselektroden vorgesehen werden, von denen eine Hauptoberfläche den porösen Scheider
in ionisch leitfähiger Verbindung mit dem Elektrolyten berührt und eine andere Hauptoberfläche einer gashaltigen
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Zone der inneren Kammer ausgesetzt ist. Erfindungsgemäß besitzt
die Zelleneinheit in der gashaltigen Zone eine Meßfühlervorrichtung,
welche ein Signal zur quantitativen Anzeige des Sauerstoffpartialdruckes in der Zone erzeugt. Die
Meßfühlervorrichtung schließt eine Sauerstoff-Reduktionsvorrichtung
zum Entfernen gasförmigen Sauerstoffs aus der gashaltigen Zone ein, welche eine Hauptfläche in Kontakt mit
dem Schalter und dem Elektrolyten besitzt und deren andere Hauptfläche einen nicht-porösen anhaftenden hydrophoben Polymerfilm
aufweist. Eine Hauptoberfläche ist der gashaltigen Zone zugewandt, um die Sauerstoffdiffusionsgeschwindigkeit
k aus der gashaltigen Zone zu der Sauerstoffreduktionsvorrich-
tung, welche eine Funktion des Sauerstoffpartialdruckes ist,
auf eine Geschwindigkeit unterhalb der maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit
durch die Vorrichtung zur Sauerstoffreduktion
zu halten. Indem das von der Meßfühlervorrichtung erzeugte Signal mit geeigneten Vorrichtungen zur Überwachung
des Stroms verbunden wird, kann der Sauerstoffpartialdruck in der Zelle bestimmt werden und die Aufladegeschwindigkeit
entsprechend eingerichtet werden.
Nachstehend folgt anhand der Abbildungen eine Beschreibung einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.
' Figur 1 ist eine Ansicht einer gasdicht verschlossenen Zel
leneinheit gemäß der Erfindung.
Figur 2 ist eine Schaltzeichnung einer Anordnung für gesteuerte
Sehnelladung.
Figur 3 ist eine Schaltzeichnung einer modifizierten Anordnung
für gesteuerte Sehnelladung.
Die Figur 1 zeigt eine gasdicht verschlossene Zelleneinheit
100. Die Zelleneinheit ist mit einem Gehäuse 102 ausgestattet, das einen dicht damit verbundenen Deckel 104 besitzt.
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Die negativen und positiven Anschlußanordnungen 106 und 108 sind jeweils abgedichtet in den Deckel 104 eingefügt. Der
mit Gewinde versehene Anschlußzapfen der Anschlußanordnung 106 ist mit seinem unteren Ende abgedichtet in einen Isolations-Abstandshalter
112 eingefügt, der dicht mit dem Deckel 104 verbunden ist. Bei 114 ist der Anschlußzapfen elektrisch
mit. den Stromsammlern 116 der negativen Platten 118 verbunden. Ein Auflagering 120 ist teilweise in der oberen Oberfläche
des Abstandshalters eingebettet und eine Rändelschraube
122 ist auf das obere Ende des Anschlußzapfens aufgeschraubt.
Die positive Anschlußanordnung 108 ist identisch zur negativen Anschlußanordnung 106; sie ist jedoch mit den
Stromsammlern 12.". der positiven Platten 125 verbunden. Wie üblich, sind die positiven und negativen Platten ineinandergeschachtelt
und durch poröses Scheidermaterial 124 von der Berührung miteinander isoliert, das auch noch die äußere
Peripherie der Platten umgibt. Das Scheidermaterial 124 ist
porös und hält durch Kapillarkraft den Elektrolyten in dem Material, um eine ionische Leitung zwischen den Platten zu
erhalten.
Die Sauerstoff-Rekombinationselektroden 126 können gewünschtenfalls an jedem Ende der positiven und negativen Platten
angeordnet werden. Die Rekombinationselektroden werden so befestigt, daß eine Hauptoberfläche in Berührung mit dem
Scheidermaterial 124 und dem darin enthaltenen Elektrolyten steht, welches den Endteil der positiven und negativen Platten umgibt.
Ein poröser Träger 130 für die Sauerstoffreduktion ist so
angebracht, daß eine Hauptoberfläche in Kontakt mit dem
elektrolythaltigen Scheidermaterial steht, das über der Fläche der angrenzenden negativen Platte 118 liegt. Die verbleibende Hauptoberfläche des Trägers 130 für die Sauerstoffreduktion ist gänzlich bedeckt durch einen festhaftenden
nicht-porösen Film 132 (ein Teil des Films ist in der
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Figur 1 weggelassen, lediglich um den Träger freiliegend zu
zeigen). Der Träger 130 und der Film 132 bilden zusammen eine Meßfühlerelektrode 134. Ein Anschlußstreifen 136 verbindet
den Träger 130 elektrisch mit einem Anschlußzapfen 138 der Anschlußanordnung 140 für die Meßfühlerelektrode.
Der Verbindungsstreifen 136 ist mit einem elektrischen Isolierschlauch
142 ausgestattet. Das untere Ende der Anschlußanordnung 140 für den Meßfühler ist dicht mit dem Deckel
verbunden und wird durch den Isolator-Abstandshalter 144 isoliert in einem Abstand von dem Deckel gehaltert. In der
" oberen Oberfläche des Abstandshalters 144 ist ein Auflagering 146 eingebettet und am oberen Ende des Anschlußzapfens
138 ist eine Rändelschraube 148 aufgeschraubt.
Aus der vorliegenden Beschreibung ist ersichtlich, daß das Gehäuse, der Deckel und die Anschlußanordnungen zusammenwirken,
um ein gasdicht verschlossenes Gehäuse für die Zelleneinheit zu bilden und eine innere Kammer zu definieren,
in der die positive, die negative, - wenn gewünscht, die Rekombinationselektrode - und die Meßfühlerelektrode enthalten
sind. Der nicht durch die Elektroden, das Scheidermaterial, den Elektrolyt und verschiedene Verbindungsstreifen
ausgefüllte Teil der inneren Kammer wird beim Zeitpunkt des Zusammenbaus der Zelle durch Luft ausgefüllt und wird
nachstehend als gashaltige Zone der inneren Kammer bezeichnet. Um zu ermöglichen, daß die äußeren Oberflächen der
Rekombinationselektroden und der Meßfühlerelektrode für das Gas in dem Gehäuse frei zugänglich sind, ist zwischen die
äußeren Oberflächen dieser Elektroden und die innere Oberfläche des Gehäuses ein grobes Drahtnetz 150 eingefügt. Das
Drahtnetz 150 ist mit großen Öffnungen ausgebildet, um jede Kapillaranziehung für den Elektrolyten in dem Separatormaterial
124 auf einem Minimum zu halten.
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Die positiven und negativen Platten und auch das Scheidermaterial
können aus den üblicherweise bei gasdichten verschlossenen wiederaufladbaren Zelleneinheiten verwendeten
Materialien ausgewählt werden. Der Elektrolyt kann irgendein konventioneller wäßriger Elektrolyt sein, entweder sauer oder
basisch. Wenn beispielsweise die gasdicht verschlossene Zelleneinheit
mit positiven Platten aus Nickel oder Silber und mit negativen Platten aus Cadmium oder Zink aufgebaut wird,
dann ist der Elektrolyt typischerweise 5 bis 9 normales
Kalium- oder Natriumhydroxid. Alternativ kann die gasdicht verschlossene Zelleneinheit eine wiederaufladbare Blei-Säurezelle
sein mit Platten aus Blei und Bleioxyd und mit Schwefelsäure als Elektrolyt.
Die Sauerstoff-Rekombinationselektrode kann die Form einer
beliebigen konventionellen Sauerstoff-Rekombinationselektrode
oder Brennstoffzellenelektrode aufweisen, die mit einem wäßrigen oder einem Ionenaustauscherelektrolyt verwendet werden
kann. Eine wirksame Brennstoffzellenelektrode, die als Sauerstoff-Rekombinationselektrode
mit oder ohne poröse hydrophob ische Beschichtung auf der Gasseite verwendet werden
kann, ist in dem U.S. Patent 3 297 484 beschrieben. Für den Betrieb der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit unterhalb
0°C wird es vorgezogen, die Rekombinationselektrode aus einer porösen gesinterten Metallplatte zu bilden, die mit
einem Elektrokatalysator beladen ist. Solche Elektroden sind beispielsweise die in der deutschen Patentanmeldung
P 18 14 701.8 beschriebenen Elektroden, in denen ein teilchenförmiges
elektrokatalytisches Material und ein hydrophobes Material innig einen Träger mit engen Poren durchsetzen
und dadurch eine hochleistungsfähige hydrophobe Elektrode mit geringem Innenwiderstand gebildet wird. Als
Träger können beispielsweise Platten aus gesintertem Metall oder Streckmetall verwendet werden und als Katalysatoren
können die bekannten Elektrokatalysatoren angewendet werden. Beispielsweise ergab sich bei der Prüfung von
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Rekombinationselektroden aus gesinterten Metallplatten mit einer Plattenporosität von 85% bei einer Temperatur von
-25°C ein Absinken der Elektrodenpolarisation von etwa 0,2 V
2 bei einer Stromdichte von 100 mA/cm , verglichen mit durch
Polytetrafluoräthylen verfestigten Elektroden, die vergleichbare
Beladungen mit Elektrokatalysator aufwiesen, obwohl Versuche bei Umgebungstemperaturen vergleichbare Leistungen
zeigten. Demgemäß werden für den Aufbau gasdicht verschlossener Zelleneinheiten nach der Erfindung, die bei Temperaturen
unterhalb 0 C betrieben werden sollen, gesinterte Metallplatten als Rekombinationselektroden vorgezogen, in
denen die Platte eine Porosität im Bereich von 70 bis 90 %
™ besitzt.
Die erfindungsgemäße Meßfühlerelektrode hat einen völlig
neuartigen Aufbau, da sie in einer Weise betrieben werden soll, die bisher in dem Stand der Technik noch nicht in
Erwägung gezogen wurde. Der Träger wird vorzugsweise aus einem Material wie Nickel, Kobalt, Gold, Spinell, Kohlenstoff
oder aus einem der Metalle Platin, Osmium, Iridium d.h. aus einem Material, welches in der bei der Anwendung
herrschenden Umgebung oxidativ stabil ist und welches eine gewisse Fähigkeit zur Sauerstoffreduktion aufweist - gebildet.
Der Träger ist mit Öffnungen versehen, um zu ermöglichen, daß der Sauerstoff mit dem Elektrolyten auf seiner
Oberfläche in Berührung kommen kann. Der Träger kann aus irgendeiner konventionellen porösen Konstruktion bestehen,
beispielsweise eine gesinterte Metallplatte, eine gelochte
Platte, ein gewebtes Netz oder ein Strecknetz usw. sein. Da der Träger, verglichen mit einer Rekombinationselektrode,
nur winzige Sauerstoffmengen reduzieren muß, ist es nicht notwendig oder auch nur zu bevorzugen, daß der Träger die
hohen spezifischen Oberflächen aufweist, wie sie für Brennstoffzellenelektroden
und Rekombinationselektroden charakteristisch sind. Bei Rekombinationselektroden sind die
höchsten praktisch erzielbaren Sauerstoff-Rekombinationsgeschwindigkeiten erwünscht, und diese stehen in einer
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direkten Beziehung zur verfügbaren Oberflächengröße des
Elektrokatalysators. infolgedessen ist es in einer konventionellen
Sauerstoffverzehrelektrode nicht ungewöhnlich, daß der Elektrokatalysator in einem geometrischen Oberflä-
2
chenbereich von 1 cm auf einer Hauptfläche der Elektrode
chenbereich von 1 cm auf einer Hauptfläche der Elektrode
2 eine Oberfläche von 10 oder mehr m aufweist. Im Gegensatz dazu wird für die Meßfühlerelektrode die Verwendung von
Trägern mit Oberflächengrößen bevorzugt, wie sie den geometrischen
Abmessungen des Trägers entsprechen. D.h. es wird die Verwendung des Trägermaterials in einer massiven, nichtporösen Form bevorzugt. Beispielsweise werden Platinmetalle
und Gold bevorzugterweise in Form der hellen massiven Metalle
verwendet, anstelle der in hohem Maße teilchenförmigen und/
oder porösen typischen schwarzen Formen, die für die Verwen-" dung in Brennstoffzellen und Rekombinationselektroden bevorzugt
werden. Im Falle von Nickel, welches für die Sauerstoff
reduktion etwas weniger aktiv ist als die Platinmetalle, wird ein Träger in Form einer gesinterten Metallplatte bevorzugt
.
Wie bereits beschrieben, steht eine Hauptoberfläche des porösen
Trägers in Berührung mit dem Scheidermaterial zwecks einer innigen Berührung mit dem Zellenelektrolyten. Die verbleibende
Hauptoberfläche ist gegenüber der sauerstoffhaltigen
Zone der inneren Kammer durch einen nicht-porösen hydrophoben Polymerfilm abgedeckt, der fest daran haftet.
Fluor-Kohlenstoffpolymere werden bevorzugt, da sie höchsthydrophob
sind und gleichzeitig die Sauerstoffdiffusion
durch sie hindurch mit relativ hohen Diffusionsgeschwindigkeiten
gestatten. Beispielhafte geeignete Fluor-Kohlenstoffpolymere schließen ein Polyhexafluorpropylen, Polyvinylidenfluorid, Polychlortrifluoräthylen, Polytetrafluoräthylen
(nachstehend PTFE genannt). Von den Fluor-Kohlenstoffpolymeren wird PTFE deswegen bevorzugt, weil es hohe Hydrophobizität und eine hohe Sauerstoff-Permeabilität besitzt. Der
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hydrophobe Charakter ist deswegen wünschenswert, weil dadurch
die Benetzung der Oberfläche durch den Elektrolyten auf ein Miniraum gebracht wird, welche sonst zu irreführenden"
niedrigen Signalwerten der Meßfühlerelektrode führen würde,
da der Sauerstoffdiffusionsweg zu dem Träger in gleichem
Maße durch den Oberflächenelektrolyt erhöht werden könnte.
Eine hohe Permeabilität für Sauerstoff ist deswegen erwünscht, weil dadurch die Verwendung dickerer Filme zur Erzeugung
einer vorgegebenen Diffusionsgeschwindigkeit möglich ist und damit die Wahrscheinlichkeit für feine Löcher oder
k ähnliche Diskontinuitäten verringert wird, gegen die bei
sehr dünnen Filmen Vorkehrungen getroffen werden müssen.
Der Film ist an der Oberfläche des Trägers fest haftend, um
eine seitliche Sauerstoffwänderung auf den Träger längs
seiner gemeinsamen Berührungsfläche mit dem Film zu verhindern,
wie sie eintreten würde, wenn der Film einfach an dem Träger anliegen würde. Ein bevorzugtes Verfahren zur
Anbringung des Films an dem Träger besteht darin, daß der Film bei einer erhöhten Temperatur unterhalb der Sintertemperatur
des Polymers gegen den Träger gepreßt wird. Beispielsweise wurde bei PTFE-Filmen eine zufriedenstellende
2 Verbindung mit Drücken im Bereich von etwa 550 bis 800 kg/cm
F (8000 bis 12 000 psi) bei Temperaturen von 3 50 bis 360°C
und einer Zeitdauer von 40 Minuten erreicht. Dabei ist die
Tatsache zu berücksichtigen, daß sowohl die Temperaturen und Drucke zur Herstellung der Haftverbindung als auch die Dauer
der Pressenbehandlung miteinander verknüpfte Parameter sind, die einer beträchtlichen Variation unterliegen. Der Film
wird porenfrei ausgebildet, um den maximalen Wert der Sauerstof fdiffusion auf einem Wert unterhalb der maximalen Fähigkeiten
des Trägers zur Reduktion von Sauerstoff zu halten. Die Sauerstoffdiffusionsgeschwindigkeit in den üblichen
Betriebsdruckbereichen von gasdicht verschlossenen Zelleneinheiten,
etwa 0,3 bis 2 ata (5 bis 30 psia), sind direkt proportional zu der Elektrodenfläche und der Druckdifferenz
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-It-
an dem Film und sind umgekehrt proportional der Filmdicke. Es wird jedoch bevorzugt, daß der Film der Meßfühlerelektrode
eine Diffusionsgeschwindigkeit des Sauerstoffs zwischen
10 bis 10 Mol/Sekunde pro cm Oberfläche der Meßfühlerelektrode
und ,pro etwa 0,07 at Druckdifferenz in der Zelle
besitzt.
Nachstehend wird unter Bezug auf die dargestelle Zelleneinheit
100 die Anwendung der Erfindung beschrieben. Zur Erleichterung der Beschreibung wird dazu angenommen, daß
sich die Zelle 100 ursprünglich im entladenen Zustand befindet und daß der Druck im Inneren der Kammer des Zellengehäuses
etwa gleich dem Druck außerhalb des Gehäuses ist. Eine Ladevorrichtung mit hoher Ladegeschwindigkeit kann zwischen
der positiven Anschlußanordnung 108 und der negativen Anschlußanordnung 106 angeschlossen werden. Es ist zu beachten,
daß die Rekombinationselektroden 126 durch die Verbindungsstreifen
128 elektrisch mit dem Zellengehäuse verbunden sind. Die Rekombinationselektroden werden dann dadurch
mit den negativen Platten verbunden, daß man eine elektrische Verbindung mit dem Gehäuse und der negativen
Anschlußanordnung 106 herstellt, vorzugsweise über einen Strombegrenzungswiderstand (nicht gezeigt).
Die Anschlußanordnung 140 für den Meßfühler wird mit der negativen Anschlußanordnung 106 durch eine geeignete Vorrichtung
zur Stromüberwachung verbunden. In der einfachsten Form können die Anschlußpunkte für die Meßfühlerelektrode
und den negativen Pol durch ein Amperemeter miteinander verbunden
sein, das unmittelbar in Druckwerten geeicht ist, so daß der Ladestrom verringert werden kann, um die gasdicht
verschlossene Zelleneinheit in den vorgegebenen Druckgrenzen zu halten, indem man einfach das Amperemeter überwacht.
Selbstverständlich kann eine automatische Regelung des Ladestroms als inverse Funktion des Meßfühlerstroms durch irgendeine
der vielen konventionellen Techniken erreicht werden.
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Beispielsweise kann ein Zungenrelaisschalter, der von dem
Strom zwischen der Meßfühlerelektrode und den negativen
Elektroden gesteuert wird, dazu verwendet werden, in die
Aufladungsschaltung einen zusätzlichen Widerstand einzuschalten und dadurch den Ladestrom zu verringern.
Beim Aufladen der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit mit einer hohen Ladegeschwindigkeit kann eine gewisse Menge
Sauerstoff freigesetzt werden. Anfänglich liegt die Sauerstoffentwicklungsgeschwindigkeit
weit unterhalb des Sättigungswertes der Rekombinationselektroden 126. Da die Rekombinationselektroden
in der Lage sind, Sauerstoff aus der gashaltigen Zone der inneren Kammer mit einer größeren Geschwindigkeit
abzuziehen als Sauerstoff gebildet wird, tritt anfänglich keine wesentliche Drucksteigerung in der gasdicht
verschlossenen Zelleneinheit auf. Die Meßfühlerelektrode
reduziert gleichlaufend damit einen verhältnismäßig geringen Bruchteil des Sauerstoffes; ohne eine Erhöhung des
Sauerstoffpartialdruckes in der inneren Kammer bleibt jedoch
der Strom zwischen der Meßfühlerelektrode und den negativen Elektroden auf einem unteren Wert.
Indem sich die gasdicht verschlossene Zelleneinheit ihrer
vollen Ladung nähert, beschleunigt sich die Sauerstoffentwicklung durch die positiven Platten 125 in einem solchen
Ausmaße, daß die Rekombinationselektroden den Sauerstoff nicht mehr mit einer ausreichenden Geschwindigkeit abziehen
können, um ein Ansteigen des Sauerstoffpartialdruckes in der inneren Kammer zu verhindern. Die Geschwindigkeit der
Sauerstoffdiffusion durch den nicht-porösen Film 132 und der Sauerstoffreduktion durch den Träger 130 erhöhen sich
proportional mit der Erhöhung des Sauerstoffpartialdruckes. Der Film wirkt so, daß er dem Träger Sauerstoff mit einer
Geschwindigkeit zuführt, die unterhalb der maximalen Fähigkeit des Trägers zur Sauerstoffreduktion liegt. Demgemäß
bleibt der Strom zwischen der negativen Elektrode und der
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Meßfühlerelektrode sogar bei den maximalen Betriebsdruckwerten proportional zu dem Wert des Innendrucks der gasdicht
verschlossenen Zelleneinheit. Dies steht in einem ausgeprägten Gegensatz zu dem Strom zwischen der negativen und der
Rekombinationselektrode, welcher bei einem Innendruck weit unterhalb des maximalen Arbeitsdruckes ein Maximum oder einen
Sättigungswert erreicht.
Die Größe des Stroms zwischen der Meßfühlerelektrode und den negativen Elektroden ergibt eine bequeme Überprüfungsmöglichkeit für den Innendruck der gasdicht verschlossenen
Zelleneinheit und gestattet es, mit Sicherheit eine große Aufladegeschwindigkeit solange zu verwenden, bis die Zelle
einen Arbeitsdruckwert erreicht, der dem maximal zulässigen
inneren Druck sehr nahe kommt. Die Aufladung mit einer geringen Geschwindigkeit - d.h. die Aufladung bei einer Geschwindigkeit,
welche die Entwicklung des Sauerstoffs mit einer Geschwindigkeit veranlaßt, die niedriger ist als die
Geschwindigkeit, mit der Sauerstoff durch die Rekombinationselektroden abgezogen werden kann - wird daher in ihrer Zeitdauer
stark abgekürzt oder kann gänzlich beseitigt werden. Die Sauerstoff-Rekombinationselektroden ziehen aus der gashaltigen
Zone der inneren Kammer weiter Sauerstoff ab, nachdem die Aufladung beendet ist, so daß zu dem Zeitpunkt, an
dem die gasdicht verschlossene Zelleneinheit bei der Verwendung entladen wird, der Innendruck wieder weit unter dem
maximal zulässigen Druck liegt und damit ist eine Wiederholung der schnellen Aufladung mit ausreichender Sicherheit
bei aufeinanderfolgenden Lade-Entlade-Zyklen möglich.
Automatische Anordnungen zur Steuerung der Aufladegeschwindigkeit
als Funktion des Stroms der Meßfühlerelektrode sind in den Figuren 2 und 3 abgebildet. In Figur 2 ist eine Schaltung
200 schema tisch dargestellt, die aus einer gasdicht
verschlossenen Zelleneinheit 202, welche mit der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit 100 identisch sein kann, sowie
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aus einer Stromquelle 204 für hohe Ladegeschwindigkeiten und einer Steuerung 208 für die Ladegeschwindigkeit besteht.
In der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit 202 sind schematisch
die positive Elektrode 208, die negative Elektrode 210, die Rekombinationselektrode 21.2 und die Meßfühlerelektrode
214 gezeigt. Die positive Elektrode 208 ist unmittelbar mit der Stromquelle 204 für die Aufladung verbunden.
Die Rekombinationselektrode 212 ist über einen Widerstand
216 mit der negativen Elektrode 210 verbunden. Die Meßfühlerelektrode 214 und die negative Elektrode 210 sind mit der
Steuerung 206 für die Aufladegeschwindigkeit verbunden. Die
Steuerung 206 verbindet die Meßfühlereiektrode 214 mit der
negativen Elektrode 210 über einen Widerstand 218 und eine Spule 220, welche die Spule eines Zungenrelais sein kann.
Die normalerweise geschlossenen Kontakte 222 des Relais verbinden die negative Elektrode 210 direkt mit der Stromquelle
204. Die normalerweise geöffneten Kontakte 224, die in Reihe mit einem Widerstand 226 liegen, überbrücken die Kontakte
222.
Beim Betrieb wird der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit
202 aus der Stromquelle 204 für die Aufladung über die normalerweise geschlossenen Kontakte 222 der Steuerung 206 für
die Aufladungsgeschwindigkeit ein hoher Ladestrom zugeführt.
Während des Hauptteils der Aufladung hält die Rekombinationselektrode 212 den Druckwert in der gasdicht verschlossenen
Zelleneinheit auf einem niedrigen Wert. Mit der Annäherung an die volle Aufladung erhöht sich der Druck in der gasdicht
verschlossenen Zelleneinheit. Dies erhöht den Strom zwischen
der Meßfühlerelektrode 214 und der negativen Elektrode 210. Wenn der Strom einen vorgegebenen Wert entsprechend einem
vorgegebenen maximalen Druckwert der Zelleneinheit erreicht, dann öffnet die Spule 220 die Kontakte 222 und schließt die
Kontakte 224. Dies schaltet den Widerstand 226 in Reihe mit der.gasdicht verschlossenen Zelleneinheit in der Ladeschaltung und verringert die Aufladungsgeschwindigkeit auf einen
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Wert, an dem Sauerstoff mit einer niedrigeren Geschwindigkeit
freigesetzt wird, als er durch die Rekombinationselektrode reduziert wird. Die gasdicht verschlossene Z- lleneinheit
erhöht dann mit einer geringeren Ladegeschwindigkeit ihre Ladung bis zum vollen Wert.
Die Figur 3 veranschaulicht eine Aufladeschaltung 300, die
identisch ist mit der Aufladeschaltung 200, mit Ausnahme der Steuerung 306 für die Aufladegeschwindigkeit. In dieser
Schaltung ist die Meßfühlerelektrode 214 an die Basis eines
PNP-Transistors 308 angeschlossen und über einen Widerstand 310 an die negative Elektrode der gasdicht verschlossenen
Zelleneinheit. Die Basis des Transistors 308 ist an den
negativen Anschlußpol der Stromquelle 204 für die Ladung angeschlossen. Der Kollektor des Transistors 308 ist ebenfalls an den negativen Pol der Ladequelle 204 angeschlossen.
Der Emitter des Transistors 308 ist mit der Basis eines zweiten PNP-Transistors 314 verbunden. Der Emitter des Transistors
314 ist mit der negativen Elektrode 210 der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit verbunden und der Kollektor
ist mit dem negativen Pol der Ladequelle verbunden.
Bei der Verwendung der Anordnung tritt bei einer Druckerhöhung in der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit ein kleines
Potential über dem Widerstand 310 auf, das dem zwischen der Meßfühlerelektrode 214 und der negativen Elektrode 210 fliessenden
Strom proportional ist. Diese Potentialerhöhung verursacht, daß die Basis des Transistors 308 geringfügig positiver
gegenüber dem Emitter wird, so daß der Emitter-Kollektorstrom des Transistors 308 verringert wird. Dies veranlaßt
wiederum, daß die Basis des Transistors 314 positiver bezüglich ihres Emitters wird und steuert den Emitter-Kollektorstrom
durch den Transistor 314, welcher den Ladestrom für die gasdicht verschlossene Zelleneinheit darstellt.
Der Vorteil der Steuerung 306 für die Ladegeschwindigkeit besteht darin, daß sie in der Lage ist, den Aufladestrom
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umgekehrt proportional zu dem zwischen der negativen Elektrode 210 und der Meßfühlerelektrode 214 fließenden Strom
zu steuern.
Zur Veranschaulichung der praktischen Anwendung des erfindungsgemäßen
Systems dient das nachstehende Ausführungsbeispiel. Mehrere gasdicht verschlossene Nickel-Cadmium-Zelleneinheiten
wurden ähnlich der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit 100 hergestellt. Jede Zelleneinheit
wurde mit 11 negativen und 10 positiven Platten und mit Scheidermaterial aus gewebtem Nylon und einem Elektrolyten entsprechend der üblichen Praxis versehen, der 31
Gew.% Kaliumhydroxyd enthielt. Die Zelleneinheiten wurden
so bemessen, daß sie eine nominelle Kapazität von 6 Amperestunden besaßen. Jede Zelleneinheit enthielt zwei Rekombinationselektroden
mit den Abmessungen 1,5 χ 5,0 cm aus einer gesinterten Nickelplatte mit einer Dicke von etwa 0,3 mm
(11 mil) und einer Porosität von 85,4 %. Die Platte wurde
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mit 5,00 mg/cm Platinschwarz beladen und mit einer porösen
mit 5,00 mg/cm Platinschwarz beladen und mit einer porösen
ο Oberflächenbeschichtung aus PTFE von 1,20 mg/cm versehen.
Dazu wurde ein neu entwickeltes Verfahren verwendet, bei dem ein feinzerteiltes, teilchenförmiges elektrokatalytischaktives
Material zunächst in einem flüssigen Medium dispergiert wurde. Das flüssige Medium mit dem dispergierten Material
wurde dann an eine Hauptfläche der gesinterten Nickelplatte, der eine Vielzahl von Öffnungen mit einem mittleren
Durchmesser von weniger 1/10 der Trägerstärke aufwies, herangebracht.
Die Öffnungen führten von einer Hauptfläche zu einer zweiten gegenüberliegenden Hauptfläche. Der Umgebungsdruck
an der zweiten gegenüberliegenden Hauptfläche wurde dann im Vergleich zu dem an der ersten Hauptfläche herrschenden
Druck herabgesetzt und das flüssige Medium wurde solange im Kreis durch die Nickelplatte geführt, bis sich
die gewünschte Beladung mit elektrokatalytisch aktive« Material
in den Poren angesammelt hatte. Die Nickelplatte wurde mit einem in einem flüssigen Dispersionsmittel mitgeführten
Hydrophobierungsmittel imprägniert und anschliessend
erhitzt, um das flüssige Dispersionsmittel
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auszutreiben und die Porenöffnungen zu hydrophobieren. Die Meßfühlerelektrode für jede Zelleneinheit besaß eine Ober-
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fläche von 9,8 cm .
fläche von 9,8 cm .
Die gasdicht verschlossenen Zelleneinheiten wurden dann geprüft,
um festzustellen, ob sie für eine Anwendung geeignet sind, die einen Lade-Entlade-Zyklus von 90 Minuten erfordert
- 60 Minuten Aufladung und 30 Minuten Entladung. Aus den Prüfungen ergab sich, daß die gasdicht verschlossenen
Einheiten bei einer Änderung der Zellentemperaturen zwischen
' -20 und 40°C in der Lage waren, eine Entladung bis zu 75 %
während jedes Lade-Entladezyklus auszuhalten. Es wurde gefunden,
daß der Innendruck der gasdicht verschlossenen Zelleneinheiten unterhalb einem Wert von etwa 2 ata (30 psia)
gehalten werden konnte.
Ein Vergleich mit den durch PTFE gebundenen Rekombinationselektroden aus Platin, wie sie in dem obengenannten U.S.
Patent 3 297 484 offenbart sind, mit den Rekombinationselektroden auf der Basis einer gesinterten Platte zeigte bei
Umgebungstemperaturen und darüberllegendeη Temperaturen
eine vergleichbare Leistung. Es wurde jedoch festgestellt, daß die Rekombinationselektroden auf der Basis einer gesinterten
Platte bei Temperaturen unterhalb O0C auffallend
überlegen waren. Es wird angenommen, daß dies auf die grosse
re η Porenöffnungen zurückzuführen ist, welche bei diesen niedrigen Temperaturen eine größere Sauerstoffdiffusion gestatten.
Eine Anzahl von verschiedenen Meßfühlerelektroden wurde überprüft,
und es wurde gefunden, daß sie einen Meßstrom liefern, der in einer direkten Beziehung zu den Innendruckwerten
steht. In den meisten Fällen verlief der Strom der Meßfühle relektrodeη linear oder fast linear mit den Drucken.
Es wurden beispielsweise Meßfühlerelektroden aus porösen,
Nickelplatten mit einer Stärke von etwa 0,5 mm (20 mil) und
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Porendurchmessern von 4 bis 7 Mikron hergestellt, die eine
Porosität von 80 % besaßen. Sie wurden in verschiedenen
Ausführungen mit nicht-porösen PTFE-Filmen mit einer Stärke von etwa 0,025 mm, 0,013 mm und 0,006 mm (1 mil, 0,5 mil
und 0,25 mil) beschichtet. Der 0,025 mm (1 mil) starke Film wurde mit dem Träger unter Verwendung eines Preßdruckes von
etwa 800 kg/cm2 (12 000 psig) bei etwa 35O°C (672°F) während
etwa 45 Minuten verbunden. Zur Verbindung des 0,013 mm (0,5
2 mil) starken Films wurden etwa 540 kg/cm (8 000 psig) bei
etwa 35O°C (672°F) während etwa 60 Minuten und bei den
ο 0,006 mm (0,25 mil) starken Filmen etwa 400 bis 540 kg/cm
(6 000 bis 8 000 psig) bei etwa 35O°C (672°F) während etwa
60 Minuten verwendet. Scheiben aus Aluminiumfolie, die dazu verwendet wurden, um das Anhaften der Filme an dem Preßstempel
zu verhindern, wurden in Kaliumhydroxyd gelöst. Es wurde beobachtet, daß eine lineare oder fast lineare Charakteristik
in dem gesamten erwünschten Betriebsdruckbereich
von etwa 0,3 bis 2 ata (5 bis 30 psia) und einem Temperaturbereich von -10° bis 35°C erreicht werden konnte. Die Widerstände
zwischen den Anschlußpunkten für die Meßfühlerelektrode
und für die negativen Elektroden wurden zwischen 10 und 200 Ohm variiert. In einigen Zellen wurde die Größe der
ο
Meßfühlerelektrode auf 0,86 cm verringert. Eine lineare und fast lineare Charakteristik wurde auch bei diesen Meßfühlerelektroden mit verringerter Fläche festgestellt. Es wurde eine sehr lange Betriebszeit von über 750 Lade-Entlade-Zyklen erreicht. Danach wurden die Zyklen abgeschlossen und die Zelleneinheiten zeigten dabei immer noch zufriedenstellende Potentiale am Ende der Entladung, d.h. mehr als 0,8 Volt.
Meßfühlerelektrode auf 0,86 cm verringert. Eine lineare und fast lineare Charakteristik wurde auch bei diesen Meßfühlerelektroden mit verringerter Fläche festgestellt. Es wurde eine sehr lange Betriebszeit von über 750 Lade-Entlade-Zyklen erreicht. Danach wurden die Zyklen abgeschlossen und die Zelleneinheiten zeigten dabei immer noch zufriedenstellende Potentiale am Ende der Entladung, d.h. mehr als 0,8 Volt.
Andere für die Meßfühlerelektroden verwendete Träger waren: ein 5 Ni 10-3/0 Netz, ein 100 χ 100 mesh Goldnetz aus etwa
0,08 nun (3 mil) starkem Draht aus Reingold, ein etwa 0,25 mm
(10 rail) starkes Streckmetall-^Tantalnetz, das mit einer etwa
0,006 mm (0,25 mil) starken Schicht aus glänzendem Platin
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bedeckt war und in einer abgewandelten Form das Platin nur auf einer Oberfläche aufwies. Beim Betrieb mit den oben bei
der Nickelplatte angegebenen Parameter-Grenzwerten wurde festgestellt, daß in allen Fällen ein Strom zwischen der
Meßfühlerelektrode und der negativen Elektrode erzielt werden konnte, der in einer unmittelbaren Beziehung; zu dem inneren
Druckwert in der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit stand. Es wurde sowohl eine lineare als auch eine fast lineare
Charakteristik erzielt.
Obwohl im vorstehenden die Erfindung zur Erläuterung in
einer bevorzugten Ausführungsform, nämlich der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit 100, beschrieben wurde, kann
selbstverständlich die durch die Erfindung gegebene technische Lehre auf jede konventionelle wiederaufladbare gasdicht
verschlossene Zelleneinheit mit einem wäßrigen Elektrolyten angewendet werden und ist nicht beschränkt auf die im einzelnen
beschriebene Zellenkonstruktion. Beispielsweise kann die Erfindung auf gasdicht verschlossenen Zelleneinheiten
angewendet werden, in denen eine Vielzahl von Zellen in einem gemeinsamen gasdicht verschlossenen Gehäuse enthalten sind,
so daß eine gemeinsame gashaltige Zone definiert wird. Die Anordnung der Meßfühlerelektrode im Innern der Innenkammer
kann nach Wunsch variiert werden, solange die Elektrode so angeordnet wird, daß eine Hauptfläche der Elektrode in Berührung
mit der gashaltigen Zone der Innenkammer steht. Beispielsweise kann es bei einer Zellenkonstruktion, die anstelle
flacher Elektrodenplatten spiralförmig gewundene Platten besitzt, wünschenswert sein, die Meßfühlerelektrode im
Innern der spiralförmig gewundenen Platten anzubringen. Entweder die Meßfühler- oder die negative Elektrode kann unmittelbar an den Zellengehäuse angebracht sein. Alternativ
können alle Elektroden mit getrennten Anschlußpunkten versehen werden. Anstelle der im einzelnen beschriebenen Steuerungen für die Aufladegeechwindigkeit können andere konventionelle Anordnungen verwendet werden, die in der Lage
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sind, einen ersten Strom proportional zur Erhöhung eines
zweiten Stroms in einer äquivalenten Weise zu begrenzen.
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Claims (4)
1. Wiederaufladbare gasdicht verschlossene Zelleneinheit
mit einem gasdicht verschlossenen Gehäuse, und wiederaufladbaren positiven und negativen Platten in dem Gehäuse,
dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Meßftihlervorrichtung (134) zur Erzeugung eines Signals
proportional dem Sauerstoffpartialdruck in der gashaltigen Zone des Gehäuses (102) besitzt, die eine Sauerstoffreduktionsvorrichtung
zur Abziehung des gasförmigen Sauerstoffs aus der gashaltigen Zone in dem gasdicht verschlossenen
Gehäuse besitzt, wobei diese Sauerstoffreduktionsvorrichtung eine Hauptoberfläche aufweist, die mit
den Scheidern (124) der Zelleneinheit (100) und dem Elektrolyten
in Berührung steht und einen nicht-porösen hydrophoben Polymerfilm (132) hat, der fest an einer weiteren
Hauptoberfläche der Sauerstoffreduktionsvorrichtung haftet.
2. Wiederaufladbare gasdicht verschlossene Zelleneinheit
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht-poröse hydrophobe Polymerfilm (132)
ein Fluor-Kohlenstoffpolymerfilm ist.
3. Wiederaufladbare gasdicht verschlossene Zelleneinheit
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der nicht-poröse hydrophobe Polymerfilm (132) ein Polytetrafluoräthylenfilm ist.
4. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Gehäuse (102) eine Rekombinationselektrodenvorrichtung (126) angeordnet ist,
deren eine Hauptoberfläche in Kontakt mit dem porösen
Scheider (124) und in ionisch leitender Verbindung mit dem Elektrolyten steht und deren andere Hauptoberfläche
einer gashaltigen Zone der inneren Kammer zugewandt ist.
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Anordnung gekennze ichnet durch die Kombination einer wie de rauf ladbaren gasdicht verschlossenen
Zelleneinheit (100), die Mittel (126) zur Rekombination
des Gases zur Verringerung des Innendrucks besitzt und eine Vorrichtung (134) zur Erzeugung eines Signals zur
quantitativen Anzeige des Sauerstoff part ialdruckes innerhalb der Zelleneinheit, eine Vorrichtung (204) zur Aufladung
der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit mit einer
maximalen Ladegeschwindigkeit, die zur Entwicklung von
Gas in der gasdicht verschlossenen Zelleneinheit mit einer Geschwindigkeit geeignet ist, welche die Kapazität der
Gasrekombinationsvorrichtung übersteigt, und eine Vorrichtung (206, 306) zur Steuerung der Ladevorrichtung
(204) zur Änderung der Aufladegeschwindigkeit umgekehrt
proportional zur Größe des Sauerstoffpartialdruck-Signals.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US75457668A | 1968-08-22 | 1968-08-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1944373A1 true DE1944373A1 (de) | 1971-03-04 |
Family
ID=25035409
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691944373 Pending DE1944373A1 (de) | 1968-08-22 | 1969-09-02 | Wiederaufladbare gasdichte Zelleneinheit mit Messfuehler-Elektrode und Ladevorrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3554804A (de) |
| DE (1) | DE1944373A1 (de) |
| FR (1) | FR2058623A5 (de) |
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1968
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1969
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2058623A5 (de) | 1971-05-28 |
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