DE1943175A1 - Tieftemperaturgeraet - Google Patents
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Description
Pcrfenicmwali
Fiankiuri/Main-1
Parksiiaße 13
Parksiiaße 13
INTERNATiOKAL RESEARCH & DEVELOPMENT COMPANY LIMITED
Newcastle upon Tyne 6, England
Tieftemperaturgerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Tieftemperaturgerät mit
einem Kryostat mit mindestens einem ein kryogenes Mittel enthaltenden
Innenteil sowie einem von dem Innenteil über einen evakuierten Raum getrennten Außenteil und mit einer das kryogene
Mittel auf einer gewünschten Tieftemperatur haltenden
Kühleinrichtung.
Durch die praktischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Tieftemperaturtechnik,
beispielsweise durch dynamoelektrische
Maschinen und Elektromagnete mit supraleitenden Wicklungen, ist es notwendig geworden, die Behälter zu verbessern, in
denen die tiefgekühlten Teile angeordnet sind. Derartige Tieftemperaturbehälter werden im allgemeinen Kryostate genannt.
In einem Kryostat werden die zu kühlenden Teile im allgemeinen auf einer Temperatur von wenigen Grad Kelvin gehalten.
Ein Kryostat weist im allgemeinen ein Innen- und Außengehäuse auf. Der Raum zwischen diesem Außen- und Innenteil .ist evakuiert.
Im Innenteil sind die auf der Tieftemperatur zu haltenden Teile angeordnet.
Um die Teile im Innenbehälter eines Kryostats auf der gewünschten
Tiefiemperatur zu halten, ist es bekannt, den Innenbehälter
oder das Innenteil mit einem kryogenen Mittel zu
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füllen, "beispielsweise mit flüssigem Helium. Flüssiges Helium
hat bei Normaldruck einen Siedepunkt von 4,2 0K. Um die Tieftenperatur
aufrecht zu erhalten, läßt man das kryogene Mittel durch eine Kühleinrichtung oder eine Kühlmaschine strömen, die
über kryogene Leitungen mit dem Kryostat verbunden ist. Kryogene Leitungen sind Rohre, die durch ein Vakuum isoliert sind.
'•Die Kühleinrichtung oder Kühlanlage kann zahlreiche Elemente
oder Sauteile aufweisen, beispielsweise einige'Wärmeaustauscher,
Gasadsorber, Expansionsmaschinen, kryogene Expansionsventile, Steuerventile und einen Kompressor. Die meisten dieser
* Elemente sind entweder mit den anderen Elementen oder mit dem Kryostat oder beiden verbunden. Es sind daher sehr viele Verbindungsleitungen
vorhanden, deren Verluste durch eine größere Kühlleistung kompensiert werden müssen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Länge und Anzahl der kryogenen Verbindungsleitungen so klein wie möglich zu
halten.
Dies wird bei dem eingangs beschriebenen Tieftemperaturgerät
nach der Erfindung dadurch erreicht, daß mindestens ein Teil der Kühleinrichtung innerhalb des evakuierten Raumes angeordk
net ist.
Das nach der Erfindung aufgebaute Tieftemperaturgerät hat
zahlreiche Anwendungsgebiete. Als Beispiel sei eine dynamoelektrische Maschine genannt. So ist in der britischen Patentschrift
1 133 724 eine dynamoelektrische Gleichpolmaschine mit einer Ständerwicklung aus Supraleitern beschrieben. Die /
Ständerwicklung erzeugt ein elektrisches Feld, das einen oder mehrere Strompfade in einem Läufer schneidet. So ist die Ständerwicklung
für eine Scheibenläufermaschine als supraleitende
Wicklung ausgebildet, die in einem ringförmigen Kryostat angeordnet ist. Der Kryostat enthält ein Außenteil in Form eines
ringförmigen Gehäuses und ein Innenteil in Form eines ring-
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förmigen Behälters, das innerhalb des Außengehäuses angeordnet
ist. Das Innenteil enthält die Wicklungsspulen und ein kryogenes
Mittel, in das die Spulen eingetaucht sind, um sie im
supraleitendem Zustand zu halten. Der Raum zwischen dem Außengehäuse
und dem Innenbehälter ist evakuiert.
Nach den Lehren der Erfindung wird das ringförmige Außengehäuse der beschriebenen elektrodynamischen Maschine so groß
•ausgebildet, daß die Elemente der Kühleinrichtung für das kryogene Mittel und die Verbindungsleitungen zwischen ihnen
innerhalb des evakuierten Raumes zwischen dem Außengehäuse und dem Innenbehälter angeordnet werden können. Dies kann beispielsweise
dadurch geschehen, daß die eine Seite des Außengehäuses aufgeweitet wird, so daß auf der einen Seite des Wicklungsbehälters
ein zusätzlicher ringförmiger evakuierter Raum entsteht.
Nach der bekannten britischen Patentschrift ist auch eine An-Ordnung
bekannt, bei der eine weitere supraleitende Abschirraspule, die einen größeren Durchmesser r*t als die Ständerwicklung,
in einem getrennten Kryostat die Stand er v/i el-: Iu ng umgibt.
Nach der Erfindung wird für beide Wicklungen, also für die Ständerwicklung und die Schirmspule, nur ein einziger Kryostat
mit einem einzigen ringförmigen Außengehäuse benutzt. Das Innere des Außengehäuses ist evakuiert und enthält die beiden
konzentrisch angeordneten Behälter für die Wicklungen. In dem weiter innen liegenden Behälter mit dem kleineren Durchmesser
ist die in ein kryogenes Mittel eingetauchte Statorwicklung und in dem weiter außen liegenden Behälter mit den
größeren Durchmesser die in ein kryogenes Mittel eingetauchte Schirnspule enthalten. Die Elemente der Kühleinrichtung und
die Verbindungsleitungen können nach der Erfindung in einem evakuierten ringförmigen Raum zwischen dem Außengehäuse und
den beiden Innenbehältern angeordnet sein, und zwar in der aus
der Wicklung und der Spule gebildeten Ebene.
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Nach einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein einziger Kryostat für zwei supraleitende Statorwicklungen in
einer Gleichpolmaschine mit Trommelläufer und Zwillingsspule
benutzt. Die beiden supraleitenden Wicklungen können ringför-rmig
se.in und den gleichen Durchmesser haben. Sie können längs derselben Achse in einem gewissen Abstand voneinander angeordnet
sein. Jede Wicklung ist in flüssiges Helium in einem zugeordneten Innenbehälter des Kryostats eingetaucht. Das Außengehäuse
des Kryostats umschließt die beiden Innenbehälter und die Elemente der Kühlanlage für das flüssige Helium. Diese
Kühlelemente können in dem evakuierten ringförmigen, zylindrischen Raum zwischen den beiden Wicklungsbehältern angeordnet
sein.
Wach einer v/eiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein ein
kryogenes Mittel enthaltendes Innenteil als das auf der tiefen Temperatur zu haltende Bauteil ausgebildet sein. Bei dem Innenteil
kann es sich beispielsweise um eine supraleitende Spule oder einen hohlen Leiter handeln, der dadurch gekühlt wird,
daß das kryogene Mittel direkt durch ihn geleitet wird. Das auf diese V/eise gekühlte Innenteil ist durch einen evakuierten
Raum von einem Außenteil getrennt. Falls das Innen- und Außenteil rohrförmig ausgebildet sind, können nach der Erfindung
in dem Außenrohr ein oder mehrere aufgeweitete Abschnitte vorgesehen
sein, die die Elemente der Kühleinrichtung für das kryogene Mittel aufnehmen, das durch das Innenteil strömt.-Die
Verbindungsleitungen sind ebenfalls in diesen aufgeweiteten Abschnitten enthalten.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Vergleich zu
herkömmlichen Tieftemperaturgeräten an. Hand von Figuren beschrieben.
Fig. 1 zeigt das Strömungsblockschaltbild eines herkömmlichen
Tieftemperaturgerätes.
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Pig. 2 zeigt das Strömungsblockschaltbild eines nach der Erfindung
ausgebildeten Tieftemperaturgerätes.
Pig. 3 zeigt das Strömungsblock,schaltbild eines weiteren
nach der Erfindung ausgebildeten Tieftemperaturgerätes.
Pig. 4 zeigt perspektivisch und im Schnitt einen Teil einer nach der Erfindung ausgeführten Anordnung zum Kühlen ·
der Ständerwicklung einer dynamoelektrischen Gleichpolmaschine mit Scheibenläufer .
Pig. 5 zeigt perspektivisch und im Schnitt eine nach der Erfindung
ausgebildete Anordnung zum Kühlen einer anders aufgebauten Ständerwicklung für eine dynamoelektrische
Gleichpolmaschine mit Scheibenläufer.
Pig. 6 zeigt perspektivisch und im Schnitt eine nach der Erfindung
ausgebildete Anordnung zum Kühlen der Ständerwicklung einer dynamoelektrischen Gleichpolmaschine mit
einem Trommelläufer.
Pig. 7 zeigt perspektivisch und im Schnitt eine dynamoelektrische Trommelläufer-Gleichpolmas chine mit einer gegenüber
Pig. 6 anders ausgebildeten Anordnung zum Kühlen der.Ständerwicklung.
Pig. 8 zeigt das Strömungsblockschaltbild der Kühlanordnung
für die in Pig. 7 gezeigte Maschine.
Pig. 9 ist eine geschnittene perspektivische Ansicht einer nach der Erfindung ausgebildeten Kühlanordnung für
Supraleiter.
Das in Pig. 1 gezeigte Tieftemperaturgerät weist eine herkömmliche
Anordnung mit einem Behälter 1 auf, in der irgendwelche Teile auf einer Temperatur um 4»5 0K gehalten werden.
Die Tiefteraperatur wird in dem Behälter 1 dadurch erreicht
und aufrecht erhalten, daß der Behälter mit einer hinreichen-
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Menge flüssigen Heliums gefüllt wird, in das die zu kühlenden
Teile eingetaucht sind, bei denen es sich beispielsweise um die supraleitende Standerwicklung einer dynamoelektrischen
Maschine handeln kann. Der Behälter 1 ist von einem Außenmantel
2 umgeben. Zwischen dem Außenmantel 2 und dem Behälter 1 befindet sich ein evakuierter Raum 3. Somit bildet der Behäl-%
ter 1 zusammen mit dem Mantel 2 einen Kryostat mit flüssigem Helium als kryogenes Mittel.
Eine Kühlanlage für das im Behälter 1 befindliche Helium enthält mehrere in einer Kältekammer 4 untergebrachte Elemente,
einen Kompressor und einen Vorratsbehälter für das flüssige Helium. Bei der Kältekammer 4 handelt es sich um einen weiteren
Kryostat mit- einem Innenraum, in dem die allgemein durch
den Block 5 bezeichneten Kühlelemente angeordnet sind. Der Innenraum der Kältekammer 4 ist wiederum von einem evakuierten
Isölationsraum 6 umgeben. Die im Block 5 enthaltenen Elemente
können Wärmeaustauscher, Expansionsmaschinen (mit Kolben oder
mit einem Läufer), Gasadsorber, um Verunreinigungen aus dem
Helium zu entfernen, und kryogene Expansionsventile, die von
der Außenseite der Kältekammer 4 betätigt werden können, enthalten.
Zur Betriebsweise dieses herkömmlichen Geräts sei erwähnt, daß gasförmiges Helium von der Kältekammer 4 zum Kompressor
strömt und wieder zurückgeleitet wird, und zwar über die Leitungen 7 und 8, für die keine Vakuumisolierung notwendig ist.
Zwischen der Kältekammer 4, dem Vorratsbehälter für flüssiges^
Helium und dem Behälter 1 hingegen strömt flüssiges oder gesättigtes
gasförmiges Helium, und zwar über Leitungen 9,10,11 und 12, die vakuumisoliert sein müssen. Ferner ist in der Leitung
10 ein vakuumisoliertes kryogenes Expansionsventil 13
erforderlich. Zur besseren Übersicht ist in der' Pig. 1 ein zwischen dem Behälter 1 und dem Außenmantel 2 angeordneter-Strahlungsschirm
weggelassen, der mit Helium gekühlt sein kann. Perner wurden die kryogenen Strömungsleitungen zwischen
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einem solchen Schirm und den Wärmeaustauschern in der Kältekammer
4 weggelassen.
Obwohl bei dem in Fig. 1 gezeigten Gerät die kryogenen Strömungs- oder Verbindungsleitungen bei der praktischen Ausführung
so kurz wie möglich gehalten werden, stellen sie dennoch eine zusätzliche Belastung für das Kühlsystem dar. Diese Leitungen
enthalten im allgemeinen ein dünnwandiges Innenrohr aus Metall oder Glas, das von einem Außenrohr umgeben ist. Der
Raum zwischen den beiden Rohren ist evakuiert. Derartige Rohrleitungen kann man nicht in Geräten benutzen, in denen Vibrationen
oder mechanische Stöße auftreten.
Die im Zusammenhang mit den kryo"genen Verbindungsleitungen auftretenden Nachteile werden bei dem Gerät nach der Erfindung
dadurch beseitigt, daß die Außenhaut des Kryostats, in dem die auf einer Tieftemperatur zu haltenden Teile oder Gegenstände
angeordnet sind, größer ausgebildet wird und daß der Hauptteil der Elemente der Kühlanlage innerhalb des evakuierten
Raumes zwischen dem Außenmantel und dem Innenbehälter des Kryostats angeordnet wird.
Die Pig. 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsfora der Srfinaur^.
Das dargestellte Gerät ist in der Lage, Teile oder Gegenstände auf einer Temperatur im Bereich zwischen 7 0K bis 12 0K zu halten.
Dazu wird als kryogenes Mittel innerhalb eine S'rlryos tat s
Heliumgas benützt. Der Kryostat enthält wiederum einen Innenteil
in Form eines Behälters 1, der grundsätzlich mit den in
Pig. 1 gezeigten Behälter 1 übereinstimmt und daher das gleiche Bezugs zeichen hat. In dem Behälter 1 kann sich eine supraleitende
Wicklung A einer dynamoelektrischen Kaschine befinden.
Das Außenteil 14 des Kryostats stellt ein hinreichend großes Gehäuse dar, sp daß der davon umschlossene Hohlraum die Kühl-
.elemente aufnehmen kann, die durch einen Block 15 angedeutet
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sind. Der Block 15 entspricht dem Block 5 in der Kältekammer
von Fig.. 1.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Anordnung kann man daher die Kältekammer
weglassen und die Verbindungsleitungen 16 und 17 zwischen
dem Behälter 1 und den durch den Block 15 dargestellten. Kühlelementen "brauchen nicht die oben beschriebenen vakuumisolierten
kryogenen Leitungen sein. Es handelt sich vielmehr bei den leitungen 16 und 17 um einfache Eohre aus einfachem
Material, beispielsweise Stahl. Diese Rohre befinden sich bereits im Vakuum, da sie in dem evakuierten Raum 18 angeordnet
sind, der den Behälter 1 und den Kühlelementenblock 15 umgibt.
Der Kompressor kann außerhalb des Außengehäuses 14 angeordnet sein, da es sich bei den Verbindungsleitungen 19 unu 20, die
das zwischen dem Kompressor und dem im Block 15 untergebrachten Kühlelementen hin- und herströmende gasförmige Helium
führen, um keine isolierten kryogenen Leitungen zu handeln braucht. ■
Steuereinrichtungen für etwaige innerhalb des Gehäuses 14 angeordnete Ventile, die man zwischen den Elementen des Kühlsystems
braucht, können vakuumdicht durch die Wandung des Gehäuses 14 geführt sein, Gewisse Kühlmaschinenelemente, beispielsweise
Expansionsmaschinen, die innerhalb des Gehäuses 14
angeordnet sind, benötigen Antriebsvorrichtungen. Die Antriebsmittel für diese Elemente können durch vakuumdichte
Führungen in den Wänden des Gehäuses 14 laufen. Dadurch wird gleichzeitig die Wartung der Antriebe erleichtert, da man das
Vakuum in dem Raum 18 beibehalten kann. Man kann daher die Wartung
de3 Kühlsystems vornehmen, ohne die gesamte Anlage abschalten zu müssen.
Die Fig. 3 zeigt eine v/eitere bevorzugte Aus führ ungs form der
Erfindung» Bei dieser Ausführungsform wird zum Kühlen flüssiges
Helium benutzt, um tiefe Temperaturen in der Größenordnung
von 4,5 0K zu erreichen. Bei dieser Anordnung ist außer den im
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Block 15 zusammengefaßten Kühlmaschinenelementen ein Vorratsbehälter
21 für flüssiges Helium innerhalb eines evakuierten
Außengehäuses 22 angeordnet.
Wie bei der Anlage nach Pig. 2 kann der Kompressor ebenfalls
außerhalb des Gehäuses 22 untergebracht sein, da die Verbindungsleitungen
23 und 24 lediglich gasförmiges Helium führen und daher keine Vakuumisolierung benötigen. Alle übrigen
Kühlmaschinenelemente, d.h. die Wärmeaustauscher, Expansionsmaschinen,
Adsorber und Ventile, die alle durch den Block 15 dargestellt sein sollen, ein kryogenes Expansionsventil 25,
der Vorratsbehälter 21 für flüssiges Helium und die Verbindungsleitungen
zwischen den einzelnen Bauteilen, können alle innerhalb des evakuierten Gehäuses 22 angeordnet sein, so daß
die Verwendung von vakuumisolierten kryogenen Verbindungsleitungen
nicht notwendig ist.
Das kryogene Expansionsventil 25 kann mittels einer Steuervorrichtung
26 betätigt werden, die vakuumdicht durch die Wand des Gehäuses 22 geführt ist. Pur andere Steuereinrichtungen
gilt das gleiche. Die Antriebsvorrichtungen für die Expansionsmaschinen
können genauso angeordnet sein, wie es bereits im Zusammenhang mit der in Fig. 2 beschriebenen Anordnung beschrieben
wurde.
Der Vorratsbehälter 21 für das flüssige Helium ist abgeschlossen
und vollkommen dicht und kann mit einer Berstdruckplatte ausgerüstet sein. Die Leitungen 28 und 29 sind Rückströmleitungen
für Heliumgas, das in dem Behälter 1 und dem Vorratsbehälter 21 verdampft ist. Es können noch Einrichtungen vorgesehen
sein, mit denen man dem Vorratsbehälter 21 flüssiges Helium entnehmen kann, das jedoch für andere Zwecke als zum
Kühlen der in dem Behälter 1 enthaltenen !eile verwendet wird. Ferner kann man das gezeigte Gerät an der Leitung 23 mit Heliumgas
nachfüllen. Die dazu notwendige Einrichtung ist in Pig. 3 ebenfalls nicht gezeigt,
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- ίο -
Strahlungsabschirmungen, die bei den in den Figuren 2 und 3 gezeigten Geräten die Behälter 1 umgeben können, sov/ie Einzelheiten
der kryogenen Steuerventile, die zum Betrieb des Gerätes erforderlich sein können, wurden der Einfachheit halberweggelassen.
Irgendwelche Trag- oder Stützνorrichtungen
für den Behälter 1, die durch den Block 15 dargestellten Kühlmaschinenelemente und den Vorratsbehälter 21 sind bei dem in
*Pig. 3 dargestellten Gerät nicht gezeigt. Diese Vorrichtungen
sind jedoch derart konstruiert, daß die Wärmeleitung zwischen den im Gehäuse 22 angeordneten Baueinheiten und dem Gehäuse
so klein wie möglich ist.
In den übrigen Figuren sind praktisch ausgeführte Anordnungen nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 4 zeigt eine ringförmige Ständerfeldwicklung 30 für eine
supraleitende dynamoelektrische Gleichpolmaschine mit Scheibenläufer
. Dabei ist die Wicklung 30 innerhalb eines ringförmigen Innenbehälters 1 angeordnet. Der Behälter 1 befindet sich
innerhalb eines ringförmigen Außengehäuses 31. Der nichtgezeigte Rotor ist außerhalb des Gehäuses 31, und zwar konzentrisch mit
dem Gehäuse angeordnet. ' "
Die Ständerwicklung 30 ist aus Supraleitern gewickelt. Damit
der supraleitende Wicklungsdraht supraleitfähig ist, muß er auf einer sehr tiefen Temperatur gehalten werden, beispielsweise
4,5 bis 12 0K, wie nach der Art des benutzten supraleitenden
Materials. Zu diesem Zweck wird der Behälter 1 mit flüssigem Helium gefüllt, so daß die Wicklung 30 in flüssiges Helium
eingetaucht ist. Ferner wird der Raum 32 zwischen dem Behäl- ;
ter 1 und dem Gehäuse 31 evakuiert.
Auf der einen Seite des Behälters 1 ist das Außengehäuse 31 nach der Erfindung aufgeweitet, um längs des Behälters 1 einen
ringförmigen Raum 33 zu bilden. Der Querschnitt des Raums 33
ist in der Fig. 4 durch eine strichpunktierte Linie angedeutet.
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Innerhalb dieses Raums 33 können die Kühlelemente angeordnet werden« die das Helium im Behälter 1 im flüssigen Zustand
halten.
Die gesamte Kühlanlage kann im wesentlichen nach der in Fig. 3 gezeigten Art aufgebaut sein. Danach sind die durch
den Block 15 dargestellten Kühlelemente und das kryogene Expansionsventil innerhalb des ringförmigen Hohlraums 33
untergebracht, wohingegen sich der Kompressor außerhalb des Gehäuses 31 befindet. Obwohl man den ringförmigen Raum 33
hinreichend groß machen kann, so daß der Vorratsbehälter für das flüssige Helium darin Platz finden würde, ist der Vorratsbehälter
vorzugsweise in einem besonderen, entsprechend geformten, vergrößerten Abschnitt des Gehäuses 31 untergebracht,
beispielsweise im unteren Gehäuseabschnitt.'
Fig. 5 zeigt eine andere Kühlanordnung für die in Fig. 4
dargestellte Maschine. Es ist jedoch eine weitere supraleitende Wicklung 34 vorgesehen, die konzentrisch zur Wicklung
30 ausgebildet ist. Die Wicklung oder Spule 34 dient zum Entmagnetisieren des die Wicklung 30 umgebenden Magnetfeldes.
Nach der Erfindung können sowohl die Wicklung 30 als.auch die Spule 34 von einem einzigen ringförmigen Gehäuse 31 mit einem
rechteckigen Querschnitt umgeben sein. Ein ringförmiger Zwischenraum
35» dessen Querschnitt durch eine Schraffur angedeutet
ist, nimmt die Kühlelemente auf. Die Spule 34 kann in ihrem eigenen ringförmigen Behälter 36 in flüssigem Helium
eingetaucht sein. Der Raum 32 ist ebenfalls evakuiert. Ferner kann innerhalb des Gehäuses 31 ein weiterer Raum vorgesehen
sein, und zwar in einer der Seitenwände, wie es in bezug auf Fig. 4 beschrieben ist.
Die in Fig. 6 gezeigte Anordnung nach der Erfindung enthält zwei koaxiale supraleitende, ringförmige Ständerfeldwicklungen
37 und 38 für eine dynamoelektrische Gleichpolmaschine mit Trommelläufer. Die beiden Ständerfeldwicklungen 37 und
38 können jeweils in ihrem eigenen Behälter 39 bzw. 40 in
flüssiges Helium eingetaucht sein. Ein evakuiertes Außengehäuse 41 kann die beiden Behälter 39 und 40 umschließen.
Innerhalb des Außengehäuses 41 befindet sich zwischen den Behältern 39 und 40 ein ringförmiger Raum 42, der in der
Figur schraffiert dargestellt ist und der die Kühlelemente aufnehmen kann. Weitere koaxiale Wicklungen können vorhanden
sein.
In der Pig. 7 ist im einzelnen eine weitere nach der Erfindung
ausgebildete Anordnung dargestellt, und zwar eine dynamoelektrische Gleichpolmaschine mit Trommelläufer und mit
ψ zwei koaxialen supraleitenden, ringförmigen Ständerfeldwicklungen,
die gekühlt sind. Die beiden supraleitenden ringförmigen Statorfeldwicklungen 43 haben den gleichen Durchmesser
und sind an den axial gegenüberliegenden Enden der Maschine angeordnet. In der Figur ist lediglich eine Wicklung sichtbar.
Jede Wicklung 43 ist innerhalb eines Behälters 44 gehaltert, der das Innenteil eines einzigen Kryostats für die
Maschine bildet. Der gemeinsame Außenteil des Kryostats enthält ein Gehäuse 45 mit zwei zylindrischen Endabschnitten 45a
und 45c und einen tastenförmigeri Mittenabschnitt 45b.
• In der Darstellung nach Fig. 7 ist der Trommelläufer nicht
gezeigt. Der Läufer wäre in dem hohlzylindrischen Abschnitt " 45d des Außengehäuses angeordnet und würde von lagern unterstützt
werden, die in den beiden Stirnrahmen der Maschine gehaltert wären.
Die Wicklung 43 ist innerhalb des Behälters 44 von einem kryogenen Mittel umgeben, beispielsweise von flüssigem Helium.
Der Raum zwischen jedem Behälter 44 und dem Gehäuse 45 ist evakuiert. Strahlungsabschirmungen 47 sind in dem evakuierten
Raum zwischen dem Behälter 44 und dem Gehäuse 45 angeordnet, um die Wärmestrahlung zwischen den Behältern und
dem Gehäuse so klein wie möglich zu halten. ·
Die Xühlelemente sind innerhalb des kastenförmigen Mittenabschnitts 45b des Gehäuses angeordnet. Um welche Elemente es
009831/0893 v
sich dabei handelt kann man dem in Pig. 8 gezeigten StrÖ-mungsflußdiagramm
der Kühlmaschine entnehmen.
Die in Fig. 8 gezeigte Kühlmaschine v/eist einen Kompressor
48 auf, der außerhalb des Gehäuses 45 der in Pig. 7 dargestellten Maschine angeordnet ist. Die folgenden Elemente
sind vollkommen oder teilweise im Gehäuse 45 untergebracht:
1. Ein erster Hauptwärmeaustauscher 49·
2. Ein Gasadsorber 50, der vor allem Sauerstoff und Stickstoff adsorbiert.
3. Eine erste Expansionsturbine 51.
4. Ein der Turbine 51 zugeordneter Wärmeaustauscher 52.
5. Ein zweiter Hauptwärmeaustauscher 53.
6. Eine zweite Expansionsturbine 54.
7. Ein der Turbine 54 zugeordneter Wärmeaustauscher 55.
8. Ein Neonadsorber 56.
9. Ein den kryogenen Expansionsventilen zugeordneter Wärmeaustauscher
57.
10.Ein Strömungssteuerventil 58.
11.Ein kryogenes Expansionsventil 59>
das im allgemeinen Joule-Thompson-Ventil genannt wird.
12.Ein weiteres kryogenes Expansionsventil 60.
13.Ein Vorratsbehälter 61 für flüssiges Helium..
Wenn den Peldspulenbehältern 44» die in Pig. 8 lediglich durch einen einzigen Block dargestellt sind, flüssiges
Helium zugeführt wird, dann wird auch die Warmestrahlabschirmung
47 über leitungen 62 und 63 mit flüssigem Helium versorgt.
Plansche 64 tragen vorzugsweise die Kühlelemente. Die Plansche 64 sind am Gehäuse 45 angeschraubt} so daß man die
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zusammen mit .den Kühlelementen sehr leicht aus dem Gehäuse
herausnehmen kann. Die Verbindung zum Kompressor 48 erfolgt über eine Einlaßöffnung 65 und eine Auslaßöffnung 66 im
Plansch 64.
"Die der in Fig. 8 gezeigten Kühlanlage zugeordneten Steuerv
ventile sind nicht vollständig gezeigt. Der Hauptzweck solcher Ventile und Leitungen besteht jedoch darin, daß man
die einzelnen Stufen des Kühlsystems aufeinanderfolgend kühlen kann. Die Steuerventile 58 dienen dazu, um das verflüssigte
Helium entweder durch die Gehäuse 44 zu zirkulieren oder in dem Vorratsbehälter 61 zu speichern.
In Pig. 9 ist ein Supraleiter 67 dargestellt, der dadurch supraleitend gehalten wird, daß er innerhalb eines zylindrischen
Behälters 68 in flüssiges Helium eingetaucht ist. Der Behälter 68 ist konzentrisch innerhalb eines zylindrischen
Außengehäuses 69 untergebracht. In dem Raum zwischen dem zylindrischen Behälter 68 und dem Außengehäuse 69 wird ein
Vakuum aufrecht erhalten.
Nach der Erfindung weist das Gehäuse einen oder mehrere aufgeweitete
Abschnitte 70 auf, beispielsweise den in der Figur trommelartig aufgeweiteten Abschnitt. Der evakuierte Raum
innerhalb des Abschnitts 70 , der in der Figur eine Doppelschraffur
aufweist, ist ein Teil des zwischen dem Behälter und dem Gehäuse 69 evakuierten Raumes. In dem evakuierten
Abschnitt 70 des Gehäuses 69 kann man die Kühlelemente der
Kühlanlage unterbringen, die für den Behälter 68 das Helium verflüssigt.
Abweichend von der in Fig. 9 dargestellten Anordnung kann man den Supraleiter hohl ausbilden und das Kühlmittel durch
den Supraleiter strömen lassen, um ihn auf der gewünschten niedrigen Temperatur zu halten.
ORIGINAL INSPECTED 009831/0893
In diesem Pall braucht der Supraleiter nur von einem einzigen
Gehäuse umgeben sein. Der Raum zwischen dem Gehäuse und dem Supraleiter ist dann evakuiert. Ferner weist dieser Raum aufgeweitete
Abschnitte auf, die die Kühlelemente aufnehmen. Das Kühlmittel kann Helium sein.
Bei den in den Figuren 4 bis 9 beschriebenen Ausführungsbeispielen
der Erfindung wurde als kryogenes Mittel flüssiges Helium erwähnt. Anstelle von flüssigem Helium kann man aber
auch gasförmiges Helium benutzen, falls das gasförmige Helium in der Lage ist, das supraleitende Material auf einer
derart tiefen Temperatur zu halten, bei der Supraleitung auftritt. Die Erfindug soll jedoch nicht auf Geräte beschränkt
sein, die nur Supraleiter kühlen und kryogene Mittel benutzen. Man kann den Erfindungsgegenstand gleichermaßen zum Kühlen
von normalen elektrischen Leitern, also Nichtsupraleiterη benutzen,
um deren Leitfähigkeit bei tiefen Temperaturen zu verbessern.
ORiQfNAL IHSPECTBD
009831/0893
Claims (7)
1. ^Tieftemperaturgerät mit einem Kryostat mit mindestens
iem ein kryogenes Mittel enthaltenden Innenteil sowie einem
von dem Innenteil über einen evakuierten Baum getrennten Außenteil und mit einer das kryogene Mittel auf einer gewünschten
Tieftemperatur haltenden Kühleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der Kühleinrichtung innerhalb des evakuierten
Raumes angeordnet ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
" zeichnet, daß ein Speicherbehälter für das kryogene
Kittel ebenfalls innerhalb des evakuierten Raumes angeordnet
ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil in' Form
eines hohlen elektrischen Leiters, vorzugsweise aus supraleitendem
Material, ausgebildet ist.
4. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet-, daß das Innenteil einen elek-
. irischen Leiter, vorzugsweise aus supraleitendem Material, umschließt.
5. Gerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Leiter
die Feldwicklung einer dynamoelektrischen Maschine ist.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß ein weiteres Innenteil des Kryostats ·
eine weitere Wicklung umschließt, die das Magnetfeld der Feldwicklung abändert oder als Entmagnetisierungswicklung dient.
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7. Gerät nach. Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß der Kryostat grundsätzlich eine
zylindrische Form aufweist und zwei voneinander beabstandete ringförmige Innenteile enthält, daß jedes Innenteil eine
Feldwicklung einer dynamoelektrischen Maschine mit einem Trommelläufer
oder einem zylindrischen Läufer umschließt, daß die Feldwicklung aus supraleitendem Material hergestellt ist und
daß die Bauteile der Kühleinrichtung innerhalb des evakuierten Raumes zwischen den beiden Innenteilen angeordnet sind.
ORIGINAL INSPECTED
009831/0893
Leerseite
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