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Patentbeschreibung mit Patentansprüchen 1. Zweck der unter der Bezeichnung
C z a i k a M o t o r aneremeldeten Erfindung Durch eine neuartige Konstruktion
von Verbrennungsmotoren sollen Nachteile bisheriger Bauarten ausgeschaltet werden,
z. 33. die verhältnismäßig großen schwingenden Massen, wie T;urbelwelle und Pleuelstangen
beim Kolbenmotor, oder die notwendigerweise ungunstige keilförmige gestaltung der
Verbrennungsräume bei Drehkolbenmotoren (Wankelmotor). Weiterhin soll eine neue
Möglichkeit der Konstruktion von Verbrennungs motoren eröffnet werden, und Zwar
die Konstruktion von ventillosen Viertaktmotoren. Damit wird die einfache Bauart
des Zweitakters mit der Wirtschaftlichkeit des Viertakters verbunden, ohne daß ein
aufwendiges Bauelement, wie es eine Einspritzpumpe ist, erforderlich wird.
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2. Stand der heutigen Verbrennungsmotorentechnik Nach dem Stand der
heutigen Technik dominiert der Viertaktkolbenmotor, obwohl, wie schon oben erwähnt,
schwingende Massen durch weitere passen ausgewuchtet werden müssen. Die Verbrennungsturbine,
mir der einen heißen Verbrennungsseite, es fehlt der Wechsel von Verbrennung und
kalter Ladung, die einen erträglichen Xemperaturmittelwert erbeben, hat sich nur
auf einem begrenzten Gebiet (FluOtechnik) durchsetzen können. Del Zweitaktmotor
ist zwar einfach, aber der Gaswechsel durch Spülung ist mit Verlusten verbunden,
sofern man keine Einspritzpumpe verwendet.
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3. Technische Aufgabe, die durch die Erfindung Ges Ringzylindermotors
mit der Bezeichnung Czaika Motor gelöst werden soll.
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Die fast ideale Form des Verbrennungsraumes beim Kolben motor soll
erhalten bleiben. Trotzdessen soll dr Rotor die Laufruhe und Charakteristik eines
Drehkolbenmotors haben. Bas günstige Drehmoment des Kolbenmotors soll erhalten bleiben.
Ein energieverbrauchender Lrenmomentwandler soll nicht erforderlich sein. bIin
soll auch ventillos gebaut werden können.
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4. Beschreibung und Arbeitsweise des Ringzylindermotors.
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Kennzeichnend für diesen Motor ist, daß er nur einen, zu einem kreisförmigen
Ring gebogenen, Zylinder besitzt. Der Zylinder ist daher endlos. Befinden sich in
diesem Zylinder z. B. vier Kolben, so entspricht ein solcher Motor, wie sich nachfolgend
zeigen wird, dem bisherigen Begriff des Vierzylindermotors. Während in diesem Zylinder
zwei entgegengesetzt liegende Kolben eine kontinuierliche Kreisbewegung ausführen,
verzögert und beschleunigt das andere Kolbenpaar die Drehgeschwindigkeit, sodaß
im Zylinder Räume periodisch vergrößert und verkleinert werden. Der Motor arbeitet
(siehe schematische Zeichnungsdarstellung) wie folgt: Ringzylinder (1), Gehäuse
(2) und Zahnrad (3) sind feststehend. Wird die Welle (4) gedreht, an welcher der
Arm (5) befestigt ist, so führt das Zahnrad (6) um das Zahnrad (3) eine planetengleiche
Bewegung aus. Da das Ubersetzungsverhältnis der Zahnräder 2 : 1 ist, führt das Zahnrad
(6) bei einer Umdrehung um die Achse von Zahnrad (3) zwei Qzdrehungen um die eigene
Achse aus.
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Da Zahnrad (6) in der Bohrung der Kolbenscheibe (9) mit den kolben
A und B nur drehbar ist, Kolbenscheibe (lo) mit den Kolben C und D eine längliche
Aussparung besitzt, lassen sich die Kolbenscheiben und da.lit die Kolbenpaare gegeneinander
verschieben, wodurch die Hubräume entstehen. Die Verschiebung wird durch die Pleuelstange
(8) bewirkt, die einerseits am Kurbelzapfen (7) des Zahnrades (6) und andererseits
am ileuelstangenzapfen (17) der Kolbenscheibe (lo) angebracht ist.
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Wird lait dem Arm (5) eine Umdrehung ausgeführt, macht Zahnrad (6)
zwei Umdrehungen um die eigene Achse. Dadurch entsteht ein Hubraum (Ansaugen beim
Passieren des Ansaugschlitzes (11)), wird verkleinert (Sompression), erweitert sich
wieaer (Zündung durch Zündkerze (15), Arbeitstakt), verkleinert sich wieder (Ausstoßen
der Verbrennungsgase beim Passieren des Auspuffschlitzes (18)).
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Da dieses Arbeitsspiel nacheinander von jeweils zwei Kolbenflächen
ausgeführt wird, arbeitet der rotor in diesem Falle wie ein Vierzylindermotor. Da
alle vier Takte bei einer Umdrehul1Õ dr felle (4) mit Arm (5) und Zahnrad (6) ablaufen,
kann der Motor ohne Ventile gebaut werden.
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Zusammenfassung: Segmentkolben bewegen sich in einem Ringzylinder.
Da die Bewegung des Gegenkolbenpaares verzögert oder beschleunigt wird, entstehen
Hubräume, wobei ein Ansaugschlitz passiert wird (Füllung). Bei weiterer Drehung
erfolgen Kompression und Zündung, der Arbeitstakt, und beim Passieren des Auspuffschlitzes
das Ausstoßen der verbram,ten Gase.
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Da man bei der Konstruktion wohl Arm (5), Zahnrad (6), Pleuelstange
(8) sowie die Aussparung in Kolbenscheibe (lo) entgegengesetzt noch einmal ausführen
wird, hat der hotor praktisch keine Unwucht (ruhiger Lauf). ;Durch eine größere
Kolbenzahl können die Arbeitstakte im Zylinder je Umdrehung vervielfacht werden.
Das heißt, die Literleistung des No tors kann bei gleicher Zylindergröße gesteigert
werden.
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Patentanspruch: C Für die in der obigen Beschreibung einschließlich
den dazugehörigen Zeichnungen offenbarten rfindung des Ringzylindermotors mit der
Patentbezeichnung Czaika Motor beantrage ich einen Patentanspruch. Der Patentanspruch
umfaßt die onstruktion und den Bau aller Verbrennungsmotoren und den Bau von-Pumpen
aller Art mit einem ringförmigen Zylinder, wobei eine andere Form des Querschnitts
des Zylinders, z. B. ein Quadrat statt einem Kreis ohne Belang ist. Der Patentanspruch
umfaßt für diese Motorenbauart alle Systeme und Vefahren, ob Otto-, Diesel-, Zweitakt-
oder Viertaktarbeitsweise. Auch durch die Wahl der Brennstoffart kann der Patentanspruch
nicht umgangen werden.