DE1941497U - Verschlussduese fuer spritzgiessmaschinen. - Google Patents
Verschlussduese fuer spritzgiessmaschinen.Info
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Description
Friedrich Stübbe, Vlotho/Weser
Verschlußdüse für Spritzgießmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Verschlußdüse für Kunststoffe
verarbeitende Spritzgießmaschinen« Derartig® Düsen werden
anstelle stets offener Spritzdüsen beiBpiel&wsise darm
verwendet, wenn das Austreten von Spritzmasse auß"täer~-Dtise
nach dem Abheben der Spritzdüse von der Angußö'ffnung der
Spritzform vermieden werden muß, zum Beispiel bei besonderer Dünnflüssigkeit der verwendeten Spritzmasse oder wenn das
Kunststoffmaterial in dem Spritz™ oder Plastifizierzylinder
der Spritzgießmaschinö unter erhöhtem. Druck steht«
Bei bekannten Schiebedüsen können zwei mit Durchflußkanalen
versehen® Düsenteile zu® Beispiel mittela einer hydraulischen
oder niechaniechen Schließvorrichtung, zum Beispiel
■J5 einer Feder, derart gegeneinander in ©ine Schließstellung
verschoben werden, daß dis Durchflußkanäle des einen Düsenteils gegen ©fine geschlossene Wandung des anderen Düsenteile
münden und versperrt werden«, Durch Anpressen der Diie© an
den Anguß der Spritzform ^®rd©n die Düs©nt@ile g©g©n den
Druck der Schließvorrichtung derart gegenain&nder verschoben, daß di© Durchflußkanals in den beiden Dtisenteilen
miteinander korr@@pondi@ren und die Spritzmasse durch di®
Kanäle zur Düsenöffnung fli©ß®n kann» Wegen verschiedener
Nachteil®, die insbesondere bsi empfindlichen Kunststoffen
25 auftr@t©n, die sieh schwieriger verarbeiten lassen,
19.4.66
1Hh
1Hh
überwiegend Nadelverschlußdüsen bevorzugt.
Bei Nadelverschlußdüsen wird die Düsenöffnung von der
Spitze einer Nadel verschlossen, deren anderes Ende abgedichtet Xn einer Führung gelagert ist und unter dem Druck
einer Schließvorrichtung steht, beispielsweise eines von außen in die Nadelführung eingreifenden Gestänges, auf das
eine Feder wirkt. Das Öffnen der Düse erfolgt beispiele—
weise durch eine Erhöhung des Druckes der Spritzmasse, der auf die Nadelspitze wirkt und die Nadel gegen den Druck der
Schließvorrichtung zurückschiebt, so daß die Dtisenöffnung
freigegeben wird. Die Spritzmasse fließt dabei durch einen oder mehrere Kanäle, die um die Nadelführung herum angeordnet
sind, in einen den vorderen Teil der Nadel umgebenden Kanal·
Durch die Verwendung mehrerer Bohrungen oder Kanäle, durch
die das Spritzmaterial bei den herkömmlichen Verschlußdüsen einem Hauptkanal und der Düsenöffnung zugeführt wird, lassen sich nicht oder nur ungenügend tote Ecken vermeiden,
in denen Materialteilchen sich ablagern. Bei einem Wechsel des Materials oder der Materialfarbe in der Spritzgießmaschine
ist daher stets ©ine Reinigung der Verschlußdüse
erforderlich, um die in den toten Ecken verweilenden Materialrest· zu entfernen. Bei längere» Verweilen von Material
teilchen in toten Ecken können Mat er IaI Verbrennungen auftreten,
so daß eine Verarbeitung wärmaempfindlicher Kunststoffe
oder von Kunststoffen mit wärmeempfindlichen £arbpigmenten
nicht möglich ist.
. . Der Erfindang liegt die Aufgabe zugrunde, eine in der Konstruktion
einfache und billige sowie in ihrer Funktion zuverlässige Yerschlußdüse zu schaffen, bei der die Nachteile
der herkömmlichen Verschlußdüsen vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in erster Linie dadurch gelöst, daß das Düsengehäuse aus zwei im wesentlichen rohrförmigen
Gehäuseteilen besteht, die abgedichtet ineinander gleiten, in axialer Richtung gegeneinander verschiebbar
sind, mit einem einzigen axialen DurchfluÖkanal versehen
sind und von denen das eine als Kopfteil die Düsenöffnung besitzt und das andere als Fußteil mit dem Spritzzylinder
der Spritzgießmaschine verbunden ist, wobei sich der Durch— flußkanal von einem im Querschnitt verengten Mittelteil zu
einem Durchflußraum mit vergrößertem Querschnitt in dem Kopfteil und zu einem Durchflußraum mit vergrößertem Querschnitt
in dem Fußteil erweitert, daß in dem Durchflußkanal frei schwimmend ein Düsenkern angeordnet ist, det· eich von
einem im Mittelteil des Durehflußkanals angeordneten, im
Querschnitt verjüngten Mittelstück zu einem im Durchflußraum des Gehäuaekopfteils angeordneten Kopfstück mit ver—
.*· größertem Querschnitt und zu einem im Durchflußraum des
Gehäusefußteils angeordneten Fußstück mit vergrößertem Querschnitt erweitert, wobei der Querschnitt dea Kopfstückes
und des Fußstückes größer ist als der Querschnitt dee Mitteltells
des Durchfluflkanals, und daß in der Öffnungestellung der Düae bei gegeneinander geschobenem Kopfteil und
Fußteil zwischen dem Düaenkern und der Wandung des Düsengehäuses
ein freier ringförmiger Durchströmquersehnitt für
rf-»·—
die Spritzmasse gebildet wird, und in der Schließstellung der Düse bei auseinander geschobenem Kopfteil und Fußteil
Dichtungsflächen an dem Düsenkern und an dem Düsengehäuae
aufeinander gedrückt werden und den Fluß der Spritzmasse sperren, wobei eine Schließvorrichtung 12 ©ine in Richtung
einer Verschiebung in die Schließstellung wirkende Sohließkraft auf das Kopfteil 1 und FuSteil 2 des Düsengehäuses
ausübt und bei Überschreitung eine» vorherbestimmten '
Druckes der Spritzmasse die Düse eich entgegen der Schließ-■jO kraft der Schließvorrichtung 12 öffnet.
Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung beschrieben und erläutert, in der
Ausführungebeispiele der Verechlußdüse nach der Erfindung
]" dargestellt sind, und zwar zeigen
Fig. 1 bis 3 Längssohnitte durch eine Versohlußdüee in
verschiedenen Arbeitestellungen und
Fig. 4 bis 6 ein anderes Ausftthrungßbeiepiel in verschiedenen Arboiteetellungen.
■■■<·»
gehäuse au« swei Gehäuseteilen 1 und 2, die eine im wesentlichen rohrförmig© Gestalt besitzen und mit einem einsigen
Durchflußkanal 3 versehen sind, der in axialer Richtung durch die beiden Gehäuseteil verläuft· Aue fertigungstechnischen und aontagetcohnischon Gründen besteht das
der Düoenöffnung 5 vorsehen ist, und aus einem fest in da·
Mund β tu ok eingeschraubt en FUhrunsestüok 1b, auf dem das
Fußteil 2 des Gehäuses abgedichtet gleitet, so daß die beiden ineinander gleitenden Gehäuseteile 1 und 2 in axialer
Richtung gegeneinander verschiebbar sind. Das Fußteil 2
wird mit dem Spritzzylinder der Spritzgießmaachine durch Einschrauben in die Stirnwand des Zylinders verbunden. Der
Durchflußkanal 3 erweitert sich von einem im Querschnitt relativ verengten Mittelteil 3& nach der einen Seite zu
einem Durchflußraum 3b mit vergrößertem Quereohnitt in dem Kopfteil 1 und nach der anderen Seit© zu einem Durchfluß«
■jO raum 3c mit vergrößertem Querschnitt in dem ?oßteil 2« In
dem Durchflußkanal· 3 ist frei schwimmend ein Düaenkern 4 angeordnet, der ein im Querschnitt verjüngtes Mittelstück 4a
besitzt, das im Mittelteil 3a des Durchflußkanalβ angeordnet
iat. Das Mittelatück 4a erweitert sich nach der einen Seite zu einem Kopfstück 4-b mit vergrößertem Querschnitt,
daa in d'em Durchflußraum 3b des Gehäusekopfteils 1 ange« f
ordnet ist, und nach der anderen Seite zu einem Pußstück 4c mit vergrößertem Querschnitt, das in dem Durchfluß raum 3c
des Gehäusefußteils 2 angeordnet ist und auf das Mittelatück 4-a aufgesohraubt ist. Dabei Bind der Querschnitt des Kopfstückes
4b und des Fußstückes 4c größer als der Querschnitt des Mittelteils 3a des Durchfluß kanal β. Kopfstück 4b und
Fußstück 4c begrenzen aleo die Verschiebbarkeit de» Gehäusekopf
teile 1 und des Geh&usefußteils 2 gegeneinander, so
daß diese eich nicht voneinander trennen können· Das Fußteil
2 des XHieengehäuees besteht aus zwei abgedichtet
ineinander gleitenden und in axialer Richtung gegeneinander verschiebbaren Teilen 2a und 2b, von denen das Innen·tück
2a einerseits in dem AufionatUck 2b und andererseits auf dem
Führungsstück 1b des Kopfteile 1 gleitet. Eine Schließvorrichtung in Form einer Feder 12 übt auf das Kopfteil 1
und auf das Fußteil 2 des Düeengehäuaes eine Sohlieflkraft
aua, die in Richtung einer Verschiebung in die in Fig. 2 dargestellte Schließstellung wirkt. Wenn sioh die Düee in
diese unten noch näher beschriebene Schließstellung bewegt, zentriert eich der Düsenkern 4- selbsttätig in dem Durchflaßkanal
3* Zu diesem Zweok ist der Düsenkern 4 mit einer konischen Fläche 6 an seinem Fußetück 4-c und mit einer konischen
Fläche 10 an «einem Kopfstück 4b versehen, die sich
gegen konische Flächen 7 beziehungsweise 11 des Düsengehäuaes
t, 2 legen. Die konische Fläche 6 des Fuflstüekes 4c
bildet zugleich eine Dichtungefläche, die dem Kopfstilok 4b
zugewandt ist, und die konieohe Fläche 7 des Gehlusefußteile
2 bildet zugleich eine Dichtungsflache, die dem öehÄuoekopfteil
1 abgewandt ist.
Wenn die Diiae mit ihrer öffnung 5 und ihrem Mundstück 1a
gegen die Angußöffnung einer Spritzform gepreßt wird, wird das Kopfteil 1 entgegen dem Druck der Feder 12 gegen das
Fußteil 2 in die aus Fig. t ereiohtliohe Arbeitsstellung
der Düse geschoben, bis eich die AnsohlagflÄohe t9 am Führungsstück
Ib dea Kopfteils 1 gegen die AnechlagflÄche 20
an dem Innenstück 2a anlogt* Durch den dabei von der Feder
12 auf das Innenatück 2α ausgeübten Druck wird dieses
gleichzeitig gegen das Auäonstüok 2b geschoben, bis ihre
Anschlagfläohen 21 und 22 aufeinanderliegen. Dabei legt
sich der Düeenkern 4 mit Hasen 13 gegen das Kopfteil 1 und
wird von diesem entgegen der Strömungsrichtung
L/
so daß die Dichtungafläche 6 von der Dichtungefläche 7 abgehoben wird. In dieser öffnungestellung der Düse wird zwischen
dem Düaenkern 4 und der Wandung des Düsengehäuees 1,
2 ein freier ringförmiger Durchs tröiaquerschnitt 3c, 3a, 3b
für die Spritzmasse gebildet, wobei, wie aus der Zeichnung
ersichtlich ist, alle Flächen dee DüsongehÄusee %, 2 und
des Düsenkerns 4 derart abgeschrägt sind, dafl sämtliche Stellen des Durchströmquerschnittes im Materialstrom liegen,
das heißt vom Materialstrom berührt werden, so daß keine toten Ecken gebildet werden, in denen Materialteilchen verweilen
könnten. In den Strömungeweg des Material· ragen auch keine Bauteile der Düse quer zur Strömungsriohtung
hinein, die tote Ecken bilden würden und an denen Material-» teilchen sich ablagern könnten. Um an der Düsenspitze einen
freien Durchetrömquerschnitt zur Düeenöffnung 5 ohne Bildung
toter Ecken zu gewährleisten, iet die Stirnfläche des
·' Kopfstückes 4b des Düsenkerne mit Ausnehmungen 14 zwischen
den Nasen 13 versehen.
Beim Abheben der Spritzdüse vom Anguß der Spritzform nimmt die Düse die in Fig. 2 dargestellte Sohlieflstellung ein.
Dabei schiebt die Feder 12 die Gehäuseteile t und 2 auseinander
und das Kopfteil 1 löst eich von den Hasen 13
des Düeenkerns 4. Infolgedessen verschiebt sich der Düsenkern
4 zunäohat unter dem Druck der Spritzmasse in Strömungsriohtung,
bis ©r sich mit seiner Zentrier- und Dichtungaflficho
6 seines Fußβtuoka 4o gegen die Zentrier« und
Dichtungefläche 7 an dem InnenetUok 2a des Qehaueefußtells
2 anlegt· Bei der weiteren Bewegung des Düeenkerns 4 niaat
dieser nun das InnenatÜck 2a samt dem Gehäusekopfteil 1
mit und verschiebt diese ein wenig in Strömungsrichtung, ao daß sich die Anachlagflachen 21, 22 voneinander abheben,
bia sich der Düsenkern 4 mit einer Anschlagflache 16 an
seinem Fußstück 4c gegen eine Anachlagfläohe 17 am Außenstück
2b des Gehäuseteils 2 anlegt, wodurch der Hub des
Düsenkerns 4 begrenzt wird. Die leder 12 drückt nun einerseits das Innenstück 2a mit seiner Dichtungsfläche 7 gegen
die Dichtungsfläche 6 des Düsenkerns 4, so daß der Fluß der Spritzmasse gesperrt wird. Andererseits schiebt die
Feder 12 das Kopfteil 1 und das Innenstück 2a nun noch so weit auseinander, bis die Zentrier- und Anschlagfläche 11
des Kopfteils 1 an der Zentrier- und Anschlagfläche 10 des Kopfstückes 4b des Düsenkerns 4 anliegt und auch diesen Hub
begrenzt. Bei diesem Hub hat sich das Volumen des vom Mittelteil' 3a und vom vorderen Durchflußraum 3b des Durchfluß-«
kanals 3 gebildeten Raumes vergrößert und dadurch ist in dem Durchflußraum 3b ein Unterdruck entstanden, der das in
der Düsenöffnung 5 befindliche Spritzmaterial in den Düsenraum hineinsaugt und so ein Auefließen dieses Materialteila
aus der Düsenöffnung sowie das sogenannte Fadenziehen verhindert»
In dem Plastifiziert oder Spritzzylinder einer Spritzgießmaschin·
können eioh bei der Erhitzung dea Spritzmateriala,
insbesondere bei einer überhitzung, Gase abapalten
oder Dämpf· bilden, vornehmlich'bei solchen Spritzaaterlallen, die »it einem Blähmittel versehen sind. Int der
Spritzzylinder zur einen Seite hin durch die VereohluJdtise
und zu seiner Einfüllöffnung hin beispielsweise durch einen Spritzkolben oder durch eine Schnecke mit einem Rückschlagventil verschlossen, so kann der Gasdruck nicht entweichen,
und es "besteht eine Explosionsgefahr. Die Versohlußdüse
"besitzt nun auch den Vorteil einea Explosionsschutzes, der
in Fig. 3 dargestellt ist. Die Anschlagflache 16 dee Düaenkern-Fußstückea
+c ist mit mehreren axialen, über den Umfang
des Fußstücks 4c verteilten Ausnehmungen 18 versehen, so , daß die Anschlagfläche 16 mehrere Nocken bildet, mit denen
der Düsenkern 4 in der Schließstellung der Düse an der Anachlagfläche
17 des Fußteil-Außenstücka 2b anliegt. Durch die Ausnehmungen 18 hindurch kann daher die Spritzmasse auf
die mit der Dichtungsfläche 7 versehene Stirnfläche des Fußteil—Innenstücks
2a drücken, ttbereteigt der Druck im Spritz—
Zylinder das zulässige Maß, ao wird, wie in Pig. 3 dargestellt, die Dichtungsfläche 7 von der Dichtungaflache 6 abgehoben
und das Fußteil-Innenstück 2a gegen den Druck der Feder 12 in Strömungsriohtung verschoben, ohne daß sich der
Düsenkern 4 bewegt, der nach wie vor an den Flächen 16, 17
an dem Fußteil-Außenatück 2b anliegt. Die Feder 12 atützt
sich dabei gegen das Kopfteil 1 ab, das sich ebenfalls nicht bewegt, da es mit seiner AnachJLagflache 11 an der Anschlagflache
10 des Düaenkern-Kopfatückea 4b anliegt. Diese Anschlagfläche
10 iat gleichfalls mit Ausnehmungen 15 verse— hen. Der Überdruck in dem Spritzzylinder kann daher aus dem
hinteren Durohflußraum 3o der Düse durch die Ausnehmungen
18, das Mittelteil 3a dee Durchfluflkanals 3f die Ausnehmungen
15, den vorderen Durchflußraum 3b und die Düaenöffnung
5 entweichen. Sobald der Druok im Spritzzylinder auf das
zulässige Maß abgesunken iat, auf daa die Kraft der Feder
12 eingestellt iat, schiebt die Feder 12 das Innenetuck: 2a
mit seiner Dichtungafläche 7 wieder gegen die Dichtungenfläche
6 und verschließt damit die Düse.
Die Verschlußdüse nach Fig. 4 "bis 6 entspricht in den
Grundzügen ihres Aufbaues der Düse nach Fig. 1 bis 3· Die
einteilige Ausbildung des Gehäuse-Fuflteila 2 stellt eine
Vereinfachung gegenüber der zweiteiligen Auaführungefona
in Fig. 1 dar. Die konieohe Fläche 8 am Kopfstüok 4-b dea
Düaenkerns 4, die dem Fußatück 4o zugewandt iat, und die
konische Fläche 9 am Kopfteil 1 dee Düsengehäuses, die dem
Düsengehäuse-Fußteil 2 abgewandt iat, dienen nicht nur als
Anschlag- und Zentrierungaflachen, wie es bei den Flächen
10 und 11 in Fig. 1 der Fall iat, sondern !zugleich auch ale
Dichtungsflächen und ersetzen daher die Dichtungsflttchen 6 ·
und 7 in Fig. 1. Das FuÄetück 4c des Düaenkerna 4 und das
Gehäuae-Fußteil 2 sind lediglich alt Anechlag- und Zentrierungeflächen
16 beziehungsweiee 17 versehen, wobei die
Fläche 16 ebenso wie bei dem Aueführungsbeispiel naoh Fig.
durch mehrere, über den Umfang verteilte Ausnehmungen 18
durchbrochen ist.
Fig. 4 zeigt die Düse in der öffnungaβteilung, in der das
Kopfteil 1 und daa FuÄteil 2 des Düsengehäuaes gegen den
Druok der Feder 12 gegeneinander geschoben sind und der mit seinen Na β en 13 an dea Kopfteil t anliegende Düsenkern 4
den Fluß der Spritzmasse freigibt.
- 10 -
In der in Pig. 5 dargestellten Schließstellung sind die Gehäuseteilθ 1 and 2 von der Feder 12 auseinander geschoben
worden, bis sich das Kopfteil 1 mit seiner Dichtungsfläche gegen die Dichtongsfläche 8 des Düsenkerna 4- und das Fuß—
teil 2 mit seiner Anschlagfläche 17 gegen die Anschlagfläche
1b des Düsenkerna 4 gelegt hat und dadurch der Hub begrenzt worden ist. Da die Abdichtung bei diesem Ausführungsbeispiel
am Kopfstück 4-b des Düsenkerna 4 erfolgt, kann eich
der Druck des Spritzmaterials aus dem Spritzzylinder der
Spritzgießtoaschine durch den hinteren Durchflußraum 3c und
das Mittelteil 3a des Durchflußkanals 3 bis zu den Dlchtungaflachen
8, 9 fortpflanzen, wobei die Feder 12 dem Druck des Spritzmaterials entgegenwirkt und die Dlohtungs—
flächen 8, 9 aufeinanderpreßt.
Auch di'eae Düse besitzt eine Explosionssicherung, deren
Wirkungsweise in Fig. 6 dargestellt iat. Der in StrÖmung3~
richtung vor den Dichtungaflftchen 8, 9 liegende Teil des
Führungastückes des Kopfteile 1, der in den Durchflußkanal
des Gehäuaeteils 2 hineinragt, hat den mit 27 bezifferten
Außendurchmesser und den mit 26 bezifferten Innendurchmesser. Aus den Durchmessern 26 und 27 errechnet aioh der ringförmige, wirksame Querachnitt, der in Strömuixgariohtung vom
Druck des Spritzmaterials beaufschlagt wird. Zu den Diohtungaflächen
8, 9 hin erweitert aioh die Bohrung des Führungastüoka
1b vom Irin suadur Ohmes aer 26 auf den Innenduroh«
messer 25· Aus den Durchmessern 26 und 25 errechnet «ioh
der ringförmige, wirksam« Querechnitt, der entgegen der
Strömungsrichtung vom, Druck der Spritzmasse beaufschlagt
wird« Der Durchmesser 25 ist nun größer gemacht worden ala
der Durchmeseer 27, so daß die entgegen der Strömungerichtung
beaufschlagt Querschnittefläche größer ist alo die in
Strömungsrichtung beaufechlagte Querschnitt «fläch,«· Auf die~
se Weise* ist der in Strömungarichtung vor den Dichtungenflächen
8, 9 liegende Teil des Gehäueekopfteile t ale ringförmiger
Differentialkolben ausgebildet worden, dessen
kleinere Kolbenfläche in Strömungarichtung und diesen ' größere Kolbenfläohe entgegen der Strömungsriohtung beaufachlagt
wird. Übersteigt daher der Druck der Spritzmasse im Spritzzylinder, der sioh durch den Durchflußkanal 3 der
Düse bis zu den Dichtungsflachen 8, 9 fortpflanzt, das zulässige
Maß, so wird infolge der Differentialkolbenwirkung des Führungsstückes 1b das gesamte Kopfteil t entgegen dem
Druck der Feder 12, die entsprechend dimensioniert ist, gegen das Fußteil 2 bewegt. Die Diohtungsflachen 8, 9 heben«
sich voneinander ab, wie in Fig. 6 dargestellt, und die Spritzmasse kann durch den Durchflußkanal 3 und aus der
Düaenöffnung 5 fließen. Sobald der Druok wieder auf den normalen Wert gesunken ist und die Kraft der Feder 12 wieder größer wird als die Differentialkolbenkraft, kehrt die
Düse in ihre Schließstellung naoh Fig. 5 zurück.
An Stelle einer mechanischen Schließvorrichtung, wie zum
Beispiel in Form der' Feder 12, könnt· auch beispielsweise eine pneumatische oder hydraulische Schließvorrichtung verwendet werden. Die selbsttätige öffnung der Düse entgegen
der Sohlieflkraft der Schließvorrichtung bietet nioht nur
einen Explosionsschutz, wenn der Druok der Spritzmasse «in·
- 12 -
vorherbestimmte Höhe überschreitet, auf die die Schlieflkraft
eingestellt ist, sondern eie bietet auch folgenden Vorteil. Beispielsweise bei einem Material- oder Farbwechael
kann mittels der Spritzvorrichtung der Druck im Spritzzylinder d-erart erhöht werden, daß sich die Verechlufldtiee
öffnet and die Reate der bisher verwendeten Spritzmasse von
der neuen Spritzmasse verdrängt und Ins freie gespritzt werden können.
- 13 -
Claims (4)
- P.A.220Ö3W7A66/ .-• ft■· ■ Schut zanaprüche:.t$ ferachlußdüee für Kunststoffe verarbeitende Spritzgießaaieckinen, dadurch gekennzeichnet, daß das Düeengehäuse auo zwei im wesentlichen rohrförmigen Gehäuseteil en (1, 2) ,;;■ besteht, die abgedichtet ineinander gleiten j in axialerRichtung gegeneinander verschiebbar sind, mit einem einzigen .axialen Durchflußkanal (3) vorsahen sind und von denen äeieiBjine als Kopfteil (1) die Düaenöffnung (5) besitzt und das andere als Pußteil (2) mit dem Spritzzylinder der Spritzgieömaschine verbunden ist, wobei sich der Durchfluß- ; kanal (3) von einem im Querschnitt verengten Mittelteil (3azu einem Durchflußraum (3b) mit vergrößertem Querschnitt '■■": in dem Kopfteil (1) und zu einem Durchflußraum (3c) mit vergrößertem Querschnitt in dem Pußteil (2) erweitert, daß in dem Durchflußkanal (3) frei schwimmend ein Düsenkern (4) angeordnet ist, der sich von einem im Mittelteil (3a) des Durchflußkanals angeordneten, im Querschnitt verjüngten Mittelattick (4a) zu einem im Durchflußraum (3b) des Gehäuse kopfteil© (1) angeordneten Kopfstück (4b) mit vergrößertem Querschnitt und zu einem im Durchflußraum (3c) des Gehäusefufiteils (2) angeordneten Pußstück (4c) mit vergrößertem ..ί Querschnitt erweitert, wobei der Querschnitt des Kopfstückes (4b) und des Pußetückes (4c) größer ist als der Querschnitt des Mittelteils (3a) des Durchflußkanals (3), und daß in der öffnungsstellung der Düse bei gegeneinander geschobenem Kopfteil (1) und Pußteil (2) zwischen dem Düsenkern (4) und der Wandung des Düsengehäuses (1, 2) ein•t 10 freier ringförmiger Durchatrömquerschnitt (3a» 3b, 3c) für9.4.66
Th - 1 -die Spritzmasse gebildet wird, und in der Schließstellung der Düse bei auseinander geschobenem Kopfteil (1) und Fußteil (2) Dichtungsflächen (6, 7, 8, 9.) an dem Düsenkern (4) und an dem Düsengehäuse (t, 2} aufeinander gedrückt werden -und den Fluß der Spritzmasse sperren, wobei eine Schließvorrichtung (12) eine in Richtung einer Verschiebung in die Schließstellung wirkende Schließkraft auf das Kopfteil (1) und Fuß teil (2) des Düeengehfiuses ausübt und "bei Überschreitung eines vorher bestimmten Druckes der Spritzmasse die Düse sich entgegen der Schlieflkraft der Schließvorrichtung (12) öffnet. - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkern (4·) sich in der Schließstellung der Düse ■ mittels konischer Flächen (6, 10), die sich gegen konische Flächen (7, 11) des Düsengehäusea (1, 2) legen, selbsttätig in dem Durchflußkanal (3) zentriert.
- 3» Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das FuSatück (4o) des Düsenkerna (4) mit einer dem Kopfstück (4b) zugewandten konischen Dichtungeflftohe (6) und das Fußteil (2) des Düsengehäuses mit einer korrespondierenden, dem Kopfteil (1) abgewandten konieohen Dichtungsfläche (7) versehen ist, und daß das Fuflteil (2) des Düeengeh&usea au« awei abgedichtet ineinander gleitenden und in axialer Riohtung gegeneinander verschiebbaren Teilen (2a, 2b) besteht, von denen dae Außenetüok (2b) eine AnschlagflÄohe (17) beeitat, die mit Ansahlägen (16) de« Fußstüokee (4-c) de· Dtieenkerna (4) hubb«grenzend zusammen-wirkt, and von denen das Innenatück (2a) mit der Dichtungsfläche (7) versehen ist, die mit der Dichtungsfläche (6) des Düsenkerna (4) zusammenwirkt, wobei die Schließvorrichtung (12) auf das Innenatück (2a) wirkt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfstück (4b) des Düsenkerns (4) mit einer dem Fußstück (4c) zugewandten konischen Dichtungsflfiche (8) und das Kopfteil (1) des Düsengehäuses mit einer korrespondierenden, dem Fußteil (2) abgewandten konischen Dichtungsfiäche (9) versehen ist, und daß der in Strömungsrichtung vor den Dichtungsflächen (β, 7) liegende Teil des Kopfteils (1) des Düsengehäuses als ringförmiger Differentialkolben ausgebildet ist, dessen kleinere Kolbenfläche in der Strömungarichtung und dessen größere Kolbenfläche entgegen der Strömungarichtung beaufschlagt wird. ♦
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1966ST019929 DE1941497U (de) | 1966-04-27 | 1966-04-27 | Verschlussduese fuer spritzgiessmaschinen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1966ST019929 DE1941497U (de) | 1966-04-27 | 1966-04-27 | Verschlussduese fuer spritzgiessmaschinen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1941497U true DE1941497U (de) | 1966-06-30 |
Family
ID=33377538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1966ST019929 Expired DE1941497U (de) | 1966-04-27 | 1966-04-27 | Verschlussduese fuer spritzgiessmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1941497U (de) |
-
1966
- 1966-04-27 DE DE1966ST019929 patent/DE1941497U/de not_active Expired
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