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Firma Angewandte Kunst Rudolf Rochelt, Memmingen, Rübezahlplatz 5
Kleiderbügel Die Neuerung bezieht sich auf einen Kleiderbügel und betrifft eine
Ausbildung des Hakens an einem aus zwei Teilen zusammengesetzten Kleiderbügel, vorzugsweise
einem zerlegbaren, sogenannten Reisekleiderbügel, derart, daß die Festigkeit der
Verbindungsstelle der beiden Arme des Bügels verbessert wird.
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Kleiderbügel werden üblicherweise aus Holz oder Kunststoff hergestellt.
Bei Kleiderbügeln aus Holz verläuft die Maserung infolge der Abwärtsneigung der
beiden Arme in der Regel nicht in Längsrichtung dieser Arme. Dadurch ist es insbesondere
bei stärker belasteten Kleiderbügel z. B. für schwere Mäntel notwendig, besondere,
meist sehr teure Holzaorten zu verwenden. Es ist daher bekannt die beiden Arme der
Kleiderbügel gesondert herzustellen, derart, daß die Faser des Holzes etwa in Längsrichtung
des Armes verläuft, wobei die beiden Bügel dann in der Mitte, vor-
| zugsweise durch Verleimen, mit einer Verstärkung durch eine |
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| FOr das Auflragsverhãltnis gilt die Gebührenordnung der Deutschen
Patentanwaltskammer. |
oder mehrere in Nuten in den Stoßflächen der Arme eingesetzte Federn,
verbunden werden. Im Bereich der Verbindungsstelle, d. h. in der Mitte zwischen
beiden Armen wird ein aus Draht gebogener Haken in einer entsprechenden Bohrung
befestigt.
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Bei zusammenlegbaren, sogenannten"Reisekleiderbügeln", sind die beiden
Arme üblicherweise durch ein Gelenk gegeneinander schwenkbar verbunden, wobei auch
der, wie bei nicht zusammenlegbaren Bügeln aus Draht gebogene Haken auf dem Gelenkbolzen
sitzt.
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Durch über die Arme des Kleiderbügels aufgehängte Kleider erfolgt
eine Belastung, die an der Verbindungsstelle der beiden Arme, d. h. an der Befestigungsstelle
des Hakens das größte Moment hat. Dabei erfolgt die Belastung im wesentlichen in
vertikaler Richtung durch das Gewicht der Kleiderbügel. Jedoch erfolgt auch, insbesondere
beim Verschieben von Kleidungsstücken im Schrank oder beim Herausnehmen des Kleiderbügels
mit einem daran hängenden Kleidungsstück, eine seitliche Belastung an der Stoßfläche
der beiden Arme. Dies führt bei bekannten Kleiderbügeln häufig zu einem Lösen der
Verleimung an dieser Stelle, insbesondere da die Verleimung der Stoßflächen selbst
im Hirnholz nur eine sehr geringe Belastung aushält. Da die Verbindungsstelle in
der Regel relativ hoch, aber nur sehr schmal ist, wirkt sich eine seitliche Belastung
infolge des bei der schmalen Auflagefläche ungünstigeren Hebelverhältnisses stärker
aus als die vertikal wirkenden Kräfte.
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Es ist die der Neuerung zu Grunde liegende Aufgabe einen Kleiderbügel
zu schaffen, bei dem der Haken so ausgebildet ist, daß durch den in der Verbindungsstelle
des Kleiderbügels liegenden Abschnitt des Hakens eine Verstärkung der Verbindungsstelle
bewirkt wird, im Gegensatz zu den bekannten Ausführungsformen, bei denen die Bohrung
für den aus Draht gebogenen Haken eine Schwächung dieser am' stärksten belasteten
Stelle mit sich bringt. Gemäß der Neuerung wird diese Wirkung dadurch erreicht,
daß bei einem aus zwei, in der Mitte des Bügels verbundenen Armen bestehenden Kleiderbügel
der an der Verbindungsstelle angeordnete Aufhängehaken aus plattenförmigem Werkstoff
ausgeschnitten ist und mit seinem Fußteil federartig in entsprechende nutartige
Ausnehmungen in den Bügelarmen eingreift.
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Durch diese neuerungsgemäße Anordnung wird bewirkt, daß der Fuß des
Hakens als zusätzliche Verbindungsfeder wirkt, und die Verbindungsstelle in einer
oder mehreren Belastungrichtungen ganz wesentlich verstärkt.
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Dabei kann bei einem Kleiderbügel, dessen Arme in an sich bekannter
Weise in der Längsmittelebene verbunden sind, ein sich an seinen Schmalseiten nach
unten erweiternder, über die ganze Höhe durchgehender Schlitz an der Verbindungsstelle
vorgesehen sein, in den sich der in Längsmittelebene wenigstens teilweise nach oben
keilförmig verjüngende Hakenfuß so einlegt, daß die den Hakenfuß bildende Platte
sich über den Bereich
der Verbindungsstelle hinaus in jeden Arm
etwa gleichförmig erstreckt. Die Keilform des plattenförmigen Hakens und der Ausnehmung
ergibt auch eine einfache und sichere Verbindung des Hakens mit dem Bügel, da sich
der Haken in der Ausnehmung festklemmt.
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Bei einem Kleiderbügel mit durch Gelenkverbindung schanierartig zusammenklappbar
verbundenen Armen kann der plattenförmige Hakenfuß zwischen den das Gelenk bildenden
Platten jedes Armes über den Bereich der Gelenkverbindung hinaus verlaufen und mit
einer entsprechenden Bohrung auf dem Gelenkbolzen sitzen.
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Vorzugsweise weist der Kleiderbügel gemäß der Neuerung am Hakenfuß,
in entsprechende Ausnehmungen in jeder der Arme so eingreifende Ansatzteile auf,
daß die Arme in ihrer Lage gegeneinander festgehalten sind. Dabei können am Hakenfuß
in Plattenebene seitlich hakenförmig nach oben gerichtete Ansätze vorgesehen sein,
die beim Einschieben des Hakens von unten durch einen mittleren Durchgangsschlitz
in seitlich von diesem in entsprechendem Abstand liegende Schlitze in jedem Arm
von unten sich einschieben, wobei der Querteil der durch die Ansätze gebildeten
Haken sich nach einem vorbestimmten Einschubweg gegen entsprechende Abschnitte an
den Armen anlegen. Der Kleiderbügel kann aber auch entlang den Seitenkanten des
Hakenfusses parallel zueinander verlaufende, wenigstens über einen Teil der Höhe
der Arme beim Einschieben des Hakens von unten in einen mittleren Durchgangsschlitz
in entsprechende Ausnehmungen an den Schmalseiten des Durchgangsschlitzes über eine
vorbestimmte Länge einschiebbare Verdickungen aufweisen.-5-
Bei
diesen Anordnungen kann die übliche Verbindung der beiden Arme an der Stoßstelle
miteinander z. B. durch Verleimen und/oder Nut und Feder entfallen und die beiden
Arme können ausschließlich durch die am Hakenfuß angeordneten, in entsprechende
Ausnehmungen der Arme eingreifenden Anordnungen, wie hakenartige Ansätze oder Verdickungen,
zusammengehalten werden, wobei beim Herausziehen des Hakens nach unten die Verbindung
der beiden Arme voneinander gelöst wird und der Kleiderbügel zusammenlegbar ist.
Es können aber auch die Arme in bekannter Weise miteinander verbunden sein, wobei
die erfindungsgemäße Ausbildung eine ganz wesentliche Verstärkung der Verbindungsstelle
bewirkt.
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Durch entsprechende Form-und Farbgebung des Hakens, der üblicherweise
aus Blech z. B. auch Messing-oder Aluminiumblech gefertigt ist, und der poliert,
lackiert oder mit einem anderen Überzug versehen sein kann, wird auch eine besondere
architektonische Wirkung erreicht, die es ermöglicht, den erfindunsgemäßen Kleiderbügel
auch offen, z. B. an Flurgarderoben zu verwenden, ohne daß das architektonische
Bild gestört wird. Durch entsprechende Farbgebung des Hakens und gegebenenfalls
der Holzteile kann dabei eine Anpassung an die Ausgestaltung des Raumes erreicht
werden. Die Neuerung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einen Kleiderbügel gemäß der Neuerung,
bei dem der Hakenfuß als zusätzliche Feder in Nuten an der Verbindungsstelle eingreift.
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Fig. 2 zeigt eine Ansicht von oben auf den Kleiderbügel gemäß Fig.
1.
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Fig. 3 zeigt einen Kleiderbügel gemäß der Neuerung mit durch ein Scharniergelenk
zusammenklappbar verbundenen Armen.
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Fig. 4 zeigt eine Ansicht von oben auf einen Schnitt entlang der Linie
IV-IV in Fig. 3.
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Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht auf einen Kleiderbügel ähnlich Fig.
1 mit einer abgewandelten Ausbildungsform des Hakenfußes.
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Fig. 6a zeigt eine Draufsicht auf den Kleiderbügel gemäß Fig. 5 von
oben ohne Haken.
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Fig. 6b zeigt eine Ansicht von oben auf den Haken gemäß Fig. 5.
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Fig. 7 ist eine Seitenansicht auf einen Kleiderbügel ähnlich Fig.
1 oder Fig. 5 und stellt eine weitere Abwandlungsform des Hakenfußes dar.
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Fig. 8 zeigt eine Ansicht von oben auf einen Schnitt entlang der Linie
VIII-VIII in Fig. 7.
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Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Kleiderbügel besteht aus zwei Armen
1, die entlang einer in ihrer Symmetrieebene liegenden Stoßfläche 2 miteinander
z. B. durch Verleimen verbunden sind. Dabei ist die Verbindungsstelle durch bekannte
Federn 3, die in Nuten in jedem der Arme eingreifen und in diesen verleimt sind,
verstärkt.
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Zwischen den beiden Federn 3 ist ein über die ganze Höhe durchlaufender
Schlitz 4 angeordnet, dessen Schmalseiten 5 an der Unterseite des Schlitzes weiter
auseinander liegen als an der Oberseite. In diesen Schlitz ist ein Haken 6 eingesetzt,
der mit seinem Hakenabschnitt 7 an seiner Oberseite über eine in strichpunktierten
Linien dargestellte Stange 8 eingehakt ist. Die Seitenkanten 9 des Hakenfußes 10
verlaufen nach oben im gleichen Winkel aufeinander zu wie die Schmalseiten 5 des
Schlitzes 4, sodaß sich der von unten eingeschobene Haken in einer vorbestimmten
Stellung mit seinen
| Seitenkanten 9 gegen die Seitenflächen 5 des Schlitzes anlegt. |
| CD |
Durch diese Anordnung entsteht eine wesentliche Versteifung der Verbindungsstelle
2 der Arme 1 gegen eine Belastung in Richtung der Zeichenebene in Fig. 2, die infolge
der geringen Breite in dieser Ebene der Stoßfuge 2 und das dadurch bedingte ungünstige
Hebelverhältnis bei an den Spitzen der Arme 1 angreifender Kraft sehr leicht zu
einem Lösen der Verbindung in der Fuge 2 führen kann. Um eine Verstärkung der Verbindung
der beiden Arme 1 in der Stoßfuge 2 auch gegen Belastung in der Darstellungsebene
gemäß Fig. 1 zu
| erreichen, können nicht dargestellte Befestigungsmittel |
| z. B. Kegelstifte oder Schrauben in entsprechenden Bohrungen |
| in den Armen 1 und dem Hakenfuß 9 vorgesehen sein. |
| Bei ddr in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform des |
Kleiderbügels gemäß der Neuerung sind die Arme 11 an ihren inneren Enden mit Abplattungen
12 versehen, die mit entsprechenden
Bohrungen auf einem Gelenkbolzen
14 mit Gegenschraube 15 sitzen, sodaß die beiden Arme 11 an ihren Abplattungen 12
gelenkartig miteinander verbunden sind. Der Haken 6 liegt mit seinem Fuß 13 zwischen
den Abplattungen 12 der beiden Arme 11 und sitzt mit einer entsprechenden Bohrung
auf dem Gelenkbolzen 14.
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Dabei bewirkt der Hakenfuß 13 eine ganz erhebliche Verstärkung der
durch die Abplattung an der Verbindungsstelle geschwächten Arme 11 und er bewirkt
außerdem eine Klima unabhängige, genau einstellbare Reibung, da nicht Holz auf Holz
sondern nur Holz auf dem Material des Hakens, vorzugsweise Blech, reibt. Es ist
damit eine Anordnung ähnlich den bekannten Scheibengelenkdämpfern geschaffen. Die
Schwenkbewegung der Arme nach unten kann durch entsprechende Ausbildung des unteren
Teiles des Hakenfußes 13 als Anschlag in einer vorbestimmten Stellung begrenzt sein.
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Bei der in Fig. 5 und 6a und b dargestellten Ausführungsform stoßen
sich ähnlich wie bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform gemäß der
Neuerung, die beiden Arme 1 an einer in der Symmetrieebene liegenden Stoßfuge 2.
Dabei kann jedoch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 und 6a und b der Hakenfuß
10'parallel verlaufende Seitenkanten 9'aufweisen und ist an seiner Unterseite mit
seitlich, parallel zueinander und zur Längsachse des Hakens 6 verlaufenden hakenartigen
Vorsprüngen 16 versehen. Wie in Fig. 6a dargestellt, weisen die beiden Arme außer
den von der Stoßfläche ausgehenden Nuten 4 mit entsprechend den Seitenkanten 9'verlaufenden
Schmalseiten
zwei weitere Durchgangsschlitze 17 auf, in die sich
die hakenartigen Ansätze 16 am Fuß 10'des Hakens 6 einschieben. Die Schlitze 17
können auch als Blindlöcher ausgebildet sein, sodaß die Oberseiten der Arme glatt
bis zum Haken durchlaufen.
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Durch das Einschieben der hakenartigen Ansätze 16 in die Öffnungen
17 wird eine sehr feste, aber leicht durch Herausschieben des Hakens 6 lösbare Verbindung
der beiden Arme 1 bewirkt, bei der der Kleiderhaken sowohl in vertikaler als auch
in horizontaler Richtung wesentlich stärker belastbar ist, als mit der bekannten
Verbindung durch Verleimen mit oder ohne Nut und Feder.
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In Fig. 7 und 8 ist eine Abwandlungsform der in Fig. 5 dargestellten
Ausführungsform des Kleiderbügels gemäß der Neuerung dargestellt. Dabei sind die
hakenartigen Ansätze 16 am Hakenfuß 10'beider Ausführungsform in Fig. 5 durch in
entsprechende Ausnehmungen 18 in jedem der Arme eingreifende Verdickungen 19 an
den Seitenkanten
| 9"des Hakenfußes 10"ersetzt. Die Verdickungen 18 können |
| z. B. an den Seitenkanten 9"des Hakenfußes 10"angeschweißte |
| oder mit Hart-oder Weichlot angelötet Rundstababschnitte |
aus dem Material, aus dem auch der Haken 6 hergestellt ist, sein.
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Die Arme 1 sind vorzugsweise aus Holz hergestellt ; sie können jedoch
auch aus jedem beliebigen anderen Werkstoff z. B.
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, Kunststoff hergestellt werden. Der Haken 6 ist vorzugsweise aus
Blech z. B. Messingblech oder Aluminiumblech hergestellt, kann jedoch auch aus einem
beliebigen anderen Werkstoff z. B.
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Holz oder Kunststoff bestehen. Die Oberfläche der Arme 1 ist auf beliebige,
bekannte Weise z. B. durch Polieren, Lackieren oder dergl. bearbeitet oder die Arme
sind mit einem Überzug z. B. aus Stoff, Leder, Kunststoff od. dergl. versehen. Der
Haken ist entweder poliert oder z. B. nach einem bekannten Metallfärbeverfahren
behandelt, oder er ist mit einem entsprechenden Anstrich oder Überzug versehen.
Der Hakenabschnitt 7 des Hakens 6 kann auf beliebige, dem Verwendungzweck entsprechende
Weise ausgebildet sein.
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Der Kleiderbügel gemäß der Neuerung zeichnet sich durch eine große
Stabilität, insbesondere bei den zusammenlegbaren Ausbildungsformen aus, und ist
sehr einfach und billig herstellbar, insbesondere da er sich hervorragend für die
Massenfertigung eignet.