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Alois Schmitt Goldbach über Aschaffenburg Schuhabsatz.
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Die Neuerung bezieht sich auf einen Absatz für hochhackige Schuhe
mit einem Absatzfleck, wobei in dem Absatzschaft eine hohle, geschlitzte Hülse bis
zum unteren oder bis nahe dem unteren Ende des Schaftes eingelassen ist, und mit
dem Absatzfleck ein unter Spannung in die Hülse des Absatzschaftes passende, diese
vorzugsweise aufspreizendes Befestigungsmittel, z. B. ebenfalls eine Hülse, zur
lösbaren Befestigung des Absatzfleckes am Absatz fest verbunden ist. Das untere
Ende dieses Befestigungsmittels ist aufgeweitet'und'um diese Aufweitung herum der
Werkstoff des Absatzfleckes gegossen oder gespritzt, so daß es fest in dem Absatzfleck
eingelassen und in diesem verankert ist.
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Es ist bekannt, in dem Absatzschaft eine hohle, jedoch nicht geschlitzte
Hülse anzuordnen, in die das Befestigungsmittel des Absatzfleckes eingreift. Dieses
Befestigungsmittel des Absatzfleckes
ist dabei mit dem Absatzfleck
fest verbundener Stift aus einem Metall oder einem Kunststoff. Die Befestigung ist
dabei entweder nicht elastisch oder die Befestigungsmittel greifen nicht unter ausreichender
Federspannung in die Hülse des Absatzschaftes ein und sind daher entweder nur mit
sehr großer Mühe wieder aus der Hülse entfernbar oder aber sie lösen sich im Gegensatz
hierzu infolge Materialermüdung durch die Beanspruchungen beim Tragen des Schuhes
mehr oder weniger von selbst und fallen aus der Hülse des Absatzschaftes heraus.
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Es ist ferner bekannt, in einem aus Kunststoff bestehenden Absatzschaft
eine innen geriefte Bohrung zum Einsetzen eines Befestigungsmittels vorzusehen,
das mit dem Absatzfleck fest verbunden ist und einen kreisrunden Querschnitt aufweist.
und ebenfalls aus Kunststoff besteht. Die in den Innenraum der Bohrung vorragenden
Teile des Kunststoffes werden beim Einsetzen des Befestigungsmittels für den Absatzfleck
elastisch verformt und sollen vermöge ihrer Federkraft das Befestigungsmittel in
der Bohrung halten. Bei längerem Tragen des Schuhes ergibt sich jedoch eine unerwünschte
Verformung sowohl des Befestigungsmittels als auch der vorragenden Kunststoffteile
in der Bohrung, so daß ein ausreichender Halt für den Absatzfleck schon nach kurzer
Zeit nicht mehr vorhanden ist.
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Die Neuerung bezweckt, diese Nachteile bei bekannten Absatzfleckbefestigungen
zu vermeiden und eine einfachere Befestigung eines Absatzfleckes an dem Absatz zu
schaffen und geht zu diesem Zweck
von einem Absatz der eingangs
genannten Art aus.
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Die Neuerung sieht vor, daß die Hülse des Absatzschaftes mit über
ihren inneren Umfang verteilten, in Achsrichtung verlaufenden Nuten versehen ist
und das mit dem Absatzfleck verbundene Befestigungsmittel ein Niet aus einem weichen
Metall, z. B. Messing oder Kupfer ist, der nach seinem Kopfende sich leicht konisch
erweitesod ausgebildet ist und auf seiner Außenseite nach dem Einsetzen in diese
Hülse in Achsrichtung verlaufende Einkerbungen und Vorsprünge entsprechend dem Innenprofil
der Hülse aufweist.
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Während bei einem Absatz der eingangs genannten Art oder bei einem
der bekannten Absätze eine vorübergehende elastische Verformung der Hülse des Absatzschaftes
und/oder des Befestigungsmittels des Absatzfleckes nach dem Einsetzen dieses Befestigungsmittels
in die Hülse erfolgt, wird beim Eindrücken des Befestigungsmittels nach der Neuerung
in die innen geriefte Hülse des Absatzschaftes, die vorzugsweise aus Stahl besteht,
der Nietschaft durch die Riefung der Hülse auf seiner Außenfläche durch eine spanabhebende,
bleibende Verformung mit einer Riefung versehen. Hierdurch wird nicht nur eine sehr
feste, elastische Lagerung des Befestigungsmittels des Absatzfleckes in dem Absatzschaft
erzielt, sondern auch zugleich ein Verdrehen des Absatzfleckes gegenüber dem Absatzschaft
verhindert.
| Der als Befestigungsmittel des Absatzfleckes dienende Niet
kann |
| sowohl als Hohlniet als auch als Vollniet oder über den größten |
Teil seiner Länge aufgebohrter Vollniet ausgebildet sein.
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Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Neuerung anhand
der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert, und zwar zeigt Fig. 1 in schaubildlicher
Darstellung einen Teil eines erfindungsgemäßen Absatzes mit einem Absatzfleck nach
dem Lösen des Absatzfleckes von dem Absatzschaft, Fig. 2 einen Längsschnitt durch
ein Befestigungsmittel für den Absatzfleck und
| Fig. 3 einen Querschnitt durch den Schaft des Befestigung- |
| mittels nach Fig. 2. |
| Die Neuerung ist anhand eines in Fig. 1 abgebrochen und durch- |
| sichtig dargestellten Absatzes beschrieben, dessen Absatzschaft |
eine geringste Stärke von etwa 5-8 mm aufweist. Die Neuerung ist jedoch nicht auf
dieses Ausführungsbeispiel eines aus Kunststoff, wie z. B. Polyamid hergestellten
Absatzes beschränkt, sondern kann selbstverständlich auf andere Absätze, die aus
anderem Werkstoff hergestellt sind, oder eine größere Schaftstärke aufweisen, vorteilhaft
angewendet werden.
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Der Schaft 41 eines Absatzes 42 weist zu seiner Versteifung eine sog.
Schwerspannhülse 43 aus Stahl oder Federstahl auf.
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Diese reicht bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel bis
zum unteren Ende des Schaftes, das gegen die Oberfläche eines Absatzfleckes 44 nach
seinem Aufsetzen anliegt.
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Die Hülse 43 kann jedoch gegebenenfalls auch nur bis nahe dem unteren
Ende des Schaftes reichen. Die Hülse 43 weist einen Schlitz 45 auf und ist innen
hohl.
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Das mit dem Absatzfleck 44 verbundene Befestigungsmittel ist nach
der Neuerung ein Niet 46, dessen Nietkopf 48 in den den Absatzfleck bildenden Werkstoff
eingelassen ist. Der Absatzfleck wird um diesen Kopf herum gegossen oder gespritzt.
Der Schaft des Nietes 46 ist, wie dies aus der Zeichnung wegen des gewählten kleinen
Maßstabes nicht deutlich ersichtlich ist, nach seinem freien Ende hin leicht konisch
verjüngt ausgebildet.
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Die Hülse 43 weist auf ihrer Innenseite eine Längsriefung 43b auf.
Nach dem Einsetzen des Vollnietes 46 in die Hülse 43 wird dieser Niet spanabhebend
derart verformt, daß sich auf seiner Oberfläche den Riefen 43b entsprechende Vorwölbungen
46b bilden.
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Wie Fig. 2 zeigt, kann statt eines Vollnietes 46 auch ein Niet 36
Anwendung finden, der eine über den größten Teil seiner Länge reichende Bohrung
50 aufweist. In dem Nietkopf ist vorzugsweise
eine gegebenenfalls
profilierte Einsenkung 51 angeordnet, und der Rand 38 des Nietkopfes ist wie bei
38a und 38b in Fig. 2 dargestellt, leicht gewellt, so daß der Nietkopf gegen ein
Verdrehen in dem Absatzfleck gesichert ist. Selbstverständlich kann der Nietkopf
auch in anderer Weise profiliert sein und gegebenenfalls nur eine Mehrkanteinsenkung
(51) aufweisen.
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Der mit dem Absatzfleck verbundene Niet weist an seinem freien Ende
eine Anfasung 36a auf und ist nach seinem Einsetzen in die geriefte Hülse 43 des
Absatzschaftes mit den vorragenden Teilen des inneren Hülsenprofils angepaßten Ausnehmungen
36b versehen.
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Die Verbindung zwischen Absatzfleck und Absatzschaft ermöglicht Reparaturen
bzw. ein Auswechseln des Absatzfleckes, die beim Tragen von Absätzen der eingangs
genannten Art sehr oft erforderlich sind, ohne Schwierigkeiten schnell und leicht
durchzuführen. Trotzdem besitzt der Absatzfleck auch bei hohen Beanspruchungen beim
Tragen eine gute Haftung am Absatzschaft und hält, wie Versuche ergeben haben, auch
stärkste, normalerweise nicht vorkommende Beanspruchungen aus.