DE1814475U - Vorrichtung zum umbugen von lederteilen. - Google Patents
Vorrichtung zum umbugen von lederteilen.Info
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- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14B—MECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
PJU64 884-3.8.59
Diplom-Ingenieur ® Heidelberg, den 11. 7. 1959
r» . ι r- \/ · Steubenstraße 22-24 τ\~ ν/τντ
Dr. techn. Franz Kainer Teiefon40522 Dr. K/B
Diplom-Chemiker
Dr. rer. nat. Helmuth Kainer
Patentanwälte
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Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 78220
Telegramm-Adresse: Patentsorbens
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Telegramm-Adresse: Patentsorbens
Vorrichtung zum Umbugen von Lederteilen«
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Umbugen von Lederteilen
oder dgl., insbesondere zum Gebrauch, für die Schuh- und Lederwarenindustrie.
In der Schuh- und Lederwarenindustrie werden vielfach kleine Lederteile oder dgl. benötigt, deren Bänder umgebugt sind. Die
Herstellung dieser umgebugten Lederteile erfolgte bisher vorwiegend
in der Weise, daß die Bänder des zu bearbeitenden Lederstückes mit einem geeigneten Klebstoff versehen und anschliessend
mit der Hand nach innen umgeschlagen und auf die Klebstoffschicht gedruckt werden.
Dieses Verfahren ist jedoch nicht nur zeitraubend, sondern wegen der erforderlichen Handarbeit auch äußerst kostspielig. Es weist
darüber hinaus den zusätzlichen Nachteil auf, daß es äußerst schwierig ist, wirklich gleichmäßige umgebugte Lederteile zu
- 2
erhalten. Namentlich bei kleinen zu bearbeitenden lederteilen
von komplizierter geometrischer Gestalt ist eine befriedigende ümbugung nahezu unmöglich und der Anteil an vollkommen unbrauchbaren
Fehlerzeugnissen dementsprechend außerordentlich hoch. Es versteht sich von selbst, daß man zum ümbugen mit Hand nur eigens
geschulte Fachkräfte verwenden kann, was naturgemäß eine weitere Verteuerung zur Folge hat.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Vorrichtung
zu schaffen, die das Umbugen von Lederteilen oder dgl. ohne die
erforderliche Handarbeit durchzuführen gestattet und die bei wesentlich niedrigeren Herstellungskosten zu einwandfreien und stets
gleichmäßigen Erzeugnissen führt.
Diese neuerungsgemäße Vorrichtung besteht im Prinzip aus einer Auflegeplatte, mit einer mit einem terassenförmig abgesetzten
Band versehenen Aussparung, einem in diese Aussparung passenden und in diese niederdrückbaren, aus einem abgeschrägten Profilmesser
und einer von diesem umgebenen Druckplatte bestehenden Druckstempel, wobei die Druckplatte unabhängig von dem Profilmesser
in die Aussparung eindrückbar gestaltet ist, sowie gegebenenfalls einer Sperrvorrichtung für das Profilmesser, Gemäß
der !Teuerung ragt dabei die Schneide des Profilmessers über die Oberfläche der von ihm umgebenen Platte hinaus.
Das Profilmesser ist neuerungsgemäß zweckmäßigerweise an einer
mit Stiften versehenen Platte befestigt, die beim Niederdrücken
in entsprechende Bohrungen in der Auflegeplatte eintauchen. Die von dem Profilmesser umgebene Druckplatte ist dabei ihrerseits
starr an einer Grundplatte befestigt, die mit Stiften versehen ist, von denen die das Profilmesser tragende Platte geführt
wird. Grundplatte und die das Profilmesser tragende Platte sind miteinander durch Federn verbunden.
In der Auflegeplatte sind gemäß der !Teuerung weiter Bohrungen
vorgesehen, die den Stiften der Grundplatte entsprechen und in die diese beim niederdrücken eintauchen.
Die Sperrvorrichtung für das Profilmesser kannnach einer einfachen
Ausführungsform der Neuerung aus einem in der Auflegeplatte
angeordneten beweglichen Schieber bestehen, durch den die Bohrungen in der Auflegeplatte für die Stifte der das Profilmesser
tragenden Platte geschlossen werden können, wodurch ein Eindrücken des Profilmessers in die Aussparung ausgeschlossen
wird.
Die !Teuerung ist an Hand der Abbildungen 1 und 2 näher erläutert.
Hierbei zeigt Abbildung 1 eine Ausführungsform der !Teuerung im
Schnitt und Abbildung 2 eine Draufsicht auf die Ausführungsform
der Abbildung 1 längs der linie C-D.
In diesen Abbildungen, in denen für gleiche Teile jeweils gleiche Bezugszeichen verwendet sind, bedeuten:
1 die als Kern des Druokstempels dienende Druckplatte, 2 die
zur Befestigung dieser Metallplatte dienenden Metallstifte, die
ihrerseits an der Grundplatte 3 befestigt sind; mit 4 ist das
die Platte 1 umgebende abgeschrägte Profilmesser bezeichnete, das an der Platte 5 befestigt ist, die ihrerseits durch die äußeren
Metallstifte 6 und die Metallstifte 2 geführt ist und entgegen der Federkraft der Federn 7 bewegt werden kann; die an der Platte
5 angeordneten inneren Stifte sind mit 8 bezeichnet; mit 9 ist die als Matrize dienende Auflegeplatte angedeutet, die eine
der Größe des umzubugenden Lederteiles genau entsprechende Aussparung 10 und eine hiervon terassenförmig abgesetzte Aussparung
11 aufweist, die der Größe des umgebugten Lederteiles entspricht
und die genau in Übereinstimmung mit dem in sie hineinzudrückenden
aus Profilmesser 4 und Druckplatte 1 bestehenden Stempel angeordnet ist. Die Auflegeplatte 9 weist zylindrische
Bohrungen 12, 13 auf, die als Führung für die Stifte 6 und 8
dienen. Sie ist auf einer Grundplatte 14 befestigt. Die Auflegeplatte 9 weist weiter Aussparungen 15 auf, in denen ein Schieber
16 beweglich angeordnet ist.
Die Herstellung eines umgebugten lederteiles mit Hilfe der neuen Vorrichtung erfolgt in der Weise, daß man das auf die erforderliche
Größe zugeschnittene, gegebenenfalls eine Ver Stärkung aufweisende Lederstück oder dgl. in an sich bekannter
Weise an den umzubugenden Teilen mit Klebstoff bestreicht und das so vorbereitete Lederstück anschließend mit der den Klebstoff
aufweisenden Seite nach oben in die Aussparung 10 der
Auflegeplatte 9 legt. Hierauf wird der Schieber 16 gegen die
Federkraft der Federn 17 in die Auflegeplatte 9 eingedrückt,
wodurch dieser die Bohrungen 13 für die Stifte 8 sperrt. Man
beläßt den Schieber 16 in der Sperrlage und drückt die Grundplatte
3 herunter. Dabei taucht die Druckplatte 1 nieder und drückt das eingelegte Lederstück in die Aussparung 11, während
das Profilmesser 4 infolge der Sperrung der Bohrungen 13 durch den Schieber 16 fesgehalten wird. Hierauf läßt man sowohl den
Schieber 16 als auch die Druckplatte 1 wieder in Ausgangsstellung
zuückkehren. In einem zweiten Arbeitsgang wird nunmehr die Grundplatte, diesmal bei geöffnetem Schieber, nochmals niedergedrückt.
Dabei biegt das über den Band der Druckplatte 1 ragende abgeschrägte Profilmesser die umzubugenden Bänder des
lederstückes zunächst leicht um , worauf sie von der unmittelbar danach aufgedrückten Druckplatte 1 vollständig umgebogen und
verklebt werden.
Das so umgebugte lederstück wird nun aus der Aussparung genommen, zweckmäßigerweise durch Herausdrücken mit Hilfe eines geeigneten,
durch eine Bohrung in der Aussparung geführten Gegenstandes.
Gemäß der Neuerung ist es dabei möglich, in einem einzigen Arbeitsgang sowohl umgebugte als auch geprägte, perforierte
oder dgl. bearbeitete Lederteile zu erhalten, indem man die Platte in der Aussparung mit Präge-, Perforier- , oder dgl. Dessins
versieht.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Umbugen von lederteilen, dadurch gekennzeichnet,
daß diese aus einer Auflegeplatte mit einer mit einem terassenförmig abgesetzten Hand versehenen Aussparung, einem
in diese Aussparung passenden und in diese niederdrückbaren aus einem abgeschrägten Profilmesser und einer von diesem
Profilmesser umgebenen Druckplatte ausgebildeten Druckstempel, wobei die Druckplatte unabhängig von dem Profilmesser
in die Aussparung eindrückbar gestaltet ist, sowie gegebenen-
falls einer beweglichen Sperrvorrichtung für das Profilmesser
besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide des abgeschrägten Profilmessers über die Oberfläche
der von ihm umgebenen Druckplatte ragt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Profilmesser (4) auf einer Platte (5) befestigt ist, die
Stifte (8) aufweist, die in entsprechende Bohrungen (13) der Auflegeplatte (9) eintauchen können.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3? dadurch gekennzeichnet, daß
die Druckplatte (1) starr, z.B. mit Stiften (2) an einer Grundplatte (3) befestigt ist, welche Stifte (6) aufweist, die in
entsprechende Bohrungen (12) der AuflegePlatte eintauchen können.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (5) durch die Stifte (6) geführt und durch federn
(7) mit der Grundplatte (3) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5> dadurch gekennzeichnet, daß
die Sperrvorrichtung für das Profilmesser aus einem in den Aussparungen (15) der Platte der Auflegeplatte (9) beweglich
angeordneten Schieber besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparung (11) der Platte (9) mit einem beliebigen
Präge-, Perforier- oder dgl* Dessin versehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparung (11) der Platte (9) mit einer ge-. eigneten Auswurfvorrichtung für das fertig bearbeitete
Lederteil versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC6437U DE1814475U (de) | 1959-07-13 | 1959-07-13 | Vorrichtung zum umbugen von lederteilen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC6437U DE1814475U (de) | 1959-07-13 | 1959-07-13 | Vorrichtung zum umbugen von lederteilen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1814475U true DE1814475U (de) | 1960-07-07 |
Family
ID=32934470
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC6437U Expired DE1814475U (de) | 1959-07-13 | 1959-07-13 | Vorrichtung zum umbugen von lederteilen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1814475U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1239056B (de) * | 1962-10-30 | 1967-04-20 | Biedermann K G Geb | Verfahren zum Umbuggen von Leder, Kunststoffen, Textilien und aehnlichen flexiblen Werkstoffen |
| DE3030356A1 (de) * | 1979-11-14 | 1981-05-21 | Ignacio Cojumatlan Michoacan Ordaz Sanchez | Vorrichtung und verfahren zum biegen von zuschnitten bei der herstellung von gegenstaenden aus leder oder kunststoff |
-
1959
- 1959-07-13 DE DEC6437U patent/DE1814475U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1239056B (de) * | 1962-10-30 | 1967-04-20 | Biedermann K G Geb | Verfahren zum Umbuggen von Leder, Kunststoffen, Textilien und aehnlichen flexiblen Werkstoffen |
| DE3030356A1 (de) * | 1979-11-14 | 1981-05-21 | Ignacio Cojumatlan Michoacan Ordaz Sanchez | Vorrichtung und verfahren zum biegen von zuschnitten bei der herstellung von gegenstaenden aus leder oder kunststoff |
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