DE1812865B - Bewehrung für flächige Betonbauteile - Google Patents
Bewehrung für flächige BetonbauteileInfo
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Description
Die Frl'mihmg bezieht sich auf eine Bewehrung
für flächige Betonbauteile, bestehend aus BewehruiH'MiKiiten
und Zulagen.
Flächige Betonbauteile, wie z. B. Deckenplatten,
können mit ein/einen Stahlstäben oder mit Bewehriingsmatlen
bewehrt werden. Bei einer Bewehrung ims I in/elsiäben isl es mö>:lich. die in der statischen
Berechnung ermittelten erforderlichen Stahk|iicr- »chnitte in der ganzen Vielfalt mit beliebiger Genauigkeit
darzustellen. Zur Frziclung eines bc-timm-Ie
η Stahkincrschnittcs brauchen nur die Abstände
der einzelnen Stäbe gleichen Durchmessers verringert bzw. vergrößert zu weiden. Ist eine Verringerung
oder Vergrößerung der Abslände nicht sinnvoll oder nicht möglich, dann können auch Stäbe unterschiedlichen
Durchmessers angeordnet werden. Somit kann jedes Baul''il statisch und konstruktiv richtig bewehrt
werden. Line Bewehrung aus Finzclstäbcn hat jetloch den Nachteil eines großen Arbeitsaufwandes,
weil jeder einzelne Stab für sich vorbereitet und eingebaut werden muß.
Die zweite Möglichkeil zur Bewehrung von fläeliigen
Bauteilen aus ßenm bestellt in der Verwendung von Bewehrungsmatten. Diese Matten besitzen zwei
Scharen einander rechtwinklig kreuzender Stäbe — Längsstähe und Querstähe —. die an den Kreuzungspunkten
meist durch Puiiktschweißung ni'teinander
verbunden sind. Aus Gründen, die mit der Herstellung und dem Transport dieser Matten zusammenhängen,
können sie nicht in beliebigen Abmessungen hergestellt werden. Sie müssen somit zur
Bewehrung eines Bauteiles nebeneinander und mit einer zu Überleitung der Stabkräfte notwendigen
gegenseitigen Überdeckung verlegt werden. Diese Überdeckung bezeichnet man als Stoß.
Der Vorteil dieser Bewehrungsart liegt darin. r>aß
großflächige Bewehrungseinheiten maßgenau wirtschaftlich hergestellt werden können. Da die bei
einer Bewehrung mit Einzelstäben notwendigen Arbeitsgänge, wie Biegen, genaues Auslegen und
Verknüpfen, entfallen, können Bewehrungsmatten schnell und sicher eingebaut werden. Die starre Verbindung
der Längs- und Querstäbe in den Schweißpunkten bewirkt außerdem einen ausgezeichneten
Verbund zwischen Bewehrung und Beton.
Allerdings ist mit den genannten Vorteilen einer Bewehrung aus Matten eine gewisse Starrheit verbunden.
Der Stahlquerschnitt der Längs- und Querstäbc je Breiteneinheit muß nämlich für die Vorfertigung
vorbestimmt werden, und zwar sowohl hinsichtlich der Abstände der einzelnen Stäbe voneinander
als auch hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Durchmesser. Unter Beachtung der von
der Drahtindustrie angebotenen Stabdurchmesser hat sich im Laufe der Jahre hinsichtlich der Abstände
eine Normung ergeben, derart, daß t ir Abstände
von 50 mm und einem Vielfachen hiervon sowie 75 mm und einem Vielfachen hiervon angewendet
werden. Die Wahl der Abstände ist weiter dadurch eingeschränkt, daß tragende Stäbe nur einen größten
Abstand von 200 mm voneinander und Qucrstäbc einen solchen von 333 mm voneinander haben
dürfen.
Unter diesen Voraussetzungen läßt sich beispielsweise ein Oucrschnittsbercich von 0,84 bis 7,54 cm2
pro Meter Breite durch IS verschiedene Matlcntypen darstellen. Um den Oucrschni'tsbercich zu vcrgrößern,
wurden in der Vergangenheit auch aus zwei dicht nebeneinander angeordneten Stäben bestehende
Doppelsläbc verwendet, wodurch der Qucrschnitlsbcreich bis 15,OS cm3 pro Meter Breite und die
Typenλιι/.ΊιΙ auf 2-18 36 erweitert wurde.
Die Vielfalt der Mattentypen und die Vielzahl der zu deren Herstellung erforderlichen Stabdurehmesser
beeinflussen die Herstellungskosten der Bcwehrungsmattcn
ganz wesentlich. Weiterhin steht diese Vielzahl einer anzustrebenden Automation in
der Fertigung entgegen. Auch der für die Lagerung und Vorratshaltung aufzuwendende Anteil an den
Gcsamtkoslen ist beträchtlich.
Trotzdem reich! selbst die genannte Anzahl viii
36 unterschiedlichen Maltentypcn für die Konstruktion
einer wirtschaftlichen Bewehrung in der Praxis in vielen Fällen nicht aus. Man verwendet deshalb
oft zwei Lagen von Bewehrungsmatten übereinander, um die zur Verfügung stehenden Stahlqucrsclinittc
zu verdoppeln und durch Kombination unterschiedlicher
Typen weiicie Querschnitte zu erzielen, um
damit die Dill'erenzeii /wischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden
Oiiersehniiten zu verkleinern. Durch
diese Maßnahmen weiden aber die Kosten l'iii" die
Verlegung der Matten wesentlich erhöht.
Um dem Nachteil abzuhelfen, daß beispielsweise bei Stahlbetonplatte;) mit einer parabolischen
Momenienverteilunu der in Feldmitte für this maximale
Biegemoiivint erforderliche Stahlquersehnill
auch in voller Ciröße bis zu den Plattenrändein durchgeführt werden muß, wo er in dieser Größe an
sieh nich; mehr erforderlich wäre, hat man eine sogenannte gestall'elte Bewehrung verwendet. Dabei
wird die jeweils zweite Lage von Bewehrungsmatte!! dem Monienlenverlauf entsprechend verkürzt angeordnet.
Durch diese Maßnahme wird aber die Anzahl verschiedener Matlentypen und -größen weiterhin
vergrößert, su daß der Arbeitsaufwand und der Mattenbedarf an der Baustelle sich erhöhen.
Ein weiteres Problem bei der Bewehrung mit Bev-ehiungsmallen
liegt darin, daß diese zur Sicherung der Kraftübertragung mit einer gegenseitigen Überdeckung
verlegt werden müssen. Besitzen die einzelnen Bewehrungsmatte!! bis zu ihren Rändern l.ängsstäbc
gleichen Stahlquerschnittes, dann sind in den (jberdeckungsbereichen die Längsstäb^ zwangläufig
doppelt vorhanden. Das führt zu einem gewissen Stahlüberschuß, der wegen des großen Abstandes
dieser Bereiche voneinander, welcher der jeweiligen Mattenbreite entspricht, nicht über die ganze Bewehrungsbreite
gleichmäßig verteilt gedacht werden kann.
Es sind auch schon verschiedene Vorschläge bekanntgeworden,
um den in den Überdeckungsbereichen vorhandenen Mchrquerschnitt zu vermeiden. Fin bekannter Vorschlag besteht darin, daß
ir. den Randbereichen auf die Breite des Überdeckuri»sbcrt"ches
nur Längsstäbe angeordnet sind, deren Querschnitt halb so gioß ist wie derjenige der
Stabe im inneren Mattenbereich (deutsche Patentschrift 973 001). Damit wird durch zwei in einem
Uberdcckungsstoß übercinanderlicgcndc Lüngsstäbc
halben Querschnittes jeweils ein einem normalen Stabqucrschnitt entsprechender Querschnitt erreicht
und eine über die ganze Bewehrungsbreite gleichmäßige Bewehrungsintensität erzielt.
Hin weiterer nicht vorveröiTentlichter Vorschlag
(deutsclie Auslegcschrilt 1 290 322) besteht darin,
daß zwischen den Uberdcckungsstößcn zweier Matten zur Erzielung von Bevvchrungsanhäufungen im
inneren Mattenbereich, vorzugsweise in Matlenmitte, zusätzliche Maücnstrcifen angeordnet sind, deren
S'.älie öxn überzähligen Stäben in den Übrrdcckungsbereicben
entsprechen. Bei diesem Vorschlag dienen die schmalen Mattenslreifen lediglich dazu, eine
über die ganze Mattenbreite gleichmäßige Bcwchrungsinlensität zu erreichen, die gleich dem erforderlichen
Stahlquerschnitt ist.
Es ist weiterhin ein Verfahren zur Armierung von Beton unter Verwendung von Bcwehrungsmatten
bekanntgeworden (österreichische Patentschrift 238 919), bei dem unterdimcnsionicrte BewcluungsmaUcn
verwendet und der in Anpassung an den Momcntcnvcrlfcuf je Längeneinheit erforderliche
Stahlquerschnitt durch loses Zulegen von Slahlstäben mit einer eine erhöhte Haftfestigkeit
ll Oberfläche erreicht wird. Hier
handelt es sich im wesentlichen ebenlaüs um die
bereits erwähnte |>esialfe|ie Bewehrung, wobei als
zusätzlicher Nachteil hinzukommt, daß ein/eine U se
Stahisläbe verlegt und an die Stäbe der liewehruiigsmallcn
angerödelt weiden müssen, um ein Verschieben derselben beim Einbringen des Betons zu
»'ermeiden. Du die lose zugelegten Stalilsiäbe nicht
mit ikw anderen Stäben verschweißt sind, dürleii
sie auch nicht mil d^n gleichen Siuhlspanni".i{ien
ίο ausgenutzt werden, was weitere Schwierigkeiten hinsichtlich
der statischen Berechnung zur Folge hai.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schalten, um die Vorteile der vorgefertigten
Matleribewehrung mit denjenigen der vielseitig variierbaren Einzelstabbewehrung zu verknüpfen
und zugleich die diesen Bewehrungsformen eigenen Nachteile zu vermeiden.
Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einer gat-Uingsgemäßen
Bewehrung dadurch, daß als Zulagen schmale Mattenstreifen aus mindestens zwei durch
Querdrähte verbundenen Längsstäben in solchen Abständen angeordnet sind, daß >.'ne über die ganze
Bewehrungsbreite gleiche Bewehrungsintensität wirksam ist und daß der Bewehrungsanteil der Matten
einsch'-i.ßlich der etwaigen als gleichmäßig verteilt
genutz'^n Bewehrungsanhäufung ihrer Überlappungsbereichc geringer ist als die maximal erforderliche
Bewehrung.
Die Bewehrungsmatten können am Rande wie in ihrem mittleren Teil ausgebildet sein. Sie können
aber auch infolge Querschnittsverringerung an den Rändern nach der Verlegung einen über die ganze
Bewehrungsbreite konstanten Stahlquerschnitt bilden, wobei zwischen zwei Überdeckungsbereichen mindestens
zwei Mattenstreifen angeordnet sind und der Abstand der Längsmittellinien der jeweils äußersten
Streifen von den Längsmittcllinien der Überdeckungsbereiche halb so groß ist wie der Mittenabstand
der Streifen untereinander.
Die schmalen Mattcnstreifen können auch in beiden Tragrichtungen des zu bewehrenden Bauteils
jeweils einander überkreuzend angeordnet sein.
Schließlich können die Abstände der Längsmittcllinien
der Mattenstreifen ganzzahlige Vielfache der Abstände der Stäbe der Bewehrungsmatte!! sein.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Bewehrungsanordnung ist in erster Linie darin zu sehen, daß die
in der unteren (ersten) Lage verlegten Bewehrungsmatten nur den die Grundbcvvchrung bildenden
Querschnittsanteil enthalten, der zur Bewehrung eines Bauteiles von Auflager zu Auflager durchgehen
muß, während mit der oberen (zweiten), aus den schmalen Mattcnstreifen gebildeten Lage der
jeweils erforderliche Querschnitt erreicht wird. Mit der Anordnung der zweiten Lage aus schmalen
Mattenstreifen kann je nach Anzahl und Absland
derselben eine Vielzahl von Bewelirungsqucrschnitlcn
bis zum doppelten Wert des Querschnittes der ersten Lage eines Grundmaltcnlyps erzielt werden.
Durch die Zweiteilung des Bewehrungr.querschnittes
in eine Grundbewehrung und eine Zulagebewehrung aus schmalen Mattenstreifen wird nicht nur die
Kombinationsmöglichkeit erweitert und damit die Anzahl der vorrätig zu haltenden Mattentypen vcr-
C5 ringcrt, sondern auch die Herstellung und Vorratshaltung
der Matten vereinfacht. So kann mit einer geringen Anzahl von Mattentypen herkömmlicher
Art und höchstens det gleichen geringen Anzahl von
Streifentypen ein Querschnittsbereich von etwa 1,0 bis 45,0 cm2/m gedeckt werden.
Die besonderen Vorteile der neuen Bewehrungsanordnung ergeben sich aus folgender Überlegung:
Wenn beispielsweise mit bekannten Bewehrungsmatten für einen Querschnittsbereich von 0.92 bis
22,62 cm'-Vm zur Bewehrung einachsig bewehrter Bauteile 24 verschiedene Mattentypen erforderlich
sind, so besitzen diese 24 Mattentypen 24 verschiedene Querschnitte. Da die erforderlichen Stahlmierschnitte
aber nur selten der vorbestimmten Querschnittsreihe gleich sind und Unterbewehrungen aus
Gründen der Standsicherheit der Bauwerke nicht
vertretbar sind, lassen sich Überbewehrungen nicht vermeiden. Dieser Mehrverbrauch durch Überbewehrung
schwankt bei den heute bekannten Mattensystemen zwischen 10 und 2O°/o.
Nach der Erfindung sind zur Erzielung des gleichen Querschnittsbereiches nur 6 Mattentypen
handelsüblicher Art und 5 Typen von Mattcnstrenen erforderlich. Mit diesen 6 Matten- und 5 Streifentypen,
die beispielsweise in Abständen von 1,0; 0,90; 0,80; 0,70; 0,60 und 0,50 m auf die ganze Bevvehrungsbreite
verteilt werden, können 6-6-5= 180 verschiedene Querschnitte erzielt werden. Während
für das handelsübliche Mattenprogramm 18 verschiedene Stabdurchmesser erforderlich sind, werden
bci der erfindungsgcmäßen Bewehrung nur 6 verschiedene
Stabdurchmesser benötigt, da die Mattentypen der Grundbewehrung aus den gleichen Stäben
bcstchen können wie die Streifentypen der Zulagebewehrung.
Ein weiterer Vorteil der Kombination einer geschlossencn Grundbewehrung herkömmlicher Art
mil einer Zulagebewehrung in Form von schmalen Mattenstreifen liegt darin, daß die zugelegten Streifen
sowohl wie bisher bei Mattenbewehrungen üblich, im Bereich von Zugspannungen enden können, wobei
sie dem Verlauf der Biegemomente entsprechend verkürzt angeordnet sind, als auch, wie es bislang
nur bei Einzelstabbcwchrungen möglich war, aufgebogen werden können. Damit wird die gestaffelte
Bewehrung unter Verwendung von Bewehrungsmatten auch für alle die Bereiche anwendbar, in
denen sie bislang wegen der Größe der zu ervvartenden und mit Bewehrungsmatten nicht aufnehmbaren
Schubspannungen nicht möglich war. Es können nämlich so die im Zugspannungsbereich nicht
mehr benötigten Bewehrungsanteile der Streifen durch Aufbiegen im Druckspannungsbcreich veranl-ΛΤ!
inv.l bei über mehrere Felder durchlaufenden Planen zur Aufnahme der negativen Biegemomente
im Siützenbcreich herangezogen werden.
Ein weiieres Problem liegt darin, daß. je nachdem,
oli ein Bauteil einachsig oder zweiachsig zu bewehren
ist. unterschiedliche Anteile an Verteilerbewegungen
vorhanden sein müssen. Das Mindestmaß an Verteilerbewehrung beträgt bei einachsig
gespannten Platten 20" η des Stahlquerschnittes der
TraubewL-lirung. Um auch Zwischemvcrte bis zu
zweiachsig gespannten Platten mit 100".Ό Verteilerbewehrung
realisieren zu können, werden verschiedene MattenUpcn gefertigt, bei denen ungefähr 40.
60. 80 und 100" 0 des jeweiligen Stahlquerschnittes
der Längsstäbe als Vertcilerbcwchrung vorgesehen sind. Dadurch wird die Vielfalt der vorrätig zu
haltenden Mattentypen noch weiter gesteigert.
Mit der erfindungsgemäßen Bewehrung dagegen lassen sich mit den bereits genannten 6 verschiedenen
Matten- und den 5 verschiedenen Streifentypen nicht nur in einer, sondern auch in zwei zueinander
senkrechten Richtungen beliebige Stahlc|iierschnittc
erzielen.
Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele. Es zxigt
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine
Bewehrung nach der Erfindung unter Verwendung von Bewehrungsmatten mit Quorschnitlsvcrringeriinten
an den Rändern.
Fig. 2a bis 2f Querschnitte durch nach der Erfindung
ausgebildete schmale Mattenstreifen.
Fig. 3 und 4 in schematischcr Darstellung verschiedene
Möglichkeiten zur Anordnung von schnialen Mattenstreifen bezüglich der Grundbcwchrung.
In Fig. 1 ist ein Anwendungsbcispiel der erfindungsgemäßen Bewehrung an Hand eines Ausschnittes aus einem Querschnitt durch eine Betonplatte dargestellt. Die Bewehrungsmatten 1 bestehen aus Querstäben 2 und Längsstäben 3; letztere haben über fast die ganze Mattenbreite gleiche Durchmesser und liegen in Abs'änden α voneinander.
In Fig. 1 ist ein Anwendungsbcispiel der erfindungsgemäßen Bewehrung an Hand eines Ausschnittes aus einem Querschnitt durch eine Betonplatte dargestellt. Die Bewehrungsmatten 1 bestehen aus Querstäben 2 und Längsstäben 3; letztere haben über fast die ganze Mattenbreite gleiche Durchmesser und liegen in Abs'änden α voneinander.
In den Ranubereichcn der Matten 1 sind auf die Breite des jeweiligen Überdeckungsbereiches Längsstäbe
4 angeordnet, deren Querschnitt etwa halb se groß ist wie derjenige der Längsstäbe 3 im übrigen
Mattenbercich. Auf diese Weise wird in der Grundbewehrung eine auch über den Stoßbereich hinweg
gleichmäßige Bewehrungsintensität erreicht.
Zusätzlich zu der aus Matten 1 bestehender Grundbewehrung sind zwei Mattenstreifen 5 angeordnet.
Dabei sind die Abstände der Längsmittellinien der Streifen 5 von der Längsmittellinie dei
Stoßbereiche etwa halb so groß wie der Abstand dei Längsmittcllinicn der Mattenstreifen voneinander
Dadurch sind die Querschnittsanhäufungen in retrelmäßigen
Abständen voneinander angeordnet, so daC die rechnerische Verteilung des durch die Stahlanhäufungen
erzeugten Zulagequerschnittes über dit ganze Bewehrungsbreitc gerechtfertigt ist.
In Fig. 2 sind verschiedene Ausführunssbeispick
von in der erfindungsgcmäßen Bewehrunesanord
nung zu verwendenden Mattenstreifen aufsezeiet Der Streifen 6 in Fiß. 2a besteht aus zwei Länss
stäben 8. die im Abstand b voneinander licsen. DU
Längsstäbe 8 sind durch Querdrähte 9 miieinaiule
verbunden. Diese Verbindime kann durch Punki
schweißimg. durch Verklammeruns oder durcl
Kunststoff erfolgen.
Wie die Fig. 2b und Zc zeilen, kann einer ode
können beide I.äng--s;äbe 8 als Doppeltube ausee
bildet sein. .Schließlich können auf die deiche Brei'n
des Mattenstreifens auch drei, vier oder fünf Läncs
stäbe 8 vorfanden sein. Der Abstand der äußersici
Längsstäbe 8 beträgt mindestens 200 mm (F is. 21 bis 2t).
In den Fig. 3 und 4 sind noch einise weiten
Beispiele gezeigt, wie die Mattenstreifen' bezüdiel
des sich aus der Breite der Bewchrunesmatten er gebenden Stoßabstandes angeordnet werden können
F1 g. 3 a zeigt die Grundbewehrune aus Matten 11
bei denen im Stoß eine normalerweise nicht nutz bare Stahlanhäufung entsteht. Der Abstand de
Mittellinien der .Stoßbereiche ist mit 5 be;xick.wi
In Fig. 3b liegen im Bereich zwischen den Stöße:
zwei Mattenstreifen 12, die einen den Grundquerschnitt
übersteigenden, über die ganze Bewehrungsbreite als gleichmäßig verteilt anzusehenden zusätzlichen
Stahlquersclinitt erbringen. Die Abstände verändern sich mit wachsender Anzahl von Mattenstreifen
jeweils aus Vi S bzw. Vr. -S' (F i g. 3 c und 3 d).
Fig. 4 zc'i;,t eine der Fig. 3 ähnliche Darstellung
im Zusammenhang mit Matten, bei denen im Stoßbereich keine Stahlanhäufung enlsteht. Die Matten
der Grundbewelming (Fig. 4a) sind hier /nit 13
bezeichnet. Zu der Grundbewehrung sind in Fi p. 4 b
zwei Mattenstreifen 12 gelegt, die einen Abstand vom Stoßbereich haben, der halb so groß ist wie der
Abstand der Streifen 12 untereinander. Dadurch liegen, bezogen auf die ganze Bewehrungsbreite, die
allein durch die Streifen erzeugten Querschnittsanhäufungen in gleichen Abständen voneinander.
Auch diese Anordnung läßt sich mit drei bzw. vier zugelegten Mattenstreifen noch variieren (Fig. 4c
ίο und4d).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
109 583/118
Claims (6)
1. Bewehrung für flächige Betonbauteil, bestehend aus Bewehrungsmatte!! und Zvilagen,
d a d u ich g e k e η η ζ e i c h η e t, daß als Zulagen
schmale Mattenstreifen aus mindestens zwei durch Querdrähte verbundenen Längsstäben
in solchen Abständen angeordnet sini!, daß eine über die ganze Bewehrungsbreite gleiche
Bewehiungsiniensiläl wirksam ist und daß der Bewehrungsanteil der Matten einschließlich der
etwaigen als gleichmäßig verteilt genutzten Bewehrunusanhäufung ihrer Überlappungsbereiche
geringer is', als die maximal erforderliche Bewehrung.
2. Bewehrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungsmatte!! am
Rand wie in ihrem mittleren Teil ausgebildet sind.
3. Bewehrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungsmatten infolge
Randschwächung nach der Verlegung einen über die ganze Bewehrungsbreite konstanten Stahlquerschnitt
bilden und daß zwischen zwei Üherdeckungsbereichen mindestens zwei Mattenstreifen
angeordnet sind, wobei der Abstand der Längsmittellinien der jeweils äußersten Streifen
von den LängsmiUellinicn der Übcrdcckungs bereiche halb so groL ist wie der Mittenabstand
der Streifen voneinander.
4. Bewehrung nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß dir schmalen
Mattenstreifen in beiden Tragrichtungen des zu bewehrenden Bauteiles jeweils einander überkreuzend
angeordnet sind.
5. Bewehrung nach einem der Ansprüche ] bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände
der Längsmittellinien der Mattenstreifen ganzzahlige Vielfache der Stababständc der Bewchniiigsniatten
sind.
6. Bewehrung nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß aufgebogene
Mattenstreifen verwendet sind.
Family
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