DE1812392C - Aufklappbare Lukenanlage für Frachtschiffe - Google Patents
Aufklappbare Lukenanlage für FrachtschiffeInfo
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- DE1812392C DE1812392C DE1812392C DE 1812392 C DE1812392 C DE 1812392C DE 1812392 C DE1812392 C DE 1812392C
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Description
3 4
mit verhältnismäßig geringer Antriebskraft sicher öff- die verschiedenen Führungsstangen parallel zuein-
nen und schließen läßt ander unter einem bestimmten Winkel mit dem Lu-
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Luken- kensüll. Selbstverständlich sind entsprechende Füh-
anlage der eingangs genannten Art erfindungsgemäß rungsstangen an der anderen Seite jedes Lukendek-
dadurch gelöst, daß die Schwenkelemente der jeweils 5 kels 2 vorhanden.
anderen Gruppe von Seitenplatten an den sich in Im geschlossenen Zustand schließen die äußersten
Schiffsquerrichtung erstreckenden Lukendeckeln ge- Lukendeckel an den Querrändern 12 des Lukensülls
bildet werden und die Enden der Fühungsstangen an an. Die Führungsstangen des ersten Führungsstandie
Enden des in Schiffslängsrichtung jeweils voraus- genpaares β7 sind bei 1Γ drehbar mit dem Lukengehenden
und des jeweils nachfolgenden Lukendek- io süll verbunden, während die Führungsstangen 8"
kels angelenkt sind, daß im Bereich der Gelenkver- des letzten Führungsstangenpaares die halbe Länge
bindungen zwischen dem einen Ende der Führungs- h.aben können. Wenn die Lukendeckel, wie in Fig. 3
stangen und den Lukeudeckeln jeweils eine Lauf- dargestellt, aufgeklappt werden, während die Laufrolle
vorgesehen ist und daß an den Seitenplatten rollen 7 auf dem Führungsbalken 6 abrollen, verhält
des von der Staulage entferntesten Lukendeckels je 15 sich die Anlage wie eine Mehrfachschere, wobei die
ein Arm angeordnet ist, der nach unten über eine Lukendeckel bzw. die Führungsstangen gegenseitig
die Laufrollen führende Laufrollenbahn hinausragt parallel ausgerichtet bleiben. Tn voll geöffneten Zu-
und über eine Zugstange mit dem Antriebsglied ge- stand stehen die Lukendeckel annähernd lotrecht auf
lenkig verbunden ist. Bei der Anlage naen der Erfin- dem Lukensüll, wobei die Seitenplatten 5 einander
dung läßt sich mittels des Antriebsgliedcs in jeder ao berühren. Die Höhe dieser Platten ist derart bemes-Stellung
der Lukendeckel und insbesondere auch in sen, daß die Scheitel der Lukenoberflächen 3 frei von
den kritischen Endstellungen, d. h. dann, wenn die den angrenzenden Lukenteilen bleiben. Die Enden
Lukenanlage ganz geschlossen oder voll geöffnet ist, der Oberflächen 3 sind weiterhin mit hakenförmigen
das zum Schwenken der Lukendeckel erforderliche Vorsprüngen 13' versehen, die in der Schließstellung
Drehmoment sicher auf die Mehrfachscheren über- 25 in entsprechende Ausnehmungen 13 angrenzender
tragen. Wegen der günstigen Drehmomentübermitt- Lukendeckel oder Lukensüllränder passen, um einen
lung lassen sich selbst lange Lukenanlagen, die eine wasserdichten Abschluß zu erhalten.
6rößere Anzahl einzelner Lukendeckel aufweisen, mit Um die Anlage anzutreiben, ist an jeder Längsvergleichsweise
geringer Antriebskraft verstellen. seite eine endlose Kette 14 angeordnet, die über zwei
Während des Ladens und Entladens stört das Luken- 30 Kettenräder 15 läuft. Die Kettenräder sind mittels
deckelpaket nicht die Sicht und den Zugang zur einer Welle 16 mit dem entsprechenden Kettenrad
Laderaumöffnung vom Kai oder vom Laufsteg aus. auf der anderen Seite verbunden, wobei eines dieser
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines Räder über ein Untersetzungsgetriebe mit einer An-
Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Zeich- triebskurbel oder einem Antriebsmotor gekuppelt ist.
nungen näher erläutert. Es zeigt 35 An dem vom Befestigungspunkt abgewandten End-
F i g. 1 einen Querschnitt einer erfindungsgemä- lukendeckel ist beiderseits ein Arm 17 fest angeord-
ßen Lukenanlage entlang der Linie I-I von Fig. 2, net, der zum Beispiel, wie gezeigt, schräg abwärts ge-
F i g. 2 eine Seitenansicht der Lukenanlage in ge- richtet ist. Am freien Ende dieses Armes ist bei 18
schlossenen Zustand und eine Zugstange 19 gelenkig befestigt, die ihrerseits
F i g. 3 eine Seitenansicht der Lukenanlage in teil- 40 bei 20 mit einem Glied der Kette 14 verbunden ist.
weise geöffnetem Zustand. Wenn die Kette nach rechts gezogen wird, wird um
In der Zeichnung ist der obere Teil eines Fracht- die Laufrolle 7 dieses Lukendeckels ein Moment aus-
schiffes im Bereich eines Lukensülls «chematisch wie- geübt, das diesen Lukendeckel ein wenig anhebt, um
dergegeben. Dieser Lukensüll wird mit einer Anzahl den Aufklappvorgang einzuleiten. Die unterhalb der
von Lukendeckeln 2 -.bgeschlossen, die aus zwei in 45 Führungsbalken 6 angeordnete Kette 14 stört beim
der Mitte aneinander anschließenden und schräg ab- Laden und Eatladen nicht. Statt einer Kette kann
wärts verlaufenden Lukenoberflächen 3 und Verstei- als Antnebsglied auch ein Stahlkabel oder eir.e Leit-
fungsbalken4 bestehen. An den Längsseiten dieser spindel benutzt werden.
Lukendeckel sind hechstehende Platten 5 angeordnet, Die Lukendeckel und Führungsstangen können
deren oberer Rand etwa annähernd auf derselben 50 derart vertauscht werden, daß dei Endlukendeckel
Höhe liegt wie der höchste Punkt der Oberflächen 3. selbst mit dem Lukensüll gelenkig verbunden ist. Die
Die Seitenplatten 5 erstrecken sich auch über einen Arbeitsweise ist die gleiche, so daß eine nähere Begewissen
Abstand nach unten. Schreibung nicht erforderlich ist.
Am Lukensüll sind von den Längsseiten quer vor- Falls das Mitführen von Deckladung erwünscht ist,
stehende Führungsbalken 6 angeordnet, auf denen 55 sind flache Lukendeckel erforderlich. Diese können
Laufrollen 7 ruhen, die, wie sich aus den Fig. 2 in gleicher Weise ausgeführt werden wie die beschrie-
und 3 ergibt, in der Nähe eines Längsendes jedes benen dachförmigen Lukendeckel, wobei dann nach
Lukendeckels an den Seitenplatten S befestigt sind. innen gerichtete Balkendreiecke für eine Versteifung
Die verschiedenen Lukendeckel einer solchen An- benutzt werden können.
lage sind mittels Führungsstangen 8 miteinander ge- 60 Die Laufrollen 7 können auch auf dem oberen Lu-
kuppelt. Die Mitte je/"er Führungsstange ist bei 9 mit kensüllrand geführt werden, was zu einem gedräng-
der Mitte der Seitenplatte 5 des entsprechenden Lu- teren Aufbau führt. Weiterhin können die Achsen der
kendeckels gelenkig verbunden, während die Enden Laufrollen 7 auch beiderseits der Rollen abgestützt
der Führungsstangen bei 10 bzw. 11 mit den ent- werden.
sprechenden Enden der angrenzenden Lukendeckel 65 Die nach oben geöffneten hakenförmigen Vorgelenkig
verbunden sind. Die Gelenkverbindung 11 Sprünge 13' dienen als Wasserablaufrinnen, die an
kann dabei mit der Achse einer Laufrolle zusammen- den Enden in die seitlichen Führungsbalken 6 münfallen.
In dem in F i g. 2 gezeigten Zustand verlaufen den. Die Laufrollen 7 müssen derart angeordnet sein,
aß sic das Abfließen des Wassers nicht stören. Die
aufroll'en können auch an den entsprechenden Fühingsstangen
8 gelagert sein, wobei die Drehunkte 11 dieser Arme nicht mit der Achse der RoI-n
zusammenfallen.
Die erfindungsgemäße Lukenanlage kann in einfacher und billiger Weise an Lukensüllen bestehender
Schiffe angeordnet werden und ist besonders für Handantrieb oder einen einfachen Motorantrieb ge-5
eignet.
Claims (1)
1 2
Gruppen einander überkreuzender Führungsstangen
Patentanspruch: gebildet Die mittleren und unteren Gelenke der
Scheren sind mit den Lukendeckeln verbunden. Das
Aufklappbare Lukenanlage für Frachtschiffe, am weitesten außen liegende untere Gelenk jeder
insbesondere Binnenfrachtschiffe, mit mehreren 5 Schere ist am Schott gelagert, während das am wei-Lukendeckeln,
die seitlich über je eine Mehr- testen innen liegende untere Gelenk der Scheren unfachschere
gelenkig miteinander verbunden und mittelbar mit dem oberen Trum einer umlaufenden
durch synchrones Betätigen der Mehrfachscheren Rollenkette verbunden ist Nachteilig bei dieser Anunter
Schwenkung um ihre Längsachse gleichzei- Ordnung ist, daß bei geöffneter Lukenanlage die am
tig parallel verstellbar sind, wobei jede der Mehr- io Längssüll hochgeklappten Lukendeckel Zugang und
fachscheren von zwei Gruppen von einander Sicht zur Laderaumöffnung von den längsschiff ver-•
überkreuzenden Schwenkelementen gebildet ist, laufenden Laufgängen sowie, vom Kai aus behindern,
wobei die Schwenkelemente jeweüs einer Gruppe Die Länge der mit der Lukenanlage abdeckbaren
Führungsstangen sind, die an jeweils einen Lu- Laderaumöffnung ist mit Rücksicht auf die Biegefekendeckel
mittig angelenkt sind, und wobei das 15 stigkeit der Lukendeckel begrenzt. Da }sas Lukenaneine
Ende jeder Mehrfachschere mit dem Luken- lage aus zwei getrennt verstellbaren Hälften besteht,
süll und dr.» andere Ende jeder Mehrfachschere sind die für den Antrieb der Lukenanlage erfordermit
einem unterhalb der Schere verlaufenden An- liehen Mittel verhältnismäßig aufwendig. Weil beim
triebsglied gelenkig verbunden ist, dadurch ge- öffnen der geschlossenen Lukenanlage die von der
kennzeichnet, daß die Schwenkelemente der ao Rollenkette ausgeübte Kraft im wesentlichen unmitjeweils
anderen Gruppe von Seitenplatten (5) an telbar in Richtung der zunächst noch flachliegenden
den sich in Schiffsquerrichtung erstreckenden Lu- Führungsstangen wirkt, ist außerdem das Aufklappkendeckeln (2) gebildet werden und die Enden drehmoment relativ klein.
der Führungsstangen (8) an die Enden des in Es ist ferner eine aufklappbare Lukenanlage mit
Schiffslängsrichtung jeweils vorausgehenden und 35 über seitliche Mehrfachscheren gelenkig miteinander
des jeweils nachfolgenden Lukendeckels ange- verbundenen Lukendeckeln bekannt (britische Pa-Ienkt
sind, daQ im Bereich der Gelenkverbindun- tentschrift 943 503), bei der die Schwenkelemente der
gen (11) zwischen dem einen Ende der Füh- Mehrfachscheren zum einen von Führung? stangen,
rungsstapgen (8) und den Lakendeckeln (2) je- die an jeweils einen Lukendeckel mittig t nf,elenkt
weils eine Laufrolle (7) vorgesehen ist und daß 30 sind, und zum anderen von Seitenplatten dir sich in
an den Seitenplatten (S) des vow der Staulage ent- Schiffsquerrichtung erstreckenden Lukendeckel gebilferntesten
Lukendeckels (2) je ein Arm (17) an- det werden. Die Enden der Führungsstangen sind an
geordnet ist, der nach unten über eine die Lauf- die Enden des in Schiffslängsrichtung jeweils vorausrollen
(7) führende Lauf rollenbahn (6) hinaus- gehenden und des jeweüs nachfolgenden L ukendekragt
und über eine Zugstange (19) mit dem An- 35 kels angelenkt. Im Bereich dei Gelenkverbindungen
triebsglied (14) gelenkig verbunden ist. zwischen dem einen Ende der Führungsstangen und
den Lukendeckeln ist jeweils eine Laufrolle vorgesehen.
Am einen Ende beider Mehrfachscheren ist das untere Gelenk mit dem Lukensüll verbunden, wäh-40
rend am gleichen Scherenende das obere Gelenk mit
der Kolbenstange eines Hydraulikzylinders in gelenkiger Verbindung steht. Mittels der Kolben-Zylinder-Anordnung
wird die Lukenanlage geöffnet und geschlossen. Die Kolben-Zylinder-Anordnung hat au-45
ßerdem die Aufgabe, bei geöffneter Lukenanlage das
Die Erfindung betrifft eine aufklappbare Luken- Lukendeckelpaket zwecks vollständiger Freigabe der
anlage für Frachtschiffe, insbesondere Binnenfracht- I aderaumöffnung um 9U ° umzuklappen, nachdem
schiffe, mit mehreren Lukendeckeln, die seitlich über das Lukendeckelpaket durch Halterunge'· zusammenje
eine Mehrfachschere gelenkig miteinander verbun- gehalten ist. Sowohl zum Schließen der Lukenanlage
den und durch synchrones Betätigen der Mehrfach- 50 als auch für das Umklappen des Lukendeckelpakescheren
unter Schwenkung um ihre Längsachse tes wird die Kolbenstange eingefahren. Wenn im Begleichzeitig
parallel verstellbar sind, wobei jede der trieb die Reibung in den Gelenkverbindungen der
Mehrfachscheren von zwei Gruppen von einander Scheren infolge von Verschmutzung oder Rostbilüberkreuzenden
Schwenkelementen gebildet ist, wo- dung verhältnismäßig groß wird, besteht die Gefahr,
bei die Schwenkelemente jeweils einer Gruppe Füh- 55 daß sieh die Lukenanlage nicht mehr schließen läßt,
rungsstangen sind, die an jeweils einen Lukendeckel sondern statt dessen nur das Lukendeckelpaket ummittig
angelenkt sind, und wobei das eine Ende jeder geklappt wird.
Mehrfachschere mit dem Lukensüll und das andere Es ist weiterhin bekannt (österreichische Patent-
Ende jeder Mehrfachschere mit einem unterhalb der schrift 240 ?08), für eine Lukenabdeckung seitlich
Schere verlaufenden Antriebsglied gelenkig verbunden 60 am Lukensüll einen sich in Schiffslängsrichtung erist.
streckenden Kettenantrieb vorzusehen. Dieser Ket-
Eine bekannte Lukenanlage dieser Art (deutsche tenantrieb dient jedoch nicht unmittelbar der Verl'atentschrift
1 165 441) besteht aus zwei querschiffs stellung der Lukendeckel selbst, sondern treibt einen
bewegbaren Hälften, von denen jede mehrere in Transportwagen an, mit Hilfe dessen die Lukendek-Schiffslängsrichtung
angeordnete Lukendeckel um- 65 kel zu einem Stauplatz transportierbar sind,
faßt. Die beiden für jede Hälfte vorhandenen Mehr- Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine
faßt. Die beiden für jede Hälfte vorhandenen Mehr- Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine
falscheren sind an der. Schotten des betreffenden auch für lange Lp^eraumöffnungen geeignete, ein-Laderaumes
angeordnet; sie werden von jeweils zwei fach aufgebaute Lukenanlage zu schaffen, die sich
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