DE1812222A1 - Formeinrichtung - Google Patents
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Classifications
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Formeinrichtungen, insbesondere zum Formen von
faserigem, künstlichem Pflanzenwuchsstoff zu Gegenständen, die zum Aufziehen von Pflanzen und für andere
Gartenbauzwecke verwendet werden können. Üblicherweise werden Pflanzen wie Geranien, Poinsebtias, Chrysanthemen,
!Tomaten und dgl. aus in mit Wuchsstoff, wie Sand oder fJ?orf und Perlit gefüllten Gewächshauspflanzbänken, Topfen
oder ähnlichen Behältern eingesetzten Setzlinge oder
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Samen aufgezogen. In letzterer Zeit ist mit Erfolg künstlicher Wuchsstoff verwendet worden. Ein künstlicher Wuchsstoff
ist beispielsweise in der USA-Patentschrift
(ü^A-Patentanmeldung 651'094) beschrieben. Der in jener
Patentschrift beschriebene .künstliche wuißhsstoff enthält
polymer-modifizierte Zellulosefasern ergänzt durch Faserbindemittel
und Pflanzennährmittel. Dieser Stoff kann im schlammigen Zustand verarbeitet werden und durch Schlammentwässerungsverfahren
zur gewünschten Formen geformt werden, und die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
Formeneinrichtungen zum Formen eines solchen Stoffes zu brauchbaren Formen zur Verwendung im Gartenbau.
Ein bekanntes Verfahren, um Gegenstände aus einer schlammartigen Masse zu formen, besteht im wesentlichen
darin, dass eine Saugform in eine schlammartige Fasermasse eingetaucht wird, während eine Saugwirkung ausgeübt wird,
um aus der Masse einen Körper zu bilden, der im wesentlichen die Form des gewünschten Gegenstandes aufweist. Die
Form wird sodann aus der schlammartigen Masse herausgenommen und die Saugwirkung im allgemeinen aufrechterhalten,
um die Fasern zu verdichten, indem aus der Form Restflüssigkeit
gesaugt wird. Darauf kann der geformte Gegenstand mittels einer Pressplatte in der Form zusammenge-
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gepresst werden, um die Fasern noch mehr zu verdichten
und weitere Schlammflüssigkeit hinauszudrücken. Der
Gegenstand wird sodann mittels irgend eines Verfahrens getrocknet und auf eine Ausziehplatte überführt, indem
durch Löcher in der Ausziehplatte eine Saugwirkung auf den Gegenstand ausgeübt, und indem gleichzeitig Druckluft
oder ein anderes unter Druck stehendes Gas durch die Saugöffnungen der Form in diese hinein geleitet
wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung besitzt eine
Formeinrichtung, welche für die Durchführung eines Teiles des oben beschrieben gesamten Verfahrens geeignet
ist, einen Formhohlraum, in welchem ein Gegenstand geformt werden kann, der eine Mehrzahl von miteinander
verbundenen Pflanzeneinheiten, Kuchen oder dergl. aufweist.
Jede Pflanza»..einheit des Gegenstandes ist ausgebildet,
um eine bestimmte Menge Fasermaterial zu umfassen, die geeignet ist, um die nach verschiedenen Richtungen
wachsenden Wurzeln einer Pflanze aufzunehmen. Dementsprechend unterscheidet sich der vorliegende, geformte
Gegenstand von gleichmässigen, dünnwandigen Gegenständen (wie Platten), bei welchen das Formen aus einer schlammartigen
Masse üblicher ist. Der Gegenstand wird aus einem
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Stück hergestellt, so dass er zu Beginn des Wuchsstadiums der Pflanzen für eine Mehrzahl von Pflanzen verwendet
werden kann und dann später in einzelne Pflanzeneinheiten zweck Umtopfen oder Einpflanzen im freien Feld
getrennt werden kann. ' -
Bei geformten Gegenständen der oben erwähnten Art ist es erwünscht, eine Schichtung der Fasern zu
vermeiden und eine geeignete Dichte, sowie Homogenität der Masse im ganzen Gegenstand zu erhalten. Schichtung
schwächt die Einheitlichkeit des Blockes, indem er bestrebt ist, längs den Schichtungsebenen sich zu spalten.
!Leerstellen, lose gefüllte Bereiche, oder schwache Stellen sind insbesondere an empfindlichen Stellen, so dort,
wo der Formhohlraum Krümmungen oder Ecken aufweist, zu vermeiden. Es ist auch erwünscht, dass der fertige
Gegenstand eine Porosität und Dichte aufweist, die sich mit den verschiedenen durch den späteren Verwendungszweck
des Gegenstandes entstehenden Anforderungen vertragen. Beispielsweise sollte der Gegenstand ein niedriges
Schüttgewicht haben und von solcher Porosität sein, dass die Wurzeln der Pflanzen leicht in die Struktur
eindringen können. Wirtschaftliche Betrachtungen machen es wünschenswert, einen Gegenstand mit minimaler Dichte
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unter Verwendung einer kleinen Menge Schlaxnm-Masse, herzustellen.
Der Gegenstand sollte jedoch eine solche Dichte und Festigkeit aufweisen, dass dem Pflanzenstengel
sowie den Pflanzenwurzeln ein fester Halt gewährt wird und dass während der normalen Verwendung und Handhabung
die Einheit des Gegenstandes aufrechterhalten werden kann. Die Formeinrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung
macht es möglich, dass die oben erwähnten gewünschten Ziele erreicht werden.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zum Formen von Gegenständen aus einer Masse, die geeignet ist als Erdersatz
oder Pflanzenwuchsstoff verwendet zu werden, mit einer einen im wesentlichen der Gestalt des gewünschten
Gegenstandes entsprechend ausgebildeten Formhohlraum aufweisenden Form ist dadurch gekennzeichnet, dass ein
iormhohlraum Mittel zur Unterteilung desselben im Formraumteil angeordnet sind, wobei wenigstens zwei, jedoch
weniger als alle Begrenzungsflächen jedes Formraumteils mit Löchern versehen sind und geeignet sind der flüssigen
Fasermasse eine mehrdimensionale Strömung aufzuzwingen,
wenn Vakuum auf die mit Löchern versehene Flächen wirkt, dass die Unterteilungsmittel kürzer sind als die Tiefe
des Formhohlraumes, wobei in der Form eine Mehrzahl
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von Pflanzeneinheiten geformt werden können, die am einen
Ende voneinander getrennt sind und die am anderen Ende durch einen gemeinsamen Steg, entsprechend dem gleichbleibenden
Querschnitt in der Form jenseits der Unterteilungsmittel, verbunden sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der
Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Bs zeigts
Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines aus mehreren Einheiten bestehenden Kuchen aus synthetischem
Pflanzenwuchsstoff, der in der Formeinrichtung gemäss den Figuren 2 bis 8 geformt wurde;
Fip. 2 eine Ansicht einer in ihre Bestandteile zerlegten
Formeinrichtung gemäss einer Ausfuhrungsform der Erfindung;
Fig. 3 eine Draufsicht der Formeinrichtung gemäss der Fig. 2 im zusammengesetzten Zustand;
Fig. 4 eine Aufsicht im Schnitt im wesentlichen längs der Linie 4-4 der Fig. 3$ wobei aus Illustrationszwecken
gewisse Teile weggelassen wurden;
Fig. 5 einen Querschnitt Im wesentlichen längs der
Linie 5-5 in Fig. 4;
Fig. 6 einen Querschnitt ähnlich demjenigen in Fig. 5, jedoch mit einer teilweise in den Formhohlraum
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eingreifendenDruckplatte;
Fig. 7 einen Ausschnitt einer Draufsicht der Klemmplatte im grösseren Masstab als in den vorangehenden
Figuren;
Fig. 8 einen Querschnitt im wesentlichen längs der Linie 8-8 der Fig. 7;
Fig. 9 eine schaubildliche Ansicht eines Kerndorne8 in
einer modifizierten Ausfuhrungsform und
Fig. 10 eine schaubildliche Ansicht eines Kerndornes in einer weiteren Ausführungsform.
Die Fig. 1 zeigt einen Gegenstand in Form eines aus mehreren Einheiten bestehenden Kuchens 10 aus
künstlichem Wuchsstoff, der sich durch die nachstehend beschriebene Formeinrichtung formen lässt. Der aus
mehreren Einheiten sich zusammensetzende Kuchen 10 besteht aus einer Mehrzahl von Pflanzeinheiten oder -blöcke
12, von denen jede bzw. jeder eine Ausspannung 14 besitzt, um einen Saat- oder Pflanzensteckling aufzunehmen. Die
Einheiten 12 sind mittels leicht durchschneidbaren Stegabschnitten 13, die Teile eines durchgehenden Steges 16
bilden, miteinander verbunden, wodurch der Kuchen 10, um das Wachsen während der V/achstumsperiode einzuleiten,
als ein Stück gehandhabt werden kann und später in eln-
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zelne Pflanzeinheiten 12 unterteilt werden kann, die in
Töpfe oder in den Erdboden verpflanzt werden. Der aus mehreren Einheiten zusammengesetzte Kuchen 10 ist aus einem
künstlichen Wuchsstoff, z.B. polymermodifizierte Holzzellulose-Fasern der in der weiter oben angegebenen Patentschrift
beschriebenen Art hergestellt. Während des Formvorganges werden die einzelnen Gebilde von Fasern zu einem kleinen
Schüttgewicht und von porösem und schwammartigem Charakter untereinander gemengt.
Die Form, um den aus mehreren Einheiten bestehenden Kuchen 10 zu machen, weist einen Formkörper 18 mit Stirnwänden
20,22 und Seitenwänden 24,26, die einen.an zwei Enden offenen Hohlraum bilden. Ein Flansch 28 umgibt das
eine der offenen Enden. Eine Klemmplatte 30 mit einem
Boden 32 und einer mit dem Boden aus einem Stück bestehenden
Trennwand 34, die im wesentlichen senkrecht zum Boden steht, ist ausgebildet, um mittels mit Gewinde versehenen
Befestigungselementen 36 an das keinen Flansch aufweisende,
offene Ende des Formkörpers 18 befestigt zu werden. Wenn die Klemmplatte 30 eingesetzt ist, halbiert die Trennwand
34 im wesentlichen den Formhohlraum. Der Boden 32 und die
Trennwand 34 sind jeweils mit einer Mehrzahl Löcher 38 bzw. 40 versehen, auf die weiter unten noch . näher
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eingegangen wird. Ein Gitter 42, dessen Umrisse im wesentlichen der Gestalt der Klemmplatte 30 angepasst ist, ist
ausgebildet, um die genannten Löcher 38 und 40 zu überdecken und dabei gelochte Formflächen zu bilden. Das Gitter
42 wird in enger Uebereinstimmung hinsichtlich ihres Umrisses
auf die Klemmplatte 30 aufgesetzt, bevor die letztere am Formkörper 18 angebracht wird, sodass, nachdem
die Klemmplatte 30 in ihrer Lage am Formkörper befestigt worden ist, die Ränder des Gitters. 42 zwischen dem Formkörper
18 und der Klemmplatte 30 gehalten sind. Zu diesem Zweck sind die Seitenwände 24, 26 dea Formkörpers 18 je mit
sich in Längsrichtung erstreckenden Einschnitten 44 (Fig. 5) versehen, um die Längsränder des Gitters 42 aufzunehmen,
wobei unmittelbar neben den Einschnitten jedoch noch eine Stossverbindungstelle zwischen dem Formkörper
und der Klemmplatte 30 ermöglicht wird. Zusätzlich ist jede Stirnwand 20,22 des Formkörpers 18 mit einem Ausschnitt.
46 versehen, um die Stirnenden der Trennwand 34 aufzunehmen. Die Ausschnitte 46 stimmen im wesentlichen
mit der Querschnittsform der Trennwand 34 Uberein, wobei
sie jedoch etwas grosser sind als die letzteren, um die Handpartien
des Gitters 42 dazwischen unterbringen zu können. Es ist zu erkennen, dass die vom Gitter überdeckte Trenn-
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wand 34 den Formhohlraum in zwei Kammern unterteilt.
Um den Formhoh"1 raum weiter zu unterteilen,
werden eine Mehrzahl von Trennplatten 48 in gleichen Abständen zueinander zwischen die Trennwand 34 und die
Seitenwände 24,26" des Formkörpers 18 eingesetzt. Die Trennplatten 48 werden eingesetzt, nachdem die mit einem
Gitter versehene Klemmplatte 30 am Formkörper 18 angebracht worden ist und sie werden mittels mit Gewinde versehenen
Befestigungselementen 50, die sich durch geeignete Oeffnungen im Gitter 42 und im Boden 32 der Klemmplatte
erstrecken und die in die benachbarte zugeordnete Trennplatte 48 einschraubbar sind, in ihrer Lage befestigt.
Jede Trennplatte 48 liegt aus der vom Gitter überdeckten Trennwand 34 und am vom Gitter überdeckten Boden
32 der Klemmplatte, sowie an den Seitenwänden 24 oder 26 der Form an, um dabei eine Mehrzahl von Hohlraumunterteilungen
zu bilden, in welchen die oben erwähnten Pflanzeinheiten 12 geformt werden können.
Bs ist zu erkennen, dass jeder Formraumteil eine pyramidenstumpfförmige Form aufweist * wodurch das Entfernen
des geformten Artikels aus der Form erleichtert wird. Dementsprechend verlaufen, wie aus der Zeichnung
ohne weiteres ersichtlich ist, die Seitenwände 24,26 und
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die Stirnwände 20,22 des Formkörpers und die Flächen der
Trennwand 34, sowie der Trennplatten 48 alle leicht geneigt, wobei das kleinste Ende jedes pyramidenstumpfförmigen
Formteilraumes benachbart dem Boden 32 der Klemmplatte
liegt. Es" ist ferner zu erkennen, dass die Seiten jeder Trennplatte 48 ebenfalls abgeschrägt sind, um dicht
gegen die geneigte vergitterte Trennwand 34 und die nicht vergitterte Seitenwand 24 oder 26 des Forrakörpers anzuliegen.
Un die obenerwähnten Aussparungen 14 in jeder
Pflanzeneinheit 12 zu bilden, sind in jedem Formraumteil Kerndorne 52 zentral angebracht. Jeder Kerndorn 52 hat
einen Gewindeschaft 54, der eine geeignete Oeffnung im Gitter 42 und im Klemmplattenboden 32 durchsetzt und auf
den eine Mutter 56 aufschraubbar ist, um den Dorn in seiner Lage zu befestigen. Es ist zu erkennen, dass die
Kerndorne sich nach aussen verjüngen, wodurch das Entfernen des geformten Artikels von den Kerndornen 52 erleichtert
wird. Wie aus Fig. 5 hervorgeht, erstrecken sich die Kerndorne 52 nicht längs der ganzen Tiefe der Formraumteile
.
'Die Oeffnungen 38 und 40 in der Trennwand 34 und im Klemmplattenboden sind verteilt angeordnet, so dass
jedem Formraumteil ein Satz Oeffnungen zugeordnet ist.
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9098*2/0210 °^nal ,nspected
Die Oeffnungen 38 der Trennwand 34 münden auf beiden Seiten der Wand nach aussen und eine Mehrzahl von im
Abstand voneinander angeordneten Sammeldurchlässen 58
in der Trennwand 34 sind so angebracht, dass eine Reihe von Oeffnungen an beiden Seiten der Trennwand 34
mit einem gemeinsamen Sammeldurchlass 58 kommunizieren (siehe Fig. 5). Jeder Sammeldurchlass 58 erstreckt sich
durch den Boden 32 der Klemmplatte 30 und kann dabei wie weiter unten noch näher erläutert wird mit einer
Vakuum- oder Druckquelle in Verbindung stehen. Jeder Sammeldurchlass 58 kommuniziert mit einer Stirnöffnung,
die zu einer gewölbten, das Stirnende der Trennwand 34 bildenden Fläche führt und an dieser nach aussen mündet.
Die Oeffnungen 40 im Boden 32 erstrecken ei£h
vollständig durch den letzteren und münden an der Unterseite der Bodenplatte 32 ebenfalls in einen unter
Vakuum oder Druck stehenden Raum. Die .Oeffnungen 40 im Klemmplattenboden 32 können, wie bei 61 in Fig. 8 dargestellt
ist, angesenkt sein, um das Festsetzen oder Verstopfen zu mildern und eine gleichmässigere Vakuumübertragung
zu schaffen.
Die beschriebene Form eignet sich um auf ein drehendes Rad einer Formmaschine aufgesetzt zu werden,
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die eine Mehrzahl solcher Formen durdh verschiedene Arbeitsstationen
führt. Die Formmaschine weist einen Rahmen 62 (nur teilweise dargestellt) auf, der einen Sammelraum
64 (Fig. 4) bildet, der durch nicht dargestellte Mittel unter Vakuum oder Druck stehen kann. Auf dem Maschinenrahmen
62 ist mittels Bolzen 66 eine Stützplatte 68 angebracht, die eine Oeffnung 70 aufweist, um den Formkörper
18 aufzunehmen. Der schon erwähnte Flansch 28 des Formkörpers liegt auf den Randpartien der Oeffnung 70 in der
Stützplatte 68 auf und der Formkörper 18 ist in seiner lage in der Oeffnung 70 mittels zweier L-förmigen Klemmleisten
72 befestigt. Jede Klemmleiste 72 hat einen Schenkel 74 (Fig* 5), der auf der Stützplatte 68 ruht
und einen Schenkel 76, der abgesetzt ist und wie am besten aus Fig, 5 hervorgeht, auf einer Absetzung im Flansch 28
des Formkörpers 28 aufliegt. Spannschrauben 80 halten die Klemmleisten 72 und den Formkörper 18 in ihrer lage test.
Indem der Formkörper 18 derart festgehalten ist, ist zu erkennen, dass die Stützplattenöffnung 70 durch die Form
abgeschlossen ist und dass Vakuum oder Druck im Sammelraum 64 den Oeffnungen 38,40 und 60 in der Klemmplatte
30 übertragen wird.
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Es ist zu erkennen, dass die Trennwand 34 und die Trennplatten 48 sich nicht über die vollständige
Höhe des Formhohlraumes erstrecken, wodurch ein durchgehender, ununterbrochener Formraumabschnitt 82 unmittelbar
über die genannten Formraumteile gebildet ist. Es ist zu erkennen, dass dar genannte Steg 16 des geformten
Gegenstandes 10 durch den Formraumabschnitt 82 gebildet wird.
Im Betrieb wird die Form in einen künstlichen Wuchstoff bestehend aus einem flüssigen Faserbrei eingetaucht
und der Sammelraum 64 wird unter einen herabgesetzten Druck oder unter Vakuum gesetzt. Das Vakuum wird
den Oeffnungen 38, 40 und 60 in der Klemmplatte 30 übertragen,
wodurch der flüssige Brei in den Formhohlraum eingesaugt wird. Die Flüssigkeit wird durch die Oeffnungen
38,40 und 60 abgezogen und die Fasern, die durch das Gitter 42 zurückgehalten werden, setzen sich im Formhohlraum
nieder. Es ist zu erkennen, dass das Vakuum von zwei Seiten jedes Formraumteiles her wirkt, von denen jede im
wesentlichen zur anderen senkrecht steht, d.h. das Vakuum wirkt durch die Oeffnungen 38 der Trennwand und die Oeffnungen
40 des KLemmplattenbodens hindurch. Durch diese
Anordnung entsteht aus zwei im wesentlichen rechtwinklig
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zueinander stehenden Richtungen her eine Saugwirkung auf den flüssigen Brei, wodurch eine mehrdimensionale Bewegung
des flüssigen Faserbreis entsteht und das Ineinanderverflechten
der Fasern während de* Formvorganges begünstigt wird. Die mehrdimensionale Bewegung des flüssigen Breis
ist bestrebt eine Schichtung zu vermeiden (d.h. es verhindert, dass grosse Mengen von Fasern im wesentlichen
gleichgerichtet sind). Eine solche Schichtung ist unerwünscht, indem sie infolge des reduzierten Verflechtungsgrades dazu neigt den strukturellen Zusammenhalt zu beeinträchtigen.
Nachdem die Form mit Fasern gefüllt und aus der flüssigen Breimaese entnommen worden ist, werden die im Formhohlraum
befindlichen Fasern mittels einer Druckplatte 84 (Fig. 6) unter Druck gesetzt. Die Druckplatte 64 besitzt
einen vorspringenden Teil 86 der gleichen Form, jedoch etwas kleiner, als das offene Ende des Formkörpers 18,
so dass es teilweise in den Formhohlraum hineingestossen
werden kann, um die darin befindlichen Fasern zusammenzudrücken. Die Druckplatte 84, die an einer Platte 88
(teilweise dargestellt) an der Drucketation der Formmaschine angeschraubt ist, kann nur begrenzt in den
Formhohlrautn eingreifen, so dass ein vorbestimmter Ab-
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stand zwischen dem Ende der vergitterten Trennwand 34
dem vorspringenden Teil 86 der Druckplatte 84 aufrechterhalten wird. Damit unterbricht der Druckvorgang die
Kontinuität des Formraumabschnittes 82, in welchem der · Steg, der alle Pflanzeinheiten 12 miteinander verbindet,
gebildet wird, nicht.
Nachdem der geformte Gegenstand zusammengedruckt und die Druckplatte 84 entfernt worden ist, kann der ge«»
formte Gegenstand durch geeignete Mittel (nicht dargestellt)
getrocknet und anschliessend mittels einer Ausziehplatte (nicht dargestellt), welche an denselben angelegt wird,
herausgezogen werden. Die Ausziehplatte ist mit der Druckplatte 84 identisch, mit der Ausnahme, dass die Ausziehplatte
in ihrem vorspringenden Teil Oeffnungen aufweist. Der vorspringende Teil der Ausziehplatte wird in die gleiche
lege wie die Druckplatte 84 (siehe Fig» β) in den Formhohlraum
eingeführt, um mit dem geformten Gegenstand in Eingriff zu kommen. Um den Gegenstand aus der Form zu entfernen,
wird durch nicht dargestellte Mittel über die Oeffnungen in der Ausziehplatte eine Saugwirkung und Über
die Oeffnungen 38,40 und 60 in der Klemmplatte $Q eine
Druckwirkung ausgeübt, wodurch der geformte Gegenstand 10 an der Ausziehplatte haftet, wenn die letztere von der
' - 16 909842/0210
ORIGINAL !NSPECTED
Form wegbewegt wird» Sarauf 1st die Form bereit, tun den
Zyklus zu wiederholen» wenn die Formmaschine auf den nächsten Zyklus geschaltet wird.
* Die Dichte des geformten Gegenstandes IO wird
durch verschiedene Faktoren beeinflusst, so der Art der ▼erwendeten Faser, der Konzentration der Fasern im flUssir
gen Brei, der Stärke des angelegten Vakuums, der Zeitdauer, während welcher die Form im flüssigen Brei eingetaucht ist und der Anordnung und der QrUsee der Vakuumöffnungen. Diese Faktoren können selbstverständlich innerhalb gewisser Grenzen, die durch praktische und wirtschaftliche Ueberlegungen bestimmt sind, gesteuert werden, um
die gewünschte Dichte und Homogenität des geformten Gegenstandes zu erhalten. Man hat jedoch gefunden, dass
das gewünschte kleine Schüttgewicht und die gewünschte Brosität, um das Eindringen der Wurzeln zu erleichtern,
erreicht werden kann, indem die Vakuumöffnungen nicht an allen Seiten jedes Formraumteiles angebracht werden. Somit wirkt die beschriebene Anordnung der Oeffnungen an
der Trennwand 34 und im Boden 32 in Richtung des gewünschten kleinen Schüttgewichtes und wie schon erwähnt der
gewünschten Faserverflechtung. Bs ist zu erkennen, dass die Oeffnungen auch an anderen Seiten der Formraumteile
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ORIGINAL INSPECTED 909842/0210
*"■ i ii'TIC'fniiTi'i***
' '■'
1812T22 ~ I
AU
. Ϊ
(z.B. an den Wänden des Formkörpers) entweder zusätzlich
zu oder anstelle der O&ffnungen 38 in. der Trennwand ange- ;;
ordnet werden können, um die gewünschten Resultate zu -j
■ι erhalten, welche von den herrschenden Bedingungen abhängig
sind, die sich von den anderen, erwähnten Faktoren, welche die Dichte beeinflussen, ergehen. Die beschriebene Anordnung
der Oeffnungen führt auch zu einer geeigneten Homogenität der Masse durch alle Einheiten 12 hindurch, wobei leersteilen,
lose oder dichte Klumpen oder schwache Bereiche vermieden werden und jede Einheit 12 im wesentlichen die
gleichen physikalischen Eigenschaften, wie Dichte, Porosität,
Gewicht und Abmessungen aufweist 9 so dass in allen Einheiten
12 des Gegenstandes 10 ein gleiehmiselges Pflanzenwachstum
gefördert wird.
Die schon erwähnten, dünnen Stegabschnitte 15 im ,
geformten Gegenstand zwischen den einzelnen Pflanzen- !
t einheiten 12 halten die letzteren während der normalen :
Handhabung des Gegenstandes 10 zusammen, und bilden
ebenfalls leicht trennbare Reissbereiche, um das Trennen j
der einzelnen Pflanzeinheiten 12 zu einem späteren Zeitpunkt zu erleichtern. Ss ist erwünscht, die richtige
Dichte und Verflechtung der Fasern in den Stegen zu erreichen,
um die gewünschte Einheitlichkeit zur Erfüllung
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, ' des obengenannten Kriteriums bu erhalten. Dementsprechend
erleichtern die nach dem Ende der Trennwand 34 hin öffnen-
: ,- den Stirnöffnungen 60 das Einsaugen einer genügenden
Menge ineinander verflochtener Fasern in diesem kritischen j Bereich und verhindern damit die Bildung von Schichtungen
; und losen Stellen. Der Druckvorgang mittels der Druckplatte 64» weiche direkt auf den Formraumabschnltt 82 einwirkt, ist bestrebt die Fasern in diesem Abschnitt eusammensupreasen, wodurch die Integrität und die Festigkeit des
Steges 16 gefordert wird. Dies ist erwünscht, da der Steg 16 für den gesamten Gegenstand 10 als wichtigstes
\ . Tragteil dient. Da die Nasse etwas schwammig 1st, ist
die Druckwirkung auf die Nasse in.den Formraumteilen weniger wirksam« so dass das Erreichen des gewünschten
; kleinen Sohttttgewiohtes und der gewünschten Porosität nicht
beeinträchtigt ist.
Ss ist bu erkennen, dass es einfach ist die Gröeae
J der Kerndorne 52 In der Form zu ändern, um verschiedene
Grussen und/oder Formen von Ausspannungen 14 im geformten
Gegenstand 10 au erhalten. Falls beispielsweise ein geform- \ ter Gegenstand für wuraelachlagende Poinsettlastecklinge
verwendet werden soll, kann es erwünscht sein, eine Grusse von Kerndornen 52 au wählen, die für die GrtSssen-
909842/0210 °™nal inspected
to
bereiche, welche bei Stielen solcher Stecklinge ,am
meisten auftreten, geeignet sind. Sollt en. hingegen. Geraniumstecklinge in Frage kommen, kann es wünschenswert
sein, einen Kerndorn 52 einer anderen Grifese zu verr
wenden, um eine grössere Aussparung 14 zvl bilden»'«π die
bei Geraniumspflanzen normalerweise auftretenden tllekeren
aufzunehmen.
Die Kerndorne können auch, wie bei 90 in Fig. 9
dargestellt, ausgekehlt sein» indem eine Mehrzahl von
• rippenähnlichen Vorsprüngen 92 in der verjüngten lassen«
seite des Eerndornes gebildet wird. Die Einbuchtungen
zwischen den Vorspringen 92 bilden.rippenähnliche Vor«
eprUnge in der Aussparung 14, welche den Bereich, der
Grosse und Form der Stecklinge, die in einer Aussparung,
wie sie näher in der USA-Patentschrift....... (UBA-Anmeldung
No. 667*758) beschrieben ist, eingesetzt werden können, vergrössern hilft. Wie aus Fig. 9 hervorgeht, besitzen
die Einbuchtungen 94 über ihre ganze Länge eine konstante Tiefe. Als weitere Variante können Kerndorne
96 (Fig* 10) mit vorspringenden Rippen 98, deren Querschnitt
einem Kegelzahnrad ähnlich ist, verwendet werden. Eine solche Anordnung erleichtert die Herstellung der
Eerndorne 96, indem der letztere wirtschaftlich und
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leicht mit einer herkömmlichen Zahnradschneidmaschine hergestellt werden kann. Die zahnartigen Rippen 98 können
aus einem kegelstumpfförmigen Rohstück hergestellt werden,
sodass* die Rippen 98 sich verjüngen. Die Einbuchtungen
99 zwischen den Rippen 98 können in Längsrichtung ebenfalls verjüngt ausgebildet sein, indem das Schneidwerkzeug, welche
die Einbuchtungen 99 herausschneidet, längs einer zu der Längsachse des Kerndornes 96 parallelen Bahn vorgeschoben
wird.
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Claims (1)
- Patentansprüche1. Einrichtung zum Formen von Gegenständen aus einer Masse, die geeignet ist als Erdersatz; oder Pflanzenwuchsstoff verwendet zu werden, mit einer einen im wesentlichen der Gestalt des gewünschten Gegenstandes entsprechend ausgebildeten Formhohlraum aufweisenden Form, dadurch gekennzeichnet, dass im Formhohlraum Mittel (34,38) zur Unterteilung desselben in Formraumteile angeordnet sind, wobei wenigstens zwei, jedoch weniger als alle Begrenzungsflächen jedes Formraumteiles mit Löchern versehen sind und geeignet sind der flüssigen Faserinasse eine mehrdimensionale Strömung aufzuzwingen, wenn Vakuum auf die mit löchern versehene Flächen wirkt, dass die Unterteilungsmittel (34,48) kürzer sind als die Tiefe des Formhohlraumes, wobei in der Form eine Mehrzahl von Pflanzeinheiten geformt werden können, die am einen Ende voneinander getrennt sind und die am anderen Ende durch einen gemeinsamen Steg (16), entsprechend dem gleichbleibenden Querschnitt in der Form jenseits der Unterteilungsmittel, verbunden sind.- 22 -909842/02702. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daee jeder Formraumteil zwei mit Löchern versehene Formflächen aufweist, die im wesentlichen rechtwinklig zueinander stehen.3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daee die Unterteilungsmittel ein Trennelement(34) aufweisen, das die Formraumteile teilweise begrenzt und das eine Mehrzahl von Löchern aufweist, über welche der Formhohlraum an Vakuum anschlieesbar ist, um darin das Formen der Masse zu erleichtern.4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Form einen Formkörper (18) aufweist, derAn seinem einen Ende offen ist und dessen anderes Ende durch einen Boden (32) abgeschlossen ist, welcher Boden eine Mehrzahl von Löchern aufweist, über welche der Formhohlraum an Vakuum anschlieesbar ist, um darin das Formen der Masse zu erleichtern.5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (32) und das Trennelement (34) aus einem Stück bestehen und mit einem den Umrissen derselben entsprechend geformten Gitter (42) überdeckt sind.- 23 -909842/02706. Einrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (34) an seinem äusseren Ende Oeffnungen (60) aufweist, die in den genannten Teil desFormhohlraumes mit gleichbleibendem Querschnitt münden.7. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (34) an seinen beiden Seiten Gruppen von Löchern aufweist, wobei jede Gruppe von Löchern mit einem gemeinsamen Sammeldurchlass (58) kommuniziert und wobei der Sammeldurchlass (58) ebenfalls mit Stirnöffnungen (60) im äusseren Ende des Trennelementes, wo der ununterbrochene Formhohlraumabschnitt die Formraumteile überbrückt, kommuniziert.8. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterteilungsmittel eine Mehrzahl von Trennplatten (48) aufweisen, die sich quer zum Trennelement (34) erstrecken und mit dem letzteren zusammenwirken, um Begrenzungen für die Formraumteile, in welchen die Pflanzeinheiten geformt werden, zu bilden.9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (34) und die Trennplatten (48) sich vom Boden, querstehend zu demselben, wegerstrecken und im Abstand vom offenen Ende des Formkörpers (18) enden, um unmittelbar benachbart den Unterteilungs-- 24 909842/027 0mitteln den ununterbrochenen Formraumabschnitt im Formkörper zu bilden.10. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennplatten (48) lösbar mit dem Boden (32) verbunden sind.11. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennplatten (48) und die Wände des Formkörpers (18) nicht durchlöchert sind.12. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form eine Mehrzahl von Dornen (52) aufweist, die sich in die Formraumteile erstrecken, um in den Pflanzeinheiten des geformten Gegenstandes Ausspannungen zu bilden.15. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungselemente vorgesehen sind, um die Dorne an der Form lösbar zu befestigen.14. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Dorne (90,96) mit Rippen versehen sind.15. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (18) ausgebildet ist, um eine Druckplatte (84) im offenen Ende des Formhohlraumes aufzunehmen, welche die Fasern im letzteren zusammenpresst, ohne die Kontinuität des benachbarten Formhohlraumabschnittes zu unterbrechen.909842/0270- 25 --ZB- Leerseife
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