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Ing. Kaspar Klaue. Memmingen/Allgäu Aufsetzladegerät Aufsetzladegeräte
sind Ladegeräte, die auf der Ladefläche eines Kraftfahrzeuges, eines Anhängers oder
auch auf einer Rampe montiert bzw. aufgestellt werden können. Diese Geräte sind
verhältnismäßig klein und leicht, sie besitzen im allgemeinen einen Ausleger, der
mit Kranhaken, einem Greifer od. dgl. ausgerüstet ist.
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An einem um eine senkrechte Drehachse verschwenkbaren Bock ist der
Ausleger montiert und auch der Sitz für die Bedienungsperson ist im allgemeinen
drehbar. Der Antrieb erfolgt im allgemeinen hydraulisch, wenn auch andere Antriebsarten,
wie pneumatischer Antrieb oder rein mechanischer Antrieb möglich sind. Die Antriebseinrichtung
kann dabei auf einer Plattform angeordnet sein oder es ist eine Zufuhrleitung beispielsweise
für Drucköl in der senkrechten Drehachse vorgesehen.
Die besondere
Ausbildung dieser Aufsetzladegeräte, nämlich die verhältnismäßig kleinen Abmessungen
insbesondere der Plattform und die leichte Ausbeildung bedingen nun konetruktive
Ausbildungen und eine Arbeitsweise dieser Gerate, die stark von großen Ladegeräten
oder von Baggern abweichen.
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So ist der Sitz für die Bedienungsperson bei den bekannten Geräten
dieser Art seitlich des Auslegers vorgesehen und da es aus Platzmangel nur schwer
möglich ist, Schuzeinrichtungen anzubringen, so besteht bei Schwenkbewegungen der
Plattform die Gefahr von Unfällen für die Bedienungsperson. Die Anbringung von Schutzeinrichtungen
ist auch wegen der dadurch verminderten Sicht schwer durchführbar.
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Andererseits kann ein Aufsetzladegerät infolge seines geringen Gewichtes
verhältnismäßig schnell arbeiten. Die jeweile zu bewegenden Massen Bind gering,
modaß Schwenkbewegungen schnell ausgeführt werden kennen. Ein schneller Ablauf der
einzelnen Arbeitsgänge ist aber auch aus Gründen der Rentabilität notwendig, da
bei jedem Hub ein im Vergleich zu großen Geräten nur geringes Gewicht befördert,
beispielsweise geladen werden kann.
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Eine schnelle Arbeitsweise vergrößert nun aber nicht nur die Unfallgefahr,
sondern auch die körperliche Beanspruchung der Bedienungsperson, die bei jeder Schwenkbewegung
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Ein besonderer Vorteil der Einrichtung nach der Neuerung ergibt
sich dadurch. daß die Bedienungaperson unmittelbar hinter oder über dem Ausleger
sitzt und daher die Arbeit des am Ausleger befestigten Arbeitsgerätes in bestmöglichster
Weise überwachen kann. Im Gegensatz zu der bisher üblichen seitlichen Anordnung
des Sitzes kann bei der Neuerung die Bedienungsperson z. B. beim Ziehen eines Grabens
mittels des Aufsetzladegerätes direkt in den Graben blicken und ist nicht gezwungen,
gewissermaßen blind zu arbeiten oder die Arbeiten von einer anderen Person überwachen
zu lassen.
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Die Neuerung sieht nun weiter vor, daß die Fußrasten zu beiden Seiten
des Bocks vorgesehen sind. Insbesondere können dabei der Bock und der Sitz zu einem
Sattel-oder Reitsitz nach Art eines Motorradsitzes geformt sein. Die Bedienungperson
erhält hierdurch eine feste Verbindung mit dem Aufeetzladegerät. Daraus ergibt sich
ein Sioherheitsgetühl für den Bedienenden, welches die voraussetzung für ein schnelles,
sicheres Arbeiten ist.
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Weiter ist vorgesehen, daß das Schaltbrett oder die Bedienungshebel
am oberen Ende des Bockes zu beiden Seiten oder über dem Ausleger angeordnet sind.
Bei der Anordnung des Bockes vor dem Sitz sind die Sitzhähe und die Höhenlage der
waagrechten Schwenkachse des Auslegers im wesentlichen gleich.
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Bei einer bevorzugten Ausbildungsform der Neuerung ist der Ausleger
gegenüber der Sitzmitte geringfügig, etwa um die halbe Auslegerbreite seitlich verschoben.
Eine derartige
Ausbildung wird sich vor allem dann empfehlen, wenn
der Ausleger nicht fachwerkartig ausgebildet ist, sondern wenn dieser beispielsweise
durch ein Rohr-oder Kastenprofil gebildet wird. In diesem ? alle ermöglicht die
geringfügige seitliche Verschiebung eine Verbesserung der Sicht der Bedienungperson.
ohne daß dadurch die oben beschriebenen Vorteile beeinträchtigt würden.
| In den Zeichnungen ist eine AusfUhrung'aform der Neuerung |
| beispielsweise dargestellt. 3s zeiget |
Figur 1 eine Seitenansicht einer Anordnung entsprechend der Neuerung, Figur 2 eine
Draufsicht auf die Darstellung der Figur 1 und Figur 3 eine Vorderansicht dieser
Anordnung.
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Auf dem Untergestell 21, das auch Teil eines Fahrzeugs oder einer
Rampe sein kann, ist der Drehkran 20 montierte der die Plattform 19 trägt. Die Plattform
19 ist um die Schwenkachse 2 verdrehbar, Wie insbesondere die Darstellung der Figur
2 erkennen läßt$ ist der Sitz 3 für die Bedienungsperson im wesentlichen zentrisch
zur Plattform 19 angeordnet. Wesentlich ist dabei die symmetrische Anordnung zur
senkrechten Mittelebene 16, während der Sitz 3 an sich etwas nach rückwärts geschoben
sein kann, da die Bedienungsperson im allgemeinen während der Arbeit leicht nach
vorne geneigt sein wird, sodaß der Kopf und der Oberkörper der Person etwa in der
Drehachse 2 untergebracht sein wird.
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Der Motor 5 mit der Hydraulikanlage 6, also einer Pumpe usw. sowie
der Kraftstofftank 13 sind vorzugsweise unter dem Sitz 3 bzw. seitlich dieses Sitzes
vorgesehen. In Anbetracht der beschränkten Platzverhältnisse auf der Plattform 19
ist diese Anordnung zu bevorzugen.
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Der Sitz 3 ist mittels der Strebe 4 an dem Bock 1 befestigt, der am
oberen Ende die Schwenkachse 8 des Auslegers 9 trägt.
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Der Ausleger 9 ist dabei abgebrochen gezeichnet. Der Ausleger kann
einen Kranhaken, ein Greifergerät oder eine andere an sich bekannte Einrichtung
tragen. In der waagrechten Schwenkachse 8 des Auslegers 9 ist ferner ein Druckstück
10 gelagert, das eine Mehrzahl von Stecklöchern 12 zur Verbindung mit der Lasche
13 des Auslegers 9 aufweist. Je nach dem, welches der Stecköcher 12 mit der Lasche
1 ; beispielsweise durch einen Bolzen verbunden wird, wird die gegenseitige Winkellage
des Druckstückes 10 zu dem Ausleger 9 b@stimmt.
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Durch eine derartige Verstellmöglichkeit läßt sich erreichen, daß
der Arbeitszylinder 11, der am Druckstück 10 angreift, bei einem bestimmten gleichen
Hub für verschiedene Schwenkbereiche des Auslegers 9 brauchbar ist. Inder in der
Figur 1 stark ausgezogenen Stellung, in der die Lasche 13 mit dem untersten Stecklooh
12 verbunden ist, wird das Aufsetzladegerät vorzugsweise zum Grabenziehen verwendet.
In der strichpunktierte Stellung, in der das oberste Steckloch 12 mit der Lasche
13 verbunden ist, kann das Äufsetzladegerät hochliegende Ladearbeiten ausführen
z.B. von einem Fahrzeug in einen Waggon oder in einen Silo laden.
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Zu beiden Seiten des Bockes 1 sind die Fußrasten 7 angeordnet, sodaß
die Bedienungsperson den Bock 1 zwischen den Beinen hat, sodaß sich eine Art Sattelsitz
ergibt.
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Es ist klar, daß derBock 1 die Strebe 4 und der Sitz 3 auch eine andere
Form halben können, beispielsweise die Form eines Motorrad-oder Reitsitzes. Am oberen
Ende des Bockes 1 ist das Schaltbrett 14 mit dem oder den Bedienungshebeln 15 vorgesehen.
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Wie insbesondere die Darstellung der Figur 2 erkennen läßt, ist der
Ausleger 9 gegenüber der senkrechten Mittelebene 16 seitlich und zwar nach linke
verschoben, sodaß die rechte Kante 17 des Auslegers mit der Mittelebene 16 in etwa
übereinstimmt. Die Bedienungsperson kann auf diese Weise am Ausleger 9 Torbeiblicken
und die Arbeit des Aufsetzladegerätes überwachen.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Neuerung ist der Sitz
hinter dem Bock vorgesehen. Es ist aber auch möglich, den Bock beispielsweise zentrisch
und den Sitz auf dem Bock, also über dem Ausleger anzuordnen. Der Bock kann dabei
z. B. rohrartig ausgebildet sein.
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Die Neuerung kann in verschiedener Weise abgewandelt werden.
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Insbesondere ist es auch möglich, nur ein Teilmerkmal anzuwenden,
um den mit dem Teilmerkmal verbundenen Vorteil zu erhalten.