DE1804079C3 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tiefziehwerkzeugen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von TiefziehwerkzeugenInfo
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Description
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausüben eines Druckes am Boden
des Formkastens (13) ein aufblasba-er Behälter
angeordnet ist
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausüben eines Druckes eine
Druckkammer (16) dient, in der sich Gußmaterial befindet und die sowohl mit dem Formkasten (13) als
auch mit einem Druckerzeuger verbunden ist.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung zusammengehöriger Patrizen und Matrizen
als Preßwerkzeuge für die Herstellung von tiefgezogenen Gegenständen auf einer Fresse, wobei die
Preßwerkzeuge aus leicht schmelzbaren Metallegierungen gegossen werden.
In der DT-PS 12 67 800 wird ein Verfahren zur Herstellung von Preßwerkzeugen mit zueinander
passenden Patrizen und Matrizen beschrieben, die zur Herstellung von aus Blechen in ihre Form gezogenen
Gegenständen auf einer Presse dienen. Hierbei liegt die Aufgabe vor, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Herstellung zusammengehöriger Patrizen und Matrizen eineesetzt werden können. Zur Lösung dieser Aufgabe
wird in dem genannten Patent vorgeschlagen, daß die Patrize und die Matrize des Preßwerkzeuges unter
Verwendung eines perforierten Modells in der Anord-
nung ihrer Arbeitsstellung in der Presse gleichzeitig hergestellt werden.
Dieselbe Aufgabenstellung hegt auch der vorliegenden
Erfindung zugrunde, und in Abänderung der den Gegenstand des zuvor genannten Patentes darstellen-
■o den Maßnahmen wird von der Erfindung zur Lösung
einer solchen Aufgabe vorgeschlagen, daß die Patrize und die Matrize des Preßwerkzeuges unter Verwendung
eines perforierten Modells in der Anordnung ihrer Arbe:tsstellung bei ihrer Herstellung mit Justiervorrich-
,<; tungei versehen werden, die mit Justiervorrichtungen
zusammenwirken, die sich an zur Befestigung der Werkzeuge dienenden Montageflächen der Presse
"~Während also bei dem Verfahren nach der DT-PS
12 67 800 die Preßwerkzeuge an Ort und Stelle in ihrer Arbeitslage direkt an der Presse gegossen werden, in
der die Gegenstände hergestellt werden sollen, wird durch die vorliegende Erfindung unter Beibehaltung der
bereits nach dem bekannten Verfahren erreichten
Vorteile zusätzlich der v«rteil erzielt, daß die Presse
selbst zum Herstel!ür"-vurgang nicht mehr benötigt
wird, d. h., daß sie noch mi' bereits an ihr bdestigten
Werkzeugen arbeiten kann, während die neuen Werkzeuge hergestellt werden.
Als Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens schlägt die Erfindung eine Gießvorrichtung vor mit
einem Formkasten zur Aufnahme des Schmelzgutes, mit einer über dem Formkasten angeordneten Tragvorrichtung
für einen Kernträger und den Kern selbst bildende
Elemente, mit einer Vorrichtung zum Hineinhängen des Modells in das Gußmaterial und mit Mitteln zum Heben
und Senken der Tragvorrichtung. Als Vorrichtung zum Heben und Senken des Kernträgers kdPn vorteilhaft
eine Gewindespindel mit einer Gewindemu. ier dienen.
Zur Erzielung einer guten Qualität der gegossenen Werkzeuge ist es ferner vorteilhaft, auf das noch
flüssige, im Formkasten befindliche Gußmaterial während des Erstarrens einen Druck auszuüben. Hierzu
dient vorteilhaft eine Druckkammer, in der sich ebenfalls Gußmaterial befindet und die sowohl mit dem
Formkasten als auch mit einem Druckerzeuger verbunden ist.
Der Formkasten selbst kann mit Mitteln zum Erhitzen des im Formkasten befindlichen Gußmaterials und mit
Mitteln zum Abkühlen desselben versehen sein; es können sich aber auch die Mittel zum Erhitzen und
Abkühlen an der Gießvorrichtung befinden, wobei sie dann mit dem Formkasten verbunden oder von diesem
40
45 getrennt wciücii küfinc .
Nachfolgend soll die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung genauer beschrieben werden, die eine
teilweise geschnittene Seitenansicht zeigt, die ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß aufgebauten
Vorrichtung darstellt.
In dem Beispiel einer gemäß der Erfindung ausgeführten und zur Anwendung bei der Ausführung
eines ebenfalls erfindungsgemäßen Verfahrens dienenden Vorrichtung hat, wie in der Zeichnung dargestellt,
die Vorrichtung die Form einer Gießvorrichtung, die ein
als Preßwerkzeuge für die Herstellung von iiefgezoge- uic vüiüvritungüis; rx>i■■·«»■«.· „,_«,— ..-..,—.ö,-.-....
nen Gegenständen auf einer Presse zu schaffen, mit dem 65 Gerüst mit einer unteren Halteplatte 10 und mit einer in
die Preßwerkzeuge ohne den Einsatz gelernter Werk- einem bestimmten vertikalen Abstand zu der unteren
zeugmacher mit einem geringen technischen Aufwand Halteplatte angeordneten oberen Halteplatte 11 aufhergestellt
und ohne großen Zeitaufwand in die Presse weist, wobei sich beide Halteplatte· in einer horizonta-
len Ebene erstrecken und miteinander durch Ständer 12
verbunden sind.
Auf der unteren Halteplatte 10 sitzt ein zur Aufnahme von Gußmaterial dienender Formkasten 13, und der
Boden des Formkastens ist mit einer Mehrzahl von Justiervorrichtungen in Form von nach unten gerichteten
Zapfen 14 versehen, die in entsprechende, in der unteren Halteplatte 10 vorgesehene Vertiefungen
eingreifen. Der Formkasten ist mit nur prinzipiell angedeuteten Mitteln 15 zum Erhitzen und Schmelzen
des in ihm befindlichen Gußmaterials und auch mit (nicht dargestellten) Mitteln zum Abkühlen ies
geschmolzenen Materials versehen. Wahlweise ·Λ-οη<·η
aber auch die Mittel zum Erhitzen und Abk .. »c ~
Gießvorrichtung selbst befestigt sein, sr ...
chende Verbindungen mit dem FormkasK ·. ■< f
chende Verbindungen mit dem FormkasK ·. ■< f
hergestellt werden können.
Außerdem ist der Formkasten mit Mitteln zum Ausüben eines Druckes auf das im Formkasten
befindliche geschmolzene Material versehen. Diese Mittel können in einem aufblasbaren Behälter bestehen,
der am Boden des Formkastens angebracht ist; es ist jedoch, wie in der Zeichnung gezeigt, eine Druckkar,
mer 16 vorgesehen, deren unterer Teil mittels eines Kanals 17 mit dem Hauptraum 13a des Formkastens 13
verbunden ist, wobei riie Druckkammer eine öffnung 18
aufweist, über die die Druckkammer 16 an einen Speicher mit unter Druck stehendem Medium wie z. B.
Druckluft angeschlossen werden kann. Es körnten jedoch auch beliebige andere Mittel angewendet
werden, um Druck auf das geschmolzene Material einwirken /u lassen, während das Gießen der Werkzeuge
erfolgt.
Unterhalb der oberen Halteplatte I! der Gießvorrichtung
ist eine Tragplatte 19 mit nach oben gerichteten Achsen oder Stangen 20 angeordnet, die
durch in der oberen Halteplatte Il vorgesehene Öffnungen verlaufen als Führung für die Tragplatte 19.
wenn diese in verti1 aler Richtung in bezug auf die obere
Halteplatte Il gehoben oder gesenkt wird. Die Tragplatte 19 ist ferner mit einer nach oben führenden
Gewindespindel 21 verbunden, die durch die obere Halteplatte Il führt und auf der Oberseite der oberen
Halteplatte mit einer Mutter 22 in Eingriff steht, so dzi
eine Drehung der Mutter 22 zum Heben und Senken der Tragplatte 19 in bezug auf die obere Halteplütte ! 1 und
auf den von der unteren Haluplalte 10 getragenen Formkasten 13 dienen kann. Wie gezeigt, ist die Mutter
22 an ihrer Außenseite als Schneckenrad ausgebildet das mit einer durch beliebige geeignete Mittel in
Drehung versetzten Schnecke 23 in Eingriff steht Als
andere Möglichkeit kann die Tragplatte 19 aber auch
mittels einer druckbctätigien Kolben-Zylinder Anord
nunK gehoben und gesenkt werden
In der Tragplatte 19 befindet sich eine Vielzahl von
Bohrungen 24, die zur Befestigung eines Kernträgers 25 dienen, der so ausgebildet ist, daß die von ihm
getragenen und jeweils den Kern bildenden Teile 26 nach unten hin vom Kernträger abstehen. Wie
dargestellt, ist der Kernträger 25 mit durch die Bohrungen 24 führenden Zapfen 25a versehen, die mit
Distanzbuchsen 256 umgeben sind, um den Kernträger 25 unter der Tragplatte 19 auf Abstand zu halten.
Eine Gießvorrichtung der oben beschriebenen Art wäre etwa so aufzustellen, daß die Tragplatte 19
zunächst in ihrer angehobenen Stellung liegt, wobei der Kernträger 25 noch nicht an der Tragplatte befestigt ist:
es wird nämlich zuerst eine Tiefziehplatte 27, an der ein
!5 perforiertes Modell 28 so befestigt ist, daß es von der
Tiefziehplatte 27 nach unten absteht, mit der Tragplatte 19 derart verbunden, daß die Tiefziehplatte 27 von der
oberen Halteplatte 11 herabhängt. Dann wird das in dem Formkasten 13 befindliche Gußmaterial erhitzt, bis
es geschmolzen ist, und es werden die Gewindespindel 21 und die Mutter 22 betätigt, um die Ticf?:-ihplatte 27
auf den oberen Rand des Formkastens 13 abzusenken, so daß das Modell 28 in das geschmolzene Gußmaterial
hineinreicht. Dann werden die Tiefziehplatte 27 von der
^5 Tragplatte 19 gelöst und die Mutter 22 in Drehung
versetzt, um di" Tragplatte 19 in eine Lage anzuheben, in der der Kernträger 25 befestigt werden kann.
Anschließend werden die Tragplatte 19 und der Kernträger 25 abgesenkt, bis das oder die den Kern
bildenden Teile 26 ebenfalls in die Schmelze, '.n der sich
a-ich das Modell 28 befindet, hineinreichen, und der
Gießvorgang wird dann durch das Abkühlen des geschmolzenen Materials fortgesetzt, während zur
gleichen Zeit dies Material unter Druck gesetzt wird.
Wenn der Gußvorgang abgeschlossen ist, wird die Tragplatte 19 vom Kernträger 25 getrennt und durch
die aus der Gewindespindel 21 und der Mutter 22 bestehende Vorrichtung angehoben, so daß die Gießvorrichtung
Werkzeug-Patrize und -Matrize enthält, die miteinander in Eingriff stehen. Wenn es erforderlich
wird, können die Werkzeuge von der Gießvorrichtung entfernt und an der Presse, an der sie verwendet werden
sollen, anmontiert werden, wobei die nach unten gerichteten Zapfen 14 des Formkastens 13 und die nach
oben gerichteten Zapfen 25a des Kernträgers 25 dazu dienen, die Werkzeuge so in der Presse zu justieren, daß
kein weiteres Ausrichten der Werkzeuge notwendig wird.
Es ist natürlich zu erkennen, daß die Werkzeuge in der Gießvorrichtung hergestellt werden können, sobald
es erforderlich ist, und daß sie anschließend zum Tiefzirher an die Presse montiert werden können, so
daß die Preise praktisch nicht ausfällt, während die
Werkzeuge selbst hergestellt werden.
Hierzu \ Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung zusammengehöriger Patrizen und Matrizen als Werkzeuge für die
Herstellung von tiefgezogenen Gegenständen auf einer Presse, wobei die Preßwerkzeuge aus leicht
schmelzbaren Metallegierungen gegossen werden, nach DT-PS 1267800, dadurch gekennzeichnet,
daß die Patrize und die Matrize des Preßwerkzeuges unter Verwendung eines perforierten
Modells (28) in der Anordnung ihrer Arbeitsstellung bei ihrer Herstellung mit Justiervorrichtungen
(14,25a) versehen werden, die mit Justiervornchtungen
zusammenwirken, die sich an zur Befestigung der Werkzeuge dienenden Mor.tageflächen der
Presse befinden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
Gießvorrichtung mit einem Formkasten (13) zur Aufnahme des Schmelzgutes, mit einer über dem
Formkasten (13) angeordneten Tragvorrichtung (19) für einen Kernträger (25) und den Kern selbst
bildende Elemente (26), mit einer Vorrichtung (27) zum Hineinhängen des Modells (28) in das
Gußmaterial und mit Mittein (21,22,23) zum Heben
und Senken der Tragvorrichtung (19).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung zum Heben und Senken des Kerntmjers (25) eine Gewindespindel
(21) mit einer Gewindemutter (22) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadr-ch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung '.um Heben und
Senken des Kernträgers (25) eine drui<betätigte Kolben-Zylinder-Anordnung aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch Mittel zum Ausüben eines
Druckes auf das im Formkasten (13) befindliche Gußmaterial.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681804079 DE1804079C3 (de) | 1968-10-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tiefziehwerkzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681804079 DE1804079C3 (de) | 1968-10-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Tiefziehwerkzeugen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1804079A1 DE1804079A1 (de) | 1970-05-21 |
| DE1804079B2 DE1804079B2 (de) | 1975-08-21 |
| DE1804079C3 true DE1804079C3 (de) | 1976-07-29 |
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