DE1804054C - Folgesteuervorrichtung für zwei doppeltwirkende Antriebsmotoren - Google Patents
Folgesteuervorrichtung für zwei doppeltwirkende AntriebsmotorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Foigesteuervorrichtung
für zwei doppeltwirkende Antriebsmotoren mit einer Druckmittelquelle zur Beaufschlagung der Antriebs- 5,-motoren,
mit einem Folgesteuerventil zur Betätigung des zweiten Antriebsmotors nach dem ersten Antriebsmotor
in Abhängigkeit vom Druckanstieg in dem dem ersten Antriebsmotor zugeführten Druckmittel,
welches Folgesteuerventil ein Abflußsteuerve..til mit einem Ventilglied in der Abflußleitung des zweiten
Antriebsmotors sowie einen auf den Druck im ersten Antriebsmotor ansprechenden Schieberkolben
zum Öffnen des Abflußsteuerventils aufweist.
Eine bekannte Folgesteuervorrichtung hat vom Druckmittel unmittelbar beaufschlagbare Schieber,
die jeweils zum Öffnen eines im Ruhezustand mit seinem Eigengewicht auf seinem Ventilsitz sitzenden
Ventilgliedes dienen, wodurch bei einem Druckwechsel die Ventilglieder schlagartig von ihrem Sit? abge- u>
hoben werden, was zu einer abrupten Betätigung des Antriebsmotors führt und auch ein Abheben des Ventilgliedes
bei einer Drucksteigerung bewirken kann, ohne daß der zuerst angetriebene Motor voll betätigt
wurde (deutsche Auslegeschrift 1.069,971). ü
Bei einem selbsttätigen Steuerventil ist bekannt, eine zu einer Stirnseite des Schiebers führende Drosselstelle
vorzusehen, die ein allmähliches Öffnen einer Abflußleitung bewirkt. Der bekannte Schieber steht
unter der Wirkung einer Feder, die ihn an einer Ge- (,o
häusewand zu halten sucht. Die Drosselstelle ist in einem innerhalb des Schiebers verschiebbar gelagerten
Drosselkörper vorgesehen, wobei eine zwischen dem Grund des Schiebers und dem Drosselkörper eingespannte
Feder diesen Körper in einer bestimmten f)5
Lage zu halten sucht (deutsche Auslegeschrift 1.060,681).
Ein bekanntes zwischen einem an eine Druckmittelquelle
anaeschlossenen Wegeventil einerseits und einem doppelt wirkenden Arbeitszylinder andererseits
eingeschaltetes Steuerventil hat einen Schieberkolben, der"an seinen beiden Endseiten durch je eine in Rieh
tuns auf seine neutrale Stellung vorgespannte Feder abgestützt ist. Zwischen dem Arbeitszylinder und der
Stirnseite des Schieberkolbens ist je eine Drosselsteüe vorgesehen. Die Lage des Schieberkolbens hängt von
der" Differenz zwischen den Drücken in den Kam mern des Arbeitszylinders ab (deutsche Auslegeschrift
1.031.136).
Ein bekannter Verstellpropeller für einen Schiffsantrieb
mit verstellbaren Propellerflügeln weist in seiner hydraulischen Verstelleinrichtung zwei durch einen
Verstellkolben steuerbare Rückschlagventile auf. Der Verstellkolben hat kegelförmige Steuerflächen zur Anlage
je einer auf das Schließglied des Rückschlagventils wirkenden Kugel. Der Verstellkolben ist an seinen
beiden Enden durch Federn abgestützt, die ihn in der Mitte zu halten suchen. Ein auf eines der Enden des
Verstellkolbens wirkender Druck führt zu dessen ra scher Betätigung, so daß das betreffende Schließglisc!
des Rückschlagventils rasch angehoben oder gesenkt wird (USA.-Parentschrift 2,355,039).
Ein bekanntes iteuergerät für einer, einfach wirkenden
Arbeitszylinder hat ein schaftförmiges Betäti gungsglied. an dem im Abstand voneinander zwei
Schließglieder angebracht sind. Zusätzlich ist noch eine kegelförmige Steuerfläche für die Betätigung
eines als Vorsteuerventil dienenden steuerbaren Rück schlagventils vorgesehen. Da ein Vorsteuerventil nur
für einen geringen Druckmitteldurchfluß ausgebildet ist, ist dessen langsame oder schnelle Betri'igung von
untergeordneter Bedeutung in bezug auf Druckwellen und Druckschläge im Druckmittelsystem (USA.-Pa
tentschrift 2.644,429).
Es ist ferner auch bekannt, ijr die Betätigung des
Ventilgliedes einer Steuervorrichtung eine im Sinne des Öffnens verjüngt ausgefünrte Steuernut vorzuse
hen (schweizer Patentschrift 318,959).
Es liegt die Aufgabe vor. bei einer Folgesteuervor richtung der eingangs umrissenen Art ein abruptes
Betätigen des zweiten Antriebsmotors sowie schlagartige Drucksteigerungen im Hydrauliknetz weitgehend
zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Kombination folgender an sich bekannter Merkmale:
a) Der Schieberkolben ist an seinen beiden Stirnseiten durch je eine in Richtung auf seine Neutralstellung
vorgespannte Feder abgestützt, wobei zwischen dem ersten Antriebsmotor und den Stirnseiten des
Schieberkolbens je eine Drosselstelle vorgesehen ist:
b) der Schieberkolben weist für die Betätigung des Ventilglieds des Abflußsteuerventils eine Steuernut
auf. die im Sinne des ÖfTnens dieses Ventilgliedes verjüngt ausgeführt ist.
Entsprechend dem Druckaufbau auf einer Seite des Schieberkolbens legt dieser entgegen der Wirkung
der Feder einen bestimmten Weg zurück, ehe das Abflußventil zum Ansprechen kommt, so daß geringe
Verschiebewege des Schieberkolbens im Bereich seiner Mittellage wie sie während des Betriebes häufig
vorkommen, ohne wesentlichen Einfluß sind. Die Anordnung der Steuernut ergibt ein sanftes Abheben des
Ventilglicdes_ von seinem Ventilsitz. Hierdurch wird ein sanfter Übergang in der aufeinanderfolgenden Betätigung
der gesteuerten Motoren und eine weitgc-
hende Sicherheit gegenüber Druckwellen und Druckschlägen im Druckmittelsystem geschaffen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung beschrieben. In dieser
zeigL
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Lastengreifers, der
einen waagerecht ausschiebbaren Schieberahmen und einen Greifer im Bereich seines unteren Endes aufwe;st.
wobei ein Teil des Schieberahmens zur Darstellung eines zur Betätigung des Greifers dienenden Arbeitszylinders
ausgebrochen ist:
F i g. 2 eine Draufsicht auf den Lastengreifer nach
Fig. 1 mit leicht angeschobenem Schieberahmen, wobei ein Teil des Lastengreifers ausgebrochen ist
und
F i g. 3 eine schematische Ansicht des Hydrauliksystems zur Betätigung des Schieberahmens und des
Greifers.
Sn den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist ein Gestellgebrachter
Greifer 48 weist eine untere Greifbacke 50 von C-förmigem Querschnitt, die an ihrem oberen
Rand am Boden des Schieberahmens angebracht ist. und ein senkrecht bewegbares Greifstück 52 au*". Sowohl
die untere Greifbacke 50 als auch das Greif stück 52 erstrecken sich im wesentlichen über die
ganze Breite des Schieberahmens 14.
Ein Paar doppeltwirkender Arbeitszylinder 56 als Antriebsmotoren für den Greifer ist innerhalb des
Schieberahmens 14 befestigt, wobei jeweils ein Arbeitszylinder jeder Seite des Schieberahmens benachbart
ist. Wie sich am besten aus Fig. 3 ergibt, hat jeder Arbeitszylinder einen Zylindermantel 56b und
einen Kolben 56a mit einer Kolbenstange. Aus Fig. 1 ergibt sich, daß jeder Arbeitszylinder 56 so
angeordnet ist. daß sein Stangenende sich nach unten erstreckt und an dem Greif ;ück 52 angebracht ist.
Bei Betätigung der Arbeitszylinder 56 zum Ausfahren der Kolbenstangen bewegt sich das Greifstück 52
rahmen im gesamten mit 10 bezeichnet, welcher am 20 nach unten in Richtung zur unteren Greifbacke 50.
vorderen Ende eines Hubladers am Hubwagen angebracht
ist. von dem ein mit 12 bezeichneter Teil dargestellt ist. An dem unieren Ende des Gestellrahmens
sind nach vorne weisende Lastgabeln 13 angeordnet, »■obei das rückwärtige Ende nur einer solchen Gabel
in F i g. 1 dargestellt ist.
hin im gesamten mit 14 bezeichneter Schieberahmen ist an dem Gestellrahmen mittels einer ausFahr
baren und nach Art einer Nürnberger Schere ausgebildeten Verschiebevorrichtung 16 angebracht
(Fig. 2). Die Verschiebevorrichtung weist hier vier feste Arme 20. 22, 24, 26 auf, die von Lagern 28, 30
und 32 aufgenommen werden. Die Arme 20, 22 sind mit ihren rückwärtigen Enden an je einer lotrechten
Schwenkachse 34 bzw. 36 angebracht, welche an den Seiten d°s Gestellrahmens 10 gelagert sind. Die vorderen
Enden der Arme 24, 26 sind innerhalb von waagerechten, nicht dargestellten Verschiebebahnen
gleitbar aufgenommen, die auf der Rückseite des Schieberahmens 14 vorgesehen sind.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist in der Nähe der Seiten des Gestellrahmens 10 ein Paar doppelt wirkender
Arbeitszylinder 40, 41 angeordnet, die als Antriebsmotoren zum Auseinanderfahren und Zusammenfahren
der Verschiebevorrichtung 16 und des Schieberahmens 14 dienen. Wie sich aus Fig. 3 ergibt,
weist jeder Arbeitszylinder 40, 41 einen Zylindermantel 40b bzw. 41b und einen Kolben 40a
bzw. 41a mit Kolbenstange auf. Das Ende jedes Arbeitszylinders 40, 41 ist mittels eines Zapfengelenks
42 mit dem Gestellrahmen 10 und das Stangenende der Kolbenstangen jedes Zylinders 40, 41 mit einem
Hubarm 44 schwenkbar verbunden. Diese Hubarme lind ihrerseits an den Schwer.kachsen 34, 36 befe
Itigt. welche die Arme der Verschiebevorrichtung tragen. Die Verbindung des Arbeitszylinders 41 mil der
ihm zugeordneten Schwenkachse 36 mittels eines Hubarmes ist ausgebrochen worden, um die darunterliegende
Befestigung des Armes 20 mit der Schwenkachse 36 zu zeigen.
Beim Ausfahren der Arbeitszylinder werden die Hubarme von dem Gestellrahmen weggeschwenkt:
sie verursachen dabei eine Drehbewegung der Schwenkachsen und eine Schwenkbewegung der
wodurch irgendeine Platte, zum Beispiel eine dazwischen liegende Platte einer Palette, gegriffen werden
kann.
Das schematische Diagramm in Fig. 3 zeigt das
2i Hydrauliksystem zur Betätigung der Arbeitszylinder
40, 41 und der Arbeitszylinder 56 als Folgesteuerung, wobei die Arbeitszylinder 40, 41 erst nach der
Betätigung der Arbeitszylinder 56 betrieben werden. Das System weist einen Vorratsbehälter 70 mit einem
3(1 Paar daran angeschlossener Leitungen 72, 74 auf.
Eine Pumpe 76 in der Leitung 72 dient zum Fördern von Druckflüssigkeit durch das System, während die
Leitung 74 als Rücklaufleitung ausgebildet ist. Die Leitungen 72, 74 sind mit einer Seite eines Steuerven-
M tils 78 verbunden, und an die entgegengesetzte Seite
des Ventils sind ein Paar Leitungen 80, 82 angeschlossen.
Das Ventil 78 ist in seiner neutralen Lage dargestellt, in der also der Durchfluß durch das Ventil
■ίο blockiert ist. wie in dem mittleren Block des das Ventil
78 darstellenden Rechteckes gezeigt ist. Das Ventil 78 ist durch an seinen Enden angebrachte Stellorgane
83 betätigbar, welche zum Einstellen des Schiebers des Ventils in die Arbeitsstellungen betätigt werden.
.45 Wenn der Schieber seine rechte Steuerlage eingenommen
hat, fördert die Pumpe 76 durch die Leitung 72 Druckmittel in die Leitung 80, während der Druckmittelrückfluß
durch die Leitung 82 zur Leitung 74 irfolgt. Wenn der Schieber seine linke Steuerlage ein-
'" nimmt, wird Druckmittel zur Leitung 82 gefördert
und aus der Leitung 80 abgeführt.
Die Leitung 80 ist mit Zweigleitungen 80a. 80b. 80c und die Leitung 82 mit Zweigleitungen 82a. 82b.
82c verbunden. Die Zweigleitungen 80a und 82a sind
5i jeweils für sich mit einander gegenüberliegenden
Enden des einen Arbeitszylinders 56 auf der linken Seite verbunden, während die Zweigleitungen 80b
und 82b mit den einander entgegengesetzten Enden des anderen Arbeitszylinder!! 56 verbunden bind
ft«' (Fig. 3). Die Zweigleitungen 80c und 82c sind mit
einer Seite eines Folgesteuerventils 68 verbunden.
Ein Paar Leitungen 84, 86 sind mit ihren einen Enden an die Seite des Folgcsteuerventiles angeschlos-
„ _ sen, welche an diesem der Seite gegenüberliegt, an die
Arme 20, 22 zum \usfahren der Verschiebevorrich- μ die Zweigleitungen ROc und 82c angeschlossen sind:
tung. welche den Schieberahmen gegenüber dem Gc- mit ihren anderen Enden sind die Leitungen 84, 86
stellrahmen verschiebt. mit den Arbeitszylindern 40, 41 verbunden, wie in
Ein im Bereich des Bodens des Schieberahmens an Fig. 3 dargestellt ist. Eine andere Leitung 88 verbin-
det einander entgegengesetzte Enden der beiden Arbeitszylinder
40, 41.
Das Folgesteuerventil 68 weist ein Gehäuse 94 mit einer Durchgangsbohrung 96 auf. An den einander
gegenüberliegenden Enden der Durchgangsbohrung * 96 sind die Endbohrungen 98, 100 vorgesehen. Ein
erstes Paar in Abstand voneinander angeordneter Anschlußbohrungen 104, 106 und ein zweites Paar
in Abstand voneinander angeordneter Anschlußboh rungen 108 und UO durchsetzen das Gehäuse und κ,
münden an ihren inneren Enden in die Durchgangs bohrung 96. Die Leitung 84 ist an die Anschlußboh
rung 104, die Leitung 86 iin die Anschlußbohrung 106, die Zweigleitung 80c an die Anschlußbohrung
108 und die Zweigleitung 82c an die Anschlußboh n rung 110 angeschlossen (Fig. 3).
Ein Rückschlagventil als Auslaßsteuerventil ist im gesamten mit 114 bezeichnet und innerhalb der
Anschlußbohrung 106 untergebracht. Dieses Rück schlagventil ist in seiner geschlossenen Lage darge ^o
stellt, in der eine Kugel 116 als Ventilglied auf einer
Einschnürung am unteren Ende der Anschlußboh rung 106 sitzt und in die Durchgangsbohrung 96
etwas hineinragt. Ein innerhalb der Anschlußbohrung 106 verschiebbar gelagerter Käfig 118 wird durch >i
eine Feder 120 nachgiebig nach unten gedrückt und sucht die Kugel in Schließlage zu halten. Ein in der
gleichen V/eise ebenfalls als Auslaßsteuerventil ausge bildetes Rückschlagventil 122 ist in der Anschlußboh
rung 104 vorgesehen und weist als Ventilglied eine jo
Kugel 124 auf, die ebenfalls etwas in die Durchgangs
bohrung 96 hineinragt.
Ein länglicher Schieberkolben 126 ist innerhalb der Bohrung 96 axial hin und herverschiebbar gelagert.
Der Schieberkolben 126 hat ein Paar in Abstand von M
einander angeordnete Ringnuten 130, 132 als Steuernuten. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bit den
die Anschlußbohrungen 104 und 108 und die Ringnut 130 einen ersten Flüssigkeitsdurchgang, der
sich durch das Gehäuse des Folgesteuerventils, zwi· sehen der Leitung 84 und der Zweigleitung 80c erstreckt,
während die Anschlußbohrungen 106 und 110 und die Ringnut 132 einen zweiten Flüssigkeitsdurchgang bilden, der sich durch das Gehäuse des
Folgesteuerventils zwischen der Leitung 86 und der Zweigleitung 82c erstreckt.
Die Ringnuten 130, 132 bilden Steuerflächen 134 bzw. 136. welche sich rings um den Schieberkolben
126 erstrecken. Die Steuerflächen sind so ausgebildet. daß beim Bewegen des Schieberkolbens aus seiner in so
Fig. 3 dargestellten neutralen Lage in seine linke Be
tätigungslage die Steuerfläche 134 nach kurzem Weg des Schieberkolbens die Kugel 124 erfaßt und das
Rückschlagventil öffnet. Das gleiche geschieht, wenn der Schieberkolben in F i g. 3 nach rechts bewegt ss
wird; dann öffnet die Steuerfläche 136 über die Kugel 116 das Rückschlagventil 114.
Zu den einander gegenüberliegenden Enden des Kolbens 126 sind Plüssigkeitsdurchgäage oder Zweig
verbindungen 138, 140 vorgesehen. Jede Zweigverbin- b{,
dung besteht jeweils zwischen einem Ende des Schieberkolbens und der zugehörigen Ringnut. Die
Druckflüssigkeit wird zum Verschieben des Scbieberkolbens in der Bohrung 96 nach rechts oder links benutzt.
Drosselstellen 144, 146 sind in den Zweigver- 6,
bindungen 138 bzw. 140 gebildet. Hierdurch wird eine Zeitverzögerung beim Durchfluß von Flüssigkeit
durch die Zweigverbindungen erreicht.
4„
41 In Gewindeteilen der Endbohrungen 98, 100 sind
Stopfen 148 eingeschraubt, welche flüssigkeitsdichtc
Kammern im Bereich der einander gegenüberliegen den Enden des Schiebekolbens bilden. Ein Paar Fcderstützglicdcr
150 sind innerhalb der Endbohrungen 98, 100 gleitbar angeordnet und werden von Bohrun
gen 151 durchsetzt. Jeweils zwischen den Stopfen 148 und den Stützgliedcrn 150 eingespannte Druckfedern
152 halten über die Stützglieder den Schieberkol ben in der in Fig. 3 dargestellten neutralen Lage.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Um die Palette und die Last auf die Gabeln zu bewe
gen, wird das Ventil 78 zunächst so eingestellt, daß die Pumpe Druckflüssigkeit zur Leitung 80 fördert,
von wo die Druckflüssigkeit zu den oberen Enden der Arbeitszylinder 56 gelangt. Aus den unteren
Enden der Arbeitszylinder 56 tritt die Flüssigkeit aus und gelangt zum Behälter 70, wobei die Stangenen
den ausfahren und den Greifer betätigen. Druckflüs sigkeit wird auch durch die Zweigleitung 80c, die
Anschlußbohrung 108, die Ringnut 130 und die Anschlußbohrung 104 in die Leitung 84 und von da
zum oberen Ende des Arbeitszylinders 40 gefördert. Im unteren Ende des Arbeitszylinders 40 befindliche
Flüssigk .ti wird durch die Leitung 88 dem oberen
Ende des Arbeitszylinders 41 zugeführt, während Flüssigkeit vom unteren Ende des Arbeits/ylinders
41 über die Leitung 86 abzuließen versucht. Das Rückschlagventil 114 verhindert jedoch einen solchen
Abfluß aus den Arbeitszyündem 40, 4i und vcfiiin
dert dabei die Betätigung dieser Arbeitszylinder. Beim Zufließen von Druckflüssigkeit zu den Arbeitszylin
dem 56 und bei deren ungehindertem Ausfahren, da das Greifstück 52 noch keinen Widerstand überwin
den muß. ist der Flüssigkeitsdruck in der Ringnut 130 nicht groß, und die Drosselstelle 144 verzögert
den Aufbau eines Flüssigkeitsdruckes in der Kammer am linken Ende des Schieberkolbens. Wenn das
Greifstück die Last berührt, wird dem ausfahrenden Arbeitszylinder 56 ein Widerstand entgegengesetzt.
Der Flüssigkeitsdruck in der Ringnut 130 steigt von diesem Moment ab stark an, und in der Kammer am
linken Ende des Schieberkolbens baut sich ein ent sprechend großer Flüssigkeitsdruck auf. Dieser
Druck schließlich verschiebt den Kolben 126 entge gen der Wirkung der nachgiebigen Feder am rechten
Ende des Schieberkolbens nach rechts, wobc· in der
Kammer am rechten Ende des Kolbens 126 vornan dene Flüssigkeit über die Zveigverbindung 140 in die
Zweigleitung 82c abgeführt wird. Wenn der Schieber kolben nach rechts bewegt wird, berührt die Steuer
fläche 136 die Kugel 116 und zwingt sie in ihre da· Rückschlagventil 114 öffnende Lage weich nacl
oben. Dadurch kann Flüssigkeit aus den Arbeitszylin dem 40, 41 abfließen, und diese Arbeitszylinder kön
nen von der Druckflüssigkeit aus der Leitung 84 betä tigt werden. Hierdurch werden die Stangenenden die
ser Arbeitszylinder eingefahren, so daß die Verschie bevorrichtung unter Zurückfahren des Schieberah
mens eingezogen wird.
Beim Einstellen des Steuerventils 78 in die im rech ten Block in diesem Ventil dargestellte Stellung de
Verbindungsleitungen ist die Betätigungsfolge gleicr das heißt die Arbeitszylinder 56 werden vor den Ai
beitszylindern 40, 41 betätigt. In diesem Falle werde
jedoch die Arbeitszylinder 56 beim Betätigen eing( fahren und die Arbeitszyl inder 40, 41 ausgefahrei
Wenn Druckflüssigkeit durch das Ventil 78 hindurc
zur Leitung 82 fließt, geht der Fliissigkeitsdurchgang an der Kugel 116 vorbei durch die Anschlußbohrung
106 hindurch zum unteren Ende des Arbeitszylinders 41. Das Abführen des Druckmittels vom oberen
Ende des Arbeitszylinders 41 wird jedoch verhindert,
da d:.\ Arbeitszylinder 41 mit dem Arbeitszylinder 40 durch die Leitung 88 verbunden ist. der Abfluß von
Druckmittel aus dem Arbeitszylinder 40 aber durch die Kugel 124 gesperrt wird, welche den Flüssigkeitsdurchgang durch die Anschlußbohrung 104 steuert.
Die Flüssigkeit fließt also durch die Zweigleitungen
82a und 82b zu den bodenseitigcn Enden der Arbeits
zylinder 56. Wenn diese Arbeitszylinder eingefahren sind, baut sich nun in der Kammer am rechten Ende
des Schicbcrkolbcns der Folgcstcuervorrichtung ein Flüssigkeitsdruck auf, der den Schicberkolben entgegen
der Wirkung der Feder 152 am linken Ende des Schieberkolbcns nach links bewegt, wobei die Steuerfläche
134 dann die Kugel 124 in eine die Anschlußbohrung 104 öffnende Lage bringt, so daß die Abfuhr
von Flüssigkeil durch diese Anschlußbohrimg jetzt in die Leitung 80 möglich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
30? 614'298
Claims (1)
- Patentanspruch:Folgesteuervorrichtung für zwei doppeltwirkende Antriebsmotoren, mit einer Druckmittelquelle zur Beaufschlagung der Antriebsmotoren. mit einem Folgesteuerventil zur Betätigung des zweiten Antriebsmotors nach dem ersten Antriebsmotor in Abhängigkeit vom Druckanstieg in dem dem ersten Antriebsmotor zugeführten Druckmittel, welches Folgesteuerventil ein Abflußsteuerventil mit einem Ventilglied in der Abflußleitung des zweiten Antriebsmotors sowie einen auf den Druck im ersten Antriebsmotor ansprechenden Schieberkolben zum Öffnen des Abflußsteuerventils aufweist, gekennzeichnet durch die Korn- m bination folgender an sich bekannter Merkmale:a) der Schieberkolben (126) ist an seinen beiden Stirnseiten Jurch je eine in Richtung auf seine Neutralstellung vorgespannte Feder (152) abgestützt, wobei zwischen dem ersten Antriebsmotor (56) und den Stirnseiten des Schieberkolbens (126) je eine Drosselstelle (144, 146)vorgesehen ist:b) der Schieberkolben (126) weist für die Betätigung des Ventilglieds (116, 17.4) des Abflußsteuerventils (114, 122) _ eine Steuernut (130, 132) auf. >? die im Sinne des Öffnens dieses Ventilglieds (116, 124) verjüngt ausgeführt ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US67674967A | 1967-10-20 | 1967-10-20 | |
| US67674967 | 1967-10-20 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1804054A1 DE1804054A1 (de) | 1969-12-18 |
| DE1804054B2 DE1804054B2 (de) | 1972-09-07 |
| DE1804054C true DE1804054C (de) | 1973-04-05 |
Family
ID=
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