DE1803299C - Spannvorrichtung fur einander gegen überstehende Schalungswande - Google Patents
Spannvorrichtung fur einander gegen überstehende SchalungswandeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für einander gegenüberstehende Schalungswände, bestehend
aus einem Schalungszuganker aus geripptem Betonstahl, dessen durch zwei diametral gegenüberliegende
Längsabflachungen unterbrochene, schraubenlinienförmig verlaufende Rippen ein Schraubgewinde
hilden, und aus einer an einem Ende des Schalungszuganker aufgeschraubuen Spannmutter,
vorzugsweise mit Druckverteilungsplatte, sowie aus einem am anderen Ende des Schalungszugankers aufgeschraubten
Kopfstück, das, aus Mutternstück und vorzugsweise einer Druckverteilungsplatte bestehend,
an den Längsabflaehungen des Schalungszuganker gehalten ist.
Spannvorrichtungen für einander gegenüberstehende Schalungswände mit einem Schalungszuganker,
an dessen einem Ende ein Kopfstück angeordnet ist und auf dessen anderes Ende eine Spannmutter
schraubbar ist, sind in vielen Arten bekannt. Üblicherweise wird der Schalungszuganker in einem
mit einzugießenden hiilsenförmigen Abstandhalter durch die Schalung gesteckt und stützt sich auf der
einen Schalungsaußenseite mit einem verbreiterten Kopf ab. Auf der anderen Schalungsaußenseite wird
eine Traverse oder Druckverteilungsplatte angelegt, durch die der Schalungszuganker mit seinem Gewindeabschn'.tt
greift. Auf dieses Ende des Schalungszuganker wird dann eine Spannmutter geschraubt,
die sich gegen die Traverse legt. Bei den üblichen Spannvorrichtungen ist der erwähnte verbreiterte
Kopf am einen Ende des Schalungszugankers fest angeschweißt. Der Schalungszuganker wird bis zur
Anlage dieses Kopfes an der betreffenden Schalungsaußenseite
durch die Schalung gesteckt.
F-'alls solche Spannvorrichtungen nun für verschieden
dicke Wände benutzt werden, steht bei der vorstehend beschriebenen bekannten Ausführungsart
ilabe das freie Ende des Schalungszuganker mehr
oder weniger weit über die Schalung hinaus. Die Spannmulter muß dann unter Umständen ein großes
Süick weit aufgeschraubt werden. Deshalb wurden
SchiK'llspannmiittern entwickelt, die aus einzelnen
Teilen bestehen, über den Schalungszuganker geschoben
werden können und erst kurz vor der Schalung mit dem Ciewinde in E'ngrifl gebracht werden. Dies
verkürzt /war die Montage/tit; die oft weit überstehenden
Enden der Schalungszuganker jedoch bleiben bestehen. Auch bereitet es unter Umständen
Schwierigkeiten, beim Lösen der Spannvorrichtung nach Abnahme der Spannmulter den Schalungszuganker
auf Liner Außenseite der Schalung herauszuziehen, wenn dort nur ein verhältnismäßig schmaler
Arbeitsgrabcn vorhanden ist.
Hei einer anderen bekannten Spannvorrichtung ist ein als verstellbarer Anschlag wirkendes Kopfstück
w.iL'cselien. bestehend aus einer unverdrehbar, jedoch
verschiebbar auf dem längs abgeflachten Schalungszuganker
sitzenden Druckvcrteilungsplatte und einem Mutlernstück, das gegenüber der unverdrehbareii
Druck verlcilungsplatk, /. U. mittels eines Hügels
oder eines Schraubstiftes, festgeselz! werden kann. I.-. kann auch eine fedcrbelastete Kugckirrelierung
vorgesehen sein, um eine Hemmung für die Drehbewegung der Mutter zu bilden. Allen diesen
Ausführiingsarlcn ist gemeinsam, daß die Fixierung
der Mutter indirekt über ein besonderes Arretierungsglied und die Druckverteilungsplatle erfolgt. Der
Schalungszuganker ist bei dieser bekannten Ausführungsart aus zwei zusammenschruubbaren Längenstücken
zusammengesetzt. Auf dem einen wird das erwähnte Kopfstück an einem bestimmten Längenpunkt
entsprechend der gewünschten Wanddicke festgesetzt, während das andere von der anderen
Schalungsseite her mittels Handgriffarmen oder mittels
eines ähnlichen Kopfstückes eingeschraubt wird. Mit dieser bekannten Ausführungsart ist es möglich,
für eine bestimmte Wanddicke für die eine
ίο solche Spannvorrichtung meistens mehrmals nacheinander
verwendet wird, die benötigte Länge des Schalungszugankers vorab durch Verdrehen des
Kopfstückes einzustellen und dann dieses zu arretieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannvorrichtung der letztgenannten Art zu schaffen,
deren Kopfstück mit wesentlich einfacheren und robusteren Mitteln gegen Verdrehen festgesetzt werden
kann. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in
:io dem Mutternstück ein Haltemittel gelagert ist, das,
in den Bereich der Längsabflaehungen des Schalungszugankers eingeschoben, mindestens an einer Längsabflachung
angreift. Die in dem Mutternstück gelagerten Haltemittel greifen also unmittelbar am Scha-
iungszuganker an, so daß eine an aer Druckverteilungsplatte
gelagerte Sperre tür die Spannmuttcr. wie es bei der bekannten Ausführungsart erforderlich
ist, nicht benötigt wird. Durch den unmittelbaren Angriff des Haltemittels an einer oder an beiden
Längsabflaehungen des Sch-ilungszugankers wird der
ganze Aufbau einfach und robust. Das als verstellbarer Anschlag dienende Kopfstück kann wie ein
fester Anschlag ausgebildet werden. Zudem können einfache Spannniuttern verwendet werden. Beim Losen
der Spannvorrichtung nach dem Betonieren wird die Spannmuttcr abgeschraubt und der Schalungszuganker
mit dem Kopfstück auf der anderen Schalungsscite herausgezogen. Die Feststellung dieses verschraubbaren
Kopfstückes braucht nicht gelöst zu werden. Der Schalungszuganker kann dann für dieselbe
Wanddicke sofort wieder verwendet werden, ohne daß die Lage zwischen Kopfstück und Schalungszuganker
verändert wird. Auf der Arbeitsscite der Schalung, d. h. auf der Seite, wo die Spannmuttcr
festgezogen wird, steht der Schalungszuganker im Vergleich mit den genannten Schalungsspannern
nicht mehr unnötig weil ab. Ist beim Ausschalen der
auf der Außenseite der Schalung befindliche Arbeitsgraben od. dgl. zum Teil zugeschüttet oder verschmä-
lert worden, so kann die erfindiingsgemäße Spannvorrichtung
ohne Schwierigkeiten ausgebaut werden, und zwar wird nach Abnahme der Spannmutter die
Feststellung des Kopfstückes gelöst und der Schalungszuganker zur Spannmutu-rn-Schalungsscite hin
aus dem Kopfstück herausgeschraubt. Bei schmalen Aibeilsgräben kann die erfindungsgernäße Spannvorrichtung
auf dieselbe Art montiert werden, so daß unter Umständen von vornherein mit einem schmäleren
Arbeitsgraben auf der Außenseite der Schalung gearbeitet werden kann.
Das Haltemittel kann aus einem in dem Mutternstück verschiebbar geführten Riegel bestehen. Bei
einer bevorzugten Ausführuiigsart der Erfindung
weist der Riegel eine dem vollen Kreisqiierschnitl des Schalungszuganker entsprechende Öffnung auf, an
die sich nach einer oder nach zwei einander entgegengeselzten
Ricgelversehiebenehtungcn hin eine schmälere Ausnehmung anschließt, die die beiden Längs-
3 ' 4
abflachungen des Schalungszuganker umschließt und Kopfstück 2 ein auf den Schalungszuganker I
ilen Schalungszuganker gegen Verdrehen festlegt. In schrauhbares Multernstück 10 auf, das in Ausfiih-
weiterer Verbesserung weist der Riegel in seiner Fest- iiingsbeispiel mit der betreffenden Diuckseileiluiiui-
:>tell- und Lösestellung jeweils eine Kerbe für eine platte 9 versehweißt ist.
einrastende Arretierung auf. Diese kann aus einer mit 5 Zum Feststellen des Kopfstückes 2 in einer he-
einerSchraubendruckfeder belasteten Kugel bestehen, stimmten Drehstellung wird als Schalungszüganker I
die beide in dem Mutternstück gelagert sind. Es kann ein Stück gerippten Betonstahl*, der in F" i y. 2 und 3
auch eine in einer Aussparung des Mutternstückes dargestellt ist, verwendet. Dieser besteht aus einem
untergebrachte gebogene Blattfeder verwendet wer- Stab mit zwei diametral einander gegenüberliegenden
den, die mit ihrer Abhiegung in die Kerbe des Riegels io Reihen Il und 12 von abstehenden Schrauhgewiiulc-
L!reift. Unier Umständen genügt es. dem Riegel ledig- nocken 13, die zusammen ein Schraubgewinde bilden,
lieh eine Hemmfeder zuzuordnen. Zwischen den beiden Reihen Il und 12 der Schratih-
Der Riegel kann auch aus einem herausziehbaren gewindenocken 13 sind zwei einander gegenüber-
Stift od. dgl. bestehen, der in eingeschobener Stellung liegende Längsabllachiingen 14 und 15 ausgebildet,
den Schalungszuganker über eine der beiden Längs- 15 Dadurch erhält der gerippte Betonstahl einen etwa
abflachungen sperrt. Er kann auch aus einem heraus- ovalen Gesamtquerschnitt, wie F i g. 3 zeigt. Die Lüngs-
ziehbaren U-förmigen Bügel bestehen, der in einge- abflachungen 14 und 15 können gemäß Fig. 3 leicht
gehobener Stellung an beiden Längsabflachungen. gewölbt sein. Das Kopfstück 2 weist ein Haltemittel
angreift. 16 auf, das zum Fesuicllen des Mutternstückes Hl
Ferner ist es möglich, daß das Haltemittel aus 20 an einer oder beiden Läi.gsabflachungen 14. 15 des
einem in dem Mutternstück drenbar gelagerten Ex- gerippten Betonstahles angreift, während es in ge-
zenter besteht, wobei die Exzenterwelle parallel oder löster Stellung eine freie Drehung des Kopfstückes 2
vorzugsweise quer zur Achse des Schalungszugankers um den Schalungszuganker 1 zuläßt,
!erläuft. In F i g. 4 bis 7 ist das Kopfstück 2 einer he\or-
Das Haltemittel kann auch aus einem in dem 25 zugten Ausführungsart vergrößert dargestellt. Wie
Mutternstück verschiebbar geführten Keil bestehen. oben beschrieben, weist es ein mit der "bruckyertei-
«lesscn Verschieberichtung quer oder vorzugsweise Iungsplatte9 verschweißtes Mutternstiick 10 auf mit
parallel zur Achse des Schalungszugankers verläuft. einem Innengewinde 17. mit dem das ganze Kopi-
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der stück 2 auf den Schalungsanker 1 schraubbar ist. Im
Zeichnung dargestellt und nachstehend erläutert. 30 Ausführungsbeispiel durchsetzt das Mutternstiick 10
Hierbei zeigt die Druckverteilungsplattc 9 in einer Bohrung 18.
Fig. I eine Ausführungsform der Erfindung in Am anderen Ende des Mutternstückes 10 ist ein End-
Arbeitsstellung durch eine Schalung gesteckt. stück 19 angeschweißt, das zum Verdrehen des
F i g. 2 und 3 ein Stück des für den Schalungszug- ganzen Kopfstückes zwei Fiangriftarme 20 aufweist,
anker verwendeten gerippten Betonstahles, und zwar 35 Diese können auch, wie in Fig. 4 strichpunktiert
in F i g. 2 in Seitenansicht und in F i g. 3 in Stirnan- dargestellt, in Form eines geschlossenen Bügels 21
Sicht in Pfeilrichtung III in F i g. 2, bis zur Druckvertcilungsplatte 9 re:;hen und dort an-
1· i g. 4 und 5 eine bevorzugte Ausführungsart der geschweißt sein. Zwischen dem Mutternstiick 10 und
Erfindung, und zwar in F i g. 4 in Seitenansicht und dem Endstück 19 ist eine schlitzartige Führung 22
in F i g. 5 in Stirnansicht in Pfeilrichtung V in 40 für einen quer zur Längsachse 23 des Schalungsziig
I 1 g. 4. ankers verschiebbaren Riegel 24 ausgebildet. Dieser
F i g. 6 den aus F i g. 5 herausgezeichneten ver- Riegel 24 weist eine Öffnung 25 zum frei drehban-n
idiiebbaren Riegel mit quer geschnittenem Schalung«.- Durchgriff des Schalungszugankers I auf (s. Fig. 6).
luganker in gelöster, eine Verdrehung dos Schalungs- An diese Öffnung 25 schließt sich nach der einen
lugankers gestattender Stellung, 45 Riegelverschieberichtung hin eine schmälere Aus-
F i g. 7 dieselbe Darstellung wie F i g. 6. jedoch in nchmung 26 an, die die beiden [.ängsabflachuiigen
einer den Schalungszuganker gegen Verdrehung sper- 14, 15 des gerippten Betonstahles umschließen und
fenden Riegelstellung. den Schalungszuganker 1 gegen Verdrehen festlegen
F i g. 8 in der Darstellung nach F i g. 6 eine abge- kann, wie F-" i g. 7 zeigt,
handelte Ausführungsform und 50 Der Riegel 24 hat in seiner Feststell- und I.öse-
F i g. V bis 14 in schcmatischer Darstellung weitere stellung jeweils eine Kerbe 27 h/.w. 28 i'iir eine Arre-
Ausführungsformen eines Haltemittels. tierun». Diese besteht beim Aiisführungsbeispiel nach
Die in Fig. I dargestellte Spannvorrichtung be- F i g. 4 bis 7 aus einer von einer Schraubcniiriickfedcr
Steht im wesentlichen aus einem Schalungszuganker I 29 belasteten Kugel 30. die beide in dem an eins
tiil einem aufgeschraubten Kopfstück 2 am einen 55 Mutternstiick 10 angeschweißten Endstück 19 unter
t.nde und einer aufgeschraubten Spannmutter 3 am gebracht sind. Am einen Ende weist der Riegel 24
anderen Ende. Die Spannvorrichtung ist im eingebau- einen \erhreiterten Kopf 31 auf, auf den mii einem
ten Zustand gezeigt. Sie durchgreift zwei Schalungs- Hammer od. dgl. geschlagen \ver«lcn kann, um ilen
wände 4 und 5 und einen zwischen diesen angeord- Riegel nach entsprechender Drehung des Schalungs
nctcn, mit einzugießenden, hülsenförmigen Abstand- 60 ziigankers I in Sperrstellung zu bringen,
halter 6. Auf jeder Schalungsaußcnseite befinden sich In Fig. 8 ist eine abgewandelte Auslührungsarl
übliche Längsstreben 7 und Querstreben 8, an denen der Riegelarieticrung gezeigt. Sie besteht aus einer in
sich Druckverteilungsplatteii 9 abstützen, über die einer Aussparung 32 des Mutlernstiiekes 10 bzw.
das Kopfstück 2 und die Spannmutter 3 auf die Endstückes 19 untergebrachten gebogenen Blattfeder
Schalung einwirken. 65 Ü, die mit ihrer Abbiegung 34, wie Fig. 8 zeigt, in
Diejenige Seite der Schalung, auf der sich die die Kerbe 27 bzw. 28 des Riegels 24 greift. In F ig. 8
Spannmutter 3 befindet, ist die Spann- und allgemeine ist strichpunktiert eine weitere Abwandlung einge-
Arbeitsseite. Bei der Spannvorrichtung weist das zeichnet, bei der von der öffnung 25 des Riegels 24
I 803 299
nach beiden RiegdvcrschiebcricliHingen hin cine
schmalere Ausnehmung 26 abgeht und der Riegel 24 auf beiden Seilen einen verbreiterten Kopf 31 aufweist.
Bei dieser Ausfiihrungsart bestellt dann die Möglichkeit,
den Riegel von einer mittleren unwirksamen Stellung entweder /ur einen oder zur anderen Seite
hin in Sperrstellung zu bringen. Die Blattfeder 33 kann auch ohne die Kerben 27, 28 als reine Hemmfeder
wirken.
In Fi μ. V bis 14 sind schematisch weitere Möglichkeiten
/ur Ausbildung des Haltemittels 16 dargestellt. In Fig. (>
ist als Riegel ein herausziehbarer Stift 35 vorgesehen, der in eingeschobener Stellung
den gerippten Betonstahl über eine der beiden Längsabflachungen 14. IS sperrt. In Fig. 10 bestellt der
Riegel aus einem herausziehbaren O-förrnigen Bügel 36. der in eingeschobener Stellung den gerippten
Betonstahl über dessen beide l.ängsabflachungen 14,
15 sperrt.
Gemäß Fig. Il kann das Haltemittel aus einem in
dem Mutternstück drehbar gelagerten Exzenter 37 bestehen, wobei die Exzenterachse 38 parallel zur
Achse 23 des Schalungszugankers verläuft. Bei der Ausführungsart nach Fig. 12 verläuft die Exzenterachse
38 um 90 gedreht quer zur Achse 23 des Schalungszuganker*.
Bei der Ausfiihrungsart nach Fig. Π ist in dem
schematisch angedeuteten Mutternstiick 10 ein Keil
39 verschiebbar geführt, dessen Verschieberichtung
40 quer zur Achse 23 des Schalungszugankers verläuft.
Dabei kann der Keil 39 einer etwaigen leichten Krümmung der Längsabflachungen 14,15 des Betonstahles
etwa entsprechend gekrümmt sein, wie in F i £. 13 strichpunktiert bei 41 angedeutet. Der Keil
39 nach Fig. 13 kann bei einer baulichen Verwirklichung
dieses Prinzips etwa dort angeordnet werden, wo er in F i g. 4 strichpunktiert eingezeichnet ist. Bei
der Ausführungsart nach Fig. 14 ist der Keil 39 gegenüber Fig. 13 um 90° gedreht angeordnet. Er ist
dann parallel zur Achse 23 des Schalungszugankers 1 verschiebbar. Im Rahmen der Erfindung sind natürlich
noch weitere Bauarten eines an einer oder beiden Längsabflachungen 14,15 des Betonstahles des Schalungszugankers
1 angreifenden Haltemittels 16 möglich. Den Haltemitteln nach Fig. 9 bis 14 können
natürlich ebenfalls Arretieningsmittel im Sinne der in F i g. 4 bis 8 gezeigten zugeordnet sein.
Mit der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung wird folgendermaßen gearbeitet: Für die gewünschte
Wanddicke für die eine Anzahl von Spannvorrichtungen meistens mehrmals nacheinander benötigt
wird, wird die durch die Schalung greifende Länge des Schalungszugankers 1 durch Verschrauben des
Kopfstückes 2 so eingestellt, daß sie nur das erforderliche Maß hat und nach dem späteren Aufschrauben
der Spannmutter 3 nicht hindernd auf dieser Schalungsseite absteht. Dann wird das Kopfstück 2
mittels des Haltemittels 16 an einer oder beiden der Längsabflachungen 14, 15 des gerippten Betonstahles
des Schalungszugankers 1 festgelegt. Daraufhin oder schon davor wird der Schalungszuganker 1 durch die
Schalung gesteckt, und die Spannmutter 3 kann aufgeschraubt werden. Es genügt eine einfache Spannmutter
3. Nach dem Betonieren und Wiederabschrauben der Spannmutter 3 wird der Schalungszuganker
1 zusammen mit dem noch festgelegten Kopfstück 2 aus der Schalung gezogen und kann für
dieselbe Wanddicke ohne wehere Verstellung des Kopfstückes 2 wieder verwendet werden. Ist es nich
möglich, den Schalungszuganker 1 auf der Kopf stück-Schalungsscite herauszuziehen, so kann dii
Festlegung mittels des Haltemittels 16 gelöst und de Schalungszuganker 1 zur Spannmutter-Schalungsseiti
hin aus dem Kopfstück 2 herausgeschraubt werden Auf dieselbe Weise kann unter schwierigen Ver
hältnisscn, d. h., wenn auf der Kopfstüek-Schalungs seite kein genügender Platz vorhanden ist, der Ein
ίο bau der Spannvorrichtung erfolgen.
In Fig. I. 4 und 5 ist eine weitere vorteilhafte
Maßnahme strichpunktiert eingezeichnet. An dei Druckverteilungsplatte 9 des Mutternstückes 10 sit7
exzentrisch zum Schalungszuganker 1 ein zur Scha lung hinweisender Vorsprung 42, derart, daß er zurr
Anschlag an der jeweiligen Strebe 8 der Schalung zwecks Verdrehsicherung geeignet ist. Zweckmäßiger
weise besteht dieser Vorsprung 42 aus einem in da« Mutternstück 10 bzw. die Druckverteilungsplatte S
ao eingesetzten Zapfen oder aus einer daran angeformten Nase. Durch diesen Vorsprung 42 wird verhindert,
daß sich das Mutternstück 10 und der Schalungszuganker 1 beim Anziehen der Spannmutter 2
mitdrehen.
Claims (17)
1. Spannvorrichtung für einander gegenüberstehende Schalungswände, bestehend aus einem
Schalungszuganker aus geripptem Betonstahl, dessen durch zwei diametral gegenüberliegende
Längsabflachungen unterbrochene, schraubenlinienförmig verlaufende Rippen ein Schraubgewinde
bilden, und aus einer an einem Ende des Schalungszugankers aufgeschraubten Spannmutter.
vorzugsweise mit Druck verteilungsplatte, sowie aus einem am anderen Ende des Schalungszugankers
aufgeschraubten Kopfstück, das aus Mutternstück und vorzugsweise einer Druckverteilungsplatte
bestehend, an den Längsabflacbungen des Schalungsankers gehalten ist, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Mutternstück (10) ein Haltemittel (16) gelagert ist, das, in den
Bereich der Längsabflachungen (14, 15) des Schalungszugankers (1) eingeschoben, mindestens
an einer Längsabflachung (14,15) angreift.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltemittel (16) aus
einem in dem Mutternstück (10) verschiebbar geführten Riegel (24) besteht.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (24) eine
dem vollen Kreisquerschnitt des Schalungszugankers entsprechende öffnung (25) aufweist und
daß sich an diese öffnung (25) nach einer oder nach zwei einander entgegengesetzten Riegelverschieberichtungen
hin eine schmälere Ausnehmung (26) anschließt, die die beiden Längsabflachungen
(14, 15) des Schalungszugankers (1) umschließt und den Schalungszuganker (1)
gegen Verdrehen festlegt.
4. Spannvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (24) in
seiner Feststell- und Lösestellung jeweils eine Kerbe (27, 28) für eine einrastende Arretierung
aufweist.
5. Spannvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung aus
einer mit einer Schraubendruckfeder (29) belaste-
1949
ten Kugel (30) besteht, die beide in dem Mtitternstück
(10) gelagert sind.
6. Spannvorrichtung mich Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dall die Arretierung aus einer in einer Aussparung (32) des Miitternstiickes (10)
untergebrachten gebogenen Blattfeder (33) besteht, die mit ihrer Abbicgung (34) in die Kerbe
(27, 28) des Riegels (24) greift.
7. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Riegel (24) eine Hemmfeder zugeordnet ist.
8. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß der
Riegel (24) an einem oder an beiden Enden außerhalb des Mutlernstückcs (10) einen verbrcitcrtcn
Kopf (31) aufweist.
9. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Mutlernstiick (10) zum Verdrehen an sich bekannte Handgriffarme (20) angeordnet sind. ao
10. Spannvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Handgriffarme
(20) an einem an das Mutternstück (10) angeschweißten Endstück (19) sitzen, zwischen dem
und dem Mutternstiick (10) die Führung (22) für den Riegel (24) ausgebildet ist und das gegebenenfalls
die Riegelarretierung enthält.
11. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (24) aus
einem herausziehbaren Stift (35) od. dgl. besteht, der in eingeschobener Stellung den Schalungszuganker
(1) über eine der beiden Längsabflachungen (14, 15) sperrt (F i g. 9).
12. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel aus einem
herausziehbaren U-formigeti Bügel (36) bestellt, der in eingeschobener Stellung den Schalungszuganker
über seine beiden Läimsabflachiingcn (14,
15) sperrt (I" i c. 10).
13. Spannvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltemittel (16)
aus einem in dem Mutternstiick (10) drehbar gelagerten Exzenter (37) besieht, wobei die Exzenterachse
(38) parallel oder vorzugsweise i|ucr zur Längsachse (23) des Schalungszuganker (I) verläuft
(F ig. Il und 12).
14. Spannvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltemittel (16)
aus einem in dem Mutternstiick verschiebbar geführten Keil (39) besteht, dessen Verschieberichtung
(40) quer oder vorzugsweise parallel zur Längsachse (23) des Schalungszugankers (I) verläuft
(F ig. 13 und 14).
15. Spannvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Keil (39), einer etwaigen leichten Krümmung der Längsabflachungen(l4,
15) des Schalungszuganker* (1) folgend, in etwa entsprechender Weise gekrümmt
ist.
16. Spannvorrichtung nach einem der ,Ansprüche I bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Druckvcrtcilungsplatie (9) exzentrisch
zum Schalungszuganker (1) ein zur Schalung hinweisender, als Anschlag an der jeweiligen Strebe
(8) der Schalung dienender Vorsprung (42) sitzt.
17. Spannvorrichtung nach Anspruch 16. dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorsprung (42) aus einem in die Druckverteilimgsplatte (9) eingesetzten
Zapfen oder einer daran angeformten Nase besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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