DE1801270C1 - Puls-Doppler-Radarverfahren und -geraet mit Sendefrequenzaenderung zur eindeutigen Objektgeschwindigkeitsbestimmung - Google Patents
Puls-Doppler-Radarverfahren und -geraet mit Sendefrequenzaenderung zur eindeutigen ObjektgeschwindigkeitsbestimmungInfo
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Description
derart, daß die Dopplerfrequenz keinen Sperrbereich überspringt, die sich für eine unverändert
gedachte Sendefrequenz f0 ergebende eindeutige Dopplerfrequenz fi in an sich bekannter Weise zu
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur eindeutigen Geschwindigkeitsbestimmung bewegter
Objekte durch ein Puls-Doppler-Radargerät, dem die Aussiebung der Dopplerfrequenzen mittels minde-Änderungsfaktor-ig(i)
20 stens eines Frequenz-Dopplerfilters erfolgt, dessen
25
äl
Aq
bestimmt wird (Af: gemessene Änderung der Dopplerfrequenz je Zeiteinheit; Aq: Änderung
des Änderungsfaktors q(t) des festen Sendefrie»;
quenzwertes f0 je Zeiteinheit).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennih dß Ef i lidhi
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennih dß Ef i lidhi
Durchlaßbereich kleiner als die Pulsfolgefrequenz ist und dessen Sperrbereich zu Blindgeschwindigkeiten
führt, und bei dem durch Änderung der Sendefrequenz eine Änderung der Dopplerfrequenz herbeigeführt
und daraus durch Verknüpfung mit der bei der vorhergehenden Sendefrequenz aufgetretenen Dopplerfrequenz
die Geschwindigkeit des Objekts eindeutig bestimmt wird, sowie auf ein Puls-Doppler-Radargerät
zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist bekannt, daß bei Pulsradargeräten infolge der Periodizität des Sendesignals die aus dem Echosignal
gewonnenen Informationen mehrdeutig sind. Die Mehrdeutigkeit wird in bekannten Systemen in
gewissem Umfang dadurch umgangen, daß man die
zeichnet, daß zur Erfassung von im Blindgeschwin- 35 Parameter des Systems (Sendeleistung, Sendefrequenz
digkeitsbereich liegenden Objekten die Sende- und Pulsfolgefrequenz) so wählt, daß nur ein Wert
frequenz vor Erfassung eines Zieles im Such- unter vielen an sich möglichen Werten physikalisch
zustand mindestens so weit variiert wird, daß von den zu Blindgeschwindigkeiten führenden Freoder
auf Grund der als bekannt vorausgesetzten Umweltbedingungen tatsächlich möglich ist. Die übrihk
id i hl
quenzen jede mindestens einmal in den Durchlaß- 40 gen »Mehrdeutigkeitswerte« sind damit ausgeschlos-
bereich der fest abgestimmten Dopplerfilter fällt. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß im Radargerät die Laufzeiteffekte für die Echosignale kompensiert werden.
sen.
Bei einem Puls-Radarsystem sind grundsätzlich Entfernung und Geschwindigkeit mehrdeutig; bei
der Dimensionierung muß beachtet werden, daß
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden 45 Entfernungs- und Geschwindigkeitsbereiche vonein-
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorzeichen von Δ q derart gewählt wird, daß bei anlaufender
Steuerung der Sendefrequenz die Dopplerlinie im Durchlaßbereich des Dopplerfilters bleibt.
g g
ander abhängig sind; man kann z.B. bei einem System mit fester Sendefrequenz nicht die Pulsfrequenz
erniedrigen und somit, unter Erhöhung der Sendeleistung, den eindeutig erfaßbaren Entfernungsbih
ß h ß i hidiki
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden 50 bereich vergrößern, ohne daß die Geschwindigkeits-
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzänderung beendet wird, wenn die Dopplerlinie
aus dem Bereich des Dopplerfilters läuft oder wenn die maximal zulässige Änderung der Sendefrequenz
erreicht ist.
6. Puls-Doppler-Radargerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Empfangszweig dem Dopplerfilter (14a bis 14n) eine
i i
messung mehrdeutig wird.
Die heute erreichbaren Geschwindigkeiten sind so hoch und die gewünschten Reichweiten so groß, daß
mit einer Messung bei den für die Radarbeobachtung günstigen Sendefrequenzen nur eine der beiden Größen
eindeutig gemessen werden kann, üblicherweise werden
die Betriebsparameter so ausgelegt, daß die Entfernungsinformation eindeutig ist; dabei muß
die Mehrdeutigkeit der Geschwindigkeitsmessung
Frequenzmeßeinrichtung (16) zur Bestimmung der 60 nach Betrag und Vorzeichen (an- und abfliegende
Dopplerfrequenz nachgeschaltet ist, die mit einer Ziele) in Kauf genommen werden.
Logik (17) verbunden ist, von der aus die Frequenzänderung des Sendesignals erfolgt, und daß der
Logik (17) ein die gemessenen Frequenzen und
deren Änderungen auswertender Rechner (19) 65
nachgeschaltet ist, der die eindeutige Doppler-
Logik (17) verbunden ist, von der aus die Frequenzänderung des Sendesignals erfolgt, und daß der
Logik (17) ein die gemessenen Frequenzen und
deren Änderungen auswertender Rechner (19) 65
nachgeschaltet ist, der die eindeutige Doppler-
pp frequenz und damit die eindeutige Geschwindigkeit bestimmt.
) g
Aus der französischen Patentschrift 1502021 ist ein Puls-Doppler-Radargerät bekannt, bei dem zur
Beseitigung von Mehrdeutigkeiten bei der Geschwindigkeitsbestimmung abwechselnd Sendeimpulse mit
zwei verschiedenen Frequenzen ausgesandt werden. Dadurch läßt sich für einen technisch normalerweise
ausreichend großen Eindeutigkeitsbereich die jewei-
18 Ol 270
lige Dopplerfrequenz und daraus die Geschwindigkeit bestimmen. Die Auswertung bei Betrieb mit Umtastung
zwischen zwei verschiedenen Frequenzwerten der Sendeimpulse bringt einen erheblichen Aufwand
mit sich, weil zwei getrennte Empfangszweige vorgesehen werden müssen, die jeweils eine Mischstufe,
einen Zwischenfrequenzverstärker und einen Demodulator enthalten. Nach einer zeitlichen Verschiebung
der Empfangssignale in einem der beiden Empfangszweige werden beide, den verschiedenen Sendefrequenzen
zugeordnete Empfangssignale miteinander verglichen. Außerdem müssen bei der Umtastung auf
zwei verschiedene Sendefrequenzen auch senderseitig ein größerer Aufwand getrieben und beide Sendefrequenzen
gleichzeitig bereitgestellt werden.
Aus der deutschen Auslegeschrift 12 62 376 ist es zur Entstörung 'gegenüber den unerwünschten Signalen
von Dopplerverzerrer-Rückstrahlbaken bekannt, die ausgehend von mehreren verschiedenen Sendefrequenzen,
empfangenen Dopplerfrequenzen untereinander zu vergleichen. Durch diesen Vergleich der
erhaltenen Sätze von dopplerverschobenen Frequenzwerten mit den verwendeten Sätzen von Sendefrequenzwerten
läßt sich feststellen, ob die Werte der Dopplerverschiebung bei den einzelnen Sätzen
jeweils, proportional sind oder nicht. Bei Proportionalität können echte Dopplerverschiebungen, bei fehlender
Proportionalität kann eine Verfälschung der Empfangssignale angenommen werden. Bei dem bekannten
Radarsystem wird jedoch die Aufgabe, Geschwindigkeits-Mehrdeutigkeiten zu beseitigen,
nicht behandelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Schwierigkeiten zu beseitigen und mit einfachen Mitteln
eine schnelle Bestimmung der wahren Dopplerfrequenz und damit der tatsächlichen Geschwindigkeit
des zu erfassenden Objekts zu erreichen. Gemäß der Erfindung, welche sich auf ein Verfahren der eingangs
genannten Art bezieht, wird dies dadurch erreicht, daß bei stetiger, vorzugsweise periodischer, Änderung
der Sendefrequenz mit einem einen bestimmten festen Sendefrequenzwert f0 multiplizierenden Änderungsfaktor q{t) derart, daß die Dopplerfrequenz keinen
Sperrbereich überspringt, die sich für eine unverändert gedachte Sendefrequenz fQ ergebende eindeutige
Dopplerfrequenz f{ in an sich bekannter Weise zu
h - Aq
bestimmt wird (A f: gemessene Änderung der Dopplerfrequenz
je Zeiteinheit; A q: Änderung des Änderungsfaktors q(t) des festen Sendefrequenzwertes/0 je Zeiteinheit).
Durch die fortlaufende Änderung der Sendefrequenz ist es im Rahmen der Erfindung nicht erforderlich,
sendeseitig zwei getrennte Oszillatoren bereitzustellen, und es ist auch empfangsseitig nicht notwendig,
getrennte Empfangszweige zu verwenden, sondern die Messung der gesuchten Dopplerfrequenz kann
praktisch einkanalig erfolgen, wobei lediglich auf die Bestimmung von Frequenzänderungen abzustellen ist.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die sonst bei Frequenzumtastungen stets auftretenden komplizierten
Einschwingvorgänge weitgehend vermieden werden können.
Die Erfindung ist anhand von Zeichnungen näher erläutert:
In Fig. 1 a ist ein Ausschnitt aus dem Amplitudenspektrum des Sendesignals einer bestimmten Frequenz
/o dargestellt, in F i g. Ib das Echospektrum fe,
herrührend von einem bewegten Flugkörper. Wie bekannt, ist das Echospektrum um die Dopplerfrequenz
fdi gegenüber dem Sendespektrum verschoben.
Die Dopplerverschiebung soll jeweils in einem definierten Frequenzbereich, beispielsweise bestimmt
durch den Durchlaßbereich F eines Kammfilters,
ίο gemessen werden, dessen Sperrbereiche mit S bezeichnet
sind.
Fig. Ic zeigt das Echospektrum eines anderen,
schneller anfliegenden Flugkörpers mit der Verschiebung/^· Die Größe der Verschiebung ist so groß,
daß fd2 = fdi + fi ist (/: Pulsfolgefrequenz). Man
erkennt, daß sich in diesem Falle die Spektren nicht unterscheiden und insbesondere in den Filtern dieselben
Frequenzen gemessen werden. Aus dieser Betrachtung folgt, daß eine gemessene Dopplerfrequenz
stets um ganzzahlige Werte von /· mehrdeutig sein kann: gemessen wird ein und dieselbe Frequenz,
im folgenden kurz mit / bezeichnet, während der wahre Wert der Dopplerfrequenz, der der tatsächlichen
Geschwindigkeit entspricht, /' sei. Dann ist
Die Mehrdeutigkeitszahl k ist stets ganz und bezeichnet den fe-ten Bereich, in dem die wahre Dopplerfrequenz
liegt.
Für eine Sendefrequenz/0 wird auf Grund der
bekannten Dopplerbeziehung
r, 2 ν f
/ = — /0
υ: Objektgeschwindigkeit,
c: Lichtgeschwindigkeit.
c: Lichtgeschwindigkeit.
Wird diese Sendefrequenz mit einem Faktor q so variiert, daß eine Frequenz q ■ /0 ausgesandt wird,
so wird auch der wahre Wert/' geändert und ebenfalls der gemessene Wert /.
Die Zusammenhänge sind anhand von Fig. 2a und 2b anschaulich graphisch dargestellt:
In Fig. 2a ist das Empfangsspektrum über der Fluggeschwindigkeit υ dargestellt, und zwar für die
Sendefrequenz/,. Für ν — 0 liegt das Empfangs-Spektrum
frequenzgleich mit dem Sendespektrum; mit wachsendem ν verschiebt sich das Empfangsspektrum immer mehr gegen das Sendespektrum.
Alle gezeichneten Geschwindigkeiten vh v}, vk...
ergeben denselben Meßwert^ im definierten Filterbereich; die oben geschilderte Mehrdeutigkeit der
Dopplerfrequenz entspricht also einer Mehrdeutigkeit der Fluggeschwindigkeit. In Fig. 2b sind zwei Darstellungen
nach F i g. 2 a für zwei verschiedene Sendefrequenzen foi und f02 aufeinandergezeichnet. Bei
der Sendefrequenz f01 wird eine Dopplerfrequenz ft
gemessen, die einer Objektgeschwindigkeit V1 j oder
V1 k usw. zugehörig sein kann; bei der Sendefrequenz f02
wird die Dopplerfrequenz J2 gemessen entsprechend
den Objektgeschwindigkeiten V2 j oder V2 k usw. Im
allgemeinen werden die aus Sendefrequenz und Dopplerfrequenz graphisch oder rechnerisch zu ermittelnden
Geschwindigkeiten V1}, vlk...v2j, V2Ic--- alle verschieden
sein bis auf zwei gleiche Werte. Nur diese
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sind dann gleich der wahren Geschwindigkeit. Im gezeichneten Beispiel fallen P1 ( und p2 ( zusammen.
Aus der Darstellung nach F i g. 2 b läßt sich unmittelbar nicht ersehen, ob und unter welchen Bedingungen
weitere Fluggeschwindigkeiten möglich sind, bei denen P1 und D2 zusammenfallen können; weiterhin kann auf
Grund dieser Darstellung keine Aussage gemacht werden, wie die beiden Betriebsfrequenzen zweckmäßig
zu wählen sind und mit welcher Genauigkeit die gemessenen Werte Si und Si zur Verfugung stehen
müssen.
Es gelten folgende Beziehungen:
bei der Sendefrequenz /0:
bei der Sendefrequenz /0:
und mit (2)
bei der Sendefrequenz qf0 :
Weiter ist mit
Si = oSi
mit (3), (4), (5)
mit (3), (4), (5)
f "f
qf,
(3)
(4)
(5)
(6)
Die Gleichung (6) enthält die beiden unbekannten Werte \ und Ic2; K und ^2 sind ganze Zahlen. Im
allgemeinen erfüllen mehrere Lösungspaare Ic1, k2 die
Gleichung, so daß Ic1, k2 wieder mehrdeutig sind. Die
Lösungen können jedoch für beliebige hohe Werte It1, k2 durch zweckmäßige Wahl von q (z. B. irrational)
eindeutig werden; dann müssen jedoch auch die Meßwerte Z1 und Si mit hoher Genauigkeit vorliegen.
Bei vorgegebener begrenzter Meßgenauigkeit kann durch zweckmäßige Wahl von q der erstmals auftretende
mehrdeutige Wert von Jc1 in der Praxis so
hoch gelegt werden, daß im zu erwartenden Geschwindigkeitsbereich keine Mehrdeutigkeit auftreten kann.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung wird so vorgegangen, daß man die Sendefrequenz nicht zwischen
zwei festen Werten umschaltet, sondern stetig, vorzugsweise periodisch, ändert. Dann werden q
und /' Funktionen der Zeit.
Es ist analog (2):
/'(t)=~
Zu ermitteln ist der Wert
Zu ermitteln ist der Wert
Γ - — · f
c °'
c °'
also bei q(t) = 1.
Wird formal die Änderung der Dopplerfrequenz über der Änderung der Sendefrequenz betrachtet, so
wird
2p
J''
aq
Eine Korrekturmöglichkeit bietet die mit (3) und (7) gewonnene Beziehung
Si
Es soll an dieser Stelle nochmals daraufhingewiesen werden, daß der Wert fx stets für den Zeitpunkt
q(t) = 1, also bei Nenn-Sendefrequenz, gilt, während
der Quotient -r- vom augenblicklichen Wert der
Sendefreqitfhz unabhängig ist.
Ist ein anderer Wert fx bei qx bekannt oder gemessen
worden, so lautet die Beziehung für k:
_ λ rd/ Λ
-j\jq"qx~jx\·
Die Zusammenhänge sollen anhand von Fig. 3 graphisch veranschaulicht werden:
In Fi g. 3 ist die Dopplerfrequenz /d über der Sendefrequenz q ■ f0 bzw. über q für eine bestimmte Geschwindigkeit
ρ aufgetragen. Mit wachsender Sendefrequenz wächst proportional die Dopplerfrequenz.
Proportionalitätsfaktor ist die Geschwindigkeit.
Infolge der Periodizität des Sendesignals kann die meßbare Dopplerfrequenz höchstens den Wert/;
annehmen; überschreitet die wahre Dopplerfrequenz den Wert fh so springt die meßbare Dopplerlinie auf
den Ausgangswert zurück.
Man erkennt unmittelbar aus Fig. 3, daß die
Steigung ~r~ der Geschwindigkeitsgeraden ein eindeutiges
Maß für die Geschwindigkeit des Flugkörpers ist; es ist naheliegend, daß der Quotient ~— auch ein
Maß für die eindeutige, wahre Dopplerfrequenz sein muß. Tatsächlich erkennt man aus der Ähnlichkeit
der Dreiecke sofort
■1/
Aq
Aq
JL
1
1
Bei dem Betrieb eines Radargeräts nach dem erfindungsgemäßen Verfahren soll der Quotient
durch die Laufzeit des Echosignals möglichst wenig verfälscht werden. Bei einer periodischen Modulation
(z. B. q = 1 + q0 sin cut) muß der Laufzeiteffekt durch
geeignete Maßnahmen kompensiert werden. Bei linearer Frequenzmodulation z. B. q = 1 +
spielt
dagegen die Laufzeit keine Rolle, wie man leicht anhand von Fig. 4a erkennt (1: Objekt anfliegend;
2: Objekt fest; 3: Objekt abfliegend).
Eine Veränderung der Laufzeit tz hat lediglich
zur Folge, daß sich die Dopplerfrequenz um einen
bleibt
1 f konstanten Betrag verschiebt; die Steigung 1-~-
erhalten.
Man muß jedoch bei der Messung darauf achten, daß während der Meßzeit keine unstetigen Änderungen
der Dopplerfrequenz auftreten. Unstetigkeiten
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werden hervorgerufen beim übergang in einen anderen Bereich (Fig. 3), durch einen Sprung der Sendefrequenz
(Fig. 4a) oder durch eine Überschneidung
der Sendefrequenz mit der Empfangsfrequenz (Fig. 4b); in diesem Fall geht die Dopplerfrequenz
durch Null und ändert das Vorzeichen (Spiegelung). Eine genauere Betrachtung zeigt, daß Überschneidungen
nur bei sehr kleinen Laufzeiten auftreten können, die in der Größenordnung der Signallaufzeiten
im Gerät selbst liegen. Bei sägezahnförmiger Frequenzmodulation darf die Messung der Dopplerfrequenz
beginnen nach der Echolaufzeit, und sie muß vor dem Sprung der Sendefrequenz beendet sein.
Eine überschlägige Betrachtung zeigt, daß bei angenommenem unendlichem Rauschabstand in der Theorie
die Steigung -~ aus zwei Frequenzmessungen,
von denen jede die Dauer einer Periode beansprucht, ermittelt werden kann; bei endlichem Rauschabstand
muß die Meßzeit mehrere Perioden überdecken.
Wie schon angedeutet, muß q0 so gewählt werden,
daß die zu messende Dopplerlinie in ein und demselben Bereich k bleibt, also muß sein Δ f
< 0,5 /;.
Die erforderliche Meßgenauigkeit des Verfahrens
kann unmittelbar aus der Beziehung / = —;— abgeschätzt
werden. Wenn man voraussetzt, daß bei der Ermittlung der Frequenzänderung ein konstanter
Fehler des Meßgerätes entfällt, bleibt lediglich die Genauigkeitsanforderung an die Linearität der Sendefrequenz.
Im allgemeinen wird jedoch die Dopplerlinie als mehr oder weniger schmales Band vorliegen;
setzt man die Meßgenauigkeit der Bandmittel vergleichsweise mit dem vorher erläuterten Beispiel mit
± 0,024 fi an und ist q = 1,1, so wird der relative
Fehler ±24%, während nach dem Umschaltverfahren der Fehler konstant und unabhängig von der Dopplerfrequenz
bei 0,024/; bleibt.
In F i g. 5 ist das Blockschaltbild eines die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglichenden
Radargeräts dargestellt. Die von einer Antenne 10 aufgenommenen Echosignale werden einer
Sender-Empfänger-Weiche 11 zugeführt und gelangen zu einem Kanalschalter 12, der — ebenso wie die
Sender-Empfänger-Weiche 11 — von einer Taktversorgungseinrichtung
13 gesteuert wird. Die Ausgänge dieses Kanalschalters enthalten somit Signale, die
bestimmten eng begrenzten Entfernungsbereichen zugeordnet sind (Entfernungskanäie 12a, Ub, 12c...
12 n). In die Entfernungskanäle sind Dopplerfilter 14a, 14b.. .14n eingeschaltet, über eine Abfrageeinrichtung
15 werden die einzelnen Entfernungskanäle nacheinander abgetastet, wobei angenommen
ist, daß im Entfernungskanal 12 & ein Ziel liegt und der zugehörige Abfrageschalter gerade geschlossen
ist. An den diesem Entfernungskanal entsprechenden Ausgang 15 b ist eine Filterbank 16 angeschlossen,
die aus sehr engen Einzelbereichen besteht und eine genaue Frequenzmessung ermöglicht. Anstelle einer
Filterbank können auch andere entsprechend genau arbeitende Frequenzmeßeinrichtungen verwendet werden.
Eine Filterbank hat jedoch den Vorteil, daß die Auswertung der gemessenen Frequenz unmittelbar
in digitaler Form vorgenommen werden kann. Auf Grund der gemessenen, in diesem Bereich vieldeutigen
Dopplerfrequenz wird in einer Logik 17 der frequenzbestimmende Teil 18 für die Sendefrequenz des PuIs-Doppler-Radargeräts
in der in den vorangegangenen Beispielen beschriebenen Art verändert. Diese Änderung
wird zusammen mit der sich auf Grund der geänderten Sendefrequenz ergebenden neuen Dopplerfrequenz
einem Rechner 19 eingegeben, der durch Verknüpfung der verschiedenen, auf unterschiedliche
Sendefrequenzen zurückgehenden Dopplerfrequenzen die eindeutige Dopplerfrequenz bestimmt, die dann
in einer Anzeigeeinrichtung 20 dargestellt wird. Außerdem wird im Rechner 19 die Änderung von ic ermittelt
ίο und ausgewertet.
Im folgenden ist angenommen, daß die Pulsfrequenz 3 kHz beträgt, die Blindgeschwindigkeit bei 1 Mach
liegt und die Dopplerfilter so ausgelegt sind, daß Frequenzen im Abstand bis zu ± 300 Hz von der Festzeichenlinie
noch unterdrückt werden. Infolge dieser Dimensionierung der Dopplerfilter, die den Zweck
hat, nicht nur Festzeichen, sondern auch langsam bewegte Objekte zu unterdrücken, entsteht für die
Anwendbarkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens die einschränkende Bedingung, daß die Meßwerte /2
und /t nicht in den Sperrbereich der Dopplerfilter fallen dürfen. Damit sind von einem an sich nutzbaren
Frequenzband von 3kHz Breite 600Hz (= 20%) nicht nutzbar.
Wenn ein Objekt beispielsweise mit der ersten Blindgeschwindigkeit Mach 1 in den Erfassungsbereich des Gerätes einfliegt, muß die Änderung der
Sendefrequenz mindestens so groß sein, daß sich die Doppierlinie in den Durchlaßbereich des Dopplerfilters
schiebt.
Damit liegt die minimale Frequenzänderung fest. Auf Grund der Tatsache, daß 20% des theoretisch
nutzbaren Gebietes nicht nutzbar sind, ist das Umschaltverfahren zwischen festen Sendefrequenzen unzweckmäßig,
da die Wahrscheinlichkeit, daß eine Linie in den Sperrbereich fällt und damit das Verfahren
versagt, zu groß wird. Es soll deshalb nicht mit fest eingestellter Änderung bzw. festem Hub der Sendefrequenz
gearbeitet werden, sondern die Umschaltung nach Vorzeichen und Betrag abhängig von der Lage
der Dopplerlinie gesteuert werden. Nachdem eine Steuerung der Sendefrequenz zwingend ist, soll gleichzeitig
auch überprüft werden, ob die beobachtete Dopplerlinie in einen anderen Bereich springt, und
demnach die Verfahren angewendet werden, die eine U1 = k2 = k fordern. Damit kann die wahre Dopplerfrequenz
eindeutig berechnet werden.
Aus dem bisher Gesagten folgt, daß sich das erfindungsgemäße Verfahren nicht eignet, den Geschwindigkeitsbereich
eines speziellen Systems einfach dadurch zu erweitern, daß eine weitere Funktion (etwa
Frequenzmodulation der Sendefrequenz) in das System aufgenommen wird. Es ist jedoch möglich,
jeweils ein Objekt, d. h. jeweils einen Entfernungskanal, abzufragen, indem ein Geschwindigkeitsrechner an
diesen Kanal angeschlossen wird und die Sendefrequenz auf Grund der Steuerbefehle des Rechners
geändert wird.
Die Abfrage der besetzten Kanäle kann automatisch nacheinander erfolgen oder auch gesteuert dem Beobachter, der sich für die Geschwindigkeit eines bestimmten Objekts interessiert.
Die Abfrage der besetzten Kanäle kann automatisch nacheinander erfolgen oder auch gesteuert dem Beobachter, der sich für die Geschwindigkeit eines bestimmten Objekts interessiert.
Für den Suchvorgang genügt eine einfache Frequenzumsteuerung, derart, daß Geschwindigkeiten,
die bei einer Sendefrequenz f01 im Blindbereich liegen,
bei f02 in den Durchlaßbereich fallen. Damit ist
sichergestellt, daß alle Bewegtziele überhaupt erfaßt werden. Wird z.B. angenommen, daß ein Objekt
709 637/75
18 Ol 270
mit etwa dreifacher Blindgeschwindigkeit in den Erfassungsbereich des Gerätes einfliegt, und erscheint
die entsprechende Dopplerlinie beispielsweise im Entfernungskanal 12 b, so wird das schmalbandige
Geschwindigkeitsfilter 16, die Logik 17 und der Rechner 19 auf Grund eines Befehls des Beobachters
oder automatisch auf den besetzten Kanal geschaltet. Die Logik 17 ermittelt den Meßwert /, indem sie feststellt,
in welchem Geschwindigkeitsfilter die Dopplerfrequenz erscheint, bestimmt dann das Vorzeichen
von q derart, daß bei anlaufender Steuerung der Sendefrequenz die Dopplerlinie im Durchlaßbereich
des Dopplerfilters bleibt, und schaltet die Frequenzsteuerung ab, wenn die Dopplerlinie aus dem Bereich
des Dopplerfilters läuft oder wenn die maximal zulässige Änderung der Sendefrequenz erreicht ist.
Der Rechner errechnet aus den Werten fu f2 und
q\, q2 den Mehrdeutigkeitsbereich k.
Erste Blindgeschwindigkeit des
Gerätes 1200 km/h
Folgefrequenz Z, = 3,00OkHz
Anfliegendes Objekt habe die
Geschwindigkeit 3680 km/h
mit der wahren Dopplerfrequenz /' = 9,200 kHz Diese Frequenz fällt in den Sperrbereich
des Dopplerfilters
Änderung der Sendefrequenz mit q = +1,1
Die wahre Dopplerfrequenz wird 10,120 kHz
und im Geschwindigkeitsfilter wird 1,12OkHz = /2 angezeigt
Änderung der Sendefrequenz mit q = +1,1
Die wahre Dopplerfrequenz wird 10,120 kHz
und im Geschwindigkeitsfilter wird 1,12OkHz = /2 angezeigt
Die Logik steuert die Frequenzänderung nun derart, daß die angezeigte Dopplerfrequenz J1 sinkt, und
gibt die Werte der angezeigten Dopplerfrequenz mit den zugehörigen Werten der Frequenzänderung an
den Rechner. Es genügt die Eingabe von zwei Wertepaaren an den Rechner:
^1 = 1,1; /1 = 1,12OkHz
q2 =1,02; f2 = 0,384 kHz
q2 =1,02; f2 = 0,384 kHz
der nach Gleichung (14) mit dem Programm
TiL«,-«. q2
k = 3 ermittelt.
Damit ist der Mehrdeutigkeitsbereich bestimmt. Die direkte Berechnung ergibt:
/v _ /2 Jl _
<h~ Ix
= 9,2 kHz.
Wenn angenommen wird, die Meßgenauigkeit von Z1
und/2 sei ± 50 Hz und die Fehler mögen sich addieren,
ergibt sich folgendes Beispiel:
fe= 1 Z2-Zi+0,1 kHz _Hz= 3,43
fi Q2-Qi 3,40
fi Q2-Qi 3,40
Der Rechner korrigiert auf 3,0:
Die wahre Dopplerfrequenz hat den Fehler ± 50 Hz. Nach der direkten Berechnung ergibt sich dagegen ein Fehler von 1,25 kHz.
Die wahre Dopplerfrequenz hat den Fehler ± 50 Hz. Nach der direkten Berechnung ergibt sich dagegen ein Fehler von 1,25 kHz.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Verfahren zur eindeutigen Geschwindigkeitsbestimmung bewegter Objekte durch ein Puls-Doppler-Radargerät, bei dem die Aussiebung der Dopplerfrequenzen mittels mindestens eines Frequenz-Dopplerfilters erfolgt, dessen Durchlaßbereich kleiner als die Pulsfolgefrequenz ist und dessen Sperrbereich zu Blindgeschwindigkeiten führt, und bei dem durch Änderung der Sendefrequenz eine Änderung der Dopplerfrequenz herbeigeführt und durch Verknüpfung mit der bei der vorhergehenden Sendefrequenz aufgetretenen Dopplerfrequenz die Geschwindigkeit des Objekts eindeutig bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei stetiger, vorzugsweise periodischer, Änderung der Sendefrequenz mit einem einen bestimmten festen Sendefrequenzmultiplizierenden7. Puls-Doppler-Radargerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Empfangszweig Einrichtungen zur Selektion eines Bewegtzieles, vorzugsweise in Form von Entfernungstoren (12 a bis 12«), vorgesehen sind.8. Puls-Doppler-Radargerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Entfernungstoren (12 a bis 12n) die Frequenzmeßeinrichtung (16) an denjenigen Entfernungskanal anschaltbar ist, in dem ein auszuwertendes Bewegtziel auftritt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681801270 DE1801270C1 (de) | 1968-10-04 | 1968-10-04 | Puls-Doppler-Radarverfahren und -geraet mit Sendefrequenzaenderung zur eindeutigen Objektgeschwindigkeitsbestimmung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681801270 DE1801270C1 (de) | 1968-10-04 | 1968-10-04 | Puls-Doppler-Radarverfahren und -geraet mit Sendefrequenzaenderung zur eindeutigen Objektgeschwindigkeitsbestimmung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1801270C1 true DE1801270C1 (de) | 1977-09-15 |
Family
ID=29591702
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681801270 Expired DE1801270C1 (de) | 1968-10-04 | 1968-10-04 | Puls-Doppler-Radarverfahren und -geraet mit Sendefrequenzaenderung zur eindeutigen Objektgeschwindigkeitsbestimmung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1801270C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0028182A1 (de) * | 1979-10-26 | 1981-05-06 | Thomson-Csf | Frequenzmoduliertes Bord-Radargerät und seine Anwendung bei einem sich selbst lenkenden Flugkörper |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1502021A (fr) * | 1966-10-04 | 1967-11-18 | Csf | Perfectionnement aux systèmes de détection électromagnétique d'objets mobiles |
| DE1262376B (de) * | 1964-08-28 | 1968-03-07 | Thomson Houston Comp Francaise | Doppler-Radarsystem mit einer Einrichtung zum Aussenden von Funkwellen einer Vielzahl verschiedener Frequenzen |
-
1968
- 1968-10-04 DE DE19681801270 patent/DE1801270C1/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1262376B (de) * | 1964-08-28 | 1968-03-07 | Thomson Houston Comp Francaise | Doppler-Radarsystem mit einer Einrichtung zum Aussenden von Funkwellen einer Vielzahl verschiedener Frequenzen |
| FR1502021A (fr) * | 1966-10-04 | 1967-11-18 | Csf | Perfectionnement aux systèmes de détection électromagnétique d'objets mobiles |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0028182A1 (de) * | 1979-10-26 | 1981-05-06 | Thomson-Csf | Frequenzmoduliertes Bord-Radargerät und seine Anwendung bei einem sich selbst lenkenden Flugkörper |
| FR2468920A1 (fr) * | 1979-10-26 | 1981-05-08 | Thomson Csf | Radar aeroporte a modulation de frequence et son application a un autodirecteur de missile |
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