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Autokissen Durch die Neuerung wird ein Sitzkissen für Kraftfahrer
geschaffen, dessen eine Seite als Verkehrswarnschild ausgebildet ist. Bedingt durch
die ständig weiter voranschreitende Motorisierung tritt immer häufiger der Fall
auf, daß Kraftfahrzeuge
| durch unfall, Motorschaden, Reifenwechsel oder dergleichen |
| auf der Strecke liegenbleiben und damit ein gefährliches Hin- |
dernis in der Fahrbahn darstellen. Das gilt insbesondere deshalb, da ja dann meistens
nicht nur das Auto an der Fahrbahn oder deren Rand steht, sondern weil sich dann
häufig auch Personen auf der Fahrbahn bewegen und aufhalten müssen, um den Schaden
zu beheben und das Fahrzeug wieder in Gang zu bringen.
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Bei der auf vielen Straßen herrschenden großen Verkehrsdichte ist
es unbedingt erforderlich, daß derartige Fahrbahnhindernisse in Form parkender Autos
und daran arbeitender Personen mit Warnschildern versehen werden, die bereits von
weither für die übrigen Verkehrsteilnehmer sichtbar sind. Das geschah nun bisher
äußerst unvollkommen meistens durch
| Anhängen bunter Lappen an die Fahrzeuge oder in der Weise, |
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daß irgendwelche Gegenstände, wie Kleidungsstücke, auf die Fahrbahn gelegt wurden,
um anzuzeigen, daß man hier vorsichtig fahren muß. Diese Art der Warnung der andern
Verkehrsteilnehmer genügt natürlich den Anforderungen nicht.
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Lian hat auch schon kleine Warnschilder oder Sätze von kleinen Warnschildern
geschaffen, die der Autofahrer für den Notfall beispielsweise in seiner Werkzeugausrüstung
mit sich führen sollte. Es liegt in der Natur der Sache, daß derartige Schilder
ziemlich klein gehalten sein müssen, da sie ja einen zusätzlichen Raumbedarf in
den betreffenden Fahrzeugen darstellen.
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Derartige, sehr klein gehaltene Schilder sind aber nicht auffallend
genug, um ein mit größerer Geschwindigkeit nahendes Fahrzeug rechtzeitig auf die
Gefahrenstelle hinzuweisen. Darüber hinaus wird derartiges Autozubehör, welches
nicht dekorativen Zwecken oder einer Erhöhung der Bequemlichkeit dient, von den
meisten Kraftfahrzeughaltern erfahrungsgemäß nur ungern oder überhaupt nicht angeschafft.
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In Erkenntnis dieser Zusammenhänge wird nun durch die Neuerung das
von jedem Kraftfahrzeug unbedingt mitzuführende Warnschild auf der Fläche eines
Sitzkissens angeordnet. Das kann beispielsweise in der Weise geschehen, daß das
bekannte rotumränderte Warndreieck mit dem schwarzen Strich im weißen Feld auf eine
der Flächen aufgenäht oder aufgedruckt wird. Ein Sitzkissen wird von den meisten
Kraftfahrern ohnehin im Wagen mitgeführt und ein auf diesem angebrachtes Warnschild
beansprucht also keinerlei
zusätzlichen Platz in dem manchmal recht
beengten Raum eines Wagens. Aus diesem Grunde, und auch deswegen, weil ein solches
als Verkehrswarnschild ausgebildetes Sitzkissen der Erhöhung der Bequemlichkeit
und nicht zuletzt auch einer effektvollen Ausschmückung des Fahrzeuges dient, wird
durch die Neuerung vielen Kraftfahrern der Entschluß erleichtert, ein für ihre und
der übrigen Verkehrsteilnehmer Sicherheit unbedingt erforderliches Warnschild mit
sich zu führen. Dabei ist noch zu bemerken, daß dieses Warnschild in Form eines
Kissens nun auch nicht mehr besonders klein gehalten zu werden braucht, sondern
eine durchaus ausreichende Größe, nämlich die der Sitzfläche eines üblichen Autositzes,
erhalten kann.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Sitzkissen, dessen eine Seite
als Verkehrswarnschild ausgebildet ist, aus zwei zusammenklappbaren Abschnitten
besteht, so daß es als dachartiges Aufstellschild auf den Boden gesetzt werden kann.
Zur Sicherung des Kissens in der aufgestellten Lage können dabei zweckmäßig in der
; mitte der auf dem Boden ruhenden Stirnkanten der zusammenklappbaren Abschnitte
zwei Bänder angebracht sein.
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Um das Kissen vor Witterungseinflüssen zu schützen, trägt die Varnschildseite
des Kissens einen wetterfesten Kunststoffüberzug, während die Außenfläche an der
gegenüberliegenden Seite, die normalerweise als Sitzfläche und Rückenlehne dient,
aus Stoff besteht. Durch die neuerungsgemäße Vereinigung eines Sitzkissens für Kraftfahrer
mit einem Verkehrswarnschild wird der Gebrauchswert der beiden Bestandteile je für
sich erheblich
erhöht und ein besonders zweckmäßiges und praktisches
Autozubehörteil geschaffen, welches sowohl der Sicherheit, als auch der Bequemlichkeit
für den Kraftfahrer dient. Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird anhand einer
Zeichnung beschrieben. In dieser stellen dar : Fig. 1 eine Ansicht des auseinandergeklappten
Sitzkissens für Kraftfahrer von der Warnschildseite aus gesehen, Fig. 2 eine der
Fig. 1 entsprechende Rückansicht, Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Sitzkissen
längs der Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung eines
Autositzes mit dem aufgelegten Sitzkissen nach der Neuerung, Fig. 5 eine schaubildliche
Darstellung des dachartig in Warn-
| stellung aufgestellten Sitzkissens, und |
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Fig. 6 eine Seitenansicht des zusammengeklappten Sitzkissens.
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Das Sitzkissen nach der Neuerung besteht aus zwei an einer gemeinsamen
Kante 1 in nicht näher dargestellter Weise zusammengenähten Abschnitten 2 und 3.
Diese Abschnitte 2 und 3 weisen in ihrem Innern je eine Kisseneinlage 4, bzw. 5
aus Schaumgummi oder einem andern entsprechend geeigneten Füllstoff auf. Die Verwendung
von Schaumstoffeinlagen hat den Vorteil, daß diese dem Kissen eine ausreichende
Stabilität verleihen, so daß es sich gut aufstellen lässt. Auf ihrer einen, in den
Figuren 2 und 4 dargestellten Seite sind die beiden Kissenabschnitte 2 und 3 mit
einem im vorliegenden Ausführungsbeispiel karierten
Textilstoff
6 bezogen. Auf der andern, in den Figuren 1 und 5 dargestellten Seite trägt der
Kissenabschnitt 3 einen weißen Bezugsstoff 7, auf den mit rotem und schwarzem Band
das bekannte Warnzeichen 8 in Form eines rot umränderten Dreiecks mit einem schwarzen
Strich im weißen Feld aufgenäht ist. Der andere Kissenabschnitt 2 trägt auf dieser
Seite einen in Fig. 3 gestrichelt angedeuteten Bezugsstoff 9, für den im vorliegenden
Ausführungsbeispiel eine dünne Schaumstoffmatte gewählt worden ist. Der Bezugsstoff
6 auf der einen Seite des Kissens ist mit den Bezugsstoffen 7 und 9 auf der andern
Seite des Kissens zu zwei in sich geschlossenen Bezügen für die beiden Kissenabschnitte
2 und 3 vernäht. Der Bezugsstoff ist dabei so reichlich bemessen, daß die beiden
Kissenabschnitte um die gemeinsame Kante 1 ohne Schwierigkeiten soweit verschwenkt
werden können, daß sie, wie in Fig. 6 dargestellt, vollkommen aneinander anliegen.
Über die in Figuren 1 und 5 dargestellte Warnschildseite ist an beiden Kissenabschnitten
noch ein wetterfester Bezug 10 aus durchsichtigem Plastikmaterial gezogen. Wie die
Figuren 2 und 3 erkennen lassen, ist dieser Plastiküberzug 10 mit einem schmalen
Randstreifen bis auf die als Sitzfläche und Rückenlehne dienende Gegenseite des
Kissens herübergeführt. Hier ist der Plastikbezug in nicht näher dargestellter Weise
an dem Bezugsstoff 6 befestigt.
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Diese Befestigung kann in bekannter Weise durch Schweißen, Kleben
oder Nähen erfolgen. An ihren freien Stirnkanten tragen die Kissenabschnitte 2 und
3 je ein Band 11, bzw. 12. Das vorstehend beschriebene Kissen kann, wie in Fig.
4 gezeigt, auf einen Autositz aufgelegt werden oder auch in beliebiger
anderer
Weise als Sitzunterlage usw. verwendet werden. Wenn das betreffende Fahrzeug nun
einmal auf einem Verkehrsweg abgestellt werden muß, so kann das Sitzkissen entsprechend
Fig. 5 dachartig als Aufstellschild neben das Fahrzeug gesetzt werden, um als Warnschild
zu dienen. Damit dieses Warnschild nun nicht etwa durch Luftzug beiseite geweht
werden kann, können auf die Länder 11 und 12 schwere Gegenstände aufgelegt werden.
Die Bänder 11 und 12 können auch so lang gewählt werden, daß sie in der aufgestellten
Stellung des Kissenschildes miteinander verknüpft werden können, so daß also die
jeweilige Winkelstellung der Kissenabschnitte 2 und 3 zueinander sicher eingehalten
wird.
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Selbstverständlich ist die Neuerung nicht auf das vorstehend beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt. Die Ausgestaltung kann vielmehr im einzelnen vielfältige
Abwandlungen erfahren.
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So kann beispielsweise das Warnschild mit einer stark reflektierenden
und glitzernden Farbe auf eine als Bezugsstoff dienende helle Plastikfolie aufgedruckt
werden. Oder es kann auch die Außenseite des anderen Kissenabschnittes ebenfalls
mit einem Hinweisschild oder dergleichen versehen sein. Sofern die Polsterfüllung
des Kissens selbst keine ausreichende Steifigkeit besitzt, können auch noch Versteifungseinlagen
in Form von Stäben oder dergleichen an dem Kissen angebracht werden.
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Schutzansprüche :