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| Srojektionsgerät, insbesondere zum Projl- |
| zierenvon Diarositiven, vorzugsweise Farb- |
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| diapositiven, auf eine Mattscheibe |
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Das Muster betrifft ein Projektionsgerät, insbesondere zum Projizieren von Diapositiven,
vorzugsweise Farbdiapositiven, auf eine Mattscheibe, mit einer Lichtquelle, einem
Kondensor, einem Objektiv und einem Spiegel, der das vergrößerte Bild auf die Mattscheibe
wirft.
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Das Muster hat sich die Aufgabe gestellt, ein Projektionsgerät mit
einfachsten Mitteln zu schaffen, die sich von denen eines üblichen Betrachtungsgerätes
nicht wesentlich unterscheiden. Gleichzeitig soll aber das Projektionsgerät des
Gebrauchsmusters eine ausreichende Vergrößerung sichern, so daß auch eine Mehrzahl
von Personen das vergrößerte Bild gegebenenfalls selbst in einem nicht verdunkelten
Raum betrachten kann.
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Die Aufgabe wird mustergemäß dadurch gelöst, daß der Platz zur Aufnahme
des Diapositivs vor der Mattscheibe auf der Seite des Betrachters angeordnet ist.
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Zweckmäßigerweise sind die Lichtquelle, der Kondensor und der Platz
zur Aufnahme des Diapositivs in einem herausragenden Vorbau eines Sockelgehäuses
angeordnet,
das zur Lagerung des Objektivs, des Spiegels und der
Mattscheibe dient. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Musters ist das Diapositiv
in einem divergenten Beleuchtungsstrahlengang zwischen der Beleuchtungssammellinse
und mindestens einer unmittelbar hinter dem Diapositiv angeordneten sammelnden Feldlinse
angeordnet, die demgemäß als Kondensorlinse und auch als Abbildungslinse wirkt.
Auf diese Weise wird erreicht, daß man zur Korrektion sowohl die sammelnde Feldlinse
als auch die nachgeschaltete Abbildungslinse benutzen kann.
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Ganz besonders vorteilhaft ist es, die Beleuchtunglinse asphärisch
auszubilden. Die Anordnung des Diapositivs in dem divergenten Strahlengang einer
asphärischen Beleuchtungslinse ist insofern besonders vorteilhaft, als zur
| Erreichung der Strahlendivergenz die Lampe der asphärischen |
| Linse beträchtlich genähert werden muß, wodurch ein großer |
Raumwinkel des ausgestrahlten Lichtes erfaßt wird.
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Um die weiter verbleibenden Bildfehler, insbesondere die Öffnungsfehler
für die Bildmitte und auch für seitlich liegende Bildteile weitgehend unwirksam
zu machen, wird vorzugsweise als Lichtquelle eine Niedervoltlampe mit sehr kleiner,
praktisch punktförmiger Wendel verwendet, so daß die relative Öffnung des Projektionsobjektivs
ungewöhnlich klein werden kann, z. B. I : 22 bis 1 : 33.
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Die Anwendung einer so geringen Objektivöffnung hat für den vorliegenden
Zweck den großen Vorteil, daß bei der Verwendung von Diapositiven mit unterschiedlichen
Deckglasstärken keine Korrektur der Scharfeinstellung vorgenommen zu werden braucht
und hierfür keine Mittel vorgesehen werden müssen.
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Die Tiefenschärfe des abbildenden Systems ist hierbei so groß, daß
auch ein Schärfenverlust bei Verwendung von Diapositiven ohne Deckgläser nicht eintritt.
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Bei der bevorzugten Ausführungsform des Musters wird ein Transformator
benutzt, dessen Primärkreis mit dem Ortsnetz verbindbar und in dessen Sekundärkreis
ein Schalter oder Kontakt eingeschaltet ist, der durch das eingelegte Diapositiv
geschlossen wird. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Lichtquelle nur bei eingelegtem
Diapositiv eingeschaltet und der Transformator belastet ist, sonst aber im Primärkreis
nur der geringe Leerlaufstrom verbraucht wird.
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Das Muster ist weiter dadurch gekennzeichnet, daß das Gesamtgehäuse
als eine nach unten offene Kappe ausgebildet ist, die nur den Schlitz zur Aufnahme
des Diapositivs und einen von der Mattscheibe abgedeckten Bildfensterausschnitt
hat. Hierbei werden Lichtquelle, Kondensor, Objektiv und Spiegel zweckmäßigerweise
auf mindestens einem Chassisboden gelagert, der von unten her an dem Gesamtgehäuse
befestigt ist.
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Schließlich ist vorzugsweise die Mattscheibe durch eine Einblickblende,
insbesondere nach oben und nach den Seiten, abgeschirmt, was wesentlich dazu beiträgt,
um das vergrößerte Bild auf der Mattscheibe auch bei Tageslicht oder nur mäßig verdunkeltem
Raum betrachten zu können.
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Die Einblick-blende wird zweckmäßigerweise an dem Gesamtgehäuse durch
schräg zur Mattscheibenebene verlaufende, mit Nocken zusammenarbeitende Nuten und
durch ein weiteres Befestigungsmittel, z. B. eine Schraube, gehalten. Auf diese
'leise braucht zur Befestigung der Einblickblende an dem
Gehäuse
nur eine einzige Schraube angezogen zu werden.
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Die Mattscheibe ist zweckmäßigerweise auf ihrer nach außen weisenden
Seite angeätzt oder sonstwie aufgerauht, um bei der Betrachtung eine Störung durch
Reflexlichter zu vermeiden.
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Weitere Verbesserungen und zweckmäßige Ausgestaltungen des Musters
sind anhand der beiliegenden Abbildungen erläutert, in denen eine Ausführungsform
des Musters dargestellt ist. Es zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch ein mustergemäß
ausgebildetes Projektionsgerät in etwa natürlichem Maßstab, Fig. 2 einen waagerechten
Schnitt durch das Gerät der Fig. 1 in Höhe der optischen Achse des Kondensors und
des Objektivs, Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht auf das Gerät der Fig. 1 und 2,
in verkleinertem Maßstab.
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Das Gerät weist ein Gesamtgehäuse 1 auf, an das sich, aus einem Stück
mit ihm bestehend, ein Vorbau 2 anschließt.
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Das Gesamtgehäuse 1 weist ein Einblickfenster 3 auf, das durch eine
Mattscheibe 4 abgeschlossen ist. Die Mattscheibe wird durch eine Einblickblende
5 auf dem Falz 6 des Einblickfensters gehalten, wobei die Einblickblende 5 die Mattscheibe
nach oben und nach den beiden Seiten abschirmt.
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Zur Befestigung der Einblickblende 5 auf dem Gehäuse 1 dient eine
Randvertiefung 7, auf deren beiden Seiten je eine Nut 8 vorgesehen ist, die schräg
mit Bezug auf die Ebene der Mattscheibe 4 verläuft. Diese Nut 8 vermag mit nicht
dargestellten Erhöhungen oder Nocken der Einblickblende
5 zusammenzuarbeiten.
BeimZusammenbau wird die Einblickblende 5 derart aufgebracht, daß die erwähnten
Nocken längs der schrägen Nuten 8 laufen, bis sich der entsprechende Vorsprung der
Einblickblende auf die Randaussparungen 7 setzt. Danach braucht nur noch die Ninblickblende
mittels einer einzigen Schraube 9 an dem Flansch des Gehäuses 1 befestigt zu werden.
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Das Projektionsgerät weist eine Lichtquelle 10, die als Niedervoltlampe
mit sehr kleiner, praktisch punktförmiger Jendel 11 ausgebildet ist, eine sammelnde
Beleuchtungslinse 12, eine sammelnde Feldlinse 13, eine Abbildungslinse 14 und einen
Spiegel 15 auf, der das projizierte Bild auf die Mattscheibe 4 wirft. Zwischen der
asphärisch ausgebildeten Beleuchtungslinse 12 und der sammelnden Feldlinse 13 ist
im divergenten Strahlengang ein nicht dargestelltes Diapositiv anzuordnen. Die Fläche
16 der sammelnden Feldlinse 13 mit der größeren Krümmung ist nach der Abbildungslinse
14 zu gerichtet.
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In dem vorbauldes Gehäuses 1 ist ein Schlitz 17 angeordnet, in den
das zu betrachtende Diapositiv derart eingeschoben werden kann, daß das Diapositiv,
wie bereits erwähnt, im divergenten Strahlengang zwischen der Beleuchtungslinse
12 und der Feldlinse 13 liegt. Zu beiden Seiten des Schlitzes 17 sind Führungsleisten
18,19 zur Führung des Diapositivs vorgesehen. Es wird in seiner Stellung durch zwei
Blattfedern 20 gehalten, die auf nicht näher dargestellte Weise an dem Vorbau 2
des Gehäuses 1 befestigt sind.
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Für die Lagerung dieser Teile dient eine Chassisbodenplatte
21,
die durch Schrauben und Abstandsstücke 22 fest mit einer unter ihr angeordneten
Trägerplatte 23 verbunden ist. Nach dem Zusammenbau bilden also die Platten 21 und
23 eine Einheit. Diese Einheit wird mit Hilfe dreier Schrauben 24 an dem Gehäuse
1 von unten her befestigt, das zu diesem Zwecke Lappen 25,26 aufweist, die mit entsprechenden
Schlitzen versehen sind, in die die Schrauben 24 eingeschoben werden können. Für
die Befestigung der Chass-isplatteneinheit 21,23 an dem Gehäuse 1 wird eine Schraube
24 unmittelbar an der Chassisplatte 21 befestigt (siehe Fig. 1) ; die beiden anderen
Schrauben 24 greifen an der Platte 23 an (siehe Fig. 2). Auf der Chassisplatte 21
sind unmittelbar die Beleuchtungslinse 12, die Feldlinse 13 und die Abbildungslinse
14 gelagert. Die untere Chassisplatte 23, die mit der Chassisplatte 21 fest verbunden
| ist, dient zur Lagerung eines Transformators 27. An der |
| CD |
Chassisplatte 21 ist außerdem eine Trägerplatte 28 befestigt, die zur Lagerung der
Niedervoltlampe 10 dient.
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Zu diesem Zweck weist die Trägerplatte 28 zwei Schlitze 29 auf, die
in Richtung der optischen Achse des aus der Lichtquelle 10, Beleuchtungslinse 12,
Feldlinse 13 und Abbildungslinse 14 bestehenden optischen Systems liegen.
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Durch diese Schlitze 29 greift je eine Stellschraube 30, die mit Hilfe
einer Buchse 31 drehbar und axial nicht verschiebbar in der Chassisplatte 21 gelagert
ist. Durch Betätigen der Stellschraube 30 kann also die Verbindung der Trägerplatte
28 mit der Chassisplatte 21 gelöst und wieder festgeklemmt werden, so daß die axiale
Stellung der Lichtquelle 10 verändert werden kann. An der Trägerplatte 28 ist im
übrigen eine ärmeschutzhaube 32 vorgesehen, die
insbesondere den
Vorbau 2 gegen eine unzulässige Erwärmung schützt.
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Die Primärwicklung des Transformators 27 ist über ein Steckerkabel
33 an das Wechselstrom-Ortsnetz von beispielsweise 220 Volt angeschlossen. Im Kreise
der Sekundärwicklung liegt einerseits als Belastung die Wendel 11 der Nieder-
| volt-lampe 10 und andererseits ein Kontakt oder Schalter |
| 34, der normalerweise geöffnet ist, so daß bei Anschluß |
der Primärwicklung des Transformators 27 an das Netz die Lampe 10 noch nicht brennt.
Bei Einschieben eines Diapositivs in den Schlitz 17 des Vorbaues 2 des Gehäuses
1 wird durch das Diapositiv ein Kontaktstift 35 niedergedrückt, der auf einer Kontaktfeder
36 angeordnet ist und nunmehr den Kontakt 34, 35 schließt, so daß jetzt der Sekundärkreis
des Transformators geschlossen ist und die Lampe unter Belastung des Transformators
brennt.
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Die Chassisplatte 21 ist im Bereiche einer schräg geneigten Platte
37 abgekröpt. Die Schräge der Fläche
| li |
| 37 entspricht der geforderten Neigung des Spiegels 15. |
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Das Steckerkabel 33 tritt in das Gehäuse durch eine Öffnung 38 ein,
die unterhalb der Chassisplatte 21 liegt.
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Nach unten zu werden die Platten 21 und 23 durch eine Bodenplatte
39 abgeschlossen, die sich gegen eine Schulter 40 in der Nähe der unteren Kanten
des Gehäuses 1 legt. Abgeschlossen wird diese Bodenkonstruktion durch drei Fußscheiben
41, zu deren Befestigung die Schrauben 24 in Verbindung mit muttern 43 unter Zwischenlegung
von Scheiben 42 dienen. Die Bodenplatte 39 erstreckt sich jedoch nicht unter die
Lampe 10, um nicht eine Auswechslung der
Lampe von unten her zu
erschweren. Die drei Schrauben 24 dienen also unter Zwischenschaltung von Muttern
44 und 45 einerseits zur Befestigung der Chassisplatten 21,23 an dem Gehäuse und
andererseits zur Halterung der Bodenplatte 39 und der Fußscheiben 41. Die Anordnung
ist so getroffen, daß die auf den Chassisplatten 21,23 angeordneten Teile unmittelbar
auf die Fußscheiben wirken und nicht das Gehäuse 1 selbst belasten.
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Zur Herstellung des Gehäuses dient ein insbesondere im Spritzgußverfahren
verarbeiteter Kunststoff, und zwar vorzugsweise hoch schlagfester Polystyrol.
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Das Projektionsgerät ist in den Fig. 1 und 2 in natürlichem Maßstabe
gezeigt. Man kann hier Kleinbild-Diapositive von 24 x 24 bzw. 24 x 36 mm mit einer
vierfachen linearen Vergrößerung, also einer 16-fachen Flächenvergrößerung projizieren.
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Die Fig. 3 zeigt das fertige Gerät in einer schaubildlichen Darstellung.
Man erkennt hier die besonders günstige Anordnung des Diapositivs vor der Mattscheibe
auf der Seite des Betrachters. Der Vorbau enthält nur außerdem Diapositiv die Lichtquelle
und die Beleuchtungslinse, während alle übrigen Teile in dem Sockelgehäuse hinter
dem Diapositiv angeordnet sind.
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Mit besonderem Vorteil ist die Mattscheibe auf ihrer nach außen weisenden
Fläche angeätzt oder sonstwie aufgerauht, um bei der Betrachtung Reflexlichter zu
vermeiden.
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Eine derartige Ausbildung ist für den Gegenstand des Gebrauchsmusters
deshalb besonders wichtig, weil auch mehrere, sich in einigem Abstand von der Mattscheibe
befindende Personen
das projizierte Bild zu betrachten vermögen.