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Verbesserungen an Nähmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen
an Nähmaschinen mit einer umlaufenden Antriebswelle, die eine Nähnadel auf- und
abbewegt, und einer oszillierenden Schwinghebelwelle, die ihrerseits einen Steppfuß
und eine Verbindungsstange in Bewegung setzt, welche eine Antriebswelle exzentrisch
mit dem Schwinghebel verbindet, um die Drehbewegung der Antriebswelle in eine Hin-
und Herbewegung des Schwinghebels zu verwandeln. Genauer gesagt, bezieht sich die
Erfindung auf Verbesserungenit3r Einstellmöglichkeit für diese Bewegung
durch
Veränderung der Verbindung zur Einstellung des Steppfusses entsprechend Nähten verschiedener
Dicke.
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Damit man auf einer Nähmaschine Nähte verschiedener Dicke herstellen
kann, ist es nötig, die. Höhe des Steppfußes am Ende seines Hubes verstellen zu
können, weil diese Höhe beim Nähen dicker Stoffe größer sein muß als beim Nähen
dünner Stoffe. Gleichzeitig istoes notwendig, den Hub des Steppfußes verändern zu
können, da dicke Stoffe einen größeren Hub erfordern als dünne.
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Um eine Hwbeinstellung dieser Art zu verwirklichen, wird in den USA-Patentschriften
2 428 762 und 2 445 297 vorgeschlagen, dem Exzenter für den Antrieb der Schwinghebelwelle
zu verstellen.
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Das Hauptziel der Erfindung besteht darin, eine einfach aufgebaute
und leicht bedienbare Vorrichtung anzugeben, welche beide Einstellungen leicht und
rasch gleichzeitig vorzunehmen gestattet, ohne daß eine Einstellung oder Auswechselung
des Exzenters erforderlich ist, und eine Einstellvorrichtung für den Steppfuß zu
schaffen, die ohne weiteres in schon vorhandene Nähmaschinen eingebaut werden kann.
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Erfindungsgemäß ist eine bewegungsändernde Verbindung für Nähmaschinen
vorgesehen, welche eine Verbindungsstange aufweist, die den Exzenter auf der Antriebswelle
mit
dem Hebel auf der oszillierenden Schwinghebelwelle verbindet, welcher die Drehbewegung
des ersteren in eine Hin- und Herbewegung der letzteren umwandelt, um den Steppfuß-anzutreiben,
wobei die Verbindungsstange verstellbar mit dem Schwinghebel verbunden ist, um die
wirksame Länge des Schwinghebels verstellen zu können, und zwar zwischen einer geringen
Länge, die einen großen Hub des Steppfußes mit großer Erhebung über den Grund für
das Nähen dicker Stoffe ergibt, und einer großen Länge, die einem kleinen Hub des
Steppfußes mit geringer Erhebung über den Grund für dünnere Stoffe entspricht. Dies
wird einfach dadurch erreicht, daß man die Verbindungsstelle der Verbindungsstange
mit der Antriebswelle verlagert, um dadurch die Länge des Schwinghebels variieren
zu können.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist nachfolgend anhand der Figuren
beschrieben.
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Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäß ausgestattete
Nähmaschine; Fig. 2 ist eine Stirnansicht von der nähenden Maschinenseite entsprechend
dem rechten Ende von Fig. 1 her;
Fig. 3 ist eine linksseitige Stirnansicht
der in Fig. 1 und 2 abgebildeten Maschine; Fig. 4 ist ein Diagramm, das die erfindungsgemäß
erhaltene Veränderung der Hin- und Herbewegung des Schwinghebels zeigt, und Fig.
5 ist eine diagrammatische Darstellung, aus der die Längen (und Erhebungen) der
Steppfußhübe ersichtlich sind, die nach Fig. 4 erzielt werden, wenn die Länge des
Schwinghebels groß oder klein ist.
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Der in den Figuren 1 - 3 dargestellte Nähkopf umfaßt in üblicher
Weise einen Kopfrahmen 1, eine Hauptantriebswelle 2, eine Nadel 3, die von einer
vertikalen, auf- und abbeweglichen Nadel stange getragen wird, welche ihrerseits
mit der Hauptantriebswelle 2 in Verbindung steht, um von deren Drehbewegung die
Auf- und Abbewegung herzuleiten, einen Steppfuß 5, der auf eine vertikal bewegliche
Steppfußstange 6 aufgesetzt ist, eine Vorrichtung, um den Steppfuß 5 synchron mit
der Nadel 3 auf- und abzubewegen, die eine auf der Steppfußstange 6 angebrachte,
einen die Steppfußstange auf- und abbewegenden Arm 8 und eine Schwinghebelwelle
9 zum schwingenden Antrieb des Armes 8 aufweist, einen Schwinghebel 10 zum Antrieb
der Welle 9 und eine Verbindungsstange 11, welche einen Exzenter 12 auf der Hauptantriebswelle
2
mit dem Schwinghebel 10 verbindet, um die Drehbewegung der Welle 2 in eine Hin-
und Herbewegung des Hebels 10 zu verwandeln und so auch die Welle 9 hin- und herzubewegen.
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Wie aus Fig. 4 ersichtlich, hat der Exzenter 12 auf der Welle 2 eine
gegenüber derjenigen der Welle 2 versetzte Mittelachse, deren Exzentrizität gleich
der radialen Entfernung zwischen dem Kreisbogen 13 entsprechend ihrem kleinen Radius
und dem Kreisbogen 14 entsprechend ihrem großen Radius ist. Infolgedessen bewegt
sich die Verbindungsstange 11 während jeder Bewegung der Welle 2 einmal hin-und
her.
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Erfindungsgemäß kann nun der Radius, auf dem die Verbindungsstelle
15 der Verbindungsstange 11 mit dem Schwinghebel 10 liegt, fortlaufend gegenüber
dem in Fig.
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3 angegebenen kleinen Radius R vergrößert werden, um eine gleichlaufende
Verminderung der Hübe des Steppfußes zu bewirken. Gleichzeitig wird die Schwinghebelwelle
9, wie aus Fig. 3 ersichtlich, im Gegenuhrzeigersinn gedreht, wobei die Erhebung
des Steppfußes über dem Grund abnimmt.
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3ei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Schwinghebel
10 mit einem Schlitz 16 versehen, der radial zwischen der Schwinghebelwelle 9 und
dem äußeren Hebelende verläuft, sowie einer querverlaufenden
Öffnung
17 an dem äußeren Hebelende und einer Einstellschraube 18 (die sich von der Anlenkstelle
15 der Verbindungsstange radial durch den Schlitz 16, die Öffnung 17 und das äußere
Ende des Hebels 10 erstreckt), deren inneres Ende an der Verbindungsstelle 15 angreift,
um diese um Zug oder Druck in einer gegebenen Lage innerhalb des Einstellbereiches
zu halten, und einer Einstellmutter 19 auf demjenigen Teil der Schraube 18, die
sich durch die Öffnung 17 des Hebels 10 erstreckt. Naturgemäß wird sich bei Drehung
der Mutter 19 in einer Richtung die Schraube 18 mitsamt der Verbindungsstelle 15
entlang dem Schlitz 16 radial nach außen bewegen und dabei den Hebel 10 mit der
Schwinghebelwelle nach Fig. 3 im Gegenuhrzeigersinn führen. Die radial auswärts
gerichtete Bewegung der Verbindungsstelle 15 vergrößert nach und nach die Länge
des Hebels 10. Dies wiederum führt zu einer entsprechenden Verminderung des Steppfußhubes
unter gleichzeitiger Verringerung der Grunderhebung. Mit anderen Worten: es bewirkt
eine Einstellung der Maschine für das Nähen dünnerer Stoffe unter Verringerung und
Abwärtsverlagerung des Steppfußhubes.
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Es sei angenommen, daß die Teile im Betrieb die in Fig. 3 gezeigte
Position einnehmen, wobei die Maschine für das Nähen dicker Stoffe eingestellt ist.
In Fig. 3 steht die Verbindungsstange 11 am Endpunkt ihrer Vorwärtsbewegung und
vor ihrem anschließenden Ruckwärtshub. Während dieses Rückwärtshubes bewegt die
Verbindungsstange ihre
Verbindungsstelle 15 (mit dem Schwinghebel
10) über einen Kreisbogen mit kleinem Radius. Dieser Kreisbogen erstreckt sich von
der in Fig. 3 gezeigten Position, die in Fig. 4 mit 21 bezeichnet ist, über einen
Winkel von annähernd 500 bis zu der in Fig. 4 mit 22 bezeichneten Position.
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Dabei wird die Schwinghebelwelle 9 (nach den Figuren 3 und 4) im
Gegenuhrzeigersinn, d.h. in einer Richtung bewegt, die durch den in den Fig. 2 -
4 gezeichneten Pfeil zur Angabe der Aufwärtsbewegung des äußersten Abschnittes der
Schwinghebelwelle 9 angezeigt wird. Infolgedessen bewegt der Arm 8 den Steppfuß
5 von der obersten Position nach Fig. 5 (bei 21 A) zu der in Fig. 5 mit 22 A bezeichneten
Höhe. Naturgemäß wird die Verbindungsstange 11 während des "vierten" Teils ihrer
Bewegung in die Position 21 zurückkehren und dabei den Steppfuß auf die Höhe 21
A anheben.
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Wenn man nun die Verbindungsstelle 15 in der Weise verstellt, daß
der Radius R vergrößert wird, so wandert diese Verbindungsstelle von der Position
21 in Fig. 4 nach außen zur Position 23. Diese Einstellung führt zur Abwärtsverlagerung
des oberen Hubendes des Steppfußes von der Höhe 21 A in Fig. 5 auf die Höhe 23 A.
Während der nunmehrigen Rückwärtsbewegung der Verbindungsstange 11 bewegt diese
ihre Verbindungsstelle 15 auf einen Kreisbogen mit größerem Radius. Dieser erstreckt
sich von der in Fig. 4 mit 23 bezeichneten Position über einen Winkel von etwa 260
zu der
mit 24 bezeichneten Position. Dabei wird die Schwinghebelwelle
9 nach den Figuren 3 und 4-im Gegenuhrzeigersinn bzw. im Uhrzeigersinn nach Fig.
2 gedreht und bewegt den Arm 8 nach unten, was zu einer Verringerung der Grunderhebung
des Steppfußes 5 von der in Fig. 5 mit 23 A bezeichneten Höhe zu der in derselben
Figur mit 24 A bezeichneten führt.
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- Patentansprüche -