DE1803C - Zapfhahn nebst Büchse - Google Patents
Zapfhahn nebst BüchseInfo
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Description
1877.
'έ Klasse 64.
WILHELM KROMER in FREIBURG (Baden). Zapfhahn nebst Büchse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. December 1877 ab.
Den Gegenstand meiner Erfindung bildet ein Zapfhahn und eine dazu gehörende Büchse mit
Zapfen.
Der Zweck ist die Ermöglichung des Anbringens
und Abnehmens des Hahnes ohne Klopfen und ohne dafs Flüssigkeit entweicht.
Auf beiliegender Zeichnung sind gleiche Theile mit gleichen Buchstaben versehen.
Fig. ι zeigt den Querschnitt des Hahnes der
Zapfenbüchse mit dem Zapfen.
A ist ein metallener . gebogener Schlauch (Hahn).
α ist eine Verlängerung des Hahnes mit Verschraubung b und Gummidichtung c.
d ist eine Stange von Stahl oder anderem Material mit. Knopfgriff an einem Ende und mit
konischem Loch mit Schraubengewinde am anderen Ende bei./; diese Stange hat Führung
und bewegt sich in der Verlängerung α und zwischen den radialen Lappen g, welch letztere
der Querschnitt (im Grundrifs), Fig. 4, näher zeigt, h ist eine auf dem Hahn A laufende
Verschraubung (Mutter), die mit dem Metallringe i und dem Gummiringe K eine Art Stopfbüchse
bildet.
B ist eine bleibend in ein Fafs oder Behälter
von Flüssigkeit einzuschraubende Büchse von Eisen oder anderem Metalle.
m ist ein metallener Korb oder Sieb (durchbrochener
hohler Cylinder) den der Aufrifs, Fig. 2, und Grundrifs, Fig. 3, näher darstellen
und der eine Kappe ti von Gummi hält.
0 ist ein vierkantiges metallenes Zäpfchen, das hinten einen Kopf und vorn einen Konus
mit Schraubengewinde hat.
. Verschlufs und Oeffnung im Zapfenloch, d. h. in der Büchse JB, werden durch die Gummikappe η hergestellt, indem dieselbe zusammen mit dem Korbe m durch den Stab d, der auf das konische Schraubenzäpfchen 0 geschraubt eingezogen oder hinten ausgeschoben wird.
. Verschlufs und Oeffnung im Zapfenloch, d. h. in der Büchse JB, werden durch die Gummikappe η hergestellt, indem dieselbe zusammen mit dem Korbe m durch den Stab d, der auf das konische Schraubenzäpfchen 0 geschraubt eingezogen oder hinten ausgeschoben wird.
Die Büchse z. B. sei in geschlossenem Zustande, wie die Zeichnung zeigt, und die
Flüssigkeit soll mittelst des Hahnes abgezapft werden. Alsdann wird folgendermaafsen verfahren:
Der Stab d wird zuerst, so weit es geht, zurückgezogen und der Hebel an der Mutter h
nach links gerückt, so dafs der Gummiring K nicht gestaucht ist.
Der Hahn wird dann so weit als möglich in die Büchse eingesteckt. Wird nun der Hebel
nach rechts gestofsen, so staucht der Druck von der Schraube den Gummiring und befestigt
dadurch den Hahn an die Büchse und stellt zugleich vollkommene Dichtung zwischen beiden
her. Nun wird Stab d etwas eingeschoben und mittelst des konischen Gewindes am Zäpfchen ο
mit demselben verbunden. Stöfst man nun den Stab d noch weiter ein, bis der Knopfgriff bei
p an die Stopfbüchse stöfst, so ist die Gummikappe mit dem;.Korbe m so weit im Innern
des Behälters, dafs die Flüssigkeit durch die Korbdurchbrechungen in die Büchse und durch
den Hahn läuft. Soll nun der Zapfenverschlufs wieder hergestellt werden, so zieht man den
Stab d wieder zurück, so weit er geht (bis sich der Korb m bei q gegen den Hahn drückt),
wobei sich dann die Gummikappe in die Büchse zieht und dichtet.
Schraubt man nun den Stab d wieder vom Zäpfchen ο ab und schiebt den Hebel an h
nach links (wodurch die Verbindung des Hahnes mit der Büchse abgelöst wird, indem der gestauchte
Gummiring in seine natürliche Lage zurückgeht), so kann der Hahn wieder entfernt
werden, χ
Bei diesen Operationen entweicht keine Flüssigkeit, selbst wenn dieselbe unter Druck steht,
und es entsteht keine Erschütterung, die einen Niederschlag im Behälter heben und die Flüssigkeit
trüben könnte.
Der Zweck des Korbes m, dessen Durchbrechungen
am cylindrischen Theil als Sieb dienen, ist hauptsächlich: die Verhütung des
Zutrittes von Spähnen oder anderen nicht flüssigen Gegenständen, die sich im Behälter befinden
und durch Zuschwemmung hinderlich werden könnten. Ist die Flüssigkeit mit kleinen
darin schwimmenden Gegenständen gemischt, so kann auch ein Korb mit engerem Sieb hinten
bei u aufgesteckt werden, so dafs sich der Zapfen frei nach hinten darin bewegen kann.
Will man die im Bauche eines Fafses verbleibende Flüssigkeit (die durch das höher liegende
Zapfenloch nicht auslaufen kann) mittelst eines Saugschlauches auslaufen lassen, so fafst
man das Zäpfchen ο und zieht mit ihm Korb in und Gummikappe η heraus, wodurch das
Büchsenloch zu gesagtem Zwecke offen wird.
Claims (2)
1. ein Stopfen, der so construirt ist, dafs er
beim Ein- und Ausnehmen länger und dünner gezogen wird und somit leicht eingedrückt
und leicht ausgezogen werden kann, dagegen in seiner natürlichen Lage dicht schliefst und durch Druck von innen vermehrte
Verschlufsfähigkeit und vermehrte Widerstandsfähigkeit gegen solchen Druck erhält;
2. die Befestigungsmethode eines Hahnes und dergl. an Löchern von Fässern und Behältern
durch Stauchung eines Gummiringes, wie oben beschrieben und zum Zwecke wie oben beschrieben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen,
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1803T | 1877-12-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1803C true DE1803C (de) |
Family
ID=70769376
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000001803DA Expired - Lifetime DE1803C (de) | 1877-12-22 | 1877-12-22 | Zapfhahn nebst Büchse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1803C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4088300A (en) * | 1975-10-08 | 1978-05-09 | Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Flow control valve for hot pitch or other viscous material |
-
1877
- 1877-12-22 DE DE000000001803DA patent/DE1803C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4088300A (en) * | 1975-10-08 | 1978-05-09 | Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Flow control valve for hot pitch or other viscous material |
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