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DE189326C - - Google Patents

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Publication number
DE189326C
DE189326C DENDAT189326D DE189326DA DE189326C DE 189326 C DE189326 C DE 189326C DE NDAT189326 D DENDAT189326 D DE NDAT189326D DE 189326D A DE189326D A DE 189326DA DE 189326 C DE189326 C DE 189326C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heating
channels
ducts
wall
regenerator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT189326D
Other languages
English (en)
Publication of DE189326C publication Critical patent/DE189326C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B5/00Coke ovens with horizontal chambers
    • C10B5/02Coke ovens with horizontal chambers with vertical heating flues

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVr 189326 ^ KLASSE 10«. GRUPPE
FRANZ JOSEPH COLLIN in DORTMUND.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1906 ab.
Bei allen bisherigen Koksofensystemen mit Zugumkehr, namentlich bei so betriebenen Regenerativkoksöfen, besteht der Grundsatz der zeitweiligen Beheizung der Heizkanäle abwechselnd mit frischem Gas und mit Abhitze darin, daß ein Teil der Wandkanäle mit frischem Gas beheizt wird, der andere Teil dagegen nur mit der Abhitze des ersten Teils. Bei der Zugumkehr ist der Betrieb
ίο ein entgegengesetzter, so daß die zuletzt nur mittels Abhitze beheizten Kanäle Gas erhalten und die vorher mit Gas beheizten Kanäle nur die Abhitze bekommen. Dieses System hat den Fehler, daß die Temperatur bei jeder Zugumkehr in den zur Abführung der Abhitze dienenden Wandkanälen jedesmal merklich zurückgeht. Es entsteht dadurch eine immer wiederkehrende Schwankung der Temperatur in allen Wandkanälen, so oft der Zugwechsel vor sich geht. Abgesehen vom schlechten Einfluß auf das feuerfeste Mauerwerk beeinträchtigen diese Schwankungen den Ofenbetrieb und daher die Produktion.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Fehler dadurch, daß ' alle Heizkanäle der Seitenwände fortwährend unmittelbare Gasbeheizung haben. Zu diesem Zwecke hat zunächst jeder Heizkanal an jedem Ende,
d. h. oben und unten, eine Heizstelle. Diese besorgen abwechselnd seine Beheizung, und zwar in entgegengesetzten Richtungen. Ist die eine Heizstelle in Gang, so ist die andere abgestellt; der betreffende Kanal ist aber fortwährend unmittelbar beheizt.
Außer den zwei Heizstellen hat jeder Wandkanal zweckmäßig für sich auch zwei besondere Verbindungskanäle nach dem Regenerator, die abwechselnd heiße Luft bringen und Abhitze wegführen. Mit diesen beiden Verbindungskanälen und einer sonstigen doppelten Verbindung zwischen Wandkanal und Regenerator ist mit- Hilfe der beiden Heizstellen der Zugwechsel in den einzelnen Heizkanälen möglich gemacht, ohne daß deren unmittelbare Beheizung zeitweise ausgesetzt zu werden braucht.
In der Zeichnung ist die neue Einrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Längenschnitt durch eine Ofenkammer und einen Sohlkanal,
Fig. 2 einen solchen durch eine Ofenwand,
Fig. 3 stellt verschiedene Querschnitte durch Öfen und Wände und deren Sohlkanäle dar.
Fig. 4 und 5 geben Ausführungsformen der Einrichtung in den Wandkanälen für die abwechselnde Zuführung von Luft und Abführung von Abhitze zwischen den eigentlichen Wandheizkanälen.
Für die Zugumkehrung kommen die üblichen Einrichtungen, bestehend in Wechselklappe und Gashähnen, in Anwendung. Die Beheizung geht in folgender Weise vor sich:
Jede Ofenwand hat zweckmäßig Anschluß an zwei Sohlkanäle α und al. Die Sohlkanäle α α und α1 α1 liegen unter der Ofenkammer und sind je durch die Wand t getrennt. (Läßt die Breite der Ofenkammer diese Anordnung nicht zu, was bei besonders
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Claims (2)

schmalen Öfen vorkommen kann, so darf die Trennungswand t auch fortfallen, weil die Zugrichtung von je zwei benachbarten Sohlkanälen α und ax gleich ist.) Ist der mit den Sohlkanälen a1 in Verbindung stehende Regenerator in der Abführung der Abhitze begriffen, so steigt aus dem anderen Regenerator die erhitzte Luft in die Sohlkanäle a und durch deren seitliche Öffnungen k in ίο die Wandkanäle/ und bringt hier das Heizgas zur Entzündung, das aus der Leitung g und den Verteilungskanälen r mittels Düsen s von unten in die Wandkanäle f eingeführt wird. Diese Einrichtung ist bekannt; die Weiterführung des brennenden Gas- und Luftgemisches aus den beflammten Wandkanälen geschieht jedoch nicht mehr wie bisher üblich von einem Teil der Wandkanäle f sondern es wird durch Züge i, die in den Bindersteinen ausgespart sind, abgeführt, ähnlich wie bei den öfen ohne Regeneratoren nach Patent 144828. Wird der Zugwechsel nunmehr vorgenommen, so werden die Züge i als Luftzüge für die obere Beheizung benutzt und das aus. den Leitungen gl und den Verteilungskanälen r1 mittels Düsen s1 von oben eingedrückte Gas fällt, von der Luft aus den Zügen i entzündet, durch die Wandkanäle f in den Sohlkanal α und nach dem entsprechenden Regenerator. Die Anordnung der Züge i in den Bindersteinen ist zur Sicherung der guten Wirkung am einfachsten nach der Einrichtung in Fig. 5 ermöglicht. Diese ist jedoch nicht unumgänglich notwendig. So ist beispielsweise die Einrichtung in Fig. 4 mit ähnlicher Zweckmäßigkeit veranschaulicht, wonach mehrere Wandheizkanäle f einen gemeinschaftlichen Zug i erhalten. In diesem Falle ist dieser nur entsprechend größer zu machen. Durch die beschriebene Vereinigung von an sich meist bekannten Einrichtungen wird der Zugwechsel in den Heizkanälen der Ofenwände, ohne deren unmittelbare Beheizung zu unterbrechen, erzielt. Die Vorteile sind ganz bedeutend; denn die Einrichtung bewirkt eine fortwährende starke Beheizung aller Wandkanäle, beseitigt daher alle bisherigen Temperaturschwankungen, schafft für Gas und Luft möglichst kurze Wege, hebt gleichzeitig alle Zug- und Druckunterschiede für die einzelnen Heizkanäle auf und sichert außerdem dem feuerfesten Mauerwerk größere Haltbarkeit, weil Druck- und Zugunterschiede und immer wiederkehrende Temperaturschwankungen, die den Steinverband der Wände lockern und die Wände undicht machen, fortfallen. Die Folge der ununterbrochenen unmittelbaren Beheizung der Wandkanäle ist ganz besonders die bedeutende Vermehrung der Kokserzeugung. Außerdem gestattet das Beheizungssystem die Möglichkeit der heute allgemein angestrebten Erhöhung der Ofenkammern, ohne daß man zu befürchten hätte, daß die Heizkanäle bis an ihre Ausmündung zu viel Hitze einbüßen, wie es mit weit voneinander befindlichen und dazu noch unterbrochen wirkenden Heizstellen der Fall ist. Pate nt-A ν Sprüche:
1. Liegender Regenerativkoksofen mit senkrechten Heizzügen und Zugumkehr, dadurch gekennzeichnet, daß zur ununterbrochenen Beflammung aller Heizzüge ff) diesen während der einen Periode Heizgas aus einer unten im Ofen angeordneten Gasleitung fr) mittels Düsen fs) und heiße Verbrennungsluft vom heißen Teil des Regenerators aus durch Kanäle fa), die unter der Ofensohle angeordnet sind, zugeführt werden, während die Abgase durch Kanäle (i), die in den Bindern der Heizwände ausgespart sind, den Sohlkanälen fa1) und von dort dem zu beheizenden Regeneratorteile zugeleitet werden, und daß nach erfolgter Umschaltung während der anderen Periode Gas aus der im oberen Ofenteil angeordneten Leitung fr1) mittels Düsen fs1) den Heizzügen ff) von oben und heiße Verbrennungsluft durch die Sohlkanäle fa1) und die Kanäle (i) vom Regenerator aus ebenfalls von oben zugeführt wird, wobei die Sohlkanäle fa) jetzt zur Ableitung der Verbrennungsgase zum Regenerator dienen.
2. Liegender Regenerativkoksofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für je-eine Anzahl von Heizkammern ff) nur ein Kanal (i) von entsprechender Weite in einem der Binder angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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