DE1877876U - Anordnung zur fortbewegung von schiffskoerpern. - Google Patents
Anordnung zur fortbewegung von schiffskoerpern.Info
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- B63H16/00—Marine propulsion by muscle power
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Description
Anordnung zur Portbewegung von Schiffskörpern -■■■·
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Fortbewegung von Schiffskörpern, '<
Für in Wasser zu bewegende Körper sind im wesentlichen folgende Antriebe bekannt:
Riemenruder, Schwenkruder, Schafelr&d, Schraubenpropeller, Voigt-Schneider-Propeller
und Düsen. ' · ' -
Bei großen Wassertieren, deren Körper die Dimensionen von BootenJaäbtn^,findet
man außer der mehr oder weniger'ausgeprägten Anwendung eines der oben angeführten
Prinzipien den Seitenflossenantrieb, unterstutzt von einer Söhlängel·
■bewegung des ganzen Körpers, die man aber als Gesamtkörperschwenkruderantrieb
auffassen kanno*
Die Wassertiere, z.B. Haie, Delphine, Robben u.a* erreichen z.S« erstaunliche
Geschwindigkeiten, Haie, Delphine beispielweise ca, 120 km/at« Dies ist auf , >
die-Bildung und leichte Ablösung kleiner Wirbel von der Außenhaut Euriickzuführen
(z.B0" rauhe Haut beim Hai,j nachgiebige Oberfläche beim Delphin). Andererseits,
energetisch gesehen, ,.ist die Erreichung" dieser Geschwindigkeiten
auf den mit hohem Wirkungsgrad arbeitenden Seitenflosaenantrieb zurüokzuführen.
Da bei hohen Geschwindigkeiten Schaufelräder u.a. aus den bekannten Gründen
ausfallen, bleibt als Vorteil des Seitenflossenantriebs:
a) "Ansatzstelle nicht im tln^erdruckbereich des Hecks, sondern im seitlichen
uberdruckbereich, "" · V ■;■
b) geringe Geräusoherzeugung imvZusammenhang mit großem'1Wirkungsgrad.(wiohtig
für Kriegsschiffe, Fischereifahrzeuge u«ä.),
o) wenig Reibungsverlust bei stehendem Antriebselement (Segelstellung),
d) niedertourige Antriebsmaschine (Verminderung von Geräuschbildung, Erhöhung
der Lebensdauer). ' · ■
Srfindungsgemäß wird eine derartige Anordnung zur Fortbewegung von Schiffs- "
körpern vorgeschlagen, Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß seitlich zum Körper
an der Stelle hohen Überdrucks Flossen angebracht sind, die durch*pendelnde
Bewegung, welohe durch Kraftübertragung vom Innern des Schiffskörpers nach t
außen erfolgt, im wesentlichen senkrecht zur Fortbewegungsrichtung »inen ·Αη*
trieb erzeugen© , -
Anhand der Figuren wird die Erfindung näher erläutert· ' " \ λ
Figur 1 zeigt sohematisoh das Wesen des erfindungsgemäßen Antriebe» Eine** - ·■
stromlinienförmige Tragfläche erhält etwas vor dem Flächensohwörpunkt (in" ''
Fortbewegungsriöhiung. gesehen) ein Lager" (Figur la). In diese« Lager wird ■
ein Schwenkarm oder eine Schubstange so angebracht, daß sich nur ein geringer V
Pendelausschlag der Tragfläche ergibt. Wird nun der'Hebelarm oder die Schubstange
durch geeignete Vorrichtungen am Schiffskörper·)iin Wd h«<
bewegt
gur 1b), klappt die Tragfläche durch' ihren größeren hinteren Fläoheiiariteil
mit der Anstroinkante in einen Winkel, der von der Fahrtrichtung, etwas nach der
Seite hinweist, nach der die Schübhewegung ausgeführt -wird. Hierbei wird das
Wasser durch den Anstellwinkel der Tragfläche nach"hinten weggedrückt. Auf der
gegenüberliegenden Seite wird dabei ein Unterdruck erzeugt, der ein Ansaugen
von in Fahrtrichtung liegenden Wasserteilchen,bewirkt. Da Druck und Sog sloh
gegenseitig unterstützen, entsteht e'ine voraustreibende Kraft, die duroh die
Schubstangen auf den Bootskörper übertragen wird» ' - , -'
Hat die Bewegung der Sohubstangen den Wendepunkt erreicht, schwenkt die Tragfläche
durch den Wasserstrom selbsttätig in widerstandslose Gleitstellung
(Segelstellung), um bei erneuter Gegenbewegung im umgekehrten Sinne zu wirken»
was jedoch ebenso einen Vortrieb erzeugt« , ·.- ■ ·. ·
Wenn durch ei'ie Torrichtung, die durch die Schubstangen verlaufen kann^'vom
Böotsinnern aus eine Verstellung des\Anschlages» bzw. des WinkelaussehlagöSj
der Leitflächen möglich gemacht wird, verändert sich mit dem Anstellwinkel die Antriebsleistung, welche dann je nach Reisegeschwindigkeit reguliert wer- ,
den kann. Ein großer Anstellwinkel ergibt eine langsame Fahrt aber eine hohe
Beschleunigung, ein kleiner Anstellwinkel ergibt eine schnelle Fahrt bei einer
relativ geringen Schwingungszahl,/ ■ "^
Rechnet man für ein größeres -Fahrzeug einen Schwingungsausschlag der. Leitflächen
von 2m und eine Zeit voh. 1 sec für eine volle' Schwingung (Hin- u, RÜokbewegung)
bei einem Anstellwinkel von ·10 $ Steigung, so ergibt sich eine Strömungsgeschwindigkeit
von 2m / 2m'=" 4m/Bec = 144 km/h für'den erfaßten Gtromquerschnitt,
llimrat man an, daß der Gesamtwider stand./aes Bootes "6 mal so groß
"/ /■' ist, ergibt sich eine Reisegeschwindigkeit von 24 km/h"·}.'*? ca 13 kn. Ba die
-*■
Schwingungsfrequenss ohne weiteres um ein beträchtliches gesteigert werden kantt.
Schwingungsfrequenss ohne weiteres um ein beträchtliches gesteigert werden kantt.
sobald der Anstellwinkel (ca 5 ** Q $) flacher gehalten wird, ist eine Steigerung
der Geschwindigkeit mit geringem Aufwand ohne weiteres möglich,
Fig. 2 zeigt sciieinatisch die Anbringung eines Flossenantriebes gemäß, der Erfindung
mittels Hebelarm (Figur 1a und 1b) und mittels Schubstangenantriebs (Figur 1c) an einem Unterseeboot« Beim Schubstangenantrieb oder beim direkten
Antrieb fällt der Hebelarm weg. Der Antrieb der Flossen erfolgt entweder aus dem Bootsinnern über eine kurze Schubstange oder'über einen Kettenantrieb o.
ä. in den Leitfläohsn oder duroh direkten Antrieb von Motor(en)f^welche^) in '
einer oder beiden Leitflächen untergebracht ist/sindo Figur 3 zeigt die Anwendung des Flossenantriebes bei einem beispielsweise zusammenklappbaren
Badebooto
Das Flossenprofil (im Querschnitt zur Strömungs'riohtung) ist in Wirklichkeit
flaoher als in den Figuren wiedergegeben. Das Längen- Bfeitenverfeältnis einer
Flosse verhält sich ca 20 t 1, die Breite betrögt also oa 5 $ der Länge, Nach
Möglichkeit soll die Breite nooh unter diesem Wert liegen,,
Figur 4 zeigt ein Flossenantriebssystem, welches sich "besonders für Handbzw.
Fußgetriebene Sportfahrzeuge eignet.
Das Antriebssystem besteht aus einem Flossenpaar, welches gegenläufig in
einem gemeinsamen oder zwei getrennten Lagern (Figur 4a) angebracht ist und
nach beiden. Seiten einen begrenzten Ausschlag hit.
Durch geeignete Konstruktionen kann das äußere Ende einer jeden Flosse
einen größeren Auftriebswinkel einnehmen, als das innere. Dadurch werden die unterschiedlichen Arbeitsstrecken der radial bewegten
Flossen kompensiert.
Figur 4 "b zeigt schematisch eine Ausführungsform einer solchen Konstruktion,
Figur 4 "b zeigt schematisch eine Ausführungsform einer solchen Konstruktion,
Claims (5)
- * Anordnung zur Fortbewegung voh.tJohiffBkonlirtt, daduroh gekennzeichnetf daß seitlioh zum Körper an der Stelle hohen'Überdrucke' Flossen angabraoht·eiäd* die duch pndelnde Bwgung^ wlohe duoh Kftübtn jEh di'
- die durch pendelnde Bewegung^ welohe duroh Kraftübertragung vom jEnhera die'· Schiffskörpers nach außen erzeugt wird» im Vesentliohen senkrecht but Fen* ι delrichtung einen Antrieb eraeugert» 4 . ' ' $ - ' t * 2. Anordnung zur Fortbewegung von Schiffakörpern nach Anspruoh 1* daduroh gekennzeichnet^ daß die einzelnen Flossen in einer Drehachse aufgehängt Bindj die senkrecht zur Fortbewegungsrlbhtung und parallel aur, benachbarten?Boote· wand liegt und) in Bewegungsrichtung naoh vorn, versetzt in der Flosse be- . festigt ist. , . '-%"-'
- , 3. Anordnung zur Fortbewegung von Schiffskörpern nach Anspruch 1 und 2, da*» durch gekennaeiohnet» daß die mechanische Führung der Flösse so beschränkt ist, daß ihr Ausschlagwinkel zum'kraftübertragenden Hebelarm nur wenige' Grade beträgt* , ,
- 4. Anordnung zur Fortbewegung von Schiffskörpern nach Anspruch 1 bis-;$f dex' durch gekennzeichnet» daß die Flossenbewegungen durch einen vom Sehiffe-' Innern bewegten Hebelarm oder/eine Schubstange vorgenommen werden0 , '<·'.
- 5. Anordnung zur Fortbewegung voh Schiffskörpern naoh Anspruoh 1 fc£ä''4» da*/ ν durch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegung der Flossen nicht über einen' Schwenkarm, sondern duroh/üirektekAusübung eines !Drehmoments an de* Dreh,--'' achse der Flosse vorgenommen wird» \\ ι'''
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED24351U DE1877876U (de) | 1962-03-16 | 1962-03-16 | Anordnung zur fortbewegung von schiffskoerpern. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED24351U DE1877876U (de) | 1962-03-16 | 1962-03-16 | Anordnung zur fortbewegung von schiffskoerpern. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1877876U true DE1877876U (de) | 1963-08-14 |
Family
ID=33139594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED24351U Expired DE1877876U (de) | 1962-03-16 | 1962-03-16 | Anordnung zur fortbewegung von schiffskoerpern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1877876U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4031336A1 (de) * | 1990-10-04 | 1992-04-09 | Wilhelm Knaf | Tauchboot |
| DE102020131063A1 (de) | 2020-11-24 | 2022-05-25 | Matthias Stoll | Wasserfahrzeug und Halter |
-
1962
- 1962-03-16 DE DED24351U patent/DE1877876U/de not_active Expired
Cited By (3)
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| DE4031336A1 (de) * | 1990-10-04 | 1992-04-09 | Wilhelm Knaf | Tauchboot |
| DE102020131063A1 (de) | 2020-11-24 | 2022-05-25 | Matthias Stoll | Wasserfahrzeug und Halter |
| DE102020131063B4 (de) | 2020-11-24 | 2024-07-04 | Matthias Stoll | Wasserfahrzeug und Halter |
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