DE1871230U - Mischvorrichtung, insbesondere fuer formsand, kernsand od. dgl. - Google Patents
Mischvorrichtung, insbesondere fuer formsand, kernsand od. dgl.Info
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Description
Mischvorrichtung, ins "bes. für Formsand, Kernsand o.dgl.
Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung, insbesondere für Formsand, Kernsand o.dgl., bei der in einem senkrechtstehenden zylindrischen Mischbehälter ein Mischwerkzeug
arbeitet, welches mit seinen Armen über den Boden des Behälters entlangstreicht und das Vermischen bewirkt. Derartige
Vorrichtungen werden üblicherweise in der ?/eise entleert, daß im Behältermantel eine Öffnung vorgesehen
ist, durch welche hindurch der G-emischsand nach aussen befördert wird. Eine solche Anordnung bringt Schwierigkeiten
in der Bedienung mit sich und gestattet nur eine unvollkommene Entleerung. Dieser Mangel wird durch die
Erfindung behoben, indem erfindungsgemäss im Behälterboden eine Masseaustrittsöffnung vorgesehen ist, die
durch eine sich in das lichte Mass der öffnung einpassende Auslassklappe verschliessbar ist, welche ausserhalb des Behälters
um eine horizontale Achse schwenkbar lagert und welche vermittels einer Rasteinrichtung in der Versehlussstellung
als auch in der Offenstellung feststellbar ist. Eine solche Anordnung bietet den Vorteil, daß man das
Mischwerkzeug nach Öffnen der Bodenklappe weiterlaufen lassen kann, wobei das Mischgut von den umlaufenden Mischarmen
durch den Bodenaustritt heraus befördert wird.
Vorzugsweise ist die Masseauslassöffnung des Behälters durch einen nach unten angesetzten Schüttkanal eingefasst,
zwischen dessen Wänden die Verschlussklappe für die Behälteröffnung lagert. Am träger der Verschlussklappe
ist ein Bedienungsgriff vorgesehen, der im wesentlichen einer nach aussen reichenden, unter Feuerwirkung
stehenden Raste besteht. Weiterhin sind beiderseits der Klappe mit East aussparungen versehene Führungen, Anschläge
o.dgl. vorgesehen für die Raste, welche die Endstellungen der Klappe festlegen. Dadurch ist die
Möglichkeit gegeben für eine besonders einfache Bedienung.
Beim Anfassen des Bedienungsgriffes lässt sich sofort die die Klappe sichernde Raste auslösen. Sie schnappt
_ 3 —
dann von selbst wieder in der anderen Endstellung der
Klappe in die entsprechende Rastaussparung ein.
Der Erfxndungsgedanke, der die verschiedensten Ausführungsmöglichkeiten zulässt, ist in der anliegenden Zeichnung
wiedergegeben, und zwar zeigen:
Pig. 1 einen Schnitt durch den Oberteil des Mischers, wobei Mischbehälter und Mischwerkzeug geschnitten
sind,
Pig. 2 einen ähnlichen Schnitt wie Pig. 1, wobei nur der Behälter geschnitten ist und verschiedene
Ausführungsformen der die labe abdeckenden Abweiserhaube schematisch dargestellt sind,
Pig. 3 eine Draufsicht auf den Mischbehälter bei
schemaüscher Darstellung des Mischwerkzeuges
und abgenommener Abweiserhaube und
Pig. 4 und 5 jeweils einen Schnitt durch den mit der Auslassöffnung versehenen Teil des Mischbehälters
bei verschiedener Stellung der Verschlussklappe.
Yon dem Mischer, der insbesondere zur Mischung von Pormsand,
Kernsand ο.dgl. Verwendung finden soll, ist nur der obere
Teil gezeigt. Der den Antriebsmotor aufnehmende Ständer der Maschine ist nicht mit dargestellt.
Im wesentlichen besteht der Mischer aus einem mit seiner Mittelachse etwa senkrecht stehenden zylindrischen Mischbehälter
1, in dessen Boden 2 unter Verwendung von Dichtungen oder Lagerschalen 3 die vertikale Antriebsachse 4 mit ihrer
aufgesetzten Mitnehmerkappe 5 gelagert ist. Die Achse 4
kann dabei die Achse des Antriebsmotors sein.
Im Inneren des Mischbehälters sitzt auf der Achse 4 bzw. der
Mitnehmerkappe 5 das Mischwerkzeug. Dieses besteht im wesentlichen aus einer Nabe 6, die nach Art einer Haube auf die
Mitnehmerkappe 5 aufgesetzt ist. Wie die Zeichnungen deutlich erkennen lassen, ist die labe 6 verhältnismässig gross und
stabil. Je nach der jeweiligen Mischergrö'sse beträgt das Verhältnis
des Habendurchmessers (D-n) zum Behälterdurchmesser
•Ji
(Dt,) etwa 1 : 3 bis 1:4. Durch den verhältnismässig grossen
Efabendurchmesser wird erreicht, daß die labe des Mischwerkzeiiges
den in der Mitte des Mischbeliälters befindlichen toten Eaum, in welchen sich das Mischgut erfahrungsgemäss
nur v^enig bewegt und anstaut, abdeckt. In Verbindung mit
der noch später zu beschreibenden, die Nabe abdeckenden Haube
wird dadurch, von vornherein erreicht, das alles in den Behälter
aufgegebene Mischgut zum Behälterboden hin und vor die Arme des Mischwerkzeuges gebracht wird.
Wie Fig. 3 zeigt, weist die labe 6 auf ihrem Umfang Einfräsungen
7 an diametral einander gegenüberliegenden Stellen auf, welche einen Sitz für das innere Ende der beiden an der
Nabe 6 zu befestigenden lischarme 8 bilden. Die Arme 8 sind zweekmässig an die Habe 6 angeschweisst. Sie können aber
auch verschraubt oder vernietet sein. Auf jeden Pail ist die
Befestigung so, daß die Arme 8 mit ihren inneren Enden tangential in den Umfang der labe 6 übergehen und mit dem
labenumfang vergleichen.
Wie ersichtlich, bilden die Mischarme 8 im wesentlichen einen Halbkreis, wobei dieser Kreisbogen die labe 6 teilweise umschliesst
und am äusseren Ende der lischarme die üblichen auf dem Behälterboden 2 entlangstreichenden Streichmesser 9,
Abstreichbleche o.dgl. vorgesehen sind, die das Mischgut aus
der Behälterecke beim Umlauf des Mischwerkzeuges herausheben.
Die Mischarme 8, die in der Mitte etwa so hoch sind, wie die labe 6, fallen nach dem Behälterumfang hin in ihrer Höhe ab,
so daß das Mischgut über die Arme 8 bei deren Umlauf hinweg-
τ-
fallen kann. Die Arme 8 gleiten nicht über den Boden 2 des Mischbehälters hinweg, wobei zwischen den Armen und der Bodenoberfläche
nur ein relativ enger Spalt 10 verbleibt, dessen Weite entsprechend der Art des zur Verarbeitung gelangenden
Mischgutes einstellbar ist. Diese Einstellung wird dadurch bewirkt, daß in der litte der labe 6 eine Stellschraube 11
eingedreht ist, deren Kopf 12 sich in eine entsprechende zentrale Ausdrehung der labe 6 einpasst. Die Stellschraube
setzt sich auf die Aussenseite der MiHtnehmerhaube 5 bzw. auf das Ende der Antriebswelle 4 auf. Durch mehr oder weniger
starkes Anziehen der Stellschraube 11 lässt sieh die labe 6
des Mischwerkzeuges mehr oder weniger weit von der Mitnehmerkappe 5 bzw. der Antriebsachse 4 abziehen, ?;odurch auch die
Spaltweite 10 verändert wird. Durch entsprechendes lachlassen der Schraube 11 kann man andererseits das Mischwerkzeug 6, 8
immer wieder so weit an den Behälterboden 2 heranbringen, daß sich der bei längeren Gebrauch des Mischers einstellende
Yerschleiss jederzeit wieder ausgleichen lässt.
Festgestellt und gekontert wird das Mischwerkzeug 6, 8 durch
Konterschrauben 13, welche um die Stellschraube 11 herum gleichmässig verteilt in der Habe 6 angeordnet sind. Die
Konterschrauben 13 durchsetzen entsprechende Bohrstangen in der labe 6 und sind in die llitnehmerkappe 5 auf der Antriebs-
achse 4 eingedreht. Sie haben eine doppelte Aufgabe, nämlich die Mitnahme des Mischwerkzeuges sicherzustellen und dasselbe
in seiner durch die Stellschraube 11 bestimmten Einstellung
festzuhalten.
Zweekmässig trägt der Kopf 12 der Stellschraube 11 gleichzeitig
ein Öse oder einen Sing 14, welcher die Möglichkeit bietet, den gesamten Mischer in einfachster Weise zu transportieren.
Die Stellschraube 11, die Öse 14 und das gesamte Mischwerkzeug sind so stabil ausgeführt, daß man den ganzen
Mischer an der Öse 14 aufhängen kann. Andererseits dient die Öse 14 aber auch dem Transport des Mischwerkzeuges, wenn
dieses auf die Antriebsachse aufgesetzt oder von dieser entfernt werden soll.
Wie ersichtlich, ist die labe 6 des Mischwerkzeuges auf ihrer Oberseite durch eine im Querschnitt granatenförmige oder
kegelige Abweiserhaube 15 abgedeckt. Zu diesem Zweck besitzt
die labe eine Sitzfläche 16, in die sich die Abweiserhaube 15 mit ihrem unteren Ende derart einpasst, daß sie
mit ihrer Aussenseite mit dem äusseren Umfang der labe 6 vergleicht. Durch die kuppelförmige Gestalt der Haube wird
das im Zentrum des Mischbehälters sich ansammelnde Mischgut
nach aussen, d.h. in den weiten Bereich der Mischarme 8
abgeleitet. Die Haube 15 lässt sich dabei vermittels einer Spannschraube 17 festhalten, die in einen auf die öse 15
dafür vorgesehenes Auflager 18 eingedreht ist.
Die Haube 15 kann selbstverständlich die verschiedenste Form
aufweisen. Bei der Darstellung gem. Fig. 1 ist eine bomben- oder granatenförmige Ausgestaltung der Haube gewählt. Bei
der Darstellung gem. Fig. 2 ist auf der linken Seite eine Haube 15 dargestellt, die mit schraubenförmig verlaufenden
Leitblechen 19 o.dgl. versehen ist, welche die Aufgabe haben,
beim Umlauf des Mischwerkzeuges das Mischgut nach unten zu drücken, so daß Brückenbildungen vermieden werden. Im rechten
Teil der Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform an der Haube 20 angedeutet, die nach innen ausgekehlt ist, so daß eine
das Mischgut ableitende Spitze entsteht. Selbstverständlich sind die verschiedensten Haubenformen anwendbar.
Der Austritt des Mischgutes aus dem Behälter 1 wird dadurch bewirkt, daß im Behälterboden 2 dicht am inneren Umfang der
Behälterwand 1 eine Austrittsöffnung 22 vorgesehen ist, welche durch eine sich genau in diese Öffnung einpassende
Bodenklappe 21 verschlossen werden kann. Die Klappe 21 setzt sich dichtend genau in das lichte Mass der Austrittsöffnung
22 ein. Bei geöffneter Klappe können die weiter umlaufenden
Mischarme 8 das Mischgut durch die Öffnung 22 nach aussen befördern. Bs wird durch einen die Öffnung 22 einschliessendei
Schüttkanal 23 abgeleitet.
Die Bodenklappe 21 sitzt an einem Träger 24, der auf einer Achse 25 in am Mischbehälter 1 befestigten Lagerböden 26
lagert. An dem Träger 24 sitzt auf nach aussen gerichteten Führungen 27, welche den Bedienungsknopf 28 tragen, .ein
Querhaupt 29»verschiebbar. Es wird durch die Druckfeder
30 immer nach innen gedrückt und hat seitliche Rasten oder Riegel 31, die um ein gewisses Mass vorstehen und mit
führungen 32 bzw. 33 zusammenarbeiten. Die Führungen 32,33 sind zu beiden Seiten der Klappe 21, 24 angeordnet und
je mit einer Rastöffnung 34 bzw. 35 versehen.
Die Führungen 32 mit der Rastöffnung 34 sichern die Klappe 21 in der Yerschlusstellung. Wird das Querstück 29 entgegen
der Wirkung der Feder 30 nach dem Bedienungsknopf 28 hingezogen, so rasten die Riegel 31 aus der Öffnung 34 aus. Die
Klappe kann dann aus der in Fig. 4 gezeigten Stellung in die in Fig. 5 dargestellte Offenstellung bewegt werden. Hier
rasten die Riegel 31 selbsttätig in die dafür vorgesehene Aussparung 35 ein und halten dann die Klappe in der Offenstellung
fest.
Claims (3)
1. Mischvorrichtung, insbesondere für Formsand, Kernsand
o.dgl. mit in einem Mischbehälter um eine senkrechte Achse umlaufenden Mischwerkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß im
Behälterboden eine Masseaustrittsöffnung vorgesehen ist, die durch eine sich in das lichte Mass der Öffnung einpassende
Auslassklappe verschliessbar ist, welche ausserhalb des Behälters um eine horizontale Achse schwenkbar lagert und
welche vermittels einer Rasteinrichtung in der Verschlussstellung als auch in der Offenstellung feststellbar ist.
2. Mischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Masseauslassöffnung des Behälters durch einen nach
unten angesetzten Schüttkanal eingefasst ist, zwischen dessen Wänden die Verschlussklappe für die Behälteröffnung
lagert.
3. ' Mischvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß am träger der Verschlussklappe ein unter Feuerwirkung stehender Bedienungsgriff vorgesehen ist, der
nach aussen reichende Riegel, Rasten o.dgl. trägt und
beiderseits der Klappe mit Rastaussparungen o.dgl. versehene
Führungen, Anschlage oder ähnliches für die am Bedienungsgriff der Klappe sitzenden Riegel vorgesehen sind, die die
beiden Indstellungen der Klappe festlegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB52090U DE1871230U (de) | 1963-02-04 | 1963-02-04 | Mischvorrichtung, insbesondere fuer formsand, kernsand od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB52090U DE1871230U (de) | 1963-02-04 | 1963-02-04 | Mischvorrichtung, insbesondere fuer formsand, kernsand od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1871230U true DE1871230U (de) | 1963-05-02 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEB52090U Expired DE1871230U (de) | 1963-02-04 | 1963-02-04 | Mischvorrichtung, insbesondere fuer formsand, kernsand od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1871230U (de) |
-
1963
- 1963-02-04 DE DEB52090U patent/DE1871230U/de not_active Expired
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