DE1867763U - Landwirtschaftliches transportfahrzeug. - Google Patents
Landwirtschaftliches transportfahrzeug.Info
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Description
PATENTANWÄLTE
DIPL. ING. C. STOEPEL · DIPL. ING. W. GOLLWITZER
DIPL. ING. C. STOEPEL · DIPL. ING. W. GOLLWITZER
20. November I962 Dr.
Stefan Braun, Burrweiler (Pfalz)
"Landwirtschaftliches Transportfahrzeug"
Die Neuerung bezieht sich auf ein vorzugsweise bei Erntearbeiten in landwirtschaftlichen Reihenkulturen, z.B.
im Weinbau, verwendbares einachsiges Transportfahrzeug.
Ein großer Teil vor allem der schweren, bei der Weinlese
anfallenden Arbeiten entfällt auf den Transport der geernteten Trauben aus dem Gelände heraus zu den an dem
nächsten mit Straßenfahrzeugen befahrbaren Weg abgestellten Transportfahrzeugen. Bislang wird dieser Transport ausschließlich
mittels auf dem Rücken getragener Behälter, sogenannter Hotten, durchgeführt.
Mit der zunehmenden Arbeitskräfteverknappung haben
auch im Weinbau in verstärktem Maße kleine einachsige Schlepper Eingang gefunden, mit denen insbesondere die in flacherem
Gelände angelegten Weinbergsanlagen befahren werden können. Diese Einachsschlepper sind mit einem verschwenkbaren Lenker
mit Handgriffen, an denen die Bedienungsorgane angeordnet
sind, und mit einer Kupplung versehen, an die Arbeitsgeräte angeflanscht werden können. Die Kupplung besteht im allgemeinen
aus einer Grundplatte, die mit einer entsprechenden Platte des Arbeitsgerätes z.B. durch Schraubenbolzen ver-
bunden wird. Diese Platte ist von einer Arbeitswelle durchbrochen,
mittels derer z.B. über eine Klauenkupplung diese Arbeitsgeräte wie z.B. Mähmesser angetrieben werden können.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu schaffen, das nicht nur den Transport der geernteten Trauben
aus dem Gelände heraus zu dem eigentlichen Transportfahrzeug erleichtert, sondern das es darüberhinaus auch noch ermöglicht,
das Erntegut auf eine gewisse Hohe zu heben und auf einfache Weise in das eigentliche Transportfahrzeug zu entleeren.
Die Neuerung löst diese Aufgabe durch ein einachsiges Transportfahrzeug, das aus einem mit einem Einachsschlepper
starr kuppelbaren Rahmen besteht, in dem ein Behälter auf mechanischem Wege auf- und abbewegbar sowie kippbar aufgehängt
ist, wobei die Übertragung der zum Heben und Senken der Last erforderlichen Kraft über die Kupplung mit dem
Schlepper erfolgt.
Der Rahmen des Transportgerätes ist etwa L-förmig aufrechtstehend ausgebildet und trägt am Ende des kurzen liegenden
Schenkels zwei allseitig drehbar gelagerte Räder und am Scheitel die Kupplung zur Verbindung mit dem Schlepper,
während der Behälter entlang des langen aufrechten Schenkels auf- und abbewegbar ist.
Der stehende Schenkel des L-förmigen äußeren Rahmens
ist aus zwei zu beiden Seiten des Fahrzeugs angeordneten einander mit der Öffnung zugekehrten U-Profilen gebildet, zicL-schen
denen ein ebenfalls aus einander zugekehrten U-Profilen gebildeter in Fahrzeugquerrichtung verlaufender rechteckiger
innerer Rahmen in lotrechter Richtung verschiebbar ist, wobei die Stiele des Rahmens als Führung für die darin bewegbaren
Rollen eines den Behälter tragenden Gestelles dienen. Dieses Gestell ist an zwei Seilen aufgehängt, die über zwei
am oberen Querholm des inneren Rahmens angebrachten Rollen
laufen und an dem oberen Querholm des äußeren Rahmens befestigt
sind.
Zur Auf- und Abbewegung des Behälters ist ein durch eine mittels der Arbeitswelle des Schleppers antreibbare Seilwinde
auf- und abwickelbarer über eine Rolle am oberen Querholm des äußeren Rahmens, zwei Rollen am unteren Querholm des inneren
Rahmens zu einem Pestpunkt am oberen Holm des äußeren Rahmens geführter Seilzug vorgesehen. An der Seilwinde ist eine Bremse
zum beliebigen Pestlegen des Behälters angeordnet.
Weitere Merkmale der Neuerung und durch dieselbe erzielte Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
des in der beigegebenen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles.
Pig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das neuerungsgemäße Fahrzeug und
Pig. 2 eine Ansicht von der Schlepperseite her.
Fig. 3 ist ein Schnitt entlang der Linie HI-III durch
die Rahmenstiele in vergrößertem Maßstab.
Das neuerungsgemäße Transportfahrzeug besteht in der Seitenansicht gesehen aus einem etwa L-förmigen Rahmen 1, der
am Scheitel der beiden Schenkel 2,3, dem kürzeren Schenkel 2 abgekehrt, die Mittel zur Kupplung mit dem Schlepper und zur
Übertragung der erforderlichen Antriebskraft enthält. Der aufrechtstehende Schenkel 5 des Rahmens 1 ist durch Streben 4,5
versteift. Arn Ende des kurzen Schenkels 2 sind zwei Räder 6 allseitig drehbar angeordnet. Nach Kupplung mit dem Schlepper
bildet das Ganze ein zweiachsiges in sich starres Fahrzeug, bei dem die eine Achse durch den Schlepper gebildet und die
Kurvenfahrt durch die allseitig drehbaren Räder 6 des Transpörtfahrzeuges
gewährleistet wird.
Der aufrechte Schenkel J5 des Rahmens 1 besteht aus
zwei einander im Abstand der Fahrzeugbreite mit den Öffnungen
gegenüberliegenden U-Profilen J, die ihrerseits
unten durch den Fahrzeugrahmen 8 und oben durch einen Querholm 9 ausgesteift sind. Diese U-Profile 1J bilden die
Führung für einen dazwischen in lotrechter Richtung verschiebbaren rechteckigen Rahmen 10, bei dem die Stiele 11
gleichfalls aus U-Profilen gebildet sind, die mit ihren Öffnungen nach innen weisen. Dieser innere Rahmen 10 trägt
an seinem unteren Holm 12 nach oben gerichtet zwei in der Rahmenebene liegende Rollen 15 über die ein von der an der
Kupplung angeordneten Seilwinde 14 kommender, zunächst über
eine am oberen Holm 9 des äußeren Rahmens 1 angeordnete Rolle 15 laufender Seilzug 16 zu seinem Befestigungspunkt
wiederum am oberen Holm 9 des äußeren Rahmens 1 geführt ist. Diese Seilführung bewirkt, daß beim Aufspulen des Seils
auf die Winde 14 der ganze innere Rahmen 10 in dem äußeren
Rahmen 1 nach oben geschoben wird.
Der das Transportgut aufnehmende Behälter 18 ist um zwei Bolzen 19 kippbar in einem Gestell 20 aufgehängt, das
aus einer Art umgelegtem dreieckförmigen Bock besteht, dessen Grundfläche dem aufrechtstehenden Schenkel 3>
des äußeren Rahmens 1 zugekehrt ist. An dieser Grundfläche trägt das Gestell :20 vier Rollen 21, welche in den als Führung dienenden
Stielen 11 des inneren Rahmens 10 laufen. Das Gestell
20 ist an zwei Seilen 22 aufgehängt, die auf dem oberen Querholm 2j5 des inneren Rahmens 10 angeordnete Rollen
zu ihrem Befestigungspunkt 25 am oberen Holm 9 des äußeren
Rahmens 1 geführt sind.
Der Behälter 18 kann derart aufgehängt sein, daß er in
seiner Normallage durch einen nicht dargestellten Verriegelungshebel gehalten ist, im beladenen Zustand beim Lösen
dieses Riegels kippt und seine Ladung entleert. Für diesen Fall kann eine zusätzliche Feder vorgesehen sein, die den
leeren Behälter wieder in die Ruhelage zurückführt.
Die Arbeitsweise des neuerungsgemäßen Transportfahrzeuges ist folgende:
Durch die Arbeitswelle 26 des nur gestrichelt angedeuteten
Motors des Einachsschleppers wird über eine Klauenkupplung die am Transportfahrzeug vorgesehene Seilwinde 14
angetrieben, welche das über die Rollen 15*13 laufende Seil
aufwickelt und somit verkürzt. Dadurch wird der innere Rahmen 10 in seiner Führung durch die Stiele 7 &es äußeren Rahmens
hochgeschoben. Dadurch werden wiederum die über die oberen Rollen 24 laufenden am oberen Holm 9 des äußeren
Rahmens 1 befestigten Seile 22 gespannt, wodurch der Behälter 18 angehoben wird. In den Zeichnungen ist eine mittlere
Stellung des Behälters 18 veranschaulicht. In seiner tiefsten
Stellung liegt er knapp über dem Fahrzeugrahmen 8. Diese Stellung ist in Fig. 1 gestrichelt markiert. In diesem Zustand
befindet sich das Seil 22 nahezu in ganzer Länge auf der Seite des Behälters, während es sich in der (nicht gezeigten)
höchsten Stellung des Behälters fast ganz auf der dem Behälter abgewandten Seite des Rahmens befindet.
Durch die neuerungsgemäße Anordnung wird auf besonders einfache und wirksame Meise bei niedrigster Bauhöhe des Fahrzeuges
eine größtmögliche Hubhöhe erreicht. Ein weiterer Vorteil des neuerungsgemäßen Transportfahrzeuges liegt darin,
daß der Fahrgestellrahmen in seiner Bauhöhe verhältnismäßig niedrig gehalten ist, so daß das Fahrzeug mit angehobenem
Behälter unter das einen entsprechend großen Radstand aufweisende Straßentransportfahrzeug gefahren werden kann,
worauf der Behälter durch Lösen der Verriegelung gekippt und entleert werden kann. Der Rücklauf des Behälters vollzieht
sich in entsprechender Weise.
An der Seilwinde ist schließlich noch eine Bremstrommel vorgesehen, die vom Schlepper her bedient werden kann, so daß
der Behälter in jeder beliebigen Höhenlage feststellbar ist.
Claims (6)
1.) Vorzugsweise bei Erntearbeiten in landwirtschaftlichen
Reihenkulturen verwendbares einachsiges Transportfahrzeug, gekennzeichnet durch einen mit einem Einachsschlepper
starr kuppelbaren Rahmen, in dem ein Behälter auf mechanischem Wege auf- und abbewegbar soitfie kippbar aufgehängt
ist, wobei die Übertragung der zum Heben und Senken der Last erforderlichen Kraft über die Kupplung mit dem Schlepper erfolgt.
2.) Transportfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen etwa L-förmig aufrechtstehend ausgebildet
ist, am Ende des kurzen liegenden Schenkels zwei allseitig drehbar gelagerte Räder und am Scheitel die Kupplung
zur Verbindung mit dem Schlepper trägt, während der Behälter entlang desflangen aufrechten Schenkels auf- und abbex-iegbar
ist.
3·) Transportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der stehende Schenkel des L-förmigen äußeren Rahmens aus zwei zu beiden Seiten des Fahrzeugs
angeordneten einander mit der Öffnung zugekehrten U-Profilen
gebildet ist, zwischen denen ein ebenfalls aus einander zugekehrten U-Profilen gebildeter in Pahrzeugquerrichtung verlaufender
rechteckiger innerer Rahmen in lotrechter Richtung ver schiebbar ist, wobei die Stiele des inneren Rahmens als Führung
für die darin bewegbaren Rollen eines den Behälter tragenden Gestells dienen.
4.) Transportfahrzeug nach Anspruch ~5, dadurch gekennzeichnet
, daß das den Behälter tragende Gestell an zwei Seilen aufgehängt ist, die über zwei am oberen Querholm des
inneren Rahmens angebrachte Rollen laufen und an dem oberen
Querholm des äußeren Rahmens befestigt sind.
5·) Transportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Auf- und Abbewegung des Behälters ein durch eine mittels der Arbeitswelle des Schleppermotors
antreibbare Seilwinde auf- und abwickelbarer über eine Rolle am oberen Querholm des äußeren Rahmens, zwei Rollen
am unteren Querholm des inneren Rahmens zu einem festen
Punkt am oberen Holm des äußeren Rahmens geführter Seilzug vorgesehen ist.
6.) Transportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5*
dadurch gekennzeichnet, daß an der Seilwinde eine Bremse zur beliebigen Festlegung des Behälters vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1962B0051250 DE1867763U (de) | 1962-11-21 | 1962-11-21 | Landwirtschaftliches transportfahrzeug. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1962B0051250 DE1867763U (de) | 1962-11-21 | 1962-11-21 | Landwirtschaftliches transportfahrzeug. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1867763U true DE1867763U (de) | 1963-02-21 |
Family
ID=33138414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1962B0051250 Expired DE1867763U (de) | 1962-11-21 | 1962-11-21 | Landwirtschaftliches transportfahrzeug. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1867763U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994020328A1 (de) * | 1993-03-10 | 1994-09-15 | Helmut Muckenhaupt | Strassengängiges container-transportfahrzeug |
-
1962
- 1962-11-21 DE DE1962B0051250 patent/DE1867763U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994020328A1 (de) * | 1993-03-10 | 1994-09-15 | Helmut Muckenhaupt | Strassengängiges container-transportfahrzeug |
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