DE1863455U - Fotografische kamera. - Google Patents
Fotografische kamera.Info
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
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- G—PHYSICS
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Description
Fotografische Kamera
Die Neuerung betrifft eine fotografische Kamera mit einem einzigen,
getrennte Einstellvorrichtungen für Belichtungszeit und Blende beeinflussenden Einsteller, mit dem mindestens zwei unterschiedliche
Belichtungszeit-Blenden-Paarungen ergebende Einstellbereiche aussteuerbar sind.
Eine derart ausgebildete Kamera vereinfacht und erleichtert dem Benutzer die Einstellung der Belichtungsfaktoren. Die bekannten
Geräte dieser Gattung weisen jedoch einen verhältnismäßig großen Bauaufwand auf, da insbesondere zur Einstellung der Blende eine
Steuervorrichtung vorgesehen ist, die eine Steuerkurve an dem einzigen Einsteller und eine nachgeschaltete, mit einem beweglichen
Blendenlamellenlagerring in Verbindung stehende Hebelanordnung aufweist.
Es ist weiterhin bekannt, einen normalen beweglichen Blendenlamellenlagerring
mit einer Steuerkurve für den Stellstift einer Einstell vorrichtung für die Belichtungszeit zu versehen. Bei dieser Anordnung
besteht jedoch lediglich die Möglichkeit, einen Einstellbereich auszusteuern, bei dem jedem Blendenwert ein Belichtungszeitwert fest
zugeordnet ist.
Neuerungsgeüiäß werden die Nachteile dieser bekannten Anordnungen
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dadurch vermieden, daß der Einsteller eine in mehrere Abschnitte unterteilte, mit mindestens einem Steueransatz der Einstellvorrichtung
für die Belichtungszeit zusammenwirkende Steuerkurve sowie Steuerschlitze oder Lagerstellen für Blendenlamellen aufweist;
jeder Blendenlamelle ein ebenfalls in mehrere aneinander anschließende Abschnitte unterteilter Steuerschlitz zugeordnet ist und Je
ein Abschnitt der Belichtungszeitsteuerkurve einem Abschnitt des Steuerschlitzes jeder Blendenlamelle derart zugeordnet ist, daß die
einander zugeordneten Abschnitte jeweils einen Einstellbereich mit einer vorgegebenen Zuordnung von Belichtungszeit- und Blendenwerten
definieren.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Belichtungszeitsteuerkurve
einen Abschnitt zur Steuerung einer fortlaufenden Reihe
von Belichtungszeiten auf; diesem Abschnitt ist je ein eine fortlaufende Einstellung der Blende bewirkender Abschnitt jedes 31endenlamellensteuerschlitzes
zugeordnet, wobei die einander zugeordneten Abschnitte der Belichtungszeitsteuerkurve sowie der Blendenlamellensteuerschlitze
derart ausgebildet sind, daß die einstellbaren Belichtungszeit-Blenden-Paarungen
eine fortlaufende Reihe von Belichtungswerten ergeben. Zur Aussteuerung eines anderen Einstellbereiches
kann nach einer weiteren Ausgestaltung die Belichtungszeitsteuerkurve weiterhin einen Abschnitt aufweisen, der eine konstante,
für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit liefert. Diesem Abschnitt ist dann je ein eine fortlaufende Einstellung der Blende
zwischen zwei Endwerten bewirkender Abschnitt jedes Blendenlamellensteuerschlitzes
zugeordnet. Gemäß einer anderen Ausgestaltung kann die Belichtungszeitsteuerkurve eine einen abgeschlossenen Abschnitt
bildende Steuerausnehraung für den Steueransatz eines Ballsteuerhebels
umfassen, wobei diesem Abschnitt je ein eine fortlaufende
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■z Seilschaft, T.cverkusep-Bavenverk. | Foto-
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mrafisdie Kamera. 23. 3. 62. A 18065.
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Einstellung der Blende zwischen zwei Endwerten bewirkender Abschnitt
jedes Blendenlamellensteuerschlitzes zugeordnet ist.
Eine derart ausgebildete Kamera zeichnet sich durch einen besonders
einfachen, raum- und kostensparenden Aufbau aus, ermöglicht aber trotzdem die Aussteuerung mehrerer Einstellbereiche mit jeweils
unterschiedlichen Belichtungszeit-Blenden-Paarungen.
Für die Anwendbarkeit der Neuerung spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob die Blendenlamellen schwenk- oder verschiebbar gelagert
sind und ob die S.teuerschlitze flir die Blendenlamellen in an sich
bekannter Weise in dem beweglichen Einsteller, in der Lamelle selbst oder in einem festen Träger angeordnet sind. Aus Gründen einer rationellen
Fertigung ist es jedoch bei Verwendung schwenkbarer Blendenlamellen vorteilhaft, wenn die Blendenlamellensteuerschlitze in den Einsteller
eingeschnitten sind und jede Blendenlamelle in an sich bekannter Weise an einer festen Platine drehbar gelagert ist. Bei dieser
Ausgestaltung können dann alle Steuerkanten, die eine genaue Nachbearbeitung erfordern, in den Einsteller eingeschnitten sein, so daß
nur ein Bauteil mit besonderer Präzision gefertigt werden muß.
Bei Blendenlamellen, die verschiebbar gelagert sind, kann jedoch auch
mit Vorteil eine Anordnung gewählt werden, bei der die Blendenlamellensteuerschlitze
in die Blendenlamellen eingeschnitten sind; der Einsteller in die Blendenlamellensteuerschlitze eingreifende Steuerzapfen
trägt und die Blendenlamellen mittels fester Führungen gegeneinander verschiebbar gelagert sind, da in diesem Fall die zur
Führung dienenden Außenkanten der Blendenlamellen ohnehin genau nachbearbeitet werden müssen.
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Seilschaft. I.everkusen-Baverwcrk. | Foto- - D. \L Ol \
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Vorteilhaft sind die die unterschiedlichen Einstellbereiche definierenden Abschnitte der Blendenlamellensteuerschlitze
derart angeordnet, daß den beiden einander benachbarten Endwerten zweier Einstellbereiche die gleiche Blendenöffnung zugeordnet
ist. Hierdurch kann der Stellweg des Einstellers zur Durchreglung aller Einstellbereiche besonders kurz gehalten werden.
In der Zeichnung sind zwei AusfUhrungsbeispiele der Neuerung
wiedergegeben. Es zeigen
Fig. 1 ein erstes AusfUhrungsbeispiel in einer
Frontansicht mit aufgeschnittenem Objektivtubus,
Fig. 2 die Blendenlamellen der Anordnung gemäß
Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung und
Flg. J5 ein zweites Ausführungsbeispiel ebenfalls in
einer der Fig. 1 entsprechenden Wiedergabe.
Bei der Anordnung gemäß Fig. 1 ist an einer Frontplatte 1 der Kamera fest ein Objektivtubus 2 angeschlossen. Der Objektivtubus
2 weist einen Schlitz 3 auf, durch den ein Arm 4 eines Einstellers
5 hindurchragt. Auf das äußere Ende des Armes 4 ist eine Fingerauflage
6 aufgesetzt.
Der Einsteller 5 ist um einen festen Innentubus 7 drehbar gelagert.
Am Außenumfang des Einstellers 5 ist eine aus mehreren Abschnitten
8a, 8b, 8c, 8d, 8e bestehende Belichtungszeitsteuerkurve 8 vorgesehen. Die Abschnitte 8a, 8b und 8c dienen zur Steuerung eines
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Steueransatzes 9 eines an sich bekannten, nicht dargestellten Hemmwerkes. Die Abschnitte 8d und 8e wirken mit einem Steueransatz
10 eines ebenfalls bekannten, nicht dargestellten Ballsteuerhebels
zusammen. Die Abschnitte 8a und 8c sind als Teile zweier Kreisbögen mit unterschiedlichen Durchmessern um die Drehachse des
Einstellers 5 ausgebildet, während der Abschnitt 8b eine einen kontinuierlichen Übergang vom Abschnitt 8a zum Abschnitt 8c
bildende Krümmung aufweist. Der Abschnitt 8e ist so ausgebildet, daß er eine Schwenkung des Steueransatzes 10 in Richtung des
Pfeiles a, die eine öffnung der Verschlußlaraellen für die Dauer der Betätigung des Auslösers bewirkt, verhindert. Der Abschnitt 8d
ist dagegen so weit ausgespart, daß eine Bewegung des Steueransatzes 10 in Richtung des Pfeiles a zum Offenhalten des Verschlusses
möglich ist.
In den Einsteller 5 sind weiterhin zwei in drei Abschnitte 13a,
1Jb, 13c bzw. i4a, i4b, i4c unterteilte Blendenlamellensteuerschlitze
13, lh eingeschnitten. In jeden der beiden Blendenlamellensteuerschlitze
13, 14 greift ein Steuerzapfen 15 bzw. 16 einer
Blendenlamelle 17 bzw. 18 ein. Jede der beiden Lamellen 17 bzw. 18 trägt einen weiteren Zapfen 19 bzw. 20, der in einer Bohrung einer
Platine 12 gelagert ist, und weist einen Ausbruch 21 bzw. 22 auf. Die Abschnitte 13a, i4a und 13c, i4c der Blendenlamellensteuerschlitze
13, 14 sind so ausgebildet, daß bei einer Drehung des Einstellers 5 in Richtung des Pfeiles b die Steuerzapfen 15,
in Richtung der Pfeile c bzw. d um die Zapfen 19 bzw. 20 bewegt werden, während die Abschnitte 13b, ihb bei gleicher Drehrichtung
des Einstellers 5 eine gegenläufige Bewegung der Steuerzapfen 15,16
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hervorrufen. Dabei bewirkt eine Bewegung der Steuerzapfen 15»
in Richtung der Pfeile c bzw. d eine Verringerung der gegenseitigen Uberdeckung der beiden Ausbrüche 21, 22 und daher eine
Verkleinerung der wirksamen Blendenöffnung. Die Steuerkurven bzw. -schlitza zur Steuerung der Belichtungszeit und der Blende
brauchen dabei nicht in einem ebenen Ring eingeschnitten sein, sondern können, falls es der Aufbau des Verschlusses und der
Blende erfordert, auch fest miteinander verbunden in verschiedenen in Richtung der optischen Achse gegeneinander versetzten
Ebenen angeordnet sein.
Zur Einstellung der Belichtungsfaktoren ist an der Frontplatte eine Skala 23 angebracht, die mit einer Marke 24 an der Fingerauflage
6 zusammenwirkt. In Übereinstimmung mit den Abschnitten der Belichtungszeitsteuerkurve und der Blendensteuerschiitze
ist die Skala 23 ebenfalls in drei Abschnitte 23a, 23b, 23c
unterteilt. Im Abschnitt 23a sind die Blendenwerte von "2,8" bis "16" sowie ein Symbol "B" für die Balleinstellung, im
Abschnitt 23b die Belichtungswerte von "8" bis "17" und im Abschnitt 23c wiederum die Blendenwerte von "2,8" bis "16"
zusammen mit einem Symbol für Blitzlichtaufnahmen aufgetragen.
Soll beispielsweise eine Aufnahme mit der Balleinstellung des Verschlusses und der Blende "8" durchgeführt werden, so wird
der Einsteller 5 mittels der Fingerauflage 6 so weit bewegt, bis die Marke 24 dem Wert "8" des Abschnittes 23a der Skala
gegenübersteht. Bei dieser Drehung des Einstellers 5 in Richtung
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des Pfeiles b gleiten die Steuerzapfen 15* 16 entlang der Abschnitte
1Ja bzw. i4a der Blendensteuerschlitze 13, 14. Die
Blendenlamellen 17* 18 werden infolgedessen in Richtung der
Pfeile c bzw. d um die Zapfen 19 bzw. 20 geschwenkt. Dies ruft, wie bereits beschrieben, eine Verkleinerung der wirksamen
Blendenöffnung hervor.
Bei der beschriebenen Drehung des Einstellers 5 gleitet der
Steueransatz 9 entlang des Abschnittes 8a der Belichtungszeitsteuerkurve. Da der Abschnitt 8a kreisbogenförmig gekrümmt ist,
wird die Lage des Steueransatzes 9 nicht verändert und infolgedessen kein Steuereinfluß auf das Hemmwerk ausgeübt. Das Hemmwerk
verbleibt daher in seiner einen Endstellung, in der die kürzeste Belichtungszeit, beispielsweise I/5OO see, eingestellt 1st. Der
Steueransatz 10 befindet sich dagegen, so lange die Marke 24 einem Wert des Abschnittes 23a der Skala 2} gegenübersteht, vor
dem Abschnitt 8d der Belichtungszeitsteuerkurve 8 und kann sich daher bei Betätigung des Auslösers ungehindert in Richtung des
Pfeiles a bewegen und hierdurch den Schließvorgang der Verschlußlamellen so lange hemmen, bis der Auslöser freigegeben wird.
Mittels der Abschnitte 8d und 13a, i4a wird daher ein Einstellbereich
ausgesteuert, bei dem eine beliebige Blendenöffnung der Ballzeit zugeordnet werden kann.
Wird der Einsteller 5 so weit gedreht, daß die Marke 24 aus dem
Bereich 23ain den Bereich 23b der Skala 23 gelangt, so kommt
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der Steueransatz 9 zur Anlage am Abschnitt 8b der Belichtungszeitsteuerkurve
8, während dem Steueransatz 10 der Abschnitt 8e gegenübergestellt wird. Der Abschnitt 8e verhindert bei Auslösung
der Kamera eine Bewegung des Steueransatzes 10 in Richtung des Pfeiles a, so daß die Zeit der tatsächlichen öffnung
des Verschlusses ausschließlich vom Hemmwerk bestimmt wird. Diese Zeit wird über den Bereich 8b und den Steueransatz 9 derart beeinflußt,
daß am übergang zwischen den Abschnitten 8a und 8b zunächst eine Belichtungszeit von 1/500 see eingestellt ist, während
eine weitere Drehung des Einstellers 5 in Richtung des Pfeiles b
eine kontinuierliche Verlängerung der Belichtungszelt hervorruft, bis am übergang zwischen den Abschnitten 8b und 8c eine Belichtungszeit
von beispielsweise 1/30 see eingestellt ist.
Beim übergang der Marke 24 vom Abschnitt 23a zum Abschnitt 23b
der Skala 23 gelangen die Steuerzapfen 15, 16 vom Abschnitt 13a
bzw. i4a der Blendenlamellensteuerkurven 12, 14 in die Abschnitte
13b bzw. i4b. Am übergang zwischen den beiden Bereichen ist die
kleinste Blendenöffnung, beim Ausführungsbeispiel der Wert ni6",
eingestellt. Treten die Steuerzapfen 15, 16 anschließend in die Abschnitte 13b, i4b ein, so werden die Blendenlamellen 17, 18
entgegen der Richtung der Pfeile d bzw. c um die Zapfen 19 bzw. 20 geschwenkt. Hierdurch wird die Blendenöffnung kontinuierlich
vergrößert. Die größte Blendenöffnung wird am Ende des Abschnitts 23b der Skala 23 erreicht.
57a, 32/06. 1863455. Agfa Aktiengesellschaft, !.everkuser-Baverwerk. j Fotoerafisdie Kamera. 23. 3. 62. A 18065.
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über die Abschnitte 8b der Belichtungszeitsteuerkurve und
12b bzw. Hb der Blendenlamellensteuerschlitze ist daher ein
Einstellbereich aussteuerbar, bei dem die Blende und die Belichtungszeit gleichzeitig fortlaufend zwischen den Werten 1/500 see Blende
W16W und 1/20 see - Blende "2,8" im Sinne einer Änderung
des Belichtungswertes beeinflußt werden.
Wird die Marke 24 einem Wert des Bereiches 22c der Skala 22
gegenübergestellt, so gelangt der Steueransatz 9 in den Abschnitt 8c der Belichtungszeitsteuerkurve 8, während die Steuerzapfen
15, 16 in die Abschnitte 12c bzw. i4c der Blendenlamellensteuerkurven
12, 14 eintreten, über den Abschnitt 8c der Belichtungszeitsteuerkurve
wird auf das Hemmwerk wiederum kein Steuereinfluß mehr ausgeübt, so daß die eingestellte Zeit, 1/20 see,
konstant bleibt. Über die Abschnitte 12c, i4c der Blendenlamellensteuerkurven
werden dagegen die Lamellen 17, 18 wiederum in Richtung der Pfeile d bzw. c um die Zapfen 19 bzw. 20 derart
geschwenkt, daß sich die freie Blendenöffnung kontinuierlich verkleinert. Da auch bei dieser Einstellung der Steueransatz
weiterhin dem entsprechend lang ausgebildeten Abschnitt 8e gegenübersteht, bleibt der Steuereinfluß des Ballsteuerhebels
ausgeschaltet.
Über diesen Einstellbereich können daher sämtliche für Aufnahmen unter Verwendung eines Blitzlichtgerätes benötigten Blenden unter
Zuordnung einer konstanten, für Blitzlichtaufnahmen geeigneten Zeit ausgesteuert werden.
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Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist wiederum innerhalb eines Objektivtubus 30 ein Einsteller 31 um einen Innentubus
32 drehbar gelagert. Der Außenumfang des Einstellers 31 ist
als Steuerkurve 33 mit mehreren Abschnitten 33a, 33b, 33c, 33d, 33e ausgebildet. Die Abschnitte 33a bis 33c dienen wiec^rum zur
Steuerung eines Steueransatzes 3^ eines an sich bekannten, nicht
dargestellten Hemmwerkes, während die Abschnitte 33d und 33e
mit einem Steueransatz 35 eines Ballsteuerhebels zusammenwirken. Die einzelnen Abschnitte 33a bis 33e sind ebenso ausgebildet
wie die Abschnitte 8a bis 8e beim ersten AusfUhrungsbeispiel.
Lediglich weist hier der Abschnitt 33a einen geringeren Abstand von der Drehachse des Einstellers 31 als der Abschnitt 33c auf,
so daß über den Abschnitt 33a konstant die längste Belichtungszeit, beispielsweise 1/30 see, und über den Abschnitt 33c konstant
die kürzeste Belichtungszeit, beispielsweise 1/500 see, eingestellt
ist. Weiterhin sind die Abschnitte 33d und 33e in ihrer
Lage gegenüber den Abschnitten 8d und 8e vertauscht.
Der Einsteller 31 trägt weiterhin zwei Steuerzapfen 36, 37. Jeder der beiden Steuerzapfen 36, 37 greift in einen Steuerschlitz
38 bzw. 39 je einer Blendenlamelle 40 bzw. 41 ein. Die beiden Blendenlamellen 40 bzw. 41 sind mittels Führungen 42
nach Art einer Katzenaugenblende gegeneinander verschiebbar gelagert und weisen Einschnitte 44 bzw. 45 auf, die die freie
Blendenöffnung begrenzen. Die Steuerschlitze 38, 39 sind wiederum in drei Abschnitte 38a, 38b, 38c bzw. 39a, 39b, 39c unterteilt.
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Die Abschnitte 38a, 38c und 39a, 59c der Blendenlamellensteuerschlitze
38, 39 sind so gebogen, daß bei einer Drehung des
Einstellers 31 in Richtung des Pfeiles e die Steuerzapfen 36
bzw. 37 eine Verschiebung der Blendenlamellen 40, 41 in Richtung
der Pfeile f bzw. g bewirken, während die Bereiche 38b, 39b bei gleicher Drehrichtung des Einstellers 31 eine gegenläufige
Bewegung der Blendenlamellen 40, 41 hervorrufen.
Der Einsteller 31 trägt an einem Arm 46 eine Fingerauflage 47,
die mit einer Marke 48 versehen ist. Die Marke 48 arbeitet zur Einstellung mit einer insgesamt mit 49 bezeichneten Skala mit
Belichtungsfaktoren zusammen. Die Skala 49 ist in drei Abschnitte
49a, 49b, 49c unterteilt. Auf den Abschnitt 49a sind die Blendenwerte von "2,8" bis "16" sowie ein Symbol für Blitzlichtaufnahmen,
auf den Abschnitt 49b die Belichtungswerte von "8" bis "1?" und
auf den Abschnitt 49c nochmals die Blendenreihe mit den Werten
von "2,8" bis "16" zusammen mit einem Symbol "B" für die Balleinstellung
aufgetragen.
Zur Durchführung einer Aufnahme unter Verwendung eines Blitzlichtgerätes
wird der Einsteller 31 mittels der Handhabe 4γ
so weit gedreht, bis die Marke 48 dem gewünschten Blendenwert des Abschnitts 49a der Skala 49 gegenübersteht. Hierbei wandert
der Steueransatz 34 entlang des Abschnitts 33a der Belichtungszeitsteuerkurve
33. Die Belichtungszeit bleibt somit über diesen Einstellbereich konstant. Gleichzeitig wandern die Steuerzapfen
36, 37 entlang der Abschnitte 38a, 39a der Blendenlamellensteuerschlitze
38, 39. Da das äußere Ende der Abschnitte 38a, 39a
W ■m
57a, 32/06. 1S63 455. Agfa Aktiengesellschaft, I.everkusen-Baverwerk. | Fotoerafische Kamera. 23. 3. 62. A 18065.
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einen größeren Abstand vom Drehpunkt des Einstellers 31 hat als
das den Abschnitten 38b, 38c zugewandte Ende, bewegt sich infolgedessen
die Blendenlamelle 40 in Richtung des Pfeiles f und die Blendenlamelle 41 in Richtung des Pfeiles g. Hierdurch wird
die freie Blendenöffnung kontinuierlich vergrößert.
Soll eine Einstellung nach einem beispielsweise an einem Handbelichtungsmesser
abgelesenen Belichtungswert erfolgen, so wird die Marke 48 durch eine entsprechende Drehung des Einstellers
dem Abschnitt 49b der Skala 49 gegenübergestellt. Beim übergang
der Marke 48 vom Abschnitt 49a zum Abschnitt 49b gelangt zum
einen der Steueransatz 34 vom Abschnitt 33a in den Abschnitt 33b,
während zum anderen die Steuerzapfen 36, 37 in die Abschnitte
38b bzw. 39b der Blendenlamellensteuerkurven 38» 39 eintreten.
Sobald die Marke 48 den Wert "8" des Abschnitts 49b der Skala
erreicht hat, bewirkt eine weitere Drehung des Einstellers 31
in Richtung des Pfeiles e über den Abschnitt 33b der Belichtungszeitsteuerkurve
33 eine etwa radiale Bewegung des Steueransatzes 34 und damit eine entsprechende Beeinflussung des Hemmwerkes,
so daß die Belichtungszeit von ihrem Größtwert, beispielsweise 1/30 see, bis zu ihrem Kleinstwert, beispielsweise I/5OO see,
kontinuierlich durchgeregelt werden kann. Eine Bewegung der Steuerzapfen 36, 37 bei Drehung des Einstellers 31 in Richtung
des Pfeiles e entlang der Abschnitte 38b, 39b ruft ein Schließen der Blende durch Bewegung der Blendenlamelle 40 entgegen der
Richtung des Pfeiles f und der Blsndenlamelle 41 entgegen der
Richtung des Pfeiles g hervor.
57a, 32/06. 1863455. Agfa AktienReseIUchaft, I-eveikuscP-Bayerwerk. i Fotoerafisdie Kamera. 23. 3. 62. A 18065.
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Beim übergang der Marke 48 vom Abschnitt 49b zum Abschnitt 49c
der Skala 49 gelangt der Steueransatz 34 in den Bereich 33c
der Belichtungszeitsteuerkurve 33· Eine weitere Drehung des Einstellers 31 in Richtung des Pfeiles e bewirkt somit keine
weitere Veränderung der eingestellten kürzesten Belichtungszeit. Der Steueransatz 35, der sich bei den beiden vorbeschriebenen
Einstellbereichen vor dem Abschnitt 33e der Belichtungszeitsteuerkurve
33 befand, steht nunmehr dem Abschnitt 33d gegenüber.
Er kann sich daher in radialer Richtung bewegen. Hierdurch wird ein Offenhalten der Verschlußlamellen für die Dauer
der Betätigung des Verschlußauslösers erreicht. Gleichzeitig gelangen die Steuerzapfen 36, 37 in die Abschnitte 38c, 39c,
bei deren Durchlaufen wiederum die Blende kontinuierlich geöffnet wird.
Auch bei dieser Anordnung sind daher wiederum drei Einstellbereiche
aussteuerbar. Die Neuerung ist jedoch nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere
können die jeweiligen Belichtungszeit-Blenden-Paarungen in einzelnen Einstellbereichen auch von den Ausführungsbeispielen
abweichend gewählt sein. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, die einander zugeordneten Abschnitte der Belichtungszeitsteuerkurve
und der Blendenlamellensteuerschlitze auch so auszugestalten, daß zunächst die Belichtungszeit etwa
zwischen den Werten I/30 see und 1/5OO see durchgeregelt und
anschließend erst die Blende vom Wert "2,8" auf den Wert "22" geschlossen wird oder erst die Blende und dann die Belichtungszeit
verändert werden.
Claims (1)
- tj [j Schutzansprüche.· ι _——_—1. Fotografische Kamera mit einem einzigen, getrennte Einstellvorrichtungen für Belichtungszeit und Blende beeinflussenden Einsteller, mit dem mindestens zwei unterschiedliche Belichtungszeit-Blenden-Paarungen ergebende Einstellbereiche aussteuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteller (5; 31) eine in mehrere Abschnitte (8a bis 8e; 33a bis 33e) unterteilte, mit mindestens einem Steueransatz (9# 10; 34, 35) der Einstellvorrichtung für die Belichtungszeit zusammenwirkende Steuerkurve (8; 33) sowie Steuerschlitze (13, 14) oder Lagerstellen (36, 37) für Blendenlamellen (17, 18; 40, 41) aufweist; jeder Blendenlamelle (17, 18; 40, 41) ein ebenfalls in mehrere aneinander anschließende Abschnitte ("13a bis 13c, i4a bis i4c; 38a bis 38c, 39a bis 39c) unterteilter Steuerschlitz (13, 14; }Q, 39) zugeordnet ist und je ein Abschnitt der Belichtungszeitsteuerkurve (8; 33) einem Abschnitt des Steuerschlitzes (13, 14; 38, 39) jeder Blendenlamelle (17, 18; 40, 41) derart zugeordnet ist, daß die einander zugeordneten Abschnitte jeweils einen Einstellbereich mit einer vorgegebenen Zuordnung von Belichtungszeit- und Blendenwerten definieren.2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belichtungszeitsteuerkurve (8; 33) einen Abschnitt (8b, 33b) zur Steuerung einer fortlaufenden Reihe von Belichtungszeitensellsdiaft, I.everkusen-Baverwerk. | Foto- ~ D. IC Όά |erafiscfae Kamera. 25. 3. 62. A 18065. |j(T. 16; Z. 2) : [ i- 15 -aufweist, diesem Abschnitt je ein eine fortlaufende Einstellung der Blende bewirkender Abschnitt (13a, i4b; 38b, 39b) jedes Blendenlamellensteuerschlitzes (13, 14; 38* 39)zugeordnet ist und die einander zugeordneten Abschnitte der Bellentungszeitsteuerkurve (8; 33) sowie der Blendenlamellensteuerschlitze (13» 14; 38, 39) derart ausgebildet sind, daß die einstellbaren Belichtungszeit-Blenden-Paarungen eine fortlaufende Reihe von Beitchtungswerten ergeben.3· Kamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Belichtungszeitsteuerkurve (8; 33) einen Abschnitt (8c, 33a) aufweist, der eine konstante, für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit liefert und diesem Abschnitt (8c; 33a) je ein eine fortlaufende Einstellung der Blende zwischen zwei Endwerten bewirkender Abschnitt (13c, i4c; 38a, 39a) jedes Blendenlamellensteuerschlitzes (13, 14; 38, 39) zugeordnet ist.4. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Belichtungszeitsteuerkurve (8; 33) eine einen abgeschlossenen Abschnitt (8d; 33d) bildende Steuerausnehmung für den Steueransatz (1O, 35) eines Ballsteuerhebels umfaßt und diesem Abschnitt (8dj 33d) je ein eine fortlaufende Einstellung der Blende zwischen57a, 32/06. 1S63455. Agfa Aktiengesellschaft, !.everkusen-Bavenverk. | Fotoerafisdie Kamera. 23. 3. 62. A IS 065. (T. 16; Z. 2)-6.1262 I Hzwei Endwerten bewirkender Abschnitt (13a, I4a; 38c, 39c) jedes Blendenlamellensteuerschlitzes (13, 14; 38, 39) zugeordnet ist.5. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenlamellensteuerschlitze (13, H) in den Einsteller (5) eingeschnitten sind und jede Blendenlaraelle (17, 18) in an sich bekannter Weise an einer festen Platine (12) drehbar gelagert ist.6. Kamera nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenlamellensteuerschlitze (?8, 39) in die Blendenlamellen (40, 41) eingeschnitten sind, der Einsteller (31) in die Blendenlamellensteuerschlitze (58, 39) eingreifende Steuerzapfen (36, 37) trägt und die Blendenlamellen (40, 41) mittels fester Führungen (42, 43) gegeneinander verschiebbar gelagert sind.7. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die unterschiedlichen Einstellbereiche definierenden Abschnitte der Blendenlamellensteuerschlitze (13a bis 13c, I4a bis i4c; 38a bis 38c, 39a· bis 39c) derart angeordnet sind, daß den beiden einander benachbarten Endwerten zweier Einstellbereiche die gleiche Blendenöffnung zugeordnet ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA18065U DE1863455U (de) | 1962-03-23 | 1962-03-23 | Fotografische kamera. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA18065U DE1863455U (de) | 1962-03-23 | 1962-03-23 | Fotografische kamera. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1863455U true DE1863455U (de) | 1962-12-06 |
Family
ID=33137154
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA18065U Expired DE1863455U (de) | 1962-03-23 | 1962-03-23 | Fotografische kamera. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1863455U (de) |
-
1962
- 1962-03-23 DE DEA18065U patent/DE1863455U/de not_active Expired
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