DE1862622U - Absperrschieber mit im gehaeuse gelagerter, elastischer dichtung. - Google Patents
Absperrschieber mit im gehaeuse gelagerter, elastischer dichtung.Info
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Description
623 284*29.9.62
Johannes Erhard, H. Waldenmaier Erben
Süddeutsche Armaturenfabrik Heidenheim an der Brenz lieeboldstraße 22
P 5027
Absperrschieber mit im Gehäuse gelagerter, elastischer Dichtung. - . -
Die Erfindung betrifft einen Absperrschieber, dessen Keilverschlußstücfc
mit einer im Gehäuse gelagerten, elastischen Dichtung zusammenwirkt.
Es. sind Absperrschieber bekannt, bei denen das trapezförmige
Verschlußstück auf seiner abgerundeten Fläche und auf seinen
Seitenflächen mit einem elastischen Dichtungsbelag, sowie am spindelseitigen Ende mit einer elastischen Dichtungsplatte
versehen ist. In Schließstellung wird der elastische Dichtungsbelag und die Dichtungsplatte mit Hilfe der Spindel zusammengedrückt
und dichtet in radialer bzw.. axialer Richtung, vom Rohr aus- gesehen, ab. Bei weiteren bekannten Absperrschiebern
mit am freien Ende abgerundetem Keilverschlußstück und mit
spindelseitig-flanschartiger Verbreiterung, ist die an der Verbreiterung und am Keilverschlußstück befindliche elastische
Auflage einstückig hergestellt. Dabei besteht die elastische Auflage am Keilverschlußstück aus zwei oder mehreren Dichtleisten,
die durch Querleisten aus gleichem Material in einzelne Felder aufgeteilt sind. In Schließlage wirken die
Unterseite der Verbreiterung mit der zwischen Durchfluß und Gehäuseaufsatζ befindlichen Gehäusewandung, wie auch die
mit der Wand, des Gehäusedurchflusses in Berührung kommenden
Flächen des Keilversehlußstückes abdichtend zusammen. Bei
anderen "bekannten Absperrschiebern mit zwei elastischen Dichtungsringen beiderseits der Schieberplatte, welche auf
einem Teil ihres Umfangs durch eine elastische, der Schieberplatte
in Schließlage als Auflage dienende. Brücke in Verbindung stehen und am inneren Umfang mit starren Verstärkungsringen
-versehen sind, die durch an ihnen befindliche seitliche
Vorsprünge im Gehäuse gehalten werden, sind die Dichtungsringe
auf beiden radialen"Aussenflachen mit Bingrippen
aus gleichem Werkstoff versehen, die über die Breite der Verstärkungsringe, hinausragen. Dabei liegt ein wesentlicher
Teil des Umfangs der Dichtungsringe auf der Spindelseite bei allen Schieberstellungen in radialer Richtung frei,
wobei die Verstärkungsringe mit dem inneren Umfang der Dichtungsringe in Haftverbindung stehen. Da die Eingrippe
am abströmseitigen Dichtungsring durch die Abströmseite der Schieberplatte voll zusammengedrückt und gegen Verwindung
nach innen sowohl durch ihre Lage am Außenumfang des abströmseitigen Dichtungsringes, als auch durch ihre Berührung mit
der Schieberplatte abgestützt ist, wird sie unmittelbar durch -"
den Mediumdruck in dichtende Berührung mit der Abströmseite der Schieberplatte gedruckt, wodurch die primäre Dichtwirkung,
welche durch das Zusammendrücken der elastischen Eingrippe bewirkt wurde, erhöht wird.
Die bekannten Absperrschieber haben den lachteil, daß bei
Inkrustierungen an den Gehäusedichtflächen, diese uneben werden und ein dichter Abschluß nieht mehr erreicht werden
Inkrustierungen treten bekanntlich bei vielen Medien auf
und verursachen dicke Beläge an den Sitzfläehen, Auch bei
großem Kraftaufwand an der Spindel und damit am Versehlußstüok,
kann die elastische Auflage des Verschlußstuckes je nach Absperrschieberbauart, nicht in radialer oder
axialer Richtung derart deformiert werden, um"die Unebenheiten
zu überbrücken und einen dichten Abschluß zu erreichen.
Bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten.in Drosselstellung des
Absperrschiebers besteht^ die Gefahr, daß sich die elastischen
Auflagen am Verschlußstück lösen können. ,
Endlich sind noch Absperrschieber in kurzer Bauart bekannt,
bei denen die Schieberplatte im Gehäuse durch eine in einer lute angeordnete, die Schieberplatte an den Kanten und in
der Durchführung durch das Gehäuse umgehende elastische Dichtung mit rundem Profil abgedichtet wird.
Bei diesen bekannten Ausführungen von-Absperrschiebern ist
nachteilig, daß ein geteiltes Gehäuse erforderlich ist, damit der Dichtring eingelegt, bzw. ausgewechselt werden kann. -
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, einen Absperrschieber
mit freiem, glattem Durchflußkanal zu schaffen, welcher für Medien geeignet ist, die zu Inkrustierungen neigen
und einen geringen Kraftaufwand zur Anpressung in Schließlage erfordert. Beim erfindungsgemäßen Absperrschieber wird
dies dadurch erreicht, daß die elastische Dichtung mit ihrem
unteren Bügel in der Hute an der Innenwandung des Durchflußkanals,
mit- ihrem oberen Bügel in der lute an der Außenwand
- - Λ - 4 -
des Durchflußkanals: innerhalb des Gehäuses eingebettet ist,
wobei die Nahtstellen beider Bügel mit Stegen in Muten,- welche parallel zur Rohrachse laufen, überbrückt sind.
Außerdem wird die Dichtung unter Vorspannung mit einer Feder in den Muten des Gehäuses auswechselbar gelagert und an
ihren freien Enden mit Gegenlagern gehalten. Mir die elastische Dichtung können Materialien verwendet werden, die Inkrustierungen,
wie Kalkablagerungen oder dgl. annehmen oder abweisen. Bei Dichtungen mit anhaftenden Ablagerungen werden
diese beim Schließen durch die Formänderung des elastischen Materials abgesprengt, so daß ein dichter Abschluß gewährleistet
wird. Dabei ist das Profil der Dichtung mit dem Querschnitt der Buten derart aufeinander abgestimmt, daß dazwischen
Räume verbleiben, welche die elastrsche Verformung des Dichtungsmaterials aufnehmen können. Das Keilversehlußstück
besitzt sowohl am freien Ende, als auch spindelseitig an der .
flanschartigen Verbreiterung einen durchlaufenden Rand, der mit der einstückigen oder mehrteiligen Dichtung zusammenwirkt,
sodaß sämtliche Dichtkräfte in senkrecht zum Durchflußkanal stehenden Ebenen wirken, wodurch ein Verspannen
Hes Gehäuses in Sehließlage vermieden wird. Auch Spannungen""" .-"
in den Rohrleitungen, die auf den Absperrschieber einwirken, haben keinen Einfluß auf die Dichtheit, da die elastische
Dichtung Formänderungen des Gehäuses ausgleichen kann. In
Sehließlage kann der Gehäuseaufsatζ und der Durehflußkanal
einschließlich der Rohrleitung gegenüber der elastischen Dichtung vollkommen leerlaufen, sodaß ein Fachpacken der
Spindelstopfbuchse erfolgen kann, bei Frost eine
Gehäuseζerstörung vermieden wird und-bei wechselnden Medien
keine Kestmengen im Gehäuseaufsatζ verbleiben können. Der
erfindungsgemäße Absperrschieber kann auch mit zwei oder mehreren symmetrisch zur Spindel angeordneten Dichtungen versehen
werden. Die Jeder kann an ihren freien Enden mit Ösen oder dgl. versehen sein, zum Einhaken einer Spannvorrichtung
zwecks leichten Einbringens bzw. Auswechselns der Dichtung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Es zeigen :
Fig:. 1 einen Schnitt durch den Absperrschieber in Eiehtung
der Rohrlängsachse
■pig. 2 einen Schnitt nach der Linie I - I der Mg. 1, jedoch
■pig. 2 einen Schnitt nach der Linie I - I der Mg. 1, jedoch
ohne Keilversehlußstück
Pig. 3 die Dichtung, perspektivisch und auseinandergezogen dargestellt
Pig. 3 die Dichtung, perspektivisch und auseinandergezogen dargestellt
lach !"ig. 1 der Zeichnung besitzt das Gehäuse 1 einen Durchflußkanal
2, einen Gehäuseaufsatz 3, eine lute 4 und eine Mute 7, die an ihrenJBnden durch Gegenlager 6 begrenzt werden.
Die Muten 4 und 7 sind beiderseits des Durchflußkanals 2
durch Muten 8 miteinander verbunden. In die Muten 4, 7 und 8
ist- die in lig. 3 dargestellte Dichtung 9 aus elastischen
Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen, eingelegt, welche aus einem unteren Bügel 10, einem oberen Bügel 11 und
den beiden Stegen 12 gebildet wird, aber auch einstückig
hergestellt sein kann.
In den unteren Bügel 10 der Dichtung 9 ist eine Feder 13
beispielsweise mit quadratischem, rechteckigem oder rundem
Profil oder auch eine gewendelte Teder, eingelegt, wodurch
die Dichtung 9 in den Nuten 4, 7, 8 mit Tor spannung gelagert und an ihren freien Enden mit den G-egenlagern 6 gehalten wird,
Xn ähnlicher Weise können auch Bügel 11 und Stege 12 mit !Federarmierung ausgerüstet werden. Das Keilverschlußstück 14
besitzt sowohl am freien Ende, als auch spindelseitig an einer flanschartigen Verbreiterung 14' einen durchlaufenden
Rand 15, der mit der Dichtung 9 in Schließlage. zusammenwirkt. Über die Spindelmutter 16 kann das in bekannter Weise im
Gehäuse 1 geführte Verschlußstück 14- mit Hilfe der Spindel 5
quer zum Durchflußkanal 2 gegen die Dichtung 9 oder von ihr wegbewegt werden. .
Heidenheim, den 28. September 1962
Pat. Fri/E
Pat. Fri/E
Claims (8)
1.- Absperrschieber, dessen Keirverschlußstück mit einer" im
Gehäuse gelagerten,elastischen.Dichtung zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (9) mit ihrem unteren Bügel (10) in der Hute (4) an der Innenwandung
des Durchflußkanals (2), mit ihrem oberen Bügel (11) in der Hute (7) an der Außenwand des Durchflußkanals (2)
eingebettet ist, wobei die Hahtstellen beider Bügel (10 und 11) mit Stegen (12) in den Hüten (8) in Richtung der
Rohrachse überbrückt sind. .""■".
2. Absperrschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Keilverschlußstück (14) sowohl am freien Ende, als auch spindelseitig an einer flanschartigen Verbreiterung
(14') einen durchlaufenden Rand (15) hat, der mit der Dichtung (9) zusammenwirkt.
3. Absperrschieber nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (9) einstückig oder mehrteilig sein kann.-■-... . ■
4. Absperrschieber.nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (9) unter Vorspannung mit einer Feder (13) in den Muten (4, 7, 8) des Gehäuses (1)
auswechselbar gelagert ist und an ihren freien Enden mit
Gegenlagern (6) gehalten wird.
5. Absperrschieber nach den Ansprüchen 1 bis 4-, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (9) so ausgebildet ist, daß sämtliche Dichtkräfte in senkrecht zum Durchflußkanal
(2) stehenden Ibenen. wirken. - ■ .-
■■-■-. ■'■'■■■- - 2
6. AbsperrscMeber nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (9) nur einerseits mit Abstand von der Spindel (5) in den Hüten (4, 7, 8) des
Gehäuses (1) gelagert ist, oder daß symmetrisch zur Spindel (5), zwei oder mehrere Dichtungen (9) angeordnet
sein können.
7. Absperrschieber nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Profil der Dichtung (9) mit dem Querschnitt der Buten (4, 7, 8) derart aufeinander abgestimmt
ist, daß dazwischen Räume verbleiben, welche die elastische Verformung des Dichtungsmaterials aufnehmen
können. " .
8. Absperrschieber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder (13) an ihren freien Enden mit Ösen oder
dergleichen versehen sein kann, zum Einhaken einer Spannvorrichtung zwecks leichten Einbringens bzw. Auswechselns
der Dichtung (9) .
Heidenheim," jlen 28. September 1962
Pat. Fri/E
Pat. Fri/E
Priority Applications (1)
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| DEE17220U DE1862622U (de) | 1962-09-29 | 1962-09-29 | Absperrschieber mit im gehaeuse gelagerter, elastischer dichtung. |
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Publications (1)
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| DE1862622U true DE1862622U (de) | 1962-11-22 |
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Family Applications (1)
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| DEE17220U Expired DE1862622U (de) | 1962-09-29 | 1962-09-29 | Absperrschieber mit im gehaeuse gelagerter, elastischer dichtung. |
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-
1962
- 1962-09-29 DE DEE17220U patent/DE1862622U/de not_active Expired
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